Martin Suter Lila, Lila

(488)

Lovelybooks Bewertung

  • 445 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 10 Leser
  • 50 Rezensionen
(143)
(198)
(103)
(41)
(3)

Inhaltsangabe zu „Lila, Lila“ von Martin Suter

So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Und er möchte ihre Liebe, um jeden Preis. Dafür muss er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm buchstäblich über den Kopf wächst.

Eine Liebesgeschichte zu einem bekannten Thema, angenehm zu lesen, aber jetzt nicht herausragend. Entspannende Urlaubslektüre.

— Sikal

Eine humorvolle Abrechnung mit dem Literaturbetrieb, gegen Ende aber etwas langatmig.

— BellaBender

Schade es sagen zu müssen, aber der Film mit Daniel Brühl und Hannah Herzsprung hat mir 100-mal besser gefallen.

— Hazel93

Hat mich leider nicht überzeugt. Zog sich im Mittelteil in die Länge und alles war sehr vorhersehbar.

— Mercidi

Perfekt, Super Story, kann ich nur weiterempfehlen. Auch die Verfilmung mit Daniel Brühl ist absolut sehenswert.

— etelka

Mein liebstes von Suter.

— anitaelsewhere

Sprachlich präzise, unterhaltsam, spannend, ein sympathischer Held, zwei Liebesgeschichten und eine Satire auf den Literaturbetrieb.

— Barbara62

Unglaublich tolles Buch, konnte es kaum aus der Hand legen!

— Bluebell2004

Wie immer ein guter Suter...........

— blueberry7

sehr gut geschrieben, ich liebe es...

— Sunny02

Stöbern in Romane

Desorientale

Ein beeindruckender Lebensbericht, der vieles, was wir zu wissen glauben, zurechtrücken kann.

miss_mesmerized

Zartbitter ist das Glück

Wunderschöne Geschichte über eine Alters-WG auf den Fidschi-Inseln und die Sorgen des Alltags

jutscha

Das Floß der Medusa

Ein Trommelfeuer grässlicher, schockierender und monströser Szenen - eine verstörende Allegorie auf die Menschennatur.

parden

Underground Railroad

Thema ist immer noch aktuell, Realität und Sinnbild sind brilliant verwoben, wodurch das Buch lange nachklingt.

Talathiel

Die Lichter von Paris

Ein Roman über Oma und Enkelin die ihr Leben ändern, nur mit 75 Jahren Zeitunterschied ...

MissNorge

Die Melodie meines Lebens

Dieses Buch hinterlässt ein nachdenkliches aber auch fröhliches Schmunzeln.

Susas_Leseecke

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das ist die Geschichte von David und Marie

    Lila, Lila

    Sikal

    18. August 2017 um 09:03

    David Kern verdient sein Geld mit seinem Aushilfsjob als Kellner in einem In-Lokal. Gerne möchte er in seinem Freundeskreis jemand sein, dem man Gehör schenkt – doch alle beten den selbstgefälligen Ralph an, dem dann allem Anschein nach auch noch Marie verfällt, in die sich David auf den ersten Blick verliebte. David muss handeln, und zwar schnell, um Marie zu beeindrucken und sie auf seine Person aufmerksam zu machen. Da kommt ihm ein durch Zufall gefundenes Manuskript gerade recht, er schreibt seinen Namen darunter und spielt es Marie zu. Doch welch Lawine er damit lostritt, ja damit hat David nicht gerechnet. Je größer der Erfolg wird, je mehr Bücher verkauft werden und je schneller die Fangemeinde wächst, desto klarer wird für David, dass er irgendwann auffliegt. Marie himmelt ihn an – zumindest das hat er erreicht. Doch als plötzlich ein alter Mann behauptet, der Urheber des Manuskriptes zu sein, gerät David in arge Bedrängnis. Durch Suters neuesten Roman „Elefant“ wurde ich auf weitere Romane aufmerksam. Ich hatte mich sehr auf Lila Lila gefreut, doch so richtig warm wurde ich nicht mit den Protagonisten. David war mir zu blass, zu manipulierbar. Er machte auch keine wirkliche Entwicklung durch, hat sich von den Mühlen den Literaturbetriebes durchschleifen lassen und keine eigene Entscheidung getroffen. Erst am Ende zeigt er, dass er doch ein Mann ist, der sich aufrafft, um seinem Leben eine Richtung zu geben. Der Schreibstil Suters ist natürlich wie immer großartig, präzise Beobachtungen und ausführliche Einblicke in die Mühlen des Verlagswesens lassen interessante Erfahrungen vermuten. Eine Liebesgeschichte zu einem bekannten Thema, angenehm zu lesen, aber jetzt nicht herausragend. Entspannende Urlaubslektüre.

    Mehr
    • 3
  • Kritik an der Literaturkritik

    Lila, Lila

    BellaBender

    13. July 2017 um 14:54

    Natürlich fasziniert mich als Autorin natürlich ein Werk, das sich mit dem Autorendasein und der Szene auseinandersetzt. Die Darstellung des Literaturbetriebs mit all seinen Ecken und Kanten und die Präsentation der tollpatschigen Hauptfigur sind absolut gelungen, jedoch tritt wieder dieses typische Martin Suter Phänomen auf, das ich schon bei einigen seiner Romane beobachten konnte: der Romananfang ist brilliant, der Mittelteil unterhaltsam und gegen Ende lässt die Handlung nach. Schade.

    Mehr
  • In die Länge gezogen

    Lila, Lila

    Siegmund_Frosch

    11. December 2016 um 23:04

    Martin Suter kann schreiben, das beweist er in diesem Buch: Seine Schilderungen von Orten, Stimmungen und Gesprächen sind einfach und treffend - da wäre etwa gleich zu Beginn der Geschichte die Szene mit einer Gruppe von Literaturstudenten und Feuilletonisten, die grandios und humorvoll dargestellt wird. Für mich ist das dann aber auch das einzige, was ich Lila,Lila zugute halten kann. Von der vorhersehbaren und ungeschickt aufgebauten Geschichte über die Eindimensionalität der Charaktere bis zur ballastartigen Ausführlichkeit ist hier einiges misslungen. Letzteres empfand ich als besonders störend, sodass ich das Buch in zwei Worten wie folgt beschreiben würde: Zu lang! Auch eine Radikaldiät bezüglich des Umfangs hätte es wohl nicht zu einem Meisterwerk gemacht, aber vermutlich geholfen, das Potenzial der netter Unterhaltung besser auszuschöpfen. So jedoch bleibt mir als Fazit nur: Ich war leider froh, das Buch am Ende weglegen zu können.

    Mehr
  • Im Inneren des Literaturbetriebes

    Lila, Lila

    Barbara62

    08. June 2016 um 08:32

    In Lila, Lila plaudert Martin Suter sozusagen aus dem Nähkästchen, denn es geht um den Literaturbetrieb. David Kern, jung, sympathisch, etwas orientierungslos, jobbt als Aushilfe in einer Szenekneipe. Dort lernt er Marie, eine junge, literaturbegeisterte Frau kennen. Er verliebt sich in sie, hat aber keine Ahnung, wie er an die Angebetete herankommen soll. Da findet er durch Zufall in einem alten Nachttisch vom Trödler ein Manuskript mit einer wunderbaren Liebesgeschichte. Er zeigt es ihr, Marie schickt es an einen Verlag, David wird zum Shootingstar der deutschen Literatur und die Lawine ist nicht mehr aufzuhalten. Aber je größer der Erfolg, desto größer Davids Angst vor der Enttarnung. Sein Plan ist zwar aufgegangen und er hat Marie für sich gewonnen, aber kann eine Liebe Bestand haben, die auf einer Lüge gründet? Liebt ihn Marie wirklich, oder liebt sie nicht vielmehr das Bild, das sie von ihm hat? Und dann taucht auch noch jemand auf, der behauptet, er wäre der wahre Verfasser der Geschichte... Wie fast immer bei Martin Suter hat mir der Roman beim Lesen großen Spaß gemacht. Seine sprachliche Präzision, der sympathische Held, mit dem gelitten habe, die beiden Liebesgeschichten, eine davon als "Buch im Buch", die Spannung und die herrliche Satire auf den Literaturbetrieb haben mich niveauvoll unterhalten.

    Mehr
  • Lieber Gott, lass die Geschichte nicht traurig enden

    Lila, Lila

    Bibliomania

    19. July 2015 um 22:58

    David ist Kellner in einem Szenerestaurant. Marie ist eine wunderschöne Frau, die sich nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung erst einmal Zeit für sich selbst nehmen möchte. David verliebt sich sofort in Marie, doch diese interessiert sich mehr für Literatur und weniger für David. Als er eines Tages ein Manuskript in die Hände bekommt, gibt er dieses Marie zum Lesen. Er gibt sich als Autor aus und landet unversehens in einem Strudel aus Lügen, Verrat, Heimlichtuerei und Identitätsverlust. Wird Marie sich ebenfalls in ihn verlieben? In eine vermeintlich andere Person? Wird sie herausfinden, dass David gelogen hat? Das Thema ist nicht weiter neu, aber dennoch viel besser erzählt, als es so manch anderer kann. Martin Suter kann schreiben und obwohl mir sowohl "Der Koch" als auch "Montecristo" besser gefallen haben, war es doch eine schöne Liebesgeschichte, die vielleicht auch zeigt, dass man am Ende nur gewinnen kann, wenn man man selbst bleibt. Zu vier Sternen hat es leider nicht ganz gereicht, dennoch möchte ich 3,5 vergeben.

    Mehr
  • Kurzweilig und schnörkellos - typisch Suter

    Lila, Lila

    buch3000

    07. December 2014 um 16:25

    Ein grüner Junge findet ein Manuskript, gibt sich als Verfasser aus um einer jungen Frau zu imponieren, und kann sie schließlich erobern. Soweit so gut, blöd nur, dass der wirkliche Autor irgendwann auftaucht und seine Forderungen stellt. Forderungen, die unser Held kaum zu erfüllen vermag, aber seine Geliebte soll und darf die Wahrheit natürlich nicht erfahren.  Martin Suter beschreibt dies alles mit seiner typischen Leichtigkeit, und nimmt so ganz nebenbei noch den Literaturbetrieb herzhaft aufs Korn. Großartig, ein Roman der wirklich Spaß macht. Allerdings; ob das Buch die mittelmäßige Verfilmung mit D. Brühl noch gebraucht hätte, bin ich nicht sicher. 

    Mehr
  • Verstrickte Sache und Suters Zauber...

    Lila, Lila

    Maya39

    14. August 2014 um 13:28

    Während ich ein Buch von ihm lese, verändert sich meine Wahrnehmung im Alltag und nehme meine Umgebung viel differenzierter und In meinem Kopf beginne ich in Suters Sprache Situationen, Menschen und Begebenheiten zu kommentieren, ao als würde ich ein eigenes Buch im Namen von Martin Suter kreieren. Das hört sich wohl ein wenig verrückt an, ging mir jedoch bisher bei alll seinen Büchern so. Einfach fabelhaft :))

    Mehr
  • Leider nicht wie erwartet

    Lila, Lila

    cinderella_2014

    13. May 2014 um 18:38

    Die Story ist echt interessant aber leider konnte ich dem Buch dann doch nicht viel abgewinnen. Zu viel beschreibung ich weiß nicht fand es leider langweilig zu lesen.

  • "Und dieser Peter Landwei - das war ich."

    Lila, Lila

    loveisfriendship

    08. November 2013 um 16:13

    "Und dieser Peter Landwei - das war ich." Mit diesem Satz beginnt Lila, Lila. Gleichzeitig ist es aber auch der letzte Satz des Manuskripts, das David Kern in einem alten Nachttischchen findet und das sein Leben verändern wird. David ist ein unscheinbarer und schüchterner Kellner, unsichtbar für Marie, die er liebt. Doch Marie interessiert sich für Literatur und so trifft David eine folgenschwere Entscheidung, die sein Leben auf den Kopf stellen wird. Denn nie hätte David gedacht, dass der Roman, den alle für den seinen halten, ein solcher Erfolg wird... "Lieber Gott, laß sie nicht traurig enden." So wie Peter für seine, so habe ich für Davids Geschichte empfunden. Martin Suter schafft es, einen absolut in dem Bann seines Romans gefangen zu nehmen, einen zu fesseln, da er so intensiv und spannend schreibt. Die Atmosphäre, die dadurch erzeugt wird, finde ich wundervoll. Sie ist von ruhiger, zarter und sehr dichter Schönheit. Lila, Lila hat keinen Ich-Erzähler und da der Einblick in die Innenwelt der Charaktere in jedem Kapitel wechselt, bekommt man von jeder Figur die Beweggründe nahegelegt, die mir teilweise dennoch unklar blieben. Marie, die eigentlich nicht David liebt, sondern das Bild, das sie von ihm erhält, den Schriftsteller des Romans, von dem sie denkt, dass es David ist. Jacky, der David ausnutzt und ihn erpresst. David, der den Betrug nicht aufklärt und den dafür günstigen Moment verstreichen lässt. Obwohl das, was David tut, eigentlich nicht zu rechtfertigen ist, habe ich dennoch mit ihm mitgelitten, da er so hilflos ist. Anfangs eine Liebesgeschichte, entwickelt sich Lila, Lila immer mehr in Richtung Psychothriller, da David dem Druck langsam nicht mehr gewachsen ist und er sich immer mehr in seine Lügenwelt einspinnt, bis die Geschichte am Ende traurige Parallelen zu dem Roman, der unter Davids Namen erschienen ist, aufweist. Es gibt auch einige amüsante Stellen, aber es überwiegt die Tragik. Lila, Lila zeigt, wie erschreckend schnell eine kleine Lüge, ein kleines Missverständnis zu einem schweren Betrug und einer Katastrophe werden kann, die aus dem Ruder läuft. Fazit: Martin Suters wunderbarer Roman Lila, Lila wird nicht der letzte dieses Autors sein, den ich lesen werde. "Genau bei »Eltern« passierte es. David begann, sich selbst zu sehen. Wie er da vornübergebeugt an diesem kleinen Tischchen saß und mit viel zu lauter Stimme etwas vorlas, das man eigentlich nicht leise genug lesen konnte."

    Mehr
  • Rezension zu Lila, Lila

    Lila, Lila

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2013 um 17:20

    Dieser Roman handelt von einem jungem Kellner namens David. In die Bar, in welcher er angestellt ist, kommt in letzter Zeit immer häufiger eine junge, wunderschöne Frau. Ihr Name lautet Marie. Wie das Schicksal es will, verliebt sich David in sie. Marie liebt Literatur. Um Marie für sich zu gewinnen, veröffentlicht David ein Buch, welches er in einer Schublade seines alten Kastens angefunden hat, unter seinem Namen. Marie und er kommen sich tastächlich näher. Jedoch hat diese Veröffentlichung ungeahnte Folgen....

    Mehr
  • Nichts für Autoren vor der ersten eigenen Lesung!

    Lila, Lila

    MarliesFerber

    06. June 2013 um 17:18

    Lila, Lila handelt von einem jungen Mann, David, der als Kellner arbeitet und sich in ein Mädchen unsterblich verliebt, das sich in einem Kreis von superintelligent daherschwafelnden Möchtegern-Künstlern (darunter der David sehr herablassend behandelnde "Goliath" Ralph "Grand") immer in der Kneipe trifft, in der er bedient. Dann hat unser kleiner David plötzlich nicht nur unsere Sympathie, sondern auch Glück: Er findet ein Manuskript in einer Schublade eines Trödelmarkt-Nachttischchens und kommt auf die Idee, es der Angebeteten, Marie, als sein eigenes literarisches Werk zu präsentieren. Marie ist tatsächlich beeindruckt, allerdings dermaßen, dass sie sich nicht nur in ihn verliebt, sondern das Manuskript auch noch heimlich an einen Verlag schickt. Das Werk, eine traurige Liebesgeschichte, erscheint, und plötzlich taucht ein alter Säufer auf, der sich als der wahre Autor zu erkennen gibt ... Während "Lila, Lila" zum Bestseller wird, merkt David, wie sich die unglückliche Liebesgeschichte "seines" Werkes langsam aber sicher in seinem Leben zu wiederholen beginnt. "Lila, Lila" war ein großer Genuss, nicht zuletzt wegen des unnachahmlichen sprachlichen Stils von Martin Suter und wegen des Ideengehalts. Viele Stellen (vor allem der beschriebenen Lesungen) sind soooo umwerfend, dass man laut loslachen muss (Autoren, die selbst gerade vor ihrer ersten Lesung stehen, sollten die Lektüre lieber auf nachher verschieben). Die Beschreibungen von Buchmesse, Lesungen etc. sind der Hammer. Ein Wanderer zwischen den Genres, dieses Buch, ein bisschen Krimi, ein bisschen Sozialstudie und den Literaturbetrieb aufs Korn genommen, aber vor allem eine wendungsreiche Liebesgeschichte mit der amüsant und gleichwohl tiefgründig durchgespielten Frage, wie sich Leben und Literatur gegenseitig beeinflussen und bedingen, ob das Leben die Literatur gebiert oder umgekehrt und wer wen imitiert und in den Tunnel führt - oder doch durch ihn hindurch ans Licht.

    Mehr
  • Rezension zu "Lila, lila" von Martin Suter

    Lila, Lila

    winter-chill

    24. May 2013 um 22:14

    Der Schreibstil, die Idee, die Umsetzung: ich liebe einfach alles an diesem Buch. Es ist faszinierend mit welcher Beobachtungsgabe Suter die Szenen der Geschichte entwirft und mit welcher Feinfühligkeit er seine Figuren kreiert. Dabei gelingt ihm ein Spagat zwischen Liebegeschichte, Satire und Krimi. „Lila, lila“ ist ein spannendes, tiefgründiges und unterhaltsames Buch, das einen sofort in den Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr los lässt.

    Mehr
  • Marie, Marie

    Lila, Lila

    Cherrychapstick

    26. April 2013 um 14:34

    David führt das unscheinbare Leben eines 23-jährigen Kellners, der noch nicht recht weiss, wohin sein Leben ihn führen soll. Bis eines Tages Marie, die Frau seiner Träume, die Bar betritt. Sie ist jung, schön und intelligent - sie holt das Gymnasium nach um später Literatur zu studieren, und jobbt nebenbei als Schaufensterdekorateurin. Seine Gedanken gelten nur noch ihr und dem Unterfangen, wie er sie wohl besser kennenlernen kann. Wie es der  Zufall so will, findet David in einem alten Nachttischchen ein Manuskript einer tragischen Liebesgeschichte der 50er Jahre. Der 20-jährige Peter verliebt sich in die 16-jährige Sophie. Ihre Eltern schicken Sie in ein Internat, wohin er ihr Liebesbriefe schreibt. Als sie zurückkehrt, will sie nichts mehr von ihm wissen, und Peter, verzweifelt vor Liebe, rast mit seinem Motorrad in eine Felswand. Nach einiger recherche weiss er nun, dass das Buch nie veröffentlicht wurde und dessen Autor, Alfred Duster, bereits verstorben ist. Er nutzt die Gelegenheit und gibt Marie "sein" Manuskript mit der Bitte, es zu lesen und ihre Meinung darüber zu äussern. Und der Fisch hat angebissen. Sie fand es nicht nur gut, sie liebte es. Marie sieht ihn plötzlich mit anderen Augen, er ist nicht mehr einfach nur der stinknormale Kellner, einer der in der Lage war, so tiefschürfende Gefühle zu empfinden und auf's Papier zu bringen, muss doch etwas Besonderes sein. Heimlich schickt Marie das Manuskript einem Verlag zu, der das Buch dann prompt veröffentlichen will. Eins führt zum anderen, so dass sich David vor dem Erfolg des Buches kaum mehr retten kann. Er wähnt sich sogar schon langsam in Sicherheit und glaubt, mit dem Schwindel leben zu können, als kein anderer als Alfred Duster sein Buch von ihm signieren lässt... Wieder ein ausgezeichnetes Werk von Martin Suter. Das Lesen war ein echtes Vergnügen. Die Geschichte ist originell und für mich völlig unvorhersehbar. Am nachdenklichsten machte mich die Tatsache, wie sich Marie zuerst in der Rolle von Peter wähnte, sich dann aber in der Rolle von Sophie wiederfand. Wunderbar - aber bitte, lesen Sie selbst!

    Mehr
  • Für Liebesroman-Leser und Suter-Fans!

    Lila, Lila

    lerurahn

    23. March 2013 um 23:38

    Liebesgeschichte um den unscheinbaren Kellner David und die Abiturientin Marie. Durch den Erwerb eines Nachttisches gelangt David in den Besitz eines Roman-Manuskripts. Er scannt es ein und gibt es einem Stammgast, Marie, zum Probelesen. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit von Marie zu bekommen, was ihm bisher nicht gelungen ist. Marie interessiert sich vielmehr für die Clique um Ralph Grand, die jeden Abend in der Bar sitzt und in die sie sehr bald aufgenommen wird. Doch der Roman, die Liebesgeschichte Peter und Sophie, gefällt Marie und sie sieht David fortan mit anderen Augen: er avanciert zum Schriftsteller, den sie schätzt und mit dem sie sich auf eine Liebesbeziehung einlässt. Sie weiß nicht, dass hinter dem Roman ein Autor namens Alfred Duster steckt, der sich das Leben aus unerfüllter Liebe genommen hat und David sich mit falschen Federn schmückt. So beginnt zunächst gut, was aufgrund der Lüge und des Betruges schlecht enden muss. Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag, der Roman wird ein Bestseller und David zu einem gefeierte Autor, der mit dem Ruhm nicht umgehen kann, nervös Lesungen hält und sich zudem noch vom angeblichen Autor des Romans erpressen lässt. David gelingt es nicht dem Strudel aus Erpressung und Lüge zu entkommen, er beginnt sich zu verändern. Marie sieht nicht mehr länger den Autor des anrührenden Liebesgeschichte in ihm, sondern ist vielmehr genervt und gelangweilt. Sie zieht sich zurück, was David alarmiert, doch auch jetzt schafft er den Absprung nicht. Nach einem letzten Zusammentreffen bei dem eine Aussprache der beiden an überhöhtem Alkoholkonsum Davids scheitert und Marie sich angewidert auf die Couch verzieht, verlässt sie ihn endgültig. Ein gut zu lesender Roman, unterhaltsam und mit der richtigen Portion Sarkasmus und Ironie gewürzt. Deutliche Figurenzeichnung vor allem des Erpressers Jacky und des hilflosen Davids. An vielen Stellen hätte ich ihn gerne geschüttelt und mit ihm geschimpft, doch endlich die Augen zu öffnen! Der Spannungsbogen gewinnt erst in der zweiten Hälfte so richtig, gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

    Mehr
  • Rezension zu "Lila, Lila" von Martin Suter

    Lila, Lila

    simoneg

    02. November 2011 um 22:12

    So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Und er möchte ihre Liebe, um jeden Preis. Dafür muß er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm buchstäblich über den Kopf wächst... Muß David wirklich ein anderer werden, um Marie für sich zu gewinnen? Keine Ahnung. Er jedenfalls glaubt das, und dann findet er zufällig in einem gekauften Alt-Möbel das Manuskript mit einer wahren Liebesgeschichte. Und was tut ein verliebter Mann nicht alles, um seine Angebete zu beeindrucken? Bei David ist es zunächst nur eine kleine Lüge, eine kleine Unwahrheit. Dass er damit jedoch einen Schneeball ins Rollen bringt, der zu einer Lawine wird, kann er nicht ahnen. Doch er hat einfach keinen A... in der Hose, um das alles rechtzeitig zu beenden. Die Chance hätte er gehabt. Hätte irgendwann alles gut werden können? Vielleicht. Klar wird jedoch, dass keine Lüge ewig überlebt.... Das war wieder ein schöner Suter. Man weiß bei ihm ja nie wirklich, worauf man sich einläßt. Dass das Ende irgendwie dramatisch wird, war klar. Doch die Auflösung war wieder einmal anders als erwartet. Der mann ist einfach schlecht berechenbar und das macht seine Bücher auch so interessant.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks