Martin Walker

 4 Sterne bei 964 Bewertungen
Autor von Bruno Chef de police, Grand Cru und weiteren Büchern.
Martin Walker

Lebenslauf von Martin Walker

Martin Walker wurde 1947 in Schottland geboren. Er studierte Geschichte in Oxford sowie Internationale Beziehungen und Wirtschaft in Harvard. Anschließend war er lange Journalist beim »Guardian«. Heute ist er Vorsitzender des »Global Business Policy Council» – einem privaten Think Tank für Topmanager. Neben seinem journalistischen Schaffen veröffentlichte Walker einige Sachbücher sowie mit der Reihe um den Polizisten Bruno Courrèges auch eine Romanreihe. Walker lebt in Washington und im Périgord, Frankreich.

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Neu erschienen am 12.12.2018 als Buch bei Diogenes.

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Bruno Chef de police

Bruno Chef de police

 (232)
Erschienen am 25.05.2010
Grand Cru

Grand Cru

 (140)
Erschienen am 24.05.2011
Schwarze Diamanten

Schwarze Diamanten

 (101)
Erschienen am 22.05.2012
Delikatessen

Delikatessen

 (87)
Erschienen am 23.04.2013
Femme fatale

Femme fatale

 (76)
Erschienen am 23.04.2013
Reiner Wein

Reiner Wein

 (52)
Erschienen am 30.04.2014
Provokateure

Provokateure

 (46)
Erschienen am 25.05.2016
Grand Prix

Grand Prix

 (34)
Erschienen am 25.04.2018

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Neue Rezensionen zu Martin Walker

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E

Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

Ausgrabungen, ein Toter und Gänseleber
EmiliAnavor einem Tag

Auch im vierten Band der "Bruno"-Serie hat der Held wieder alle Hände voll zu tun! Und wie auch im Vorgängerband zu viel, möchte man meinen, denn wie soll er die Sorge um seine Schäfchen im Provinznest Saint Denis, den sich anbahnenden Aufstand aktiver Tierschützer gegen die Gänsestopfleber, der erklärten Lieblingsspeise der Franzosen, Anschläge auf eine Fabrik, die diese Delikatesse in Dosen verbringt, den Fund einer Leiche jüngeren Datums in einer archäologischen Ausgrabungsstätte und die Sicherheitsvorkehrungen zu einem hochrangigen Treffen französischer und spanischer Minister in einem hiesigen Schlösschen unter einen Hut bringen?
Und wenn dann noch eine ehrgeizige neue Amtsrichterin auftaucht, die mit Brunos unkonventionellem Umgang mit dem Gesetz nicht vertraut ist noch gewillt ist, dies abzusegnen und somit unserem Dorfgendarmen von Anfang an nur Schwierigkeiten bereitet, sollte man meinen, dass das auch den gelassenen Bruno ein wenig überfordert.
Doch weit gefehlt! Der Flic hat alle Fäden in der Hand und dröselt auf seine gemächliche Art das wirre Knäuel auf, wobei vor dem oft erstaunten Leser nach und nach alle losen Enden, oder doch fast alle, miteinander verknüpft werden.

Es war auch diesmal wieder eine Freude, Bruno folgen zu dürfen. Er ist inzwischen ein alter Bekannter, man weiß, was man bei ihm erwarten kann. Doch ist er immer wieder für die eine oder andere Überraschung gut und zeigt auch in vorliegendem Band eine Seite, die man noch nicht an ihm kennt, als er nämlich ganz am Ende der Geschichte in maßlosen Zorn gerät und nur noch auf Rache sinnt.
Aber selbst da kann man ihm folgen und steht auf seiner Seite.
Er ist halt ein echter Sympathieträger!

So leidet man mit ihm ob seines komplizierten Liebeslebens, das irgendwie keine Fortschritte machen möchte. Sein Herz, so spürt man, ist bei Isabelle - und umgekehrt ist das auch so, denn in "Delikatessen" ist die ehrgeizige, im Moment etwas lädierte Polizistin wieder sehr präsent, - während die unabhängige Pamela, die engere Bindungen stets vehement ablehnt und, so hat es den Eindruck, den guten Bruno immer eine Armeslänge auf Distanz hält.
Instinktiv weiß dieser, dass diese Beziehung nirgendwo hinführen kann - und doch kann er sich nicht aufraffen, sie zu beenden.
Da kann man nur hoffen, dass der Autor ein Einsehen haben mag - und Bruno eine neue, weniger komplizierte Liebe erleben lässt, eben eine echte, eine mit Zukunft...

Wie in den Vorgängerbänden ist auch hier wieder das Perigord allgegenwärtig - eine wunderbare Gratiswerbung Walkers für diesen Landstrich!
Und im Gegensatz zu so manchen Kritikern bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass die doch recht ausführlichen Landschaftsbeschreibungen klischeehaft sind! Ich finde sie so bezaubernd und einladend, dass sie vor meinem inneren Auge Gestalt annehmen, dass ich manchmal sogar das Gefühl habe, sie mit Händen greifen, gar riechen zu können.
Was kann sich ein Leser, aber auch ein Autor, noch mehr wünschen?

Ja, die Begegnung mit dem phantasievollen Koch und Gourmet Bruno und all den längst mehr oder minder liebgewonnenen Mitspielern aus den drei ersten Bänden war wieder ein Genuss, - mit ganz kleinen Schönheitsfehlern freilich, die sich alber allein auf das allzu wirre Konglomerat aus nicht besonders spannenden Fällen beziehen.
Foie gras allein hätte mir da schon ausgereicht!
Doch freue ich mich nun auf Band Fünf und auf ein Wiedersehen mit einem schönen Fleckchen Erde und seinen liebenswürdigen, herzlichen, zuweilen auch herrlich skurrilen Bewohnern!

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E

Rezension zu "Schwarze Diamanten" von Martin Walker

Zu viel des Guten
EmiliAnavor einem Tag

"Schwarze Diamanten" ist der dritte Band in der Krimireihe um Bruno Courreges, Dorfpolizist aus dem fiktiven Saint Denis im Perigord, einem Landstrich, den der schottische Autor Martin Walker nicht nur für einen Teil des Jahres zu seinem Wohnsitz auserkoren hat, sondern dessen Zauber er offensichtlich auch verfallen ist, wie man den äußerst liebevollen Schilderungen und Beschreibungen dieser Gegend aus jeder Zeile entnehmen kann.

Wie auch in den beiden ersten "Bruno"- Romanen bewegt sich das Geschehen vor dem Hintergrund eines verzwickten Verbrechens, das sowohl mit der französischen Lebensart als auch mit Stationen der Geschichte der Grande Nation zu tun hat.
Und auch diesmal stehen wieder beide Themen auf dem Programm.
Zum einen erfährt der Leser eine ganze Menge Interessantes und, zumindest für mich, Unbekanntes über einen besonderen Schatz des Perigord, die Trüffel nämlich, die nicht umsonst "Schwarze Diamanten" genannt werden, wobei der deutsche Titel des dritten "Bruno"-Krimis erklärt wäre.

Diese Trüffel nun oder vielmehr deren vermutete Manipulation scheinen zunächst in direktem Zusammenhang zu stehen mit einem unerträglich grausamen Mord an Brunos Freund und Jagdgenossen, Hector, einem ehemaligen und hochrangigen Barbouze, also einem Agenten der französischen Regierung im Indochina- und Algerienkrieg, wie sich zu Brunos nicht geringer Verwunderung allmählich herausstellt. Und schon tut sich eine neue Tür auf und die Geschichte wird geheimnisvoll und geheimnistuerisch politisch und damit sehr verzwickt!
Chinesische und vietnamesische Bandenkämpfe auf französischem Boden sorgen für Unruhe, die selbst Brunos Dorf erreicht, das er wie seine Westentasche kennt und dessen Bewohnern er sich zutiefst verbunden fühlt, ganz gleich, ob es sich dabei um Alteingesessene oder Einwanderer handelt.
Und als wäre das nicht genug scheint sich in Saint Denis ein Bürgermeisterwechsel anzubahnen, denn Brunos väterlicher Freund, der Maitre, bekommt gleich zwei Rivalen, zufällig - oder auch nicht? - Vater und Sohn, die zwar verfeindet scheinen, es aber geschickt verstehen, eine große Anhängerschar um sich zu versammeln und zudem allerlei Unheil heraufbeschwören.

Wiewohl auch diesmal der eigentliche Kriminalfall eher die Kulisse bildet und es dem Autor wichtiger ist, seinen Protagonisten in seinen vielfältigen Rollen - vom Flic über Rugby- und Tennistrainer bis zum loyalen Beschützer der örtlichen Traditionen und der Menschen, die seiner Hilfe bedürfen - agieren zu lassen, nehmen die verworrenen Verflechtungen des Mordfalls mit der großen, für Uneingeweihte nur schwer durchschaubaren Politik einen größeren Raum ein, als ich es bisher von Walkers Romanen gewöhnt bin - zum Schaden des Buches, wie ich hinzufügen möchte.

Sicher, Bruno darf zum Glück immer noch seine phantasievollen Gerichte zubereiten, sich in seinen konfuser werdenden amourösen Beziehungen verlaufen, die Menschen und überhaupt seine kleine Welt vor dem kleinen und großen Bösen retten.
Und wenn er auf gewohnte Weise durchs Buch spaziert, sind dies zweifellos die besten Passagen!

Der Mordfall an sich und die weit zurückliegenden, vielfach verflochtenen und ineinander verwickelten Ursachen jedoch waren mir diesmal zu undurchsichtig - und blieben es zu meinem Bedauern auch bis zum Ende.
Man bekommt geradezu das Gefühl, dass Martin Walker zu viel des Guten gewollt, zu viel zu komprimiert in seinen dritten Perigord/Saint Denis/Bruno-Roman hineingepackt hat.
Schade, doch werde ich Bruno weiterhin die Treue halten, ist er doch trotz aller Schwächen, die vorliegender Band aufweist, der bei weitem sympathischste, menschlichste, gelassenste Krimi-Protagonist, der mir bislang begegnet ist!

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E

Rezension zu "Grand Cru" von Martin Walker

Wiedersehen mit Bruno
EmiliAnavor 2 Tagen

Nach dem ersten Band um den französischen Dorfpolizisten Bruno Courreges, Menschenfreund und Genießer der schönen Dinge des Lebens, seien es die Frauen, die viel gerühmte französische Küche, der Wein, die wunderbare Landschaft oder das beschauliche Dorf, dem er sich so verbunden fühlt, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen!

Um es vorwegzunehmen - er hat mich nicht enttäuscht! Es war ein Vergnügen, wieder eintauchen zu können in Brunos Welt, alte Bekannte aus der vorherigen Geschichte wiederzutreffen und neue, zum Teil recht skurrile Charaktere kennenzulernen, mit Bruno durch die Wälder und Felder zu streifen, ihm beim Kochen über die Schulter zu blicken ( ein besonderer Genuß! ) und an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu dürfen.

Gespannt war ich auf den neuen Fall, mit dem es Bruno, der Flic aus Saint Denis im Perigord, zu tun bekommen würde, bereits mutmaßend, dass der Autor auch diesen nicht übermäßig in den Vordergrund stellen sondern gewissermaßen nebenherlaufen lassen würde.
Der Fokus in den "Bruno"-Krimis ist nun mal der Provinzpolizist selbst - und das ist es gerade, was diesen Romanen ihre Besonderheit und eben auch ihren besonderen Charme verleiht!

Sicher, der Krimi kommt gemächlich daher, die Handlung treibt zunächst ruhig vor sich hin, ohne dass eigentlich viel Aufregendes passiert. Doch das ist der normale Alltag in Saint Denis.
Aber unversehens wird es dann doch spannend und es geschieht einiges, womit nicht unbedingt zu rechnen ist.
Die Auflösung schließlich hat mich überrascht, nicht recht befriedigt zwar, aber das war dann doch zweitrangig, da der Protagonist und seine Herangehensweise an die Fälle, die ihm in den Weg purzeln, so originell und oft auch erheiternd sind, dass der jeweils zu lösende Fall in gewissem Sinne und wie erwartet nur eine Beigabe ist.

In seinem zweiten Fall soll Bruno zuerst einmal im Sinne seines Chefs und väterlichen Freundes, des Bürgermeisters, etwaige Hindernisse beiseite räumen, die dem Kauf einiger kleinerer Weinberge in Saint Denis durch ein großes amerikanisches Unternehmen im Wege stehen könnten.
Der Maitre verspricht sich von dem geplanten Weinanbau-Konzern einen wirtschaftlichen Aufschwung für sein Dorf und gleichzeitig die Schaffung einer größeren Zahl neuer Arbeitsplätze. Bruno jedoch hat seine Zweifel, die sich nicht nur auf die Massenproduktion und den Verkauf eines minderwertigen Weines beziehen, sondern auch auf die Veränderungen, die dies für Saint Denis bedeuten würde, Veränderungen, die dem Ort in seinen Augen zum Nachteil gereichen, ihm sein ganz eigenes Gesicht nehmen würden.
Fast begrüßt er sich häufende Vorfälle in der Gegend, von Brandanschlägen auf ein Forschungslabor für genmanipulierte Pflanzen, Demonstrationen einer Gruppe Umweltschützer bis schließlich zu zwei Todesfällen, von denen lange nicht klar ist, ob es sich dabei um Unfälle oder doch um Mord handelt.
Nebenbei erfährt man eine ganze Menge über Wein, Weinanbau, Weinsorten, der Weinherstellung und dem Verkauf, was nicht allgemein bekannt sein dürfte, und das mich jedenfalls viel Neues und überaus Interessantes gelehrt hat.

Auch Brunos Liebesleben bleibt spannend, nachdem seine Freundin Isabelle eifrig an ihrer Karriere in Paris bastelt, die sie dem vergleichsweise ereignislosen Landleben mit Bruno, trotz aller Liebe, vorzieht. Doch bahnt sich eine neue Liebe an - aber wird ihm diese Isabelle tatsächlich ersetzen können? Man mag daran zweifeln...
Und wird es ihm gelingen, die ungeliebten Amerikaner, die sich recht oft wie Elefanten im Porzellanladen benehmen, aus seinem Paradies zu vertreiben und dennoch die Gunst des geschätzten Bürgermeisters behalten?
Um das zu erfahren empfehle ich die unterhaltsame Lektüre des vorliegenden Krimis, der so recht keiner ist sondern viel mehr, vor allem aber ein überaus liebenswerter Roman, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat!

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-> -> -> Zu Nikolaus wird es bei LChoice ganz kulinarisch <- <- <-

Über unsere Webseite verlosen wir drei Exemplare von "Brunos Kochbuch" von Martin Walker, Diogenes Verlag.

Mehr dazu erfahrt ihr hier auf unserer Website:

http://www.lchoice.de/index.php/lchoice-online-nikolaus-gewinnspiel/

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Zusätzliche Informationen

Martin Walker wurde am 31. Dezember 1946 in Saudi-Arabien geboren.

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