Martin Thomas Pesl

 4.3 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Das Buch der Schurken, Houston, wir haben ein Problem und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martin Thomas Pesl

Martin Thomas Pesl ist Autor, Lektor, diplomierter Übersetzer (englisch, ungarisch) und Sprecher. Schreibt u.a. für das Magazin WIENER und Nachtkritik.de.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martin Thomas Pesl

Cover des Buches Das Buch der Schurken (ISBN:9783442716036)

Das Buch der Schurken

 (24)
Erschienen am 09.01.2018
Cover des Buches Houston, wir haben ein Problem (ISBN:9783903005433)

Houston, wir haben ein Problem

 (2)
Erschienen am 05.10.2018
Cover des Buches Das Buch der Tiere (ISBN:9783903005327)

Das Buch der Tiere

 (1)
Erschienen am 18.09.2017

Neue Rezensionen zu Martin Thomas Pesl

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Rezension zu "Das Buch der Schurken" von Martin Thomas Pesl

Vorsicht aufgepasst, es wird böse...
blaues-herzblattvor einem Jahr

Das Buch der Schurken, ein kleines Lexikon vollgestopft mit Ganoven aller Art, die der Autor in den vielschichtigen Bücherwelten aufgestöbert hat. Hier treffen sich Heidis Fräulein Rottenmeier und Frankensteins Monster zwischen den Seiten auf einen Kaffeeklatsch.

Auf den ersten Blick positiv aufgefallen ist mir das Zeitungslayout, dadurch ist die Schrift zwar sehr klein geraten und meine Oma würde sich weigern das zu lesen, aber das Flair eines berühmt-berüchtigten Verbrechers ist natürlich viel spürbarer.

Abgesehen davon hat mir die Einführung des Autors gefallen, obwohl sie mir etwas hochgestochen erschien und mehr zur Interpretation einer Hausarbeit gepasst hätte.

Die Schurken sind unterteilt in verschiedene Kategorein, wie zum Beispiel „die Rachsüchtigen“, „die fatalen Frauen“ oder „die Erziehungsberechtigten“ und jeder Schurke hat jeweils eine Doppelseite zur Verfügung.  Eine Seite auf der eine von Kristof Kepler entworfene Version vom Bösewicht dargestellt ist und meistens noch ein Textzitat von oder über ihn und auf der anderen Seite klärt Pesl uns über den Schurken und seine Bedeutung im genauen auf, worauf ein meistens sehr humoristisch angehauchter Bewertungsbogen mit zugeschnittenen Kriterien folgt.

Die Zeichnungen fand ich von meiner eigenen Ästhetik aus betrachtet leider weniger ansprechend, aber aussagekräftige Merkmale der gemeinten Figuren hat der Illustrator auf jeden Fall gut übernommen.

Die Auswahl war in jeder Hinsicht angenehm ausgeglichen. Da waren Schurken aus Epen, die vor einigen hundert Jahren entstanden sind, Kindheitshelden, ganz neue Gesichter, aber auch aus dem Klassiker entsprungene Gestalten dabei. Dabei sticht auch heraus, dass Pesl sich nicht auf die offensichtlichsten Schurken gestützt hat, sondern auch im Hintergrund geforscht hat. Und ich für meinen Teil konnte das ein oder andere neue Buch auf meine Wunschliste setzten.

Summa Summarum immer ein nettes Geschenk für den Gänsehautliebhaber, der seinen Horizont gerne ausweiten möchte und dabei auch dem Humor nicht abgeneigt ist.

 

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Rezension zu "Houston, wir haben ein Problem" von Martin Thomas Pesl

Gib dem (Weltraum-) Affen Zucker!
aus-erlesenvor einem Jahr

Wissenschaft und Humor – eine schwierige Mischung. Denn schließlich geht es bei Erstem um Fakten. Und im Falle der Raumfahrt sollten diese so präzise wie möglich sein. Denn, wenn nicht … Big Bang Theory ist was anderes! 
Wenn man an die Raumfahrt denkt, fallen einem Katastrophen ein wie die der Challenger im Jahr 1986. Oder Juri Gagarin, der erste Mensch um All. Oder der erste Deutsche, der Mutter Erde mal aus einem anderen Blickwinkel sehen durfte, Sigmund Jähn. Das ist auch schon wieder vierzig Jahre her. Aber Moment mal, der erste Mensch im All? War das wirklich Oberst Juri Gagarin? Kramt man ein wenig im Hinterstübchen kommt man schnell auf einen anderen Namen – Autorin Ulrike Schmitzer auch: Ikarus. Er bastelte sich aus Vogelfedern und Wachs Flügel. Leider kam er der Sonne zu nah, das Wachs schmolz und er stürzte jämmerlich hinab ins Meer. Alles nur Legende? Alles nur Legende! Aber eine, die zeigt, dass der Mensch schon immer nach Höherem strebte. 
Und schon ist dieses Buch entlarvt! Kein stupides Abhandeln, wer, wann, was genau im All getan hat und die eine oder andere Sache als Erster getan hat. Nein, es ist ein unterhaltsamer Ausritt in die Galaxien auf der Rakete der Erkenntnis. Wie ein Komet fliegt sie mit ihrem Co-Autor Martin Thomas Pesl, einem Experten für außergewöhnliche Lexika, durchs All und sammelt dabei allerlei Wissenswertes auf. Unterwegs durch die Galaxis nehmen die beiden auch einige Anhalter mit: Von Commander Cliff Allister McLane über Laika bis hin zu Lisa Nowak. McLane kennen alle Raumpatrouille-Orion-Fans auch als Dietmer Schönherr. Und Laika war der erste Hund im Weltall, ein trauriges Schicksal, das sie erleiden musste, was aber in der Presse der Sowjetunion niemals erwähnt wurde. Laika war nur fünf Stunden im All, ihr Gefährt (oder nennt man das nun Geflug?) um einiges länger. Laikas Körper war derartigen Stress nicht gewöhnt und versagte nach kurzer Zeit den Dienst. Und Lisa Nowak ist hierzulande kaum noch ein Begriff. Es sei denn, man verfolgt die Regenbogenpresse mit noch schärferen Augen als das Hubble-Teleskop. Den Hochsommer 2006 verbrachte Lisa Nowak im Orbit. Ob es nun die Sommerfrische war oder der unglaubliche Anblick der Erde, kann man nicht mehr nachvollziehen. Jedenfalls verliebte sie sich in William Oeferlein, den Shuttle-Piloten. Auch Colleen Shipman fand Gefallen an dem Überflieger. Mrs. Nowak hatte drei Kinder, war verheiratet und rasend eifersüchtig als sie hinter den Mailverkehr der beiden kam. Orlando, wir haben ein Problem! Unter anderem bekleidet mit einer Windel der NASA konnte sie die eintausendfünfhundert Kilometer von Houston nach Orlando ohne auszusteigen (Weltraumspaziergang on earth?) bewältigen. Sie lauerte ihrer Kontrahentin auf und … der Rest ist Geschichte, um nicht zu sagen Weltraummüll. 
Es ist das wohl amüsanteste Buch über die Weltraumfahrt dieses Jahres. Nicht so bierernst und schon gar nicht mit dem Anspruch jedes noch so kleine Detail einem wissbegierigen Publikum verständlich zu machen. Es sind die kleinen Paralleluniversen, die dem Leser so viel Vergnügen bereiten. Von ewigen Nummern Zwei, Dramen und weitgehend unbekannten Histörchen berichten zwei Autoren, denen es eine unbändige Freude macht die Wissenschaft auf hohem sprachlichen Niveau ein wenig aus der Spur zu bringen. Köstlich!

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Rezension zu "Das Buch der Schurken" von Martin Thomas Pesl

Von sehr bekannten bis hin zu eher unbekannten Bösewichten.
evaflvor einem Jahr

In diesem Buch hat Martin Thomas Pesl eine Übersicht über die 100 fiesesten, amüsantesten und coolsten Bösewichte geschafft – eingeteilt in verschiedene Kategorien – wie beispielsweise die Rachsüchtigen, die Egoschweine, fatale Frauen oder auch verrückte Wissenschaftler.

Das Buch mit dem durchaus interessanten Cover zeigt die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur auf, die von Martin Thomas Pesl ausgewählt, entlarvt und vorgestellt werden. Eingeteilt hat er dieses Buch in verschiedene Kategorien, so findet man Felix Krull (Thomas Mann) unter den Gierigen, Moby Dick bei den Rachsüchtigen, Fräulein Rottenmeier bei den Erziehungsberechtigten, Juliette (Sade) bei den fatalen Frauen und beispielsweise Prof. James Moriarty (Arthur Conan Doyle) bei den Königen des Verbrechens. Natürlich sind es noch viele weitere Bösewichte, das sei nur mal als kleine Auswahl genannt.

Nach einer schwarzen Kapitelbeginnseite jeweils werden die einzelnen Bösewichte dann vorgestellt, so gibt’s erst einmal eine kurze Vorstellung (Name, Autor, Buchtitel, Originalfassungsjahr), ein kurzes Statement aus dem Buch und eine Illustration von Kristof Kepler. Anschließend dann eine Textzusammenfassung mit kurzem Fragebogen sowie Bewertung (1 bis fünf Sterne) in verschiedenen Kategorien (Todesopfer, nachtragend, dreist, beliebt, Charmefaktor, etc.). Alles ist je nach Schurke ein bißchen anders aufgebaut und nicht immer exakt gleich – weil ja auch jeder Schurke anders ist.

Inhaltlich ist es ein wirklich vollgepacktes Buch, was auch an der Schriftgröße liegen mag – die ausführliche Schurkenbeschreibung findet man in Schriftgröße 8 (geschätzt) vor. Vom Verständnis her ist es natürlich besser, wenn man einigen Bösewichten in literarischer Form schon einmal begegnet ist – so hat man dann vielleicht schon ein Bild von ihnen, eine gewisse Ahnung. Inhaltlich ist alles ganz gut verständlich, manchmal war es mir einen Ticken zu fachlich, da hätte ich es mir noch unterhaltsamer gewünscht, wenngleich es ja nur um eine Beschreibung geht. Dennoch ist es so, dass die Sätze gut verständlich waren, nie etwas großartig umständlich verschachtelt war oder mit schwierigen Fachbegriffen oder Fremdwörtern versehen war.

Für mich war es ein interessanter Einblick in die Welt der Schurken und Bösewichte. Das Buch ist kein Buch, welches man direkt am Stück lesen muss, sondern in das man immer mal wieder hineinblättern kann – was ich sehr angenehm finde. Alles in allem ist das Buch wirklich toll gemacht, eine spannende Übersicht, mit passenden, tollen Illustrationen versehen. Natürlich ist nicht jeder Bösewicht gleich interessant und es gibt welche, die stechen einfach aus der Masse hervor – aber das ist in Ordnung. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ich kann das Buch durchaus empfehlen.

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