Martin Walker Femme fatale

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Inhaltsangabe zu „Femme fatale“ von Martin Walker

Das Périgord ist ein Paradies für Schlemmer, Kanufahrer und Liebhaber des gemächlichen süßen Lebens. Doch im April, kurz vor Beginn der Touristensaison, stören ein höchst profitables Touristikprojekt, Satanisten und eine nackte Frauenleiche in einem Kahn die beschaulichen Ufer der Vézère. Und Bruno, den örtlichen Chef de police, stören zusätzlich höchst verwirrende Frühlingsgefühle.

Wie immer ein Vergnügen, Bruno und seine Fälle samt Kochleidenschaft zu verfolgen!

— EvelynM

Bruno ermittelt wieder: Ein spritziger Krimi voll französischem Lokalkolorit!

— Sookie70

Ein guter Krimi,mit ein paar Längen aber ich werde auf jeden Fall mehr lesen von Martin Walker

— Pat82

Langsam fühle ich mich in St. Denis heimisch ...

— Bellis-Perennis

Bruno zu lesen ist immer ein Genuss und schon wartet der nächste Fall "Reiner Wein" - ausführliche Besprechung folgt!

— Gundo57

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    Femme fatale

    Duffy

    15. November 2016 um 11:32

    Fünfter Bruno-Fall. Mittlerweile ist der französische Ermittler des schottischen Autors angekommen und scheint sich ein wenig zum Brunetti Farnkreichs zu mausern, jemand, der in jeder Lage ruhig und besonnen an Probleme herangeht und sich daher auch allgemeiner Wertschätzung erfreut. So ist dann auch aktuell eine auf dem Fluss in einem Kahn treibende Leiche der Auslöser, um sich an vielen Verwicklungen abzuarbeiten. Satanismus, Finanzjongleure, Betrüger, eine komplizierte Familie, ein großes Ferienhausprojekt und fragwürdige Transaktionen in einer Nachbargemeinde füllen die 420 Seiten, in denen natürlich auch gut und oft gegessen wird und jeder Hausfrau/mann noch ein paar Rezepte zum Sammeln mitgeliefert werden. Zudem sorgt Bruno, der ja nicht nur allgemein beliebt ist, sondern bei den Frauen ganz besonders, noch für Begehrlichkeiten und da blitzt der kleine Weiberhled in ihm auf, denn auch hier ist er kein Kostverächter.Bruno ist eine Figur, die mehr an Komareks Polt als an James Bond erinnert, deswegen kann die Besonnenheit manchmal auch ein  wenig zäh und einschläfernd wirken, doch das tut der Gesamtwirkung auf den Leser nichts, denn ähnlich wie bei Brunetti hat sich Bruno mit seinem Charakter längst in den Herzen der Leser eingenistet. Doch trotzdem sind die Längen nun mal da und Walker täte gut daran, das Ganze ein wenig mehr aufzupeppen. Dass er das kann, beweist er auf den letzten vierzig, fünfzig Seiten, zum Showdown geht es plötzlich mit Hochspannung und atemberaubender Schnelligkeit, sodass man froh ist, bis hierhin gelesen zu haben.Bruno wird auch in Zukunft seine Fans haben, Walker wird mit seinem Lokalcholorit die ständig täumenden Leser bei der Stange halten, die von der typisch französischen Lebensweise träumen. Es ist wie nach Hause kommen, man kennt alles, fühlt sich aber trotzdem wohl.

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  • Kurzweiliger Bruno-Krimi mit fulminantem Ende

    Femme fatale

    Sookie70

    16. July 2016 um 18:33

    Bruno wird eine grausige Entdeckung gemeldet: In einem morschen Holzboot liegend, treibt die nackte Leiche einer Frau im Fluss. Wer ist die Tote, und in welchem Zusammenhang steht sie mit schwarzen Messen und der Mätresse Ludwig des XIV? Und welche Verbindung gibt es zwischen dem Unfalltod eines Bauern, der Frau und Tochter geschlagen haben soll, und Immobilienmagnaten, die in den höchsten diplomatischen Kreisen verkehren?Kein menschlicher Abgrund und keine Verstrickung bleiben dem Genießer und Kavalier Bruno verborgen...Der leichtgängige Kriminalroman fußt in einem fulminaten Showdown, der selbst James Bond zur Ehre gereicht hätte.Humorvoll, spannend, lesenswert!

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  • Bruno zwischen den Frauen ...

    Femme fatale

    Bellis-Perennis

    07. June 2015 um 13:07

    Der inzwischen fünfte Fall für Bruno, Chéf de Police, aus dem beschaulichen Städtchen St. Denis im Périgord. In diesem Fall muss sich Bruno mit echten oder vermeintlichen Satanisten herumschlagen. Zusätzlich macht ihm ein prügelnder Ehemann Arbeit. Außerdem scheint der Bürgermeister - Wiederwahl und Arbeitsplätze im Auge -, einem Immobilienschwindel aufzusitzen. Die Résistance und der Zweite Weltkrieg sind wieder Teil der Ermittlungen. Wie schon gewohnt, ist Bruno zwischen Isabell und Pamela hin- und hergerissen. Die beiden Damen machen es ihm nicht leicht. Die eine ist Karriere süchtig, die andere leidet – nach einer unschönen Scheidung – an Bindungsangst. Pamela scheint überhaupt aus seinem Leben zu verschwinden, da ihre Mutter nach einem Schlaganfall der Pflege bedarf und kehrt nach Großbritannien zurück. Isabell hat den einen oder anderen Auftritt. Ein Highlight ist das Auftauchen von „Balzac“ – einem Basset-Welpe, der die Stelle der erschossenen Gigi übernimmt.

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  • Bruno, der Held von Saint-Denis

    Femme fatale

    Herbstrose

    Es ist Frühling im Périgord, einem bezaubernden Landstrich im Herzen Frankreichs. Der beschauliche Ort Saint-Denis am Ufer der Vézère bereitet sich auf die ersten Feriengäste vor, als etwas Ungeheuerliches die Idylle stört. Auf dem Fluss treibt ein alter Kahn mit einer nackten Frau – sie ist zudem tot und seltsam hergerichtet. Bruno, Chef de Police und einziger Flic des Ortes, nimmt sich der Sache an. Bald wird klar, dass er es mit Satanisten, einer internationalen Bande von Immobilienhaien und dem Filz einiger Ministerien zu tun bekommen wird … Dass der Autor Martin Walker das Périgord sehr gut kennt, ist dem Krimi „Femme fatale“ anzumerken. Äußerst liebevoll beschreibt er Land und Leute. Zunächst plätschert die Handlung recht beschaulich dahin, doch bald ist man mittendrin im Geschehen und die einzelnen Handlungsstränge sind zu einem dichten Knäuel verwoben: Eine satanisch hergerichtete Frauenleiche und ein Pfarrer, der vor Begeisterung gleich exorzieren möchte - eine Höhle am Fluss, die nicht nur von Touristen besucht wird – ein Luxushotel, das von einer zwielichtigen Person geleitet wird und in dem sich die gut betuchten Herren weibliche Gesellschaft aufs Zimmer bestellen können – ein Bürgermeister, den profitgierige Investoren gerne über den Tisch ziehen möchten – ein armer Bauer, der offenbar Frau und Tochter prügelt – und dazwischen der friedliebende Dorfpolizist Bruno, der ganz nebenbei noch von heftigen Frühlingsgefühlen geplagt wird. Der Schreibstil ist sehr gefällig, schön komponiert und angenehm lesbar. Die Spannung ist anfangs eher mäßig, steigert sich aber kontinuierlich bis zum aufregenden Showdown am Schluss. Savoir-vivre kommt auch nicht zu kurz. Bruno ist ein Liebhaber guter Küche, es wird viel gemeinsam mit Freunden gegessen und einem Aperitif oder einem Glas Wein ist keiner  abgeneigt. Einige Rezepte der französischen Küche kann man ebenfalls entdecken. Fazit: Ein eher softer Krimi, humorvoll und gut unterhaltend, der seine Stärken hauptsächlich durch die ausgezeichnete Beschreibung von Land und Leuten bezieht. 

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    • 3
  • enttäuscht

    Femme fatale

    lisalercher

    14. August 2014 um 10:34

    Von einer Freundin wärmstens empfohlen, habe ich mir das Buch gekauft und mit neugieriger Vorfreude zu lesen begonnen -  aber die Krimihandlung springt einfach nicht an und ich vermute, dass sich das auf den letzten 20 Seiten auch nicht mehr ändern wird. Das Lokolkolorit ist nett - dafür auch der Stern. Ansonsten ist das Buch eine wertvolle Einschlafhilfe gewesen und ich hab es an Frankreich-Fans weiterverschenkt - vielleicht haben sie mehr Freude an der Geschichte als ich. 

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  • Bruno zum fünften...

    Femme fatale

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. July 2014 um 20:35

    Wieder ein herrlich, ruhiger Krimi der vom Lokalkolorit lebt. Für mich machen die Charakteren diese Krimireihe aus. Deren Weiterentwicklung, die Beziehungen zueinander, die kulinarischen Erlebnisse und die herrlich beschriebene Landschaft, lässt mich auch weiterhin zur Leserschaft von Martin Walker zählen. Gut, das Ende ist ein bisschen zu übertrieben für die ansonsten eher ruhige Geschichte, aber das sei dem Autor verziehen, wenn alles drum herum stimmt. Ich freue mich auf den 6. Fall!!

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  • Ein herrliches Gleichgewicht von „Atmosphäre, Infotainment und Verbrechen“ (E.Krekeler)

    Femme fatale

    WinfriedStanzick

    13. August 2013 um 10:45

     Viele Kritiker haben Martin Walker vorgeworfen, in seinen Büchern mit dem Polizisten Bruno aus dem kleinen Städtchen St.Denis im französischen Perigord bei weitem nicht an den Standard normaler Kriminalromane heranzukommen. Sie beklagten dahin plätschernde Handlungen, blasse und langweilige Figuren und fehlende Spannung.   Mag das alles vielleicht für die Fälle 2-4 zugetroffen haben (mir haben auch diese drei Romane gefallen), so zeigt sich der fünfte Fall von Bruno, Chef de Police, über diese Kritik erhaben. Denn Martin Walker hat Bruno nicht nur einen spannenden Fall lösen lassen, der wieder einmal mit unaufgearbeiteter Historie zu tun hat, sondern er schreibt auch die persönliche Geschichte des Menschen Bruno weiter. Sein ruhiges Leben in seiner neuen Heimat, in der er sich nach seinen traumatischen Kriegserfahrungen als Soldat im Jugoslawienkrieg der neunziger Jahre sehr wohl fühlt und, von den Menschen des Städtchen geachtet, ein gutes Leben führt, dass nicht nur kulinarische Genüsse bereit hält. Auch alle Frauen, mit denen er bisher weitgehend unerfüllte Beziehungen hatte, tauchen in „Femme fatale“ wieder auf. Doch nach wie vor ist keine von ihnen bereit, auf Dauer sein beschauliches Leben in seinem aus Ruinen renovierten Haus mit Garten und Tieren zu teilen. Und er will, verständlicherweise, diese neue Heimat nicht aufgeben.   Im aktuellen Buch, das im April, noch vor dem Ansturm der Touristen spielt, ist mir persönlich auf eine ganz besondere Weise die Schönheit und die Kultur des Perigord deutlich geworden. Das hängt nicht nur an den wunderbaren Landschaftsbeschreibungen Walkers (die natürlich hartgesottene Krimileser gar nicht mögen) und den traumhaften Gerichten, die er Bruno kochen und zusammen mit anderen essen lässt, sondern auch an einem kleinen, 32-seitigen Heft, das der Diogenes Verlag dem Buch beigelegt hat. Unter dem Titel „Das Perigord“, hat Martin Walker einen kleinen Reiseführer geschrieben, in dem er den möglichen Besucher in einer „perfekten Woche im Perigord“ auf einer schönen Route, die man natürlich auch individuell gestalten kann, durch Schlösser, Gartenanlagen, Wochenmärkte und  Nachtmärkte führt. Natürlich gibt es perfekte Tipps für gute Restaurants aller Preislagen und auch schöne Unterkünfte von preiswert bis exklusiv sind dabei.   Die Bücher Martin Walkers in einem herrlichen Gleichgewicht von „Atmosphäre, Infotainment  und Verbrechen“ (E.Krekeler) begeistern mich mit jedem  Band mehr für einen Landstrich, den ich früher oder später einmal besuchen werde.

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  • Die dunkle Seite des Périgords

    Femme fatale

    Bri

    29. July 2013 um 20:32

    Bruno Courrèges ist prompt zur Stelle, als er über Handy und per "Dorffunk" informiert wird, dass ein Boot mit einer nackten Frau auf der Vézère mitten durch St. Denis treibe. Als das Boot schließlich gestoppt werden kann ist klar, die merkwürdigen Zeichen auf dem Körper der Frau sind keine Tätowierungen und die Frau ist tot. Bisher hatte Bruno eher Todesfälle mit handfestem Hintergrund aufzuklären, doch dieses Mal scheint eine überirdische Macht ihre Hand im Spiel zu haben: Der Leibhaftige persönlich. Dass der Stadtpfarrer und so einige andere Gemeindemitglieder an Satanismus glauben, stört zwar den Bürgermeister von St. Denis, der gerade mit einem profitablen Bauprojekt beschäftigt ist, kurbelt aber dennoch den Tourismus an. Nachdem scheinbar auch noch in der bei Touristen beliebten Tropfsteinhöhle eine schwarze Messe abgehalten wurde, gibt es für Pater Sentout nur eines: Er wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit einen medienwirksamen Exorzismus durchführen. Bruno hat derweilen aber nicht nur mit dem mysteriösen Vorgängen in St. Denis zu tun, sondern mit eigenen frühlingshaften Gefühlsverwirrungen. Isabell kommt mal wieder für ein paar Tage in sein Leben zurück und er fragt sich, wie schon die vier Bände zuvor, auf eine Neues, ob sie oder Pamela - die derzeit in Großbritannien die Pflege ihrer schwer kranken Mutter zu organisieren versucht - die Richtige für ihn ist ... Martin Walker hat es auch in seinem fünften Périgord Krimi geschafft, die perfekte Mixtur aus wunderbarem Lokalkolorit, gesellschaftlich-sozialem Hintergrund und gewohnt guter spannender Unterhaltung zu finden. Alte Bekannte tauchen auf, noch nicht so bekannte Bewohner von St. Denis treten ins Rampenlicht - man fühlt sich bei der Lektüre, als wäre man zum obligatorischen und und längst überfälligen Besuch bei guten Freunden im Herzland Frankreichs angekommen. Die Fäden, die Walker zur Lösung von Brunos nunmehr fünftem Fall spinnt, verdichten sich langsam aber unaufhaltsam zu einem auch für den Leser unentrinnbaren Netz. War das Ende von "Delikatessen" bereits fulminant, so steigert sich Walker in "Femme fatale" auf eine Neues und Bruno hat alle Hände voll zu tun, um nicht unter die Räder zu kommen. Und das macht er wie immer gekonnt souverän. Die Frage ist allerdings, wie sich Martin Walker im nächsten Fall für Bruno steigern will, ohne den Überblick zu verliehen oder sich im Netz zu verheddern. Für Fans von Hardcore-Krimis, in denen viel Blut fließt, sind die Bruno Krimis aber nach wie vor zu ausgeschmückt mit Nebenschauplätzen, die das Herzstück Frankreichs vor dem geistigen Auge so klar und schön erstehen lassen, als wäre man dort. Wer aber gerne einen Krimi mit lebensechten Nebensträngen liest, sollte unbedingt zu dieser Reihe greifen.

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  • Rezension zu Femme Fatale

    Femme fatale

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. July 2013 um 13:45

    Bruno wird eines Tages zu einem Fluss gerufen, in welchem ein Boot mit einer Leiche gefunden worden ist. Die Frau ist nackt und es kommt der Verdacht auf, dass sie bei einer schwarzen Messe anwesend gewesen ist. Bruno bekommt den Auftrag, diesen Mord aufzuklären. Nebenbei kommt Isabelle zurück- mit einem kleine Basset, den er von ihr geschenkt bekommt. Und dazu kommt noch, dass die beiden sich wieder näher kommen....

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  • Femme fatale

    Femme fatale

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. June 2013 um 21:52

    Bruno genießt die Probe des Kirchenchors, als das Telefon schellt: In einem Kahn liegend treibt eine nackte Frauenleiche den Fluss hinunter. Also muss der Chor alleine weiter proben, während Bruno versucht, den Kahn an Land zu bekommen. Nicht nur bei der Bergung gibt es unnötigen Ärger, als ein Unbekannter sich ohne Abstimmung einmischt. Die Aufmachung des Kahns alleine genügt und die Presse präsentiert sensationslüsterne Schlagzeilen, die wiederum noch mehr Presse, Schaulustige und Folgeprobleme nach Saint-Denis holen: Das Stichwort Satanismus macht die Runde und das ruft nicht nur fragwürdige Fans auf den Plan, sondern scheint sogar Nachahmer anzulocken. Stoff zum Nachdenken gäbe es im Dorf allerdings auch so genug, seit sich Investoren für die Ansiedlung eines luxuriösen Resorts in der Nähe stark machen. Der fünfte Fall für Bruno folgt dem bewährten Muster der Serie: Der Kriminalfall wird kombiniert mit harmonischem Lokalkolorit und einer regional spezifischen Problematik. Mal war das die Schließung eines Sägewerkes mit vielen Arbeitsplätzen, mal waren es die Aktivitäten der Landsleute im Zweiten Weltkrieg. Jetzt reibt sich das Dorf an der Frage, ob es den Bau eines Ferienrtesorts in der Nähe genehmigen soll. Solider Tourismus oder ruhige Kleinstadtstrukturen? Freilich darf Bruno auch nicht ohne Frauengeschichten arbeiten. Ohne lukullische Genüsse aus dem Périgord wäre das Buch natürlich auch kein echter "Bruno" und wer nach den kleinen, persönlichen und unbürokratischen Lösungen sucht, mit denen man in Saint-Denis Probleme löst, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Um das Paket richtig rund zu machen, hat der Verlag dem Buch einen kleinen Reiseführer beigelegt, in dem Walker selbst eine Auswahl an Reise- und Ausflugszielen vorstellt, darunter selbstverständlich einige Schauplätze aus den Büchern. Gleichwohl trumpft das Finale so arg auf, wie es schon im vierten Fall geschah. Nachdem so viel Vorleistung durch ruhige Polizeiarbeit und kluge Rückschlüsse geleistet wurde, platzen beim Finale förmlich die Nähte. Es passt nicht ganz ins Gesamtbild, dass hektische Funkkontakte massive Bewaffnung auslösen, Gendarmes Mobiles mit Sturmgewehr anrücken und den Leuten plötzlich Sprengsätze  um die Ohren fliegen. Nicht, dass die Rasanz fehlen würde, aber im Rahmen des Konzepts fehlt die Spannung für solche Passagen, denn bei Bruno muss im Großen und Ganzen alles gut ausgehen. Warum das Buch alles in allem vier Sterne erhält: Bruno unterhält flüssig, transportiert den Lokalkolorit, wegen dem das Buch so gerne geschmökert wird und wirft im Hintergrund dezent eine Handvoll Fragen zu Umwelt, Gesellschaft Politik, Moral und Zukunft auf. Da dringt viel von den Fragestellungen durch, mit dem sich Martin Walker beruflich beschäftigt und für die er im Périgord offensichtlich eine Leinwand gefunden hat.  

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  • Frauen und andere Ungereimtheiten

    Femme fatale

    cosima73

    08. May 2013 um 13:35

    Eine nackte Frauenleiche treibt in einem Boot durch Périgord, mit an Bord ein toter Hahn und grosse schwarze Kerzen. Schnell werden Stimmen laut, es handle sich um das Werk von Satanisten. Die einen fürchten um den Ruf von Périgord, die anderen freuen sich über Touristenströme. Aks kurz darauf in der örtlichen Höhle eingebrochen wird und ein blutiger Ziegenkopf sowie eine schwarz angemalte Madonna den Tatort zieren, sieht sich Bruno, der örtliche Chef de police, inmitten eines undurchschaubaren Falles welcher nicht nur mit Mord und möglichen Teufeln, sondern auch mit dubiosen Finanzgeschäften und vielen schönen Frauen mit verführerischen Absichten im Zusammenhang steht. Die Fäden reichen immer weiter, bis nach ganz oben, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert. In welche Richtung Bruno auch ermittelt, immer wieder führen ihn die Spuren zur Roten Komtesse, die auf einem Schloss in Périgord lebt. Früher eine blühende Schönheit, Kämferin für den Widerstand und Kommunistin, liegt sie heute mit Alzheimer unansprechbar im Bett. Neben all dem beruflichen Chaos sind da auch noch die Frauen in Brunos Leben. Wohin das alles führen soll? Martin Walkers neuster Fall für seinen Chef de Police Bruno ist ein Krimi wie er im Bilderbuch steht. Er lebt von seinem überaus sympathischen Polizisten Bruno, bei dem man gerne einfach an den Tisch sitzen würde, sein Kochkünste bewunderte und den Hund zwischen den Ohren kraulte. Man sieht ihn vor sich und man mag ihn. Dabei wird der ganze Rest schon fast zweitrangig, das Buch hat den Leser quasi adoptiert. Martin Walker ist ein ganz Grosser in der Reihe der traditionellen Krimiautoren. Ihm gelingt es, eine charismatische Hauptfigur zu entwerfen, die er in ein liebliches französisches Dörfchen mit all seinen Eigenheiten, mit dem typischen Dorfcharakter setzt. Mischt man dann noch ein paar männliche Probleme eines in die Jahre geratenen gutherzigen Mannes hinzu und lässt die entsprechenden Frauen mitspielen, wird die Handlung eigentlich fast nebensächlich, man ist gefangen. Dass die Handlung aber auch spannend ist, man zwar imemr Ahnungen hat, wer dahinter steckt, man aber die Zusammenhänge nicht erkennt, macht Femme fatale doppelt brillant. Geht man nach Schreiblehrgang vor, kann man sagen: Protagonist perfekt gezeichnet, Antagonisten relativ farblos, aber ausreichend, Schauplatz lebendig, man fühlt sich mittendrin, Plot stringent. Fazit: Schlicht ein Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite. Unbedingt empfehlenswert.

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