Martin Suter Ein perfekter Freund

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Inhaltsangabe zu „Ein perfekter Freund“ von Martin Suter

Durch eine rätselhafte Kopfverletzung hat der Journalist Fabio Rossi eine Amnesie von fünfzig Tagen. Als er seine Vergangenheit zu rekonstruieren beginnt, stößt er dabei auf ein Bild von sich, das ihn zutiefst befremdet. Er scheint merkwürdige Dinge getan, ein seltsames Verhalten an den Tag gelegt zu haben in jener Zeit. Aber offenbar gibt es Leute, denen es lieber wäre, jener Fabio bliebe ausgelöscht.

Prallvoller, engagierter Journalistenthriller!

— Duffy
Duffy

Ein spannendes tolles Buch, das man mehr als einmal lesen kann

— Kroetchen
Kroetchen

Ein tolles Buch, obwohl es leicht zu lesen ist, ein spannender Roman mit Tiefgang

— MatthiasRiedel
MatthiasRiedel

Spannend geschrieben, man wird aus dem Protagonisten zunächst nicht schlau.

— LazizaSch
LazizaSch

Großartig! Super geschrieben, intelligente Geschichte mit überraschenden Momenten! Das Buch werde ich sicher noch ein paar mal lesen!

— LisaSummer
LisaSummer

auch hier wieder ein spannender Krimi mit einem Ausgang den man bis zulezt nicht erahnt...

— Maya39
Maya39

Eines der Besten von Suter...

— agent13357
agent13357

Gutes Buch, dem meiner Meinung nach etwas Spannung gefehlt hat. Das Ende war toll! <3

— Ninabeckers
Ninabeckers

großartig und glaubhaft geschrieben. EIn echter Martin Suter

— Tofusahne
Tofusahne

Ein kleines literarisches Kunstwerk mit überzeugenden, individuellen Charakteren und gut gesetzten Beschreibungen und Handlungssträngen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Gut geschrieben, schnell gelesen, nicht mehr loslassend und unbequem

    Ein perfekter Freund
    suse9

    suse9

    02. August 2016 um 09:05

    Nun ja, die Story kommt erst einmal nicht gerade originell daher: Fabio erwacht in einem Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern, an nichts, das 50 Tage zurückliegt. Die Frau, die sich als seine Freundin ausgibt, ist ihm fremd und die, die er liebt, lässt sich an seinem Krankenbett nicht blicken. Man sagt, er habe einen Unfall gehabt und durch einen Schlag oder Sturz seine Erinnerungen teilweise verloren. Sie kämen wieder oder nur bruchstückhaft oder auch nicht. Ich mag solche Geschichten nicht. Sie laufen immer nach gleichem Schema ab, alles wiederholt sich und Langeweile ist aufgrund vorhersehbarer Handlungsstränge vorprogrammiert. Nicht so, wenn Martin Suter am Werk war. Er schreibt eigentlich so ganz anders als ich es mag: keine blumigen Landschaftsbeschreibungen, keine detaillierten Erklärungen zu Charakteren und Umgebungen. Klar, geradlinig und schnörkellos erzählt er seine Geschichte. Der Leser kommt nicht in den Genuss von zusätzlichen Informationen. Er befindet sich mit dem Helden auf einer Ebene und muss, wie dieser, Schritt für Schritt vorgehen und Seite für Seite die Puzzleteile zusammenlegen. Dabei fühlt es sich an, als ob man selbst ein Stück seiner Erinnerungen verloren hat. Der Held selbst lässt zu wünschen übrig. Man will ihn gern haben, kann es aber nicht. Also ich nicht. Es wird Leser geben, die ihn gut finden und verstehen. Aber wie im richtigen Leben, so ist es auch hier bei Suter, man entwickelt mal mehr und mal weniger Sympathien. Trotzdem will ich unbedingt wissen, was der Fabio der zurückliegenden 50 Tage so angestellt hat. Ich verfolge mehrere Theorien, muss sie aber alle wieder verwerfen und am Ende schüttelt der Autor mit dem letzten Satz meine Meinung noch einmal so richtig durcheinander. Ich mag solche Geschichten nicht, aber ich mag solche Bücher, die zum Nachdenken anregen, die Klischees bedienen, um sie dann wieder zu durchbrechen. Ich mag Bücher, die mir den Spiegel vorhalten und die Frage aufwerfen, der man sich stellen muss: „Was würde ich tun?“

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    • 2
  • Eine neue Chance

    Ein perfekter Freund
    Ninabeckers

    Ninabeckers

    30. June 2014 um 19:06

    Wie ist es wohl für jemanden, aufzuwachen, eine Frau an dem Krankenhausbett zu sehen, die man "nicht kennt" und nach und nach herauszufinden, dass man Freundin und Job verlor?  Dies alles geschieht Fabio Rossi in dem Roman "Ein perfekter Freund" von Martin Suter, nach einem Schlag auf den Kopf.  Wenn man bedenkt, dass dieses Buch ein Krimi sein soll, empfinde ich es als etwas langweilig. Oft ist die Handlung nur so dahingeplätschert. Natürlich hat such alles nach und nach aufgeklärt und auch Fabio Rossi erlangt teile seiner fehlenden 50 Tage, doch meiner Meinung nach hat sich dies etwas gezogen.  Im Laufe des Romans entdeckt er, dass er vor seinem Unfall über einen Skandal in der Schweizer Schokolade recherchierte. Ob dies etwas mit seinem Unfall zu tun hat bleibt lange unklar. Für mich waren die vielen verschiedenen Begriffe der Namen der einzelnen Firmen, durch die Fabio versucht den Skandal aufzudecken, etwas verwirrend und ich habe sie oft verwechselt.  Von Anfang an hat der Titel "Ein perfekter Freund" Freiraum für Phantasie gelassen und auch im Laufe des Romans wusste man nicht genau, ob der Titel ironisch gemeint ist. Martin Suter hat erfolgreich eine falsche Fährte gelegt. Ich finde das hat die Spannung am Ende des Buches erheblich erhöht. Meiner Meinung war es jedoch sehr vorhersehbar, dass er seine alte Liebe wieder findet. Das Ende war für mich sehr gelungen, da fabio einerseits eine letzte gute Tat macht, sich aber andererseits geschickt aus der Affäre zieht und aus der Schweiz verschwindet. Zusammenfassend war es ein sehr guter Roman, dem etwas Spannung gefehlt hat. 

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  • Ein perfekter Freund, auch wenn es manchmal anders erscheint.

    Ein perfekter Freund
    kleinechaotin

    kleinechaotin

    Das Buch "Ein perfekter Freund" von Martin Suter erzählt die Geschichte des 33-jährigen Journalisten Fabio Rossi, welcher im Krankenhaus erwacht und sich an eine Zeitspanne von 50 Tagen überhaupt nicht erinnern kann. Er weiß nicht was er in dieser Zeit gemacht hat und wie er sich verhalten hat - weder die Trennung von seiner Freundin Norina noch seine aktuelle Freundin Marlen sind in seiner Erinnerung vorhanden. Auch sein bester Freund Lucas kommt ihm irgendwie fremd vor. Seine aktuelle Jobsituation und seine eigene Veränderung vor dem Unfall sind ihm ebenso fremd. Im Laufe des Buches beginnen sich die Lücken zu schließen und Fabio beginnt seine Vergangenheit zu erkennen und zu verarbeiten. Auch die Verarbeitung der Ereignisse mit seinem sozialen Umfeld erklärt so einige Situationen, vor allem die Beziehung zu Lucas wird verschiedenen Blickwinkeln unterworfen und man beginnt zu verstehen, warum das Buch diesen Titel trägt. Mir gefiel das Buch sehr gut - es war sehr flüssig zu lesen und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Ich mag den Schreibstil von Martin Suter sehr gerne und auch die Thematik hat mich angesprochen - vor allem der niveauvolle Zugang zu dem Thema Gedächtnisverlust sprach mich an. Ich würde das Buch weiterempfehlen, auch für LeserInnen, die sich sonst eher nicht mit Romanen beschäftigen - das Buch hat einen angenehmen Schreibstil, eine verständliche und klare Sprache sowie einen packenden Inhalt.  (Ich habe bereits vor Jahren "Remember Me" von Sophie Kinsella gelesen (ein Buch, dass sich ebenfalls mit dem Thema Gedächtnisverlust beschäftigt, allerdings eher auf humorvoller und romantischer Weise) - wobei für mich das Buch von Martin Suter um einiges leichter lesbar war und für mich persönlich auch ansprechender war).

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    • 2
    Arun

    Arun

    10. April 2014 um 20:30
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

    • 81
  • Ein literarisches Kunstwerk

    Ein perfekter Freund
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2014 um 09:33

    EIN PERFEKTER FREUND ist Martin Suters dritter Roman, erschienen 2002 im Diogenes Verlag. Nach "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes" ist "Ein perfekter Freund" der letzte Teil der "Neurologischen Trilogie". Der Roman wurde 2003 mit dem Deutschen Krimipreis in der Kategorie "National" ausgezeichnet und 2006 mit den Schauspielern Martina Gedeck, Marie-France Pisier, und Carole Bouquet unter der Regie von Francis Girod verfilmt (Un ami parfait). Journalist Fabio Rossi erwacht mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus. Ihm fehlt die Orientierung, er weiß nicht, wer und wo er ist. Als er vollends zu sich kommt, muss er feststellen, dass er sich an die letzten fünfzig Tage nicht erinnert. Doch irgendetwas muss in dieser Zeit vorgefallen sein, da ihm plötzlich viele Menschen mit Distanz und Kälte begegnen. Als nach und nach Erinnerungsbruchstücke zurückkommen, erfährt Fabio, dass er an einem wichtigen Artikel geschrieben hatte. Doch was war das für eine große Sache gewesen? Und warum stößt er bei seinen Recherchen immer wieder auf den Namen seines Freundes Lucas Jäger? Dass Fabio sich an nichts mehr erinnert, lässt ihn immer wieder in überraschende Situationen treten. So geht er in die Redaktion, obwohl er vor kurzem gekündigt hat. Er kämpft um seine Liebe Norina, welche er wochenlang mit einer anderen betrogen hat. Denn nicht nur seine Erinnerungen sind ausgelöscht, auch die Gefühle, die ihn dazu gebracht hatten, sie zu verlassen. Der vergessene Fabio führte ein neues, zu seinem Charakter unpassendes Leben, was dazu führte, dass sich ihm wichtige Menschen von ihm abwandten. Zu seinem Pech haben, im Gegenteil zu ihm, die Menschen, die er verletzte, die letzten fünfzig Tage nicht vergessen und das Verzeihen fällt ihnen sichtbar schwer. Doch Fabio kämpft um sie. Und der Leser kämpft mit ihm. EIN PERFEKTER FREUND ist ein kleines literarisches Kunstwerk mit überzeugenden, individuellen Charakteren und gut gesetzten Beschreibungen und Handlungssträngen. Der Leser fühlt sich in die Handlung hineingezogen, fiebert mit, denkt zusammen mit Fabio über das Mögliche sowie Unmögliche nach. Hindernisse, Stolpersteine und Konflikte werden passend eingesetzt und erhalten so den Spannungsbogen. Neugierig liest der Leser bis zur letzten Seite, denn er möchte erfahren, was hinter all den Geheimnissen und Unklarheiten steckt. Das Thema "Gedächtnisverlust" könnte als Klischee betrachtet werden, doch belehrt uns Martin Suter eines Besseren: nicht auf das Thema kommt es an, sondern um dessen Umsetzung! Alexa

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  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    winter-chill

    winter-chill

    02. November 2013 um 00:38

    Und wieder einmal hat mich ein Roman von Suter mehr als nur überzeugt. Es ist immer wieder erstaunlich wie elegant, klar und fesselnd Suter schreiben kann, mit welcher Feinfühligkeit er seine Figuren zeichnet und wie stilsicher er die Szenen entwirft. Jeder Dialog sitzt, jede Szene scheint mit höchster Sorgfalt gewählt. Ich kann „Ein perfekter Freund“ nur uneingeschränkt empfehlen – ein spannender, unterhaltsamer und dabei doch sehr tiefgründiger Roman.

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  • Spannend, verwirrend und gut

    Ein perfekter Freund
    Ritja

    Ritja

    22. September 2013 um 10:17

    Auf die Bücher von Martin Suter freue ich mich jedes Mal. "Ein perfekter Freund" ist nicht das aktuellste Buch von ihm, aber trotzdem lesenswert. Ich mag den Schreibstil von Suter, der es dem Leser einfach macht in die Geschichte einzusteigen und mit den Charakteren durch die Geschichte zu wandeln.  Fabio, Lucas, Marlen und Norina sind in diesem Buch die Hauptfiguren. Sie sind miteinander verbunden und müssen sich nun mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Was ist passiert an diesem Tag? An dem Tag, als Fabio einen Schlag auf den Kopf bekommt und dadurch eine Gedächtnislücke von 50 Tagen hat. Fabio versucht zu rekonstruieren, warum er geschlagen wurde, warum seine Freundin nun nicht mehr Norina, sondern Marlen heißt, warum er seinen Job gekündigt hat und zu einem arroganten Menschen geworden ist. Vieles irritiert ihn und lässt ihn zweifeln.  Ist Lucas sein Freund oder sein Feind?  Woran hat er zuletzt gearbeitet? Warum sind die Recherchedaten verschwunden?  Wer hat sie gelöscht? Oder war er es selbst? Warum reagieren die Menschen so negativ auf ihn?  Was hat die Gemüsehändlerin auf einmal gegen ihn?  Er muss "aufräumen", um zu sich zu finden. Dabei stößt er Türen auf, die besser geschlossen blieben, denn so langsam schließt sich der Kreis wieder und die Zeit wird knapp. Martin Suter schafft Spannung bis (fast) zum Schluss. Immer wieder werden neue kleine Details ans Licht gebracht und dadurch ein anderer Weg eingeschlagen. Immer wieder taucht auch der feine leise schwarze Humor von Martin Suter auf und schafft es den Leser gut zu unterhalten.

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  • Rezension zu Ein perfekter Freund

    Ein perfekter Freund
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2013 um 10:25

    Fabio Rossi, vom Beruf Journalist, wächt im Krankenhaus wieder auf, nachdem er niedergeschlagen worden ist. Das Resultat dieses Schlages ist, dass sich Rossi an die letzten fünfzig Tage nicht mehr erinnern kann. Dazu kommt noch, dass er Marlen, seine neue Freundin, nicht erkennt- in seinen Erinnernungen ist er noch mit Norina zusammen. Doch diese will ihn nicht wieder sehen, da er sie mit Marlen betrogen hat. Sein bester Freund, Lucas Jäger, versucht,ihm all das Vergessene wieder in sein Gedächtnis zu rufen. Währenddessen entdeckt Fabio einige Fakten und Informationen, welche zu einem Riesenskandal geführt hätten, wenn er diese veröffentlicht hätte. Haben diese Informationen mit seinem Schlag auf den Kopf zu tun? Des Weiteren erfährt Fabio, dass ausgrechnet sein bester Freund mit seiner Norina zusammen ist. Die Freundschaft der beiden bricht auseinander, vor allem als Fabio bemerkt, dass Lucas mit den Leuten zusammenarbeitet, die einen solchen Skandal unbedingt verhindern möchten....

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  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    Marena

    Marena

    19. February 2013 um 14:44

    Superspannend und überraschendes Ende

  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    laughing_buddha

    laughing_buddha

    09. November 2012 um 16:13

    ...hilft in der Not.
    ...ist dabei selbstlos, auch wenn es mal riskant wird.

    ...muß man nur erkennen
    ...Ooops.

    Top Buch, Top (Suter)Sprache

  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    Cosifan

    Cosifan

    09. November 2012 um 12:14

    Der Plot ist mäßig interessant. Der Ich-Erzähler wacht im Krankenhaus auf und hat eine Gedächtnislücke betreffend die letzten 50 Tage. Nun recherchiert er und versucht herauszufinden, was passiert ist. Die Sprache ist lapidar, die Geschichte nicht besonders überzeugend. Das Gute: man hat das Buch schnell durchgelesen.

  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    CamCam

    CamCam

    13. March 2011 um 11:40

    Seine Hand spürte sein Gesicht, aber sein Gesicht spürte seine Hand nicht. - Die ersten Sätze Fabio Rossi, Journalist, erwacht im Krankenhaus - und erinnert sich nicht mehr an die letzten 50 Tage. Die blonde Frau, die ihn jeden Tag besucht, und behauptet, seine Freundin zu sein, erkennt er nicht - statdessen erinnert er sich ganz genau an Norina, seine Ex, und er kann nicht verstehen, weshalb er mit ihr Schluss gemacht hat. Auch sonst hat sich viel verändert - besonders er selbst, wie ihm alle berichten. Doch warum? Langsam kommt er einer grossen Sache auf die Spur - zum zweiten Mal... - Achtung, ganz leichte Spoiler - Meine Meinung: Martin Suter mag man oder man mag ihn nicht. Das ist einfach so. Das Thema der Amnesie ist ja mittlerweile ziemlich ausgelutscht, wurde schon in unzähligen Büchern verwendet und ist hier mässig kreativ umgesetzt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, nachvollziehbar - ja, Martin Suter versteht sein Handwerk, er weiss, wie man eine Geschichte konstruiert, wie man den Spannungsbogen aufbaut und wie die Charaktere zu handeln haben. Trotzdem, manchmal würde ich mir ein bisschen mehr Drama in seinen Geschichten wünschen - einen Selbstmord zum Beispiel, der im Buch vorkommt, wird so undramatisch und langweilig erzählt, dass ich nur so gedacht habe: "Oh. Er hat sich umgebracht. Okay." - Dabei ist das doch ein unglaublicher Wendepunkt in der Geschichte! Der lesen sollte denken: "Oh mein Gott!! Er hat sich umgebracht!! Wieso?!?!" Martin Suter schreibt aalglatt, er ist flüssig zu lesen und macht keine Knoten im Hirn. Halt einfach ein ganz normales Buch, kein besonders herausragendes, einfach ein normales Buch. Er ist aber ganz klar kein Poet. Schönheit in den Sätzen und Wörtern wie z.B. bei Cornelia Funke findet man nicht. Ich bringe hier mal ein Beispiel, zwei wahllos herausgesuchte Sätze. Als erstes Martin Suter: "Draussen fing ein Hund an zu bellen. "Jaspers!" schrie eine Frauenstimme. Das Bellen verstummte." Dann Cornelia Funke in Tintenherz: "Sie glaubte Stimmen zu hören, lauter als Staubfingers Musik, Männerstimmen, und eine furchtbare Angst machte sich in ihr breit, genauso schwarz und fremd wie in der Nacht, in der Staubfinger draussen auf dem Hof gestanden hatte." Hier sieht man genau den Unterschied: Suter macht kurze, knappe Sätze, mit einfacher Wortwahl, sodass es sehr flüssig zu lesen und einfach zu verstehen ist, mit immer den gleichen Formulierungen. Auch Funke ist flüssig zu lesen, allerdings viel poetischer, schöner, mit schönen Worten und einem sehr langen Satzbau, mit vielen Adjektiven. Darum muss Martin Suter so sehr auf den Aufbau und den Spannungsbogen einer Geschichte achten - bei Funke liest man auch weiter, wenn die Geschichte grade ein bisschen einschläft, einfach, weil ihre Formulierungen so schön sind. Ich persönlich bevorzuge die Funke-Variante. Das ist einfach mehr Literatur als das, was Martin Suter erzeugt, seine Bücher sind einfach nur Lesefutter, nichts besonderes. Natürlich gibt es gute Wendungen, korrekte Charaktere und so weiter, aber er hat einfach nicht das gewisse Etwas, das ein Buch auch braucht - Ästhetik. Martin Suter ist ein Handwerker, Funke ist eine Künstlerin. Wie gesagt - ich mag die Kunst lieber. Und genau deshalb kriegt Martin Suter mit diesem Buch nur 4 Sterne. Fazit: Ein typisches Martin-Suter-Buch, mit einfachen, immer gleichen Formulierungen, aber guten Wendepunkten und einem passablen Spannungsbogen. Schnell zu lesen - halt nur Lesefutter, kein poetisches, wunderschönes Werk. Mainstream eben.

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  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    brenda_wolf

    brenda_wolf

    24. February 2011 um 23:55

    Der Journalist Fabio Rossi erwacht im Krankenhaus mit einem Black-out. Die letzten 50 Tage sind wie ausgelöscht, nachdem er bei einem Überfall einen Schlag auf den Kopf abbekam. In seinem Leben ist nichts mehr wie es war. Er fragte sich wer ist die Frau an seinem Bett. Man sagt, es sei Marlen, seine Freundin. Er fühlt nichts für sie und er kann sich nur mit einer Eselsbrücke ihren Namen merken. Er denkt an Lili Marlen, und nennt sie einmal sogar versehentlich Lili. Aber was ist mit Norina, seiner Lebensgefährtin? Sie ist jetzt mit seinem besten Freund und Kollegen Lukas Jäger zusammen und will nichts mehr von ihm wissen. Was ist in diesen 50 Tagen geschehen? Er kristallisiert sich heraus, das er sich in dieser Zeit zu einem ziemlich unsympathischen Zeitgenossen verwandelt hatte. Er war nicht mehr der Fabio, den man vorher kannte. Deshalb reagieren jetzt auch viele ablehnend, fast feindselig wenn er sie mit Fragen bestürmt. Es stellt sich heraus, dass er in der Zeit auch seinen Job bei der SONNTAG-MORGEN-Zeitung geschmissen hat; und dass er hinter einer ganz großen Sache her war. Aber seine Aufzeichnungen und Unterlagen sind verschwunden und alle wichtigen Dateien aus seinem Computer gelöscht. Er beginnt zu recherieren. Gedächtnisinseln tauchen auf, langsam fügt sich Steinchen zu Steinchen und das Mosaik ergibt ein Ganzes. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber mir schmeckte plötzlich meine Schokolade nicht mehr. Das Szenario ist leider sehr realistisch und durchaus denkbar. Ich habe die Geschichte gerne gelesen. Die Sprache ist sehr schön, der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Personen sind toll skizziert, die Handlung ist nachvollziehbar und fesselnd. Man begleitet den Protagonisten bei seiner Suche nach Antworten und rätselt mit ihm mit. Fazit: Das war bestimmt nicht mein letzter Suter.

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  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:37

    Fabio Rossi wacht eines Tages im Krankenhaus auf und weiß nicht, warum er sich im Krankenhaus befindet. Er kann sich an die letzten 50 Tage seines Lebens nicht erinnern. Erschwerend kommt hinzu, dass er sich an seine neue Freundin Marlen nicht erinnern kann und seine „alte“ Freundin Norina vermisst. Warum haben sie sich getrennt? Warum ist sie mit seinem Freund und Arbeitskollegen Lucas zusammen? Und warum arbeitet er nicht mehr als Journalist für die Zeitung? Er versucht nach und nach die letzten 50 Tage zu rekonstruieren und erkennt sich selbst kaum wieder. Bei seiner Rekonstruktion, welche sich aufgrund der „Säuberung“ von Laptop und Terminkalender als schwierig erweist, stößt er auf die Story, die er vor seinem Unfall verfolgt hat. Dabei handelt es sich um ein Verfahren Prionen in Lebensmitteln, speziell Schokolade, zu entdecken, die für BSE und damit der Kreutzfeld-Jakob-Krankheit verantwortlich sind. Wollte jemand die Veröffentlichung dieser „heißen“ Story verhindern? Dies ist mein dritter Suter-Roman (nach Lila lila und Small World), aber meiner Meinung nach bisher, rein von der Geschichte gesehen, der Schwächste. Mir erschien die Geschichte ein bisschen langatmig, gegen Ende hin sehr konstruiert und keineswegs so spannend wie die anderen. Demnach empfand ich den Roman auch nicht als Krimi. Der Schreibstil des Buches ist wie bei allen von mir bisher gelesenen Suter-Romanen klar, prägnant und elegant. Suter bringt die Geschichte mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit zu Papier. Sprachlich auf jeden Fall super.

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  • Rezension zu "Ein perfekter Freund" von Martin Suter

    Ein perfekter Freund
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. December 2010 um 15:11

    Wo bin ich? Wer bin ich? Und: Wer ist die blonde junge Frau an meinem Bett? Der Journalist Fabio Rossi, dreiunddreißig, erwacht im Krankenhaus, mit einer Kopfverletzung und einem Blackout von fünfzig Tagen. Die blonde junge Frau, die sich zärtlich über ihn beugt, soll schon seit ein paar Wochen seine Freundin sein - aber Fabio hat sie nie zuvor gesehen. Nur allmählich findet sich Fabio im eigenen Leben wieder zurecht. Als er seine Vergangenheit zu rekonstruieren beginnt, stößt er dabei auf ein Bild von sicht, das ihn zutiefst befremdet. Er scheint merkwürdige Dinge getan, ein seltsames Verhalten an den Tag gelegt zu haben in jener Zeit. Aber offenbar gibt es Leute, denen es lieber wäre, jener Fabio bliebe ausgelöscht. FAZIT: Martin Suter ist ein Meister darin, seinen Leser in einem Spannungsbogen gefangen zu halten, der nicht etwa künstlich oder konstruiert erscheint, sondern ganz natürlich seinen vorgezeichneten Weg geht. Mit eingestreuten plötzlichen Wendungen, mit denen selbst der aufmerksamste Leser nicht rechnet, schafft Suter es in seine Geschichten, die meist über extenziellere Abgründe des Menschen berichten, trotzdem die Spannung eines guten Krimis zu erhalten und den Leser keineswegs zu langweilen. In "Ein perfekter Freund" setzt Suter sich mit einem immer noch recht unerforschten Teil der Gehirnforschung auseinander, nämlich der teilweisen Amnesie. Er zeigt, wie Menschen sich aufgrund von Geld und ein bisschen Bedrohung von ihren Prinzipien lösen und einen ganz anderen Charakter ausbilden können. Außerdem zeichnet er sehr gut die Höhen und Tiefen einer Freundschaft nach, die nicht das ist, was sie zu sein scheint. Er schafft es mit seinem einfachen Schreibstil jeder Geschichte den richtigen Schliff zu geben und souverän eine gutes Buch zu erschaffen. Die Botschaft seiner Bücher bleibt auch nach dem Lesen noch im Kopf und gibt interessante Denkanstöße für diejenigen, die seine Bücher nicht nur zur Unterhaltung lesen.

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