Martin Sudermann Mordsgeschäfte

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Inhaltsangabe zu „Mordsgeschäfte“ von Martin Sudermann

In den rauchenden Ruinen des ausgebrannten Verwaltungsgebäudes einer Fabrik im sauerländischen Örtchen Grüneck entdeckt die Feuerwehr eine Leiche. Ein Unfall, ein Einbrecher? Aber wieso dann der Schädelbruch? Spätestens, als sich der Tote als ein aktenkundiger Linksradikaler entpuppt, der sogar weitläufig mit dem Besitzer der Metallfabrik verwandt war, ist es mit der Ruhe in Grüneck vorbei.
Unabhängig voneinander beginnen Kommissarin Ulrike Schrader von der Hagener Kripo und der aus der Grünecker Idylle nach Köln geflüchtete Journalist Thomas Krüdewagen, in ihrer Sauerländer Heimat in der Vergangenheit zu wühlen.

Der Journalist Martin Sudermann ist im Sauerland aufgewachsen. Unter seinem bürgerlichen Namen Martin Rapp hat er sich mit Recherchen zu zeithistorischen Themen einen Namen gemacht. In seinem Krimidebüt beweist der heute in Köln lebende Autor neben großer Sachkenntnis viel Gespür für die Sauerländer Mentalität, Spannung und Timing.

Fazit: Die Beschäftigung von Zwangsarbeitern während des 2. Weltkriegs hat Martin Sudermann hervorragend recherchiert, allerdings gerade im Mittelteil des Krimis etwas zu ausführlich in die Handlung eingefügt. So bleibt zwischenzeitlich die Spannung auf der Strecke, die erst zum Ende hin wieder sehr anzieht.

— Bellexr

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  • hat nichts mit einem Krimi zu tun......

    Mordsgeschäfte

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    31. May 2013 um 08:32

    Inhalt Im sauerländischen Örtchen Grüneck entdeckt man in einer Fabrik eine verkohlte Leiche. Wer war der Mann? Nach der Obduktion wird festgestellt, das der Mann einen Schädelbruch erlitten hat. Also doch kein Unfall? Weiterhin stellt man fest, das genau dieser Mann weitläufig mit dem Besitzer der Fabrik verwandt war und der Nazi-Szene angehört hat. Kommissarin Ulrike Schrader und Journalist Thomas Krüdewagen machen sie unabhängig voneinander auf die Spur und stören somit die Ruhe im idyllischen Grüneck. Niemand möchte gerne die Vergangenheit aufdecken. Meinung Nachdem ich „Mordsgeschäfte“ gelesen habe, bin ich der Meinung, das man dieses Buch nicht wirklich als Krimi anschauen kann. Es geschieht zwar am Anfang ein Mord, aber dann rückt alles irgendwie in die NS-Szene ab. Zwei Ermittler forschen unabhängig voneinander, sie wegen dem Mord und er geht auf die Spuren seines Großvaters und dessen Vergangenheit. Somit gerät der eigentliche Mord schnell in den Hintergrund und das dreiviertelte von dem Krimi geht nur um Nazis, Mord und Verfolgung. Nicht so mein Fall. Am Anfang wurde die Spannung sehr gut aufgebaut, aber im Laufe des Buches verschwand sie komplett. Trotz des eigentlich leichten Schreibstils des Autors, tat ich mich etwas schwer, mich in die Geschichte hinein zu versetzen. Mit fast schon Widerwillen las ich es zu Ende. Mir war es einfach zu verzwickt und verworren und die damaligen Nazi Geschichten interessieren mich nicht wirklich. Schade eigentlich um den Krimi. Der Klappentext versprach mehr, als das Buch dann halten konnte. Die Charakteren wurden sehr gut beschrieben. Gefühle und Emotionen kamen gut rüber und die Gewaltszenen wurden auch recht detailgerecht erörtert. Die zwei Hauptprotagonisten Schrader und Krüdewagen wirken auf mich sympathisch und setzen alles dran, die Spuren genau zu verfolgen und alles aufzuklären, auch wenn sie dabei im Ort auf ziemliche Abneigung treffen. Das Ende war vorausschaubar und nicht wirklich mein Fall. Es ging mir zu abrupt und von meiner Seite aus blieben auch Fragen offen. Wie z.B. ob jetzt der Großvater von Krüdewagen wirklich so ein kalter Nazi war und warum nach so langer Zeit trotzdem alles vertuscht wurde. Trotzdem hat man gemerkt, das Herr Sudermann dies alles sehr gut und vorallem genau recherchiert hat. Cover Das Cover ist nichts Besonderes. Grüner Wald, eine rot zu Ende gehende Eisenbahnstrecke und der rote Titel lockern es etwas auf. Fazit Für mich ist „Mordsgeschäfte“ kein Krimi in dem Fall, sondern mehr ein geschichtlicher Bericht über die Kriegszeit. Nicht wirklich spannend und interessant. Er erhält von mir 1 von 5 Sternen und diesmal leider keine Leseempfehlung.

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  • Kein überraschendes Ende, trotzdem spannend

    Mordsgeschäfte

    Rosentraeume

    08. April 2013 um 13:50

    Eine einsame Gegend im Sauerland. Ein noch einsamer wirkender, älterer Herr auf dem Weg zu einer Fabrik. Dort erwartet ihn der Tod. Seine Leiche wird wenig später in dem ausgebrannten Gebäude der Firma “Schürmann” aufgefunden und gibt der Kommissarin Ulrike Schrader einige Rätsel auf. War es Mord oder doch nur ein Unfall? Bevor sie diese Frage jedoch beantworten kann, wird ihr der Fall des getöteten Michael Dransfeld ziemlich schnell und ohne besonders erkennbaren Grund vom LKA abgenommen und ihr ehemaliger Schulkamerad und Journalist Thomas Krüdewagen hat ganz plötzlich aus persönlichen Motiven ein Interesse an der Geschichte und es gibt ein neues Mordopfer. Die Story um getöteten Menschen gerät in dem Buch sehr schnell in den Hintergrund, da Thomas bei einem Gespräch mit seiner Mutter erstaunt einige Details über die Nazivergangenheit seines Großvaters, des Fabrikgründers Schürmann, erfährt. …Thomas stutzte: “Was heißt hier Ostarbeiter?” “Die wurden uns zugewiesen und kamen aus der Ukraine.” “Moment mal! Ihr hattet Zwangsarbeiter?” Thomas fiel aus allen Wolken. “Das höre ich ja jetzt zum ersten Mal!”… …”Weißt du, was aus denen geworden ist? Haben sie überlebt?” “Dazu kann ich nichts sagen. Willst du noch etwas essen?” “Nein, danke!” Das Gespräch nahm einen merkwürdigen Verlauf und erinnerte ihn an frühere Familienstreits über die Nazizeit. “Wir haben von all dem nichts gewußt!” lautete der Standardspruch, über den sich Thomas am meisten aufgeregt hatte… Trotz der ablehnenden Haltung seiner Mutter und vieler anderer Bewohner seines Geburtsortes gräbt Thomas weiter in der dunklen Vergangenheit und kommt nach und nach einigen Geheimnissen auf die Spur. Die Verarbeitung der Wahrheit fällt ihm sehr schwer, da sich schnell herauskristallisiert, daß die Zwangsarbeiter nicht immer so gut behandelt wurden, wie seine Mutter das darstellt. Nicht nur, daß der Ort Grüneck – entgegen aller Behauptungen – als “braunes Nest” bekannt war, sogar ein Straflager der Nazis war hier untergebracht. Es ist manchmal schwer, mit seiner Vergangenheit umzugehen. Thomas schafft es nicht nur, einige Greultaten aus der Vergangenheit zu klären, er besucht sogar einen der ehemaligen Zwangsarbeiter in der Ukraine und bekommt durch das Gespräch mit dem alten Mann eine andere Ansichtsweise. Dieses Thema ist, immer noch, sehr heikel. Doch der Autor hat es es sehr gut geschafft, die verschiedenen Seiten der damaligen Zeit darzustellen. Da erzählen Zeitzeugen, die noch Kinder waren und es tauchen Akten auf, die viele Jahre versteckt wurden. Nach und nach formt sich ein Bild und der Zusammenhang zum Fall der Kommissarin lichtet sich. Auch wenn das Ende nicht überrascht, bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten. Die Spannung, ob die Geschichte aufgedeckt werden kann, wie das Leben damals war. Ebenso wie die Spannung, ob es gelingt, auch heute noch Kriegsverbrecher zu verurteilen für das, was damals geschah… “Du weißt, die meisten Verfahren gegen NS-Verbrecher wurden eingestellt. Wenn trotzdem Anklage erhoben wurde, gingen die Täter meistens straffrei aus, aus Mangel an Beweisen.” “Schon, aber du hast kürzlich etwas gesagt, worüber ich nachgedacht habe. Es ginge nicht unbedingt um die Bestrafung der Täter, sondern um die Anerkennung der Schuld gegenüber den Opfern.”

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    02. February 2013 um 14:48

    Inhalt: Eine Leiche wird in einem ausgebrannten Gebäude der Firma Schürmann im Örtchen Grüneck geborgen und sorgt für Rätsel. Denn bei der Obduktion wird ein Schädelbruch festgestellt und ein Fremdverschulden kann nicht ausgeschlossen werden. Als der Journalist Thomas Krüdewagen davon erfährt, erinnert er sich an eine Geschichte, die ihren Ursprung in der NS-Zeit hat. Thomas beginnt in den alten Akten nach Hinweisen zu suchen und stößt dabei auf haarsträubende Geheimnisse… Meinung: Der Roman beginnt eigentlich wie es für einen Krimi typisch ist, nämlich mit einem Mord, der eine interessante Geschichte verspricht. Jedoch entwickelt sich die Geschichte ziemlich bald in die Richtung eines anderen Haupthandlungsstrangs. Denn den Großteil der Handlung nehmen Thomas Recherchen zu den Grünecker Zwangsarbeitern in der NS-Zeit ein. Er stößt dabei auf vieles was ihm vorher nicht bekannt war. So erfährt er zum Beispiel, dass Grüneck ein braunes Nest war, sein Großvater aktives Mitglied der NSDAP war und er sich auch an Jagden auf die Ostarbeiter beteiligt hat. Diese Informationssuche ist zwar recht interessant gestaltet, hat aber wenig mit dem Mord an sich zu tun und dementsprechend ist auch die Spannung für einen Krimi eher gering. Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, nur die vielen ausländischen Namen und manch alte und dem Wortsinn manchmal unbekannte Wörter wirken manchmal etwas bremsend. Doch nichtsdestotrotz lässt sich das Buch wirklich gut und schnell lesen. Als die Geschichte sich dann gegen Ende wieder mehr auf die Vorfälle in der Gegenwart richtet, bekommt das Buch nochmal einen Spannungskick und man denkt, dass man jetzt wirklich noch den versprochenen Krimi bekommt. Aber leider macht dies der Autor damit zunichte, dass er die Geschichte extrem schnell beendet. Er hat die Möglichkeit ein spannendes Finale zu finden einfach verstreichen lassen, indem das Fazit in einem kurzen Zeitungsartikel nüchtern zusammenfast. Würde man nun nur die Seiten zählen, die sich direkt mit dem Mord und der Geschichte in der Gegenwart beschäftigt, hätte das Buch wohl nur noch einen Umfang von 50 Seiten. Was einfach sehr schade ist. Dabei hätte das Buch wirklich mehr Potential gehabt. Denn auch die Charaktere sind dem Autor gut gelungen. Man kann sich gut in Martin hineinversetzten und ich fand besonders seinen Gerechtigkeitssinn, sowie sein Mitgefühl für die so lang zurückliegenden Ereignisse toll. Fazit: „Mordgeschäfte“ ist ein Buch, das sich viel mit den Geheimnissen der Vergangenheit beschäftigt, aber dabei viel zu wenig von dem versprochenen Krimi enthält. Hätte der Autor das Potential des Romanendes besser genützt, wäre dies auch gar nicht so schlimm, denn die Vergangenheitsrecherche ist recht interessant gestaltet. Aber so konnte man das Buch zwar ganz gut lesen, insgesamt hat es mich jedoch etwas enttäuscht. 3 von 5 Buchherzen.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Ratina

    08. October 2012 um 11:02

    Ein Toter in einem ausgebrannten Fabrikgebäude – Unfall, könnte man meinen, aber das Feuer erklärt nicht den Schädelbruch. Es stellt sich heraus, dass der Tote mit dem Fabrikanten entfernt verwandt war und noch darüber hinaus in der linken Szene aktiv war. Kommissarin Ulrike Schrader und Journalist Thomas Krüdewagen beginnen, unabhängig voneinander zu ermitteln und wirbeln eine Menge Staub auf, der nach 1945 sorgfältig unter den Teppich gekehrt wurde… Auf diesen Krimi war ich von Anfang an gespannt – die Geschichte Deutschlands während der beiden Weltkriege hat mich schon immer interessiert und die Rolle der eigenen Verwandten in dieser Zeit nachzuvollziehen, kann spannend, aber mitunter auch unerfreulich werden. Nachdem Protagonist Thomas damit erst einmal angefangen hat, lässt ihn das Thema und insbesondere das der Zwangsarbeit in seiner Heimat Grüneck und Umgebung nicht mehr los – bis in die Ukraine verschlagen ihn seine Recherchen. Dieser Krimi spielt zwar teils in alten Archiven, ist aber überhaupt nicht staubig! Im Gegenteil, die Nachforschungen über die Zwangsarbeiter in Grüneck ist so fesselnd, dass man beim Lesen manchmal fast den Toten im abgebrannten Fabrik vergisst. Wie Thomas sich mit seiner Familie auseinandersetzen muss, insbesondere mit seiner Mutter, die dazu neigt, die Nazizeit einfach schönzureden, macht einen teilweise auch nachdenklich. Mich jedenfalls – ich hab mich unwillkürlich gefragt, ob ich denn alles weiß, was in meiner Familie zu der Zeit passiert ist. Am Ende löst sich alles mit einem Knall und das sogar im Wortsinne, aber mehr sei hier noch nicht verraten. Einziger kleine Kritikpunkt ist der manchmal etwas „eckige“ Schreibstil. Ich finde aber, dass das nicht allzu sehr stört. Mir zumindest ging es so, dass ich viel zu sehr über den Inhalt nachgegrübelt habe, um mich an etwas unrunden Dialogen zu stören. Gut gefallen hat mir hingegen das Finale, das zwar fulminant, aber nicht übertrieben daherkommt und erfreulicherweise nicht in epischer Breite ausgewalzt wird, sondern einen knackigen Schluss präsentiert. Insgesamt ist „Mordsgeschäfte“ definitiv ein Krimi, den ich weiterempfehlen kann, vor allem an Leser mit Interesse an (Familien-)Geschichte. Spannend und toll recherchiert, von mir Daumen hoch!

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    martina_turbanisch

    17. September 2012 um 09:59

    Was beim Lesen von Mordsgeschäfte ziemlich schnell auffällt, ist die Tatsache, dass der Klappentext recht wenig mit dem Inhalt zu tun hat. Anhand des Klappentextes habe ich einen "ganz normalen" Krimi erwartet. Die Kommissarin Schrader spielt allerdings im Buch so gut wie keine Rolle, sie erscheint ganz am Anfang kurz und taucht dann, nach einigen kurzen Gastspielen beim gemeinsamen Kaffeetrinken, auf den letzten Seiten noch einmal auf. Genauso ergeht dem armen Kerl, der in dem Brand sein Leben verlor. Was denn nun genau mir ihm passierte, was er in der Fabrik gesucht hat - so wirklich klärt sich das für mich nicht. Auch das die Geschichte im Sauerland spielt ist eigentlich völlig unerheblich, Lokalkolorit findet sich hier nicht. Der weitaus größte Teil des Buches beschäftigt sich mit Krüdewagens Recherchen zur Situation der Zwangsarbeiter in seinem Heimatort Grüneck. Er befragt die paar Zeitzeugen die es noch gibt und die bereit sind ihm Aukunft zu geben, durchstöbert Archive und reist in die Ukraine um den letzten Überlebenden der Grünecker Zwangsarbeiter zu befragen. Natürlich gerät er dabei in die Schußlinie derer, die nach der sog. Entnazifizierung schnell wieder die Leiter nach oben klettern konnten und sich ebenso schnell wieder ihre Posten und Pöstchen sichern konnten. Grundsätzlich ist dieser Teil des Buches sehr interessant und ich kann Krüdewagens, oder wohl eher Martin Sudermanns, Interesse daran nachvollziehen. Zumindest mit dem Protagonisten dieser Geschichte bin ich in etwa im selben Alter und kenne die Geschichten meiner Großeltern nach denen eigentlich niemand in der NSDAP war, zumindest nicht freiwillig, genausogut und finde sie genauso unglaubwürdig. Trotzdem habe ich einen Krimi erwartet und keine Geschichtsstunde und war deshalb schon etwas enttäuscht. Der wirklich sehr gute und flüssig lesbare Schreibstil von Martin Sudermann hat dann zwar dafür gesorgt, dass ich das Buch letztlich doch mit Interesse zu Ende gelesen habe, aber als Schulaufsatz hätte darunter am Ende ein "Thema verfehlt" gestanden. Selbst als es sich auf den letzten Seiten dann etwas zugespitzt hat, kam bei mir keine rechte Spannung auf und ich fand das Ende eher unbefriedigend. Mein Fazit: Eine interessante Geschichte über die NS-Zeit auf dem Land, aber leider kein guter Krimi. Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und bietet ein paar aufschlußreiche Einblicke in die jüngere Vergangenheit.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    irismaria

    10. September 2012 um 11:12

    Meine Rezi findet ihr hier:
    http://www.krimizeitschrift.de/?q=mordsgeschaefte

  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Themistokeles

    28. August 2012 um 14:58

    Wer bei diesem Krimi viele spannende und rätselhafte Morde erwartet, die im Folgenden mit viel Ermittlungsarbeit der Polizei und spannenden Verfolgungen und mulmigen Situationen einhergehen, dem will ich gleich zu Beginn meiner Rezension sagen, sollte wenn er diesen Roman liest, von solchen Erwartungen abstand halten, denn er ist einfach ganz anders. Auch wenn man durch den spannenden Mord, mit dem der Roman startet und der eindeutig viele Rätsel aufgibt, dauert es nicht lange, dass man auf ganze andere Themen gelenkt wird und der Mord ins Hintertreffen zu geraten scheint. Eine sehr lange Zeit tauchen nämlich weder neue Entwicklungen rund um den Mord oder auch die Kommissarin Ulrike, die diesen zunächst unter ihrer Obhut hat auf, sondern man verfolgt viel mehr nur noch Thomas Krüdewagen, der durch den Mord auf alte Geheimnisse der Familie in der Vergangenheit gestoßen ist, bei seinen geschichtlichen Forschungen rund um diese. An sich sind diese ganzen Szenen sehr schön gestaltet und das Lesen hat mir großen Spaß gemacht, was ich daran jedoch ein wenig seltsam fand, da es sich ja um einen Krimi handelte, war, dass der Mord an sich so in den Hintergrund rückte und man so lange zeit auf vollkommen andere Themen gelenkt wurde. An sich war es dann zwar auch noch nicht so, dass der Roman keinen Krimianteil mehr hatte, aber doch das geschichtliche deutlich überwog. Man drang daher auf eine angenehme Weise in das Vorgehen bei geschichtlichen Forschungen in Archiven ein und hat auch so einiges spannendes noch erfahren, so dass garantiert keine Langeweile aufkommt, wenn man ein wenig an Geschichtlichem interessiert ist, aber wirklich den Krimi habe ich in diesem Abschnitt nicht mehr finden können. Schade ist das natürlich, wenn man wirklich einen Krimi erwartet, wie er doch meist gestaltet ist. Mir persönlich hat in diesen Abschnitten vor allen Dingen gefallen, wie die Menschen es schaffen, die negativen Vorfälle aus der Vergangenheit einfach zu leugnen, schön zu reden und dabei zu sehen, wie man durch genügend Nachforschungen doch ganz andere Fakten entdecken kann. Jedoch muss ich leider auch sagen, dass über diese doch für mich interessanten Aspekte, die Charaktere sehr blass geblieben sind, denn von der Kommissarin erfährt man leider so gut wie gar nichts, was aber wohl auch mit dem Umstand zusammen hängt, dass sie während man den Nachforschungen von Thomas folgt, kaum im Roman auftritt, auch wenn ich am Anfang noch den Eindruck hatte, dass sie eine der Protagonisten wird, was sich dann aber schnell als ganz anders herausgestellt hat. Gerade bei ihr fand ich das sehr schade, weil sie mir von Anfang an sympathisch vor kam und ich von ihr gerne noch mehr erfahren hätte. Auch bei Thomas konnte man nur schwer eine Persönlichkeit ausmachen, denn auch wenn er mir in gewisser Weise auch sympathisch war, wurde in den Abschnitten so ein großer Fokus auf die Nachforschungen seinerseits gelegt, dass man gar nicht mehr wirklich die Möglichkeit hatte, mehr über ihn zu erfahren. Selbst seine Emotionen, die manches Mal leicht aufflackerten, wurden meist sehr schnell erstickt. Insgesamt sehr schade, da ich mir vorstellen kann, dass man aus den beiden sehr interessante Persönlichkeiten hätte entwickeln können. Ganz gegen Ende kommt der Roman dann irgendwann wieder auf den Mord zurück, jedoch muss ich sagen, dass mir dann manches ein wenig zu schnell ging, auch wenn man wenigstens eine Auflösung erhält und zudem war es ein wenig Schade, dass doch einige Fragen, die aus dem Sumpf der Vergangenheit auftauchten, nicht vollständig geklärt wurden. In manchen Bereichen hätte ich mir einfach noch mehr Aufklärung gewünscht, da so jetzt irgendwie alles sehr schnell kam. Der Roman hat mir aber trotzdem irgendwie gefallen, da ich die Art der Autorin zu schreiben sehr gern mochte und mich auch die geschichtlichen Fakten interessiert haben und ich selbst diese spannend fand. Leider muss ich aber trotzdem sagen, kann ich den Roman nicht wirklich als Krimi sehen, sondern eher als Roman mit geschichtlichen und kriminalistischen Aspekten, was schade ist, wenn man als Leser einen Krimi erwartet, auch wenn er Krimifans schon Spaß machen kann, wenn diese mal einen Roman mit einer ruhigen Atmosphäre lesen wollen, in dem es nicht ganz so actionreich zugeht und sich darauf einlassen können, dass es kein reiner Krimi ist.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Arwen10

    11. August 2012 um 21:09

    In den rauchenden Ruinen des ausgebrannten Verwaltungsgebäudes einer Fabrik im Sauerland entdeckt die Feuerwehr eine Leiche. Ein Unfall, ein Einbrecher ? Die Spuren reichen weit in die Vergangenheit zurück. Dies ist wieder mal ein außergewöhnlicher Krimi ! Er fängt wie ein normaler Krimi an, um dann in eine ganz andere Richtung zu gehen. Völlig unerwartet recherchiert aufeinmal der Journalist Thomas Krüdewagen in der Vergangenheit. Dabei geht es dann um die Beschäftigung von Zwangsarbeiter, um erschossene Polen, um die Behandlung der Fremden, ihre Unterbringung und Verpflegung, um Parteizugehörigkeit und die Folgen der Auflehnung gegen die Partei uä. Die Geschichte ist da irgendwie ganz vom Krimi weggekommen, trotzdem ist es sehr interessant mitzuerleben, wie Thomas herausfindet, was alles in seiner Familie zur Zeit des letzten Weltkrieges gelaufen ist. Zum Schluß wird es dann nochmal sehr spannend und krimimäßig. Ein sehr interessanter, geschichtlicher Krimi, den ich allen empfehlen kann, die sich für die Zeit des letzten Weltkrieges interessieren, zumal der Autor das Thema sehr genau recherchiert hat. Alle anderen sind vielleicht enttäuscht, weil man eine ganz andere Geschichte erwartet. Der Schreibstil des Autors hat mir aber sehr gefallen, so dass ich weitere Bücher von ihm auch gerne lesen werde.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Girdie

    26. July 2012 um 11:17

    Der Sauerlandkrimi „Mordgeschäfte“ von Martin Sudermann ist im Sutton Verlag erschienen und umfasst 235 Seiten mit Prolog, 16 Kapiteln und „ein Wort zum Schluss“ des Autors. Das Cover passt zum Titel des Buchs und zeigt einen Wald wie er im Sauerland zu finden ist sowie einen rot eingefärbten Rammbock am Ende einer Bahnschiene: „Endstation Mord“ scheint dieser zu symbolisieren. Gleich zu Beginn lernt der Leser Michael Dransfeld, einen schon älteren Mann, kennen, der in Grüneck die Verwaltung einer Präzisionstechnikfabrik aufsucht. Er wird eingelassen, sieht aber niemanden im Gebäude und wird unvermittelt niedergeschlagen. Das Gebäude brennt noch in der gleichen Nacht ab und Dransfelds Leiche wird gefunden. Die Hagener Kriminalpolizei mit der Ermittlungsleiterin Ulrike Schrader steht vor einem Rätsel. Doch neben der Kripo nimmt noch ein Journalist die Ermittlungen auf. Thomas Krüdewagen ist Ende 40, in Grüneck aufgewachsen, arbeitet freiberuflich als Journalist in Köln und er ist Anfang der 1990er Jahre bei Recherchen auf ein Arbeitserziehungslager im 2. Weltkrieg in Grüneck gestoßen wobei jedoch seine Nachforschungen ergebnislos blieben. Bei einem Besuch seiner Mutter in der Heimat erfährt er weitere Details zum Brand und der Leiche. Seine Nachfragen führen ihn zurück in die Zeit Ende der 1930er bis Mitte der 1940er Jahre in der Zwangsarbeiter in Grüneck einquartiert wurden. Er erkennt, dass seine eigene Familie involviert ist und es lässt ihm keine Ruhe zu erfahren, welche Rollen seine Vorfahren während der NS-Zeit gespielt haben. Standen sie auf der Seite der „Guten“ oder waren sie an Kriegsverbrechen beteiligt? Seine Ermittlungen wenden sich diesen Geschehnissen zu und bald wird klar, dass es in dieser Zeit mehr wie einen Mord in Grüneck gegeben hat. Der Schreibstil von Martin Sudermann in seinem Debütkrimi ist flüssig und leicht lesbar. Auf das Einbinden eines ortsüblichen Dialekts wurde fast gänzlich verzichtet. Der Charakter des Thomas Krüdewagen wurde dem Leser zu Beginn genauer und sympathisch beschrieben, die ermittelnde Beamtin Ulrike Schrader und ihre Arbeit treten zunehmend hinter dieser Figur zurück, auch weil das LKA der Kripo Hagen den Fall entzieht. Die Nachforschungen von Krüdewagen bestehen hauptsächlich aus dem Auffinden von Dokumenten in Archiven und Zeitzeugenbefragungen, die zu Längen im Mittelteil des Krimis führen. Spannender wird es jedoch, als Krüdewagen selbst in das Visier des Mörders gerät. Ein Plus des Krimis ist die sehr gute Recherche der Fakten. Die Handlung ist zwar fiktiv, aber so dargestellt, dass der Leser ein glaubwürdiges Bild der Nazizeit in einem kleinen Ort im Sauerland sowie der heutigen Umgangsweise der damals Beteiligten mit dieser Zeit erhält. Insgesamt gesehen ein Buch für Krimifans mit Sinn für Lokalhistorie.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Bellexr

    22. July 2012 um 19:08

    Auf den Spuren der Vergangenheit . Als die Feuerwehr den Brand der Grünecker Fabrik Schürmann gelöscht hat, findet sich in den Trümmern eine Leiche. Bei der anschließenden Obduktion wird an ihr ein Schädelbruch festgestellt. Kommissarin Ulrike Schrader beginnt mit ihren Ermittlungen, die ihr jedoch schon bald vom LKA entzogen werden als die Identität des Toten feststeht, der sich als aktenkundiger Linksradikaler entpuppt. Der Journalist Thomas Krüdewagen, der mit dem Fabrikbesitzer verwandt ist, ermittelt ebenfalls in dem Fall und stellt schnell fest, dass die Spuren weit in die Vergangenheit reichen. . Martin Sudermann beginnt mit dem Mord an dem älteren Herrn, der ganz offensichtlich ein privates Interesse an der Grünecker Fabrik hatte und so beginnt der Krimi schon einmal recht spannend und man rätselt, in welcher Beziehung der Linksradikale mit dem Fabrikbesitzer Schürmann stand. Doch leider lässt die Spannung mit der Zeit immer mehr nach. . Der Mord an dem Linksradikalen rückt bald in den Hintergrund und die Recherchen von Krüdewagen nehmen den Hauptteil der Handlung ein. Im Fokus steht die Beschäftigung osteuropäischer Zwangsarbeiter während des 2. Weltkriegs. Und man merkt hier deutlich, dass Martin Sudermann dieses Thema sehr ausführlich recherchiert hat und diesem gibt der Autor in der Story bald sehr viel Raum. So begleitet man Krüdewagen in die entsprechenden Archive, zu Chronisten und Bewohnern von Grüneck. Und gerade in seinem Heimatort Grüneck ist man nicht unbedingt erfreut über seine hartnäckigen Fragen, dennoch findet der Journalist auch einige Personen, die ihm bereitwillig helfen. . Für Leser, welche sich für dieses Thema interessieren, ist der Krimi mit Sicherheit sehr informativ und unterhaltsam. Und auch ich fand anfangs das Thema sehr interessant aufbereitet, mit der Zeit haben die vielen Informationen aber auch die Spannung sehr heraus genommen und überlagerten zunehmend die Krimihandlung, da der Brand wie auch der Mord immer mehr in den Hintergrund rücken. Erst ganz zum Schluss führen die Handlungsstränge des Mordes und den Recherchen zur Zwangsarbeit wieder zusammen und dann nimmt auch die Spannung wieder zu. . Der Schreibstil von Martin Sudermann ist jederzeit flüssig und einnehmend. Problemlos gelingt es ihm, den Mitwirkenden Konturen zu geben und sie authentisch agieren zu lassen. Sein Protagonist Thomas Krüdewagen ist ein Journalist Anfang 50, der in Köln lebt und familiäre Beziehungen nur noch zu seiner Mutter in Grüneck pflegt. Erschüttert ist er von der Erkenntnis, dass Zwangsarbeiter in der Fabrik seines Verwandten arbeiteten, und dass es sogar zu einem Lynchmord an osteuropäischen Arbeitern durch Grünecker Einwohner kam. Entsprechend wortkarg sind natürlich die letzten Zeitzeugen, zu denen auch seine Mutter gehört. Doch Krüdewagen verfolgt stur und hartnäckig die noch so kleinste Spur, um Licht in das dunkle Geheimnis seines Heimatorts zu bringen. . Fazit: Die Beschäftigung von Zwangsarbeitern während des 2. Weltkriegs hat Martin Sudermann hervorragend recherchiert, allerdings gerade im Mittelteil des Krimis etwas zu ausführlich in die Handlung eingefügt. So bleibt zwischenzeitlich die Spannung auf der Strecke, die erst zum Ende hin wieder sehr anzieht.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    Sophia!

    21. July 2012 um 01:38

    „Er verspürte einen kurzen heftigen Schmerz am Hinterkopf und stöhnte laut auf. Das Schwein!, war sein letzter Gedanke, bevor ihn die Kräfte verließen und er zu Boden sank.“ _ Gleich zu Beginn der Geschichte werden die Leser Zeugen eines spektakulären Mordes. Ein Mann um die 60 wird brutal erschlagen, während er vor dem Portrait des Firmengründers der Herbert Schürmann Präzisionstechnik GmbH & Co. steht, dessen Büro schon bald in Schutt und Asche liegt. Als die Polizei am nächsten Morgen eintrifft, steht sie vor einem großen Rätsel und hält erst einen simplen Unfall für die wahrscheinlichste Brandursache. Doch dann wird eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche gefunden. Eine Identifizierung und somit die Aufklärung des Falls scheinen auf den ersten Blick unmöglich. Ins Visier der Ermittlungen gerät schon bald der Chef des Unternehmens, der sogar bei einer ersten Befragung wesentliche Elemente seiner beruflichen Tätigkeit verschweigt. _ Für Ulrike Schrader, die ermittelnde Kommissarin, wird der Fall zu einer wahren Herausforderung. Neben ihrer Untersuchung tritt schon bald eine zweite wichtige Figur auf: Thomas Krüdewagen, ein Journalist, der zur Zeit über die Kriegsverbrechen innerhalb des Örtchens recherchiert. Dabei ahnt er noch nicht, welche Zusammenhänge sich während seiner Arbeit auftun und das jede neu entdeckte Information ihn in größere Gefahr bringt – bis er schließlich um sein Leben bangen muss. _ Martin Sudermann präsentiert seinen Lesern einen packenden Kriminalfall und überzeugt dabei durch umfassende geographische und historische Kenntnisse. Die Schreibweise des Autors bleibt von der Charakterisierung der Figuren bis zur, vielleicht von einigen Lesern als langatmig empfundenen Recherchearbeit des Journalisten, durchweg authentisch. Sowohl in der Kommissarin als auch im Journalisten finden sich zwei sympathische Charaktere, die man gerne auf ihrem Weg durch die Handlung begleitet. Auf parallele Weise entfalten sich dabei zwei unterschiedliche Geschichten rund um die beiden Protagonisten und erst am Schluss werden Zusammenhänge ersichtlich und das Rätsel gelöst. Überraschungselemente und eine sukzessiv ansteigende Spannung machen die Lektüre so interessant. _ Fazit: Ein kurzweiliges Krimivergnügen, für alle Fans des Genres bestens geeignet.

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  • Rezension zu "Mordsgeschäfte" von Martin Sudermann

    Mordsgeschäfte

    BlossomBooks

    19. July 2012 um 20:48

    Meine Meinung Nachdem ich den Klappentext von Mordsgeschäfte gelesen hatte war ich sehr neugierig auf den neuen Krimi. Ich habe Spannung, Morde und eine tolle Ermittlung erwartet. Leider muss ich gestehen, dass ich sehr enttäuscht wurde. Aber dazu mehr: Erst nach 2/3 des Buches wurde es das erste Mal Spannend Der Anfang war vielversprechend. Ein Toter, ein Dorf in Aufruhr und gleich zwei Ermittler. Thomas Krüdewagen, der als Journalist im Bezug auf die Nazimorde in Grüneck forscht und Ulrike Schrader als Mordkomissarin. Dann aber wird Ulrike der Mord vom BKA abgenommen und Thomas forscht von da an alleine weiter. Die Mordkomissarin taucht, mit einigen kleinen Auftritten zwischendurch, erst wieder nach 150 Seiten auf. Spätestens da habe ich mich gefragt: Es geht doch hier um die Aufklärung eines Mordes, oder? Trockene Geschichtsstunde Thomas Krüdewagen versucht die Geschichte rund um seinen Großvater und die Nazimorde an Ostabeitern aufzuklären. Auf 100 Seiten befragt er immer wieder Zeugen, recherchiert in Archiven und reist sogar in die Ukraine. Leider wird dauernd die gleiche Geschichte immer wieder neu erzählt und ich habe mich sehr gelangweilt. Obwohl mir die Geschichte rund um den zweiten Weltkrieg geläufig ist, sind immer wieder Dinge im Bezug auf den Osten aufgetaucht von denen ich keine Ahnung habe. So musste ich Bolschewiki oder Kolchose erst einmal nachschlagen um überhaupt zu wissen worum es gerade geht. Klar es gibt viele Menschen die da besser im Bilde sind als ich, aber für mich persönlich war diese Geschichtsstunde weder verständlich noch interessant. Vielleicht bin ich dafür aber auch einfach zu jung. Ein Lichtblick am Ende des Tunnels Auf den letzten 50 Seiten wurde es noch einmal richtig spannend. Ulrike Schrader kam wieder auf die Bildfläche und beendete die ewige Recherche von Thomas. Das erste Mal habe ich richtig mit gefiebert und hatte Angst um den Protagonisten, der sich mit seiner Schnüffelei selbst in den Blick des Mörders gesetzt hatte. Endlich starten die Ermittlungen, die ich zu Beginn so vermisst hatte. Der Krimi wurde endlich zu einem Krimi! Leider, leider geht die Ermittlung so schnell zu Ende wie sie gekommen war. Der Mörder ist schnell identifiziert und muss nur noch geschnappt werden. Zu meinem Leidwesen wird das auch noch dem Leser vorenthalten. Letztlich am Schluss liest man einen Zeitungsbericht mit dem Ausgang der Verfolgung. Ungenutztes Potenzial Eigentlich hat mir der Schreibstil des Debütautoren Martin Sundermann gut gefallen. Leider war die Story einfach zu wenig „Krimi-Like“. Die beiden Protagonisten wurden einfach zu oberflächlich beschrieben und konnten mich deshalb nicht begeistern. Thomas war sehr auf seine Arbeit beschränkt und lies Emotionen nur selten zu. Von Ulrike hat man einfach viel zu wenig gelesen. Sie war mir eigentlich sofort sympathisch und ich fand es sehr schade, dass sie nicht mehr Platz in dieser Geschichte gefunden hat. Falsche Zielgruppe Ich gehöre definitiv zur falschen Zielgruppe für diesen Krimi. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen die die Zeit rund um 1945 miterlebt haben, viel mehr Bezug zu der Geschichte aufbauen können. Ich kann mit der Zeit einfach nicht viel anfangen. Fazit Ein Krimi soll Spannend sein und mich unterhalten. Leider hat „Mordsgeschäfte“ das zu Beginn nicht getan und mich erst am Ende an einen Krimi erinnert. Für die richtige Zielgruppe könnte dieser Krimi allerdings ein ergreifendes und spannendes Erlebnis sein.

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