Martin Tietjen

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Selbstrufmord.

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Selbstrufmord
Selbstrufmord
 (3)
Erschienen am 23.05.2018

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Rezension zu "Selbstrufmord" von Martin Tietjen

Geschichten, die doch erzählt werden dürfen...
merlin78vor 2 Monaten

Martin Tietjens Weg zum großen Ruhm ist weit, und wird vermutlich auch noch lange dauern. In jedem Fall erzählt er in diesem Buch ein paar sehr unterhaltsame Anekdoten über sein Leben, seine Jugend und seinen beruflichen Werdegang.

Bei diesem Buch fällt es mir schwer eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, denn es beschreibt das Heranwachsen des Martin Tietjen, in dem er ohne Umschweife auch ein paar Fehltritte, Fehlentscheidungen und Demütigungen zugibt. Doch zeitgleich verdeutlicht er auch, dass das Leben kein Ponyhof ist und nicht alles nach Schema F verläuft.

Bisher ist Martin Tietjen für mich ein unbekannter Moderator gewesen, doch durch die Werbung bin ich auf das Buch und den sympathischen Menschen aufmerksam geworden. Dieses Urteil wurde dann durch seine Worte unterstrichen, denn Martin Tietjen hat eine herrlich, lockere Art und Weise, seine Geschichten zu präsentieren.

In diesem Werk geht es um kleine Auszüge, die alle ergreifend und erfrischend erzählt werden. Es fällt leicht, sich auf die Geschehnisse einzulassen und sich alles lebendig vorzustellen, denn der Autor beschreibt auch seine Misserfolge und macht klar, dass nicht immer alles nur gut wird. Auch Scheitern gehört zum Leben, manche stärker, mache schwächer. Doch insgesamt macht genau diese Mischung aus Fremdschämen, herzhaftes Lachen und Mitfiebern den Reiz aus, das Buch weiterlesen zu wollen.

Mein persönliches Fazit:
Ich bin sehr glücklich, dass ich das Buch gelesen habe, denn selten habe ich über authentische Anekdoten so Schmunzeln können. Hier werden ganz normale Probleme mit den Eltern beschrieben, es wird über den ersten Auszug von zu Hause berichtet und das erste Mal. Martin Tietjen hat mich lebendig und bildlich amüsiert und ich konnte mir die Szenen wunderbar vorstellen.
Leider kannte ich den Moderator tatsächlich weder aus Funk- noch Fernsehen, doch das ist ab sofort vorbei. Ab jetzt hat er einen ganz neuen Stellenwert erreicht, der mich positiv stimmt und ihn in guter Erinnerung aus der Handlung entlässt.

Ob er mit dem Werk nun tatsächlich „Selbstrufmord“ begangen hat, kann ich nicht sagen, denn meiner Meinung nach sollten viel mehr Menschen auch die negativen Dinge beschreiben und nicht immer alles nur rosa-rot betrachten. Auch das Scheitern gehört zum Leben dazu. Herr Tietjen hat das perfekt dargestellt und sich damit einen gewinnenden Namen gemacht.
Meine Empfehlung gibt es in jedem Fall und ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr über den sympathischen Moderator lesen dürfte. Also bitte ja – ich möchte gerne noch ein weiteres Buch über das Leben des Martin Tietjen lesen.

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evafls avatar

Rezension zu "Selbstrufmord" von Martin Tietjen

Wenn aus Bürokauffrauen die Abteilung „Spesen und Kugelschreiberminen“ gemacht wird.
evaflvor 4 Monaten

Martin Tietjen ist bislang nicht unbedingt großartig bekannt aus Funk und Fernsehen, also schrieb er ein Buch. Im Buch erzählt er über verschiedene Pannen in seinem Leben, wie manche Dates verlaufen sind, wie er sich geoutet hat seiner Familie gegenüber, wie das Aufwachsen bzw. Leben mit einem Bruder mit Down-Syndrom war bzw. ist.

Unterhaltsame Bücher finde ich immer wieder gut – und wenn das Cover dann noch so amüsant ansprechend ist – in rosa und mit dem Konterfei des Autoren – warum nicht auch mal was so kurioses wie den „Selbstrufmord“ lesen.

Geschrieben ist das Buch sehr angenehm, es ist gut verständlich, vom Satzbau oder der Wortwahl her nicht zu abgedreht, manchmal merkt man allerdings schon, dass Martin Tietjen in der Medien-Branche arbeitet, was sich an manchen Ausdrucksweisen im Buch widerspiegelt. Alles in allem ist die Lektüre schon mal angenehm zu lesen. Inhaltlich erfährt man sehr viel über ihn und seine Familie und Freunde sowie seinen beruflichen Werdegang.

Teilweise muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir das als Familie vielleicht ein bißchen zu viel wäre. Da spricht er schon sehr offen über manche Sachen. Klar ist es auch bemerkenswert, wenn man das eigene berufliche Scheitern eingesteht, manchmal kam es aber auch so rüber, dass es ein wenig naiv wirkt. Im einen Moment schildert er manches auch sehr amüsant, im nächsten Moment dann wieder eher emotional, gerade wenn es mal um die Familie – insbesondere seinen Bruder geht. Diese Kapitel sind dann ein krasser Gegensatz zu anderen Aussagen im Buch, wo er die weiblichen Auszubildenden zur Bürokauffrau schon als sehr spießig darstellt. Es mag ja sein, dass diese Mädels dann nicht die Partymäuse sind, seine Darstellung fand ich aber extrem überheblich – immerhin, diese Mädels machen eine Ausbildung, etwas, was er ja wohl eher spät gemacht hat.

In anderen Aussagen im Buch muss ich sagen, dass ich nicht alles so glaubwürdig empfunden habe. Sicher ist es die künstlerische Freiheit, dass noch manches vielleicht anders und überspitzt dargestellt wird, mir war das aber dann auch zuviel. Ebenso wie eine Schilderung aus einem Darkroom. Ich habe schon zahlreiche Lektüren gelesen, in denen es um viel Blut, Tote etc. geht, aber das fand ich wirklich ziemlich abschreckend/eklig.

Alles in allem war es eine unterhaltsame und durchaus lustige Lektüre, teilweise jedoch hat man das Gefühl, dass der Autor meint, Wunder was geleistet zu haben, zu sein. Da drückt er sich dann auch teilweise anderen Menschen gegenüber sehr überheblich aus. Wie er dann aber auch manchmal wieder eher emotional über seinen Bruder schreibt, passt dann fast nicht dazu. Von mir gibt’s 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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