Martin Suter Elefant

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Inhaltsangabe zu „Elefant“ von Martin Suter

Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.

Von der ersten Seite an witzig, unterhaltsam und auch immer wieder überraschend - kann ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen

— markusros

Fantastisch. Knuffig. Aktuell.

— Jennifer081991

Einfach ein wundervolles bezauberndes Buch!!

— swayaway

Mein erstes Suterbuch. Spannend, amüsant und informativ zugleich. Gefällt mir.

— ManjaEls

Mein erstes Buch von Suter. Hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Tolle Mischung aus Gentechnik, Spannung und Gewissen.

— black_horse

Suter ist ein Garant für Geschichten, die so schnell nicht loslassen. Spannung, Rührung, Entsetzen und Wehmut. Ich mag sie sehr!

— SignoraBrunetti

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Einfach nur toll.

— Edaaa

Ein kleiner rosaroter Elefant der im Dunkeln leuchtet. Süßer und gleichzeitig beunruhigender Gedanke. Gutes Buch.

— Lichterregen

Elefant ist ein Buch über Menschlichkeit, Ethik und Empathie. Es war flüssig geschrieben, hat mich aber nicht ganz überzeugen können.

— AnneEstermann

Sehr angenehm ist, dass Suter es dem Leser überlasst, welcher der beiden konkurrierenden Sichtweisen er sich anschließen will.

— IlonGerMon

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  • Heiliges Wesen oder Gentechnik?

    Elefant

    winter-chill

    21. May 2018 um 16:17

    Wie weit darf Wissenschaft gehen? In seinem aktuellen Roman „Elefant“ widmet sich Martin Suter diesmal dem Thema Genmanipulation und ihren ethischen Grenzen. Dabei spinnt er etwas weiter, was mittlerweile sogar schon Realität ist: Vor mehr als zehn Jahren haben Wissenschaftler aus Japan und den USA sogenannte „Glowing Animals“ erschaffen – Katzen, Kaninchen und Schafe, die im dunklen leuchten. Die Forscher erhielten dafür 2008  sogar den Nobelpreis. Allerdings leuchten die genveränderten Tiere nur, wenn sie angestrahlt werden und die Forschung nutzt die Technik im Endeffekt als Markierungsstoffe, um zu sehen, welche Zellen behandelt wurden. In Suters Roman nun, möchte der ehrgeizige Forscher Dr. Roux einen rosa leuchtenden Elefanten erschaffen. Eine Leihmutter – eine Elefantenkuh, die einem heruntergewirtschafteten Zirkus in der Schweiz gehört, ist schnell gefunden. Anfangs erhofft sich Roux hauptsächlich Anerkennung in der Wissenschaftler-Szene. Doch dann kristallisiert sich heraus, dass der Elefant nur so groß wie ein Zwergpudel werden wird. Das war zwar so nicht geplant, doch Roux wittert nun auch das große Geschäft: So ein Mini-Elefant wäre doch auch das perfekte Spielzeug für gelangweilte Millionärskinder. Doch es gibt auch Menschen, die nicht wollen, dass der kleine Elefant so endet. Kaung zum Beispiel, der burmesische Elefantenpfleger im Zirkus, der in dem kleinen Elefanten etwas Heiliges sieht. Oder Schoch, ein Obdachloser, der durch den leuchtenden Zwerg wieder zurück zu sich selbst findet. Und so beginnt eine nervenaufreibende Verfolgungsjagd um die halbe Welt.  Ich bin ja sowieso bekennender Suter-Fan und auch dieser Roman hat mich wieder zu Hundertprozent überzeugt. Wie gewohnt hat Suter auch mit „Elefant“ einen sehr Plot-starken Roman vorgelegt. Stilsicher, schnörkellos, temporeich und vor allem sehr spannend erzählt, mit hervorragend ausgearbeiteten Charakteren. Das Thema ist gut recherchiert und gesellschaftlich relevant. Trotzdem ist der Roman immer noch gut lesbare Unterhaltungsliteratur. Diesmal liegt über der Geschichte auch noch ein Hauch von Mystik und Märchen. Das zeigt sich auch darin, dass die Rollen der Figuren diesmal sehr stark in Gut und Böse aufgeteilt sind. Einfach ein wundervolles Buch.

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  • Kann man lesen, muss man aber auch nicht

    Elefant

    Faancy

    29. April 2018 um 10:28

    "Elefant" ist ein wirklich toll geschriebenes Buch. Der Schreibstil ist etwas anspruchsvoller und die Handlung alles andere als gradlinig. Wir springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, sodass sich das Puzzle langsam zusammensetzt. Es wird richtig spannend und eindrucksvoll, wenn sich alles plötzlich zusammenfügt. Das war wirklich bemerkenswert.  Auch die Charaktere sind toll ausgearbeitet. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit und Sympathien baut man sofort auf. Auch den kleinen Elefanten schließt man sofort ins Herz.  Nichtsdestotrotz erschließt sich mir der Sinn hinter der Geschichte nicht.  Die Themen, sind deutlich erkennbar. So absurd alles klingen mag, so glaubwürdig ist es auf der anderen Seite dargestellt.  Nur leider hat das Buch für mich keinen Mehrwert. Es hat mich für die paar Stündchen unterhalten, aber einen tieferen Sinn gibt es für mich nicht. Man kann die Geschichte gut lesen, aber man verpasst nichts, wenn man es nicht tut. 

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  • Sabu Barisha

    Elefant

    Booklove91

    05. April 2018 um 13:15

    Inhalt:Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.Meine Meinung:Ja, in diesem Buch geht es tatsächlich um einen kleinen rosaroten Elefanten, der im Dunkeln leuchtet und hinter dem wirklich viele Leute her sind. Zum Glück hat der kleine Elefant genug Beschützer."Schoch war nie religiös gewesen, aber vor seinem Absturz hatte erdurchaus daran geglaubt, dass es etwas gab, was seine Wahrnehmung und sein Vorstellungsvermögen überschritt. Eine höhere Wirklichkeit und vielleicht auch eine höhere Macht." (ZITAT)Das Buch ist herzerwärmend, einzigartig und wirklich fesselnd, was nicht zuletzt an dem hervorragenden Schreibstil  und dem auffallendem Cover liegt.Die Protagonisten sind mir im Laufe des Buches auch sehr ans Herz gewachsen und die rasante Verfolgungsjagd hat sogar einiges an Spannung mit ins Buch gebracht.Mit "Elefant" hat der Erfolgsautor Martin Suter eine aktuelle und relevante Thematik für einen hübschen Roman mit märchen­haften Zügen gewählt. Dass er dafür die Gen­techno­logie – ein unendlich komplexes Minen­feld voller ethischer und mora­lischer Grund­satz­fragen – auf wenige plakative Aspekte reduziert, ist legitim, denn ihm geht es in erster Linie um gefällige Unter­haltung vor ernstem Hinter­grund. "Als Mediziner sah Reber natürlich auch die Vorteile der Möglichkeit, Erbgut zu entschlüsseln und zu verändern. Man konnte zum Beispiel Genfunktionen ausschalten, die Alzheimer auslösten oder Krebs oder den Alterungsprozess oder andere Geißeln der Menschheit.Aber es bedeutete ebenfalls, dass man das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen umgestalten konnte. Man konnte sie designen." (ZITAT)Absolut Leseempfehlung meinerseits.

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  • Mein erstes Suterbuch. Spannend, amüsant und informativ zugleich. Gefällt mir.

    Elefant

    ManjaEls

    10. January 2018 um 11:15

    Schoch ist ein Obdachloser, der eine versteckte Höhle an einem Flussufer bewohnt. Ab und an geht er raus, besorgt sich Essen oder Alkohol, trifft Bekannte. Doch eines Tages, nach einer solchen Tour, findet er seine Höhle nicht leer vor – ein kleiner rosa Elefant „wartet“ auf ihn. Und noch dazu leuchtet er… Was danach klingt, als hätte Schoch ein bisschen über den Durst getrunken, stellt sich schnell als Realität heraus. Denn der Minielefant ist echt! Doch woher kommt er?Dieses Buch war eines meiner 50 Bücher aus dem großen LB-Leserpreis-Überraschungspaket, welches ich gewonnen habe. Aufgrund des niedlichen Covers war es auch meine erste Wahl und erstes Buch für 2018. Es hat sich gelohnt ;) Denn nicht nur das Cover und der Klappentext, auch die Wortwahl von Suter gefallen mir, die Charaktere sind authentisch und man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Doch es ist keine reine Feelgoodgeschichte, in der Schoch den Elefanten vor seinen skrupellosen Schöpfern die ihn vermarkten wollen, retten will. Auch das Thema Gentechnik wird realistisch und informativ angesprochen. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass die Thematik ein noch größeres Potenzial gehabt hätte, welches nicht ganz genutzt wurde. An einigen Stellen wirkt die Story leider doch ein wenig oberflächlich. Dennoch vergebe ich, in Ermangelung halber Punkte (statt 4,5) 5 Sterne, denn das Buch hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert!

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  • Gentechnik oder die Jagd nach dem rosa Elefanten

    Elefant

    dominona

    08. January 2018 um 15:33

    Ich mag den Schreibstil des Autors und der hat mich auch wiedereinmal gut durch den hier vorliegenden kleinen Thriller geführt. Die Protagonisten waren mir fast alle sympathisch, aber mir haben so ein bisschen die Lebensweisheiten zwischen den Zeilen gefehlt, die ich vom Autor kenne. Am Anfang ist man von den Zeitsprüngen etwas irritiert, aber das findet sich irgendwann. Das Buch animiert dazu, über Genforschung und seine Vor- und Nachteile nachzudenken. 

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  • Verlosung der Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams 2017

    Was man von hier aus sehen kann

    Daniliesing

    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana LekyEin Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.„Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max RhodeDieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy MontgomeryEr kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. DickEin Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie ThomasSelten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es. Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier BourdeautEine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie GarberStephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja LundeAngestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki MurakamiIch habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor TowlesEinen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay KristoffEin Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson GiolitoEndlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy NelsonSo wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay KristoffMeine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo AgualusaEin Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. TackFür Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John BoyneDieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 17 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und verratet uns folgendes:Mal angenommen, ihr dieses Jahr nur ein einiziges Buch zu Weihnachten verschenken, das für euch ein echtes Highlight war. Für welches Buch würdet ihr euch entscheiden und wieso?Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 3. Januar 2018 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!

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    • 903
  • Leserunde zu "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens

    Eine Weihnachtsgeschichte

    Luftpost

    Dies ist ein Lesemarathon der Werwolf-Spielgruppe und der Challenge Gruppe “Zukunft vs. Vergangenheit”. ______________________________________________________________________________ Der Marathon findet vom 27. - 30.12. statt. Anmeldungen sind bis zum 25.12., 24 Uhr möglich! Bitte gebt bis dahin auch eure voraussichtliche Lesezeit an.______________________________________________________________________________ Dieses Mal müssen wir den Weihnachtswichteln helfen, die Geschenke für die Kinder auf der ganzen Welt rechtzeitig fertig zu bekommen. Teams gibt es diesmal nicht. Wir werden alle zusammen arbeiten. Außerdem wird es in diesem Marathon keine schwierigen Rätsel geben, ihr könnt also jederzeit einsteigen. ______________________________________________________________________________ Zu unseren Werwolf-Runden hier auf Lovelybooks veranstalten wir immer einen thematisch passenden Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal einer dieser Marathon statt. Ihr könnt auch teilnehmen, wenn ihr diese Werwolf-Runden nicht kennt! Neulinge sind immer willkommen. Es sind keine Kenntnisse zu “Momo” oder “Die Weihnachtsgeschichte” notwendig, um hier teilzunehmen und man hat dadurch auch keinerlei Vorteil. Die Wahl der Lektüre ist euch absolut selbst überlassen und muss nichts mit dem Thema zu tun haben. Der Spaß bei unserem Lesemarathon steht natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto “Alles kann, nichts muss” könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wie ihr wollt. Unser Ziel ist es, einen spannenden und abwechslungsreichen Marathon zu gestalten, zusammen zu lesen und gemütliche Stunden zusammen zu verbringen.  ______________________________________________________________________________ Die AnmeldungBitte gebt bei eurer Bewerbung an, wie viel ZEIT ihr mit Lesen verbringen wollt, da es dieses Mal wieder planungsrelevant ist. (Ob ihr letztendlich mehr oder weniger lest, ist natürlich nicht ganz so wichtig, hilft uns aber bei der Einschätzung). Ihr dürft euch bei der Anmeldung auch gerne einmal “Unterm Tannenbaum” umsehen und euch drei Geschenke aussuchen. ______________________________________________________________________________ Der AblaufDer Marathon startet am Mittwoch, den 27.12. um 9.00 Uhr. Es werden wieder im Abstand von 3 Stunden Aufgaben gepostet, diese sind keine Gruppenaufgaben und können von jedem Leser zu jeder Zeit bearbeitet werden. Ausgenommen sind hier einzelne Aufgaben, wie z. B. die Sammelaufgabe. Dies wird aber bei der Aufgabenstellung extra erwähnt. Die gelesene Zeit zählt bis zum 30.12. um 21.00 Uhr. Das Finale des Marathons findet anschließend statt. ______________________________________________________________________________ Zeit eintragen Wir sammeln diesmal Zeit und keine Seiten. Eure gelesene Zeit könnt ihr im Dokument in “Die Elfenwerkstätten” eintragen. Rundet dabei bitte immer auf 5 Minuten. Beispiele: Ihr habt 12 Minuten gelesen => Ihr dürft 15 Minuten eintragen.Ihr habt 38 Minuten gelesen => Ihr dürft 40 Minuten eintragen. Um Weihnachten zu retten, müsst ihr die Werkstätten aller Kontinente mit genug Zeit versorgen, damit alle Geschenke produziert werden können! _____________________________________________________________________________________ Das Orga-TeamDieses Mal besteht das Orga-Team aus stebec, BlueSunset, Henny176, katha_strophe & sternchennagel. Bei Fragen, Anregungen etc. meldet euch einfach bei der Luftpost. _____________________________________________________________________________________ Vergangene RundenDoctor Who | Phantom der Oper | Panem | Piraten | Märchenland | Vampire Diaries | Wunderschöne Winterzeit | Supernatural | Game of Thrones | Asterix - Der Gallier | Alice im Wunderland _____________________________________________________________________________________ Teilnehmerliste:⭐️ AnnikaLeu | 720 Minuten⭐️ BlueSunset | 720 Minuten⭐️ Buchgeborene | 765 Minuten⭐️ Elke | 180 Minuten⭐️ Fire | 300 Minuten⭐️ Henny | 600 Minuten⭐️ histeriker | 720 Minuten⭐️ Joel | 60 Minuten⭐️ katha | 240 Minuten⭐️ kattii | 300 Minuten⭐️ kaytilein | 600 Minuten⭐️ Knorke | 300 Minuten⭐️ LadySamira | 300 Minuten⭐️ LaLecture | 600 Minuten⭐️ mabuerele | 720 Minuten⭐️ mareike | 600 Minuten⭐️ Melanie | 1200 Minuten⭐️ Mitchel | 240 Minuten⭐️ mysticcat | 720 Minuten⭐️ papavero | 720 Minuten⭐️ Pippo | 960 Minuten⭐️ samea | 720 Minuten⭐️ Snorki | 800 Minuten⭐️ stebec | 870 Minuten⭐️ sternchen | 600 Minuten⭐️ Traubenbaer | 480 Minuten⭐️ Vucha | 720 Minuten

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    • 999
  • Der rosarote Elefant

    Elefant

    black_horse

    30. November 2017 um 23:21

    Gentechnik macht alles möglich. Alles? Wie weit darf die Wissenschaft gehen? Diesem Thema widmet sich Martin Suter in diesem Buch.Roux hat mit seiner Firma nur ein Ziel: er will einen rosa Elefanten designen, der im dunklen leuchtet. Eine mittels gentechnischer Veränderungen von Elefantenerbgut erschaffene Eizelle lässt er von Zirkuselefantin Asha austragen. Doch dann passiert etwas Unerwartetes: Der Elefantenfötus wächst nicht. Ist das Experiment misslungen?Als der alkohlkranke Schoch aus dem Suff erwacht, entdeckt er in seiner Wohnhöhle ein rosa Elefäntchen. Er sollte wirklich aufhören zu trinken. Oder ist das Tierchen echt?Diese beiden Handlungsstränge verknüpft der Autor zu einer spannenden Verfolgungsjagd, in der die Themen Gentechnik und Obdachlosigkeit zusammentreffen. Zu beiden Bereichen greift er viele Fragen auf. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich.Kurze Kapitel, ausdrucksstarke Charaktere, straffe Handlung, so macht Lesen Spaß. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten!

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  • Lieblingsbuch!

    Elefant

    Edaaa

    07. November 2017 um 18:54

    Dieser Roman hat meiner Meinung nach seine 5 Sterne absolut verdient. Martin Suters Schreibsstil ist extrem fesselnd und die Geschichte, die in diesem Buch geschrieben steht, ist mehr als nur Fantasie. Die Problematik der Gentechnik ist hier gut geschildert und sollte uns Menschen warnen, dass wir nicht in die Natur eingreifen dürfen nur wegen Geld, Ruhm und Anerkennung. Man merkt besonders, dass Geld und Gier  für den Genforscher Roux viel wichtiger ist, als der Respekt an die Natur!                                                                                                       Insbesondere Gier ist heutzutage eines der größten Triebe der Menschen... egal wie gefährlich das Projekt ist, wenn es Geld einbringt, ist es das wert. Wissenschaftler sollten vorsichtig sein, mit dem was sie tun und nicht einfach herum experimentieren, da sie eine gewisse Verantwortung gegenüber der Menschheit haben!Auf der anderen Seite gibt es aber noch Menschen, wie zum Beispiel den burmesischen Elefantenflüsterer Kaung, der versucht alles mögliche zu tun, um den kleinen Elefanten zu beschützen! Für mich ein sehr emotionales Buch! Große Empfehlung!!

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 2095
  • Warmherziger Roman um einen süßen kleinen rosa Elefanten

    Elefant

    Luthien_Tinuviel

    19. October 2017 um 10:46

    Mich hat "Elefant" sehr bewegt. Das Buch erzählt die Geschichte eines kleinen rosa Elefanten, der plötzlich in der Höhle des Obdachlosen Schoch auftaucht, der sich diesem annimmt, jedoch bald feststellen muss, dass er nicht der einzige ist, der sich für den Elefanten interessiert.Das Werk ist aus verschiedenen Blickwinkeln in der Beobachterperspektive erzählt. Zentral geht es um den kleinen Elefanten, warum er rosa ist und leuchtet und die verschiedenen Interessen, die er auslöst. Das Werk hat einen flüssigen Schreibstil und lässt sich sehr gut zwischendurch lesen. Der kleine Elefant wird sympathisch, warmherzig und so liebevoll beschrieben, dass man ihn sofort ins Herz schließt. Die verschiedenen Perspektiven und auch die eingebauten Rückblenden helfen dem Leser, sich ein komplexes Bild von den Hauptcharakteren zu machen. Diese sind dem Leser dann zum Greifen nah.Auch wenn das Buch komplex aufgebaut erscheint durch die Zeitsprünge, fällt es doch nach kurzer Eingewöhnung leicht, dem roten Faden zu folgen. Bemerkenswert sind vor allem die kleinen Details, die die Erzählung aufweist. So finde ich es toll, wie Kleinigkeiten, die am Rande einer Perspektive kurz erwähnt werden, an späterer Stelle aus anderer Perspektive eine ganz andere Bedeutung für die Gesamtgeschichte entwickeln.Insgesamt ein sehr gelungener, warmherzig geschriebener Roman.

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  • Elefant von Martin Suter [Buchrezension]

    Elefant

    AnneEstermann

    16. October 2017 um 08:37

    Zum Buch Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, wie aus dem Nichts. Und ausgerechnet der Obdachlose Schoch findet ihn. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte aus diesem einmaligen Geschöpf eine weltweite Sensation machen. Allerdings hat der burmesische Elefantenflüsterer Kaung andere Pläne, der die Geburt des Tiers begleitet hat, und der Meinung ist, dass man so etwas Besonderes beschützen muss. Mein Fazit Fängt man das Lesen des Romans an, kommt man schnell in die Geschichte hinein.  Obwohl dieser im Jahr 2016 anfängt und einige Rückblenden beinhaltet, tut es der Eingängigkeit der Geschichte keinen Abbruch. Von Anfang an weiß man jedoch, wer auf der guten und wer auf der bösen Seite steht, doch vor allem das Ende lässt den Leser trotz aller Widrigkeiten zufrieden zurück. Die Idee hinter dem Roman ist definitiv einzigartig und gut umgesetzt worden, so dass man als Leser diesen Roman nicht aus der Hand legen möchte. Es zeigt, wie Autor Martin Suter gesellschaftskritisch wichtige Themen zu Papier bringen kann, ohne, dass die Geschichte zu langatmig, klischeehaft oder mit erhobenem Zeigefinger ist. Suter schafft auch, dass man sich für einen Lieblingscharakter entscheiden oder sogar mehrere haben kann. Ein Kritikpunkt wäre jedoch, dass die Geschichte an manchen Stellen recht kurz gehalten wurde, wie etwa in Zusammenhang mit der Gentechnik. Erwartet man einen (Wirtschafts-)Thriller wird man enttäuscht werden. "Elefant" ist ein Roman über Menschlichkeit, Ethik und Empathie, welcher mich jedoch nicht zu 100% überzeugen konnte.

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  • Er ist einfach da - und leuchtet!

    Elefant

    IlonGerMon

    22. September 2017 um 22:59

    Skurril, das war ein erster Eindruck, den ich von diesem Buch nach der Vorschau und dem Klappentext bekommen hatte. Aber das ist nur ein Aspekt dieses Romans und zudem ein recht kleiner. Ja, es mutet skurril an, dass ein in Geldnöten schwebender Zirkusdirektor sich von einem Genforscher gegen das Versprechen einer größeren Geldsumme auf ein verrückt anmutendes Experiment einlässt. Roux, der Forscher, will einer der Elefantenkühe des Zirkus mittels künstlicher Befruchtung und zuvor erfolgter Genmanipulation zu ganz besonderem Nachwuchs verhelfen. Einen Tierarzt, der das Experiment begleitet, hat Roux auch gefunden. Schoch lebt in Zürich auf der Straße oder besser in einer Höhle, die sich am Uferweg des Flusses gebildet hat. Was er nachts plötzlich entdeckt, als er mit einem gehörigen Alkoholpegel aufwacht, kann er nicht glauben. Hat er Entzugserscheinungen? Aber nach seiner eigenen Feststellung kann es das nicht sein, denn getrunken hat er genug. Hat also ein Kind seine Höhle entdeckt und dort sein Spielzeug verloren? Doch so oft Schoch die Augen auch verschließt in dieser Nacht, sobald er sie wieder öffnet steht dieser rosafarbene und leuchtende Mini-Elefant wieder in der Ecke. Und ist beileibe kein Spielzeug, sondern sehr lebendig. Kaung ist schon seit vielen Jahren im Zirkus als Wärter für die Elefanten angestellt. Elefantenflüsterer trifft aber seine Einstellung zu all seinen Schützlingen sehr viel besser und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er Roux und dessen Plänen mit großem Argwohn gegenübersteht. Das Experiment zu verhindern gelingt ihm nicht, aber er sorgt dafür, dass Roux von der Geburt zunächst nicht erfährt und aufgrund falscher Aussagen an das Scheitern seines Experiments glaubt. Schoch hat nun diesen kleinen Elefanten – und er übernimmt plötzlich Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Diesen kleinen Elefanten will und muss er beschützen, daran besteht für ihn kein Zweifel, auch wenn seine Beweggründe auch für ihn selbst erst einmal im Dunkel bleiben. Hilfe erfährt er dabei durch die Tierärztin Valerie, die schon sehr bald eine Vertraute für ihn wird. Zwischen diesen Protagonisten entwickelt sich eine teilweise sehr verrückte und damit auch manchesmal sehr amüsante (Verfolgungs-)Jagd, die spannend auf der einen Seite und sehr anrührend auf der anderen Seite erzählt wird. Dabei sind die Seiten GUT und BÖSE sehr klar verteilt und erkennbar. Schoch und Kaung sind zweifelsfrei die Guten, auch Valerie gehört dazu. Roux und bedingt auch der Zirkusdirektor sind die Bösen, denen man auch als Leser sehr misstrauisch gegenüber steht. Und ohne dass man es bewusst will, beginnt man sich mit dem Thema Gentechnik zu beschäftigen und versucht, eine eigene Position dazu zu finden. Angenehm fällt dabei auf, dass die Thematik sehr verständlich dargestellt wird und der Autor uns einen informativen Einblick liefert. Und ebenso angenehm, dass Suter es dem Leser überlasst, welcher der beiden konkurrierenden Sichtweisen er sich anschließen will. Ein Buch für den Kopf und für das Herz – unbedingt lesen. Mich hat der kleine rosa Elefant sehr berührt.

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  • Was haben ein genmanipulierter Elefant und ein Obdachloser gemeinsam?

    Elefant

    Maren_Zurek

    21. September 2017 um 17:57

    Ich bin lange um das Buch herumgeschlichen und die Meinungen dazu gehen ja auch sehr auseinander. Anfangs stand ich dem ganzen skeptisch gegenüber und habe mich lange gefragt, ob das Buch mich ansprechen wurde, aber ich stelle erleichtert fest, dass es das tut. Als der kleine rosa Elefant zuerst in der Höhle des Obdachlosen auftaucht, war ich verwirrt. Es entwickelt sich eine Geschichte, in verschiedenen Zeitabschnitten dargestellt, die sich um die Jagd nach dem kleinen rosa Elefanten dreht, der mittels Genmanipulation geschaffen wurde. Es wird äußerst spannend und nach und nach erhält man immer mehr Hintergrundinformationen. Ein bisschen Romantik darf am Ende natürlich auch nicht fehlen.Alles in allem fand ich das Buch gelungen, allerdings hat es mich am ende nicht vollkommen überzeugt. Deshalb 4 von 5 Sternen

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  • Authentische Protagonisten und ein niedliches kleines Wesen in einem spannenden Kontext

    Elefant

    Niccitrallafitti

    12. September 2017 um 22:43

    In der Lektüre ging es um den Protagonisten Schoch, ein Obdachloser mit einem Alkoholproblem, der plötzlich auf einen kleinen rosa Elefanten traf. Daraufhin nahmen die Ereignisse ihren Lauf, denn Genforscher Roux ist auf der Suche nach dem Elefanten, ebenfalls Kaung, der burmersische Elefantenflüsterer. Auch Tierärztin Valerie spielte in dem Konstrukt eine große Rolle, die immensen Einfluss auf Schoch hatte.Schoch war mir trotz – oder aufgrund? – seiner eigenbrötlerischen Art sympathisch. Meiner Meinung nach war die Rolle des Elefanten für die Geschichte sehr intelligent eingesetzt, auch wenn die gesamte Idee natürlich zugleich skurril wirkt, insbesondere bezüglich der Ausmaße, die sie zum Ende hin angenommen hat. Mir hat der Verlauf und die Entwicklung der Geschichte sowie des Protagonisten richtig gut gefallen. Ich ging mit keinerlei Erwartungen an das Buch heran, ebenfalls las ich nicht den Klappentext vorher, womit ich völlig unvoreingenommen war.Mein Liebling in der Geschichte war, neben dem kleinen Elefäntchen, wie es liebevoll genannt wurde, der Elefantenflüsterer Kaung. Er war unfassbar liebevoll und klug, er setzte sich für jeden einzelnen Elefanten, mit dem er arbeitete, ein und faszinierte mich besonders durch seinen Blick für das Gefühlsleben der Tiere und seine Kommunikation mit ihnen.Besonders spannend fand ich natürlich die kleinen und großen Verfolgungsjagden die mal mehr, mal weniger tragisch endeten. Den Einfluss des Elefanten auf Schoch fand ich bezeichnend und gut dargestellt. Schoch, der obdachlos ist und keinerlei Verantwortung übernehmen wollte, fand dank dieses kleinen Wesens nach und nach in einen normalen Alltag zurück. Auch Valerie trug wesentlich dazu bei, was ich sehr angenehm fand. Ich mochte ihre Rolle als Gassentierärztin, die ein Herz für alles und jeden besaß, was durchaus mit an ihrer Vergangenheit und familiären Situation lag und wesentlich zur Geschichte beigetragen hat. Natürlich gab es auch ein paar „böse“ Charaktere, die meiner Meinung nach ebenfalls gelungen dargestellt wurden. Sobald Roux ins Bild trat, ahnte ich Schlimmes.Sehr angenehm empfand ich übrigens die sehr kurzen Kapitel, die dafür sorgten, dass ich stets weiterlesen wollte – nur noch ein Kapitel, was letztendlich dazu führte, dass ich das Buch in wenigen Tagen durch hatte. Auch die Erzählperspektive der dritten Person fand ich passend, da man dadurch immer einen Einblick in die verschiedenen Handlungsstränge der verschiedenen Charaktere bekam. Die optische Gestaltung gefiel mir durch die Schlichtheit richtig gut. Die Gentechnik-Thematik wurde passend und gut verständlich dargestellt, sodass ich nie das Gefühl bekam, dass mir spezifische Hintergrundinformationen fehlten. Der Einblick in die Welt der Gentechnologie war informativ, besonders interessant fand ich die Schilderung beider Seiten.Elefant konnte mich durch einen angenehmen Schreibstil, der trotz besonderer Thematik nie zu fachlich wirkte, durch authentische Protagonisten und ein niedliches kleines Wesen in einem spannenden Kontext sowie einer interessanten Entwicklung mit emotionalem Ausgang überzeugen. Meinerseits ein Buchtipp.Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar*.

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