Martin Suter Montecristo

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Inhaltsangabe zu „Montecristo“ von Martin Suter

Eigentlich möchte Jonas Brand nur sein Filmprojekt »Montecristo« verwirklichen. Doch dann gerät der Journalist immer tiefer in eine Sache, die größer ist als jeder Blockbuster – mit immensen Folgen für unser Finanzsystem.

Toll zu lesen, inhaltlich aber nicht überzeugend

— hexhex
hexhex

Sehr leicht zu lesender und aktueller kurzer Krimi, der Spaß macht!

— verena scott
verena scott

Spannend von Anfang an, inkl. überraschendem Ende.

— elfenkind
elfenkind

In der Geschichte steckt viel Potenzial, welches sich am Ende in Luft auflöst.

— Kleine1984
Kleine1984

Der Plot ist schlimm, seine Schreibe schlimmer. Das Schlimmste, was ich je von ihm gelesen habe. Keine Ahnung, was ihn da geritten hat.

— Spinelldete
Spinelldete

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  • Verschwörung in der Finanzwelt

    Montecristo
    winter-chill

    winter-chill

    16. March 2017 um 20:28

    Ein Personenschaden während einer Fahrt im Intercity und zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer. Auf den ersten Blick hat beides nichts miteinander zu tun – auf den zweiten Blick schon. Videojournalist Jonas Brand ahnt blad, dass er hier auf eine brisante Geschichte gestoßen ist. Soll er ihr nachgehen? Oder soll er sich doch lieber seinem großen Traum widmen, dem Filmprojekt „Montecristo“, für das es plötzlich einen Geldgeber gibt. Martin Suter entführt seine Leser diesmal in eine recht zwielichtige Welt der Banker, Börsenmakler, Politiker und Journalisten. Eine Welt, in der alles eine große Verschwörung ist, in der Betrügereien und Skandale vertuscht werden und alles mit allem zusammenhängt. Wer es wagt, in diesem System herumzuschnüffeln, bezahlt am Ende mit dem Leben. Mit einer perfekt durchdachten Thriller-Dramaturgie und äußerst geschmeidig entwirft Suter das abgründige Szenario eines folgenschweren Finanzskandals. Die Geschichte ist extrem gut recherchiert und man hat das Gefühl, dass sich Suter in den Chefetagen der Hochfinanz bestens auskennt. Zu kurz kommen auch in diesem Roman nicht Suters elegante, schnörkellose Sprache und die routinierten Dialoge. Ein spannender, unterhaltsamer, intelligenter und schockierender Roman, an dessen Ende der Leser recht desillusioniert dasteht.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2303
  • Spannender Lesespaß in gewohnter Suter`scher Qualität

    Montecristo
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    13. October 2016 um 11:37

    Jonas Brand, der junge Protagonist von Martin Suters neuem Roman, ist ein mäßig erfolgreicher freischaffender Videojournalist. Er träumt davon, irgendwann richtige Filme zu machen und sein schon jahrelang in ihm reifendes Projekt „Montecristo“ hat, wie er findet, das Zeug zu einem Blockbuster.Seiner neuen Freundin Marina Ruiz erklärt er den Plot so: „Ein junger Mann hat eine Dotcom-Firma gegründet, mit der er Millionen macht. Während seiner Ferien in Thailand wird ihm eine große Menge Heroin ins Gepäck geschmuggelt. Er wird erwischt und kommt als Dealer ins Gefängnis. Der Fall erregt Aufsehen in seiner Heimat, aber als seine drei Geschäftspartner, die sein Anwalt als Zeugen bestellt hat, ihn überraschend belasten, verliert die Öffentlichkeit das Interesse. Der Mann bekommt lebenslänglich und verschwindet in einem der berüchtigten Gefängnisse Thailands. Seine Geschäftspartner  erhalten die Kontrolle über die Firma und verkaufen sie für ein Vermögen.“Doch wie dem literarischen Vorbild von Dumas gelingt Montecristo nach einigen Jahren die Flucht. Er sinnt auf Rache, unterzieht sich mit dem Geld, das er von früher auf der Seite hat, etlichen kosmetischen Operationen. Er kehrt zurück und treibt, als Investor getarnt, seine ehemaligen Partner in den Ruin.Zu diesem Zeitpunkt ahnt er nicht, dass schon bald ein Vorfall zweieinhalb Monate vorher nicht nur sein Leben verändern, sondern ihn selbst  seiner filmischen Hauptfigur so nahe bringen sollte, wie er es nicht für möglich gehalten hätte.Auf dem Weg nach Basel, wo er für die Zeitschrift „Highlife“ über einen Fundraisingball berichten soll, hält sein Zug auf offener Strecke. Ein Mann ist offenbar aus dem Zug gestürzt und ums Leben gekommen. Jonas Brand hält geistesgegenwärtig die Szene und Gespräche im Speisewagen fest, auch die Frage eines Mannes an einen anderen, ob er Paolo gesehen habe.Doch schon bald nach seiner Rückkehr nach Zürich vergisst Jonas diesen Vorfall. Das Video allerdings behält er in seiner Wohnung. Erst als nach etwa drei Monaten Jonas der Zufall zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer in die Hand fallen, und seine Bank ihm die Echtheit beider Scheine bestätigt, taucht der Vorfall im IC nach Basel wieder auf. Zwischen den Scheinen und dem Tod im Zug scheint es Zusammenhänge zu geben. Jonas Brands Wohnung wird durchwühlt und er selbst wird zusammengeschlagen und beraubt.Da will jemand Spuren beseitigen, Ungereimtheiten aus der Welt schaffen und gleichzeitig die Reputation  staatstragender Persönlichkeiten schützen. Paolo, das Unfallopfer im IC, so stellt sich heraus, war ein Banker, der risikoreiche Investments tätigte und sich verzockte.Jonas Brand gerät immer mehr in einen Strudel von politischen Intrigen und bald ist ihm sein Filmplot näher, als er es für möglich gehalten hätte.Martin Suter führt auch in seinem neuen Roman die Leser wieder in „high places“, dieses Mal in die Welt der Banker, Börsenhändler, Spekulanten, Journalisten und Politiker. Er entwirft ein abgründiges Szenario, das der Leser aber nach dem, was der Öffentlichkeit während der letzten Jahre der Finanzkrise präsentiert wurde, für absolut realistisch und möglich hält.Spannender Lesespaß in gewohnter Suter`scher Qualität. 

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  • Montecristo

    Montecristo
    jackdeck

    jackdeck

    24. October 2015 um 17:32

    Zum Inhalt Ein Personenschaden aus fahrendem Zug und zwei nummerngleiche 100 Frankenscheine bilden die Abschussrampe für die Geschichte. Jonas, der Protagonist, nimmt nach und nach Witterung auf, wird dabei gesteuert und auch unterstützt durch einen abgestürzten Wirtschaftsjournalisten; ganz nebenbei veliebt er sich in eine eurasische Schönheit. Je tiefer er in der Sache gräbt, umso mehr geschieht ihm Unbill; ein Wohnungseinbruch, ein Überfall auf offener Straße, einer der beiden Hunderter, die zuvor jeweils als echt bewertet wurden, wird durch eine Blüte ersetzt. Dass plötzlich ein Angebot, seinen Traum, eine neue, moderne Version des Grafen von Montechristo zu verfilmen, vom Himmel fällt, lässt ihn nicht stutzig werden; im Zuge des Projektes begibt er sich nach Thailand, wo ihm eine Falle gestellt wird, in die er aber nicht tappt. Er greift dann mit Hilfe und auf Anregung des Wirtschaftsjournalisten seine brach liegenden Recherchen wieder auf, kommt einer Bankenverschwörung auf die Spur, die sich am Ende auch als Staatsverschwörung erweisen soll, in die auch noch seine Herzdame involviert wird. Als bekennender Suterfan war ich natürlich sehr gespannt. Suter schildert - wie immer - eine sich in der Spannung stetig steigernde Geschichte mit gekonnt verflochtenen Erzählsträngen, die ständig leicht rätselhaft aufeinander verweisen. Suters Stil ist jedenfalls auch dieses Mal treffsicher. Die Charaktere sind genial gezeichnet, die Themen super recherchiert. Die Arbeit als Videojournalist zum Beispiel, beschreibt Suter sehr treffend. Er kennt sich definitiv in diesem Metier gut aus! Bisher habe ich fast jedes Buch von Martin Suter gelesen. Das aktuell vorliegende ist erneut in typischer Suter-Manier geschrieben, spannend und mit vielen Bildeindrücken. Allerdings finde ich es einige andere wesentlich spannender geschrieben, daher gebe ich 4 Sterne.

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  • Was passiert als nächstes??

    Montecristo
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    21. August 2015 um 21:06

    In Zeiten von internationalen, weitreichenden Wirtschaftskrisen und Korruption wohin das Auge reicht, spielt "Montecristo". Das Buch ist folgerichtig hochaktuell und deshalb umso spannender. So spannend, dass ich es kaum aus den Händen legen konnte. Die Lage des Protagonisten Jonas Brand, Journalist, spitzt sich mehr oder weniger von Seite zu Seite zu, Paranoia macht sich breit. Besonders, weil seine Nachforschungen immer gewaltigere Ausmaße annehmen. Wem tritt er auf die Füße?? Für wen stellt er eine Gefahr dar?? Wem kann er vertrauen und wem nicht?? Und sind das alles nur Zufälle, die hier geschehen?? Wirklich toll!! ""Feige, mutig, das sind diese Männerkategorien, aus denen Witwen und Waisen und weinende Mütter gemacht werden."" Aber das Buch hat in meinen Augen trotz der packenden und gut recherchierten Story und der Aktualität dennoch ein entscheidendes Problem:Der Verlauf der Geschichte ist arg vorhersehbar - bis auf das kurze und letztendlich überraschende Ende, das die Frage aufwirft, inwiefern der Zweck die Mittel heiligt. Fazit Ist "Montecristo" noch realistisch oder ist schon zu unglaublich, was hier passiert?? Bildet euch eure eigene Meinung und lest das Buch!! "Montecristo" ist ein Fest für alle Fans von Verschwörungstheorien und politischen- und wirtschaftlichen Komplotts.Deshalb trotz des kleinen Schönheitsmakels: 4 Eselsohren

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  • Suter kann es einfach ...

    Montecristo
    engineerwife

    engineerwife

    08. July 2015 um 15:52

    Diesmal beginne ich meine kleine Rezension nicht mit dem Inhalt, sondern mit dem Cover. Es kommt natürlich gewohnt weißer, schlichter Diogenes Manier daher, jedoch ist das Coverbild absolut super gewählt. Nur Leser des Buches werden erfahren, was es darstellen soll. Man darf als noch unbedarfter Betrachter gespannt sein. Nun zum Inhalt … der bisher erfolglose Filmemacher Jonas Brand hält sich als Videojournalist mal besser, mal schlechter über Wasser. Er macht sich nichts aus Geld. Es ist für ihn Mittel zum Zweck, wie auch ein Auto lediglich als Transportmittel für ihn gilt. Vielmehr hegt er einen großen Traum, sein geplantes Movieprojekt Montecristo endlich verwirklichen zu können. Was ein Glück jedoch, dass er bei der ungewollten Reisepause im Zug die Kamera dabei hatte. Vielleicht ließe sich aus dem Personenschaden sicher eine Story stricken. Die Aufnahmen geraten jedoch schnell in Vergessenheit und einige Monate später lernt er ziemlich zeitgleich seine „Traumfrau“ Marina und erhält zwei Banknoten mit den gleichen Nummern. Alle drei Ereignisse beginnen sich zu verstricken, und er wird wie durch einen Sog in die Machenschaften der Schweizer Banken gezogen. Nicht nur er muss schließlich um sein Leben fürchten. Er, der doch eigentlich nur seinen Film drehen will! In diesem Krimi – der Begriff Thriller ist hier meiner Meinung nach nicht wirklich zutreffend – entführt uns Martin Suter in seine Welt. Er taucht tief ein in die Machenschaften der Banken und gibt dem Leser einen erschreckenden Einblick, wie mit den Geldern spekuliert wird, welche Risiken ohne mit der Wimper zu zucken einfach hingenommen werden und auf welchen oft kriminellen Wege diese wieder „korrigiert“ werden. Ich mag den Schreib- und Sprachstil des Autors. Das Buch lässt sich flüssig lesen und die kleinen Prisen schwarzen Humors hier und da treffen genau meinen Lesegeschmack. Der doch etwas plumpe und konstruierte Schluss kostet das Buch leider von mir die Höchstnote.

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  • Nicht ganz abwegige Geschichte

    Montecristo
    SummseBee

    SummseBee

    19. June 2015 um 16:07

    Jonas Brand ist von Beruf Videojournalist, den er nicht aus Leidenschaft ausübt sondern eher zum Geldverdienen. Er würde lieber sein Drehbuch "Montecristo" realisiert wissen, dass bisher aber nicht geklappt hat und immer noch von aller Seite abgelehnt in seiner Schublade schlummert. Es geschehen 2 merkwürdige Dinge: Er sitzt im ICE und dabei kommt es zum Personenschaden, da er gerade auf Recherche ist filmt er das Geschehen währenddessen im Zug. Und kurz danach kommen ihm 2 Geldscheine mit gleicher Seriennummer unter. Die beiden Vorfälle scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben. Aber mit der Zeit beginnt Jonas in beiden Fällen zu recherchieren... In diesem Buch deckt Jonas schreckliche Machenschaften im Bankenwesen auf, bei denen man sich nebenbei denkt ob dies nicht auch in der Realität so passieren könnte von denen man selber nichts mit bekommt. Abwegig und unlogisch kam die Geschichte also nicht rüber. Jonas Recherche in den Fällen war sehr spannend erzählt und man fieberte regelrecht mit und hoffte, dass er sich nicht in noch größere Gefahren begibt. Zum Ende hin wirkte es ein wenig zu konstruiert und von Jonas hätte ich mir doch eine andere Entscheidung gewünscht. Suter überzeugt in diesem Roman wieder mit seinem tollen Schreibstil, dennoch ist dieser Roman nicht mein liebster Suter. Gut unterhalten wurde ich aber auf jeden Fall.  

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  • Sehr pointiert geschrieben!

    Montecristo
    kornmuhme

    kornmuhme

    Inhalt: Jonas Brand ist Videojournalist - wenn auch nicht mit wirklich großer Leidenschaft, sondern eher, um damit Geld zu verdienen. In seinem Schrank schlummert aber noch ein bisher stets abgelehntes Drehbuch namens "Montecristo", an dessen filmische Verwirklichung Jonas aber selbst nicht mehr recht glaubt. Dann geschehen zwei merkwürdige Dinge: Während Jonas im Zug sitzt, kommt es zu einem Personenschaden, dessen Folge ein Toter ist. Und Jonas fällt auf, dass er zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer besitzt - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit! Biede Ereignisse scheinen zunächst gar nichts miteinander zu tun zu haben, doch als Jonas ein wenig recherchiert und tiefer gräbt - schließlich könnte sich aus jedem noch so zufälligen Ereignis eine profitable Dokumentation für den geübten Videojournalisten entwickeln -, stößt er auf Ungereimtheiten und erstaunlicherweise sehr viel Widerstand bei möglichen verantwortlichen Stellen. Langsam merkt auch Jonas, dass es sich um eine ganz große Sache handeln könnte - doch dabei gerät auch Jonas in Gefahr ... Meinung: Zuallererst möchte ich an dieser Stelle den Schreibstil von Martin Suter loben! Seine Art, die Dinge und Situationen zu beschreiben, haben mir außerordentlich gut gefallen! Ich habe mich sofort in der Sprache "wohlgefühlt", was enorm dazu beigetragen hat, dass ich schnell in die Geschichte hinein kam und auch - gerne! - dabei blieb! Dies war mein erster Suter-Roman, aber sicherlich nicht mein letzter! Die Entwicklung der Geschichte konnte mich auch überzeugen. Wie Jonas tappt auch der Leser zunächst völlig im Dunkeln und überlegt hin und her, welche Gründe es für die identischen Geldscheine geben könnte. Jonas wird immer stärker in das Geflecht aus Lügen und Schweigen hineingezogen, und so langsam wird auch dem Leser klar, dass diese Angelegenheit weite Kreise zieht. Dabei schafft es Suter gekonnt, komplexe Sachverhalte aus dem Gebiet der Finanzgeschäfte, Banken und Börsen einfach und in einem spannenden Szenario zu präsentieren. Es gibt auch einige "Luftschnapp"-Momente, die meinen Puls beschleunigt haben und bei denen ich dachte: Kann das nicht auch tatsächlich in der Realität passieren? Gerade diese Frage hat mich dann auch im Nachhinein noch länger beschäftigt - denn so ganz abwegig erscheint mir das Szenario aus der Welt der Banken und der Politik nicht ... Etwas gestört hat mich allerdings das Ende: Die Auflösung des Ganzen war mir eine Spur zu konstruiert und auch letztlich zu "leicht". Aber insgesamt schmälert es meinen positiven Eindruck zu "meinem ersten Suter" nicht! Fazit: Daumen ganz klar hoch! Ich würde zwar nicht sagen, dass es ein Thriller ist, sondern eher eine Art Banken-und-Börsen-Krimi, aber spannend ist das Buch allemal! 5 von 5 Sternen

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    • 2
    parden

    parden

    27. May 2015 um 17:59
  • Konstruiertes Ende

    Montecristo
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2015 um 15:52

    Ein Personenschaden bei einer Fahrt im Intercity und zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer: Auf den ersten Blick hat beides nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick schon. Und Videojournalist Jonas Brand ahnt bald, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Ein aktueller, hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker – das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals. Das Buch besticht durch ein handliches Format, welches gut in eine Handtasche passt. Die Handlung verspricht ein aktuelles und vor allem brisantes Thema, von dem man sich fragt, ob das wirklich so passieren kann oder schon passiert. Der Schreibstil des Autors ist sehr sachlich und nüchtern, was der Spannungskurve der Handlung keinen Abbruch tut. Es kommen sehr viel Charaktere vor, sodass es manchmal schwierig wird diese und die Institutionen, von denen sie kommen, auseinander zu halten. Dies erschwert den Lesefluss manchmal etwas. Auf der anderen Seite kann man lernen wie das Bankengeschäft, speziell das Drucken von Noten funktioniert. Einziger Wermutstropfen an dem ansonsten spannend geschrieben Buch ist eindeutig der Schluss. Dieser erscheint sehr konstruiert und der sonst bisher forsche und wissbegierige Charakter Jonas Brand, erweist als es drauf ankommt kein Rückgrat und bricht zusammen. Obwohl alle wichtigen Personen, die in den Fall vermittelt waren, sterben, räumt man ihm ein Entscheidungsspielraum ein. Für mich war dies mein erster Suter. Ich würde nicht ausschließen wollen, dass es auch mein letzter war. Ich fand das Buch nett für zwischendurch, aber es ist auch kein literarischer Verlust, wenn man es nicht liest.

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  • Bankenplatz Schweiz

    Montecristo
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    Martin Suter kann großes Kino. Und er kennt die richtigen Zutaten dafür. Da ist zum einen der weitgehend sympathische, weitgehend integere, ehrgeizige, aber auch leicht chaotische Journalist Jonas Brand. Da ist das ungeheure Geschehen, in das der Protagonist eher zufällig verstrickt wird, hier sind es sogar derer zwei, einmal ein "Personenschaden" auf einer Zugfahrt, den er unmittelbar mitverfolgt, an dessen suizidaler Absicht schon bald Zweifel aufkommen, und zum anderen zwei Banknoten, die sich in seinem Besitz befinden und die die gleiche Seriennummer aufweisen, ein Ding der Unmöglichkeit. Jonas eigentlich Videojournalist hauptsächlich für ein Boulevardmagazin recherchiert ein wenig und stellt bald fest, dass beide Dinge irgendwie miteinander zu tun haben und dass offensichtlich noch viel mehr dahinter steckt. Hier kommen noch zwei typische Zutaten für den klassischen Krimiplot hinzu, und zwar der leicht verschrobene, eifrig ermittelnde Freund, der sich dadurch in Gefahr begibt und natürlich eine Frau, Marke Bondgirl, wunderschön, rätselhaft-undurchschaubar, taff und extrem hingebungsvoll. Dass sich das Ganze zu einer weitreichenden Verschwörung im Banken- und Politikermilieu ausweitet und Jonas in Lebensgefahr gerät bevor er mit einem Filmprojekt, lange erträumt und genauso lang bisher nicht finanzierbar, ruhig gestellt wird, passt perfekt. Ein Skandal, zu groß als dass er aufgedeckt werden dürfte, so ungeheuer, dass er nicht nur einzelne Personen oder Gruppen, noch nicht einmal nur einzelne Institutionen bedrohen würde, sondern ganze Staaten und letztlich unsere westliche Wirtschaftsordnung. Martin Suter schafft mit diesen Zutaten einen nicht sehr außergewöhnlichen, aber gut konstruierten und rasant und spannend erzählten Krimi, der gute Unterhaltung garantiert. Darüber hinaus packt er ein brisantes Thema intelligent und kritisch an. Die Dimensionen, in denen sich manche Finanz- und Bankgeschäfte bewegen, lässt den Leser schwindeln. Die Frage von Moral, von Möglichkeit und Sinnhaftigkeit von moralischem Handeln in diesem Zusammenhang wird gestellt. Und Martin Suter hat dafür gut recherchiert. Allein zum Schluss überdreht er das ganze Verschwörungsszenario dann doch und verharmlost damit die eigene Kritik. Denn die Tatsache, dass man dem Buch bis dahin so gespannt und überzeugt gefolgt ist, ist nicht nur Suters Schreibkünsten zu verdanken, sondern sollte eigentlich allen verantwortlichen Bankern und Politikern die Schamesröte ins Gesicht treiben.

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    • 3
  • Sehr spannend und aufregend zu lesen

    Montecristo
    winterkind-8

    winterkind-8

    11. May 2015 um 14:40

    Rezession zu Montecristo von Martin Suter: Inhalt: Das Buch geht um den Videojournalisten Jonas Brand. Sein Traum ist es einen Film mit dem Namen Montecristo zu drehen. Jedoch wird sein Drehbuch nicht angenommen und er wird Journalist. Per Zufall gelangen zwei Banknoten mit Identischer Seriennummer in seinen Besitz. Er fängt an Recherchen anzustellen.... Außerdem war er vor einigen Monaten bei einer Zugfahrt Zeuge eines ungeklärten Selbstmordes in dem er anfängt zu recherchieren... Auch auf seiner Reise nach Thailand geschehen ihm sonderbare Dinge... persönliche Meinung: Ich finde das Buch sehr Spannend. Der Schreibstil von Suter ist super und man kann das Buch gut lesen. Die Handlung ist am Anfang etwas verwirrend, da es verschiedene Handlungsstränge gibt. Diese fügen sich jedoch mit der Zeit sehr plausibel zusammen. Ich kann das Buch wirklich jedem Leser empfehlen, der spannende (Verschwörungs-)Geschichten mag und Spass daran hat. von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Verschwörung in der Finanzwelt, interessant und spannend

    Montecristo
    FrolleinJott

    FrolleinJott

    04. May 2015 um 15:41

    Inhalt / Klappentext: Ein Personenschaden in einem Intercity und zwei zufällig entdeckte Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer: Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick schon. Videojournalist Jonas Brand ahnt bald, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Ein aktueller, hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals. Meine Meinung: Martin Suter trifft mit diesem Buch sehr gut den aktuellen Zeitgeist, was mich besonders gereizt hat, das Buch zu lesen. Es geht um einen Finanzskandal in einer schweizerischen Großbank, dem ein Journalist auf die Schliche kommt. Dabei werden die Verwicklungen von Banken, Aufsichtsbehörden und schließlich auch der Politik und der Medien deutlich, die allesamt unter einer Decke stecken und wegen der zu erwartenden katastrophalen Auswirkungen, den Skandal verheimlichen. Dabei wird auch über Leichen gegangen. Obwohl einiges absehbar ist und mich nicht sonderlich überrascht hat, wird die Story temporeich und spannend erzählt, so dass mir beim Lesen nie langweilig war. Die Charaktere sind schnell vertraut, die Handlung ist gut nachvollziehbar. Vor allem den Bezug zur Realität fand ich klasse, denn ich möchte gar nicht wissen, was sich da so alles hinter den Kulissen abspielt, was die Öffentlichkeit nie erfährt...

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  • Fesselnde Geschichte

    Montecristo
    ChristineJaeggi

    ChristineJaeggi

    01. May 2015 um 09:07

    Es ist immer wieder das Gleiche: Sobald ich mit einem Roman von Martin Suter beginne, bin ich die nächsten Stunden nicht mehr ansprechbar und verschlinge das Buch regelrecht. Auch bei "Montecristo" war dies wieder der Fall: gut recherchierte und spannende Story, kurze Dialoge ohne viel Geplänkel. Mit dem Protagonist wurde ich diesmal allerdings nicht so richtig warm, und das Ende der Geschichte fand ich sehr enttäuschend. Aber das ist wohl Geschmacksache. Ich kann das Buch auf jeden Fall sehr weiterempfehlen. Freue mich schon jetzt auf den nächsten Suter.

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  • Was nicht passt wird passend gemacht!

    Montecristo
    fibroe

    fibroe

    29. April 2015 um 12:26

    Dies war mein erster Roman von Martin Suter und ich muss sagen ich bin echt angetan. Die Geschichte spielt in der Schweiz und dreht sich um den Videoreporter Jonas der die zufällige Entdeckung 2er absolut identischer und echter Geldscheine macht. Eine Entdeckung die lieber unentdeckt geblieben wäre, denn diese entwickelt sich zur Staatsangelegenheit und macht Jonas quasi zum Staatsfeind Nr.1. Es geht um die Verwobenheit von Macht, Geld und Angst und die Überzeugung Gott spielen zu dürfen weil man die nötige Macht hat. Ein Wirtschaftskrimi der unter die Haut geht und Augen öffnet. Der Charakter Jonas gefiel mir von Anfang an sehr gut, weil er so vielfältig ist. Er stellt nicht den taffen Mann dar den man in solch einer Geschichte vielleicht erwartet, sondern entpuppt sich doch eher als gefühlvoll und fast schon gutherzig. Das finde ich großartig, weil es eben so menschlich ist und man mal nicht den coolen Macher vorliegen hat. Der Schreibstil ist angenehm und man kann das Buch ganz gut weg lesen. Ein paar Mal musste ich weiter vorn nachschauen, weil es zwischendurch doch recht viele Charaktere waren und ich ein bisschen durcheinander kam, aber irgendwann war ich drin im Geschehen. Vielleicht war die Vielfältigkeit der Personen anfangs auch der Grund, warum im 1. Teil nur wenig Spannung in mir aufkam, auch wenn das Thema an sich absolut mein Interesse geweckt hatte. Ich wollte wirklich gern wissen, wie sich das Ganze weiter entwickelt, was das Thema doppelte Seriennummer für eine Bank bedeutet und wie weit Menschen für Geld und die Vertuschung der finanziellen Misere bereit sind zu gehen. Die kurzen Abschnitte fand ich hierbei sehr praktisch, weil man doch mal schnell zwei Seiten lesen konnte und damit tendenziell flüssiger weiterkommt beim Lesen. Manchmal waren es allerdings recht große Sprünge von Absatz zu Absatz. Obwohl kein neues Kapitel, befand man sich zeitlich schon einen Schritt weiter. Das hat mich doch das ein oder andere Mal etwas irritiert. Im 2. Teil nahm die Spannung zu. Gewisse Dinge hat man erahnt, aber nicht gehofft und so musste man dringend weiterlesen. Ganz besonders spannend fand ich das ganze Thema der untergründigen Machenschaften. Ich hab irgendwann angefangen mich zu fragen, wer wohl alles mit drin steckt in der Geschichte und wem Jonas trauen kann. Gut gefiel mir hier auch der Charakter von Max, seinem Freund ein Wirtschaftsjournalist, der sehr ausdauernd versucht hat die Dinge aufzudecken und dem es einzig und allein um die Wahrheit ging. Da er nichts zu verlieren hatte, war es ihm relativ gleich, ob er sich die Finger verbrennt, so dass er weit in das Geschehen vorgetaucht ist und Jonas mit dem ein oder anderen prekären Detail versorgen konnte. Für mich fühlte sich die Handlung die ganze Zeit über sehr real an und ich hätte wirklich nicht in Jonas Haut stecken wollen. Das Realistische der Geschichte hat mich absolut in ihren Bann gezogen, die Vorstellung war fast schon gruselig, dass die Dinge genauso passiert sein könnten. Außerdem konnte man sich absolut nicht ausmalen wie das Ganze ausgeht, es hätte alles passieren können und damit hielt auch die Spannung bis zum Ende. Der dritte Teil und damit der Schluss, hat mein Gedankenkino dann richtig gezündet. Einerseits war ich enttäuscht, hätte ich mir doch einen anderen Ausgang gewünscht, andererseits konnte ich den Schluss auch ganz gut nachvollziehen. Was hätte ich mir gewünscht? Das der emotionale ganz normale Jonas nun doch zum Superhelden mutiert? Ich glaube da war der Wunsch nach etwas Spektakulärem die Mutter der Gedanken. Aber letztlich war das Ende genauso reell wie der Rest der Geschichte, spiegelt es doch den Lauf der Welt ziemlich genau wieder. Da ich nichts verraten möchte, muss ich an dieser Stelle aufhören das Ende zu kommentieren. Definitiv hat es aber dafür gesorgt darüber nachzudenken und auch die ein oder andere Diskussion zu starten. Das Fazit für mich ist: wir leben in einer riesengroßen Seifenblase und ein paar wenige sorgen dafür, dass sie nicht platzt. Herzlichen Glückwunsch und willkommen in unserer Welt:) Ein bisschen wie ein Marionetten-Leben in einer Matrix, welches Jonas recht gut verdeutlichen konnte. Ich glaube wir konnten in diesem Roman mehr Wahres lesen, als man vielleicht meint! Ich finde Martin Suter hat sich hier einem wirklich prekären Thema gestellt und wenn auch nicht James Bond in der Hauptrolle fungierte, oder vielleicht gerade deswegen, ist ihm die Umsetzung fantastisch gelungen! Einen halben Stern ziehe ich ab, weil mir das Ende doch zu einfach war. Geheimgesellschaften und Ungerührtheit ob der vielen Toten ja (das kann man sich vorstellen), aber die ein oder andere Person war mir da doch zu viel. Merkwürdig war auch, dass Jonas nun scheinbar fest auf der Welle mit schwimmt und sich dem Verlogenen ganz hingibt, wie man bei der Premiere am Schluss feststellen konnte. Das tut mir echt leid, wenn man bedenkt was alles passiert ist:( Den zweiten halben Stern ziehe ich ab, weil mir der Preis des Buches doch zu hoch erscheint, auch wenn ich ein dickes Kompliment an den Verlag für den tollen Leineneinband geben möchte. Ich werde auf jeden Fall wieder zu einem Suter Roman greifen!

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  • Solider Thriller mit gutem Unterhaltungsfaktor

    Montecristo
    raven1711

    raven1711

    27. April 2015 um 10:03

    Inhalt aus dem Klappentext: Ein Personenschaden bei einer Fahrt im Intercity und zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer: Auf den ersten Blick hat beides nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick schon. Und Videojournalist Jonas Brand ahnt bald, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Ein aktueller, hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker – das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals.   Meinung: Martin Suter ist mir als Autor natürlich ein Begriff, trotzdem habe ich es bisher nie geschafft, etwas von ihm zu lesen. Mit seinem aktuellen Buch konnte ich dies nun nachholen. Jonas Brand ist Videojournalist. Eigentlich wäre er ja lieber Regisseur, jedoch hat das Leben bisher Anderes für ihn vorgesehen und so schlägt er sich mit einem mäßig befriedigenden Job durchs Leben. Sein Leben ändert sich aber, als er bei einer Zugfahrt mitbekommt, wie ein Mensch aus dem Zug springt. Alle gehen von Selbstmord aus und Jonas Videomaterial gerät schnell in Vergessenheit, schließlich scheint hier keine interessante Story rauszuholen zu sein. Kurz darauf entdeckt Jonas in seinem Geldbeutel zwei 100 Franken Scheine mit derselben Seriennummer. Jonas geht von Falschgeld aus und lässt die Scheine von seiner Bank überprüfen, welche dann die Echtheit beider Scheine bescheinigt. Jonas wittert eine gute Story hinter dieser Sache und geht dem nach. Nach und nach muss er feststellen, dass die Geldscheine und der "Selbstmord" wohl doch enger zusammen stehen, als er dachte. Auf einmal ist Jonas Leben in Gefahr und er muss versuchen, schnellstmöglich die Sache zu entwirren, um am Leben zu bleiben. Auch stellt sich im die Frage, wem er eigentlich noch vertrauen kann. Denn seine Verfolger scheinen ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Jonas ist in seinen Enddreißigern und mogelt sich so durchs Leben. Geschieden und mäßig erfolgreich, verdient er seine Brötchen mit Videoreportagen, die ihn zwar ernähren, aber nicht erfüllen. Sein großer Traum ist es, eine moderne Version des Grafen von Monte Christo zu verfilmen. Leider ist sein Drehbuch bisher abgelehnt worden und sein Filmprojekt liegt auf Eis. Martin Suters Schreibstil ist sehr klar und nüchtern. Trotzdem schafft er es ganz gut, seine Schauplätze plastisch zu schildern. Die Handlungsverläufe werden kurz und knapp präsentiert. Dadurch liest sich die Geschichte zwar sehr flüssig und man kommt gut durch das Geschehen im Buch, leider entsteht hier aber sehr viel Distanz zu seinen Protagonisten. So lernt man Jonas und die anderen zwar kennen, wirklich Bezug konnte ich während des Lesens nicht mit ihnen aufbauen. Spannend ist das Buch bis zur letzten Seite, berührt hat mich das Schicksal der Personen leider wenig. Ein wenig gestört hat mich auch manchmal die Art und Weise, wie Herr Suter seine Handlungsverläufe präsentiert hat. Ich hatte oft den Eindruck, dass da etwas fehlt. Aber wahrscheinlich ist das nur auf den Schreibstil zurück zu führen. Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt, der Hauptblickwinkel liegt dabei auf Jonas. Aber auch andere Perspektiven werden eingebunden, so dass der Leser eine gute Übersicht über das Geschehen erhält.   Fazit: Alles in allem ganz guter und klug inszenierter Wirtschaftsthriller, dessen Ende mich etwas schockiert zurück gelassen hat. Der nüchterne Schreibstil und die etwas distanziert wirkenden Charaktere sollten einen aber nicht abschrecken, dieses Buch zu lesen. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten. (Mein Blog: vanessasbuecherecke.wordpress.com)

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