Der letzte Weynfeldt

von Martin Suter 
4,1 Sterne bei317 Bewertungen
Der letzte Weynfeldt
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Fadenchaoss avatar

Obwohl mir die Handlung nicht ganz so gefallen hat, mag ich den Schreibstil Suters unheimlich gerne.

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Das schönste Buch von Martin Suter und mein Lieblingsbuch

Alle 317 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Weynfeldt"

Ein wohlhabender Junggeselle, der sich von der Liebe nichts mehr verspricht. Eine schöne junge Frau mit schillernder Vergangenheit. Ein Bild und sein Preis. Eine Auktion, die die Kunstszene in Aufruhr versetzt – und einige Zukurzgekommene, die teilhaben wollen am großen Geld.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257239331
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:22.09.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.01.2008 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Toller Schreibstil mit (zu-)vielen Details...

    Mein erstes gelesenes Werk von Martin Suter...ich hatte diesen Schriftsteller bislang stets links liegenlassen, weil ich ihn immer mit seinen Business Class-Storys in Verbindung gebracht habe...Storys, die mich kein Stück interessieren. Mit seinen Romanen sieht es schon anders aus...
    "Der letzte Weynfeldt" hat mich überzeugt, wenn auch nicht 100%ig...ein gutes Buch mit einem hervorragenden Sprachstil und recht interessantem Plot. Die Geschichte um Adrian Weynfeldt, einem Schweizer Kunstexperten Mitte 50, dem ein gefälschtes Gemälde, eine jüngere und ziemlich durchtriebene Frau und einige Erpressungsversuche in die Quere kommen, ist eine Mischung aus Gesellschaftroman, Kunstkrimi und Tragikomödie.

    Wie bereits erwähnt, pflegt Suter einen weithin gelobten, sauber und einfach schön klingenden Schreibstil...eigentlich mit recht sparsamen Worten erzählt, aber für mich offenbar nicht sparsam genug...mein einziger größerer (und persönlicher) Kritikpunkt ist der, dass Suter in diesem Roman extrem weitschweifig beschreibt, in erster Linie Einrichtungsgegenstände sowie Speisen und Getränke. Und da der Plot vorsieht, dass beinahe ständig irgendein Charakter in irgendeinem Restaurant sitzt und futtert, haben mich die ständigen Essensaufzählungen und Möbelbeschreibungen irgendwann angeödet...aber das ist natürlich meine ganz spezielle, subjektive Meinung, andere Leser mögen diesen Detailreichtum prima finden. Mir selbst jedenfalls genügen weniger Informationen, um ein Bild in meinem Kopf entstehen zu lassen.

    Der zweite, kleine Kritikpunkt ist, dass der Protagonist Adrian Weynfeldt im Laufe des Buches derart naiv, altruistisch und gutgläubig geschildert wird, dass es schon reichlich unglaubwürdig wirkt, hier hätte Suter nicht ganz so dick auftragen müssen.
    Ansonsten ein guter Plot mit einigen netten Überraschungen und einem interessanten Umfeld, dem Kunstmarkt und Auktionswesen. Der Schreibstil garantiert, dass ich einige weitere Werke von Martin Suter lesen werde.

    Fazit: Wunderbarer Erzählstil, sauber gearbeiteter Plot und einige schillernde, wenn auch leicht unsympathische Charaktere. Etwas weitschweifig und detailverliebt, 50 Seiten weniger hätten nicht geschadet. Ansonsten lesenswert.

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    Dunkelbunt1vor 3 Jahren
    Spannende Milieuschilderung

    Suters Stil ist bestechend schnörkellos. Man kann sich den Weynfeldt bis in die Haarspitzen hinein vorstellen! Ein spannendes Buch über Fälschung, menschliche Abgründe und das von Suter so geliebte saturierte Milieu!

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 4 Jahren
    Feinsinnig konstruiert

    Adrian Weynfeldt ist der letzte seiner Art: der letzte Nachfahre einer extrem reichen, sehr alten Schweizer Industriellenfamilie und auch der letzte einer ganzen Kultur. Er wirkt so ein bisschen wie ein Großbürger, der ein paar Jahrzehnte zu spät auf die Welt gekommen ist: Jemand, der sich vor dem Abendessen umzieht und bei Verabredungen aus Höflichkeit immer zu früh kommt. Leute, die er seine Freunde nennt, unterstützt er gerne mit seinem Geld, um nicht überheblich zu wirken. Und es ist eine ganze Schar – meist erfolglose Künstler – die sich nur zu gern von Adrian durchfüttern lässt. Adrians einzige Leidenschaft, so scheint es, ist die Kunst. Aus Leidenschaft und nicht weil er muss, arbeitet er als Kunstexperte in einem Auktionshaus. Eines Tages lernt Adrian Lorena kennen, ein alterndes Ex-Model mit viel Dreck am Stecken, die sein Leben gewaltig durcheinanderbringt. Und dann gibt es da auch noch ein berühmtes Bild, das Adrian für viele Millionen Franken verkaufen soll. Mit „Der letzte Weynfeldt“ hat Suter wieder einen sehr guten Roman vorgelegt: feinsinnig konstruiert, spannend erzählt, exzellent recherchiert und darüber hinaus auch noch unterhaltsam. Es geht um richtige und falsche Freunde, um die Frage, ob Geld die Welt regiert und  ob man Liebe mit Geld kaufen kann. Die verschiedenen Milieus, in denen die Geschichte spielt, schildert Suter sehr präzise und auch die Figuren sind wieder sehr detailliert und feinfühlig gezeichnet. Fazit: Ein lesenswerter Roman, wenn auch einen ganz kleinen Tick schwächer als die anderen Bücher, die ich bisher von Suter gelesen habe.

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    nw0783s avatar
    nw0783vor 5 Jahren
    Gut aber nicht besonders gut

    Es war wieder ein toller Suter Roman der zum Nachdenken anregt:
    Welche Freunde sind echte Freunde ?
    Ist Liebe käuflich ?
    Warum regiert immer Geld die Welt wo doch Gefühle viel wichtiger sind ?
    Viele Fragen bleiben offen trotz des völlig unvorhergesehenen Endes.
    Ich mag solche Bücher wo man das eigene Leben auch immer wieder in Frage stellt !

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies mein erstes Buch von meinem Landsmann war. Aber ganz bestimmt nicht mein letztes...

    Martin Suter hat einen unglaublich faszinierenden Schreibstil. Er stellt die Personen, auch wenn sie noch so langweilig sind, vielschichtig dar. Beschreibt die Gemälde lebhaft, vermag Szenen bildlich zu beschreiben, so als wäre man als Leser dabei.

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    RobertPreiss avatar
    RobertPreisvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Von Suter kann man lernen, wie man Personen beschreibt, lange bevor sie überhaupt auftauchen. Er baut Szenen auf, die wie großes Kino vor einem erscheinen. Respekt. Von diesem Mann wird sich in meiner Bibliothek noch mehr stapeln.

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    simonegs avatar
    simonegvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Ein wohlhabender Junggeselle, Mitte 50, der sich von der Liebe nichts mehr verspricht. Eine schöne junge Frau mit schillernder Vergangenheit. Ein Bild und sein Preis. Eine Auktion, die die Kunstszene in Aufruhr versetzt - und einige Zukurzgekommene, die teilhaben wollen am großen Geld...

    In der Tat eine sehr interessante Mischung und ein typischer Suter. Zunächst fragt man sich, was eine Story über den doch eher langweiligen Junggesellen Adrian Weynfeldt spannend machen könnte. Der Typ haut einen echt nicht vom Hocker. Er ist intelligent, hängt aber in festen Ritualen fest und läßt sich finanziell und emotional von seinen "Freunden" ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Doch ein einziges, sehr wertvolles Bild bringt verschiedene Steine in´s Rollen. Weynfeldt soll es auf einer Auktion versteigern, aber ist es auch echt und welches Spiel spielt die schöne Frau, die plötzlich in seinem Leben auftaucht? Und plötzlich zeigt auch Adrian Seiten, die irgendwie undenkbar gewesen sind. Die Auflösung am Ende war mir jedoch zu durchschau- und berechenbar. So ein älterer Junggeselle kann zwar noch überraschen, aber trotzdem nicht komplett aus seiner Haut.

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    awogflis avatar
    awogflivor 7 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Adrian Weynfeldt, ein Ableger alten Geldadels lebt in einer Gesellschaft, in der es von Schmarotzern und Betrügern nur so wimmelt. Sehr genau beschreibt Martin Suter, wie jemand bedingt durch seinen Reichtum und seine gute Erziehung Probleme hat, Anderen Grenzen zu setzen, von Habenichtsen ausgenutzt und dann noch zu allem Überfluss ob der ständigen Unterstützung aller auch noch verachtet wird.

    Gute treffgenaue Milieustudie - aus der Kunst-, Schickeria- und Gaunerszene, lesenswert und mit überraschendem Finale. Leider bleibt alleine die Hauptfigur Weynfeldt zu flach und wird zu wenig facettenreich beschrieben, was dem Buch die typische Schweizer Fadesse verleiht, die ich bei Suter eigentlich nicht gewohnt bin.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Geschichte aus dem Kunstmilieu. Der Kunstexperte Weynfeldt, Mittelalter, ohnehin schon reicher Kunstexperte, arbeitet bei einem Auktionshaus. Eines Tages will ein Freund ein ziemliches wertvolles Bild versteigern, zu dem es auch noch eine recht gute Kopie gibt. So wird ein fauler Deal eingefädelt, bei dem das Duplikat verkauft werden soll. Weynfeldts geregeltes Leben wird überdies noch von einer Frau empfindlich gestört, für die er erst echte Gefühle empfindet, dann aber feststellen muss, dass sie auch nicht ganz so unbescholten ist, wie es den Eindruck macht.
    Eine nette kleine Geschichte mit einem schönen Ende, dass aber auch vorhersehbar ist. Suter schreibt unaufgeregt, ohne Tiefgang, schnell hat man die Geschichte gelesen, die dann ohne weiteren Eindruck zu hinterlassen, als leichte Bettlektüre zu bezeichnen ist. In jedem Fall kann Suter bessere Romane schreiben und dieser ist bestimmt 100 Seiten zu lang. Eine gute Erzählung hätte es auch getan.

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    ninchen1809s avatar
    ninchen1809vor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Buch mit spannender Story. Hat super viel Spaß gemacht... Eben ein Suter...
    Rezension zu "Der letzte Weynfeldt" von Martin Suter

    Stellen Sie sich vor, sie nehmen eine Frau mit zu sich nach Hause und am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen.
    So ergeht es Adrian Weynfeldt, dem reichen, Mitte 50-Jährigen Junggesellen, von Beruf Kunstexperte, einem Mann, der ein sehr geregeltes Leben führt, dem es gelingt sie davon abzuhalten. Nun bringt diese besagte Frau namens Lorena sein Leben durcheinander. Denn Lorena steckt immer wieder in Schwierigkeiten, aus denen Weynfeldt sie befreien muss. Zugleich hat sie sich mit dem Ex-Ganoven Pedroni zusammengetan. Gemeinsam versuchen sie den immer spendablen Weynfeldt auszunehmen, indem sie Pedroni als gefährlichen Geldeintreiber inszenieren.
    Der „Freundeskreis“ von Weynfeldt teilt sich in einen älteren und in einen jüngeren Kreis auf. Allerdings kann man diese Menschen nicht wirklich als Freunde bezeichnen. Strasser, ein begabter Kunstmaler, erstellt für den in Finanznot geratenen Baier ein Duplikat des berühmten Félix-Vallotton-Gemäldes "Femme nue devant une salamandre" (Titelbild dieses Bandes). Dieses möchte Baier Weynfeldt unterjubeln, damit er es anstelle des Originals für Millionen versteigern lässt.

    „Der letzte Weynfeldt“ ist ein Buch, welches von Liebe und Einsamkeit, von Erfolg und Versagen und von Freundschaft und Verrat handelt. Das Themen Kunst und Geld steht stark im Vordergrund, aber auch alltägliche zwischenmenschliche Probleme.

    Die Geschichte entwickelt sich langsam in zwei Handlungssträngen parallel und findet sich am Ende zu einem unheimlich spannenden Finale zusammen.

    Martin Suter gibt detaillierte Einblicke in die Kunst und Malerei. Meines Erachtens hat er für dieses Buch sehr viel recherchiert, damit es ihm gelingt, mit einer Leichtigkeit und Präzision die Kunstwerke zu beschreiben. Ich finde, dass er das Thema Kunst und die Liebe zur Kunst dem Leser meisterhaft nahe gebracht hat.

    Martin Suter schafft mit viel Ideenreichtum tolle, liebenswerte Figuren, allen voran natürlich Adrian Weynfeldt, dessen Schwäche und seine Prinzipien ihn zu einem scheinbar naiven Menschen werden lassen. Ich fand es besonders spannend, wie weit seine Liebenswürdigkeit und Großzügigkeit reicht. Martin Suter versteht es auch, den Leser auf die Folter zu spannen, Fragen aufzuwerfen und erst später zu beantworten - und zwar anders, als man erwartet hatte. Dadurch schafft er Spannung aufzubauen, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.

    Es macht immer wieder Spaß einen Suter zu lesen. Ich freu mich schon auf meinen nächsten…

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