Martin Schult Dem Kroisleitner sein Vater

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Inhaltsangabe zu „Dem Kroisleitner sein Vater“ von Martin Schult

»Eine Oper im Dreivierteltakt – Heimatfilm, Bergdrama und Krimi – Martin Schult bringt mit Frassek und seinem Assistenten Sprotz den Berliner Wedding in die Steiermark, lässt Menschen sterben und wieder auferstehen und höchst unterhaltsam zwei Welten aufeinanderprallen.« Christoph Schröder, freier Literaturkritiker und Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2016   Dem Kroisleitner Karl sein Vater ist tot. 104 war der alte Kroisleitner, aber noch topfit, das lag an der guten Luft oder am Marillenschnaps. Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat. Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen - und von seiner pubertierenden Tochter. Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler.

Regionalkrimi

— AnjaIris

Ein Mord plus Spannung plus Humor plus Dialekt

— Leserin3

Abgedrehter Bergkrimi mit skurillen Charakteren und überraschenden Wendungen

— Oliver_Müller

Spannend, atmosphärisch, humorig. Eine gute Wahl, wenn man Familiengeschichten liebt!

— Wedma

Skurril und spannend

— Sabine_Hartmann

Krimi mit Ecken und Kanten, zuviele Personen, langatmige Handlung und Charaktere, bei denen man nicht weiß, wo man sie einordnen soll

— Engel1974

Ungewöhnlicher Heimatkrimi!

— guemue

wo ist denn da der Krimi?Mordfall und Ermittlungen gehen unter in diesem Heimatroman...oder ist es doch ein Krimi ?

— Igela

Kroisleitners Vater ist 104 Jahre alt. Da sollte man sterben dürfen. Aber nicht auf unnatürliche Art und Weise. Mit aufgeschürften Knien und

— lesefix213

Herrlich schräg und humorig, aber dennoch ein Krimi. Mir hat es Spaß gemacht!

— MissStrawberry

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  • Origineller Regionalkrimi

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Gise

    12. October 2017 um 13:12

    Als der alte Kroisleitner tot aufgefunden wird, scheint zunächst mal alles auf natürlichen Tod zu deuten, ist er doch ganze 104 Jahre alt. Doch dann gibt es Verdächtigungen und Verdächtige, die Polizei beginnt zu ermitteln. Währenddessen kommt Emma zurück aus ihrem Londoner Leben als erfolgreiche Sängerin und möchte sich wieder der Mutter annähern. Nach zehn Jahren Abwesenheit ist das nicht so einfach. Der Berliner Polizist Frassek war zunächst auf Kurzurlaub im Ort, wird aber wegen der Gleichzeitigkeit der Ereignisse mit dem Tod des alten Kroisleitner des Mordes verdächtigt. Doch bald gerät er von der Rolle des Verdächtigen in die des Ermittlers, denn die steirischen Kollege stellen sich manchmal etwas seltsam an.Mit viel Lokalkolorit und Situationskomik porträtiert der Autor Martin Schult die Bergwelt der steirischen Alpen mit dem kleinen Örtchen St. Margarethen und dessen Bewohner, die manchmal skurril, manchmal nur eigenbrötlerisch, auf jeden Fall immer sehr eigenwillig ihren Weg gehen. Eine starke Prise aus der örtlichen Sagenwelt rundet das Heimatfilmmäßige dieses Buches gekonnt ab. Man kann es sich richtig vorstellen, dieses kleine schmucke Örtchen, das so gerne dieses Jahr den Blumenpreis erringen möchte und stattdessen mit einem gewaltigen Fliegen-, Krähen- und Marderproblem zu tun bekommt. Doch welch Wunder, manche Ereignisse lassen sich dann doch sehr naturwissenschaftlich erklären, manche allerdings bewahren ihren besonderen Charakter. So spinnt der Kriminalroman seine Fäden und treibt die Spannung immer weiter auf den Höhepunkt zu bis zum Show-Down, bei dem viele der Protagonisten in höchste Lebensgefahr geraten.Den kleineren und größeren Problemen dieses steirischen Örtchens zu folgen, ist dabei immer sehr amüsant und spannt den Leser schnell in die Geschichte ein. Dabei verliert sich das Buch nie in den verschiedenen Genres, in die es hineinspielt, sondern behält den humorvollen, aber auch ernsten Blick auf seine Protagonisten. Herausgekommen ist ein gut ausgeklügeltes Buch mit vielen Handlungsfäden, die zunächst sehr verworren erscheinen und gekonnt mit viel Spannung zum Schluss entwirrt und zusammengeführt werden. Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie.

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  • Erster Fall für Frassek

    Dem Kroisleitner sein Vater

    AnjaIris

    11. October 2017 um 10:21

              Cover: Schutzumschlag mit stilisierter Bergkulisse und ansprechender Schrift. Fällt auf in der Buchhandlung.Story: Am Toten Mann, oberhalb des Dörfchens St.Margarethen wird der 104jährige Alois Kroisleitner tot aufgefunden. Mit zerschundenen Knien und blaugefarbter Zunge. Bald gibt es viele Verdächtige. War es der Sohn? Oder doch der fremde Wanderer? Der entpuppt sich allerdings bald als Polizist aus Berlin, und wird unversehens vom Verdächtigen zum Ermittler. In der idyllischen Steiermark kommt er so manchem Familiengeheimnis auf die Spur.Bewertung: Ein wirklich gelungener Mix aus Heimatfilm, Bergdrama, und Kriminalroman. Ich habe mit großem Vergnügen die Verknüpfungen und Verwirrungen innerhalb dieser sympathischen Dorfgemeinschaft und ihrer Feriengäste verfolgt. Witzig fand ich auch die Idee, mit der Figur der Amy, an eine verstorbene, reale Sängerin zu erinnern. Die Figuren sind alle so lebendig beschrieben, daß man sich beim lesen direkt nach St. Margarethen versetzt fühlt. Die Mentalität der Dorfbewohner wird gut rübergebracht. Die ganzen Verwicklungen und Seitenstränge machen das Buch spannend und interessant.  Man bekommt ein Gefühl von Urlaub in den Bergen, und hat trotzdem einen spannenden Krimi.Mir gefällt der Schreibstil von Martin Schult sehr, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn es ist ja der erste Band einer neuen   Serie. Ich kann das Buch jedem Krimifan, und besonders Liebhabern von Regionalkrimis sehr empfehlen.        

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  • Tod im Grünen

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Leserin3

    28. September 2017 um 18:22

    Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod, an diese Kolumne von Bastian Sick erinnert der Titel des Werkes mit dem beschaulich dargestellten Bergidyll, welches das Cover dieses Buches ziert. Beschaulichkeit aber hat wenig zu tun mit dem vorliegenden Krimi, und schon gar nicht mit dem brummigen Polizeiobermeister Frassek im grünen Herz Österreichs. Eigentlich will er sich nur erholen, denn sein Beruf hat ihm in letzter Zeit ein Bein gestellt, dazu familiäre Belastungen, und auch der Umgang mit der Tochter im schwierigen Alter, welche ihn «sowas von alt» findet, hat ihn recht gestresst. Endlich Ruhe finden in der Bergwelt der Steiermark! Doch ein Todesfall ereignet sich, und der «Piefke» wird sogar zum ersten Tatverdächtigen. Zudem zieht er in Unkenntnis der Berggeher-Tradition auch noch die falschen Klamotten an. Da er jedoch nun mal da ist, muss er letztendlich auch ermitteln. Alt aber will Frassek dabei nicht aussehen, will er sich doch auch vor den örtlichen Kollegen nicht blamieren. Hinzu kommt noch, dass es kluge Einheimische mit viel Menschenkenntnis gibt, welche die Ohren aufsperren, ihre Beobachtungen machen und sich einen Reim auf die Geschehnisse bilden können. Sprünge in der Handlung und im Ortswechsel gibt es jede Menge in der Story, nicht nur gesellschaftlich und hoch oben auf den Hügeln der Steiermark, beim Toten Mann, sondern auch unversehens vom Verdächtigten zum Verdachtschöpfenden. Da wird gestorben und fröhlich wieder auferstanden, getratscht und intrigiert. Einige Male war ich versucht, mir Notizen zu machen, denn an etlichen Stellen geht es ziemlich wirr durcheinander, und ich musste teils ein paar Seiten zurückblättern. Es gibt so viele Geheimnisse, dass man auf jeder neuen Seite und hinter jedem Stein eine neue Überraschung erwartet. Mir gefiel die humorige Note, welche durch den Dialekt noch zusätzlich Nahrung erhält. Hier ist eine geniale Verbindung zum Werktitel gelungen. Wahrscheinlich hat dem Kroisleitner sein 104-jähriger Vater, dessen Tod der unmittelbare Anlass für diesen Krimi bot, vom Himmel herab heimlich mitgeschmunzelt. Unwahrscheinlich? Mag sein, aber die ganze Geschichte ist es doch – oder? Wer die Bayern-Krimis liebt, ob als Serie im Fernsehen oder als Buch, wird auch den "Kroisleitner" lieben. Meinen Geschmack trifft das Buch nicht so.

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  • Verworren und leider auch langatmig teilweise

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Trucks

    12. September 2017 um 10:28

    „Dem Kroisleitner sein Vater“ ist der Auftakt zu einer Krimiserie, in dessen Mittelpunkt der bärbeißige Polizeiobermeister Frassek steht. Martin Schult kannte ich bis dato noch nicht, fand den Klappentext und besonders den Titel als Bayern-Fan aber super und dachte „Hey, da werfen wir mal einen näheren Blick rein..!“ »Eine Oper im Dreivierteltakt – Heimatfilm, Bergdrama und Krimi, so wird das Buch beworben und ich muss sagen, das trifft es genau auf den Punkt. Besser kann man das Buch nicht beschreiben. Klappentext Dem Kroisleitner Karl sein Vater ist tot. 104 war der alte Kroisleitner, aber noch topfit, das lag an der guten Luft oder am Marillenschnaps. Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat. Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen - und von seiner pubertierenden Tochter. Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler. Frassek stolpert also sozusagen lediglich in den Fall hinein, wenn man so will und das zu lesen war schon irgendwie unterhaltsam. Allerdings leider auch sehr verworren teilweise und langatmig zudem... Teilweise hätte ich das Buch fast abgebrochen, weil ich dachte, das geht gar nicht, habe es dann aber doch zuende gelesen. Doch leider konnte es mich nicht überzeugen, da mir auch die Spannung in wesentlichen Momenten doch gefehlt hat. Klar ist das ein Krimi und kein Thriller, aber trotzdem sollte doch Spannung vorhanden sein und die hat mir hier fast durchgängig leider gefehlt...

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  • Langeweile pur

    Dem Kroisleitner sein Vater

    kuechenqueen

    04. September 2017 um 15:42

    Karl Kroisleitners Vater, immerhin 104 Jahre alt, wird tot am Berg Toter Mann gefunden. Kurios: Seine Knie sind aufgeschürft und seine Zunge ist blau. Dies erinnert an eine alte Sage, die besagt, daß bereits jemand mit diesen Merkmalen dort den Tod gefunden hat. Der dort urlaubende berliner Polizeiobermeister Frassek wird schnell zum Hauptverdächtigen, da er sich dort nicht sehr zugänglich zeigt. Der Inhalt hört sich zwar gut an, jedoch ist das Buch alles andere als spannend oder interessant. Die Handlung hat mich überhaupt nicht gebannt und durch die zahlreichen Charaktere wird alles sehr verwirrend. Noch dazu ergeht sich der Autor in der Vorstellung der Charaktere, so daß man immer wieder versucht ist, das Buch einfach in die Ecke zu legen. 

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  • Wilder Bergkrimi um tote Sängerinnen, Legenden von toten Männern und anderen dubiose Vorkommnisse

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Oliver_Müller

    24. August 2017 um 14:11

    Was Deutsche und Österreichter trennt, das ist die gemeinsame Sprache. So ungefähr könnte man den vorliegenden Kriminalroman in Kurzfassung beschreiben.Das allein würde aber nicht ausreichen, um dieses sehr unterhaltsame Buch vorzustellen. Zum Inhalt: Ein 104jähriger ist gestorben. Das ist erstmal nichts ungewöhnliches bei diesem Alter. Umso mehr aber, wenn der Mann mit blauer Zunge, aufgeschrammten Knien und einem abgerissenen Knopf in der Hand gefunden wird.Über Umwege wird ein Berliner Polizist dann erst zum Verdächtigen, bevor er es ist, der die Ermittlungen quasi übernimmt. Dabei stößt er auf allerhand skurille Dorfbewohner, die alle ihre Geheimnisse haben.Was erst ganz humorvoll beginnt, bekommt nach und nach einen ernsteren Ton und wird immer spannender. Kunstvoll gelingt es dem Autor, die vielen Fäden miteinander zu verweben und den Leser dabei bei der Stange zu halten, denn immer bleiben Rätsel offen und hinter jeder gelösten Frage wartet weiteres Stirnrunzeln.Erst am Ende, nach einer Entführung, Morden und anderen verrückten Vorkommnissen, die schon fast an biblische Plagen erinnern, löst sich alles auf und der Leser kann sich wohlig aufatmend in seinem Lesesessel zurücklehnen. Endlich weiß man, wer der Mörder ist und warum alles gekommen ist, wie es kommen musste. Sogar, was mit der englischen Sängerin namens Amy in London geschehen ist.Hut ab vor dem Autor, der diese vertrackte Geschichte bis zum Ende souverän durchzieht, nie in extreme Albernheiten abdriftet und dabei super unterhält. Ganz klare Leseempfehlung.

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  • Spannender Kriminalroman.

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Wedma

    10. August 2017 um 13:07

    „Dem Kroisleitner, sein Vater“ habe ich gern gelesen und kann ihn v.a. diejenigen empfehlen, die gerne Familienromane mit viel regionalem Kolorit lesen. Es ist ein Kriminalroman, eher ein Roman als Krimi, wobei es hier auch einen Mord und eine Ermittlung mit Auflösung zum Schluss gibt, der von den urigen Figuren der St. Margarethener in der Steiermark und ihren spannenden Familiengeschichten lebt. Diese Figuren fand ich authentisch, eigen, skurril und liebenswürdig. Besonders gut gefallen hat mir die Wirtin im Valentiner, dem St. Margarethener Wirtshaus. Eine quirlige, neugierige Frau mit wohl geübter Beobachtungsgabe, die z.T. ihre eigenen Ermittlungen anstellt, da sie ihre Pappenheimer kennt und eins und eins zusammenzählen kann. Die Handlung hat mehrere Stränge, die prima zu einander passen, abwechselnd erzählt werden und in ein großes Finale münden. Spannend war mir der Roman bis zum Schluss, den ich in nur paar Lesesitzungen fertig geschmökert habe. Die Sprache ist bewusst regionalgefärbt, insb. bei den Bewohnern des Dorfes in der Steiermark. Da musste ich oft schmunzeln. Situationskomik kam noch oft genug dazu. Fazit: „Dem Kroisleitner, sein Vater“ finde ich toll und sehr lesenswert. Ich habe diese Geschichten sehr gern gelesen, mich dabei wohl gefühlt, die urige Atmosphäre in der Steiermark, feinen Humor uvm. genossen. Gerne vergebe gerne 5 Sterne und bleibe auf weitere Werke aus der Feder von Martin Schult gespannt.

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  • Crossculture-Krimi

    Dem Kroisleitner sein Vater

    amena25

    09. August 2017 um 19:20

    Frassek, Polizeiobermeister in Berlin, hat mehr als nur eine Pechsträhne. Vor kurzem ist erst die Mutter gestorben, jetzt der Vater, die Frau hat ihn verlassen und seine pubertierende Tochter findet ihn ,,sowas von alt“. Die Beerdigung des Vaters schwänzt er einfach und fährt stattdessen weiter in die Berge, wo er in dem kleinen Dorf St. Margarethen in der Steiermark landet. Zurück in Berlin muss er sich um abzuschiebende Asylanten kümmern, die auf geheimnisvolle Weise jedes Mal vorgewarnt werden und rechtzeitig verschwinden. Als Frassek und sein Kollege Sprotz versuchen, den Täter, genannt der ,,Robin Hood vom Humboldthain“, durch eine List zu fassen, blamieren sie sich grandios. Und dann erfährt Frassek auch noch, dass er als Verdächtiger in einem Mordfall in St. Margarethen gesucht wird. Der 104-jährige Alois Kroisleitner wurde ermordet, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als sich Frassek dort aufhielt. Da hilft nur noch die Flucht nach vorn. Frassek begibt sich samt seiner Tochter ins idyllische St. Margarethen und ermittelt selbst. Dabei kommen nicht nur lange gehütete Dorf- und Familiengeheimnisse zutage, auch die Ereignisse im und nach dem 2. Weltkrieg spielen eine Rolle. Die Gattung ,,Kriminalroman“ beschreibt den Charakter des Buches nur bedingt. Zwar gibt es Tote, Verdächtige und Mörder, die Spannung ergibt sich aber eher aus der Mischung von Regionalem, Historischem, allgemein Menschlichem und Witz. Klamauk ist durchaus vorhanden, wenn Berliner Schnauze auf Steiermark trifft. Doch hat das Buch weit mehr als so mancher humorige Regionalkrimi zu bieten. Wenn Frassek und der ,,junge“ Kroisleitner sich über das Sterben unterhalten, geht es schon fast ins Philosophische. Die häufigen Orts- und Perspektivenwechsel fordern die Aufmerksamkeit des Lesers. So einiges muss man sich wie ein Puzzle zusammensuchen, auch in die Sprache der St. Margarethener muss man sich erst einfinden. Doch gerade das macht den besonderen Reiz dieses Buches aus. Mich hat das Buch gut unterhalten, gerade weil es sich eher um eine Mischung aller möglichen Gattungen und Stile als um einen Krimi im eigentlichen Sinne handelt.

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  • Spannend, atmosphärisch, authentisch, toll geschrieben!

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Zmei

    08. August 2017 um 15:02

    Der Roman hat mir super gut gefallen, ich habe den in einem Rutsch gelesen und empfehle ihn sehr gerne weiter. Die Leseprobe hat mich schon sehr beeindruckt und der Rest hat mich absolut überzeugt und restlos begeistert. Das Leben im Dorf in der Steiermark wurde so authentisch beschreiben, die Figuren so lebendig und echt, auf eigene Art sympathisch, ihre Lebensgeschichten so spannend und mit einander verwoben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Da prallen zwei, gar drei Welten auf einander: Berliner, St. Margarethener in der Steiermark und die Wiener. Alle sprechen ihre Dialekte, was deutlich im Text erkennbar ist, und dem Ganzen Urigkeit und Authentizität verleiht. Auch diese Naturverbundenheit der Menschen im steierischen Dorf hat mich  beeindruckt. Wenn Berliner Frassek unter Stress zur Zigarette greift, geht der Einheimische Karl zu seiner Wiese und Josef sucht seine Bank im Wald auf. Die zweite Zeitebene hat dem Roman noch viel mehr Tiefe verliehen, denn die Geschehnisse aus dem 2.ten Weltkrieg haben direkten Einfluss auf das heutige Leben. Die Briefe aus 1946 sind eine wahre Bereicherung, auch weil sie Antworten zu den Fragen liefern, die die Menschen im Heute zu beantworten suchen, aber nicht nur. Auch Themen wie Sterbehilfe und Depressionen bei älteren Menschen, Suche nach eigener Identität, nach dem Glück im Leben, nach wahrer Liebe bei den Jüngeren sind sehr gut und passend in die Geschichte hineingewoben worden. Die Gesamtaussage des Romans, es gibt übrigens mehrere, ist schon stark. Alle Rätsel werden am Schluss aufgelöst und die Fragen beantwortet. Es ist vielleicht kein Krimi im klassischen Sinne, eher ein Familienroman mit Krimielementen, aber ein sehr gut gelungener. Spannend bleibt es bis zum Schluss, denn es gibt mehrere Erzählstränge, und jeder hat seinen eigenen Spanungsbogen, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist flüssig, hier und da leicht humorig. Die Geschichte an sich ist ganz toll erzählt, ich bin sehr vom Autor und seinem Können angetan. So einen tollen Roman habe ich schon länger nicht in den Händen gehalten. Das Buch ist Hardcover in Grün mit Umschlagblatt, der Titel und Autor glänzend hervorgehoben. Perfekt als Geschenk. Fazit: Spannend, atmosphärisch, authentisch, ganz toll geschrieben. Ein Wohlfühlbuch, das man kaum aus der Hand legen kann, wenn man gerne Romane voller Familiengeheimnisse mit viel Lokalkolorit und entsprechenden Verwicklungen liest. Urlaubsfeeling pur und Spannung zugleich! Bitte mehr davon!

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  • ungewöhnlich

    Dem Kroisleitner sein Vater

    yellowdog

    04. August 2017 um 17:20

    Die konservative Krimileserschaft war anscheinend von dem Roman irritiert, im Sinne von zu wenig Krimi. Ich habe das Buch daher mehr aus literarischer Sicht gelesen. Zunächst geht es ja tatsächlich um einen Mord an einen alten Mann. Vermutlich ermordet, offenbar gewaltsam mit Gift, das langsam und qualvoll wirkte. Der Sohn des Toten, Karl Kroisleitner, nimmt es schwer, dennoch kommt der Verdacht gegen ihn auf, auch bei der Polizei. Dann gibt es noch Polizisten Frassek aus Berlin, der offenbar Familienstress handelt und eine junge Frau, Emma, die nach einer missglückten Karriere unter dem Künstlernamen Amy in ihre Heimat zurückkehrte. Diese verschiedenen Handlungsstränge wirken anfangs verwirrend, man muss sich erst einlesen. Auch sind die Figuren alle nicht unbedingt sympathisch gehalten, und sie können auch nerven! Das macht es dem Leser nicht einfacher, aber es lohnt sich, denn interessant sind sie schon. Überzeugend jedoch ab Kapitel 9, in dem Emma alte Briefe aus Kriegszeiten liest. Die Vergangenheit spielt eine Rolle. Das macht den Stoff schon interessanter. Doch es gibt noch mehr Überraschungen, die ich hier natürlich noch nicht verraten werde.

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  • Kampf um den Schatz oder Aufruhr in den Bergen

    Dem Kroisleitner sein Vater

    oztrail

    25. July 2017 um 20:17

     Das Cover ist jetzt nicht unbedingt der Hingucker, aber den Buchtitel finde ich ganz witzig.Kurz zum Inhalt:Kroisleitner Senior wird tot aufgefunden. Auf den ersten Blick kann man nicht erkennen, ob eines natürlichen Todes oder doch nachgeholfen. Er war ja schon 104 Jahre jung. Klar die Polizei wird eingeschaltet und diese sind dann am Ermitteln. Das kleine Dorf ist in Aufruhr und alte Geschichten kommen wieder zu Tage. Die Gerüchte um den Schatz aus dem Krieg kommen wieder auf. Holt die Vergangenheit das Dorf ein?Der andere Schauplatz ist Berlin, Kommissar Frassek wird in den Urlaub geschickt, da in seiner Dienststelle nicht alles rund läuft. Illegale Ermittlungen die natürlich auffliegen, also ab in die Zwangsfreizeit. Da er auch den Aufruf im Fernsehen gesehen hat, wo sein Phantombild gezeigt wurde, er war ja zu der Zeit in St. Margarethen wandern als der alte Kroisleitner tot gefunden wurde, ab in den Urlaub in die Steiermark. Kommissar Frassek hat sich den Urlaub so nicht vorgestellt, zuerst Verhaftung weil er gleich als Täter eingestuft wird und dann nur Chaos. Als Kriminaler, kann er es nicht lassen und mengt sich in die laufenden Ermittlungen, der vor Ort tätigen Wiener Polizei ein. Na da ist der Ärger schon vorprogrammiert. Mein Fazit:Dem Autor  Martin Schult ist hier ein ungewöhnliches Werk gelungen, eine Mischung zwischen Alpenland und Großstadt. Hat etwas von einem Bauerntheater. Die kleinen eingebauten Szenen, wie mit den Füchsen und Raben sind köstlich. Es ist aber auch sehr gewöhnungsbedürftig, da das Buch nicht so flüssig zu lesen ist. Es sind sehr viele Nebenschauplätze, da schweift man schon mal mit den Gedanken ab und verliert die Orientierung.  Muss wieder zurück und dann geht’s weiter. Weit nach der Hälfte des Krimis kommt dann auch richtige Spannung auf, die einen doch richtig mit fiebern lässt.  Da überschlagen sich fast die Ereignisse.Der Autor packt die Dialekte in das Buch wie es nur passt, steirisch, berlinerisch und auch wienerisch.  War für mich ganz witzig zu lesen, fühlte mich in meine steirische Heimat versetzt.Bis auf ein paar Unzulänglichkeiten, kann ich für den Krimi auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aussprechen. Es gibt die volle Punktzahl, auch wenn das Cover nicht meins ist.       

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  • Schön skurril

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Sabine_Hartmann

    25. July 2017 um 19:57

    Spannender Dorf-Idyllen-Krimi mit Abzweigen in die Metropolen, skurrile, aber liebenswerte Figuren bevölkern das Geschehen, dazu noch ein spannender Fall, der sich bis zuletzt sperrt, sodass man wirklich nicht errät, wer der Täter ist. Am Anfang ist nicht ganz klar, ob überhaupt ein Mordfall existiert, da der Tote bereits 104 Jahre alt war … es dauert ein wenig, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Aufruhr in dem kleinen Dorf, sind da Geheimnisse aus der Vergangenheit verborgen, die gerade heute wieder ihr Recht verlangen? Wie gut, dass der Berliner Kommissar Frassek gerade als Zwangsurlauber in der Gegend ist. Der Stil ist so flüssig und lebensnah, dass es ein Vergnügen ist, den Krimi zu lesen, gerade auch wegen der vielen Dialekte, die bunt verteilt sind. Der Autor, Martin Schult, hat einen neuen Ermittler und einen Kosmos erschaffen, von dem man mehr lesen möchte.

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  • Weniger ist manchmal mehr

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Maddinliest

    24. July 2017 um 19:14

    Der Tod des 104-jährigen Kroisleitner überschattet die Dorfidylle einer kleinen Gemeinde in der Steiermark. Die Umstände lassen trotz des Alters auf einen gewalttätigen Tod schließen und die Ermittlungen beginnen. Schnell ist als Verdächtiger ein fremder Wanderer ausgemacht, der am selben Tag ohne ein Ton zu sagen durch die Gemeinde gezogen ist. Dieser Wanderer ist aber niemand anders als der Polizeiobermeister Frassek, der zufällig in der Region verweilt, um den Tod seines kürzlich verstorbenen Vaters zu betrauen. Er wird schnell vom Verdächtigen zum Ermittler und trifft auf eine verschworene Dorfgemeinde mit vielen Geheimnissen...Mich hatte zunächst an dem Buch fasziniert, dass es sich bei dem Autor um meinen Namensvetter handelt. Ich hatte mich auf einen Kriminalroman mit Bergatmosphäre gefreut und wurde vom Buch doch arg enttäuscht. Der Autor Martin Schult erzählt die Geschichte in einem eigenwilligen, aber durchaus interessanten Schreibstil, der mir nach erster Eingewöhnung gut gefallen hat. Gar nicht klar kam ich mit den vielen Charakteren, die aus meiner Sicht ziemlich blass blieben und der sehr verwirrenden Handlung. Die Story wirkte auf mich sehr konstruiert und aufgesetzt. Viele Geheimnisse und Verwechselungen bedingten sich gegenseitig und die Personen wussten im Buch stellenweise auch nicht mehr, wo sie dran waren. Ähnlich ging es mir beim Lesen des Buches. Mir fehlte eine klare Line in der Handlung und leider konnte ich auch zu keinem der Protagonisten eine Verbindung aufbauen. Die Folge war für mich, dass ich kaum Spannung verspürte und das Buch sich somit in die Länge zog. Nichts desto trotz kämpfte ich mich bis zum Ende durch und wurde leider auch hier nicht mit einem überraschendem oder überzeugendem Finale belohnt.Insgesamt konnte mich "Dem Kroisleitner sein Vater" nicht überzeugen, so dass meine Bewertung des Buches mit zwei von fünf Sternen leider sehr dürftig ausfällt. 

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    • 2
  • Krimi mit Ecken und Kanten

    Dem Kroisleitner sein Vater

    Engel1974

    19. July 2017 um 15:06

    Mit seinem Reginalkrimi „Dem Kroisleitner sein Vater“ versucht der Autor Martin Schult mit jede Menge Wortwitz seine Leser zu begeistern, was laut dem Klapptext auch erst einmal sehr interessant klingt. Um was geht es? Der Kroisleitner wurde im kleinen Dorf St. Margarethen tot aufgefunden, er war 104 Jahre, aber eigentlich doch noch top fit und ein normaler Tod scheint irgendwie ausgeschlossen. Und schon bald nimmt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt die Ermittlungen auf, wobei ausgerechnet der Polizeiobermeister Frassek aus Berlin ins Visier der Ermittler gerät. Auf der Flucht vor seiner nörgelnden Ehefrau und seiner pubertierenden Tochter ist er ausversehen in der Steiermark gelandet. Doch Frassek lässt sich vom Dorfklatsch und den Lügen und Intrigen der Dorfbewohner nicht unterkriegen und nimmt selbst das Ruder in die Hand. Meinung: Der Autor wartet hier mit einer Handlung auf, der Zutaten einfach viel zu viele Personen sind, weiterhin scheint es als wüste er selber nicht in welche Art Kategorie er seinen Roman stecken soll, mal gibt es Teile eines Dramas, mal einer Komödie und der eigentliche Krimi kommt mangels der Spannung viel zu kurz. Insgesamt von allem also viel zu viel. Und der von ihm gewählte „Wortwitz“ kann zum Schluss auch nicht wirklich begeistern. Der Handlung allgemein fehlt der rote Faden, von einem Thema zum nächsten wird förmlich sprunghaft gewechselt und es gibt keinen Fokus auf den man sich beim Lesen so recht konzentrieren kann. So war es für mich schon sehr anstrengend der Handlung zu folgen und zum Ende hin hatte ich so gar keine Freude mehr am Lesen. Der Schreibstil ist, wenn man sich erst an den Sprachton gewöhnt hat, gut zu lesen, bei manchen Begriffen muss man zwar erst einmal überlegen, kann aber im Großen und Ganzen schnell herausfinden, was gemeint ist. An Charakteren gibt es wie oben bereits erwähnt viel zu viele, es spielen zwar alle eine Rolle im Handlungsverlauf, doch Sympathieträger ist keiner von ihnen, das mag aber auch zum Teil der sehr schwammigen Handlung und der mangelnden Tiefe in den einzelnen Charakterbeschreibungen liegen. Anfreunden konnte ich mich so leider mit keinen von ihnen. Insgesamt betrachtet weißt der Kriminalroman sehr viele Ecken und Kanten auf, der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, der Wortwitz nicht gerade witzig, die Charaktere keine Sympathieträger und die Handlung zäh und langatmig. Schade, da hatte ich mir auf Grund des Klapptextes einfach mehr versprochen.  

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    • 2
  • Ungewöhnlicher Heimatkrimi!

    Dem Kroisleitner sein Vater

    guemue

    16. July 2017 um 17:20

    Sehr ungewöhnliche Handlungsstränge sind hier dem Autor Martin Schult gelungen. Bis zur Hälfte des Buches sind die Ereignisse verwirrend. Man kann sich kaum leisten, langweilige Passagen des Buches zu überspringen, da man sonst die Story wegen der vielen Nebenschauplätze nicht gänzlich verstehen kann. Am Anfang verliert man leicht die Orientierung. Deshalb ist es sinnvoll, die Story mit wenigen Unterbrechungen bis zum Ende zu lesen. Denn erst zum Ende kommt Spannung auf und man kann das Buch kaum zur Seite legen. Wenn man sich am Anfang durchbeißt, kann die Story durchaus das leisten, was man sich von einem Heimatkrimi á la Andreas Föhr oder Rita Falk erwartet. Der zweite Teil kann mit Spannung erwartet werden. Bedingte Leseempfehlung von mir.

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