Martin Suter Allmen und die Dahlien

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Inhaltsangabe zu „Allmen und die Dahlien“ von Martin Suter

Ein Dahliengemälde von Henri Fantin-Latour, einige Millionen wert, wurde entwendet. Die steinreiche alte Dame, der es gehörte, Dalia Gutbauer, hat ein auffallend emotionales Verhältnis zu diesem Bild. Johann Friedrich von Allmen soll es wiederbeschaffen – um jeden Preis. Fall Nummer drei führt ihn und Carlos in das Labyrinth eines heruntergekommenen Luxushotels. Und damit in die Welt der Reichen und Schönen – umschwirrt von all denen, die auch dazugehören wollen.

Leichtgängige Allmen-Detektivgeschichte, die aber an die anderen Bücher von Martin Suter nicht wirklich herankommt...

— Sookie70
Sookie70

Mein erster Allmen-Roman von Suter. Kurzweilig, aber weit hinter einigen anderen Romanen des Autors.

— Mundus
Mundus

Langweilig und uninteresssant, ein ziemlich schlechter Suter, schade!

— leserattepeace
leserattepeace

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  • Eine leichte Krimigeschichte, die von symphatischen Charakteren getragen wird.

    Allmen und die Dahlien
    Ritja

    Ritja

    12. June 2016 um 12:28

    Wer mit Allmen ermittelt, sollte sich etwas schicker anziehen. Es geht meistens in feine und vorallem teuere Hotels. Natürlich nur zu Ermittlungszwecken muss sich Allmen dort einquartieren und ganz nebenbei verprasst er bei gutem Essen und Wein (wird teilweise sehr ausführlich beschrieben) sein Honorar. Aber genau das macht den Charme von Johann Friedrich von Allmen aus. Der Ermittler von Martin Suter ist kein Polizist oder ähnliches, er hat andere Herangehensweisen. Sein Team Carlos de Leon und mittlerweile auch Maria Moreno sind ihm stets zur Hilfe. Allmen hängt noch der guten alten Zeit nach und schafft es nicht immer sich dem Glanz des Geldes zu entziehen. Die Fälle, die Allmen lösen muss, sind nicht die spektakulärsten und die spannendsten, aber sie sind interessant. Es dreht sich bei ihm meist um Kunstgegenstände, die nicht so ganz legal zu ihren Besitzern gekommen sind. Und damit die Polizei außen vor bleibt, wird Allmen hinzugezogen. Martin Suter schreibt stets mit einer guten Portion Satire/Ironie seine Geschichten und hält den Menschen gern den Spiegel vor das Gesicht. Es ist eine leichte Krimigeschichte, die von symphatischen Charakteren getragen wird.  

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  • Allmen und die Dahlien

    Allmen und die Dahlien
    jackdeck

    jackdeck

    19. October 2015 um 07:12

    Ich habe sämtliche Bücher des Autoren bei mir im Regal stehen. Wo immer möglich in gebundener Ausgabe. Man könnte durchaus sagen, dass Suter zu einem meiner Lieblingsautoren gehört. Egal welche Thematik: Martin Suter ist bekannt für seine unerwarteten Wendungen, öffnet einem die Augen für die kleinen Dinge des Alltags, beschreibt diese unglaublich bildlich und bezieht den Leser wie kein Zweiter in die Gefühlswelt seiner Protagonisten mit ein. Außerdem liebe ich sein Faible für Kaffeehäuser, Kultur, Essen, die Natur und das "Schöne & Reiche." Ein Genuss, der einem im wahrsten Sinne auf der Zunge zergeht. Außerdem umzeichnet kein anderer Autor Personen derart charismatisch, wie es Suter tut. Von Allmen jagt im dritten Teil ein verschwundenes Dahlien-Bild, dass selbst eine zweifelhafte Herkunft hat. Es ist nett, wieder die bereits bekannten Personen zu treffen. Aber diese und auch ihre originellen Lebensumstände sind mir nun schon so gut bekannt, dass es etwas fade wird. Allmen verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, mietet sich in eine Schlosshotel-Suite ein und löst den Fall quasi zwischen Bett und Bar. Wie immer bei Suter geht es mehr um höhere Lebenskunst eines Dandys als um niedere Motive. Das laszive Leben beschäftigen Don John und seinen Butler Carlos viel mehr als die eigentliche Detektivarbeit. Die Geschichte selbst ist ganz nett, aber nicht mehr wirklich überraschend. Die bisherigen Krimis aus dieser Reihe waren in sich abgeschlossen. Diesmal endet das Buch mit einem ungelösten Problem. Schade, ich als große Suter-Verehrerin würde so gerne mal wieder ein richtig spannendes, im typischen Suter-Stil in seiner unnachahmlichen Sprach-Virtuosität lesen. Dieses Mal ist es leider nicht gelungen.

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  • Unterhaltsame Serie

    Allmen und die Dahlien
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    03. December 2014 um 11:35

      Martin Suter, der erfolgreiche Schweizer Autor sich fast von selbst ergebender Bestseller hat seit einiger Zeit  ein neues Genre für sich entdeckt. In seiner Serie über Johann Friedrich Allmen, einem verarmten Welt- und Lebemann, einst reicher Erbe eines Millionenvermögens, das er mit vollen Händen auf hohem Niveau (wie bei Suter üblich) ausgegeben hat, bewegt sich Suter aber dennoch weiter in seinem gewohnten Milieu. Dieser Johann Friedrich Allmen,  notorisch knapp bei Kasse, lebt mit seinem fast stummen Diener Carlos aus Guatemala in einem Gartenhäuschen neben einer noblen Villa, die er früher selbst sein eigen nannte. Als er sie  an eine Beratungsfirma verkaufen musste, lässt er sich zusichern, in dem Gartenhaus bleiben zu können, um die "erste Adresse" zu behalten. Carlos lebt ohne gültige Papiere in der Schweiz, genau wie seine Freundin Maria, die seit dem zweiten Band „Allmen und der rosa Diamant“ mit Allmens stiller Duldung ins Gartenhäuschen gezogen ist. Während Allmen zunächst seinen immer "kärger" werdenden Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Antiquitäten bestritt, deren Herkunft zweifelhaft waren,  und  dabei auch nicht vor einem Diebstahl und anschließender Hehlerei zurückschreckte, gründet er bald mit der Unterstützung von Carlos die "Allmen International Inqiries", die aber ausschließlich aus einer von Carlos groß aufgemotzten Website "allmen-international.com" besteht, auf der Firmensitze in New York, Zürich, Paris, London und Moskau vorgespielt werden. Ihre Firma habe sich auf die Wiederbeschaffung von Kunst- und Wertgegenständen aller Art spezialisiert, geben sie dort an. Und wie sie im zweiten Buch einem rosa Diamanten auf die Spur kommen, ist wirklich geniale   Offenbar hat auch die Auftraggeberin im neuen, dritten Buch der Serie „Allmen und die Dahlien“ davon gehört, denn die reiche Hotelbesitzerin Dalia Gutbauer beauftragt Allmen, diskret ihr unter mysteriösen Umständen  aus ihren Privaträumen im vierten Stock des mondänen, aber in die Jahre gekommenen Luxushotels verschwundenes Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wieder zu beschaffen.   Allmen quartiert sich im Hotel ein, lernt dort etliche Dauergäste kennen und erfährt einiges über deren Beziehung zu der über neunzigjährigen Dalia Gutbauer. Eine ganz besondere Rolle dabei spielt Cheryll Talfeld, die persönliche Assistentin von Dalia Gutbauer. Mit feinem Spürsinn und einem unfehlbaren Einblick in  die feine Gesellschaft der Superreichen, gelingt es Allmen tatsächlich, dem Bild auf die Spur zu kommen. Es scheint sogar, wie beim letzten Mal, ein ganz schöner Batzen für ihn selbst dabei herauszuspringen, doch ein wirklich überraschender Schluss zwingt den von Suters witziger Sprache faszinierten Leser, den wohl im nächsten Jahr erscheinenden vierten Band unbedingt zu lesen.   Vielleicht überrascht uns Martin Suter aber auch zunächst mal wieder mit etwas ganz anderem.          

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  • Hm, ich bin mir nicht ganz sicher...

    Allmen und die Dahlien
    Praedikatorin

    Praedikatorin

    21. June 2014 um 14:05

    Ach was wurde sich doch in den Feuilletons und den Radiokommentaren zu Suters neuer Detektivfigur "Allmen" positiv geäußert.  Hohe Verkaufszahlen waren gewiss. "Allmen und die Libellen"- Bücher füllten das Schaufenster meines Lieblingsbuchladens, und auch ich erstand damals den ersten Teil der Krimiserie mit einer Vorfreude, die diese angenehme Gänsehaut erzeugt. Und was soll ich sagen, ich las das erste Buch der Serie in einem Rutsch, so wie man mit Freunden einen guten Wein trinkt. Die Flasche ist leider viel zu schnell alle. Sie war gut, aber nach einer Woche erinnert man sich nicht mehr an den Geschmack, nur noch an den Namen. Suter beschert uns eine smarte, wenn auch nicht zu tief ausgeleuchtete Hauptfigur namens Allmen. Lebemann, Schöngeist, "Alter Ego?". Sein Begleiter Carlos bildet eine Art praktisches Gegenstück. Sie sind ein Duo wie Sherlock und Watson oder Don Quijote und Sancho Panza. Das ist sympathisch zu lesen, ja, auch unterhaltsam und hat diese Patina in Inhalt  und Schreibstil, als würde man eine Geschichte längst vergangener Zeit lesen. Sie plätschert sanft dahin, manchmal schmunzelt der Leser oder erfreut sich an den Bildern die im Kopf entstehen. Auch "Allmen und der rosa Diamant", 2. Teil, unterhielt mich unspektakulär aber kuschelig, so wie ein netter Film mit Cary Grant. "Allmen und die Dahlien" ist der dritte Teil der Serie um "Allmen International Inquiries". Dalia Gutbauer, die Auftraggeberin, eine steinreiche und alte Dame, schickt Allmen auf die Suche nach einem, ihr gestohlenen, wertvollen Gemälde. Und Allmen, sein Begleiter Carlos und dessen neue Freundin Maria begeben sich auf Spurensuche. Suter zeichnet die Atmosphäre des Grandhotels, in dem ein Großteil der Geschichte spielt, sehr angenehm und bildstark. Auch seine Hauptakteure gewinnen mehr an Struktur. In den vorhergehenden Bänden war diese noch ein wenig mager. Und doch...irgendwas fehlt oder ist zu viel, ich kann es noch nicht ganz benennen. Die Bücher gleichen sich, was einerseits den Reiz ausmacht, der Wiedererkennungseffekt ist da. Auf der anderen Seite jedoch ermüdete mich der Stil. Ja, es ist wohlig sich in den Sessel zu setzen und Suter zu lesen und doch wünschte ich mir, ich hätte nicht diesen ständigen Déjá-vu-Effekt gehabt. Das Ende ist interessant und zwingt den Leser faktisch, den 4. Band zu lesen. Wer sich an Beschreibungen über gute Weine und gutes Essen, an Beschreibungen von Lebenskultur ergötzen kann, dem sei dies Büchlein ans Herz gelegt. Es wird ihm gefallen. Das Buch unterhält aber regt nicht auf. Ich werde den vierten Teil lesen, jedoch nicht mehr in mein Bücherregal stellen. Die Bibliotheksausgabe, die ich mir bereits vorbestellte, wird mir reichen. Auch/gerade das "Banale" hat in der Literatur seine Daseinsberechtigung, vor allem wenn es gut verpackt ist, gekonnt mit der Sprache spielt, ablenkt und erfreut. Und Suter scheint einer der Großen in dieser Verpackungsindustrie. Vielleicht sollte er nicht mehr so sehr am Fließband arbeiten, sondern sich wie sein Hauptakteur ein wenig mehr Zeit nehmen und zurücklehnen. (Etwas Geduld beim Schreiben neuer Allmen-Episoden könnte vorteilhaft sein.)

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  • Das Ende reißt es wenigstens etwas raus; ansonsten öde

    Allmen und die Dahlien
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    20. April 2014 um 18:47

    In Allmens 3. Fall geht es wieder einmal um die Wiederbeschaffung eines Kunstgegenstandes. Genauer gesagt: eines Bildes. Noch genauer gesagt: eines Bildes, in dessen Besitz die reiche Industrieerbin Dahlia Gutbauer offiziell nie war. Denn das Bild war das Geschenk eines Liebhaber, der es vor einigen Jahrzehnten stahl, um es ihr zu schenken. Nun wurde es Frau Gutbauer aus ihrer Hotelsuite, die sie als Dauergast bewohnt, entwendet. Da das Einschalten der Polizei unter diesen Umständen natürlich unmöglich ist, erhält Allmen den Auftrag, das Gemälde wiederzubeschaffen... Eines muss ich wohl der fairnesshalber vorweg schicken: mein Verhältnis zu Allmen ist sehr ambivalent. Ich mag die Figur des Johann Friedrich von Allmen ist sonderlich. Er ist ein aus der Zeit gefallener Dandy, der mit Geld um sich wirft, das er eigentlich nicht (mehr) hat, und Hauspersonal beschäftigt, das er eigentlich nicht (mehr) bezahlen kann. Frauen sind in seiner Welt nur Randfiguren, die mit ihm selten bis gar nicht auf einer Stufe stehen. Allmen interessiert sich im Grunde nur für sich selbst. Kurz: er ist mir zutiefst unsympathisch. Trotzdem lese ich gerne über seine Fälle. Und das hat auch einen Grund: die Allmen-Romane sind gut gemachte Krimis, in denen es eben nicht um Mord, Vergewaltigung, Misshandlung und andere Brutalitäten geht, sondern um die Wiederbeschaffung verlorener Gegenstände (zumeist Kunst). Als vollendeter Gentleman und gebildeter Möchtegern-Adeliger geht Allmen dabei stets sehr diskret vor. Er ist kein Schläger-Typ, der die Fäuste sprechen lässt oder eine Waffe zückt. Genau das finde ich so angenehm und toll, an seinen Fällen. Sie kommen ohne große Gewalt, Brutalität und jede Menge Blut aus. Dafür spielen die Beziehungen der Personen untereinander häufig eine entscheidende Rolle. Die Fälle werden mit "Köpfchen" gelöst. Dabei ist es meist Carlos, Allmens Butler, der die entscheidenden Ideen hat und seinen Chef dezent in die richtige Richtung weist. So ist es auch bei diesem Fall, bei dem auch Maria, die bereits im 2. Fall auftrat, erheblichen Anteil an den Ermittlungsarbeiten hat. Mit ihr kommt endlich etwas Weiblichkeit in Allmens ansonsten sehr maskuline Welt. Schade nur, dass Suter diese neue Weiblichkeit prompt mit dem Thema Sex zu verbinden. So wird die maskuline Welt dann doch wieder hergestellt, denn Maria wird in einigen Kapiteln ausschließlich als Sexobjekt dargestellt. Immer wieder ist die Rede davon, dass sie beim Sex mit Carlos laut wird bzw. ist. Mich haben diese Alt-Herren-Fantasien irgendwann gestört. Zumal ich keinen tieferen Sinn in ihrer wiederholten Erwähnung erkennen konnte. Auch die Story selbst fand ich eher einfallslos und damit mittelmäßig. In vielen zentralen Momenten hatte ich den Eindruck, dies so oder so ähnlich, bereits anderswo gelesen zu haben. Das Ende jedoch konnte es schließlich noch einmal raus reißen. Denn das Buch erzählt die Geschichte nicht ganz zu Ende. Nach einer klassischen "Scheinlösung" kommt es zu einem zweiten Höhepunkt, der dann wohl im 4. Allmen-Roman aufgelöst werden wird. Ich bin gespannt und lese auf jeden Fall weiter.

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  • Behagliches Lesevergnügen

    Allmen und die Dahlien
    R-E-R

    R-E-R

    07. January 2014 um 21:34

    „Dicht, konzentriert und trotzdem mit jener noblen Finesse. Er ist unvergleichlich, vornehm, vortrefflich, hervorragend. Sensationell, intensiv, exotisch und dabei typisch.“ Was hier in den höchsten Tönen gelobt wird, ist nicht etwa die schriftstellerische Leistung Martin Suters in seinem dritten Kriminalfall für Konrad Friedrich Allmen. Es sind die Beschreibungen der Weine die der Gentleman Detektiv während seiner Suche nach dem Dahlien Bild von Henri Fantour-Lantour trinkt. Ein 2006 Chambertin Clos de Beze Grand Cru, den er zu Steaks die nach Art „Tournedos Rossini“ zubereitet wurden, genießt. Später lässt er sich noch einen Camins des Priorat zu gefüllter Kalbsbrust mit Kartoffelpüree schmecken. Der kulinarische Höhepunkt ist aber sicherlich der Contes des Champagne Rosé 2002 in Kombination mit einem 1996 Chateau d‘Yquem die er im Hotel de Palais in Biarritz zu „Sole cuite à la poele avec beirre meunière et pommes vapeur“ auswählt. „Draußen schäumte der Atlantik, und der Regen überzog die Fenster mit glitzernden Perlen. Speisen und Getränke, der für beide befriedigende Abschluss des Geschäfts und eine gewisse Seelenverwandtschaft, die nach und nach zutage trat, beflügelten das Gespräch und machten aus dem konspirativen Treffen einen unerwartet behaglichen Abend.“ Man muss zur Krimiserie von Martin Suter nicht viel sagen, um ihre Klasse oder ihre Wirkung zu verdeutlichen. Die eingangs zitierten Adjektive aus dem Weinhandel kennzeichnen die edlen Tropfen ebenso gut wie die sprachliche Finesse und die spannende Handlung des Romans. Die Szene aus dem Buch beschreibt nicht nur die Stimmung der Protagonisten kurz vor dem großen Showdown, sondern auch die Gemütslage die einen beim Lesen des Abenteuers ergreift: Behagen. Dieses wohltuend altmodische Wort trifft den Kern dessen, was die Allmen Serie ausmacht: Das angenehme Gefühl, wenn man sich zufrieden zurücklehnt, im Schein von Kerzen ein Glas Rotwein (vielleicht den oben genannten, auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglichen Camins del Priorat) trinkt, um (wie in diesem Fall) den verschlungenen Pfaden eines gestohlenen Bildes zu folgen, die einen aus dem eigenen Lesesessel ins Züricher Schlosshotel, an die Küste Frankreichs und zurück in die Silvesternacht 1958 in St. Moritz führen. Unterhaltungsliteratur par excellence!

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  • Von Allmen ist der perfekte Gentlemen. Ein Mann dem man gerne bei der Arbeit zuschaut!

    Allmen und die Dahlien
    Nil

    Nil

    17. August 2013 um 11:10

    Der dritte Fall für Allmen International Inquiries „the Art of tracing Art“ steht an. Er soll dieses Mal ein Bild wiederbeschaffen, welches bereits unrechtmäßig entwendet wurde. Das Bild wurde einst der reichen Industrieerbin Dahlia Gutbauer von einem Verehrer geschenkt und nun mehr als 50 Jahre später, wurde es ihr entwendet. Geld spielt wie so oft keine Rolle. Hauptsache das Bild taucht wieder auf. Wie immer macht sich von Allmen mit Carlos auf die Spur und löst den Fall. Wie nicht anders zu erwarten ist auch dieser dritte Fall ein feines kleines ruhiges Werk mit Spannung. Wer noch keinen der drei Bändchen gelesen hat, sollte allerdings mit dem ersten Anfangen um die Hintergründe zu Allmen und Carlos zu verstehen. So weit sind alle 3 Bände gleichberechtigt gut. (# 1 Allmen und die Libellen und #2 Allmen und der rosa Diamant)

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  • Ich hatte mir mehr erwartet

    Allmen und die Dahlien
    LEXI

    LEXI

    21. July 2013 um 12:25

    Obgleich ich die Bücher von Martin Suter sehr mag, ist dieser dritte Fall mein erstes Zusammentreffen mit dem Ermittlerduo Johann Friedrich von Allmen und Carlos. Meine Erwarungshaltung war wohl ein wenig zu hoch, denn die mangelnde Spannung in diesem Plot wie auch die für meinen Geschmack unzulänglich beschriebenen Charaktere (vor allem Carlos und Maria) enttäuschten mich. Ebenso störend empfand ich die ständigen spanischen Phrasen im Buch - es waren für mein Empfinden bei weitem zu viele, um sie ignorieren zu können. Gesamt gesehen bedeutete dieser Roman von Martin Suter einen gemütlichen Vormittag auf der Lesecouch - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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  • Der 3. Allmen Fall...

    Allmen und die Dahlien
    giulianna

    giulianna

    02. July 2013 um 20:04

    Allmen ist wieder da! Dieses Mal begibt er sich auf die Suche eines wertvollen, gestohlenen Dahlien-Bildes, an dem sentimentale Erinnerungen der Besitzerin hängen. Delikat, da sie das Bild vor Jahren zwar geschenkt bekommen hat, es damals aber auch gestohlen war. Die alte Auftraggeberin besitzt ein etwas in die Jahre gekommenes Luxushotel, was Allmen die Gelegenheit gibt sich dort für einige Zeit einzuquartieren - rein zu Ermittlungszwecken, versteht sich! Langsam schließe ich den kleinen Luxusermittler ins Herz, der es versteht das Geld anderer Leute auszugeben und sich der Illusion des Wohlstands aus alten Tagen hinzugeben.Nachdem ich die letzten beiden Allmen Fälle hintereinander gelesen habe und das Ende des 3. Bandes so offen ist wie bei einer Soap Opera vor der Werbeunterbrechung, weiß ich jetzt gar nicht, wie ich die, vermutlich längere, Zeit bis zum Erscheinen des nächsten Allmen-Falles überbrücken soll. So langsam findet Suter zu alten Stärken zurück und  bereitet mir wieder Lesegenuss! 

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