Lila, Lila

von Martin Suter 
3,9 Sterne bei511 Bewertungen
Lila, Lila
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (358):
engineerwifes avatar

Ich liebe den schwarzen Humor von Martin Suter ... auch in diesem Buch kommt er nicht zu kurz, empfehlenswert!

Kritisch (45):
S

Die ballastartige Ausführlichkeit empfand ich als besonders störend, sodass ich das Buch schlicht als "zu lang" bezeichnen würde.

Alle 511 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Lila, Lila"

So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Und er möchte ihre Liebe, um jeden Preis. Dafür muss er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm buchstäblich über den Kopf wächst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257234695
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:10.11.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.11.2009 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 2 Monaten
    Interessant

    (3,5 Sterne)

    Kurzmeinung

    Genre: Roman, Liebe

    Handlung: David kommt der Zufall zu Hilfe. Das Manuskript, das er in der Schublade des gerade gekauften Tisches entdeckt, begeistert Marie. Sie liest viel, möchte Literatur studieren und ist gleich Feuer und Flamme für David, als dieser ihr erzählt, dass er “Lila, Lila” geschrieben hat. Doch Lügen haben kurze Beine, wie der Volksmund sagt, und so verstrickt sich David zunehmend in seinem neuen Leben, das auf einer Lüge basiert. Er hat jedoch keinen Einfluss mehr auf die weiteren Entwicklungen und plötzlich erscheint jemand, der sich David zu erkennen gibt, der weiß, dass er “Lila, Lila” nicht geschrieben hat.

    Charaktere: Martin Suter vereint verschiedene interessante Charaktere in seinem Buch. Eine verzwickte Dreiecksgeschichte entsteht, mit der zwei von dreien ganz unglücklich sind. David, der glücklose und etwas lethargische junge Mann, der plötzlich in den Vordergrund rückt und damit überhaupt nicht umgehen kann. Marie, eine aufgeweckte junge Frau, die weiß was sie will, bleibt an David hängen, da sie ihn für jemand andere hält. Ihre Beziehung funktioniert zu Beginn, da sie sich in den Autor David verliebt hat. In jemanden, der Literatur liebt und sogar ein Teil davon ist. Sie wundert sich zunehmend, warum ihre Beziehung, die Liebe zu David, langsam bröckelt. Diese Spannung zwischen Lüge und Leben zu verfolgen, emfpand ich als sehr gelungen. Leider bleibt David aber die ganze Geschichte über recht blass. Manchmal wirkt er regelrecht emotionslos und debil.

    Spannung: Sie Spannung steigert sich durch den Auftritt eines Mannes, der behauptet, der Autor des Manuskriptes zu sein, das David im Nachtschränkchen gefunden hat. Wird er David auffliegen lassen? Wie weit wird David ihn sich in sein Leben drängen lassen? Wird Marie irgendwann klar werden, dass sie mit David nichts gemeinsam hat, und dass sie nur die Vorstellung eines Davids liebt, den sie sich ausgedacht hat? Der Verlag erwartet von David ein weiteres Buch. Wie wird er aus dieser Situation herauskommen?

    Schreibstil: Martin Suter hat einen angenehmen Schreibstil, der sich sehr gut lesen liest. In den Passagen, die auf der Frankfurter Buchmesse spielen und das Verlagswesen darstellen, erkennt man auch die Kritik des Autors am Verlagswesen. Leider hat der Roman ein paar Längen, die einen dazu verleiten, sie überspringen zu wollen. Manch Beziehungsverwicklung weniger, dafür eine tiefere und emotionalere Darstellung des Protagonisten hätte der Geschichte sehr gut getan.

    Ende: Das Ende hat mich dann doch noch ein klein wenig überrascht und ich finde es gelungen. Wo manche Autoren am Schluss versagen, gelingt Suter der Abschluss ausgezeichnet.

    Fazit: Ein Buch, das erst ganz leicht daherkommt, sich als reine Liebesgeschichte tarnt, um dann doch weitereThemen zu entfalten. Als Leser kann man sich mit den Fragen beschäftigen, wie man selber in so einer Situation reagieren würde. Ist so eine Notlüge in Ordnung, wenn man damit sein Leben zum Positiven wenden kann? Ab welchem Zeitpunkt wäre es richtig gewesen, die Lüge aufzudecken? Lenkt man seinen Blickwinkel auf Marie, müsste man sich fragen, was man an einem Menschen / Partner eigentlich liebt. Sind es die inneren Werte? Redet man sich seine eigene Beziehung auch schön, um nicht sehen zu müssen, was falsch läuft? Insgesamt eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe, die aber noch etwas mehr “Kick” und einen Protagonisten gebraucht hätte, der eine echte Entwicklung vollzieht.

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    Federfees avatar
    Federfeevor 10 Monaten
    Blasse Personen, nicht nachvollziehbare Handlung

    Dieser Roman konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung war teilweise zu ausführlich - was das Ganze ein bisschen langweilig machte - teilweise wieder zu komprimiert. Die Personen bleiben blass und manche ihrer Handlungen wurden so dargestellt, dass sie für mich nicht nachvollziehbar waren.


    David findet durch Zufalll das alte Manuskript einer unglücklichen Liebesgeschichte aus den Fünfzigern. Um Marie, in die er sich verliebt hat, zu imponieren, gibt er es als seines aus und ahnt nicht, was er damit für eine Lawine auslöst. - In seiner neuen Rolle als Starautor fühlt er sich unwohl, auch, weil er ständig Angst hat, dass sich der wahre Autor meldet.


    Wird alles herauskommen? Wird er mit Marie glücklich werden? Wird er selber zum Schriftsteller? Alle diese Fragen werden am Ende des Buches beantwortet sein.

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    HoneyIndahouses avatar
    HoneyIndahousevor einem Jahr
    Traurig und Schön

    Die Geschichte ist wirklich super. Ich persönlich konnte gut Davids Beweggründe verstehen, auch wenn es falsch ist, sich für jemanden auszugeben, der er nicht ist. 
    Es hat für ihn ja eine ganze Weile funktioniert und die Identitätsschwierigkeiten wurden gut erzählt. Die Rolle von Marie finde ich wirklich auch beinahe ironisch gegen Ende. So sieht man, dass sich der Kreis schließt. Wirklich gelungen und spannender als erwartet!


    Insgesamt fand ich es sehr gut und werde hoffentlich bald noch weitere Bücher von Martin Suter lesen.

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    Sikals avatar
    Sikalvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Liebesgeschichte zu einem bekannten Thema, angenehm zu lesen, aber jetzt nicht herausragend. Entspannende Urlaubslektüre.
    Das ist die Geschichte von David und Marie

    David Kern verdient sein Geld mit seinem Aushilfsjob als Kellner in einem In-Lokal. Gerne möchte er in seinem Freundeskreis jemand sein, dem man Gehör schenkt – doch alle beten den selbstgefälligen Ralph an, dem dann allem Anschein nach auch noch Marie verfällt, in die sich David auf den ersten Blick verliebte. David muss handeln, und zwar schnell, um Marie zu beeindrucken und sie auf seine Person aufmerksam zu machen. Da kommt ihm ein durch Zufall gefundenes Manuskript gerade recht, er schreibt seinen Namen darunter und spielt es Marie zu. Doch welch Lawine er damit lostritt, ja damit hat David nicht gerechnet. Je größer der Erfolg wird, je mehr Bücher verkauft werden und je schneller die Fangemeinde wächst, desto klarer wird für David, dass er irgendwann auffliegt. Marie himmelt ihn an – zumindest das hat er erreicht. Doch als plötzlich ein alter Mann behauptet, der Urheber des Manuskriptes zu sein, gerät David in arge Bedrängnis.

    Durch Suters neuesten Roman „Elefant“ wurde ich auf weitere Romane aufmerksam. Ich hatte mich sehr auf Lila Lila gefreut, doch so richtig warm wurde ich nicht mit den Protagonisten. David war mir zu blass, zu manipulierbar. Er machte auch keine wirkliche Entwicklung durch, hat sich von den Mühlen den Literaturbetriebes durchschleifen lassen und keine eigene Entscheidung getroffen. Erst am Ende zeigt er, dass er doch ein Mann ist, der sich aufrafft, um seinem Leben eine Richtung zu geben.

    Der Schreibstil Suters ist natürlich wie immer großartig, präzise Beobachtungen und ausführliche Einblicke in die Mühlen des Verlagswesens lassen interessante Erfahrungen vermuten.

    Eine Liebesgeschichte zu einem bekannten Thema, angenehm zu lesen, aber jetzt nicht herausragend. Entspannende Urlaubslektüre.

    Kommentare: 2
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    BellaBenders avatar
    BellaBendervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine humorvolle Abrechnung mit dem Literaturbetrieb, gegen Ende aber etwas langatmig.
    Kritik an der Literaturkritik

    Natürlich fasziniert mich als Autorin natürlich ein Werk, das sich mit dem Autorendasein und der Szene auseinandersetzt. Die Darstellung des Literaturbetriebs mit all seinen Ecken und Kanten und die Präsentation der tollpatschigen Hauptfigur sind absolut gelungen, jedoch tritt wieder dieses typische Martin Suter Phänomen auf, das ich schon bei einigen seiner Romane beobachten konnte: der Romananfang ist brilliant, der Mittelteil unterhaltsam und gegen Ende lässt die Handlung nach. Schade.

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    S
    Siegmund_Froschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die ballastartige Ausführlichkeit empfand ich als besonders störend, sodass ich das Buch schlicht als "zu lang" bezeichnen würde.
    In die Länge gezogen

    Martin Suter kann schreiben, das beweist er in diesem Buch: Seine Schilderungen von Orten, Stimmungen und Gesprächen sind einfach und treffend - da wäre etwa gleich zu Beginn der Geschichte die Szene mit einer Gruppe von Literaturstudenten und Feuilletonisten, die grandios und humorvoll dargestellt wird. Für mich ist das dann aber auch das einzige, was ich Lila,Lila zugute halten kann. Von der vorhersehbaren und ungeschickt aufgebauten Geschichte über die Eindimensionalität der Charaktere bis zur ballastartigen Ausführlichkeit ist hier einiges misslungen. Letzteres empfand ich als besonders störend, sodass ich das Buch in zwei Worten wie folgt beschreiben würde: Zu lang! Auch eine Radikaldiät bezüglich des Umfangs hätte es wohl nicht zu einem Meisterwerk gemacht, aber vermutlich geholfen, das Potenzial der netter Unterhaltung besser auszuschöpfen.
    So jedoch bleibt mir als Fazit nur: Ich war leider froh, das Buch am Ende weglegen zu können.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich präzise, unterhaltsam, spannend, ein sympathischer Held, zwei Liebesgeschichten und eine Satire auf den Literaturbetrieb.
    Im Inneren des Literaturbetriebes

    In Lila, Lila plaudert Martin Suter sozusagen aus dem Nähkästchen, denn es geht um den Literaturbetrieb.

    David Kern, jung, sympathisch, etwas orientierungslos, jobbt als Aushilfe in einer Szenekneipe. Dort lernt er Marie, eine junge, literaturbegeisterte Frau kennen. Er verliebt sich in sie, hat aber keine Ahnung, wie er an die Angebetete herankommen soll. Da findet er durch Zufall in einem alten Nachttisch vom Trödler ein Manuskript mit einer wunderbaren Liebesgeschichte. Er zeigt es ihr, Marie schickt es an einen Verlag, David wird zum Shootingstar der deutschen Literatur und die Lawine ist nicht mehr aufzuhalten. Aber je größer der Erfolg, desto größer Davids Angst vor der Enttarnung. Sein Plan ist zwar aufgegangen und er hat Marie für sich gewonnen, aber kann eine Liebe Bestand haben, die auf einer Lüge gründet? Liebt ihn Marie wirklich, oder liebt sie nicht vielmehr das Bild, das sie von ihm hat? Und dann taucht auch noch jemand auf, der behauptet, er wäre der wahre Verfasser der Geschichte...

    Wie fast immer bei Martin Suter hat mir der Roman beim Lesen großen Spaß gemacht. Seine sprachliche Präzision, der sympathische Held, mit dem gelitten habe, die beiden Liebesgeschichten, eine davon als "Buch im Buch", die Spannung und die herrliche Satire auf den Literaturbetrieb haben mich niveauvoll unterhalten.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 3 Jahren
    Lieber Gott, lass die Geschichte nicht traurig enden

    David ist Kellner in einem Szenerestaurant. Marie ist eine wunderschöne Frau, die sich nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung erst einmal Zeit für sich selbst nehmen möchte. David verliebt sich sofort in Marie, doch diese interessiert sich mehr für Literatur und weniger für David. Als er eines Tages ein Manuskript in die Hände bekommt, gibt er dieses Marie zum Lesen. Er gibt sich als Autor aus und landet unversehens in einem Strudel aus Lügen, Verrat, Heimlichtuerei und Identitätsverlust. Wird Marie sich ebenfalls in ihn verlieben? In eine vermeintlich andere Person? Wird sie herausfinden, dass David gelogen hat?
    Das Thema ist nicht weiter neu, aber dennoch viel besser erzählt, als es so manch anderer kann. Martin Suter kann schreiben und obwohl mir sowohl "Der Koch" als auch "Montecristo" besser gefallen haben, war es doch eine schöne Liebesgeschichte, die vielleicht auch zeigt, dass man am Ende nur gewinnen kann, wenn man man selbst bleibt. Zu vier Sternen hat es leider nicht ganz gereicht, dennoch möchte ich 3,5 vergeben.

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    buch3000s avatar
    buch3000vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Herrlich sarkastisch wird der Literaturbetrieb aufs Korn genommen
    Kurzweilig und schnörkellos - typisch Suter

    Ein grüner Junge findet ein Manuskript, gibt sich als Verfasser aus um einer jungen Frau zu imponieren, und kann sie schließlich erobern. Soweit so gut, blöd nur, dass der wirkliche Autor irgendwann auftaucht und seine Forderungen stellt. Forderungen, die unser Held kaum zu erfüllen vermag, aber seine Geliebte soll und darf die Wahrheit natürlich nicht erfahren. 
    Martin Suter beschreibt dies alles mit seiner typischen Leichtigkeit, und nimmt so ganz nebenbei noch den Literaturbetrieb herzhaft aufs Korn. Großartig, ein Roman der wirklich Spaß macht. Allerdings; ob das Buch die mittelmäßige Verfilmung mit D. Brühl noch gebraucht hätte, bin ich nicht sicher. 

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    Maya39s avatar
    Maya39vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: auch hier wieder grossartig wie suter es vermag, protagonisten und leser zugleich in sich selber und der geschichte zu verstricken..
    Verstrickte Sache und Suters Zauber...


    Während ich ein Buch von ihm lese, verändert sich meine Wahrnehmung im Alltag und nehme meine Umgebung viel differenzierter und
    In meinem Kopf beginne ich in Suters Sprache Situationen, Menschen und Begebenheiten zu kommentieren, ao als würde ich ein eigenes Buch im Namen von Martin Suter kreieren.
    Das hört sich wohl ein wenig verrückt an, ging mir jedoch bisher bei alll seinen Büchern so.
    Einfach fabelhaft :))

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    L
    hallo ich habe vor einiger zeit lila, lila von martin suter geschenkt bekommen. nun beendet! sehr süße liebesgeschichte - mit was könnte ich als nächstes anfangen? gerne auch wieder suter, sein buch hat mir gut gefallen!
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