Martin Suter Elefant

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Inhaltsangabe zu „Elefant“ von Martin Suter

Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte eine weltweite Sensation daraus machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn es gibt auch Leute, die es beschützen wollen, etwa der burmesische Elefantenflüsterer Kaung.

Ein kleiner rosa Elefant verzaubert sowohl die Figuren wie auch die Leser bzw. Hörer.

— miss_mesmerized

Eine Geschichte mit vielen Botschaften!

— momkki

Eine unglaubliche Idee und Geschichte, die vielleicht wahr sein könnte!

— Dina_Casparis

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  • Der kleine rosa Elefant verzaubert die Menschen – und auch mich

    Elefant

    michitheblubb

    31. July 2017 um 10:13

    Die Qualität des Hörbuchs ist ausgesprochen gut. Gerd Heidenreich Stimme ist sehr angenehm und verleiht jedem der Charaktere seine ganz eigene Note. Er schafft es die Geschichte nur über seine Stimme perfekt zu modulieren und erweckt so den kleinen rosa Elefanten und seine Umgebung vor dem inneren Auge zum Leben. Zum Inhalt kann ich nur sagen: Martin Suter ist ein schreibtechnisches Genie. Die Geschichte findet auf verschiedenen Zeitachsen statt. Auf der einen Seite wird über Schoch in der Gegenwart berichtet und auf der anderen Achse geht es um die Personen und Erzählungen rund um die Entstehung von dem kleinen Elefanten. Irgendwann laufen alle Stränge zusammen und das Ergebnis ist eine strategische Meisterleistung. Über diese einzelnen Stränge hinweg hat sich ein immer größerer Spannungsbogen aufgebaut, der einen an die Geschichte fesselt. Die einzelnen Charaktere haben die Handlung durch ihre Vielfältigkeit bereichert und interessant gemacht. Was jedoch besonders herausstechend und bezeichnend für mich ist, ist die Detailtreue von Suter. Er schafft es genau die richtige Mischung aus relevanten Informationen zu geben, ohne den Leser komplett zu überfordern. Es gab zwei Dinge, an die ich mich erst etwas gewöhnen musste beim Lesen. Dadurch, dass die Geschichte sehr gehaltvoll ist, konnte ich sie nicht hören, während ich etwas Anderes mache – dementsprechend hat es etwas gedauert, bis ich das Hörbuch beendet hatte. Zum anderen ist es am Anfang etwas verwirrend mit den vielen unterschiedlichen Figuren, die zum Teil nicht gerade geläufige Namen haben. Aber da gewöhnt man sich zum Glück ziemlich schnell dran.sträng Elefant war für mich ein einzigartiges Hörvergnügen. Das Hörbuch überzeugt nicht nur durch seine ausgesprochen gute Qualität und die Stimme von Gert Heidenreich, der die Geschichte zum Leben erweckt, sondern auch von dieser einzigartigen Geschichte, die mich durch Martin Suters Genie einfach nur staunend zurückgelassen hat.

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  • Der Elefant

    Elefant

    jackdeck

    12. July 2017 um 17:21

    Ein winziger rosaroter Elefant ist eigentlich ein Gipfel denkbaren Kitsches, etwa auf dem Niveau Barbie + Einhorn + Lillifee (oder so was, weiß ich noch), und das auch noch ein biologisches Wesen, das äußerst schutzbedürftig ist. Man könnte davon laufen vor so viel Zuckerguss. Doch man reibt die Augen, auch vor der eigenen Neugier gegenüber dem unmöglichen Herzilein, die peinlich wäre, wenn nicht von dem genialen Martin Suter evoziert. Es ist ein perfektes Konzept: heftigen Kontrast bildet die reale Welt, Obdachlose, Säufer, geldgierige und geltungssüchtige Halb-Versager, von zutiefst enttäuschtem Ego getriebene Randfiguren des Wissenschaftsbetriebs. Und Menschen mit nur kleineren Wunden, die angesichts des rosa Elefantenwinzlings auf ihr Herz hören - zum Glück. Klingt das nicht irre kitschig? Klar!. Ist es aber kein Stück! Da ist keine Zeit, länger im Gottogottogott-Modus zu suhlen. Das kleine ding ist nämlich so schwach wie hyperwertvoll und gefährdet - tot oder lebendig, ein Produkt von Gentechnologie und künstlicher Befruchtung, welches sehr selten so schön gelingt. Und wie derlei künstliche Produktion biologisch höher entwickelten Lebens vonstatten geht, das erfahren wir von Martin Suter ebenfalls, und dies ebenso spannend wie anschaulich - ich werde die Wegbeschreibung durch die Fortpflanzungskanäle einer Elefantenkuh so schnell nicht vergessen. Brillant!Am Rande sei zu erwähnen, dass in diesem Buch einfach ganz vieles "stimmt", ausgezeichnet recherchiert ist. So etwa Verhaltensweisen von Elefanten (verschiedene natürlich!), die Stimmungsbilder rund um den burmesischen Elefanten"treiber", die letzten Bilder von einer Flußfahrt in Myanamar.

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  • Martin Suter - Elefant

    Elefant

    miss_mesmerized

    17. April 2017 um 13:11

    Der Genforscher Roux hat großen vor, nachdem sein ehemaliger Chef ihn um die verdienten Meriten gebracht hat. Glowing Animals sind schon lange keine Sensation mehr, er plant jetzt jedoch einen Elefanten zum Leuchten zu bringen. Das Versuchstier ist auch schon gefunden, ein Zirkus in Finanznöten fragt nicht so genau nach, welche Züchtung ihre Tiere da genau austragen. Doch es kommt zu Komplikationen, der Embryo entwickelt sich nicht richtig, vor allem der Wuchs bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Ob es überhaupt lebensfähig sein kann? Monate später findet der Obdachlose Schoch plötzlich in seiner Wohnhöhle einen unerwarteten Besucher: er traut seinen Augen kaum: ein leuchtender, rosa Minielefant. Doch das Tier scheint krank zu sein. Er sucht Hilfe bei der Tierärztin Valerie, die ebenfalls sofort von dem Tierchen fasziniert ist. Doch wo kommt es her? Sie bringt Schoch und den Minielefanten, den sie Sabu taufen, in eine leerstehende Villa. Sie ahnen, dass es besser ist, den Elefant zu verstecken und sie liegen völlig richtig, denn Forscher Roux lässt sich so leicht nicht austricksen.Martin Suter erzählt in zwei Handlungssträngen zeitversetzt, zum einen den Beginn der Forschungsarbeiten rund um den rücksichtslosen Roux und den Elefanten im Zoo Pellegrini, die für die Versuche herhalten müssen, sehr zum Leidwesen des burmesischen Pflegers Kaung. Dieser sowie der betreuende Tierarzt schmieden einen Komplott gegen die Forschung. Zum anderen sind wir Monate später bei Schoch und seinem neuen Haustier. Neben den Beobachtungen des Miniaturelefanten kommt hier ach die persönliche Note mit ins Spiel: warum ist der offenbar gebildete Mann auf der Straße gelandet? Und weshalb lebt er dort als Eigenbrötler, wo er offenbar derart empathiefähig ist? Langsam nähern sich die Erzählungen an und man erfährt, wie der Elefant bei Schoch landen konnte.Auch wenn es die Thematik vermuten lässt, ein wirklich der Genforschung kritisch gegenüberstehendes Buch ist „Elefant“ nicht. Dies scheitert schon allein am niedlichen Ergebnis des Versuchs, den man sich bei Gert Heidenreichs Erzählstimme auch wirklich lebendig vorstellen kann. Etwas, das im Nu alle Herzen erobert taugt nicht als Feindbild. Die ganz persönlichen Geschichten der Figuren stehen ebenfalls hinter dem Elefanten zurück, so dass das Dasein als Obdachloser nicht wirklich thematisiert wird. Tierhaltung im Zirkus, überhaupt der Umgang mit Tieren, wird immer wieder auf unterschiedliche Weise angerissen, bleibt aber letztlich zu peripher, um hier eine wirkliche Aussage zu hinterlassen.Man wundert sich fast, wie die Geschichte es schafft, einem als Leser zu fesseln. Ein wenig Spannung baut sich durchaus auf, gegen Ende hin wird der Roman sogar regelrecht actionreich. Die Figuren sind es jedoch nicht, diese sind weitgehend stereotyp gezeichnet und kommen über ein-zwei Wesensmerkmale nicht hinaus. Auch wühl der Roman an keiner Stelle wirklich auf oder löst beim Rezipienten Empörung aus. Vielleicht ist es doch einfach der rosa Elefant, der eine so niedliche Stimmung verbreitet, dass man ihn und den Roman liebhaben muss. 

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  • Toll!!! Lesenswert!!

    Elefant

    momkki

    16. April 2017 um 14:14

    Schoch ist obdachlos und hat keine Perspektive. Tag ein, Tag aus, erstickt er seinen Verlust in Alkohol. Doch er hat Glück: zufällig entdeckt er eine kleine Höhle in der Nähe des Flusses, die er sich „wohnlich“ einrichtet. Eines Tages findet er genau hier, an seinem Höhleneingang, ein kleines Tierchen. Einen rosa-floreszierenden Minielefanten. Zu Anfang denkt Schoch, er würde verrückt werden. Doch langsam freundet er sich mit dem Elefanten an. Eines Tages wird Sabu Barischa krank. Sie hat sich mit Butterblumen vergiftet. Schoch eilt in Panik zu der  Veterinärin Valerie, die Sabu behandelt. Nach ein paar Tagen Glückseeligkeit wird klar, dass es kein Glück war, dass Sabu zu Schoch geführt hat. Dr. Roux, ein Genforscher, der mit Tieren experimentiert, hat sein Testobjekt verloren: Sabu Barischa. Jetzt setzt er alles dran,sein Forschungsprojekt wieder zu erlangen. Das Hörbuch wird von Gert Heidenreich gelesen. Seine Stimme passt hervorragend zu dem Charakter Schoch! Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Schoch der Obdachlose, Dr. Roux der Genforscher und Kaung der Elefnatenpfleger kommen zu Wort. Die Geschichte zeigt, wie diverse Zufälle das Leben eines Menschen verändern können. Gleichzeitig zeigt es aber auch, was Erfolgssucht und Habgier alles anrichten können. Wenn wir sagen, die Würde des Menschen ist unantastbar, ist es dann ok, sich über andere Lebewesen zu bereichern? Für mich war es ein Hörbuch mit Tiefgang, das nicht nur ein Mal aufgezeigt hat, wie gut es uns geht. In „Elefant“ stecken viele Botschaften drin, die gehört oder gelesen werden sollten! Schaut auch sehr gerne auf meinem Blog vorbei: zeilenfuchs.com.

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  • Elefant

    Elefant

    monerl

    06. February 2017 um 10:32

    Um dieses Hörbuch bin ich nicht lange herumgeschlichen. Kaum war es veröffentlicht, landete es auch auf meine Ohren. Ich wusste nicht, was mich genau bei dieser Geschichte erwartet aber ich wollte mich unbedingt darauf einlassen. Manchmal muss man sich einfach in ein Buch fallen lassen; und das habe ich getan. Nach meiner letzten Suter-Lekture "Die dunkle Seite des Mondes" wusste ich, es könnte sehr skurril werden.  Und Martin Suter hat mich nicht enttäuscht! Ich lernte einen kleinen, rosa-leuchtenden Elefanten kennen und war verliebt. Wie putzig müsste es sein, diesem im wahren Leben zu begegnen?! Und schneller als ich denken konnte, war ich bereits in die Thematik des Buches verstrickt! Durch die ständig weiter entwickelte Genforschung ist heute schon fast alles möglich. Wahrscheinlich auch die "Herstellung" so eines echten, kleinen und leuchtenden Elefanten. Auch wenn Suter seine Geschichte sehr leicht und locker erzählt, bleibt am Ende zur Thematik etwas hängen.  Es gibt sie, die Beschützer der Wehrlosen, die alles dafür tun, damit die, die sich nicht wehren können, nicht ausgebeutet werden. Zu ihnen zählen der Obdachlose Akloholiker Schoch, ein Tierarzt, eine Tierärztin und Kaung, der im örtlichen Zirkus als Elefantenpfleger arbeitet. In verschiedenen zeitlichen Handlungssträngen, die sich aufeinander abwechseln, erfährt der Leser / Hörer wie es dazu kommen konnte, dass Schoch in seiner Höhle am Fluss dem kleinen Elefanten begegnet. Zuerst an sich zweifelnd und dem Alkohol die Schuld gebend, glaubt Schoch nicht an die Existenz dessen, was er gesehen hat.  Rasch wird klar, dass dieser Elefant der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden darf. Da er künstlich gezeugt wurde, gibt es auch die Gegenseite, die den Elefanten reproduzieren und sich an ihm bereichern will, denn bunt und leuchtend sollte der Elefant werden, doch dass er klein geraten ist, war ein zufälliges "Glück". Die Bösen, das ist einmal der Genforscher Roux als auch seine chinesischen Geldgeber. Klingt zwar sehr nach Klischee aber weit hergeholt finde ich das nicht. In manchen Ländern ist das Ausprobieren, was alles mit der Genforschung möglich ist, leichter und gesetzlich weniger strikt geregelt als in anderen. Und China gehört eher zu der "Lass-uns-mal-probieren-und-sehen-Fraktion". Durch intensive Recherche des Autors in den Bereichen Obdachlosigkeit, Genforschung, Elefantenzeugung, -aufzucht und -medizin erhält der Roman den letzten Schliff. Sehr glaubwürdig ist die "Obdachlosen-Szene" dargestellt und der Leser / Hörer hat stets vor Augen, wie die aggierenden Figuren sich darin bewegen.  Ich wurde mit dieser etwas anderen Lekture sehr gut unterhalten. Zum Ende hin wird durch kurze und sich schnell abwchselnde Kapitel Spannung aufgebaut. Können die Gejagten fliehen oder gewinnt die Geld- und Geltungsgier? "Elefant" ist kein Buch mit sehr streng erhobenem Zeigefinger. Ich denke, es soll die Menschen etwas stupsen, rütteln und Gedanken und (moralischen) Fragen Anlauf geben. Es ist ein schöner Roman, der hoffentlich auch in Zukunft den kleinen, rosa leuchtenden Elefanten als -fantastisches (im Sinne von frei erfundenem) Element- aufzeigt und nicht in die Realität entlässt!_____________________________________________________________https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/02/buchvorstellung-elefant.html

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    • 3
  • Rosa Elefanten: Der Traum (fast) aller Mädchen

    Elefant

    aljufa

    03. February 2017 um 14:00

    Der Obdachlose Schoch schreibt es seinem übermäßigem Alkoholgenuss zu, als er eines nachts einen rosaleuchtenden Elefanten vor seiner Höhle sieht. Doch am nächsten Tag ist dieser immer noch da. Schnell ist klar, dass das Tier seine Hilfe benötigt, da es ihm gesundheitlich immer schlechter geht. Hilfe findet Schoch bei der Tierärztin Valerie, die sich um die Hunde der Obdachlosen kümmert. Die Ärztin weiß sofort welch brisanten "Fund" Schoch gemacht und versteckt beide in der alten Villa ihre Eltern. Dr Roux verspricht sich von dem von ihm "geschaffenen", genmanipulierten Elefanten Berühmheit, wissenschaftliche Anerkennung und Reichtum. Doch durch den Elefantenpfleger Kaung ist ihm dieses kleine Wesen verloren gegangen. Alles setzt er dran, den kleinen Elefanten wiederzufinden. Auf wunderbare Weise greift der rosafarbene Elefant in das Leben aller Beteiligten ein. Zunächst hat mich das Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Diese Aquarellzeichnung eines rosafarbenen Elefanten machte mich neugierig. Als ich dann noch den Autorennamen las, griff ich zu. Und habe es bis zur letzten Seite nicht bereut.  Mit diesem Roman ist Martin Suter ein geniales Werk gelungen sowohl was die Thematik als auch den Schreibstil und den Aufbau des Buches betrifft. Genmanipulation ist immer ein großes Thema in unserer Zeit. Gerade ist in den USA der genmanipulierte Apfel auf den Markt gekommen, der nicht mehr braun wird, wenn er angeschnítten ist. Und mal ehrlich: Welches Mädchen hätte nicht gerne einen rosaleuchtenden kleinen Elefanten als Haustier? Und welcher Neureiche würde seine Freundin nicht gerne mit so einem Tier beeindrucken? Würde bestimmt so mancher modernen Hunderasse den Rang ablaufen. In die Tasche würde er ja auch gehen, wie Schoch bewiesen hat. Ich finde es sehr gelungen, wie Suter die Menschen darstellt: Die Hilfsbereiten, teilweise Selbstlosen. Denen gegenüber die Skrupellosen, Machtbessesenen und Geldgeilen. Ein Abbild unserer Gesellschaft. Die zeitlichen Sprünge, die immer mit einem aktuellen Datum versehen sind, sind ein genialer Schachzug und gestalten das Werk sehr spannend.  Der Roman ist eine äußerst gelungene Mischung aus Zukunftsroman (hoffentlich! Denn wer weiß schon wirklich, wie weit die Wissenschaft heute ist), Krimi bzw. Thriller, modernem Märchen und Liebesroman.   Inhalt melden

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  • Hervorragend eingelesen

    Elefant

    WinfriedStanzick

    31. January 2017 um 10:52

    Martin Suter, Elefant, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-80381-5   Als der obdachlose Schoch an einem Junitag des Jahres 2016 aus seinem Rausch in seiner Höhle am Ufer der Limmat in Zürich erwacht, sieht er etwas leuchten. Ein kleines rosa Wesen, das aussieht wie ein Spielzeugelefant, streckt seinen Rüssel ihm entgegen. Er denkt, er habe einen Drehrausch und wendet sich um, um noch einmal einzuschlafen. Als er wieder aufwacht, liegt einer seiner beiden Schuhe außerhalb der Höhle und nicht an dem Platz, wo er sie immer hinstellt, und sei er noch so betrunken. Er bringt den rosa Elefanten zu Valerie, einer Tierärztin , die sich kostenlos um die Tiere der Obdachlosen kümmert, weil er, wohl durch die Butterblumen, die er ihm gefüttert hat, fürchterlichen Durchfall bekommen hat und zu sterben droht.   Schnitt. Im April, 2013 entnimmt der heruntergekommene Tierarzt Harris einem Elefantenbaby im Busch von Ceylon die Ovarien und bringt sie in einer Kühlbox auf einer langen Flugreise in die Schweiz.   Dort will der Genforscher Roux in einem Experiment einen kleinen rosa leuchtenden Elefanten züchten, mit dem er das große Geld machen will. Gut recherchiert und auf dem Stand der Wissenschaft, erzählt Martin Suter nun die spannende Geschichte, wie mit Hilfe eines Zirkus und dem dort arbeitenden burmesischen Elefantenflüsterer Kaung ein solches Wesen durch eine künstliche Befruchtung zur Welt kommt.   Er ist der Meinung, etwas so Besonderes habe etwas Göttliches und müsse unbedingt versteckt werden. Nun erzählt Martin Suter gekonnt eine immer stärker werdende Spannung aufbauend, die Geschichte, wie Sabu Barisha, wie der Elefant genannt wird, zwischen 2013 und Juni 2016 seinen Weg zu dem Obdachlosen Schoch und der Ärztin Valerie gefunden hat. Als sich die beiden Zeitstränge treffen in der Gegenwart, ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende, sondern nimmt erst richtig Fahrt auf.   Martin Suter berichtet in einem Nachwort, wie ihn  ein Satz des Hirnforschers Mathias Juncker nicht mehr losgelassen habe, den er vor zehn Jahren bei einem Kongress zum Thema Alzheimer traf und der ihm sagte, es wäre gentechnisch möglich, einen winzigen rosaroten Elefanten zu erzeugen. Suter hat weiter recherchiert, sich über das Phänomen des primordialen Zwergwuchses informiert und sich über das Wesen und Verhalten von  Elefanten im Zoo Zürich kundig gemacht.   Herausgekommen ist ein typischer Suterroman, spannend geschrieben, mit einer hintergründigen Botschaft (Gentechnik und ihre Möglichkeiten), ganz besonderen Charakteren und deren Lebensgeschichte und einem überraschenden Ende.   Eine wunderbares Buch, das Gert Heidenreich auf seine unvergleichliche Weise für das vorliegende ungekürzte Hörbuch eingelesen hat. Im Hören wird der Wechsel der Zeitebenen und die aufeinander zu laufenden Handlung noch plastischer erlebbar.      

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