Martin Schult Dem Kroisleitner sein Vater

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Inhaltsangabe zu „Dem Kroisleitner sein Vater“ von Martin Schult

<p><strong>»Eine Oper im Dreivierteltakt – Heimatfilm, Bergdrama und Krimi – Martin Schult bringt mit Frassek und seinem Assistenten Sprotz den Berliner Wedding in die Steiermark, lässt Menschen sterben und wieder auferstehen und höchst unterhaltsam zwei Welten aufeinanderprallen.« Christoph Schröder, freier Literaturkritiker und Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2016&#160;</strong></p> <p><strong>&#160;</strong>Dem Kroisleitner Karl sein Vater ist tot. 104 war der alte Kroisleitner, aber noch topfit, das lag an der guten Luft oder am Marillenschnaps. Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat. Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen - und von seiner pubertierenden Tochter. Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler.</p>

Rundum ein Kunstwerk!

— JojoTau
JojoTau

Berliner Großstadtbulle löst einen Fall in einem steirischen Dorf, in dem es ganz schön rund geht!

— takabayashi
takabayashi

ein tolles Buch, aber kein klassischer Krimi

— Lesewunder
Lesewunder

Zu viele Handlungsstränge, dadurch wird die Geschichte zäh wie Gummi! Dabei bietet der Schreibstil Potential zu einer tollen Story!

— sommerlese
sommerlese

Zu viele Handlungsstränge und unsympathische Figuren machen das Buch langatmig und rauben ihm die Spannung.

— karrrtigan
karrrtigan

Etwas verworren, urig und skurril mit Steiermark-Charme. Zu wenig Spannung, aber unterhaltsam.

— Lunamonique
Lunamonique

Flüssig zu lesen, aber zu viele Nebenschauplätze, Verwirrungen etc. Etwas langatmig. Hab schon deutlich spannendere Krimis gelesen

— Schmunzlmaus
Schmunzlmaus

ein Krimi im steirischen Bergland, Wie ein Bergbauernstück aber nicht für zwischendurch!

— oztrail
oztrail

Ein Krimi mit wenig Blut, vielen Geheimnissen, liebenswerten Protagonisten und Schmunzelgarantie. Gute Unterhaltung also!

— TanyBee
TanyBee

Angenehme Geschichte aber etwas langatmig und zu verwoben

— eleisou
eleisou

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  • Unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit

    Dem Kroisleitner sein Vater
    JojoTau

    JojoTau

    26. June 2017 um 11:24

    Der Kroisleitner ist neben der Spur. Sein Vater ist tot. 104 Jahre war der alte Kroisleitner, aber eigentlich noch topfit. Jetzt liegt er am Berg, oben, beim Toten Mann, mit aufgeschürften Knien und einer blauen Zunge. Hat ihn etwa der Teufel geholt, wie es die Sage vom Toten Mann behauptet? Das ganze Dorf steht Kopf. Und als dann auch noch diese ganzen Fliegen dazukommen, wird es richtig ungemütlich. ‚Dem Kroisleitner sein Vater‘ ist ein wahres Vergnügen für Fans von skurrilen Regionalkrimis, bei denen man ein bisschen mitdenken muss. Was hat es mit dem Schatz auf sich? Wo kommen diese ganzen Fliegen her? Sind die Toten wirklich tot? Und wer ist hier eigentlich mit wem verwandt? Martin Schult schafft es, viele zunächst völlig unzusammenhängend erscheinende Fäden am Ende sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Das ist umso mehr ein Spaß, da seine vielen unterschiedlichen Charaktere wunderbar beschrieben sind. Interessant macht das Buch auch die gute Hintergrundrecherche. Natürlich handelt es sich um fiktive Geschehnisse – jedoch: möglich wär’s. Nicht zuletzt ist auch die Gestaltung des Buches lobenswert. Ein kleines Kunstwerk für sich also.

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  • Ein Berliner unter Österreichern

    Dem Kroisleitner sein Vater
    takabayashi

    takabayashi

    26. June 2017 um 03:53

    Ein Krimi ganz nach meinem Herzen mit einer gehörigen Portion Witz! Es fängt in Berlin an, wo sich Polizeiobermeister Frassek gerade für ein Bewerbungsgespräch anzieht und dabei über sein Leben nachdenkt. Dann geht's weiter in Sankt Margarethen in der Steiermark, wo ein unidentifizierter mürrrischer deutscher Tourist (natürlich der Frassek) beim Kroisleitner Karl ein Paar Wanderschuhe kauft. Nachdem wir ein paar weitere schrullige Einheimische kennengelernt haben, verbreitet sich plötzlich die Nachricht, dass "dem Kroisleitner sein Vater" tot am Berg oben gefunden wurde. Der ist schon stolze 104 Jahre alt, scheint aber trotzdem nicht eines natürlichen Todes gestorben zu sein. Zuerst wird dieser mürrische deutsche Tourist verdächtigt, doch im weiteren Verlauf wird aus dem Verdächtigen Frassek der Ermittler Frassek. Congenial ist die Zusammenarbeit mit der neugierigen Wirtin Lissi (manchmal auch Sissi genannt) Valentiner. Weitere Verwirrung schafft das Eintreffen von Emma Kornfeld in ihrer alten Heimat. Sie hat gerade ein Leben als erfolgreicher Popstar in London hinter sich gelassen, wo sie ihre Popstar-Persona Amy Cornfield hat sterben lassen. Es offenbart sich, dass fast jeder Dorfbewohner die sprichwörtliche Leiche im Keller hat, dass der alte Kroisleitner so etwas wie der König des Dorfes war und alle auf seinen Rat hörten, der zwar immer gut gemeint, aber nicht unbedingt immer gut war. Zum Verbrechen kam es, wie so häufig, aus menschlicher Gier, außerdem geht es um eine unerfüllte große Liebe und vermeintliche Verwandschaftsverhältnisse. Mit Hilfe von Lissi und dann auch noch von seinem Berliner Kollegen Sprotz samt Ehefrau (auf dem Weg zum Urlaub an der Adria bei Frassek hängen geblieben) gelingt es Frassek den Fall zu lösen. Der Stil erinnert mich ein wenig an die Alpenkrimis von Jörg Maurer, die ich über alles liebe. Seltsamerweise gab es beim letzten Maurer genau wie hier jemanden, der seiner eigenen Beerdigung beigewohnt hat, hier war es "Amy Cornfield". Das ganze ist sehr witzig und unterhaltsam geschrieben, doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Und es ist nicht nur ein Alpenkrimi, sondern zusätzlich noch ein spaßiger Culture Clash zwischen den Berlinern und den Österreichern. Ich habe das Buch mit größtem Vergnügen gelesen und freue mich schon auf den nächsten Frassek, den es ja hoffentlich geben wird!

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  • Showdown in St.Margarethen

    Dem Kroisleitner sein Vater
    Lesewunder

    Lesewunder

    25. June 2017 um 16:58

    Zu Beginn des Buches war ich echt etwas verwirrt, da die Handlung zwischen dem österreichischen Bergdorf, Berlin und London hin und her springt, und man sich schon die Frage stellt, wie kann das alles zusammenpassen. Nach der letzten Seite kann ich sagen, es passt vollkommen und ich bin restlos begeistert. Im Bergdorf St. Margarethen in Österreich wird der 104 Jahre alte Kroisleitner Alois tot auf dem Hausberg aufgefunden - Mord oder natürliche Todesursache ? Er war der Patriarch des Dorfes, gab den Bewohnern Halt, Ratschläge und Orientierung. Bei den Dorfbewohnern hat jeder sein besonderes Schicksal: den Makel der unehelichen Geburt, wirtschaftlicher Niedergang, Außenseitertum. Der Berliner Kommissar Frassek kämpft mit persönlichen Problemen Der Popstar Amy Cornfield täuscht in London ihren Tod vor. Diese drei unterschiedlichen Gruppen treffen im Dorf St. Margarethen zusammen und werden in die Mordermittlungen der Grazer Kriminalpolizei wegen des Todes des Kroisleitner verwickelt. Und während die nach dem möglichen Mörder suchen, treten immer mehr Geheimnisse der Beteiligten zu Tage und sie müssen sich mit Ereignissen auseinander setzen, die sie lieber vergessen hätten. Ich würde das Buch nicht unbedingt als Krimi bezeichnen, obwohl es am Ende zu einer Verhaftung kommt. Die Geschichte lebt von den sympathischen und weniger sympathischen Charakteren der handelnden Personen und den Beziehungen untereinander. So verwirrend der Beginn der Geschichte war, so logisch und überzeugend liegt das Ende vor dem Leser., wie ein Puzzle, dessen Bild sich langsam Teil für Teil enthüllt. Das Buch ist spannend und als ich mich eingelesen hatte, wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Wer klassische Krimis liebt, wird sich dagegen mit dem Buch vielleicht nicht anfreunden können.

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  • bisschen zäh

    Dem Kroisleitner sein Vater
    katze-kitty

    katze-kitty

    24. June 2017 um 15:38

    Der 104jährige Alois Kroisleitner wird mit blaugefärbter Zunge und aufgerissenen Knie an einem Berg gefunden. Schon bald wird auf Vergiftung getippt- aber wer sollte was mit dem Tod zu tun haben. Kommissar Frassek aus Berlin wollte einfach nur den Kopf freibekommen und war zur Tatzeit in der Nähe wandern. Als er zurück in Berlin sein Phantombild erkennt , reist er wieder zurück und nimmt selbst die Ermittlungen auf...Krimi, die Steiermark....hörte sich für mich sehr gut an ! Deshalb war ich sehr gespannt auf "Dem Kroisleitner sein Vater" von Martin Schult. Es fing leider schon damit an das ich bisschen mit den ganzen Personen zu Anfang durcheinander kam. Sehr viele davon und die Beziehungen zueinander habe ich nicht sofort auf die Reihe bekommen.  Mit Frassek als Hauptcharakter hatte ich auch so meine Schwierigkeiten- ich wurde einfach nicht warm mit ihm.Der Fall an sich war dann auch nicht so spannend , sondern es zog sich sehr zäh durch das ganze Buch und es standen eher Familiendramen und Tragödien im Vordergrund !Es war mir zu zäh, zu viele Familiendramen und zu wenig Spannung und Emotionen.Am Ende war ich einfach froh, das das Buch dann auch zu Ende war. 

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  • Toter Mann

    Dem Kroisleitner sein Vater
    sommerlese

    sommerlese

    22. June 2017 um 12:59

    Der Krimi von Martin Schult trägt den Titel "Dem Kroisleitner sein Vater" und erscheint im Ullstein Verlag. Im kleinen Dorf St. Margrethen in der Steiermark wird der 104jährige Alois Kroisleitner auf dem Berg Toter Mann mit blau gefärbter Zunge und aufgeschlagenen Knien tot aufgefunden. Woran ist er gestorben, er war doch trotz seines hohen Alters eigentlich topfit? Frassek ist sozusagen auf der Flucht vor seiner Fast-Ex-Frau und wandert den gleichen Berg hoch und wird damit verdächtig. Als er wieder zurück in Berlin ist, erkennt er zufällig sein Phantombild im Fernsehen und reist wieder zurück. Er wird entlastet und ermittelt auf eigene Faust. Die Dorfbewohner machen sich so ihr eigenes Bild, das Gerede ist groß, dabei werden viele Vermutungen angestellt und sogar Geheimnisse aufgedeckt. Dieser Krimi hat mich durch die interessant klingende Leseprobe sehr angesprochen und ich hatte mich auf die Lektüre sehr gefreut. Leider hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Inhalt und bin auch ziemlich enttäuscht.  Der Autor hat sich bei diesem offiziell als Krimi eingestuften Buch zusätzlich auch noch mit einem bunten Genremix von Berg- und Familiendrama und Heimatroman ausgetobt. Das wird dann nicht nur inhaltlich zu viel, sondern für den Leser auch schlicht und ergreifend unüberschaubar. Wo liegt denn nun das Hauptaugenmerk, habe ich mich häufig gefragt. Dabei gefällt mir Martin Schults flüssiger Schreibstil mit seinem originellen Ton sehr gut, die teilweise mundartlichen Dialoge sind lebendig und manchmal auch humorvoll. Aber die vielen Handlungsstränge und Ortswechsel werfen zu viele Baustellen der Figuren auf, sodass man als Leser den roten Faden kaum ohne Probleme verfolgen kann. Neben dem Kriminalfall geht es um die Identitätskrise der Sängerin Emma, um ihre Abstammung, weiterhin um Selbstmorde und Sterbehilfe und um alte Briefe, die Geheimnisse aus dem Weltkriegen zutage bringen. Jedes Thema für sich ist durchaus hochinteressant, aber in der Fülle wirkt dieses Durcheinander schier verwirrend. Ich brauchte eine Weile, ehe ich die handelnden Personen den jeweiligen Themen zuordnen konnte. Schwierig war das wohl auch, weil ich mir kein Bild von diesen Figuren machen konnte, dazu fehlten die speziellen Charakterisierungen. Das machte das Ganze zäh und meine Leselust schwand immer mehr dahin. Zu sehr verwirrten mich auch einige fragwürdige Aktionen der Personen, sie nachzuvollziehen, war mir unmöglich. Richtig sympathisch wurde mir jedenfalls keine Figur und ich blieb mehrfach verwirrt von dem Gelesenen zurück. Spannende Unterhaltung, leider Fehlanzeige! Bei diesem Buch wurde viel Potential verschenkt, denn es gibt einige interessante Ansätze, die zu einer spannenden Lektüre ausgearbeitet werden könnten.  Mit diesem Buch hatte ich so meine Probleme und da mir auch die Personen weitgehend fremd blieben, konnte ich es nur schleppend lesen. Zu viele Nebenschauplätze haben mir den Blick auf die eigentliche Handlung versperrt.  

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  • Leider enttäuschend

    Dem Kroisleitner sein Vater
    karrrtigan

    karrrtigan

    21. June 2017 um 23:04

    Die Zusammenfassung und die Leseprobe dieses Buches hatten mir gut gefallen und Lust auf mehr gemacht. Leider konnte das gesamte Buch meine Erwartungen nicht wirklich erfüllen und lässt mich etwas enttäuscht zurück.Das liegt einerseits daran, dass das Buch sich nicht wirklich entscheiden kann, was es ist, und sich am Ende irgendwo zwischen Kriminalroman, Heimatroman, Mytery-Thriller und Familiendrama einsortiert. Der Schreibstil ist dabei nicht das Problem, der ist flüssig und treibt die Handlung in einem guten Tempo voran. Insgesmt hat der Autor jedoch versucht, zu viele verschiedene Handlungsstränge (ein Kriminalfall, ein Vater/Tochter-Drama, alte Geheimnisse aus den Weltkriegen, Selbstmorde und Sterbehilfe, Identitätsprobleme einer berühmten Sängerin, vertauschte Kinder, eine Vergewaltigung, ungeklärte Vaterschaften und noch mehr) auf zu wenigen Seiten unterzubringen, sodass am Ende keiner davon wirklich zur Geltung kommt und ich als Leser teilweise einfach nur verwirrt davon war, was hier nun konkret passiert und was dabei wichtig ist.Dazu kommt noch, dass keiner der Charaktere wirklich besonders sympathisch war und teilweise moralisch äußerst fragwürdige Dinge passiert sind, die weder innerhalb der Handlung aufgearbeitet, noch zur Charakterisierung der Figuren oder als Denkanstoß für den Leser benutzt wurden. Darin steckt eine Menge verschenktes Potenzial, die das Buch um einiges spannender und tiefgründiger hätten machen können. So, wie es jetzt ist, sorgte es bei mir nur für eine gerunzelte Stirn und Abneigung gegen so ziemlich alle handelnden Personen.Zu Anfang war ich noch sehr interessiert und absolut an Bord mit den Geschehnissen, nur leider wurden diese im Verlaufe des Buches immer verwirrender und damit auch langweiliger, sodass ich es spätestens ab etwa 2/3 der Seiten einfach nur noch fertig gelesen haben wollte. Leider kann ich keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen, da es für meine Begriffe nicht gut erzählt war und sich in zu vielen Nebenschauplätzen verstrickt hat, als dass daraus eine spannende, unterhaltsame Lektüre geworden wäre, die mich als Leser bei der Stange hält.      

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  • Viel Steiermark, wenig Krimi

    Dem Kroisleitner sein Vater
    Aglaya

    Aglaya

    21. June 2017 um 19:32

    Im kleinen Dorf St. Margrethen in der Steiermark wird der 104jährige Alois Kroisleitner tot aufgefunden. Alles deutet auf Mord hin. Doch wer hätte ein Motiv gehabt, den alten Mann umzubringen?Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der Einblick in die Gedanken und Gefühle aller Figuren hat. So wird munter zwischen den Figuren hin- und hergewechselt und der Leser erfährt über alle etwas.Die Handlung besteht im Grunde aus drei Strängen, die jedoch alle miteinander verbunden sind. Da ist einerseits der titelgebende Karl Kroisleitner, der mit dem Tod seines Vaters und dem schlechten gesundheitlichen Zustand zurecht kommen muss. Ein weiterer Strang dreht sich um den berliner Polizisten Frassek, der ebenfalls vor kurzem seinen Vater verloren hat, ständig mit seiner Ex-Frau streitet und zu allem Überfluss noch Ärger mit seiner pubertierenden Tochter hat. Drittens geht es um die junge Emma, die ihre erfolgreiche Musikkarriere in England als Amy (mit dickem Lidstrich und schwarzem Beehive, sie heisst aber nicht Winehouse) an den Nagel hängt und in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Daneben gibt es noch viele weitere Figuren mit ihren eigenen Problemen, die ich hier aber aus Platzgründen nicht alle aufzählen mag.Wie meine Aufzählung der Handlungsstränge erahnen lässt, spielt der Kriminalfall eine eher untergeordnete Rolle. Zumindest der Fall, der sich um den Tod des alten Kroisleitners dreht, denn der ist nicht der einzige, der hier aufgeklärt werden muss. Viel Raum hingegen erhalten die Figuren und das Dorfleben, durch das sich Frassek kämpfen muss, um den Überblick zu erhalten, sodass ich das Buch eher als Millieustudie mit Krimi-Elementen bezeichnen möchte und weniger als „reinrassigen“ Krimi.Der Schreibstil des Autors Martin Schult lässt sich flüssig lesen, die vielen Namen und stellenweise mundartlichen Dialoge liessen mich allerdings zwischendurch etwas ins Stocken kommen. Mein Fazit Wenig Krimi, viel Steiermark

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  • Dem Kroisleitner sein Vater

    Dem Kroisleitner sein Vater
    Lunamonique

    Lunamonique

    21. June 2017 um 19:19

    Von Autor Martin Schult stammt unter anderem die Geschichtensammlung „Fünf Monster auf der IAA“ und der Roman „Flokati oder mein Sommer mit Schmidt“. In seinem Krimi „Dem Kroisleitner sein Vater“ stellt der ungewöhnliche Tod eines alten Mannes Rätsel auf.Ein mürrischer Wanderer erregt das Misstrauen der Dorfbewohner. Wenig später wird ein Toter gefunden. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass er nicht an Altersschwäche gestorben ist. Die Bundespolizei, allen voran Chefinspektorin Kottnik, beginnt mit den Ermittlungen. Der Einstieg in die Geschichte mit Frassek, der nach einem Anzug sucht, wirkt alltäglich und auch ein bisschen skurril. Wer ist gestorben? Handlungswechsel, Karl Kroisleitner hat das Schuhgeschäft seines Vaters übernommen und geht seinem Beruf mit Leidenschaft nach. Der Wanderer, der seinen Laden betritt, ist ungewöhnlich wortkarg und wirkt nicht sehr sympathisch. Die Geschichte spielt in St. Margarethen in Steiermark, Österreich. Autor Martina Schult konzentriert seinen Erzählstil auf die Eigenarten der Dorfbewohner. Neugierde und Dorfklatsch bestimmen das Bild. In Fahrt kommt der Krimi mit dem Auffinden der Leiche. Was auf der einen Seite makaber erscheint, lässt auf der anderen Seite Humor durchblitzen. Der Tote stellt Rätsel auf. Was ist geschehen? Ein erster Verdächtiger steht schnell fest. Verwicklungen und Verstrickungen werden durch eine Rückkehrerin zum Thema. Der Krimi hat durch die Dorfbewohner-Charaktere wie Gasthauswirtin Lissi, Unterhaltungswert. Es fehlt aber über lange Strecken an Spannung und packenden Szenen. Polizeiobermeister Frassek und sein Kollege Sprotz sind einer Robin Hood-Gruppe auf der Spur. Frassek erlebt bei einem ausgeklügelten Plan eine herbe Überraschung. Er spielt auch in St. Margarethen eine Rolle. Die Bundespolizei ist auf dem Holzweg. Zeit für Frassek, Licht ins Dunkle zu bringen. Nur langsam laufen alle Fäden zusammen. Skurrile Schicksale, Verbrechen, Liebe, zum Schluss geht es immer verworrener zu, und es fällt schwer den Überblick bei den Charakteren zu behalten. Die Geschichte wirkt überdreht, behält aber ihren urigen steierischen Charme. Kein typischer Krimi, eher ein kurioses Bühnenstück.Titel und Cover spielen auf den Handlungsort Steiermark an. Durch die Farbwahl wirkt das Buch nicht kitschig. „Dem Kroisleitner sein Vater“ eignet sich gut als Urlaubslektüre. Es erfüllt nicht die ganz die Krimierwartungen, lädt aber an so mancher Stelle zum Schmunzeln ein.

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  • Leider nicht überzeugend

    Dem Kroisleitner sein Vater
    Schmunzlmaus

    Schmunzlmaus

    20. June 2017 um 21:17

    Bei vorablesen.de habe ich eine Leseprobe zu diesem Buch gelesen und habe mich wirklich auf das Buch gefreut. Leider wurde ich enttäuscht. Cover & Co.: Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist eine Art Zeichnung einer Berglandschaft mit einer Straße, die auf einen Ort zu läuft. Der Name des Autors ist in einer anderen Schriftart als der Titel. Beide sind etwas hervorgehoben. Das gibt dem Buch eine angenehme Haptik. Zu Beginn des Buches findet man eine Zeichnung der Umgebung um St. Margarethen, den Schauplatz des Krimis. Das ist super. Ich mag es, wenn man ein Bild der Umgebung bekommt. Danach kommt ein Personenverzeichnis, wie zu Shakespeares Zeiten. Auch das gefällt mir super. Die Personen werden nicht vorgestellt als Schwester von, Frau von, Sohn von…, sondern der Autor gibt zu den vorgegebenen Personen eine typische Eigenschaft eine Aussage aus dem Buch, z.B. „bekommt leicht Nasenbluten“, „möchte nicht Franz-Josef heißen“ oder „möchte gerne alles wissen“. Einiges erklärt sich sofort, anderes erfährt man im Lauf des Buches. Das finde ich schon sehr witzig. Mal ein anderes Personenverzeichnis. Die Anzahl der Personen ist recht übersichtlich, das gefällt mir auch sehr gut. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm. Es lässt sich flüssig lesen. Häufig – aber nicht immer – sprechen die Personen im Dialekt. Auch der „normale“ Text ist manchmal dialektal angehaucht. Es gibt Sätze, die enden mit „können können“, was ich definitiv unter Süddeutsch/ Österreichisch verbuche. Manchmal habe ich eine Stimme im Kopf gehabt, die mir in so einem Dialekt den Text „vorliest“. Frassek, der Polizist, der – siehe Klappentext – vom Tatverdächtigen zum Ermittler wird, kommt aus Berlin und besonders seine Frau spricht ein herrliches Berlinerisch. Das gibt ein paar nette Szenen, wenn sich die Österreicher und die Berliner versuchen zu verständigen. Das ist sehr amüsant. Allerdings wird dieses Dialektale nicht komplett durchgezogen. Es gibt natürlich Textstellen, die in Berlin bzw. nur mit Frassek spielen und dort ist der Text eher in hochdeutsch gehalten, wie man es erwarten würde. Aber auch an anderen Stellen fallen die Menschen aus ihrer Rolle und sprechen, für meinen Geschmack, zu hochdeutsch. Charaktere: Es gibt 16 im Personenverzeichnis aufgeführte Personen und das sind auch die meisten der handelnden Personen. Es gibt noch ein paar weitere Personen, die kleinere Rollen haben, aber an sich ist die Anzahl der Personen wirklich übersichtlich. Dadurch kommt man nicht durcheinander. Allerdings ist auf den 333 Seiten des Buches kaum Zeit, die Personen wirklich scharf zu zeichnen. Handlung: Dem Kroisleitner sein Vater ist tod, seine Zunge ist blau, seine Knie aufgerissen. Frassek, auf der Flucht vor seiner Fast-Ex-Frau wandert den gleichen Berg hoch und wird so zum Tatverdächtigen. Das erfährt er aber erst, als er wieder zurück in Berlin ist und zufällig sein Phantombild im Fernsehen sieht. Und deshalb fährt er wieder zurück und ermittelt, nachdem er entlastet wurde, auf eigene Faust, während die Dorfbewohner sich ihr ganz eigenes Bild machen, ihre eigenen Vermutungen anstellen und ihre Geheimnisse aufdecken. Meine Meinung: Obwohl sich das Buch flüssig liest und durch die dialektale Färbung auch einige amüsante Stellen hat, bin ich nicht überzeugt. Relativ bald ist klar, wer warum Alois Kroisleitner (dem Kroisleitner sein Vater) gequält hat. Nur die genauen Hintergründe ergeben sich erst im Lauf des Buches, wenn immer mehr Geheimnisse aus dem Dorf aufgedeckt werden. Die vielen Nebenhandlungen und Nebenschauplätze sind meiner Meinung nach für die Spannung nicht förderlich. Sie verwirren zwar nicht wirklich so, dass man den Faden verliert, aber sie sind dennoch auf eine Art verwirrend, weil sie einfach zu viel Verwirrung in das Dorf bringen. Die aufgedeckten Geheimnisse erklären zwar irgendwie den Hintergrund des Todes, aber, wie gesagt, mir waren das zu viele Verwirrungen, Nebenschauplätze und das hat für mich nicht zur Spannung beigetragen. Fazit: Ein flüssig zu lesendes Buch, amüsant und nicht unspannend, aber ich habe schon viel bessere und spannendere Krimis gelesen.

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  • Eine trügerische Idylle

    Dem Kroisleitner sein Vater
    BuchHasi

    BuchHasi

    19. June 2017 um 19:03

    "Denn er ist es gewesen, der uns im Dorf in den vergangenen Jahrzehnten den Rhytmus vorgegeben hat, den wir um Rat haben fragen können und der Tagen folgen ließ, ganz so, als wäre er ein König, ja als wäre er der Dorfkönig gewesen." (S. 105) Der Leser wird eingesogen in ein Idyll namens St. Margarethen; umgeben von Bergen, Weiden und Wiesen, Heidelbeersträuchen und einem Toten. Ausgerechnet der Dorfälteste musste sein Leben lassen - dem Kroisleitner sein Vater -. Das Dorf steht Kopf und mittendrin ein Polizist, dessen Vorname ein ewiges Geheimnis bleibt und deshalb "Frassek" gerufen wird. Er wollte nach der Trennung seiner Ehefrau und nach dem Stress mit seiner pubertierenden Tochter Vera nur ein paar Tage Urlaub machen. Als "fremder Wanderer" gerät er nicht nur in den Blick der Wirtin Lissi/Sissi, sondern auch der österreichischen Polizei. Es heißt nämlich, der 104jährige sei vergiftet worden. Der Sohn des Versicherten wird auch vernommen. Plötzlich war es eine Dorfbewohnerin, die die falschen Kräuter ins selbstgemachte Pesto gemischt hat. Alle drei geben sich nacheinander in einer kleinen Zelle die Klinke in die Hand. So jedenfalls ermittelt die österreische Polizei vor Ort. Kommentiert und weiter erzählt wird alles von der Wirtin Lissi/Sissi. Als "Tratschtante" und selbst ernannter Königin des kleinen Dorfes will sie immer alles wissen und natülich weiter erzählen. Während des ganzen Tumults lässt Schult eine Sängerin namens Amy Cornfield sterben und als Emma Kornfeld wieder auferstehen, die nach zehn Jahren wieder heimkommt und mit der eigenen Familiengeschichte hadert. Die Beschreibung ihres alten Egos Amy passt zufälligerweise zu einer realen englischen Sängerin mit Bienenkorbfrisur und Eyeliner die 2011 verstorben ist.... Frassek, der zwischendurch daheim in Berlin war und mit seiner Tochter Vera wieder nach St. Margarethen zurück gekehrt ist, ermittelt auf eigene Faust, was hinter dem Tod des Kroisleitners steckt. Dabei deckt er alte Geschichten und Verbindungen auf, fährt den gelben Smart von seinem Kollegen Sprotz kaputt und hilft dem Dorf, den Tod aufzuklären. Was wie ein Theaterstück klingt, ist ein humorvoller und spannender Kriminalroman. Mit einer deftigen Prise frechen Humors, einer Portion Spannung und echten Charakteren unterhält Schult den Leser sehr gut. Jeder hat seine feste Rolle, der er bis zum Ende treu bleibt. Ecken und Kanten hat von den Protagonisten jeder, aber die meisten haben denoch ein großes Herz und (fast) alle halten zusammen. Erzählt wird aus den Perspektiven von Frassek, dem jungen Kriosleitner und von Lissi. Es dauert eine Weile, bis man alle Namen, die im Buch vorkommen einsortieren kann, aber mit der Zeit klappt es ganz gut. Die Dialoge werden in teilweise in Dialekt gehalten. Das macht es authentischer. Ein sehr gelungenes Werk und ich hoffe auf eine Fortsetzung.... 

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  • Mord in den Bergen

    Dem Kroisleitner sein Vater
    TanyBee

    TanyBee

    19. June 2017 um 10:40

    Alois Kroisleitner, stolze 104 Jahre alt, wird tot aufgefunden, ausgerechnet an einer Stelle die „Toter Mann“ heißt. Die Polizei ermittelt und es stellt sich die Frage, ob er wirklich eines natürlichen Todes gestorben ist. Warum ist seine Zunge so blau? Und seine Knie so aufgeschrammt? Der Tod sorgt für helle Aufregung in seinem Heimatdorf St. Margarethen, denn hier kennt natürlich jeder jeden. Doch ausgerechnet am Todestag war ein fremder Wanderer im Dorf. Ist er vielleicht der Täter?   „Dem Kroisleitner sein Vater“ ist ein Krimi mit Lokalkolorit, wie der Titel es auch schon vermuten lässt. Um die Berge geht es leider nicht so viel, wie ich mir erhofft hatte, aber die schrulligen Dorfbewohner mit ihrer Mundart haben die Enttäuschung wieder wettgemacht. Um den vermeintlichen Mord aufzuklären müssen die Leute tief in der Vergangenheit des Dorfes graben. Und sie müssen sich mit Fremden in ihrem Dorf auseinandersetzen! Da muss man beim Lesen doch des Öfteren Schmunzeln.   Um den Fall zu lösen müssen so einige Dorfgeheimnisse gelüftet werden und der Leser wird auf falsche Fährten gelockt. Die Geheimnisse reichen sogar zurück bis zum zweiten Weltkrieg, in dem auch in St. Margarethen gekämpft wurde.   Einen Handlungsstrang fand ich ein bisschen sehr aus der Luft gegriffen, nämlich den um Amy/Emma, aber irgendwie hat er sich dann doch noch ganz nett eingefügt. Das muss man wohl eher mit einem Augenzwinkern betrachten. Denn hier geht es um das Gesamtpaket: die Krimihandlung ist vielleicht nicht die ganze Zeit superspannend, aber dafür ist zwischendurch auch mal schön lustig oder auch schön traurig. Mir haben vor allem die Charaktere gut gefallen, die sind mir richtig ans Herz gewachsen.   Ein Krimi mit wenig Blut, vielen Geheimnissen, liebenswerten Protagonisten und Schmunzelgarantie. Gute Unterhaltung also! Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, zur Einstimmung auf den nächsten Österreichurlaub.

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  • Angenehme Geschichte aber etwas langatmig und zu verwoben

    Dem Kroisleitner sein Vater
    eleisou

    eleisou

    18. June 2017 um 20:43

    Eine angenehme Geschichte, mit viel Lokalkolorit, die im Endeffekt aber wenig an einen Krimi erinnert, sondern mehr an einer verwobenen Geschichte, die einen Hauptmordfall beinhaltet und mehrere Erzählstränge über verschiedene Personen, von denen drei die Hauptrollen spielen. Einer von ihnen ist der Kroisleitner, dessen 104--jähriger Vater tot aufgefunden wird. Ein weiterer der Kriminalbeamte Frassek, mit Eheproblemen und einer Tochter in der Pupertät, der noch als Mörder ins Visier gerät. Und die dritte Person ist Amy, eine junge wenig erfolgreiche Sängerin in London. All denen Geschichten werden in dem Buch niedergeschrieben und ohne das Personenregister wäre ich oftmals aus der Bahn gekommen. Der Autor schreibt zwar flüssig und die Szenewechsel sind teilweise auch sehr interessant, nur war es für mich etwas zu viel des Guten. Ein wenig mehr Spannung über den genaueren Mordfall hätte ich mir schon gewünscht. Einzig die Dorfkulisse hat mit sehr gut gefallen. Fazit: könnte definitiv besser sein.

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  • Ein Dorf sucht einen Mörder

    Dem Kroisleitner sein Vater
    Lesenisttoll

    Lesenisttoll

    18. June 2017 um 16:41

    Der Polizist Frassek aus Berlin verbringt einen Tag im beschaulichen St. Margarethen in der Steiermark. Just an diesem Tag kommt der 104-jährige Alois Kroisleitner auf seltsame Weise zu Tode. Da Fremde den Dorfbewohnern sowieso suspekt sind, liegt nichts näher, als dass Frassek der Mörder sein muss.Der befindet sich längst zurück in Berlin, als er sein Konterfei auf einem Fahndungsfoto entdeckt. Natürlich kann er dies nicht so stehen lassen und fährt kurzerhand zurück in die Steiermark, um den dortigen Beamten bei den Ermittlungen zu helfen.Dabei lernt er einiges über die Dorfbewohner und ihre Beziehungen zueinander und findet sogar einen Freund. So verschroben und hinterwäldlerisch, wie der Autor die Dorfbewohner beschreibt, fürchte ich, kann er sich in St. Margarethen nur noch inkognito blicken lassen! Da ist zunächst die Wirtin Lissi, die nach dem Ableben des alten Kroisleitner als „Königin des Dorfes“ an dessen Stelle treten will und sich fortan Sissi nennen lässt. Dann treffen wir noch eine berühmte Sängerin, die nach ihrem vorgetäuschten Tod in ihrem Heimatort Unterschlupf sucht und einiges über ihre Herkunft erfährt. Deren Jugendliebe ist auch ein etwas seltsamer und einfältiger Kauz. „Dem Kroisleitner sein Vater“ hat mir ein kurzweiliges Lesewochenende beschert. Der Stil ist humorvoll, und wäre nicht die eine oder andere Frage bei mir offen geblieben, zum Beispiel, warum „dem Kroisleitner seine Mutter“ Demenz vortäuscht – was hat sie davon? – dann hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben. 

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  • Dorfidyll

    Dem Kroisleitner sein Vater
    SteffiGluecklederer

    SteffiGluecklederer

    17. June 2017 um 19:24

    Das Buch hat mir richtig gut gefallen und meine Erwartungen, die ich nach der Leseprobe und kurzen Inhaltsbeschreibungen hatte, erfüllt. Schon das Cover hat mir sehr angesprochen, weil es zu der skurrilen und humorvollen Geschichte sehr gut passt. In einem eher hinterwäldlerischen Dorf kommt es zum Tode des Dorfältesten, der quasi die Gemeinde bis dahin zusammen gehalten hat. Da die Umstände des Todes ungewöhnlich sind, schließen sich Ermittlungen an und schon lernt man die Bewohner von ihrer sehr eigenen und teilweise bizarren Seite kennen. Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere kann einfach keine Langeweile aufkommen. Das Buch ist absolut empfehlenswert und bis zum Schluss spannend und lustig.

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  • Zu viel Personen, zu viel Handlungsstränge

    Dem Kroisleitner sein Vater
    frenx1

    frenx1

    17. June 2017 um 14:05

    Etwas zäh hat er sich schon gegeben, der Krimi „Dem Kroisleitner sein Vater„. Was vor allem daran liegt, dass Martin Schult von allem etwas zu viel hineingegeben hat. Nicht nur, dass der Ort Sankt Margarethen in der Steiermark von den sieben Plagen überzogen wird (Fliegen, Krähen, Marder, Füchse und so weiter), nein es gibt zudem verhexte Bäume, der Leibhaftige erscheint und dann gibt es da noch die Sage vom Toten Mann. Der Tote Mann, das ist der Ort in den Bergen oberhalb St. Margarethens, wo der 104-jährige Alois Kroisleitner tot aufgefunden wird. Ermordet, wie sich bald herausstellt. Das bringt natürlich den ganzen Ort in Wallung, denn Kroisleitner war so etwas wie die graue Eminenz des Dorfes. Und Kroisleitner hat ein paar Geheimnisse mit in sein Grab genommen, die nach und nach offenbart werden. Dabei hilft der Berliner Polizist Frassek, der zufällig vor Ort war, als der Mord geschah, tatkräftig mit – glaubt er denn, den österreichischen Ermittlern nicht vertrauen zu können. Tatkräftig unterstützt wird er noch von einem Kollegen – Martin Schult scheint Geschichten mit viel Personal zu lieben. Mir waren es deutlich zu viele Personen, die mit ihren Geschichten in den Roman hineingewoben sind. Nicht nur die Dorfbewohner, die dann noch Spitz- und Kosenamen haben, sind kaum zu überblicken, hinzu kommen die zahlreichen Ermittler und dazu noch jede Menge Wiener Pensionsgäste, die man zumindest teilweise auch namentlich kennenlernt. Warum auch immer. Ach ja, und eine Sängerin, die für tot erklärt wurde, damit man das Karriere-Ende finanziell ausschlachten kann, kehrt auch an ihren Heimatort zurück. Für mich ist das alles zu viel des Guten. Die einzelnen Handlungsstränge stehen sich bald schon gegenseitig auf den Füßen. Die Handlung springt ziemlich schnell zwischen den einzelnen Personen hin und her, verfranst sich und wird sehr verworren, auch weil immer mehr Details aus der Nachkriegszeit eine Rolle zu spielen scheinen. Nicht besonders hilfreich ist das Personenverzeichnis, das am Anfang des Buches tatsächlich vorhanden ist. Was aber hilft es einem beim Lesen, wenn als Erklärung zur Person so etwas steht wie „findet nicht, was er gesucht hat“? Mir zumindest ist es bei dem wuchtigen Personenkarussell, das sich in „Dem Kroisleitner sein Vater“ auftut, irgendwann egal gewesen, wer nun dem Kroisleitner sein Vater auf dem Gewissen hat.

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