Martin Sudermann XXX

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Inhaltsangabe zu „XXX“ von Martin Sudermann

November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und kerngesund, soll in einem knöcheltiefen Bach ertrunken sein. Seine Freunde, altgediente Autonome und junge Antiatomkraftaktivisten aus dem Wendland, glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist tief erschüttert, als er vom Tod seines alten Genossen und Freundes hört. Auf der Beerdigung beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas’ Recherchen in der Bewegung, der er selbst vor Jahren den Rücken gekehrt hat, erweisen, dass Holger all die Jahre militant geblieben ist und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien. Wir leben doch nicht in den Siebzigern. Nur – wer war es dann? Falsche Freunde? Rivalen? Oder sollte etwa doch …?

Atomkraftgegner in den Fängen von Staat und Industrie

— Sporchie
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  • [Rezension] XXX: Ein Atomkraft-Krimi

    XXX
    Tru1307

    Tru1307

    XXX - Ein Atmonkraft-Krimi von Martin Sudermann ist der zweite Fall des Journalisten Thomas Krüdewagen. Ich habe den Vorgänger Mordsgeschäfte. Ein Sauerland-Krimi nicht gelesen, konnte aber nicht feststellen, dass mir Fakten aus dem ersten Buch gefehlt hätten. Der Untertitel des Krimis sagt schon aus, welches Thema insgesamt in dem Krimi vorherrschend ist. Ein Todesfall im Milieu der Atomgegner-Aktivisten, der auch noch eine zweifelhafte Todesursache aufweist, ist ein spannender Einstieg in die Geschichte. Interessant war für mich auch, einmal einen Krimi zu lesen, der nicht durch eine Region, sondern durch ein übergreifendes Thema definiert wird. Im Verlauf den 240-seitigen Krimis lernt man viel über die Atomkraftgegner und deren Denken, über Beschattungen durch Großkonzerne und die Polizei und ich habe mich oft gefragt, ob das in der Wirklichkeit ebenfalls so ist. Klingt eigentlich an vielen Stellen unglaublich, ich kann es mir aber dennoch gut vorstellen.  XXX ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die chronologisch verlaufen. Der erste Handlungsstrang zeigt Holger, das spätere Todesopfer, während seiner aktiven Zeit in der Antiatomkraftbewegung. Durch diese Kapitel lernt man viel über die Bewegung und ihre Motive und Ziele. Der zweite Handlungsstrang spielt in der Gegenwart. Man begleitet die Aktivisten und den Journalisten Thomas Krüdewagen, der versucht, den Todesfall an Holger aufzuklären. Der Fall ist ungewöhnlich, da Thomas erst zu ermitteln beginnt, als der Todesfall offiziell schon ad acta gelegt worden ist. Er kennt Holger noch von früher und möchte unbedingt klären, wer hinter dem Tod von ihm steckt. Der chronologische Aufbau fördert die Unterhaltung, da man viele Figuren in beiden Zeitschienen kennen lernte. Oft auch zuerst durch Holger als Aktivisten, die dann später Thomas vorgestellt werden und mit ihm die Informationen zusammentragen.  Die Spannung wurde meiner Ansicht nach dadurch gemindert, dass viele Fakten und politische Zusammenhänge aufgezählt wurden und wenig "ermittelt" wurde. An manchen Stellen wurde es langatmig, denn es gab viele längere Dialoge, in denen nur über bestimmte politische Themen philosophiert wurde. Natürlich brachten die Dialoge das vorherrschende Thema näher, aber Ermittlungen wie in einem "normalen" Krimi gerieten dadurch in den Hintergrund. Die Auflösung des Krimis war allerdings unkonventionell und hat mir gut gefallen. Zudem wirkt die Geschichte durch die ganzen Fakten extrem gut recherchiert und dadurch eben auch authentisch. Wer sich also für Atomkraft und ihre Gegner interessiert, sowie Interesse an den politischen Verstrickungen drum herum hat, wird mit XXX - Ein Atomkraft-Krimi auf jeden Fall gut unterhalten.  Bewertung XXX ist ein Krimi mit einem spannenden Thema, wenn man sich für Politik und die Antiatomkraftbewegung interessiert. Stellenweise hat mir der Krimifaktor etwas gefehlt, doch das überraschende Finale hat de Handlung dennoch gut abgerundet. Man kann den Krimi auch lesen, ohne den ersten Band mit dem Journalisten-Ermittler zu kennen und wird durchaus gut unterhalten. 

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    Arun

    Arun

    25. May 2014 um 21:15
  • Leserunde zu "XXX" von Martin Sudermann

    XXX
    katja78

    katja78

    Lasst uns die Neuerscheinungen vom Sutton Verlag erforschen! Beginnen wir mit dem neuen Krimi von Martin Sudermann "XXX - Ein Atomkraft-Krimi" Bereits 2012 erschien Mordsgeschäfte bei Sutton-Krimi November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und kerngesund, soll in einem knöcheltiefen Bach ertrunken sein. Seine Freunde, altgediente Autonome und junge Antiatomkraftaktivisten aus dem Wendland, glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist tief erschüttert, als er vom Tod seines alten Genossen und Freundes hört. Auf der Beerdigung beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas’ Recherchen in der Bewegung, der er selbst vor Jahren den Rücken gekehrt hat, erweisen, dass Holger all die Jahre militant geblieben ist und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien. Wir leben doch nicht in den Siebzigern. Nur – wer war es dann? Falsche Freunde? Rivalen? Oder sollte etwa doch …? Leseprobe Der Journalist Martin Sudermann lebt und arbeitet in Köln. Dass er das Wendland und das Anti-AKW-Milieu nicht nur aus beruflichen Gründen sehr genau kennt, beweist er mit seinem zweiten Fall für den unerbittlichen Rechercheur Thomas Krüdewagen, der in „Mordsgeschäfte“ 2012 sein viel beachtetes Krimidebut feierte.  Zum Autor Hinter dem Pseudonym Martin Sudermann verbirgt sich ein echtes Kind des Sauerlands, das heute als freier Journalist tätig ist. In seinem Krimidebut beweist der heute in Köln lebende Autor neben großer Sachkenntnis viel Gespür für die Sauerländer Mentalität, Spannung und Timing. Mehr unter: http://www.martin-sudermann.de Ich suche nun 15 Leser, die das Buch gerne gemeinsam in einer Leserunde lesen möchen und anschließend rezensieren. Beantwortet mir als Bewerbung folgende Frage: Welche Neuerscheinung vom Sutton Verlag reizt euch noch? Ich freue mich auf eure Antworten! Eure Katja

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  • XXX: Ein Atomkraft-Krimi

    XXX
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    24. March 2014 um 13:17

    Klappentext: November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und kerngesund, soll in einem knöcheltiefen Bach ertrunken sein. Seine Freunde, altgediente Autonome und junge Antiatomkraftaktivisten aus dem Wendland, glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist tief erschüttert, als er vom Tod seines alten Genossen und Freundes hört. Auf der Beerdigung beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas Recherchen in der Bewegung, der er selbst vor Jahren den Rücken gekehrt hat, erweisen, dass Holger all die Jahre militant geblieben ist und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien. Wir leben doch nicht in den Siebzigern. Nur wer war es dann? Falsche Freunde? Rivalen? Oder sollte etwa doch...? Buchgestaltung: Das Cover zeigt den Titel „XXX“, wobei die Buchstaben aus einem Bild von Atomfässern ausgeschnitten sind, und den Untertitel „Ein Atomkraft – Krimi“. Ansonsten ist das Buch komplett in schwarz gehalten worden. Das Cover ist meiner Meinung nach nur teilweise gelungen. Zwar kann man den Zusammenhang zwischen dem Buchinhalt und der Buchgestaltung erkennen und beim näheren Betrachten erhält der Leser auch einen Einblick in die Geschichte, vor allem wird dies durch den Untertitel erreicht, jedoch ist mir das Cover zu düster. Ich finde das viele Schwarz sehr erdrückend und der Titel als Farbakzent reicht mir persönlich nicht aus. Der Titel ist mir persönlich auch zu wenig aussagekräftig, lediglich den Untertitel finde ich sehr passend. Der Klappentext ist ebenfalls sehr gelungen, er beschreibt das Buchgeschehen relativ gut und verrät vor allem nicht zu viel, sodass er das Buch interessant macht. Alles in allem gesehen ein Buchcover, das mich nicht komplett überzeugen kann und bei dem ich die Befürchtung habe, dass es in der Buchhandlung leicht übersehen werden kann.  Eigene Meinung: Das Buch handelt von Anti-Atomkraft-Aktivisten und es wird in unterschiedliche Zeitebenen versucht den Tod eines Aktivisten aufzuklären. Die Grundthematik des Buches ist toll ausgesucht und auch gut dargestellt worden. Die Handlung finde ich prinzipiell gesehen ebenfalls sehr gelungen und auch interessant. Ich empfand es jedoch zu Beginn relativ schwierig mich in die Geschichte einzufinden, dies besserte jedoch sich im Verlauf des Buches. Die Charaktere sind zwar gut dargestellt, doch ich konnte mich nicht immer mit ihnen identifizieren und sie waren mir auch nicht durchwegs sympathisch. Die Sprache dagegen ist gelungen, sie ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Fazit: Ein Krimi mit einem interessanten Hintergrund, den ich durchaus empfehlen kann. Autor: Hinter dem Pseudonym Martin Sudermann verbirgt sich ein echtes Kind des Sauerlands, das heute als freier Journalist tätig ist. In seinem Krimidebut "Mordsgeschäfte" bewies der heute in Köln lebende Autor neben großer Sachkenntnis viel Gespür für die Sauerländer Mentalität, Spannung und Timing. Sein zweiter Roman "XXX" spielt im Anti-AKW-Milieu des Wendlands. Allgemeine Infos: Titel: XXX: Ein Atomkraft - Krimi Autor: Martin Sudermann Verlag: Sutton Krimi Seitenzahl: 240 Preis: 12,00 EUR ISBN: 978-3954002580

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  • Atomkraft - nein danke!

    XXX
    buecherherzrausch

    buecherherzrausch

    28. November 2013 um 12:21

    Inhalt: Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport im November 2010 wird die Leiche eines Demonstranten in Göhrde entdeckt. Identifiziert wird die Leiche als Holger Becker, der in einem kleinen flachen Bach ertrunken sein soll. Seine Freunde, altgediente Autonome und junge Antiatomkraftaktivisten aus dem Wendland, glauben allerdings nicht an diese Darstellung. Meine Meinung: Die Geschichte um Holger Becker wird in zwei Handlungssträngen erzählt. So wird nicht nur die Aufklärung des Mordes in der Gegenwart, sondern auch Holger Beckers politischer Werdegang in der Vergangenheit beschrieben. Die Zeitsprünge sind am Anfang schwierig zu koordinieren, aber nach einer Weile findet man sich in diese Art des Erzählens ein. An einigen Stellen wird dem Leser sehr viel Hintergrundwissen vermittelt, wodurch die Spannung zwar etwas verloren geht, allerdings sind die Fakten zur Geschäftspolitik der Energiekonzerne und der Widerstand gegen Atomanlagen und Großkraftwerke wichtig und bereichern die Erzählung. Schade finde ich, dass am Ende die eine oder andere Frage ungeklärt bleibt. Der Schreibstil des Autors ist sachlich und schnörkellos und verbindet damit die Ebenen Fiktion (die fiktive Gestalt Holger) und Realität (die Proteste gegen Atommülltransporte, Anti-AKW-Bewegung, Geschäftspolitik der Energiekonzerne). Fazit: Ein aktuelles & wichtiges Thema in einem guten Krimi verpackt - 4 Sterne.

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  • Atomkraftaktivisten

    XXX
    Sporchie

    Sporchie

    27. November 2013 um 15:36

    Martin Sudermann hat ein nicht einfach zu begreifendes Thema versucht einem größeren Publikum näher zu bringen. Die Gefahren der Atomkraft - die wirtschaftlichen Interessen von Großkonzernen daran und die Gegnerschaft, die solchen Projekten zwangsläufig gegenübersteht. In zwei Zeitschienen wird dieses Geschichte erzählt. Was aber auch einen besonderen Reiz ausmacht, da der Leser so allmählich dem Täter näher kommt. Eine verschworene Gruppe von AKW-Gegner treffen sich bei der Beeerdigung Holgers eines Mitaktivisten wieder. Sie beschließen Nachforschungen über dessen merkwürdigen Todesumstände herauszufinden. Holger wurde tot zwei Tage nach einer Demo gegen einen Castortransport in einem Bachbett aufgefunden. Seine Freunde allen voran der Jounalist Thomas glauben, dass ihr Freund ermordetet wurde. Die Geschichte, die nun folgt erzählt in zwei Zeitsträngen was nun vor und nach dem Tode Holgers passierte. Martin Sudermann hat dies durchaus spannend gestaltet und sehr viel Fachwissen zum Thema Atomkraft vermittelt - aber auch über die Risiken und Gefahren berichtet, die sich diese Demostranten und Atomkraft-Aktivisten aussetzen. Ein durchaus gelungenes Werk - das sehr Wissen und Verständnis für den Kampf Einzelner gegen Großkonzerne und den Staat vermittelt. Inzwischen wurde dieser Roman durch die Handyabhöraffäre in einzelnen Bereichen sogar übertroffen

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  • XXX - Ein Atomkraft-Krimi

    XXX
    Antika18

    Antika18

    08. November 2013 um 08:18

    Inhalt: Holger Becker, ein seit Jahren aktiver Atomkraftgegner, wird zwei Tage nach einer Demonstration gegen den Castor-Transport tot in der Göhrde aufgefunden. Er soll ertrunken sein. Sein langjähriger Freund Thomas, Journalist und früher ebenfalls ein Antiatomkraftaktivist, kann nicht an einen Unfall glauben. Auf eigene Faust geht er Sache nach und stößt bei seinen Recherchen auf politische und wirtschaftliche Machenschaften. War der Tod von Holger doch kein Unfall, sondern Mord? Die Geschichte ist sachlich und klar geschrieben. Das beeinträchtigt die Spannung jedoch keinesfalls. Der Thematik entsprechend wurden viele Begriffe verwendet, welche einem Leser, der sich in der Szene nicht auskennt, somit auch nicht bekannt sind. Hierfür hätte ich mir ein erklärendes Glossar gewünscht! In abwechselnden Kapiteln werden zum einen die letzten aktiven “ Szene-Jahren “ von Holger behandelt und zum anderen die Recherche zu Holger`s Tod vom Journalisten Thomas. Meine Meinung. Ich fand diesen Anti-Atomkraft-Krimi gut und spannend. Trotz der vielen Fremdwörter ( bei einigen musste ich erst die Bedeutung erforschen -  konnte ich mich relativ schnell einlesen und habe eine Menge über die Zusammenhänge und Wirkungsweise dieser Anti-AKW-Bewegung erfahren. Fazit: Ein  guter Atomkraft-Krimi mit Bezug zur Politik- und Wirtschaftskriminalität.

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  • Interessant für politisch Interessierte

    XXX
    Miia

    Miia

    Inhalt: November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und kerngesund, soll in einem knöcheltiefen Bach ertrunken sein. Seine Freunde, altgediente Autonome und junge Antiatomkraftaktivisten aus dem Wendland, glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist tief erschüttert, als er vom Tod seines alten Genossen und Freundes hört. Auf der Beerdigung beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas’ Recherchen in der Bewegung, der er selbst vor Jahren den Rücken gekehrt hat, erweisen, dass Holger all die Jahre militant geblieben ist und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien. Wir leben doch nicht in den Siebzigern. Nur – wer war es dann? Falsche Freunde? Rivalen? Oder sollte etwa doch …? Meine Meinung Ich habe dieses Buch über eine Leserunde gewonnen. Ich finde dieses Buch ist relativ schwer zu lesen, wenn man so gar nichts mit Atomkraft am Hut hat oder sich dafür interessiert. Als Laie lernt man sehr viel über die politischen Geschehnisse der Atomkraft Gegner und lernt dort die Gepflogenheiten und Vorgehensweisen kennen. Das ist sehr interessant, aber auch sehr anstrengend. Das Buch muss halt viel erklären und somit wird mehr erklärt als wirklich Spannung aufgebaut. Ich denke, dass dieses Buch deshalb etwas für politisch Interessierte ist, die sich mit Atomkraft und den Gegnern auseinandersetzen wollen. Ansonsten ist das Buch für mich kein richtiger Krimi, weil die Spannung sehr zurück bleibt und eigentlich auch wenig passiert. Am Ende wirds zwar spannender, aber leider wird man sehr im Dunkeln gelassen, was nun mit den ganzen Figuren und Personen passiert. Sowas mag ich gar nicht und deshalb ziehe ich auch so viele Sterne ab. Was ich auch sehr schade finde, dass man sich mit keiner Figur so richtig identifizieren kann. Gefühle und Gedanken haben in dem Buch so gar keine Wichtigkeit und werden total außen vor gelassen. Das finde ich sehr schade. Wie man sieht, hab ich somit sehr viele Kritikpunkte. Somit erhält das Buch von mir nur 1 Stern. Mehr kann ich leider einfach nicht geben, weil mich das Thema dafür zu wenig interessiert hat.

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    • 2
  • Hervorragend recherchiert, aber unspektakulär erzählt

    XXX
    BuechermonsterBlog

    BuechermonsterBlog

    31. October 2013 um 18:34

    Ein Atomkraftgegner wird nach einer Großdemonstration tot aufgefunden – tragisches Unglück oder eiskalter Mord? November 2010: In der niedersächsischen Gemeinde Göhrden sorgt ein Castor-Transport für große Aufregung. Zahlreiche Anti-Atomkraft-Aktivisten haben es sich zum Ziel gesetzt, den Zug mit den radioaktiven Abfällen aufzuhalten und mit energischen Protesten auf ihre umweltpolitischen Intentionenen aufmerksam zu machen. Zu den Demonstranten zählt auch der 54-jährige Holger Becker, der seit Jahrzehnten in der Szene der Kernkraftgegner aktiv ist und in seiner Vergangenheit schon an einigen Sabotageakten beteiligt war. Während der Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und der Polizei wird Becker von Pfefferspray-Attacken getroffen und muss sich verletzt aus dem Schlachtfeld zurückziehen. Wenig später wird die Leiche des Mannes in einem Bach aufgefunden. Rätselhafter Tod eines Anti-Atomkraft-Aktivisten Wie der Autopsiebericht später feststellt, ist Holger Becker ohne Fremdeinwirkung in dem Gewässer ertrunken, doch seine Freunde und Genossen haben starke Zweifel an der offiziellen Version der Polizei. Zum einen war Becker trotz seines fortgeschrittenen Alters noch topfit und außerdem war der Wasserstand des Baches zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal wenige Zentimeter hoch – unmöglich, dass ein Mann von Holgers körperlicher Verfassung in einem solchen Rinnsal ertrunken sein soll. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist von der Todesnachricht seines früheren Freundes erschüttert und reist zu Holgers Beerdigung an, wo er auf seine alten Gefährten und die Mit-Aktivisten des Verstorbenen trifft. Gemeinsam beschließen sie, der Sache auf den Grund zu gehen und die wahre Ursache für Holgers plötzlichen Tod zu finden… Ein Krimi mit Sachbuch-Charakter Was bereits auf den ersten Seiten von Martin Sudermanns Roman “XXX: Ein Atomkraft-Krimi” deutlich wird, ist das enorme Hintergrundwissen des Autors über die Anti-Atomkraft-Bewegung. Schon in den Anfangskapiteln wird der Leser mit zahlreichen Informationen förmlich bombardiert, was zum einen zwar interessant ist, gerade beim Aufeinandertreffen der alten Freunde des Toten jedoch ein wenig befremdlich wirkt. Die sich dort ergebenden Dialoge wirken nämlich sehr künstlich und geschwollen, weil alle Beteiligten sich gegenseitig Vorträge über bestimmte Ereignisse in der Aktivisten-Szene halten und die Gespräche dadurch alles andere als natürlich erscheinen. Dieser etwas belehrend wirkende Stil zieht sich leider durch die komplette erste Hälfte des Buches. So erhält man zwar viele Fakten über die Thematik und einen guten Überblick über wichtige Ereignisse in der Vergangenheit der Bewegung, die zahlreichen Informationshäppchen wollen sich aber nicht zu einer funktionierenden Story zusammenfügen. Sehr gut recherchiert, aber leider zu voreingenommen Das ist ein wenig schade, denn man merkt auf nahezu jeder Seite, dass Martin Sudermann die Thematik sehr am Herzen liegt – was nicht verwundert, wenn man in der Autorenbiografie erfährt, dass Sudermann selbst schon in jungen Jahren in der Anti-AKW-Bewegung engagiert war. Der Nachteil dieser Perspektive ist jedoch leider, dass der Roman ein wenig die nötige Objektivität vermissen lässt. Der Autor schlägt sich sehr eindeutig auf die Seite der Aktivisten und stellt deren Aktionen als clever und fast schon heroisch dar, was angesichts der Beschädigungen durch die Gruppe doch etwas bitter aufstößt. Ob es nun derart bewundernswert ist, Sprengsätze an Strommasten oder Gleisen anzubringen und damit die Gesundheit Unbeteiligter zu gefährden, sollte zumindest einmal hinterfragt werden. Leider bleibt eine kritische Auseinandersetzung mit solchen Fragen völlig aus und die Polizei und der Staatsschutz werden zum großen Feindbild hochstilisiert. Leblose Charaktere und spannungsarme Story Bedauernswert ist auch, dass die Charaktere allesamt etwas farblos bleiben und somit keinerlei Identifikationsfiguren vorhanden sind. Bis auf den Journalisten Thomas Krüdewagen nehmen alle Beteiligten nur Statistenrollen ein und über den Reporter selbst erfährt man auf privater Ebene so gut wie überhaupt nichts – er dient hier lediglich dazu, die verschiedenen Informationen zusammenzutragen und zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen. So dauert es insgesamt recht lange, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und richtige Spannung kommt auch im Schlussdrittel kaum auf, da die Auflösung allzu offensichtlich ist und Sudermann eigentlich keine wirkliche Alternative zur Lösung des Falls aufzeigt. Dazu kommt dann auch noch ein ziemlich verkorkstes Ende, das sehr überhastet und lieblos daherkommt. Somit hat Martin Sudermann meiner Meinung nach die Chance klar verpasst, mit einer packenden Story verstärkt auf sein Anliegen aufmerksam zu machen, denn von “XXX: Ein Atomkraft-Krimi” wird bei mir bis auf ein paar Informationsbrocken wohl nicht viel hängenbleiben. Fazit: Hervorragend recherchierter, aber leider sehr unspektakulär erzählter Öko-Krimi, dessen schwache Story und lieblose Charaktere nicht überzeugen können

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  • Unfall oder doch Mord?

    XXX
    skyline2

    skyline2

    30. October 2013 um 13:36

    Holger Becker ertrank mit 54 Jahren nach einer Atomkraft-Demonstration in einem knöcheltiefen Bach. Es war ein Unfall. Oder etwa doch nicht? Sein alter Wegbegleiter, der Journalist Thomas Krüdewagen,beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und erfährt, dass Holger mächtige Feinde hatte: das BKA, den Staatsschutz und den Energiekonzern WEAG. In Unterlagen, die Thomas erreichen, findet er Spuren in die Türkei und nach Holland. Auf seiner Reise durch Europa erfährt Thomas, dass Holger, stets weiter aktiv war, auch als er die Szene verließ.  Kann Thomas mit der Hilfe von Holgers Freunden aufklären, wie sein Freund starb? Der Einstieg in das Buch fällt aufgrund der vielen Charaktere und der verschiedenen Handlungszeiträume nicht leicht. Danach ließt sich das Buch flüssig.  Die Spannung konnte leider nicht bis zum Ende des Buches aufrecht erhalten werden, da recht schnell klar war, was passiert sein musste.

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  • Nostalgische Gefühle

    XXX
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    22. October 2013 um 01:22

    Wir befinden uns im November 2010, und im Wendland versammeln sich einmal mehr Aktivisten jeden Alters, um gegen einen Castor-Transport zu protestieren, wie immer beobachtet von Staatsschutz und BKA. Wie so oft kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und Polizisten. Zwei Tage später wird die Leiche eines Demonstranten entdeckt. Der 54jährige Holger Becker soll angeblich ertrunken sein. Aber ist es plausibel, dass ein sportlicher und kerngesunder Mann in einem knöcheltiefen Bach ertrinkt? Und das auch noch weit entfernt von seiner Bezugsgruppe, mit der er auf der Demonstration war? Der Journalist Thomas Krüdewagen reist zur Beerdigung seines alten Freundes an und beginnt, nachzuforschen. Zwar ist er schon vor Jahren aus der Bewegung ausgestiegen, aber seine alten Kontakte kann er wiederbeleben. Holger ist über all die Jahre hinweg aktiv geblieben, obwohl ihm bewusst war, dass er vom Staatsschutz überwacht wird. Die Verschwörungstheoretiker sind sich sicher, dass Holger vom Staatsschutz ermordet wurde. Aber das ist natürlich nur eine der verrückten Ideen dieser Typen. Oder? Der Krimi hat zwei Handlungsstränge. Ein Handlungsstrang spielt in der Gegenwart, während der andere Holgers politischen Werdegang in der Vergangenheit beschreibt. Dieser Teil hat mir am besten gefallen. Martin Sudermann schreibt sehr kompetent über das Innenleben der Anti-AKW-Bewegung. Ich bekam beim Lesen nostalgische Gefühle, war ich doch in den 80er Jahren sehr oft in der Göhrde, als es die gleichnamige Heimvolkshochschule noch gab, und habe dort wunderbare und lehrreiche Zeiten verbracht. Die Göhrde war ein sehr wichtiger Ort in meinem Leben. Martin Sudermann hat die Atmosphäre und Besonderheit dieser Gegend hervorragend eingefangen. Die Charaktere sind authentisch, die Geschichte ist spannend, und das Ende ist überraschend. Dieser Krimi wird vor allem politisch interessierten Menschen interessante Lesestunden bereiten.

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  • Der zweite Ermittlungsfall für den Journalisten Thomas Krüdewagen

    XXX
    Girdie

    Girdie

    20. October 2013 um 20:29

    Der Krimi „XXX“ von Martin Sudermann ist der zweite Ermittlungsfall an dessen Aufklärung der Kölner Journalist Thomas Krüdewagen einen großen Anteil hat. In den großen gelben X-Buchstaben auf dem Cover sind Fässer zu erkennen, in denen Atommüll lagert Durch den Untertitel „Ein Atomkraft-Krimi“ lässt sich leicht das Thema des Buchs feststellen und auf diese Weise einordnen. Holger ist einer der Aktivisten, die im November 2010 in den Transport der Castor-Behälter von Le Hague (Frankreich) nach Gorleben im deutschen Wendland mit massiven Protesten eingreifen. Die Polizei setzt Tränengas ein und Holger erleidet eine starke Augenreizung aufgrund der er von einem Sanitäter behandelt werden muss. Er zieht sich aus der Kampfzone zurück und hinterlässt am Sanitätszelt noch eine Nachricht für seinen Kumpel. Kurze Zeit danach wird er tot in einem kleinen Bach liegend aufgefunden. Als diese Nachricht seine Freunde aus der Antiatomkraftaktivisten-Szene erreicht, glaubt keiner, dass Holger auf natürliche Art und Weise ums Leben gekommen ist. Thomas Krüdewagen, in jüngeren Jahren selbst Aktivist, setzt sich auf die Fährte des Freundes, um dessen Tod aufzuklären. Doch zunächst sind reichlich wenige Anhaltspunkte vorhanden und die Suche nach einem Motiv ist schwierig. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit zu den großen Störeingriffen der Atomkraftgegner. Beispielhaft schildert er eine Aktion aus dem Jahr 2006 von der Planung bis zur Ausführung durch eine Gruppe von vier fiktiven Personen, zu denen Holger gehörte. Aber in Erinnerungen werden auch ältere Aktionen erzählt. Wie bereits in seinem ersten Fall für Thomas Krüdewagen schildert Martin Sudermann sehr sachlich die Vorkommnisse. Er hat sehr gut recherchiert und lässt seine Figuren so agieren, wie es tatsächlich hätte sein können. Auch die Charaktere entspringen dem Alltag der Szene, der der Autor in jüngeren Jahren ebenfalls angehört hat und so auch authentisch gestalten konnte. „XXX“ ist kein gewöhnlicher Krimi mit einem Ermittler oder Ermittlungsteam des Kriminalkommissariats, denn Holgers Tod ist bereits offiziell ad Acta gelegt, bevor Thomas selber die Aufklärung in die Hand nimmt.  Die Störfälle selbst sind ebenfalls Delikte, die hier passend in diesen Politkrimi eingefügt wurden. Bis zum Schluss bleibt es spannend, wer der Täter ist. Das Ende des Krimis kommt rasch, aber mit einem unerwarteten Abschluss. Ich vergebe gerne eine Leseempfehlung an Krimileser mit Interesse an der Geschichte der Antiatomkraftbewegung.

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  • spannender Krimi zu Atomkraft

    XXX
    Tessas-Buecherwelt

    Tessas-Buecherwelt

    18. October 2013 um 22:17

    Meine Meinung:Ein interessantes Buch zu einem spannenden Thema. Mir hat es wirklich gefallen und ich habe die ganze Zeit mit den Charakteren mitgefiebert. Was anfangs etwas schwierig war, weil nach jedem Kapitel ein Zeitsprung war. mal aus Holgers Sicht (der Tote) und dann wieder zurück zu Thomas (der, der Recherchiert). Aber an das gewöhnt man sich schon, genauso wie an die vielen Namen - mit der Zeit wiederholen die sich ja auch :)Positiv war so viel zu erfahren wie Atomkraft-Gegner vorgehen, wie genau geplant wird, was sie für Risiken auf sich nehmen und wie hart die Polizei gegen sie durchgreift. Toll war auch wie die zwei verschiedenen Zeitschienen am Schluss zusammen kamen, ein gut durchdachter roter Faden in der Geschichte war auf alle Fälle da :) Das Ende war mir dann aber etwas zu offen - da es ja eh ein Einzelband ist (oder?) hätte man da nicht noch einen Cliffhanger einbauen müssen bzw. man hätte einfach die Geschichte schön abrunden können.Vom Inhalt her hätte ich mir vielleicht noch mehr Informationen zu den Gefahren der Atomenergie bzw warum die einzelnen Anti-AKW-Mitglieder überhaupt das alles auf sich nehmen gewünscht...Der Schreibstil von Martin Sudermann war schnörkellos und nüchtern, was perfekt zum Inhalt des Buches passte - genauso wie das Cover, das auch toll gewählt wurde. Fazit:Mir hat "XXX- Ein Atomkraft-Krimi" richtig gut gefallen, es war einfach durchwegs spannend. Wer sich aber nicht mit dem Thema Atomkraft beschäftigt bzw sich nicht dafür interessiert, für den wird das Buch wahrscheinlich eher nichts sein. 

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  • Viele Informationen über die Anti-Atomkraft-Bewegung – verpackt in eine spannende Geschichte!

    XXX
    FlyingXeon

    FlyingXeon

    13. October 2013 um 10:53

    Das Buch XXX – Ein Atomkraft-Krimi von Martin Sudermann dreht sich um den plötzlichen und unerwarteten Tod von Holger, einem in der Szene aktiven Atomkraftgegner. Zwei Tage nach einem Castor-Transport wird seine Leiche in der Göhrde gefunden. Ertrunken – so lautet die Todesursache nach dem offiziellen Polizeibericht. Doch Thomas, Journalist und langjähriger Freund von Holger, ist skeptisch: Wie soll der sportliche und gesunde Holger in einem flachen Bach ertrunken sein? Thomas beginnt im Umfeld von Holger in der Anti-Atomkraft-Bewegung zu recherchieren. Und bringt brisante Informationen zum Vorschein… Die Geschichte wirkt sehr gut recherchiert und gibt Einblick in die Tiefen der Anti-Atomkraft-Bewegung: die Vorbereitungen und Durchführungen von Protestaktionen und Anschlägen, während einem stets die Polizei auf den Fersen ist, und die darauf folgenden Ermittlungen, Hausdurchsuchungen und Verhaftungen werden gründlich Beschrieben. So hätte ich mir die Welt der Protest-Bewegung nicht vorgestellt…  Der Aufbau des Buchs in zwei Zeitschienen ist gut gelungen und erleichtert dem Leser das „Mitermitteln“: während wir in der Vergangenheit die Geschehnisse miterleben können, die schließlich zum Tod von Holger führten, verfolgen wir in der Gegenwart die Ermittlungen von Thomas. Am Ende des Buches verschmelzen die zwei Zeitschienen und das Buch wird in der Gegenwart beendet. Dieses Ende kommt unerwartet und überraschend, nach meinem Geschmack ist es jedoch etwas zu offen. Insgesamt ist der Schreibstil des Buchs eher nüchtern und schnörkellos. Er passt damit allerdings sehr gut zu der erzählten Geschichte, sodass ich dies nicht sehr störend fand. Zusammenfassend liefert XXX – Ein Atomkraft-Krimi von Martin Sudermann eine Menge Informationen und Hintergrundwissen über die Anti-Atomkraft-Bewegung, verpackt in eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit überraschendem Ende. Durchaus empfehlenswert!

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  • interessanter Atomkraftkrimi mit viel Hintergrundinformationen

    XXX
    tweedledee

    tweedledee

    07. October 2013 um 13:00

    Schauplatz Wendland, 2010. Die Castor-Transporte rollen wieder einmal Richtung Endlager, militante Atomkraftgegner demonstrieren, ketten sich an Gleise, ein Bild das die Transporte regelmäßig begleitet. Einige Tage später wird die Leiche von Holger Becker, einem Demonstranten gefunden, offensichtlich ertrank er in einem nur wenige Zentimeter tiefen Mühlbach. Seine Freunde glauben keinen Augenblick die offizielle Version eines tragischen Unglücks, da Holger für sein Alter sehr fit war. Auch sein früherer Freund, der Journalist Thomas Krüdewagen glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn bis in die Türkei, wo eine deutsche Energiegesellschaft ein Atomkraftwerk bauen möchte. Wo sind die Zusammenhänge zu Holgers Tod? Nach und nach kommt er einer unglaublichen Sache auf die Spur. Die Geschichte um Holger und Thomas wird in zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart begleiten wir Thomas bei seinen Recherchen zum Tod von Holger. Abwechselnd dazu wird Holgers Geschichte erzählt. Man erfährt von den Stör- und Sabotageprojekten, an denen Holger beteiligt war und die ihn ins Fadenkreuz der Ermittler brachten. Ich hatte beim lesen das Gefühl, dass sich der Autor zum Thema sehr gut auskennt und umfassend recherchiert hat. Grade vor dem Hintergrund Fukushima hat das Thema nach wie vor Brisanz. Man erfährt viel Wissenswertes über Atompolitik, die Gegenbewegungen und deren Aktionen, was für mich sehr interessant war. In der Geschichte spielen viele unterschiedliche Charaktere eine Rolle, allerdings empfand ich die Personen fast durchweg als zu blass und habe sie nur aus der Distanz wahrgenommen, ich fühlte mich keinem verbunden, keiner war mir richtig sympathisch. Schade eigentlich, ein oder zwei gut charakterisierte Hauptpersonen, deren Gefühle man auch nachvollziehen kann, hätten die Handlung aufgewertet. Die Spannung steigert sich gegen Ende, als sich das Rätsel um Holgers Tod klärt. Fazit: Ein fesselnder, informativer Krimi mit brisanter Thematik, der eine Vielzahl an interessanten Hintergrundinformationen bietet.

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  • Spannend und mal ein ganz anderes Thema

    XXX
    diebecca

    diebecca

    26. September 2013 um 21:07

    In dem Buch "XXX" von Martin Sudermann wird 2 Tage nach Auseinandersetzungen bei einem Castor-Transport die Leiche eines Demonstranten in einem Bach entdeckt. Holger, 54 jahre alt, sportlich und kerngesund soll in einem Bach ertrunken sein. Seine Freunde glauben keine Sekunde daran.  Auch der Journalist Thomas ist tief erschüttert, als er vom Tod seines Freundes hört. Er beschließt, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Seine Recherchen ergeben, dass sich Holger viele Feinde gemacht hat, z.B. den Energiekonzern WEAG. Nur wie ist Holger gestorben? War es ein Unfall oder Mord? Das Cover deutet schon auf Atomkraft hin, der Titel sagt erstmal wenig aus. Der Schreibstil ist flüssig, man kommt von Anfang an gut mit. Man bekommt viele Infos über die Atomkraftpolitik und deren Gegner, sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und in der Türkei. Man erfährt viel aus Sicht der Aktivisten, z.B. die Organisation von Demos und Aktionen. Und die planen wirklich viele und ungewöhnliche Aktionen. Außerdem ist es wirklich beeindruckend, was sie alles organisieren, dass sie nicht entdeckt werden, bzw. wieder rechtzeitig entkommen. Ebenso bekommt man ein bisschen die Ermittlungsarbeit der Polizei mit. Das Buch ist spannend, nimmt einen mit und hat mal ein ganz anderes Thema, um das es sich dreht.

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