Martin Specht

 4,3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf

Martin Specht, geboren 1964, ist Buchautor, Ghostwriter und Journalist. Er berichtete von den Kriegsschauplätzen im Irak, Afghanistan, Ruanda, dem Kongo, Sudan, Liberia, Mali, dem Balkan, sowie aus zahlreichen Ländern Lateinamerikas und dokumentierte im Auftrag der Vereinten Nationen die Folgen eines Erdbebens in Pakistan und eine Hungersnot in Niger. Er ist Verfasser mehrer Sachbücher (Amazonas, Narco Wars, Kolumbien) und Ghostwriter des Spiegel-Bestsellers Mythos Fremdenlegion. Martin Specht lebt in Medellín, Kolumbien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martin Specht

Cover des Buches Keine Lizenz zum Töten (ISBN: 9783430210799)

Keine Lizenz zum Töten

 (3)
Erschienen am 31.08.2022
Cover des Buches Amazonas (ISBN: 9783962890797)

Amazonas

 (2)
Erschienen am 08.07.2020
Cover des Buches Blackbox Bundeswehr (ISBN: 9783430210935)

Blackbox Bundeswehr

 (1)
Erschienen am 29.03.2023
Cover des Buches Narco Wars: Der globale Drogenkrieg (ISBN: 9783861539117)

Narco Wars: Der globale Drogenkrieg

 (1)
Erschienen am 31.08.2016

Neue Rezensionen zu Martin Specht

Cover des Buches Keine Lizenz zum Töten (ISBN: 9783430210799)
Tiffits avatar

Rezension zu "Keine Lizenz zum Töten" von Gerhard Conrad

Bemerkenswerter Blick
Tiffitvor 8 Monaten

Ganz anders als in den James Bond Geschichten liest sich die Geschichte des Mannes der es wissen muß. Ich bewundere ihn für seine Geduld und seine Gelassenheit und bedanke mich für die Einblicke hinter die Kulissen. Eine spannende Erzählung aus einem Leben, dass ich mir nicht vorstellen kann.

Geschrieben wurde dieses Buch von einem sehr klugen Mann mit kühlen und klaren Blick auf die Weltlage.

Cover des Buches Blackbox Bundeswehr (ISBN: 9783430210935)
Frechdachss avatar

Rezension zu "Blackbox Bundeswehr" von Achim Wohlgethan

Die versprochene Zeitenwende auf dem Prüfstand - Kann mit 100 Mrd. € der aktuell sehr malade Zustand unserer Bundeswehr gerettet werden?
Frechdachsvor einem Jahr

Schonungslos ehrlich geht Ex-Fallschirmjäger Achim Wohlgethan in seinem Buch "Blackbox Bundeswehr - Die 100-Milliarden-Illusion – Was unsere Truppe jetzt wirklich braucht" der Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte nach. 

Woran hapert es in der elementarsten Ausrüstung?

Ist die Führung und deren Struktur noch aktuell?

Ist das aktuelle Beschaffungswesen überhaupt noch auf der Höhe der Zeit? 

Er gibt sich dabei selbst keinen Illusionen hin und berichtet auch teilweise aus der eigenen Einsatz- und Kampfpraxis in Afghanistan (Kabul und Kundus). 

"Wir stiegen also unbewaffnet aus der Transall. Und das als Vorauskommando in einem scharfen Einsatz!"

Das vorhergehende Buchzitat aus dem Afghanistaneinsatz des Autors zeigt bereits die offensichtlichen Schwächen auf und machte mich persönlich sehr betroffen. An solche Details kann ich mich in der öffentlichen Berichterstattung persönlich nicht erinnern, wie Wohlgethan auch im Buch bestätigt. 

"Darum werden natürlich auch die Risiken der Auslandseinsätze in der Öffentlichkeit bewusst heruntergespielt. Das Beispiel, dass wir ohne Munition in Afghanistan gelandet sind, zeigt doch ganz deutlich, dass Bestimmungen aus dem Friedensbetrieb auf einen risikoreichen Auslandseinsatz übertragen werden, ohne dass dabei groß jemand über die Folgen und Risiken nachdenkt."

Eigentlich ist der in der öffentlichen Wahrnehmung verankerte Zustand bereits eindringlich genug. Was Wohlgethan hier jedoch zusätzlich zu Tage fördert ist sicherlich nicht alles brandneu, sondern auch bereits hinlänglich bekannt. In der Form und Fülle machte mich dieser detaillierte Bericht dann doch zuweilen fassungslos und auch wütend. 

Gleich eingangs des Buches lassen die Versäumnisse bei den elementarsten Ausrüstungsgegenstände eines jeden Soldaten (Bekleidung, Gefechtshelm und Sturmgewehr) bereits sehr tief blicken. Einfach ein katastrophaler Zustand, der sich so dann auch in weiteren Episoden ganz anderer Couleur zeigt.

So viel Offenheit und Ehrlichkeit wünschte ich mir von unseren verantwortlichen Verteidigungsminister*innen. 

Der investigative Bericht zur prekären Lage in unserer Truppe rüttelt auf, streut Salz in die offene schmerzende Wunde und klagt auch an. Hoffentlich zieht der aktuelle Verteidigungsminister Pistorius die richtigen Schlüsse aus solchen katastrophalen Resümees, damit die nachfolgenden Buchzitate hoffentlich alsbald der Vergangenheit angehören. 

"Die Bundeswehr ist ein guter Arbeitgeber, was das Gehalt angeht, aber meiner Ansicht nach mitunter ein lausiger Dienstherr, wenn es um die Ausbildung und Ausrüstung ihrer Soldaten geht."

"Doch mit Geld kann ich nicht kämpfen. Dazu brauche ich Ausrüstung: Waffen und Munition! Davon haben wir aber nicht genügend."

Das Buch gibt einen exzellenten Rundumblick, vermeidet bewusst Nebelkerzen und legt schonungslos offen, wo unsere Streitkräfte akuten Handlungsbedarf haben. 

© Frechdachs 2023 - Keine Chance den Copycats!     

Cover des Buches Keine Lizenz zum Töten (ISBN: 9783430210799)
E

Rezension zu "Keine Lizenz zum Töten" von Gerhard Conrad

Mr Hizbollah und die Geheimdiplomatie
evaczykvor einem Jahr

Dass James Bond ein reines Phantasieprodukt ist und Spione ein ganz anderes Leben haben als der Leinwandheld mit der Lizenz zum Töten - das ist wohl auch den Fans des Genres klar.  Mit seinem Buch "Keine Lizenz zum Töten" räumt Gerhard Conrad mit den gängigen Klischees über das Leben in mehr oder weniger geheimer Mission auf. Der Mann weiß, wovon er spricht - schließlich war er jahrelang Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) und hatte hohe Positionen im Nachrichtenwesen auch auf europäischer Ebene inne.

Damit ist schon mal klar: Alles, was Conrad in dem Buch über sein Agentenleben berichtet, ist vermutlich stark gefiltert und schildert nur Fälle, die ohnehin bereits öffentlich bekannt sind oder die zumindest nicht mehr als Staatsgeheimnis  gelten. Diskretion als oberstes Gebot eines Nachrichtendienstlers endet schließlich nicht mit dem Eintritt in den Ruhestand.

Der Politik- und Islamwissenschaftler Conrad war gewissermaßen zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als er in den 90-er Jahren beim BND anfing. Da war der Kalte Krieg schon weitgehend abgewickelt, Kremlinologen saßen auf ihrem plötzlich kaum noch gefragten Wissen, doch die Krisen im Nahen Osten blieben - und spätestens am 11. September 2001 war dann jedem klar, dass das Thema Bedrohung durch islamistischen Terrorismus auch die Nachrichtendienste auf Jahre beschäftigen würde.

Conrad hatte auch insofern Glück, als er gleich zu Beginn seiner Laufbahn Teil eines Verhandlungsteams war, dass für Israel und die Hizbollah im Libanom einen Gefangenenaustausch vermittelte. Wie es so ist, wenn zwei Erzfeinde nicht miteinander reden wollen, ein Dialog aber in beiderseitigem Interesse liegt, um etwas zu erreichen.  Und auch später kam es zu ähnlichen Verhandlungen, an denen er dabei als Verantwortlicher an den Gesprächsfäden zog.

Dieser Teil des Buches ist wirklich interessant, verschafft er doch eine Ahnung von der aufwändien Logistik, um Gespräche zu führen, von denen niemand etwas wissen darf - einschließlich des Bemühens der Unterhändler, nirgends aufzufallen. Wer sich für den Nahost-Konflikt interessiert, findet hier eine Innensicht, die nicht unspannend wird. Zugleich wird deutlich, wie langwierig die Nachrichtenarbeit angelegt ist und wie bürokratisch es dabei zu geht. Zumindest in Deutschland. Dass Conrad häufig ein ziemlich offiziöses Juristendeutsch schreibt, passt da irgendwie rein, macht den Text aber nicht unbedingt lesefreundlicher.

Einiges verrät "Mister Hizbollah", wie Conrad wegen seiner guten Kontakte genannt wurde, dann doch, etwa die Herkunft des berühmten Kürzels "007". Gibt´s beim BND übrigens ebenso wenig wie eine Lizenz zum  Töten. Dass es nicht immer so gesittet zugeht wie bei den Gesprächen, die Conrad beschreibt, dürfte dennoch zu vermuten sein. Schließlich war der BND-Mann auch als "Resident", also örtlicher Vertreter des Dienstes etwa im Libanon oder in Syrien nicht undercover unterwegs, sondern in offizieller Mission, mit diplomatischem Status.  Dass  Agenten auch noch deutlich klandestinere Einsatzbedingungen haben - über die hier nichts näheres berichtet wird - wird dabei nur angedeutet. Dabei wäre das Thema sicher spannend. Aber da ist dann doch die Diskretion des erfahrenen Nachrichtendienstlers vor jedem Enthüllungstext.

Fazit: Erhellt nur so viel, wie der Autor für richtig hält. Wer Action sucht, sollte lieber zu einem Spionagethriller greifen. Als Hintergrund zum Thema Sicherheitsdiesnte und internationale Politik durchaus informativ.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 4 Bibliotheken

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks