Martin Suter Small World

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Inhaltsangabe zu „Small World“ von Martin Suter

Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit – Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

Eine nicht vorhersehbare Handlung von Anfang bis Ende

— Goldloeckchen
Goldloeckchen

Am Anfang hat man keine Ahnung, was auf einem zu kommt.

— Dorfwolf
Dorfwolf

Eins meiner Lieblingsbücher, kann man tatsächlich mehr als ein Mal lesen.

— Karla86
Karla86

Wenn die äußere Welt immer kleiner wird und die innere immer größer, dann ist das Alzheimer.

— TNP
TNP

War mein 1. Buch von Suter. WOW. hat mich umgehauen. mir waren die Figuren extrem nahe.

— schlaura
schlaura

Ein tolles Buch über eine Krankheit, über die man immer noch viel zu wenig weis. Spannend und berührend.

— Yomiko
Yomiko

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  • Originelles Buch

    Small World
    Dorfwolf

    Dorfwolf

    01. April 2017 um 16:18

    Small World ist einzigartig. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, welches so Aufgebaut war wie dieses.In der ersten Hälfte wird von Konrad, einem normalen Bürger mit Familienprobleme geredet. Was diese Familienprobleme sind, erfährt man Schrittweise im zweiten Teil.Das Ende ist ab einem bestimmten Moment vorhersehbar, doch bis zu diesem Moment, könnte man nicht erraten wohin die Geschichte uns führt.Ein vorerst unterschätzter Fakt war Konrads Krankheit. Wie diese im Verlauf der Geschichte an Bedeutung gewinnt, ist ein großer Pluspunkt.

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  • Wenn das Gehirn vergisst....

    Small World
    kassandra1010

    kassandra1010

    06. May 2016 um 23:13

    Konrad Lang ist mit seinem Leben bisher zufrieden gewesen. Alles hat seinen Lauf genommen bis er eines Tages merkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Für Konrad beginnt eine Reise zurück in die Kindheit, denn diese Bruchstücke sind in seinem Gedächtnis noch vorhanden!

    Ehrlich und erschreckend!

  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Small World: man kennt sich im Kreis der Schönen und Reichen

    Small World
    TNP

    TNP

    19. April 2015 um 23:08

    Der alzheimerkranke Konrad Lang ist eine liebenswerte Gestalt: sympatisch, gehobene Manieren, hilfsbereit. Doch in dem Maße, indem die äußere Welt für ihn an Bedeutung verliert, rückt die innere Welt mit Konrad Langs Erinnerungen in den Mittelpunkt der Geschichte. Small World bezeichnet den kleinen Kreis der reichen, schweizer Oberschicht, in der auch Konrad Lang verkehrt. Für Konrad Lang aber hat es auch die Bedeutung des sich verengenden Verständnisses der Welt.

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  • Ernstes Thema gut umgesetzt

    Small World
    Aleshanee

    Aleshanee

    27. February 2015 um 07:25

    Klappentext Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit – Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist. Meine Meinung Das Buch lag jetzt recht lange bei mir im Regal und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe. Ich wusste nicht genau, worauf ich mich einlasse und gerade der Anfang hat mir bei der Frage nicht sehr weitergeholfen. Konrad Lang ist 63 und lebt als Pförtner und Hausverwalter einer großen Villa auf der Insel Korfu. Als die Villa durch sein unbedachtes Verschulden niederbrennt, zieht er in eine kleine 2-Zimmer-Wohnung in der Schweiz, die von Elvira Koch bezahlt wird. Die alte Dame ist Vorstand eines großen Unternehmens und kann es sich leisten, trotzdem fragt man sich natürlich, welche Verbindung zwischen den beiden besteht. Der Autor erzählt die Geschichte aus der auktorialen Perspektive, was sehr gut gepasst hat. Es wurde oft gewechselt und einmal aus der Sicht von Konrad und dann wieder von Elvira erzählt. Man merkt schnell, dass die schon über 80jährige Elvira ein altes Geheimnis hütet, das um keinen Preis ans Licht kommen darf. Während Konrad Lang also mehr und mehr vergisst, was um ihn herum geschieht, tauchen immer mehr Erinnerungen aus seiner frühesten Kindheit auf. Dass das eine Laune der Krankheit Alzheimer ist, wusste ich nicht und ich muss sagen, dass Martin Suter hier sehr behutsam aber auch deutlich den schlimmen Verlauf hervorgehoben hat. Während es anfangs noch um Kleinigkeiten geht, verschlechtert sich Konrad Langs Zustand rapide und es ist wirklich nicht einfach, damit zurecht zu kommen. Weder für ihn, noch für die Angehörigen. Die ersten Seiten musste ich mich etwas zwingen, weiterzulesen, aber dann hat mich die Handlung doch gefesselt, vor allem das Geheimnis, dass sich hinter der Familie Koch und Elviras Geheimhaltung verbirgt. Das Buch wurde übrigens im Jahr 2010 in einer deutsch-französischen Produktion verfilmt, Konrad Lang wird hier von Gérard Depardieu gespielt. Fazit Martin Suter hat hier das Thema Alzheimer sehr realitätsnah und einfühlsam beschrieben. Eingebettet in eine zwar unspektakuläre, aber dennoch fesselnde Handlung, hat mich das Buch positiv überrascht. © Aleshanee Weltenwanderer

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  • Alzheimer als Spannungselement

    Small World
    Carlali

    Carlali

    10. February 2015 um 12:32

    Konrad Lang ist mitte Sechzig und ein wenig vergesslich. Gut, vielleicht ist es doch ein wenig mehr als vergesslich, wenn man die Brieftasche in den Kühlschrank legt und den Namen seiner Frau vergisst. Mit anderen Worten: Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Das Pikante: Je mehr er aus dem Neugedächtnis vergisst, desto stärker erinnert er sich an frühere Erinnerungen. Dies beunruhigt nun wieder eine millionenschwere alte Dame... Martin Suter schafft es in diesem Buch nicht nur, einen sehr guten Krimi abzuliefern, sondern er beschreibt auch sehr detailgetreu und intensiv die Situation eines Alzheimerpatienten und seiner Angehörigen in den unterschiedlichen Stufen des Vergessens. Dabei ist gerade Konrad Lang als Hauptperson ein absolter Sympathieträger. Das Buch steigert sich in seinem Erzähltempo kontinuierlich und ist sprachlich sehr schön geschrieben. Ich habe dieses Buch schon mehrfach verschenkt und gerade aufgrund des ungewöhnlichen Themas scheint es das perfekte Geschenk für andere Krimiliebhaber gewesen sein. Sätze wie: "So einen guten Krimi hab ich ja noch nie gelesen."  waren keine Seltenheit!

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  • Leserunde zu "Gefallene Engel" von Seppo Jokinen

    Gefallene Engel
    ars-vivendi-Verlag

    ars-vivendi-Verlag

    Ein eiskalter Herbsttag: Am Rande der finnischen Stadt Tampere wird die Leiche eines jungen querschnittsgelähmten Mannes entdeckt, doch nirgends ist ein Rollstuhl zu finden. Herkunft, unklar - Todesursache, zunächst nicht erkennbar - Tatort, unbekannt. So beginnt Kommissar Koskinen seine Ermittlungen. Zusammen mit seinem Team findet der Charakterkopf heraus, dass sich alles um motorradbegeisterte Patienten eines Behindertenheimes dreht, die "Engel von Hukka".  Schnell sterben weitere Patienten des Heims und Koskinen bleibt nichts anderes übrig als in viele Richtungen zu ermitteln, stets in der Sorge wer das nächste Opfer sein könnte. Gleichzeitig kämpft Koskinen mit ganz alltäglichen menschlichen Problemen. Den frisch geschiedenen versuchen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zu verkuppeln, sein Sohn verlangt nach seiner Zuwendung und die neue Sekretärin treibt ihn schier in den Wahnsinn.  Erst allmählich gelingt es ihm mit der Unterstützung seiner Untergebenen,  das Knäul der offenen Fragen zu entwirren. Doch welcher ist der "richtige" rote Faden? Der Kriminalroman, ausgezeichnet mit dem finnischen Krimipreis 2002, nimmt den Leser mit in die Welt Finnlands, voll von dunklen Geheimnissen und harter Schicksale, die auch unserer Lebenswelt entspringen. Gleichzeitig nimmt sich der Autor die Zeit für das Augenzwinkern, das die Menschen auch nach schwierigen Tagen hoffnungsvoll nach vorne schauen lässt.   Zu diesem Titel aus dem ars vivendi verlag startet ab sofort eine Leserunde und ihr könnt 20 Bücher gewinnen. Ich bin Simon, arbeite bei ars vivendi und werde diese Leserunde begleiten. Uns beim ars vivendi verlag würde es sehr freuen, wenn ihr eure abschließenden Rezensionen auch weiter auf anderen Plattformen streuen könntet. Auch bei dieser Leserunde gibt es wieder kostenlose Rezensionsexemplare zu gewinnen. Da die Anzahl limitiert ist, freuen wir uns auf zahlreiche Bewerbungen. Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Bücher vorhanden sind, werden in guter alter Manier die Exemplare zwischen den Teilnehmern verlost. Wer kein Buch gewinnen sollte (oder es schon hat), ist natürlich auch herzlich eingeladen, sich an der Leserunde zu beteiligen. Um die Bewerbungsrunde für uns alle etwas interessanter zu gestalten, würde ich mich freuen, wenn Ihr mir folgende Fragen beantwortet: Habt ihr einen Lieblingskommissar und wenn ja, was macht ihn/sie so besonders? Ich freue mich schon sehr auf eine interessante, abwechslungsreiche Leserunderunde! Viele Grüße Euer Simon

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  • Mitreißender Krimi um das Vergessen

    Small World
    KyraCade

    KyraCade

    19. August 2014 um 15:22

    Konrad Lang hat ein Alkoholproblem und sich ein recht bequemes Leben auf Kosten der Familie Koch gemacht. Bei ihnen ist er aufgewachsen und als bester Freund und fast Bruder des Sohnes Thomas aufgenommen worden. Wenn Thomas Koch die Schule wechseln musste, ging Konrad mit, wenn Thomas Urlaub machte, war Konrad dabei. Einen eigenen Willen hatte er dabei nicht. Doch nun vergisst Konrad plötzlich den Weg zu seiner Wohnung und den Namen der Frau, die er heiraten will. Konrad halt Alzheimer – und erinnert sich plötzlich an seine Vergangenheit, was Elvira Senn, Thomasens Mutter auf den Plan ruft, die genau das verhindern möchte… Martin Suter hat ein sehr einfühlsames Werk verfasst, das sich gut mit dem Vergessen und der Krankheit auseinandersetzt. Dabei gelingt es ihm, die Hilflosigkeit der Menschen um Konrad in Worte zu fasst und aufzuzeigen, dass man recht schnell an seine Grenzen stößt, wenn ein geliebter Mensch an Alzheimer erkrankt und plötzlich vergisst. Ängste aus Kindertagen werden wieder real und Erinnerungen werden wach, die man lang verdrängt hatte. Sicherlich spielt dabei auch der Alkoholkonsum Konis eine wichtige Rolle, der vielleicht gar nicht so tragisch-zufällig begonnen hat, wie man zu Beginn glauben möchte. In der Erzählung dominiert Elvira Senn, verwitwete Koch, Leiterin der renommierten Koch-Werke, die diesen guten Ruf um jeden Preis erhalten möchte. Während ihrem Sohn auch dem Verwalter des Vermögens schleierhaft bleibt, warum sich Elvira so sehr um Konrad sorgt und seine Krankheit mit wachsender Angst verfolgt, fällt bald auf, dann Konrad im Grunde ein armer Mensch ist, ohne freien Willen, der sein Leben lang nur Mitläufer war und ein netter, gerade passender Kamerad für den Sohn Thomas. Elvira scheint aber ein Geheimnis zu haben, dem man erst auf den letzten Seiten des Buches auf den Grund kommt. Mit viel Spannung ein Einfühlungsvermögen, beschreibt Suter nicht nur eine tragische Krankheit, sondern auch das Schicksal eines Menschen, der nie selbst über sich und sein Leben entscheiden durfte und immer nur abhängiger Spielball der Familie Koch gewesen ist. Alzheimer ist hier wie eine schmerzhafte Zusammenfassung seines Lebens. Der fehlende freie Wille wird in der Person Konrad Lang manifestiert, wird er doch nun erst recht hilflos und ist stets auf Betreuung angewiesen, je weiter die Krankheit fortschreitet. Wäre nicht Elviras Schwiegertochter Simone, vernachlässigt von ihrem Mann und totunglücklich, die aus Mitleid mit Konrad darauf besteht, dass sich um diesen finanziell wie medizinisch gekümmert würde, wäre Konrad bereits abgeschrieben und vergessen in einem Heim, in dem er sich nie wohlgefühlt hatte. Doch Simone wird dadurch gefährlich für die Familie Koch und das bekommt sich auch bald zu spüren. Es lohnt sich sehr, zwischen den Zeilen zu lesen und auf die versteckten kleinen Hinweise zu achten. Dabei wird rasch klar, wie klein die “Small World” von Konrad Lang wirklich ist und in welchen Mauern er sich zeitlebens befand. Ein künstlich errichtetes Gefängnis, das ein Menschenleben einsperrte und drastisch bestimmte. So zeigt sich, dass Geld die Welt regiert und man manchmal absolut machtlos ist. Am Ende hat das Vergessen dann aber doch seine Vorteile, werden dadurch doch alte Erinnerungen geweckt und manches für immer unter den Teppich gekehrt. Martin Suter hat ein spannendes Buch geschrieben, geleitet von einer tragischen Hauptfigur, mit der man recht bald mitleidet. Eine lesenswerte Geschichte über eine unaufhaltsame Krankheit, eine seltsame Liebe und eine spannende Intrige. Martin Suter ist Schweizer und lebt in Spanien. Er arbeitete bereits als Werbetexter, Drehbuchautor und Kolumnist und hat dabei eine subtile Ader, die er gerne in seine Bücher einfließen lässt. Unter anderem erschienen: “Der Koch”, “Lila Lila” und “Ein perfekter Freund”.

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  • Absolute Leseempfehlung

    Small World
    winter-chill

    winter-chill

    12. April 2014 um 10:14

    Suter mausert sich wohl immer mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsautoren. Zumindest ist „Small World“ nun bereits das vierte Buch, das ich von ihm gelesen habe, und das mich restlos begeistert hat. Protagonisten des Romans sind der reiche Fabrikantensohn Thomas Koch und sein ärmlicher Freund Konrad Lang. Beide kennen sich aus frühesten Kindertagen und sind zusammen aufgewachsen. Konrad wurde sein Leben lang von Thomas Mutter finanziell unterstützt, dafür war Konrad immer zur Stelle, wenn Thomas ihn brauchte. Nun sind beide um die 60 Jahre alt und Konrad hat zunehmend Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis. Schließlich die Diagnose: Alzheimer.  Je mehr die Krankheit Konrads Neugedächtnis raubt, desto stärker erinnert er sich an Ereignisse aus seiner Jugend und frühesten Kindheit. Das passt aber Thomas Mutter, millionenschwere Alleinherrscherin des Familienunternehmens, überhaupt nicht. Großartig finde ich jedes Mal wieder Suters Sprache. Sie ist sehr präzise, ohne Schnörkel, trotzdem wird die Geschichte sehr einfühlsam erzählt. Faszinierend ist auch, wie feinfühlig Suter seine Figuren zeichnet, wie stilsicher er die Szenen entwirft. Die ganze Geschichte wird dadurch sehr stimmig, nichts ist zu wenig oder zu viel, jedes Wort, jeder Dialog sitzt. Am Ende gelingt Suter auch noch der Spagat zwischen Familiendrama, Thriller und einer medizinischen Fallstudie über Alzheimer. Ein tolles Buch, das einen sofort in den Bann zieht.

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  • gut recherchierter Roman

    Small World
    Soho

    Soho

    08. June 2013 um 19:29

    Konrad Lang führt ein zufriedenes Leben. Mit seiner sehr viel jüngeren Frau lebt er in einem schönem Haus und ist glücklich. Doch nach und nach spielt ihm sein Gedächtnis nicht mehr hundertprozentig mit. Erst sind es Wege, dann Namen, die er vergisst und irgendwann legt er Dinge an komplett falschen Plätzen ab. Konrad Lang ist krank. Er hat Alzheimer. Martin Suter schreibt in seinem gewohnt geschickten Sprachstil die schleichende Entwicklung einer sehr ernstzunehmenden Krankheit. Der Leser begleitet Konrad Lang bei den ersten Anzeichen seiner Krankheit, Arztbesuchen und Therapien. Suter hat sehr genau über die Krankheit Alzheimer recherchiert, wodurch der Wert dieses Romanes noch einmal steigt. Sehr lesenswert!

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  • Gute Unterhaltung

    Small World
    natacha_santo

    natacha_santo

    29. April 2013 um 15:17

    Die Geschichte von Konrad Lang und seinem Gedächtnis, dass nicht mehr ganz so mitmacht, hat mir gut gefallen. Langsam beginnt ihm seine Krankheit einen Strich durch die Rechnung zu machen, bis er ganz durcheinander ist und vermeintlich wirres Zeug labert. Aber seine Erinnerungsfetzen decken vieles über seine Familie auf. Ich fand spannend wie genau man über die Krankheit Alzheimer informiert wird. Auch abwechslungsreich war es, da parallel dazu, noch eine Familiengeschichte mit dabei war, welche für die nötige Spannung sorgte. Nicht gerade das tollste Buch ever, aber durchaus ein gut geschriebenes und unterhaltsames Buch. Ruckzuck hatte ich es gelesen. Deshalb bekommt es 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Small World" von Martin Suter

    Small World
    Marena

    Marena

    19. February 2013 um 14:48

    Super Geschichte

  • Rezension zu "Small World" von Martin Suter

    Small World
    claudiaausgrone

    claudiaausgrone

    07. November 2011 um 00:13

    Konrad und Thomas wuchsen miteinander auf. Tomikoni und Konitomi. Seit langem schon sind sie erwachsen, haben sich aber nicht aus den Augen verloren. Konrad hat große Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, dafür kann er sich um so besser an Ereignisse aus Kindertagen erinnern. Was nicht jedem gefällt. Konrad gerät in Gefahr. Für mich ist es von allen guten Suter-Büchern das Beste. Spannung, leiser Humor, eine gute Geschichte gut und einfühlsam erzählt, stimmig beschrieben und gut recherchiert die Situation, mit Alzheimer-Demenz zu leben. Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Es war ein Lesevergnügen

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  • Rezension zu "Small World" von Martin Suter

    Small World
    jansdarling2002

    jansdarling2002

    09. October 2011 um 20:46

    Die Novelle Konrad Sommerlich warmes Korfu… der alternde Konrad Lang ist über unscheinbare Ecken doch irgendwie ein Familienmitglied der Familie Koch. Um ihm etwas gutes zu tun, hat man ihn im Gästehaus beim nahe gelegenen Urlaubsanwesen der Familie Koch einquartiert, er soll dort auf das Anwesen aufpassen und stets nach dem Rechten schauen. Auch Korfu kann mal einen Schlecht-Wetter-Phase ereilen wo es dann klirrend kalt ist. Da Konrad eh nach dem Anwesen schauen muss, nimmt er seinen kleinen Benzinkanister mit in das feine Haus der Kochs, denn sie haben in dem einen Zimmer einen wundervollen Kamin. Gesagt getan, er stapelt nicht ganz trockenes Mandelholz im Kamin und benetzt dieses mit ein wenig Benzin… ein Streichholz angezündet und an einen Holzstapel gehalten…. Derweil fährt er mit der Drahtseilbahn wieder zurück in sein Reich, um sich etwas Käse und Wein zu holen, auf dem Wege zurück zum Anwesen vernimmt Konrad Rauchgeruch, schreibt dieses aber auf die Abluft des Kamins zu.. doch je näher er dem Rauch kommt beschleicht Konrad ein komisches und Angsterfüllendes Gefühl… ein Blick bestätigt : er hat den trockenen Holzstapel vor dem Kamin angezündet nur nicht den Benzingetränkten im Kamin…. Schnell breitet sich das Feuer aus… Das Schicksal nimmt seinen Lauf, man müsste nun meinen, das dieses Malheur ausreiche, um Konrad all seiner Aufgaben zu entbinden, doch sein alter Freund Thomas Koch bedrängt seine Mutter Elvira, Konrad nicht seinem Schicksal zu überlassen. Nur zögerlich wird dem Wunsch Thomas´ nachgegeben, so zieht Konrad nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt auf Korfu in die Schweiz um, wo er eine kleine karg eingerichtete Wohnung bekommt, sowie ein kleines Taschengeld. . Konrad ist es beinah egal, Hauptsache man lässt ihn in Ruhe. Er lernt ein paar neue Leute kennen, unter anderem auch Rosemarie… er lebt so vor sich hin, trinkt mal hier mal dort und bemerkt anfangs nicht das schleichende…. Erst als ihm viele "alte" Erinnerungen wieder sehr realitätsnah erscheinen, aber er sich manches mal nicht daran erinnern kann, wieso er sich angezogen hat und auf die Straße gegangen ist, lassen ihn in sich hineinhorchen… ist es normal das man seine Geldbörse in den Kühlschrank legt, Kondome mit Himbeergeschmack in Tiefkühlfach aufbewahrt? Zwischen ihm und Rosemarie hat sich eine feste Freundschaft entwickelt, Rosemarie bemerkt Konrads Veränderung, macht sich aber noch keine tiefgründigeren Gedanken darüber… erst als Konrad des Nachts mit Pyjama und Bademantel sowie ihrer Fellmütze bekleidet in die frostige Nacht hinausgeht und von einem Kutscher im Schnee versteckt aufgefunden wird, weiß sie das sie handeln muss…. . Was weder Rosemarie noch Konrad selber wissen, Frau Koch, welche ihm den Brand ihres Anwesens auf Korfu verziehen hat, und dafür sorgte das Konrad sein Auskommen in der Schweiz hat, macht sich nun ernste Gedanken, denn immer öfters geraten prekäre Details aus der Vergangenheit – an die Konrad sich besser erinnern kann, als an das aktuelle Tagesgeschehen – ans Tageslicht, die Sie mehr als beunruhigen. Denn das Familiengerüst um Konrad, Thomas und auch Frau Kochs Person selber ist nicht so, wie es nach außen hin zur Schau gestellt wird, bisher hatte Frau Koch noch immer geschickt dirigieren können…. Aber so langsam… Für die Menschen im Umfeld wird Konrad immer merkwürdiger.. bis ein absolutes Tabu-Thema zur Sprache kommt : Alzheimer. Ein kaltblütiger Wettlauf zwischen der Geheimzuhaltenden Vergangenheit von Frau Koch inklusive ihrer Geheimnisse sowie dem Aufrechterhalten von Konrads Erinnerungsvermögen beginnt. Gedanken Eigentlich bin ich kein Freund von Werken, die sich intensiv mit einer Krankheit als Handlungsthema beschäftigen, vor allem wenn man im privaten Bereich ebenfalls mit der Krankheit in Berührung kommt. Ein Familienmitglied hat Alzheimer ….. die Lebensprognose der Ärzte betrug eigentlich nur 3,4 Jahre, mittlerweile sind es 8 Jahre…. . Wie gesagt ich bin eigentlich kein Freund solcher Werke, aber irgendetwas im Inneren sagte mir, das Buch muss bzw. will gelesen werden. War es der Klappentext und / oder die Pressestimmen? Fesselnd. Eine der großen Qualitäten von Martin Suters Roman liegt in der Präzision, mit der er die Krankheit und Umgebung beschreibt, und in der Gelassenheit, mit der er die Geschichte langsam voran treibt. (Le Monde, Paris) . Oder die Bedenken, das das Buch eher auf Mitleidstour basieren könnte? Das waren so die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, denn bedingt durch den familiären Pflegefall ist man doch mit der Thematik vertraut. Eingangs konnte man sich noch nicht so vorstellen, worauf das Buch abzielt, denn der Klappentext ließ nur erahnen, in welche Richtung es thematisch schwenken würde, ferne ließ der Klappentext auch keinen Entschluss darüber zu, ob es gesamt gesehen an wahren Fakten oder eher an träumerische Gerüste vermuten lässt. . Kaum, das ich mich eingelesen hatte, vermochte mich Small World nicht mehr loszulassen, jede freie Minute nutze ich, um eine weitere Seite zu lesen. Die Handlung als solches ist sehr gestützt auf die Thematik Alzheimer, aber nicht in der Form, das es anstrengend oder gar Effekte heischend herüberkommt, sondern so, das es berührt und man auch im Nachhinein den einen oder anderen Gedanken aufkommen lässt, nämlich den, wie man selber im Alter – sollte einen dieses Schicksal ereilen - behandelt werden möchte. Schnell kommen Gedanken, das man sich schon jetzt um Patientenverfügungen etc. kümmern sollte. Aber davon mal abgesehen und um wieder auf das Buch als solches zu sprechen zu kommen: . Die Handlung ist gut aufgebaut , so passt das umgebende Ambiente und auch die Charaktere. Beides – Handlung wie auch die Charaktere – lassen den Eindruck erwecken, man erlebt bzw. man sei selber ein Teil des Buches. Hat man sich so richtig eingelesen, dann merkt man, das man eins geworden ist mit dem Buch, man wird tief im inneren angesprochen und macht sich insgeheim in die Zukunft blickend und an das eigene Leben im Alter denkend so seine Gedanken. Da ich nun selber mit der Thematik vertraut bin, kann ich an dieser Stelle sagen, das hier keine Phantasiegebilde in Bezug auf die Krankheit Alzheimer geschaffen worden sind, sondern sie der Wahrheit und auch dem – leider – natürlichen Verlauf des Krankheitsbildes entsprechen. Daher wirkt die Handlung sehr authentisch , denn auch die Charaktere sind hier liebevoll gestaltet und an die Thematik angepasst worden, auch wenn ein Protagonist darunter ist, der wieder mal alle Klischees bedient, aber mal ehrlich, eine "Gewitter-Hexe" muss irgendwie in beinah jedem Werk vorhanden sein, denn das "Böse" hat doch noch eine gewisse Reizausübung. Jeder einzelne der hier agierenden Charaktere ist nachvollziehbar gezeichnet, ohne überheblich oder gar unglaubwürdig zu erscheinen. Schnell hat man beim Lesen, die Beziehungen zwischen den einzelnen heraus gefunden, schon entwickelt sich ein imaginäres Kopfkino, welches die Zeilen zwischen den Zeilen füllt . . Aber eine Handlung mit solch einem ernsten Thema wirkt ja nicht nur durch die Geschichte und die Charaktere, sondern macht auch ein Schreibstil sowie ein gewisse Spannungsbogen viel aus. M. Suter hat hier einen vorsichtigen und gut bedachten sowie schnörkellosen Schreibstil an der Hand und diesen lässt er Seite um Seite sprechen und den Leser versinken. Da ist nichts überflüssiges, aber auch nichts was den Eindruck erwecken lässt, das sei nur zum Lücken füllen geschrieben. Eine umsichtige Formulierung lässt eine gewisse Realität zu, die im weiteren Verlauf der Handlung eine immer größere Rolle spielt, sei es bei den Charakteren an sich als auch bei der Thematik im Besonderen. Man mag nun denken, das gerade bei Handlungen um Krankheiten medizinische Fachbegriffe auftauchen könnten, ein paar sind es durchaus, aber diese sind im Dialog zwischen den Protagonisten aufgegriffen und erläutert, so das auch ein nicht in die Thematik eingebundener Leser das Gelesene verstehen und nachvollziehen kann. Was mir besonders imponierte sind die spielerisch eingebrachten Anhaltspunkte, wie sich ein Mensch mit beginnender Alzheimer immer wieder aus den Affären zu ziehen versucht um nicht aufzufallen, das ihm manches entfallen ist… Small World wirkt ernst, aber dennoch findet man die eine oder andere dezente Passage, wo man als Leser unbeabsichtigt schmunzeln muss… das möchte ich einfach mal so im Raum stehen lassen, es ist aber nicht unangebracht, das eine kleine dezente Priese Humor eingebracht wurde, aber dieses ist ja auch Empfindungssache. . Durch wenig unsinnige Klischees in Bezug auf die Charaktere – die aber wiederum nicht störend wirken, kommt neben der sachlich umsichtigen Formulierungsgabe und dem durchaus als einfach zu bezeichnenden Schreibstil auch eine gute Spannung auf, wobei Spannung das falsche Wort ist, Neugier trifft es passender. Denn je weiter man liest , desto gebannter ist man, wie es denn nun weiter geht, und ohne nun zuviel zu verraten, es wird eine Wendung eintreten, die den Leser so sehr fesselt, das man alles andere um sich herum vergisst. Manch einer mag nach dem Auslesen denken, das das Ende offen ist, dieses ist Betrachtungssache, man kann es so sehen und auch so sehen, also als offenes Ende, wo man sich als Leser zurücklehnt und dann selber ein Ende findet, oder man kann der Meinung sein, hier ist eine Fortsetzung fällig… . Betrachte ich Small World als Ganzes, dann bin ich, wie man vielleicht schon gemerkt hat, begeistert von der Entdeckung eines mir bisher unbekannten Autos (welcher schon mit weiteren Werken Einzug bei mir gehalten hat..). Finde ich ein Kritikpünktchen? Nein, auch wenn – wie schon erwähnt – man meinen könnte, das das Ende vielleicht "zu offen" ist, aber dann kann man seine eigene Phantasie ein wenig spielen lassen. . Fazit Ein mitfühlendes Werk, das einen nachhaltigen Wert hat. Es spielt nicht auf Mitleid sondern ist authentisch, auch für Leser, die in das Thema Alzheimer nicht eingebunden sind. Ich würde schon beinah sagen, das Small World durchaus ein wenig die Angst nehmen kann, einmal in diese Situation zu geraten bzw. mit ihr konfrontiert zu werden. Ich für meinen Teil konnte hier nichts beschönigendes oder gar abschätziges gegenüber der Krankheit finden, sondern eher genau das Gegenteil. Im Anhang schreibt der M. Suter auch, das ihm zahlreiche Personen in gewissen Fragen zur Seite standen, das finde ich gut, denn mit gefährlichem Halbwissen, was manche Autoren leider auch ab und an verwenden, kann man falsche Bilder beim Leser schaffen. . In diesem Sinne möchte ich gerne eine Empfehlung mit 5 Sternen aussprechen.

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  • Rezension zu "Small World" von Martin Suter

    Small World
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2011 um 09:47

    Konrad Lang ist an Alzheimer erkrankt. Es fängt mit kleinen Dingen an, die aber teilweise große Folgen haben. Er verursacht einen Hausbrand, weil er statt des Kaminholzes das Holz neben dem Kamin anzündet; er legt seine Socken in den Ofen, die Brieftasche in den Kühlschrank, verläuft sich in der Stadt. Meiner Ansicht nach gut recherchiert schildert Martin Suter den zunehmenden Verfall des Erkrankten. Das alles eingebettet in eine Familientragödie bzw. ein dunkles Familiengeheimnis, was sich nach und nach enthüllt. Ein hochgelobtes Buch, nicht zuletzt sicherlich wegen der gelungenen Darstellung des Krankheitsverlaufes. Jedoch bleiben für mich einige Kritikpunkte. Zum einen sagt mir persönlich der Schreibstil nicht zu. Dieser ist sehr nüchtern und irgendwie distanziert, so dass man mit keiner der handelnden Personen richtig mitfühlen kann. Selbst die Beschreibung von Liebe und Beziehungen wirkt nur wie eine Bestandsaufnahme auf mich. Zum anderen gefällt mir der Schluss nicht. Ich möchte anderen Lesern nicht zuviel verraten, kann aber soviel sagen, dass ich von Amildetox noch nie gehört habe und auch nirgendwo etwas darüber finden konnte. Insofern scheint es mir frei erfunden, ebenso wie die erstaunliche Wirkung. Bei der ansonsten so realistischen Schilderung der Alzheimer-Erkrankung finde ich das unpassend. Insgesamt würde ich dem Buch 3,5 Sterne geben

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