Small World

von Martin Suter 
4,3 Sterne bei445 Bewertungen
Small World
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Positiv (379):
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Sollte sich schneller auf das Thema konzentrieren.

Kritisch (10):
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Hat mich persönlich nicht umgehauen...

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Inhaltsangabe zu "Small World"

Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit – Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257261196
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:17.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2003 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    HeleneHanischs avatar
    HeleneHanischvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Sollte sich schneller auf das Thema konzentrieren.
    Ginge besser

    Nach sehr vielen Seiten voller Beschreibungen über reiche und gelangweilte Menschen wollte ich das Buch schon entsorgen. Habe mich dann doch entschlossen, weiter zu lesen. Alles in allem einigemaßen lesenwerte Lektüre, die viele Längen und völlig überflüssige Textpassagen enthält – weil die mit dem Thema absolut nichts zu tun haben. Sondern nur nur langweilige Seiten füllen.
    Mein Fazit: Ist ein Autor mal bekannt, kann er schreiben, was er will. Die Leute werden das Buch kaufen.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 6 Monaten
    Ein sehr passender Titel für das Krankheitsbild von Alzheimer

    Martin Suters Debüt-Roman von 1997 erzählt die Geschichte von Konrad Lang, der an Alzheimer erkrankt ist. Heute spielt diese Erkrankung eine immer größere Rolle, doch bisher gibt es keine Heilungsmöglichkeit der Erkrankung.

    Konrad Lang ist auf eine ungewöhnliche Weise mit der alten Millionärin der Koch-Werke verbunden. Er erhält seit Jahren finanzielle Unterstützung und kümmert sich um ein Anwesen in Griechenland, bis er das Ferienhaus in Brand setzt und in die Schweiz zurückkommt. Er ist ein Säufer, doch kann er seinem Leben bald eine andere Richtung geben als er Rosemarie Haug kennenlernt.
    Zunächst glaubte er seine Gedächtnislücken kämen von der Trinkerei, doch auch nachdem er aufgehört hat, passieren ihm de seltsamsten Dinge: Er vergisst, dass er für ein Käsefondue schon am Vortag eingekauft hat, er findet die Kasse im Supermarkt nicht und vergisst dann auch noch den Namen der Frau, die er heiraten will. Als er einmal seine Brieftasche im Kühlschrank vergisst, will Rosemarie Gewissheit. Und ihre Befürchtungen bestätigen sich: Koni hat Alzheimer. Rosemarie muss mit ansehen, was die Krankheit aus ihrem Geliebten macht...
    Eine beeindruckende Einsicht in das Leben eines Alzheimerpatienten. Martin Suter schaffte es offensichtlich von Anfang an so realitätsnahe Geschichten zu schreiben, dass er wohl zu recht den französischen Preis für das beste ausländische Buch bekommen hat. Die anderen Bücher, die ich bisher von ihm gelesen habe, haben mir persönlich zwar besser gefallen, aber die Geschichte ist stark und enthält meiner Meinung nach eine gesunde Portion Optimismus. Es muss eine schreckliche Erfahrung sein, wenn diese Erkrankung in der Familie oder Verwandten/Bekanntenkreis auftritt und je jünger die Beziehung zu einer betroffenen Person ist, umso unwahrscheinlicher ist es, dass sich ein Alzheimer-Patient an einen Menschen erinnert. Eine traurige Geschichte, von der ich hoffe und nur jedem wünschen kann, dass er/sie nie miterleben muss.

    Kommentare: 1
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    Alina1011s avatar
    Alina1011vor einem Jahr
    kurzweiliges Buch über Alzheimer

    In "Small world" berichtet  Martin Suter eindrucksvoll über die  Erkrankung Alzheimer in Zusammebhang mit einem Familiengeheimnis.


    Inhalt:
    Konrad Lang, vergisst innerhalb von kurzer Zeit immer mehr Dinge aus seinem Kurzzeitgedeächtnis. Der Gedächtnisverlust weitet sich immer schneller in ältere Erinnerungen aus. Dabei kommen jedoch Bruchstücke,seiner Kleinkindzeit zum Vorschein,die für einige lieber unentdeckt blieben.


    Thema:
    Es gibt zwei Hauptthemen. Zum einen die Erkrankung Alzheimer und zum anderen ein Familiengehemnis zwischen Konrad Lang und Thomas Koch.
    Konrad Lang verbrachte seine Kindheit zusammen mit Thomas. Sie sind wie Brüder aufgewachsen. Thomas jedoch kommt aus einem sehr guten Elternhaus. Konrads Mutter hingegen, war das Kindermädchen der Familie Koch. In der Gegenwart ist Konrad starker Alkoholiker und vergisst täglich mehr. Elvira,Thomas Mutter, ist dies sehr Recht. Sie versucht sogar seiner Erkrankung zu beschleunigen und gibt ihm viel Geld für Alkohol. Sie hat Angst,das Konrad sich plötzlich an Sachen erinnert,die lange zurück liegen. 
    Am Ende glaubt nur noch Simone Koch (die Schwiegertochter von Thomas Koch) an Konrad und unternimmt alles um ihn bei seiner Erkrankung zu unterstützen.


    Schreibstil/Aufbau:
    Der Schreibstil von Martin Suter ist sehr angenehm zu lesen, er hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Allerdings fing das Buch etwas langweilig an. Es wurden viele Personen vorgestellt. Es hat bei mir etwas gedauert, ehe ich wusste wer wer ist. Es gab auch viele Erklärungen,die mir erst unwichtig erschienen,aber am Ende von großer Bedeutung waren. Ab der Hälfte des Buches wurde ich so gefesselt,das es immer spannender wurde und Ich kaum aufhören konnte zu lesen. Die Handlung wurde immer schneller auf spannende weiße vorangetrieben. Das Ende zum Familiengehemnis ist vorhersehbar,das Ende zu Konrads Krankheit jedoch nicht.


    Fazit:
    Ich kann "Small world" jedem Empfehlen, der Spannung mag und mehr über Alzheimer, wie Symptome,Therapie etc. erfahren möchte. 
    Da ich den Anfang etwas langweilig fande vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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    DasTigerExperiments avatar
    DasTigerExperimentvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hat mich persönlich nicht umgehauen...
    Für mich wars leider nichts

    Zusammengefasst finde ich, dass dieses Buch "Small World" von Martin Suter für Krimi-Leser zu langsam und für Familiendrama zu wenig Familie ist.

    Es ist durch aus ein sprachlich hochwertiges, durchdachtes und handwerklich hervorragendes Buch. Nur leider Sprang der Funke nicht auf mich über, ich war weder von den Charakteren noch von der Handlung und dem dahinterliegendem Geheimnis gefesselt.

    Von mir gibt’s daher keine Empfehlung, außer wenn man das Krankheitsbild Alzheimer näher kennen lernen möchte. 


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    Dorfwolfs avatar
    Dorfwolfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Am Anfang hat man keine Ahnung, was auf einem zu kommt.
    Originelles Buch

    Small World ist einzigartig. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, welches so Aufgebaut war wie dieses.
    In der ersten Hälfte wird von Konrad, einem normalen Bürger mit Familienprobleme geredet. Was diese Familienprobleme sind, erfährt man Schrittweise im zweiten Teil.
    Das Ende ist ab einem bestimmten Moment vorhersehbar, doch bis zu diesem Moment, könnte man nicht erraten wohin die Geschichte uns führt.
    Ein vorerst unterschätzter Fakt war Konrads Krankheit. Wie diese im Verlauf der Geschichte an Bedeutung gewinnt, ist ein großer Pluspunkt.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine so erschreckende Krankheit, die uns mit dem Alter treffen kann..
    Wenn das Gehirn vergisst....

    Konrad Lang ist mit seinem Leben bisher zufrieden gewesen. Alles hat seinen Lauf genommen bis er eines Tages merkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Für Konrad beginnt eine Reise zurück in die Kindheit, denn diese Bruchstücke sind in seinem Gedächtnis noch vorhanden!

    Ehrlich und erschreckend!

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    TNPvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wenn die äußere Welt immer kleiner wird und die innere immer größer, dann ist das Alzheimer.
    Small World: man kennt sich im Kreis der Schönen und Reichen

    Der alzheimerkranke Konrad Lang ist eine liebenswerte Gestalt: sympatisch, gehobene Manieren, hilfsbereit. Doch in dem Maße, indem die äußere Welt für ihn an Bedeutung verliert, rückt die innere Welt mit Konrad Langs Erinnerungen in den Mittelpunkt der Geschichte. Small World bezeichnet den kleinen Kreis der reichen, schweizer Oberschicht, in der auch Konrad Lang verkehrt. Für Konrad Lang aber hat es auch die Bedeutung des sich verengenden Verständnisses der Welt.

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    Aleshaneevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Brauchte etwas Anlauf. Die Krankheit wurde sehr behutsam und anschaulich geschildert, gut verpackt in eine geheimnisvolle Vergangenheit.
    Ernstes Thema gut umgesetzt

    Klappentext

    Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit – Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

    Meine Meinung

    Das Buch lag jetzt recht lange bei mir im Regal und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe. Ich wusste nicht genau, worauf ich mich einlasse und gerade der Anfang hat mir bei der Frage nicht sehr weitergeholfen. Konrad Lang ist 63 und lebt als Pförtner und Hausverwalter einer großen Villa auf der Insel Korfu. Als die Villa durch sein unbedachtes Verschulden niederbrennt, zieht er in eine kleine 2-Zimmer-Wohnung in der Schweiz, die von Elvira Koch bezahlt wird. Die alte Dame ist Vorstand eines großen Unternehmens und kann es sich leisten, trotzdem fragt man sich natürlich, welche Verbindung zwischen den beiden besteht.

    Der Autor erzählt die Geschichte aus der auktorialen Perspektive, was sehr gut gepasst hat. Es wurde oft gewechselt und einmal aus der Sicht von Konrad und dann wieder von Elvira erzählt.
    Man merkt schnell, dass die schon über 80jährige Elvira ein altes Geheimnis hütet, das um keinen Preis ans Licht kommen darf. Während Konrad Lang also mehr und mehr vergisst, was um ihn herum geschieht, tauchen immer mehr Erinnerungen aus seiner frühesten Kindheit auf. Dass das eine Laune der Krankheit Alzheimer ist, wusste ich nicht und ich muss sagen, dass Martin Suter hier sehr behutsam aber auch deutlich den schlimmen Verlauf hervorgehoben hat. Während es anfangs noch um Kleinigkeiten geht, verschlechtert sich Konrad Langs Zustand rapide und es ist wirklich nicht einfach, damit zurecht zu kommen. Weder für ihn, noch für die Angehörigen.

    Die ersten Seiten musste ich mich etwas zwingen, weiterzulesen, aber dann hat mich die Handlung doch gefesselt, vor allem das Geheimnis, dass sich hinter der Familie Koch und Elviras Geheimhaltung verbirgt.

    Das Buch wurde übrigens im Jahr 2010 in einer deutsch-französischen Produktion verfilmt, Konrad Lang wird hier von Gérard Depardieu gespielt.

    Fazit

    Martin Suter hat hier das Thema Alzheimer sehr realitätsnah und einfühlsam beschrieben. Eingebettet in eine zwar unspektakuläre, aber dennoch fesselnde Handlung, hat mich das Buch positiv überrascht.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Carlalis avatar
    Carlalivor 4 Jahren
    Alzheimer als Spannungselement

    Konrad Lang ist mitte Sechzig und ein wenig vergesslich.

    Gut, vielleicht ist es doch ein wenig mehr als vergesslich, wenn man die Brieftasche in den Kühlschrank legt und den Namen seiner Frau vergisst. Mit anderen Worten: Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Das Pikante: Je mehr er aus dem Neugedächtnis vergisst, desto stärker erinnert er sich an frühere Erinnerungen.

    Dies beunruhigt nun wieder eine millionenschwere alte Dame...

    Martin Suter schafft es in diesem Buch nicht nur, einen sehr guten Krimi abzuliefern, sondern er beschreibt auch sehr detailgetreu und intensiv die Situation eines Alzheimerpatienten und seiner Angehörigen in den unterschiedlichen Stufen des Vergessens.

    Dabei ist gerade Konrad Lang als Hauptperson ein absolter Sympathieträger.

    Das Buch steigert sich in seinem Erzähltempo kontinuierlich und ist sprachlich sehr schön geschrieben.

    Ich habe dieses Buch schon mehrfach verschenkt und gerade aufgrund des ungewöhnlichen Themas scheint es das perfekte Geschenk für andere Krimiliebhaber gewesen sein. Sätze wie: "So einen guten Krimi hab ich ja noch nie gelesen."  waren keine Seltenheit!

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    KyraCades avatar
    KyraCadevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswert, spannend und auch tragisch. Eine tolle Mischung, die man nicht aus der Hand legen möchte
    Mitreißender Krimi um das Vergessen


    Konrad Lang hat ein Alkoholproblem und sich ein recht bequemes Leben auf Kosten der Familie Koch gemacht. Bei ihnen ist er aufgewachsen und als bester Freund und fast Bruder des Sohnes Thomas aufgenommen worden. Wenn Thomas Koch die Schule wechseln musste, ging Konrad mit, wenn Thomas Urlaub machte, war Konrad dabei. Einen eigenen Willen hatte er dabei nicht. Doch nun vergisst Konrad plötzlich den Weg zu seiner Wohnung und den Namen der Frau, die er heiraten will. Konrad halt Alzheimer – und erinnert sich plötzlich an seine Vergangenheit, was Elvira Senn, Thomasens Mutter auf den Plan ruft, die genau das verhindern möchte…

    Martin Suter hat ein sehr einfühlsames Werk verfasst, das sich gut mit dem Vergessen und der Krankheit auseinandersetzt. Dabei gelingt es ihm, die Hilflosigkeit der Menschen um Konrad in Worte zu fasst und aufzuzeigen, dass man recht schnell an seine Grenzen stößt, wenn ein geliebter Mensch an Alzheimer erkrankt und plötzlich vergisst. Ängste aus Kindertagen werden wieder real und Erinnerungen werden wach, die man lang verdrängt hatte. Sicherlich spielt dabei auch der Alkoholkonsum Konis eine wichtige Rolle, der vielleicht gar nicht so tragisch-zufällig begonnen hat, wie man zu Beginn glauben möchte.

    In der Erzählung dominiert Elvira Senn, verwitwete Koch, Leiterin der renommierten Koch-Werke, die diesen guten Ruf um jeden Preis erhalten möchte. Während ihrem Sohn auch dem Verwalter des Vermögens schleierhaft bleibt, warum sich Elvira so sehr um Konrad sorgt und seine Krankheit mit wachsender Angst verfolgt, fällt bald auf, dann Konrad im Grunde ein armer Mensch ist, ohne freien Willen, der sein Leben lang nur Mitläufer war und ein netter, gerade passender Kamerad für den Sohn Thomas. Elvira scheint aber ein Geheimnis zu haben, dem man erst auf den letzten Seiten des Buches auf den Grund kommt.

    Mit viel Spannung ein Einfühlungsvermögen, beschreibt Suter nicht nur eine tragische Krankheit, sondern auch das Schicksal eines Menschen, der nie selbst über sich und sein Leben entscheiden durfte und immer nur abhängiger Spielball der Familie Koch gewesen ist. Alzheimer ist hier wie eine schmerzhafte Zusammenfassung seines Lebens. Der fehlende freie Wille wird in der Person Konrad Lang manifestiert, wird er doch nun erst recht hilflos und ist stets auf Betreuung angewiesen, je weiter die Krankheit fortschreitet. Wäre nicht Elviras Schwiegertochter Simone, vernachlässigt von ihrem Mann und totunglücklich, die aus Mitleid mit Konrad darauf besteht, dass sich um diesen finanziell wie medizinisch gekümmert würde, wäre Konrad bereits abgeschrieben und vergessen in einem Heim, in dem er sich nie wohlgefühlt hatte. Doch Simone wird dadurch gefährlich für die Familie Koch und das bekommt sich auch bald zu spüren.

    Es lohnt sich sehr, zwischen den Zeilen zu lesen und auf die versteckten kleinen Hinweise zu achten. Dabei wird rasch klar, wie klein die “Small World” von Konrad Lang wirklich ist und in welchen Mauern er sich zeitlebens befand. Ein künstlich errichtetes Gefängnis, das ein Menschenleben einsperrte und drastisch bestimmte. So zeigt sich, dass Geld die Welt regiert und man manchmal absolut machtlos ist. Am Ende hat das Vergessen dann aber doch seine Vorteile, werden dadurch doch alte Erinnerungen geweckt und manches für immer unter den Teppich gekehrt.

    Martin Suter hat ein spannendes Buch geschrieben, geleitet von einer tragischen Hauptfigur, mit der man recht bald mitleidet. Eine lesenswerte Geschichte über eine unaufhaltsame Krankheit, eine seltsame Liebe und eine spannende Intrige.

    Martin Suter ist Schweizer und lebt in Spanien. Er arbeitete bereits als Werbetexter, Drehbuchautor und Kolumnist und hat dabei eine subtile Ader, die er gerne in seine Bücher einfließen lässt. Unter anderem erschienen: “Der Koch”, “Lila Lila” und “Ein perfekter Freund”.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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