Martin Suter Elefant

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Inhaltsangabe zu „Elefant“ von Martin Suter

Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.

Klassische Schullektüre à la Homo Faber. Leider gar nicht mein Fall.

— juliahuber
juliahuber

Rasantes, interessantes Buch über Genmanipulation, Freundschaft und Moral. Ein einmaliger Titelheld!

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Ein wirklich zauberhaftes Buch, das man kaum aus der Hand legen mag. Spannend, unterhaltend, witzig, klug und mit einem süßen Mini- Elefante

— -Leselust-
-Leselust-

"Elefant" ist ein mitreißender und humorvoller Unterhaltungsroman.

— wortkulisse
wortkulisse

Wunderschönes, spannendes Buch für Zwischendurch

— Sonnenschein96
Sonnenschein96

Tolle Geschichte um einen unheimlich süßen, rosa leuchtenden Elefanten.

— Anjuli
Anjuli

Ein besonderes und lesenswertes Buch!

— swanny
swanny

Ein "echter" Suter: Spannend und (leider) sehr real! Vor allem die sehr berührende Welt der Obdachlosen. Chapeau!

— Buchwoelfchen
Buchwoelfchen

Ein literarisches Werk, dass mich mit seiner Einzigartigkeit definitiv überzeugen konnte. Eine tolle Fantasiegeschichte!

— BeautyBooks
BeautyBooks

Ein Elefant erobert die Herzen

— Buecherfreundinimnorden
Buecherfreundinimnorden

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  • Ich bin verliebt in dieses Buch - ein absolutes Highlight!

    Elefant
    -Leselust-

    -Leselust-

    03. August 2017 um 15:05

    Meine Meinung:Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Buch geliebt habe. Es ist einfach nur so wunderschön.Die Geschichte mutet zunächst etwas skurril an –ein alkoholkranker Obdachloser, ein kleiner, leuchtender, rosa Elefant und Genforscher, die vor nichts zurückschrecken, um ihr Wesen wieder in die Finger zu bekommen. Beim Lesen wirkt das Ganze dann aber plötzlich absolut glaubwürdig.Es gibt es recht viele Charaktere, die einem aber alle schnell ans Herz wachsen. Man erfährt viel über die einzelnen Personen, ihr Leben und ihre Vergangenheit. Suter schafft es, sehr komplexe und authentische Charaktere zu schaffen. Da sind der machthungrige Genforscher Dr. Roux, der skrupellose Chinese Tseng und der sympathische Elefantenflüsterer Kaung. Am beeindruckendsten fand ich aber den Obdachlosen Schoch, den ich trotz seiner Ecken und Kanten und seiner vielen Fehlern schnell ins Herz geschlossen habe.Suter nimmt den Leser mit in die Obdachlosenszene und gibt tiefe Einblicke in den Alltag dort. Er schreibt von Obdachlosigkeit und Alkoholismus, ohne an irgendeiner Stelle zu werten oder zu urteilen. Und er schreibt von den Schicksalen und Wegen hinein in dieses Leben, und gibt den vielen Obdachlosen ein Gesicht. Das hat mir wirklich gut gefallen.Sehr schön zu lesen ist es, wie der kleine rosa Elefant das Leben der verschiedenen Personen auf den Kopf stellt. Generell scheint er eine Art Katalysator Wirkung zu haben. Er löst etwas aus bei den Menschen, die ihm begegnen und bring Antrieb und Veränderung. Und jede Person ist vom ersten Moment an verzaubert von diesem kleinen Wesen –genau wie ich es beim Lesen gewesen bin.Es ist einfach eine wunderschöne Geschichte, die sich leicht und schnell durchlesen lässt, aber dennoch im Gedächtnis bleibt. Sie ist manchmal ganz sanft und verzaubert mit schönen Bildern. Dann wieder so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Sie ist voller kluger Bemerkungen und voller Witz. Wir erfahren etwas über Mythologie, das Zirkusleben, Genforschung und damit einhergehende schwierige moralische Fragen.Das Buch ist Thriller, Liebes- und Schicksalsroman in einem. Und ein bisschen könnte es auch eine Gutenachtgeschichte für Kinder sein. Ich zumindest wäre gern mit Gedanken an einen rosa leuchtenden Mini- Elefanten eingeschlafen.Fazit:Dieses Buch hat mich sofort verzaubert und sich einen Platz in meinem Herzen erobert. Definitiv ein Jahreshighlight.

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    • 3
  • Zwischen Gentechnik und Mythologie, Moral und Profitgier

    Elefant
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    01. August 2017 um 14:51

    Ein Kinderspielzeug. Ein Elefäntchen, rosarot, wie ein Marzipanschweinchen, aber intensiver. Und es leuchtete wie ein rosarotes Glühwürmchen. Zürich. Schoch ist obdachlos und schläft in einer Höhle über dem Fluss. Als er eines Tages aufwacht, traut er seinen Augen kaum: ein kleiner, rosafarbener Elefant sitzt vor ihm und leuchtet schwach im Dunkeln. Wahrscheinlich zu viel oder zu wenig getrunken, lautet seine Selbstdiagnose. Doch der Elefant ist wirklich da, er kann ihn anfassen und ihn füttern. Schnell hat Schoch sein Herz verloren an die kleine Dame, die er Sabu tauft. Die Ruhe währt allerdings nicht lang. Der profitorientierte Genforscher Dr. Roux ist hinter Sabu her, seinem Experiment, das ihm entwendet wurde. Mit Hilfe des Zirkusdirektors Pellegrini und eines skrupellosen chinesischen Unternehmens versucht er, sein Experiment wieder zurückzuholen – notfalls mit allen Mitteln. Als er an einer Überdosis starb, war sie im vierten Monat. Der untergewichtige Junge, den sie zur Welt brachte, wurde gleich nach seinem Drogenentzug zur Adoption freigegeben. Lilly blieb bei den Hündelern und verkaufte sich auf dem Drogenstrich, erhöhte ihre Dosen und vernachlässigte sich immer mehr. Inzwischen sah sie aus wie vierzig und fand keine Freier mehr mit ihren mageren zerstochenen Armen und ihren schlechten Zähnen. Anfangs entführt Suter seine Leser in die Zürcher Obdachlosenszene – ein Ausflug, der für mich sehr viel neues bereithielt. Doch schnell wird klar, dass noch mehr folgt. Während zwischen Schoch und dem kleinen Elefanten eine wunderbare Freundschaft entsteht, wird, unter anderem in Rückblicken, immer wieder aus der Perspektive von Roux, dem Zirkusdirektor Pellegini oder dem Tierarzt, der sich um Sabus Geburt kümmern soll, berichtet. Nach und nach erfahren wir immer mehr über das fragwürdige Projekt, dass Roux durchführen möchte, über die Beteiligten und ihre verschieden ausgeprägten Moralkodexe. Gleichzeitig wird der Roman zum spannenden, ja rasanten Katz und Maus-Spiel. Roux gegen Schoch, wer schafft es, den anderen auszutricksen und das Forschungsobjekt Sabu für sich zu gewinnen? Natürlich sagte er sich immer wieder, dass seine Motive durchwegs ethischer Natur waren. Hier hatte einer nicht in die Natur eingegriffen, um einen wissenschaftlichen Fortschritt zu erzielen, der Krankheiten heilen oder Leben retten sollte. Er hatte es getan, um eine Sensation zu erzeugen und damit womöglich ein Vermögen zu machen. Die Protagonisten in Elefant sind großartig gestaltet. Der machthungrige Dr. Roux, die skrupellosen Chinesen und der sympathische Elefantenflüsterer Kaung tragen enorm zur Qualität der Geschichte bei. Einer jedoch steht unangefochten auf dem ersten Platz: Schoch. Trotz seines Alkoholproblems ist er äußerst liebenswürdig. Er ist eigen und hat gewiss auch seine Macken, aber als er den kleinen Elefanten bei sich aufnimmt, wird sein großes Herz sichtbar. Er kümmert sich mit Fürsorge um die kleine Sabu und macht sich mehr Gedanken um sie als um sich selbst. Er liebt das kleine Wesen und ist bereit, für dessen Sicherheit jedes Opfer zu bringen – ein wahrer Held. Wir haben es hier zwar mit einer klassischen schwarz-weiß-Trennung der Charaktere zu tun, dennoch schmälert dies meines Erachtens weder den literarischen Wert noch das Lesevergnügen des Romans. Gerade weil Dr. Roux und Schoch so perfekt gegenteilig sind. Der Obdachlose, der alles tun würde, um Sabu zu beschützen, und sein Gegenspieler Dr. Roux, der der Welt sein Können beweisen und sich für die Demütigung in seiner Vergangenheit rächen möchte. Der selbstlose Held und der unmoralische Bösewicht. Sie sind nicht neu in der Literatur, aber hier komplementieren sie sich auf wunderbare Weise. Je mehr er erfuhr, desto überzeugter war er, dass das, was Kaung und er getan hatten und taten, nicht nur vertretbar war. Es war ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, um die Lieblingsformulierung seines alten Professors für biomedizinische Ethik zu benutzen.. Nüchtern und schnörkellos schreibt Martin Suter, eine Sprache, die zu der wissenschaftlichen Thematik passt, auch wenn ganz viele Gefühle gegenüber der kleinen Elefantendame im Spiel sind. Immerhin geht es hier auch um ein wichtiges Thema – Genforschung – und vor allem um die moralischen Fragen, die damit einhergehen. Sollten wir rosa leuchtende Minielefanten „herstellen“, nur weil wir es potentiell können? Ein rosafarbener, im Dunkeln leuchtender Elefant in Schoßhündchen-Größe ist natürlich die Krönung der Überspitztheit, womöglich das beste Tier, was Suter hätte einfallen können. Trotzdem ist es nicht völlig realitätsfremd. 2015 wurde bekannt, dass chinesische Forscher menschliche Embryos genetisch verändert haben, um z.B. Erbkrankheiten schon vor der Geburt eines Kindes zu stoppen. Das klingt vernünftig, sinnvoll, „richtig“. Doch wann und wo hören wir dann auf? Vor allem, wenn Geld im Spiel ist? Was ist, wenn reiche Familien sich bei bestechlichen Unternehmen Kinder nach ihrem Geschmack erzeugen lassen? Haustiere nach ihrem Geschmack? Wo ziehen wir moralische Grenzen? Oder gibt es sie überhaupt?Martin Suters Roman schafft es, die alten Diskussionen wieder aufflammen zu lassen, denn sie sind keineswegs veraltet. Jahr für Jahr entwickelt sich die Forschung weiter und wir werden nicht zum letzten Mal mit solchen Fragen konfrontiert sein. Ganz hoch anrechnen muss man Martin Suter seine Recherche für diesen Roman. In seiner Danksagung erfährt man, dass er mit Hirnforschern, Genforschern, Elefantenexperten, Obdachlosen und Experten für die künstliche Befruchtung von Elefanten gesprochen hat und ich muss sagen, dass sich die Vorarbeit ausgezahlt hat. Der Roman wirkt, trotz rosa Minielefant, authentisch. Auch wenn es in Martin Suters großartigem Roman Elefant primär um Genforschung und Genmanipulation geht, ist es aber auch eine Geschichte über den Menschen, über Freundschaften und Beziehungen, über den Zusammenhalt von Individuen, gemeinsam „das Richtige“ zu tun, über die Hoffnung, die wir niemals aufgeben dürfen, und über solche – ob Mensch oder Tier – die plötzlich in unser Leben treten und es völlig auf den Kopf stellen, selbst in den dunkelsten Zeiten.

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  • Elefant - Martin Suter

    Elefant
    wortkulisse

    wortkulisse

    22. July 2017 um 14:54

    Als der Obdachlose Schoch den kleinen leuchtenden Elefant zum ersten Mal in seiner Höhle am Flußufer sieht, hält er ihn für ein Gespinst seines vom Alkohol zermürbten Gehirns. Doch bald muss er feststellen, dass der kleine Elefant, der im Dunkeln leuchtet, real ist. Gemeinsam mit der Tierärztin Valerie kümmert er sich um das Tier und ahnt nicht, welche Anstrengungen bereits zuvor unternommen wurden, um das Leben des Elefanten zu schützen – und wie sehr es bedroht ist. Denn der Genforscher Roux sucht händeringend nach seiner wissenschaftlichen Sensation, von der er sich den großen Ruhm erhofft.EIN KINDERSPIELZEUG. EIN ELEFÄNTCHEN, ROSAROT, WIE EIN MARZIPANSCHWEINCHEN, ABER INTENSIVER. UND ES LEUCHTETE WIE EIN ROSAROTES GLÜHWÜRMCHEN. – S. 5Vor einiger Zeit las ich einen Artikel der ZEIT, der sich mit der Crispr/Cas-Methode, mit der genetisch veränderte Organismen erzeugt werden können, beschäftigt. Ich hatte bis dahin nicht viele Gedanken an Genmanipulation verschwendet und überhaupt keine Ahnung davon, was mittlerweile möglich ist. Der kleine rosa Elefant aus Martin Suters neuem Roman ist ein Produkt dieser Methode und demnach nicht vollkommen aus der Luft gegriffen. Das kontroverse Thema der Genmanipulation verflechtet Suter mit weiteren gesellschaftsrelevanten Aspekten: Wie findet ein Mensch, der sich und das Leben aufgegeben hat, zurück ins Leben? Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, um Ruhm und Reichtum zu erlangen? Wie schlecht sind Menschen aus Gier bereit, andere Lebewesen zu behandeln? Wie weit darf man gehen, um etwas Unethisches zu verhindern? Zudem vereint sich mit der Alltagsrealität und der Vergangenheit des Obdachlosen Schoch eine gute Portion Gesellschafts- und Kapitalismuskritik. Wie so oft, sind es diejenigen, die am wenigsten haben, die am meisten zu geben bereit sind.Während diejenigen, die am meisten haben, ohne Rücksicht nach noch mehr streben. All das hüllt Martin Suter in einen federleichten und humorvollen Mantel und macht damit das Lesen des Romans zu einem wahren Vergnügen.DOCH MIT DER FRAGE, WIE UNETHISCH MAN ZUR VERHINDERUNG VON ETWAS UNETHISCHEM VORGEHEN DURFTE, HATTE ER SICH NOCH NICHT WEITER BESCHÄFTIGT. – S. 173Der Roman ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt: Der erste beginnt im Jahr 2016, in dem Schoch den Elefanten findet. Der zweite Handlungsstrang beginnt jedoch bereits im Jahr 2013 und verrät woher die kleine Elefantendame kommt und führt den Genforscher Roux somit in die Geschichte ein. Beide Handlungsstränge verflechten sich mit dem Fortschreiten der Geschichte immer mehr miteinander, solange bis Roux und Schoch schließlich aufeinander treffen. Durch diesen Erzählstil entwickelt der Roman eine Dynamik, die mich eng an die Geschichte gefesselt hat.Die Sympathie den Charakteren gegenüber wird durch den Autor quasi vorgegeben: Auf der Sympathieseite stehen unter anderem Schoch und Valerie, die alles dafür tun, um das Leben des kleinen Elefanten zu beschützen. Auf der anderen Seite steht unter anderem Roux, der Genforscher, der aus der Einzigartigkeit seines Forschungsproduktes Profit schlagen möchte. Zudem weiß der Autor wie er seine Leser an das kleine Elefäntchen durch geschickt platzierte Gedanken Schochs und kleine Niedlichkeiten im Verhalten des Elefanten bindet. Ich habe mich mindestens genauso sehr in den kleinen rosa Elefanten verliebt, wie Schoch es tut, wenn er sich liebevoll, aber mit einigen Schwierigkeiten um ihn kümmert. Denn wenn der kleine Elefant eines tut, dann für ordentlich Wirbel sorgen.Der Roman „Elefant“ von Martin Suter ist ein einzigartiges Buch, das mich direkt in Herz und Kopf getroffen hat. Der Autor versteht es, schwierige Themen leicht zu verpacken und somit einen mitreißenden Unterhaltungsroman zu schaffen, der bei genauerem Hinsehen viel Tiefe besitzt. Weitere Rezensionen von mir findest du auf Wortkulisse.net

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  • Ich sehe rosa Elefanten!

    Elefant
    Sonnenschein96

    Sonnenschein96

    19. July 2017 um 15:47

    Schon alleine das Cover des Buches ist super süß. Aber der Inhalt ist viel mehr als das.Der obdachlose Schoch findet eines Tages einen kleinen rosa Elefanten in seiner Schlafhöhle. Was zunächst als Halluzination ersteint, stellt sich später als ein waschechter Elefant heraus, der durch Genmanipulation rosa leuchtend erschafft wurde. Schnell begreift Schoch, dass das Tier in großer Gefahr schwebt, wenn es von dem Erschaffer, Roux gefunden wird. Es beginnt eine spannende Reise. Das Buch habe ich sehr schnell gelesen, da Martin Suters Schreibstil und der tolle Verlauf der Story einfach zum schnellen Lesen verleitet. Eine klare Leseempfehlung von mir. 

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  • Eine tolle Fantasiegeschichte, die sprachlich elegant niedergeschrieben wurde!

    Elefant
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    27. June 2017 um 11:06

    Er ist entzückend, ein Wunderwesen - und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet.  Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht traut. Woher kommt dieses seltsame Geschöpf, und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen, und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es seit etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux. Die Schauplätze dieser atemberaubenden Intrige wechseln in rascher Folge von einem gentechnologischen Labor über einen Zirkus im Zürcher Oberland zur städtischen Obdachlosenszene, von dort in den Schutz einer Villa am Zürichberg und schließlich in ein Land in Südostasien, wo man Elefanten auf besondere Weise huldigt. Meine persönliche Meinung: Ich mag die Bücher von Martin Suter sehr gerne. Als ich das erste mal den rosa Elefanten in der Hand hatte, wusste ich, dass dieser schon bald bei mir einziehen würde. Nun durfte er nicht nur bei mir einziehen, sondern mich auch in den Toskana Urlaub begleiten. Eine ganz besondere Geschichte, an die ich tagtäglich denke. Warum? Weil ich selber gern einen rosa Mini-Elefanten hätte! Hier handelt es sich um eine erfundene Geschichte, die jedoch so unglaublich erzählt wird, dass ich nun der Meinung bin, dass es solche Wunder tatsächlich geben könnte. Was natürlich nur für den Autor spricht, denn ich als Leserin habe ihm tatsächlich jedes Wort um den rosa Elefanten, dass er niedergeschrieben hat, abgekauft. Eine so einzigartige Geschichte, die mich wirklich begeistert hat, wo ich anfangs ja noch, als ich zu lesen begonnen habe, doch noch so meine Zweifel hatte. An den Schreibstil und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, musste ich mich anfangs noch etwas gewöhnen. Der Elefant benötigt doch so seine Aufmerksamkeit und Konzentration beim lesen. Für mich war dies zumindest kein Buch für eine Autofahrt, wo noch sieben andere Menschen mit im Auto sitzen und nebenbei ein Gespräch führen. Elefant benötigte meine volle Aufmerksamkeit, was mich wiederum aber nicht störte. In diesem Buch werden doch so einige Dinge wie Gentechnik sowie Genexperimente genauer erläutert und erklärt. Spannend, wenn man davor absolut keine Ahnung von so ewas hatte. Martin Suter hat einfach ein Gespür für Themen, die die Menschen bewegen und interessiert.  Interessant finde ich auch, wie er das Leben der Obdachlosen dargestellt hat. Ein Leben, dass sich von uns absolut niemand vorstellen kann. Wir begleiten Schoch in seinem Alltag, der durch den rosa Elefanten komplett über den Haufen geworfen wird. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen und habe ihn so gerne auf seiner Reise mit dem Elefanten begleitet.  Natürlich erscheint auch in diesem Buch der ein oder andere Protagonist, der einem nicht so sympathisch ist. Ein Bösewicht, der mit dem Elefanten nichts Gutes im Schilde führt. Wendungen, die die Geschichte gerade deswegen spannend gemacht hat, weil man selbst den rosa Mini-Elefanten einfach nur beschützen möchte und mit ihm mitfiebert, dass auch alles gut für ihn ausgeht. Ein literarisches Werk, dass mich mit seiner Einzigartigkeit definitiv überzeugen konnte. Im Mittelteil fand ich die Geschichte für kurze Zeit mal etwas langatming, aber schon bald nahm die Geschichte schon wieder die Fahrt auf und der rosa Mini-Elefant hatte mich auch schon wieder um den Finger gewickelt. Eine unterhaltsame Geschichte, die definitiv ohne überzogene Effekte auskommt und den Leser auf eine wissenschaftliche Reise mitnimmt. Eine tolle Fantasiegeschichte, die sprachlich elegant niedergeschrieben wurde und den Leser in eine ganz neue Welt entführt. Ein Elefant, der herzallerliebst mein Herz erobert hat.

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  • Elefant - Ein Miniaturwesen schleicht sich in unsere Herzen

    Elefant
    ahukader

    ahukader

    13. June 2017 um 14:15

    Inhalt: Die Geschichte startet im Jahre 2013 und endet am 18. Dezember 2018. Der Genforscher Roux möchte einen rosaroten Elefant, der Nachts leuchtet zeugen. Dafür landet sein Weg in Zirkus Pellegrini, in dem er die Elefantenkuh Asha als Leihmutter aussucht. Asha wird mit dem Embryo befruchtet. Der burmesische Elefantenflüsterer Kaung begleitet Asha durch ihre Schwangerschaft. Dr. Reber der in einem bestimmten Ryhtmus Ultraschallaufnahmen von Asha macht, bemerkt, dass das Baby-Elefant im Bauch nicht wächst. Er ist der Meinung, dass es nicht überleben wird, auch wenn es geboren wird. Roux ist es egal. Denn er ist davon entzückt, dass das Elefanten-Baby klein bleibt. Denn nun kann er, neben der Sensation, den er mit einem rosaroten Elefanten erwartet, das Miniatur-Wesen auch noch als Spielzeug verkaufen. Kaung der absolut davon überzeugt ist, dass der rosarote Elefant heilig ist, überredet Dr. Reber dazu, ihn vom Zirkus wegzubringen und Roux zu entwenden. Dr. Reber passt als erstes auf den Elefanten bei sich auf. Kaung lässt heimlich Milch für den kleinen Elefanten, der gerade mal 40 cm hoch, und 30 cm breit ist, bringen. Währenddessen gibt Roux keine Ruhe. Er möchte das Experiment erneut starten und sucht erneut Asha dafür aus. Irgendwann wird der Zirkusdirektor Pellegrini von einem seiner Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht, dass Kaung heimlich Milch an einen anderen Mann übergibt. Somit fallen Dr. Reber und Kaung auf und dann beginnt eine wahnsinnige Verfolgungsjagd nach dem Elefanten. Dr. Reber bringt den Elefanten in die städtische Obdachlosenszene und setzt ihn dort in einer Höhle ab. Dr. Reber ertrinkt nach dieser Verfolgungsjagd, jedoch ist Sabu (so wird der Elefant später heißen) von Roux nicht mehr auffindbar. Somit, gerettet. Schoch findet einen rosaroten Elefanten in seiner Höhle … Fritz Schoch ist ein Investmentbanker, der nach seiner Trennung von seiner Frau schon seit zehn Jahren auf der Straße lebt und Alkoholiker ist. Somit ist es überhaupt nicht wunderlich, dass er denkt, dass er mal wieder zuviel getrunken hat, als er auf einmal einen rosaroten Elefanten in seiner Höhle entdeckt. Nach ein paar Stunden wird Schoch klar, dass er nicht halluziniert. Er denkt, dass irgendetwas mit dem Elefanten nicht stimmt und bringt ihn in die „Gassenklinik“, in der Dr. Valerie Sommer ehrenamtlich sich um die Tiere der Obdachlosen kümmert. Sabu im Villenviertel von Zürich … Valeries Eltern waren wohlhabend und besitzen eine Villa im Zürichberg. Sie bringt Schoch und Sabu zu dieser Villa. Sie selbst lebt seit 22 Jahren nicht mehr dort und kann noch nicht mal eine Nacht dort übernachten. Sie kündigt ihren Job im Hospital und geht nur noch zu der Gassenklinik, damit sie jeden Tag Schoch und dem Elefanten Nahrung bringen kann. Viele Tage halten sie sich dort versteckt. Schoch begeht den Fehler nach seinem Verschwinden, an einem Tag der Sehnsucht zu den Obdachlosen zu gehen. Dort wird er von Bolle gesehen. Dass Schoch mit einem rosaroten Elefantenspielzeug gesehen wurde, spricht sich sehr schnell rum und somit geht die Verfolgung weiter. Mit Kaungs Hilfe, der mittlerweile Valerie in der Gassenklinik als Hundeflüsterer hilft, arbeitet, werden sie den Elefanten nach Myanmar bringen. In dieser Stadt wird Sabu Barisha gehuldigt. Meine Meinung Ich fand das Buch sehr spannend. Von Anfang an war klar, wer der Böse und der Gute in dieser Geschichte ist. Dass das Buch, welches aus drei Teilen besteht, zwischen den verschiedenen Szenen und Orten hin und her springt, verleiht dem ganzen eine spannende Entwicklung, welches dazu führte, dass ich das Buch nicht aus der Hand lassen wollte. Am Ende des zweiten Teiles, stirbt Doktor Reber, was mich schon ein wenig traurig gemacht hat. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich vorher noch nie ein Buch von Suter gelesen habe. Es hat sich nicht ergeben. Somit steht fest, dass das nicht mein letztes Suter-Buch wird. Ich bedanke mich an dieser Stelle beim Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar. – so many books, so little time.

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  • Ein rosa Elefant und die bösen Chinesen

    Elefant
    Buecherfreundinimnorden

    Buecherfreundinimnorden

    08. June 2017 um 16:07

    Mir hat es gut gefallen. Ich glaube, es ist nicht unbedingt Suters allerbestes Buch, aber gute Unterhaltung ist es allemall. Man ahnte es schon vorher, die Gentechnologie kann, aber muss kein Segen sein, Geschäftemacher haben keine Skrupel und die schöne, neue Welt ist vermutlich gar nicht schön - all das und ein bisschen mehr hat der Autor in eine durchaus lesenswerte Geschichte verpackt. Klein, aber fein und wichtig ist die Botschaftt: Vorsicht, Gene sind keine Handelsware und dürfen es auch nicht werden. Die Politik muss an das Thema ran, auf jeden Fall. Es ist an uns, dafür zu sorgen, dass Geld nicht die Welt regiert.

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  • Ein rosa Elefant berührt unsere Herzen

    Elefant
    LolitaBuettner

    LolitaBuettner

    28. May 2017 um 12:50

    Das Leben auf der Straße ist kein Zuckerschlecken, auch wenn es selbst gewählt ist. Jeder Tag ein Kampf, gegen Kälte, Hunger, Einsamkeit oder die Sucht nach Alkohol. Schoch lebt seit vielen Jahren auf der Straße, wohnt in einer Höhle. Als er dort eines Tages aufwacht und im schummrigen Licht einen rosafarbenen Elefanten sieht, glaubt er, dass er fantasiert. Doch der Elefant ist echt und wird sein Leben für immer verändern. Martin Suter hat mit ELEFANT einen bezaubernden Roman erschaffen. Gefühlvoll, fantasiereich, realistisch und packend. Es geht um die Welt der Obdachlosen, Genmanipulationen, Tierliebe und um das Leben, ob in einem Zuhause aus vier Wänden oder einem auf der Straße. Was ist richtig? Was ist falsch? Ist das von der Gesellschaft als normal attestierte Leben das Bessere?Zuerst war ich skeptisch, ob zwei Themen wie Obdachlose und Gentechnik in einer Geschichte jeweils ihren Platz finden. Aber so ist es. Die Geschichte hat mich von der ersten Zeile bis zur Letzten gepackt. Ich habe dieses Buch in zwei Tagen gelesen, aber nur deswegen in zwei Tagen, weil ich unterbrechen musste, um zu essen, zu trinken, zu arbeiten und zu schlafen.Das Cover des Buches bezauberte mich ebenso wie der Inhalt. Der kleine rosafarbene Elefant, dieses winzige Wesen, zerbrechlich und niedlich. Wer von ihm liest, empfindet sofort Mitgefühl für das Wunder namens Sabu oder Barischa und möchte am liebsten Teil der Geschichte sein, um es zu schützen. Über den Autor und seine Fähigkeiten brauche ich nichts zu sagen. Ein sehr gelungenes Buch, das mich begeistert. Mein persönliches Highlight in diesem Jahr. Danke, Martin Suter. Eine umwerfende Geschichte.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareen anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesmuqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1520
  • Gelungene Mischung aus Verzückung, Spannung, Moral, nachdenklichen Szenen- Lieblingsbuch

    Elefant
    Buchraettin

    Buchraettin

    14. May 2017 um 07:28

    Genetik – welche Grenzen darf und muss es geben? Ein Elefant- klein, rosa, im Dunkeln leuchtend.Ein Obdachloser, der ihn in seiner Schlafhöhle findet. Menschen, die versuchen dem kleinen Elefanten zu retten, ihn beschützen und ein Buch mit einer Geschichte, die verzaubert.Es war mein erstes Buch des Autors und dieser hat nun einen neuen Fan und ich einen neuen Lieblingsautor. Ich bin begeistert von dem Buch und seiner Geschichte um diesen rosa Elefanten.Gut gefallen haben mir hierbei die Vermischung aus wissenschaftlichen Anteilen, die hier angesprochen werden, die Menschen, die Umgang mit dem Elefanten haben und einfach auch die Atmosphäre des Buches, die so lebendig ist und mich gefangen nahm.Elefanten sind für mich sehr besondere Tiere. Ein rosafarbener kleiner Elefant, der auch noch im Dunklen leuchten kann – ich denke, es ein Traum jedes Kindes. Doch die Geschichte dahinter, Gentechnik, Experimente, das sind Themen, die der Autor hier sehr gut in die Geschichte verknüpft hat, die nicht zu viel Anteil einnehmen und dennoch den Leser nachdenklich werden lassen.Hier vermischen sich für mich zwei Welten. Die hochtechnische Welt von Laboratorien, Genetik, Ruhm, Experimente mit der von Obdachlosen, die draußen leben, am Rand der Gesellschaft, Alkohol, Sucht, dessen Bindeglied in dieser Geschichte ein kleiner rosafarbener Elefant ist.Es gibt immer wieder spannende Szenen, gerade wenn der Forscher misstrauisch wird, wegen dem Babyelefanten. Das ist eine sehr gelungene Mischung aus Verzückung, Spannung, Moral, nachdenklichen Szenen, absolut fesselnd,Die Perspektive im Buch wechselt immer wieder und wird durch die kurzen Kapitel ein wenig strukturiert. Es spring zwischen Zirkus, dem Obdachlosen mit dem Elefanten, anderen Obdachlosen, den Forschern hin und her. Szenen, die beschreiben, wie der kleine Elefant nach Wärme sucht, da geht das Herz des Lesers auf. Szenen, wie die Tierärztin oder auch andere Menschen, die dem kleinen Elefanten helfen wollen – auch hier ist die Erzählweise so, dass es hin und her springt, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, in der erzählt wird, was passierte vorher, wie kam es dazu. Da braucht es manchmal ein wenig aufmerksames Lesen, aber für mich liest sich das Buch sehr flüssig, sehr fesselnd, berührend, nachdenklich machend und irgendwie vermittelt es auch Hoffnung.Ich habe das Buch am Stück verschlungen, das war so eine tolle Geschichte, die mir unheimlich gut gefallen hat- ein Lesehighlight und vollste Leseempfehlung von mir.

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    Elefant
    carlacats

    carlacats

    11. May 2017 um 11:51

    Der rosa Elefant in diesem Roman ist das Ergebnis einer Gen-Forschung, bei der die moralischen Grenzen außer acht gelassen werden. Bei einem Experiment entsteht Barisha, winzig klein, rosa und leuchtend. Ein Glück für den kleinen Elefanten, dass sich Menschen um ihn kümmern… Leider strotzt der Roman mit Klischees und auch die Sprache sagt mir nicht unbedingt zu. Nicht schlecht, doch eben auch nicht hervorragend.

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  • Meine Rezension zu "Elefant" von Martin Suter

    Elefant
    Belladonna

    Belladonna

    10. May 2017 um 20:55

    Beschreibung Durch Zufall entdeckt der Obdachlose Schoch vor seinem Schlafplatz einen kleinen rosafarbenen Elefanten, den er zunächst aufgrund seiner Größe für ein Spielzeug hält. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Elefanten um ein richtiges Lebewesen in Miniaturform handelt, dass im Dunkeln sogar leuchtet. Der entzückende Mini-Elefant ist das Ergebnis eines Experiments des Genforschers Roux, der sich mit seinem süßen Forschungsobjekt eine große Sensation und einen entsprechenden finanziellen Reibach verspricht. Doch Roux hat die Rechnung nicht mit dem burmesischen Elefantenpfleger Kaung und weiteren Menschen gemacht, die den kleinen Elefanten vor seinem Schicksal beschützen. Meine Meinung In Martin Suters neuesten Roman mit dem Titel „Elefant“ habe ich mich schockverliebt! Anders kann man es überhaupt nicht ausdrücken – die Begegnung mit dem ganz und gar entzückenden Minielefanten und den wundervollen Menschen die alles erdenkliche unternehmen, um dieses einzigartige Geschöpf vor der Sensationslust und Gier böser Menschen versuchen zu beschützen, hat einen emotionalen Tiefgang der mich sofort abholt. "Er war seit der ersten Begegnung mit dem kleinen Wesen verzaubert von dessen – Anmut." (Seite 174) Die näheren Informationen und Hintergründe zum Minielefanten werden erst nach und nach gelüftet, daher spannt sich ein angenehmer Spannungsbogen über die gesamte Erzählung. Von Langeweile also keine Spur! Ganz im Gegenteil – ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und hatte den Roman in einem Rutsch verschlungen. In einem flüssigen und nicht allzu ausladenden Stil erzählt Martin Suter eine außergewöhnliche Geschichte aus diversen Perspektiven die im Plot zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft hin- und her springen. Im Mittelpunkt steht das Ergebnis eines Genexperimentes des Forschers Roux zu den so genannten „Glowing Animals“, wobei mehr durch Zufall ein Elefant in Miniaturformat mit einer rosaroten Hautfarbe entsteht, der im Dunkeln leuchtet. Man taucht zuerst in die Obdachlosenszene Zürichs ein, die man durch Schoch näher kennen lernt. Dadurch wird auch das Thema Alkoholismus und die Tierhaltung der Obdachlosenszene angeschnitten. Die Begegnung mit dem kleinen Elefanten bringt schließlich Schochs komplettes Leben durcheinander. Er möchte auf keinen Fall den putzigen Elefanten sich selbst überlassen und sucht sich Hilfe. Schnell wird allerdings klar, dass er der Elefant etwas besonderes ist und der vermeintliche Schöpfer Roux mit Nachdruck nach ihm sucht. Der Obdachlose Schoch und weitere Protagonisten des Romans können sich der Anmut des rosaroten Elefanten nicht entziehen und legen somit Roux immer wieder Steine in den Weg. Ein spannendes Katz- und Mausspiel entsteht. Der Ausgang bleibt bis zum Ende ungewiss (auch wenn man evt. so eine Ahnung über ein mögliches Ende im Kopf haben kann). Die Charaktere sind zwar etwas klischeebehaftet, jedoch mochte ich sie trotzdem sehr gerne! Der Genforscher Roux hat schwer an einer vergangenen Niederlage zu knabbern und setzt seine ganze Energie in sein Projekt und die Suche nach dem rosafarbenen Elefanten. Damit ist ein wunderbarer Bösewicht geboren der ohne jegliche Moral und Menschlichkeit handelt und vor allem durch seine Machtgier glänzt. Im Gegenzug dazu gibt es mit dem Obdachlosen Schoch, der sich aus eigenem Antrieb für ein Leben auf der Straße entschieden hat, einen Protagonisten der das komplette Gegenteil verkörpert. Fazit Ein absolut wundervoller Roman, der perfekt eine emotionale sowie spannende Geschichte zwischen Genexperimenten und diversen Lebensgeschichten spannt. Lesevergnügen pur!--------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.05.2017

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  • Rezension: Elefant

    Elefant
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:14

    Ein neuer Suter! Und in bester Suter-Manier werden auch hier mehrere unterschiedliche Themen zu einem großen Ganzen verpuzzelt: Die Genforschung und Genmanipulation, die Randständigkeit und das Leben der Obdachlosen in der Schweiz, Zirkusalltag und Elefanten. Was Suter in seinen vorangegangenen Romanen schon mit Bravour geschafft hat (z.B. in „Die dunkle Seite des Mondes“), gelingt ihm hier auf ein Neues, er führt uns an alle seiner Themen heran, ohne zu überfordern, und die zahlreichen Charaktere werden eingeführt, ohne zu verwirren – das können nicht viele! Die Erzählstränge werden aus verschiedenen Perspektiven an verschiedenen Tagen erzählt, und manchmal musste ich zurückblättern, um zu schauen, ob ein anderer Strang vorher oder nachher spielte, aber nach und nach wurde dann alles klar und fügte sich zu einem Gesamtbild zusammen. Suter versteht es, so zu schreiben, dass man jeden seiner Storystränge unbedingt weiterverfolgen will, ob es nun das alltägliche Leben des Obdachlosen Schoch ist, der plötzlich einen rosa Mini-Elefanten sieht, oder die Suche des Wissenschaftlers Roux, der diesen verzweifelt sucht, oder aber vom Oozie Kaung, der für die Pflege der Elefanten des Zirkus Pellegrini verantwortlich ist und den kleinen „heiligen“ Elefanten bloß nicht in Roux‘ Hände fallen lassen will. Die vielen Charaktere haben natürlich ihre eigene Hintergrundgeschichte, die Suter leichthändig erzählt und diese so ausfleischt, dass man durchaus im Glauben ist, man könne einer Valerie oder einem Dr. Reber im wirklichen Leben begegnen. Das wichtigste Thema, das alle Stränge dieser Geschichte eint, ist natürlich die Genmanipulation, und jeder der Charaktere hat dazu seine eigene, häufig auch konträre, Meinung. Des weiteren wird auch einiges aus dem Forschungsalltag von Roux berichtet. Mit den Mäusen, in die Elefantenovarien eingepflanzt werden, damit es später leuchtende, bunte Tiere gibt, die sich „jedes Kind wünscht“, zeichnet der Autor ein Bild von der Skrupellosigkeit dieser Branche. Gott spielen, nicht um Krankheiten zu besiegen, sondern allein für den kommerziellen Profit, das stellt in Suters „Elefant“ eine weitere, üble Disziplin der Genforschung dar. Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Wenn erwachsene Männer plötzlich rosarote Elefanten sehen...

    Elefant
    Vucha

    Vucha

    01. May 2017 um 21:22

    Zum Inhalt:Der Obdachlose Schoch entdeckt in seiner Höhle einen kleinen rosaroten Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Anfangs glaubt er noch, dass diese Wahrnehmung nur seiner Fantasie und dem Alkoholgenuss entspringt, doch schnell stellt sich heraus, dass es dieses kleine, besondere Wesen wirklich gibt.Während Schoch beschließt, sich um den kleinen Elefanten zu kümmern, sucht nicht nur dessen "Schöpfer", der Genforscher Roux mit allen Mitteln nach seiner Sensation. Auch der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der bei der Geburt des kleinen Elefanten dabei war, setzt alles daran, um das kleine Tier rechtzeitig zu finden und vor den Wissenschaftlern zu schützen.Meine Meinung:Martin Suter aktuelles Werk hat mir sehr gut gefallen. Der Autor schafft nicht nur sehr unterschiedliche Figuren in seinem Roman sondern legt auch ganz verschiedene Schauplätze an, die zum Ort der Handlung werden. Durch das gesamte Buch zieht sich nicht nur ein ständiger Perspektivenwechsel; auch der Zeitraum der Handlung erstreckt sich über etwas mehr als fünf Jahre. Als Leser erlebt man sowohl die Forschungsarbeiten im Genlabor mit, wie auch die Geburt des Elefanten im Zirkus. Dann wiederum folgt man Schoch bei seinen täglichen Streifzügen durch die Obdachlosenszene in Zürich.Die Zeitensprünge und der ständige Wechsel der Erzählperspektive sorgen für zusätzliche Spannung. Mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Obdachlosen Schoch und dem Genforscher Roux gut gefallen. Wohl sind beide Personen recht einseitig beschrieben; doch Suter stellt den beiden Protagonisten jeweils einen Tierarzt an die Seite (Reber, Valerie), welche meiner Ansicht nach dieses Schema Gut/Böse etwas aufheben und verwischen.Der Autor schneidet in seinem Roman mehrere Themen an, die den Leser zum Nachdenken  anregen sollen. Da sind natürlich in erster Linie die Forschungsexperimente des Wissenschaftlers Roux, die die Frage aufwerfen, welche Möglichkeiten die Gentechnik mittlerweile bietet und inwiefern diese Möglichkeiten genutzt werden sollten oder vielleicht auch unterbunden werden müssten. Auch Schoch Obdachlosigkeit und der spätere Alkoholentzug (der hier im Buch wohl etwas zu einfach vonstattengeht) sind Themen, die sicherlich Anregung für Diskussionen bieten.Besonders die Thematik der Genforschung scheint sehr gut recherchiert und wird im Roman sehr detailliert beschrieben. Auch dies verdient meiner Ansicht nach Erwähnung.Der Autor selbst hält sich mit einer Wertung eher zurück, auch wenn der Ausgang der Handlung wohl vermuten lässt, wie er selbst zu diesen Themen steht. Für mich war dieser Roman ein wahres Lesevergnügen und ich kann ihn demzufolge nur wärmstens empfehlen.

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  • Der Fortschritt und seine kleine besondere Geschichte

    Elefant
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    27. April 2017 um 19:15

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de | Da sind diese Autoren, mindestens ein Buch schlummert auf dem sogenannten SuB, doch von Missachtung gestraft. Und dann kommt da plötzlich ein anderes kleines Büchlein dieses Autoren in meine Hände und ich bin verzaubert, fraglos warum ich bislang keines seiner Bücher gelesen habe. So erging es mir mit Carlos Ruiz Zafón und seinem dunklen Wächter und nun ebenso mit dem Elefanten von Martin Suter. Diese Geschichte ist auf so vielen Ebenen einnehmend, berührend und fesselnd! Und sie bedient sich so vieler Thematiken, die ganz zart und leise eingebaut werden, sodass ich wirklich in die Geschichte gesogen worden bin. Mehrere kleine Handlungsstränge, welche sich zu zweien entwickeln, auf zwei Zeitebenen, um am Ende miteinander verwoben zu werden und einen Schritt in die Zukunft macht. Die Gentechnologie – eine Thematik welche den Kern der Zeit trifft und auch zukünftig immer mehr Raum in unserem Leben einnehmen wird. Ob es sich um die Struktur von Gemüse & Co. handelt oder aber – wie in diesem Buch – sich mit der Manipulation der DNA von Tieren beschäftigt. Experimente! Ob sie nun den Fortschritt bringen, ethisch verwerflich sind – Suter wirft Fragen auf, ganz leise, ohne Antworten. Schöpfung und Evolution – Ethik und Genmanipulation All dies erhält seinen kleinen Platz auf den 348 Seiten. Ohne jedoch mit Moral daher zukommen. Es gibt kein Für und Wider. Und genau dies ist es was mitunter den Charme des kleinen Romans ausmacht. 2013 beginnt Roux sein Experiment mit den Elefanten. Bis 2015 verfolgt man dem Verlauf dessen, erhält leicht verständliche Informationen dazu. Es geht ihm um Ruhm und Anerkennung. Das kleine leuchtende Wesen. „[…] der kleine rosarote Elefant. Das perfekte Spielzeug für die Kinder, die schon alles hatten.“ Sein erster Erfolg. Das worauf er seit Jahren hinarbeitet. Doch die Geschichte soll einen anderen Verlauf nehmen. Für die einen ein gelungenes Experiment, für Kaung den Elefantenflüsterer eine Gottheit, welche es mit jedem Mittel zu schützen gilt. Neben der eben oben genannten Punkten fließen aber auch Obdachlosigkeit, Alkoholismus und zwischenmenschliche Beziehungen mit ein. Es mag nach viel klingen, aber all diese Themen lässt der Autor leise einfließen, überschwemmt auf keiner der Seite mit Handlungssträngen oder Informationen. Das Buch selbst beginnt jedoch im Jahre 2016. Ein Jahr nach der Geburt des Elefantenbabys „Sabu Barisha“, sie beginnt mit Schoch, einem alkoholkranken Obdachlosen. „[…] Ohne ein paar Bierchen? Ohne dieses kleine Glücksgefühl, das zwar nur zwei, drei Dosen lang anhielt, doch dann von etwas abgelöst wurde, was zwar nicht Zufriedenheit war, aber immerhin ihre kleine Schwester, die Gleichgültigkeit, wie sollte er da die Nachmittage und Abende totschlagen?“ Schoch weiß nichts von Roux oder Kaung oder über die Experimente hinter vorgehaltener Hand. Und doch steht es plötzlich vor ihm. Nicht größer als ein DIN-A-4 Blatt und doch echt. Schoch muss sich entscheiden und den Weg welchen er wählt, hält viele neue Wendungen für ihn bereit. Er muss Verantwortung übernehmen, sich einem anderen Menschen anvertrauen und was daraus entsteht, geht weit über die Freude einer solchen Entdeckung hinaus. Schoch hat eine Aufgabe, ein Glücksgefühl welches keiner Gleichgültigkeit mehr weichen muss. Es mag klischeehaft klingen, wirkt aber in keiner einzigen Zeile so! Die zwei großen Themen des Buches werden gegeneinander gestellt, jedes für sich beleuchtet. Doch nach dem „Bösen“ und „Guten“ sucht man vergebens, dazu soll die Geschichte nicht dienen. Sie soll nachdenklich machen, einnehmen und genau dies tut sie. Sie verunsichert aber auch die Leser, man steht im Konflikt mit sich selbst. An der DNA von Tieren (und Menschen) zu experimentieren, sie zu manipulieren bin ich keine Befürworterin. Und doch hat mich dieser kleine leuchtende Elefant absolut eingenommen. Ich wollte es haben, selbst den Rüssel um meinen Finger spüren. Doch das eine geht nicht ohne das andere. Stehen die menschlichen Bedürfnisse über die Gesetze der Natur? Ist unsere heutige Forschung bereits in der Lage solch ein Wesen entstehen zu lassen? Keine Antworten, aber viele Fragen wirft das Buch auf und es war definitiv nicht mein letztes Buch des Autors, ganz bald wird „Der Koch“ vom SuB befreit!

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