Martin Walker Delikatessen

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Inhaltsangabe zu „Delikatessen“ von Martin Walker

›Savoir vivre‹: Archäologische Funde zeigen, dass man schon vor 30 000 Jahren im Périgord gut leben konnte. Aber der Tote, auf den man bei neuen Grabungen stößt, stammt eindeutig aus dem falschen Jahrhundert und weist alle Spuren eines Gewaltverbrechens auf.

Gute Einbindung von ETA, Tierschützern und Gipfeltreffen mit MOrdaufklärung

— Caroas

Ich mag diese Mischung aus Krimi, gutem Essen und Wein und eine Spur Geschichte

— EvelynM

Die vorhergegangenen Bände haben mir besser gefallen

— Taschenkrebs

Vielschichtig angelegter Krimi, musste mehrmals über die ETA bzw. Resistance nachlesen, da ich darüber wenig weiß.t.

— Bellis-Perennis

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  • Ein französischer Kriminalroman mit Genuss

    Delikatessen

    Caroas

    22. January 2017 um 20:06

    Wir lernen hier Bruno kennen, eine Landpolizisten im kleinen Dorf Saint-Denis im Périgord.In diesem Roman wird neben den Ermittlungen auch die französische Bevölkerung, die Kulinarik und deren Lebensstil wiedergegeben. Beim Lesen kann man sich die Personen und Landschaft bildhaft und lebendig vor die Augen führen. Bruno muss sich hier mit der Separatistenbewegung ETA und Tierschutzaktivisten die gegen das Gänsestopfen sind auseinandersetzen. Nebenbei muss er auch noch seine verschwundenen Freund der Chef der Ausgrabungsstätte in der Nähe des Dorfes finden sowie bei einem Gipfeltreffen zwischen Frankreich und Spanien als ortskundige Berater mitbetreuen und einen Mord klären der ca 20 Jahre alt ist.Fazit, eine Geschichte die gut recherchiert wurde, ein wenig über den Hintergrund der ETA wiedergibt, aber trotzdem den Krimi locker hält.

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  • Abfallende Formkurve

    Delikatessen

    Duffy

    28. March 2016 um 10:25

    In Saint-Denis wird es richtig aufregend. Bei Ausgrabungen prähistorischer Art wird eine nicht ganz so alte skelettierte Leiche gefunden, ein spanisch-französisches Gipfeltreffen auf Ministerebene bringt auch Gefahr durch die ETA ins Dorf, dazu ist auch noch eine gänseleberfeindliche Tierschutzorganisation unterwegs, eine neue Amtsrichterin setzt sich gleich ins Fettnäpfchen und außerdem wird der Ausgrabungsleiter, ein guter Freund von Bruno entführt. Der Chef de Police hat ausreichend zu tun und außerdem muss er ja auch noch sein Liebesleben ordnen, also eine ganze Menge Stoff, den Martin Walker hier zu verarbeiten hat und in den er natürlich noch ein paar Kochrezepte unterzubringen hat.Natürlich schafft es Bruno den Überblick zu behalten, bekommt alles nach guter alter Art in den Griff, wendet seine bewährten Methoden an (er wäre ein guter Partner von Komareks Polt), aber so richtig will das Ganze diesmal nicht zünden. Vielleicht ist es die Fülle der Ereignisse, vielleicht hat Walker auch nicht die richtige Lust gehabt, die ersten drei Bruno-Fälle waren frischer und anregender. Walker schreibt deswegen nicht schlechter und die Fans des Périgord kommen auf ihre Kosten, aber trotzdem hat man nach dem Lesen das Gefühl, als ob man ein ungesalzenes Gericht gegessen hätte, um mal bei einem der Buchthemen zu bleiben. Bruno wird weiter ermitteln und jeder hat mal eine kurze Durststrecke.

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  • Ärger im Paradies

    Delikatessen

    Taschenkrebs

    05. August 2015 um 00:18

    Ich habe das Buch durchaus mit Vergnügen gelesen, aber im Nachhinein scheint es mir doch unwahrscheinlich, was alles in einem abgelegenen französischen Ort geschieht. 

  • Ärger im Paradies

    Delikatessen

    Taschenkrebs

    05. August 2015 um 00:18

    Ich habe das Buch durchaus mit Vergnügen gelesen, aber im Nachhinein scheint es mir doch unwahrscheinlich, was alles in einem abgelegenen französischen Ort geschieht. 

  • Bruno ermittelt wieder ...

    Delikatessen

    Bellis-Perennis

    20. April 2015 um 06:47

    Brunos vierter Fall beginnt gleich rasant mit dem Eintreffen der neuen Richterin, die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parkvorschriften nur für eine Empfehlung hält. Die daraus folgenden Ressentiments lassen Bruno wieder recht sympathisch dastehen. Der Fall selbst? Militante Tierschützer, Gänsestopfleber, ein Skelett bei den archäologischen Ausgrabungen, das eine Swatch trägt und daher nicht prähistorisch sein kann sowie Ausflüge in die nähere und weiter zurückliegende Vergangenheit. Die Lösungen wie immer „Bruno“ – humorvoll und trotz Behinderung durch andere Behörden gelungen. Auch die kulinarischen Genüsse kommen wie immer nicht zu kurz. Diesmal musste ich ein paar Begebenheiten (z.B. ETA) parallel zum Lesen im Internet recherchieren, da sie mir nicht so geläufig waren.

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  • Bruno schwächelt etwas

    Delikatessen

    Ritja

    10. September 2014 um 18:02

    Ach, Bruno, wie gern habe ich deine ersten drei Fälle gelesen. Doch was ist passiert? Warum war der vierte Fall nicht so toll? Schlägt dir das Thema auf den Magen?   Gänsestoffleber ist doch eine Delikatesse in Frankreich und wird dort fast schon zelebriert, aber trotzdem gibt es Menschen, die diese traditionelle Speise nicht mögen und nun dagegen ankämpfen. Aber deshalb zu schwächeln? Der vierte Fall hat mich nicht so richtig mitgerissen. Ich mag den Chef de police nach wie vor, aber diesmal hat er mir einen zu großen Heiligenschein von Martin Walker verpasst bekommen. In seinem kleinen Revier werden die Gänse und Enten losgelassen, Leichen ausgegraben, terroristische Pläne geschmiedet und alte Gefühle wiederbelebt.  Bruno hat zu tun und doch wirkt er nie gehetzt und meistens entspannt. Er hat Zeit sich um die Tiere zu kümmern, mit Freunden zu essen (schöne Beschreibungen der Gerichte) und für Ruhe zu sorgen. Obwohl er diesmal selbst hintergangen wird, kann man kaum den Anstieg des Pulses spüren. So richtig Wut und Zorn spürt man nur bei der Schlüsselszene mit seinem Hund.  Ich fand Bruno diesmal etwas zu nett, zu friedlich und zu sehr auf heile Welt gestimmt. Auch die anderen Figuren wirkten etwas blass und weniger ansprechend als in den vorherigen Büchern. Seine etwas verworrene Gefühlswelt mit Isabell und Pamela ist auch diesmal Thema und wird auch in den nächsten Büchern weitergehen, da sich hier Martin Walker immer ein kleines Türchen offen lässt.  Ich lese gerade den fünften Fall von Bruno, Chef de police und hoffe, dass er hier wieder mehr Spannung und weniger heile Welt zeigt.

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  • macht lust auf reisen und mehr ...

    Delikatessen

    Buecherspiegel

    26. December 2013 um 11:47

    Dieser Krimi ist ein Vergnügen. Jede Seite vollmundig wie ein guter Roter oder lang gereifter Käse. Es macht einfach nur Spaß, erinnert ein wenig an die alten italienischen Folgen von Don Camillo und Peppone, nur dass sich hier verschiedene Institutionen der Polizei gegenseitig versuchen, das Leben schwer zu machen. Natürlich nur mit guten Absichten. Und es ist kein Wunder, dass so mancher Tourist im Périgord diese Krimireihe in der Hand hält und all die Stationen abklappert, wo es die guten Weine und herrlichen Käsesorten gibt, und, nicht zu vergessen, all das Gute, was eine Ente oder eine Gans so her gibt. Und dann diese Landschaft: alte Bauernhöfe und Paläste, prähistorische Ortschaften, leichte Erhebungen, knorrige Bäume und ein paar Kilometer weiter nur ist Bordeaux und das Meer. Selbstverständlich gibt es auch eine Leiche. Aber die liegt schon so lange in ihrem Grab, dass die Archäologen erst anhand der Kleidungsstücke bemerken, wirklich alt ist sie nicht, diese Leiche. Aber warum gerade jetzt? Hat sie wirklich etwas damit zu tun, dass Bruno mit anderen, aus Paris und Barcelona angereistem Sicherheitspersonal, ein Gipfeltreffen zwischen Ministern vorbereitet, die eine ETA-Zelle aus ihrem Versteck locken soll? Dass eine der angereisten seine große Liebe ist, Bruno aber mit einer anderen liiert, das ist nur eine der Liebesgeschichten, die hier erzählt werden. Und dann sind da noch die Archäologiestudenten aus aller Welt, die an der Ausgrabungsstelle behilflich und unermüdlich auf der Suche nach vergangenem sind. Die aber auch den armen Enten- und Gänsebauern das Leben schwer machen, weil sie, wie die Studenten meinen, dem armen Federvieh nicht wirklich ein gutes Leben bieten und allerlei Unsinn verbreiten. So ist Bruno ständig unterwegs, um die Studenten und Bauern miteinander zu versöhnen und zu verhindern, dass ein eifriger Polizist vor Ort mithilfe der neuen Amtsrichterin aus allem unbedingt eine strafbare Handlung machen will, um die Gefängnisse zu füllen. Dass es auch anders geht, beweist Bruno, indem er es schafft, die Versöhnungen zwischen den Parteien herbeizuführen und den Polizisten und die Amtsrichterin landesweit unmöglich zu machen. Außerdem hält der Bürgermeister immer zu ihm und ist Schildbürgerstreichen gegenüber nicht ganz abgeneigt. Ach ja, und das Gipfeltreffen der Minister vorbereiten, die geheime ETA-Zelle ausmerzen, gutes Essen vorbereiten und seine Tiere nicht vergessen zu füttern, das will auch noch geschafft werden. Das wird alles so leicht und locker erzählt, jede Figur wird angemessen ihrer Beteiligung bedacht, ich möchte am liebsten vor Ort sein. Das ist wohl der Grund, warum Touristen mit dem Krimi in der Hand … Und auch ich bin am überlegen, nächsten Herbst mal dort die eine oder andere Nacht zu verbringen.

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  • Gigis Ende

    Delikatessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2013 um 14:02

    Martin Walker vermag auch mit dem vierten Roman rund um Bruno und das malerische Saint Denis zu überzeugen. Gespannt darf man als Leser die Weiterentwicklung der verschiedenen Charakteren beobachten. Gemeinsamkeiten, Neuanfänge, alles Geschichten die weiter gehen, was ich sehr schätze. Wie immer wird das Périgord und Saint Denis mit seinem Lokalkolorit grosszügig beschrieben. Die Fois Gras-Geschichte vereint mit einem Treffen zweier Minister, der ETA und einem ausgegrabenen Skelett finden am Ende einen gemeinsamen Nenner und auch das kulinarische kommt wie immer nicht zu kurz. Einzig das traurige Ende lässt den Leser ein wenig überrumpelt zurück

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  • Mord, ETA, PETA und gute Küche

    Delikatessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2013 um 17:36

    Dies ist meiner erster Bruno-Fall und ich habe mich ein wenig verliebt. Der Chef de police der kleinen Gemeinde St. Denis ist ein sehr sympathischer Kerl. Obwohl Gesetzeshüter, nimmt er es dennoch nicht immer so hunderprozentig mit dem Gesetz. Viel lieber ist ihm die Harmonie im Dorfe, denn er weiß, dass die Bewohner auch nach einem Fall noch miteinander leben werden. Und böses Blut schadet da sehr. Und ist es nicht besser, wenn der Täter einen Schaden ersetzt und damit einer Anzeige entgeht, als dass einer im Gefängnis sitzt und der andere pleite ist? So jedenfalls sieht das Bruno und macht sich damit nicht nur Freunde. Der ehrgeizigen neuen Amtsrichterin Annette ist das jedenfalls ein Dorn im Auge und als überzeugte Öko-Frau will sie sich auch nicht mit der Herstellung von "foie gras", der über die Landesgrenzen hinweg berühmten Stopfleber aus der Region Périgord, anfreunden. Womit sie allerdings ziemlich ins Fettnäpfchen tritt und promt den Bürgermeister und andere Einwohner von St. Denis vor den Kopf stößt. Aber nun zum eigentlichen Fall: Bei archäologischen Ausgrabungen wird ein Leiche jüngeren Datums gefunden. Der Mann baskischen Ursprungs wurde vor vermutlich 20 Jahren erschossen. Während der Fall Anfangs ein Rätsel bleibt, muss sich Bruno um zwei weitere "Baustellen" kümmern. Zum einen wurden erst Enten aus einer Geflügelfarm befreit, dann wird ein Bombenanschlag auf eine Fabrik verübt, die sich ebenfalls mit der Herstellung der Stopfleber befasst. Ist der erste Fall bald ziemlich klar, so besteht bei dem zweiten Zweifel. Ist dieser auch auf Freunde der Tierschutzorganisation PETA zurück zu führen oder steckt das was anderes dahinter? Und wo kommt das Dynamit her, das verwendet wurde? Außerdem steht ein Besuch von zwei Ministern in der Region an, die sich mit dem Thema Terrorismus und ETA beschäftigen. Bruno wird in die Sicherheitsvorkehrungen einbezogen, wird dabei aber nicht über alle Details informiert. Wie diese drei Stränge dann doch zusammen finden, ist langsam, aber dennoch spannend erzählt. Über Brunos Privatleben erfährt man so einiges - nicht ganz so nebenbei - und macht Lust auf Vor- und Nachfolgebände des etwas kauzigen Kommissars. Auch die zahlreichen anderen Figuren sind toll gezeichnet, jede hat so seine eigene Persönlichkeit und fast findet man es schade, wenn am Ende Annette sich doch versetzen lässt, obwohl doch eine Versöhnung zwischen ihr und Bruno stattgefunden hat. Mir hat dieser Krimi wirklich ausnehmend gut gefallen. Auch die regionalen Besonderheiten und die immer wieder eingestreuten Ausflüge in die Gourmetwelt, hat mich als leidenschaftliche Köchin doch sehr angesprochen. Da würde ich gern das ein oder andere Gericht nachkochen wollen. Ich freu mich auf mehr vom Chef de police,

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  • Der beste Bruno Roman bislang!

    Delikatessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. April 2013 um 22:18

    Martin Walker hat sich mit seiner wunderbaren Reihe von Band zu Band immer mehr gesteigert und Delikatessen ist keineswegs ein verschlafener Regionalkrimi angereichert mit kitschigem Lokalkolorit. Hinter der perfekten Fassade der ländlichen Idylle lauert ein brutaler Thriller, der es fertig bringt Archäologie und die neuesten Erkenntnisse über Neanderthaler und Cro-Magnon Menschen mit ETA Terrorismus zu verbinden. Perfekte Krimiunterhaltung bis zum herzzereißenden Finale.

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  • Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

    Delikatessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. December 2012 um 18:14

    Wieder ein neuer fall für den berühmten Polizisten Bruno! Zuerst haben Tierschützer die Zaune von Gänsehaltern durchgeschnitten, um zu verhindern, dass die geliebten Gänse zu einer Delikatesse - wie der Name des Buches schon sagt- werden. Es wird vermutet, dass die Archäologeniestudenten dahinter stecken, welche auf einer Ausgrabestätte arbeiten. Noch dazu, wird eine Leiche gefunden, allerdings ist diese nicht über 30000 Jahre alt, sonder etwas jünger, da sie eine Swatch Uhr trägt. Bruno hat ordentlich Stress, denn in St. Denis soll ein spanisch-französisches Gipfeltreffen stattfinden. Weiters umwerben ihn Zwei Frauen, was die Konzentration auf die Arbeit zusätzlich verhindert. Aber wer hat eine Leiche an einer Ausgrabungsstätte vergraben? Und wer war der Ermordete bzw. der Mörder? Wird Bruno es schaffen, diesen Fall zu lösen? Das ist nun der vierte Band der Reihe und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Was ich son gerne an Walker's Büchern mag, ist, dass er immer ein bisschen Geschichte dazueinbaut. Ich kann seinen Stil und seine schöne Sprache sehr gut leiden. Ich hoffe, euch gefällt diese Reihe genauso gut wie mir! Es ist ein MUSS (:

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  • Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

    Delikatessen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2012 um 22:16

    Bruno Courrèges stellt Knöllchen aus: Ausgerechnet die neue Amtsrichterin fräst wie von der Tarantel gestochen ins Dorf und legt die Markierungen der Parkbuchten sehr großzügig aus. Kein sehr guter Start für eine Zusammenarbeit, die prompt weiter auf die Probe gestellt wird: Anschläge auf kleine Gänsefarmen werden von offensichtlich militanten Peta-Anhängern verübt und bei archäologischen Ausgrabungsarbeiten wird ein viel zu junges Skelett gefunden. Den größten Teil seiner Arbeit nimmt allerdings ein Ministertreffen in Anspruch, das möglicherweise von der ETA torpediert werden könnte. Auch in "Delikatessen" folgt Martin Walker seiner typischen Struktur: Er verbindet die persönliche Liebe zum Périgord mit einem kleinen Blick in die Geschichte der Region. Die Anschläge auf die Gänsefarmen kann er relativ schnell klären und Bruno findet eine Lösung, die ohne die Inanspruchnahme der recht aggressiv auftretenden Amtsrichterin auskommt. Richtiggehend Kopfzerbrechen jedoch macht das Ministertreffen, denn plötzlich scheint es in Saint Denis von ETA-Kontakten und Sympathisanten nur so zu wimmeln. Bruno leistet ganze Arbeit und hat dennoch das Gefühl, nicht alle Informationen erhalten zu haben. Selbstverständlich bekommt auch sein Privatleben eine kräftige Portion Bewegung ab: Seine Beziehung zur englischen Nachbarin Pamela stellt sich in Frage, während seine alte und große Liebe Isabelle wieder aus Paris aufkreuzt und den "begehrtesten Junggesellen" des Ortes in tiefe Verwirrung stürzt. Andere alte Bekannte trifft man beim Rugby wieder und auch die Jagdfreunde haben wieder Auftritte in unterschiedlichem Umfang. Die gesamte Palette des südfranzösischen Savoir-vivre liegt auf dem Tisch und sorgt wieder für ein Leseflair voller Lavendel, Landleben und großartigem Essen. Der Kontrast durch speziell den roten Faden der ETA ist umso härter und nimmt diesem Band bis zu einem rasanten Finale immer mehr Raum ein. Ein bisschen viel in diesem Setting, wobei mit Bruno ein Mann auf der Matte steht, der auf Grund seiner persönlichen Erfahrungen ganz anders reagieren kann als vermutlich die meisten Polizisten der Region. Bisher war die Kriminalität immer sehr gut in das beschauliche Umfeld dosiert, ist jetzt allerdings etwas übergeschwappt. Nichtsdestotrotz bleibt die Serie lesenswert.

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  • Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

    Delikatessen

    Gospelsinger

    15. May 2012 um 01:31

    Wenn man in einem kleinen Ort wie Saint-Denis plötzlich im Stau steht, muss schon etwas Ungewöhnliches passiert sein. In diesem Fall sind Enten und Gänse ihrem Gehege entkommen und machen sich schnurstracks auf den Weg zum nahegelegenen Teich. Militante Tierschützer haben den Zaun zerschnitten, um zu verhindern, dass die Tiere zur Herstellung des traditionellen foie gras gemästet werden. Ein Angriff auf die kulinarischen Traditionen des Périgord, das bringt die Bauern und Einwohner ganz schnell auf die Barrikaden! Wahrscheinlich stecken die Archäologiestudenten der Ausgrabungsstätte dahinter, obwohl sie eigentlich genug Anderes zu tun haben, hat doch ihr Professor gerade eine Aufsehen erregende Entdeckung gemacht. Daneben wird auf dem Ausgrabungsgelände aber auch noch eine Leiche gefunden, die eine Swatch trägt, also jünger als 30000 Jahre ist, und die ist ein Fall für Bruno. Leider kann er sich nicht voll darauf konzentrieren, weil in Saint-Denis ein französisch-spanisches Gipfeltreffen stattfinden soll, und der Ort von Sicherheitsleuten und Politikern überrannt wird, die einen Angriff der baskischen ETA erwarten. Brunos Ortskenntnisse sind unerlässlich für den Schutz des Gipfeltreffens. Und auch seine Geschichtskenntnisse sind von Nutzen. Kein Wunder, dass Bruno nicht dazu kommt, sein chaotisches Privatleben zu regeln und sich endlich für eine der beiden Frauen in seinem Leben zu entscheiden. Aber Zeit zum Kochen und zum Bewirten seiner Freunde nimmt er sich natürlich trotzdem. Bruno ist mir mit seiner ruhigen Art und seinen Kochkünsten sehr sympathisch. Vor allem gefällt mir, dass er Probleme der Dorfbewohner, die er eigentlich als Straftaten verfolgen müsste, mit seinem gesunden Menschenverstand zur allseitigen Zufriedenheit löst. Er handelt zutiefst menschlich und ist seinen Freunden gegenüber loyal. Wie bei den Romanen von Donna Leon wird auch hier in einem ruhigen Tempo ermittelt. In jedem Band wird das gewohnte Personal eingesetzt und ähnliche politische Themen werden angesprochen. Das finde ich sehr entspannend, wie eine alljährliche Urlaubsreise zu guten Freunden. Für mich hat das durchaus seinen Reiz. Im Zeitalter der dauernden extrem schnellen Veränderungen finde ich es sehr angenehm, etwas Entschleunigtes und Vertrautes zu lesen. Außerdem mag ich den humorvollen und warmherzigen Grundton dieser Krimiserie. Ich hoffe also, dass es ebenso verlässlich weitergeht und erwarte schon jetzt sehnsüchtig den nächsten Krimi im nächsten Jahr.

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  • Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

    Delikatessen

    WinfriedStanzick

    07. May 2012 um 10:55

    Das vorliegende Buch des englischen Journalisten Martin Walker ist die von Krimifreunden lang ersehnte vierte Folge einer Krimiserie, die 2009 mit dem Buch "Bruno. Chef de Police" begann und schnell zu einem Geheimtipp in der Krimiszene wurde. Mit seinem im kleinen Städtchen St. Denis im Perigord lebenden Polizisten Bruno hat Martin Walker eine Figur erschaffen, die die wertvollsten Eigenschaften etlicher bekannter und wichtiger Krimiprotagonisten in sich vereinigt. Man glaubt sich immer wieder konfrontiert mit einer Synthese aus Camilleris Montalbano und Markaris' Kostas Charitos. Während Martin Walkers Bruno vom ersten die Vorliebe für gutes Essen und Trinken und vom zweiten seine absolute Nähe zu den einfachen Menschen und ihre Geschichte übernommen hat, verbindet seinen literarischen Schöpfer mit Camilleri und Markaris die phänomenale Fähigkeit, einen aktuellen Kriminalfall zu verbinden mit einer historischen und kulturgeschichtlichen Aufklärung vom Allerbesten. Nachdem Bruno im ersten Fall mit einer in Frankreich lange verdrängten unrühmlichen Vergangenheit während der deutschen Besatzung, der Resistance und ihrem Verhältnis zu den "pied noirs" zu tun hatte, ging es im zweiten Fall "Grand Cru" (2010) eher um aktuelle ökonomische Probleme des Perigord, seit langem ein traditionsreiches Weinbaugebiet in Südfrankreich. Im dritten Fall „Schwarze Diamanten“ verknüpfte Martin Walker ein zweites neben dem Wein wertvolles Produkt des Perigord, die schwarzen Trüffeln und den Handel mit ihnen mit einem Teil des kolonialen Erbes Frankreichs in Indochina, eine Geschichte, die wie er überzeugend und erfrischend unideologisch beschriebt, nach wie vor die französisches Gesellschaft beschäftigt. Auch in seinem hier vorliegenden neuen Buch mit dem Titel „Delikatessen“ geht es um eine ganz besondere kulinarische Spezialität des Perigord, um seine Gänseleber. Deren Herstellung ist einigen Tierschützern ein Gräuel, die an einer großangelegten Ausgrabung eines berühmten Archäologen teilnehmen, der einer sensationellen Entdeckung auf der Spur ist, der Mischung zwischen einem Neandertaler und einem Cro-Magnon-Menschen. An zwei Orten bei ortsansässigen Bauern hinterlassen die Studenten nach Anschlägen ihre Botschaft. Während Bruno hier mit der gewohnten Vorsicht agiert und es ihm auch gelingt, zum Missfallen seiner Vorgesetzten der Stadt die Vorfälle gütlich zu regeln, ist er bei dem dritten Handlungsstrang des spannenden Buches mit der großen Politik in Gesichte und Gegenwart konfrontiert und gerät wieder einmal, wie schon damals in Sarajevo, wo er bei den UN-Truppen stationiert war, zwischen die Fronten. Es geht um die baskische Terrororganisation ETA, die spanischen und französischen Geheimdienste und Spuren zu der deutschen RAF. Immer wieder reflektiert Bruno, der überaus sympathische und seiner Region und seinem Städtchen verbundene Polizist Bruno seine Erfahrungen als Soldat im besetzten Sarajewo. Und wieder durchlebt er am Ende des Buches in einer mutigen Aktion die schlimmsten Minuten seines Lebens … Bruno ist ein überzeugter Single, der im neune Buch zwischen zwei Frauen hin – und hergerissen ist. Ob es dieses Mal eine klare Entscheidung gibt? Martin Walker ist ein Autor, der selbst in Südfrankreich lebt, hat mit diesem Buch den nunmehr vierten Band einer wahrscheinlich großen und erfolgreichen Krimiserie vorgelegt. Im Nachwort deutet er an, dass er noch für viele Bänden Stoff und Geschichten habe aus Gegenwart und oft mit ihr verstrickter Vergangenheit. Spannend erzählte, unterhaltsame Lektüre ist das voller kulinarischer und önologischer Leckerbissen und mit einer Hauptfigur, die mehr ist als nur sympathisch.

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  • Rezension zu "Delikatessen" von Martin Walker

    Delikatessen

    Matzbach

    27. April 2012 um 15:43

    "Delikatessen" ist der vierte Roman um Bruno, aber das, was da im Verlauf des Romans verspeist wird, würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Die Ruhe des Polizeichefs des beschaulichen Saint-Denis wird erheblich gestört durch ein geplantes französisch-spanisches Gipfeltreffen. Bruno wird in die Sicherheitsplanungen einbezogen, droht doch grundsätzlich ein Anschlag der baskischen ETA. Gleichzeitig häufen sich Aktionen der PETA gegen die Gänsemast, was eine zickige neue Richterin auf den Plan ruft, die sich gleich mal mit Brunos "Lass mal fünf gerade sein"- Mentalität anlegt. Außerdem wird ein deutscher Archäologieprofessor entführt, also genug Arbeit. Und dann schwankt Bruno noch zwischen zwei Frauen. Wer die bisherigen Walker-Romane mochte, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Etwas penetrant finde ich Walkers deutliche Abneigung gegen Umweltschüter, die grundsätzlich schlecht weg kommen.

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