Grand Prix

von Martin Walker 
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Grand Prix
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Ein Frankreich-Krimi für Frankreich-Liebhaber: Viel gutes Essen und viel Atmosphäre, zum Leuchten gebracht durch die Krimihandlung.

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Inhaltsangabe zu "Grand Prix"

Es ist Hochsommer im Périgord und Hochsaison für ausgedehnte Gaumenfreuden und Fahrten mit offenem Verdeck. Eine Oldtimer-Rallye, von Bruno, Chef de police, organisiert, bringt auch zwei besessene junge Sammler nach Saint-Denis. Sie sind auf der Jagd nach dem wertvollsten Auto aller Zeiten: dem letzten von nur vier je gebauten Bugattis Typ 57 SC Atlantic, dessen Spur sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs im Périgord verlor. Ein halsbrecherisches Wettrennen um den großen Preis beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257244359
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:25.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.04.2017 bei Diogenes erschienen.

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    stachelbeermonds avatar
    stachelbeermondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Frankreich-Krimi für Frankreich-Liebhaber: Viel gutes Essen und viel Atmosphäre, zum Leuchten gebracht durch die Krimihandlung.
    Eine Oldtimer-Rallye im Périgord - was könnte französischer sein?

    Ich war erst einmal in meinem Leben in Frankreich (und es hat mir sehr gefallen), aber ich habe schon eine Menge Bücher gelesen, die in Frankreich spielen. Im literarischen Sinne bin ich also eine Frankreich-Expertin! Dazu beigetragen hat auf jeden Fall die Serie um Bruno, Chef de police, von Martin Walker (der selber Schotte ist, aber mittlerweile in Frankreich lebt). Ich vermute mal, seine Bücher sind französischer als die Franzosen selbst, aber da ich Deutsche bin, kann ich das nicht beurteilen. Eigentlich ist es auch nicht wichtig – dazu gefallen sie mir viel zu sehr!

    Martin Walker schreibt über Bruno Courrèges, der in der Kleinstadt Saint-Denis im Périgord in Südfrankreich lebt und arbeitet. Er ist „Dorfpolizist“ (so Bruno über sich selbst) und ist direkt dem Bürgermeister von Saint-Denis untergeordnet. Bruno ist ein Mann der Tat und der kurzen Wege. In Saint-Denis kennt er jeden und jeder kennt und schätzt ihn. Er lebt mit einem Basset in einem kleinen, malerischen Haus am Stadtrand, reitet, jagt, sucht Trüffel in seinem eigenen Stückchen Wald und kocht gern und gut. Ein großer Freundeskreis umgibt ihn, und wenn es wieder mal beziehungstechnisch nicht klappt, tröstet er sich mit einem Ausritt mit Freunden und einem anschließendem traditionellen französischen Essen, selbstverständlich begleitet von guten Weinen. Daneben wird durchaus scharf geschossen, und ab und zu bricht die große Politik in das kleine Städtchen im Périgord ein und mischt alle einmal kräftig durch. Bruno ist immer mittendrin im Geschehen, weiß sich zu verteidigen und greift auch an, wenn es sein muss. Ein Mann, wie er im Buche steht (wortwörtlich!).

    In Grand Prix geht es neben anderen Dingen auch um eine Oldtimer-Rallye, die von Bruno organisiert wird. Sie bringt zwei besessene junge Sammler nach Saint-Denis, die auf der Jagd nach dem wertvollsten Auto aller Zeiten sind: Dem letzten von nur vier gebauten Bugattis Typ 57 SC Atlantic, dessen Spur sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs im Périgord verlor. Diese Jagd bringt einige Unruhe in die Kleinstadt, alte Rechnungen wollen beglichen werden, neue Hoffnungen machen sich breit. Zwischen allen Parteien versucht Bruno zu vermitteln und Recht und Ordnung zu wahren. Ob es ihm gelingt?

    Es ist deutlich spürbar, dass hier ein Mann seine Vorstellungen von einem perfekten französischen Männerleben umgesetzt hat. Gutes Essen, guter Wein, alle Sportarten, die Männer verlockend finden könnten, sind vertreten, und auch alte, robuste Autos tauchen immer mal wieder auf, genauso wie Waffen und gesellschaftspolitische Themen. Das gesellschaftliche Gefüge in der kleinen fiktiven Stadt Saint-Denis mit all seinen Verstrickungen und Vernetzungen spielt eine große Rolle, und über allem strahlt Frankreich verlockend aus jeder Zeile jedes Bruno-Buches. Männer schreiben anders als Frauen, und manchmal merke ich das bei bestimmten Passagen. Nicht alles interessiert mich in den Büchern, aber das Drumherum macht das mehr als wett. Bisher habe ich alle Bücher aus der Reihe gelesen, es gab gute und weniger gute, aber ich bin immer noch dran. Wenn das kein gutes Zeichen ist!  Ich hoffe, dass weder Bruno noch Saint-Denis jemals gezähmt werden. Manchmal werden Happy Ends auch überbewertet.

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    UteSeiberths avatar
    UteSeiberthvor einem Jahr
    Oldtimer-Rallye im Perigord

    Martin Walker ist es mit diesem Roman wirklich gelungen einen literarischen Krimi zu schreiben,wie es schon Frank Dietschreit vom Mannheimer Morgen sagt. Eine Oldtimer-Rallye die im Hochsommer Bruno ,Chef de police ,organisiert hat im Perigord zieht viele Liebhaber und Sammler an . Sie sind alle auf der Jagd nach dem begehrtesten Auto ,da offenbar nur 4 Exemplare gebaut wurden.Das rätselhafte Verschwinden  des letzten Bugattis steht im Mittelpunkt,dessen Spur sich im 2. Weltkrieg im Perigord verlor.
    Bruno wird hinzugezogen da es während und nach diesem Rennen
    auch zu Toten kommt und er muss auch wegen Geldwäsche
    und Erbschleichern ermitteln.
    Das Ganze liest sich erstaunlich leicht und angenehm,ich werde mir sicher noch einen anderen Krimi von Walker holen!

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Im neunten Fall ermittelt Bruno Courrege, der Chef de Police aus St. Denis, wieder souverän.
    Bruno als Co-Pilot einer Rallye

    Martin Walker lässt seinen Chef de Police, Bruno Courreges, in seinem neunten Fall vor dem Hintergrund einer Oldtimer-Rallye ermitteln. Zuerst sieht der Tod des ehemaligen Archivars nach einem natürlichen Tod aus. Doch Brunos Bauchgefühl täuscht sich selten.


    Bruno darf als Beifahrer an der Rallye teilnehmen, macht seine Sache „das Gebetbuch vorlesen“ gut und geht mit Rallye-Pilotin Annette als zweiter durchs Ziel.

    Der Tausendsassa hat natürlich noch ein paar andere Aufgaben: Er muss sich um einen Erbschaftsstreit kümmern, einen verzogenen Bengel auf den rechten Weg zurückführen, dessen Mutter aus falscher Zuneigung sogar einen Meineid schwört.
    Ja, und dann wären da noch die diversen Frauen, mehrere Verflossene und eine mögliche zukünftige, die den Chef de Police in Atem halten.

    Nebenbei fahndet er nach einem seltenen Oldtimer, einem von nur vier gebauten Bugattis. Bugatti ist trotz des italienischen Namens, ein rein französisches Produkt, für das exzentrische Liebhaber schon einmal 30 oder mehr Millionen Euro hinlegen würden. Wenn sie einen angeboten bekämen.

    Mit viel Fingerspitzengefühl schafft es Bruno wieder Ruhe und Eintracht in St. Denis einkehren zu lassen.

    Meine Meinung:

    Wie immer habe ich (um im Fahrerjargon zu bleiben) eine schnelle Runde hingelegt und das Buch an einem Nachmittag ausgelesen. Martin Walker hat diesmal wieder die Kurve bekommen und einen durchaus interessanten Krimi geschrieben. Diesmal bleibt die hohe Politik dort wo sie hingehört, nämlich in Paris. Die „Pieds noirs“ und der Algerienkrieg haben einen Waffenstillstand mit dem Autor abgeschlossen.
    Die historischen Details zur Resistance beschränken sich diesmal auf kurze Einblicke. Bitte nicht falsch verstehen, ich mag diese Rückblenden und Ausflüge in die Vergangenheit, doch in einigen der Vorgängerbänden werden aktuelle Verbrechen häufig mit später Rache für erlittenes Unrecht erklärt.

    Diesmal ist das Motiv die Gier nach schnödem Mammon in Form eines wunderschönen, alten Autos.

    Fazit:

    „Grand Prix“ ist eine wunderschöne kurzweilige Urlaubslektüre. Daher gebe ich leichten Herzens 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    faanies avatar
    faanievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gewohnt gut, mit sehr interessanter Thematik
    Gewohnt gut, mit sehr interessanter Thematik

    Frank Dietschreit vom Mannheimer Morgen hat die perfekte Beschreibung für die Reihe um Bruno, Chef de police erkannt: "Martin Walker hat die definitive Erfolgsformel für den literarischen Krimi gefunden." Dem kann ich nicht viel hinzufügen. 

    Grand Prix ist Brunos mittlerweile neunter Fall. Wer die Reihe kennt, wird in gewohnter Manier allerbestens unterhalten. Walkers Schreibstil ist flüssig, unaufgeregt und mit viel Liebe zum Detail - sei es das neueste Gericht, welches Bruno für seine Gäste zaubert oder ein kostbarer Oldtimer. 
    Bruno selbst ist kein hohes Tier innerhalb des Polizeiapparats, er wurde nicht aus der Großstadt in die Provinz strafversetzt. Er ist ein normaler Dorfpolizist, mit Pferd, Hund und Garten. Gerade das macht ihn so sympathisch.
    Die Thematik des Buches ist zudem erfrischend anders, abseits von Zuwanderungsproblemen und Ausländerfeindlichkeit, welche in so vielen Frankreichkrimis gerade rauf und runter behandelt werden.


    Daumen hoch für diesen neusten Teil der Reihe, 4 Sterne. Auf den zehnten Fall!

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein schöner Krimi mit wirklich toller Atmosphäre.
    Mit toller Atmosphäre

    Bruno ist Kommissar in einem kleinen Örtchen im Perigord in Frankreich. Als ein Mann im Ort an einem Herzinfarkt stirbt, wird er als einziger misstrauisch, schließlich soll der ehemalige Archivar an einem sehr lukrativen Auftrag gearbeitet hat. Zeitgleich finden in Saint-Denis eine Rallye und eine Oldtimerausstellung statt. Zahlreiche Fans von alten und teuren Autos finden sich hierzu im Örtchen ein. Bruno vermutet einen Zusammenhang, auch wenn er ihn zunächst nicht richtig erklären kann und etwas abgelenkt davon ist, dass er bei der Rallye plötzlich selbst als Beifahrer einspringen muss.
    Dies ist bereits der neunte Fall für Bruno, Chef de police, doch der erste den ich gelesen habe. Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre, die auf jeder Seite des Buches wirkt und einen sofort in den Bann zieht. Auch wenn dies kein hochspannender Thriller ist, bei dem man atemlos nach Mördern sucht, hat mir Martin Walkers Roman „Grand Prix“ ausgesprochen gut gefallen. Die Figuren sind sehr gut beschrieben und einem beim Lesen sehr nah, auch wenn die zahlreichen vorhergehenden Liebesgeschichten des charmanten Bruno für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Doch die ganze Geschichte zieht einen mit einer besonderen Stimmung an und lässt einen nicht mehr los, am liebsten hätte ich mich selbst sofort mit Bruno und Fabiola an einen Tisch auf dem Markt gesetzt und mit ihnen ein Glas Wein getrunken, so freundschaftlich verbunden habe ich mich allen Figuren beim Lesen gefühlt. Martin Walkers Krimi zeichnet etwas aus, was vielen anderen fehlt, nämlich ein feines Gefühl für Atmosphäre und besondere Situationen und Figuren, die einen als Leser einbinden.
    „Grand Prix“ von Martin Walker war mein erster Fall von Bruno, hat mich jedoch vollständig überzeugt. Der Stil des Autors ist wunderbar farbenfroh und detailreich und die Lektüre hat mir einfach nur Freude bereitet. 

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    Bris avatar
    Brivor einem Jahr
    Im Bugatti auf der Flucht

    Bugatti - alleine der Name lässt so manchen ins Schwärmen kommen, steht er nicht nur für formschöne Automobile der Extraklasse. Ich persönlich verband damit vor allem Italien - wahrscheinlich, weil der Firmengründer der Automobilsparte, Ettore Bugatti, gebürtiger Mailänder war und die Bugattis mir als Künstlerfamilie im Gedächtnis hafteten. Für seine Automobilherstellung wählte Ettore Bugatti jedoch einen Standort in Frankreich: Ab 1909 wurden in Molsheim / Elsass die erfolgreichen Limousinen, Sport- und Rennwagen konzipiert und gebaut. Nachdem jedoch die Deutschen in Frankreich einmarschierten und die Fabrik im Elsass besetzten, wich Ettore Bugatti nach Bordeaux aus. Eines der überhaupt nur vier Exemplare des legendären Bugatti 57 SC Atlantic verschwand in den Kriegswirren spurlos. Aber es machten sich Gerüchte breit, es gäbe Verbindungen ins Périgord, wo man ihn in Teilen oder als Ganzes versteckt vermutete.

    Bruno, Chef de Police von St. Denis, erfährt von diesem Wunderauto, das sogar als Fluchtauto für Verfolgte der Nazis genutzt worden sein soll, im Rahmen der durch ihn organisierten Oldtimer Rallye. Zwei junge Sammler sind dem futuristisch aussehenden, materialtechnisch hochwertigen Automobil auf der Spur, liegt sein Wert doch im zweistelligen Millionenbereich. Einer der beiden Sammler ist Engländer und Co-Pilot von Annette - ihres Zeichens Staatsanwältin und Rallye Fahrerin, die sich über die Rallye in St. Denis für die nationalen Wettkämpfe qualifizieren möchte. Als ihr Co-Pilot wegen angeblicher Migräne ausfällt, muss Bruno ran. Und hier zeigt Martin Walker, dass er seine Figuren tatsächlich entwickeln kann. Denn Tausendsassa Bruno, der manches Mal schon fast zu perfekt wirkte, kriegt Manschetten. Er hat veritablen Schiss davor, die Rallyestrecke in Annettes Höllentempo hinter sich zu bringen. Letztendlich kann er sich nicht drücken. Mir als bekennendem Bruno-Fan tat es ausnehmend gut, ihn so menschlich "schwächelnd" zu erleben.

    Neben dieser Weiterentwicklung seiner Hauptfigur wartet Walker natürlich wie immer mit dem wunderbaren Flair des Périgord und der bekannten gemeinschaftlichen Lebensweise der Menschen aus St. Denis auf. Eine Leiche gibt es auch. Auch in diesem Fall hat Bruno den richtigen Riecher, als er das vermeintlich natürliche Ableben doch näher untersuchen lassen möchte. Neben der Suche nach dem schicken Auto und der Klärung eines möglichen Mordes gelingt es Bruno auch noch, einen auffällig gewordenen Jungen wieder in die richtige Bahn zu setzen und seiner Ex-Freundin damit auch noch unter die Arme greifen zu können, was ihr neues Unterfangen Reitstall angeht. Er ist eben jemand, der das große Ganze im Blick hat und die einzelnen Dinge zusammenführen kann. Was manch einer vielleicht übertrieben nennen mag, gefällt mir besonders gut. Lösungen werden gefunden, wo sie gebraucht werden.

    Was die bisherigen Bücher der nun schon auf 9 Bände angewachsenen Reihe angeht, war ja immer das historische und politische Hintergrundwissen über Frankreich - vor allem um den Zweiten Weltkrieg herum - beachtlich eingearbeitet worden. Auch Grand Prix lässt dies nicht vermissen und hat mich - einmal mehr - dazu gebracht, mich sowohl über die Automobile der Marke Bugatti, die Firma selbst und deren Testfahrer näher zu informieren. Einige der in Walkers Krimi erwähnten Personen existierten tatsächlich. Erstaunlich wie er es immer wieder fertig bringt, interessante historische Begebenheiten in seine Kriminalfälle hineinzuschmuggeln, beziehungsweise die Fälle um die Begebenheiten herum aufzubauen.

    Für mich hat die Reihe nichts an Unterhaltungswert verloren, im Gegenteil, wäre ich nicht schon von Bruno als Figur begeistert, so hätte ich mich jetzt wohl ein wenig in ihn verguckt, ist er doch ein durch und durch zufriedener Mensch. Die Kanten und Ecken sind es, die Menschen interessant machen und das hat Martin Walker glücklicherweise noch zum rechten Zeitpunkt geschafft, bevor die Reihe drohte, etwas eintönig zu werden. Ich freue mich auf den nächsten Fall für Bruno.





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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gewohnt guter Bruno-Krimi in der typischen Walker-Art
    Bruno und die Frauen

    Wer den beschaulichen  Stil Walkers mag, wir auch dieses Mal wieder gut bedient. Bruno genießt, trinkt und feiert das Leben mit seinem Freunden im Périgord. So wird er denn auch unverhofft zum Beifahrer bei einer Rallye, eine Erfahrung, die er nicht unbedingt wiederholen möchte. Im Umfeld dieser Rallye findet auch eine Oldtimer-Ausstellung statt, in deren Mittelpunkt ein äußerst seltener Bugatti steht. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass eines von vier Modelle dieser Art, dessen Schicksal ungeklärt ist, noch irgendwo im Périgord steht.

    Walker lässt sich viel Zeit, bis so etwas wie ein Fall beginnt. Ein Heimatforscher wird tot aufgefunden, alles deutet auf einen natürlichen Tod hin, wäre da nicht die Tatsache, dass alle Unterlagen zu seinem letzten, offensichtlich gut bezahlten Forschungsprojekt, um das er höchste Geheimhaltung betrieb, verschwunden. Dies macht Bruno stutzig und er beginnt seine Ermittlungen, die schnell durch eine Rückkehr seiner Ex-Freundin Isabelle, nunmehr im Dienste einer europäischen Polizeibehörde, erschwert werden. Denn ausgerechnet Brunos Hauptverdächtig ist Ziel einer Observation wegen internationaler Geldwäsche und Finanzierung des Terrors. Im Mittelpunkt: der Handel mit Oldtimern...

    Wie gesagt, wer es beschaulich mag, wird diesen Roman lieben. Die kleine verschworene Gemeinschaft des Städtchens St. Denis steht zueinander, um gemeinsam Unheil für die Bewohner abzuwehren. Bruno, der unfreiwillige Frauenheld, muss sich mit den Gefühlen zu zwei vergangenen Liebschaften sowie einer neu aufkeimenden herumschlagen, dabei noch en Passant ein paar kleinere Scherereien im Städtchen regeln.

     

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    Gundo57s avatar
    Gundo57vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessant verwobene Zeitabläufe aus zweitem Weltkrieg und Gegenwart, dubiose Geschäfte und neue Aktivitäten zur Tourismusförderung vor Ort
    Bruno in neuen Missionen bei seinem neunten Fall

    Auch im neunten Fall überraschen uns Dorfpolizist Bruno und sein Erfinder, Autor, Ex-Journalist und studierter Historiker Martin Walker mit neuen Entwicklungen im kleinen Örtchen Saint-Denis im Perigord. Eine Oldtimer Rallye wird veranstaltet und sorgt für neue Gäste in und Interesse am Ort, auch durch das Medienecho, einen Verwandtenstreit um ein Schlösschen und Zufahrten kann Dorfpolizist Bruno schlichten, aber es ist noch mehr im Spiel und dann wird eine Leiche entdeckt. Selbsttötung oder doch Mord? 

    Brunos große Liebe und Exgeliebte kommt aus Paris in die Provinz zur Ermittlung in Sachen internationaler Verbindungen und dubioser Geldgeschäfte. Bruno hat sich diesmal auch wieder einer erfolgreichen und karriereorientierten Dame zugewandt ...

    Auch dieser neue Bruno-Fall hat mich begeistert und wird seine Fangemeinde freuen; es ist faszinierend, was Autor und Historiker Walker an Verbindungen neu schafft und lesenswert miteinander hier wieder verwoben hat. Sehr gut und leicht zu lesen; wenn es dann wieder zu Ende ist, irgendwie doch zu schnell, freut man sich auf den nächsten Fall, den es wohl im nächsten Frühjahr 2018 wieder geben wird: Dann der zehnte Fall!

    Ich freue mich mit der Walker- und Bruno-Fangemeinde darauf! Und es werden sicher auch noch weitere Leser dieser Serie ins Perigord reisen, um die Höhlenzeichnungen und kulinarischen, sowie landschaftlichen Genüsse selbst zu sehen und zu erleben!

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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Eine Reihe, die an Unterhaltungsqualität nicht nachlässt



    In seinen bisherigen Büchern mit dem sympathischen Bruno Courreges, dem Chef de Police in dem kleinen Städtchen St. Denis im Perigord ist es dem Engländer Martin Walker jedes Mal sehr gut gelungen, ein aktuelles Thema in einem konkreten Kriminalfall zu verbinden mit sehr aufschlussreichen Rückblicken in die dunklen Kapitel der französischen Geschichte.

    Auch im neunten Band einer Reihe, die an Unterhaltungsqualität nicht nachlässt, lässt Martin Walker seinen Bruno nicht nur wieder einer Menge Menschen begegnen ( man muss sich wirklich konzentrieren beim Lesen, dass man mit den vielen Namen nicht durcheinander kommt), sondern erfreut den Leser mit einer Menge an historischen Informationen, die er erneut hervorragend recherchiert hat.

    Bei einer Oldtimer-Rallye, die Bruno im Auftrag seines Chefs, des Bürgermeisters organisiert hat, kommen nicht nur etliche Liebhaber alter Autos aus der Region zusammen, sondern auch zwei besessene Sammler. Wie sich langsam herausstellt, sind sie auf der Suche nach einem legendären Auto, dem Bugatti Type 57 SC Atlantic. Insgesamt vier von ihnen sind je gebaut worden und einer von ihnen scheint während des Zweiten Weltkriegs irgendwo im Perigord verloren gegangen zu sein.

    Doch da die beiden Männer auch wegen anderer den Geheimdienst um den Brigadier und Brunos ehemaliger Geliebten Isabelle bei Eurojust interessierenden Delikten in Verdacht geraten sind, begegnet Bruno bei seinen Recherchen nicht nur Isabelle wieder. Sie hat im sechsten Band das gemeinsame Kind abtreiben lassen, was Bruno immer noch quält und auch in diesem Buch wieder erwähnt wird.  Doch Bruno, der insgeheim immer noch träumt von der Gründung einer ganz normalen Familie, verliebt sich in diesem Buch wieder in eine Frau, der ihre eigene Karriere über alles geht.

    Neben den positiven Ermittlungen zu dem verschwundenen Bugatti nimmt Bruno als Vertretung an einem Rennen teil, vermittelt erfolgreich in Familienstreitigkeiten und führt zwei schwer erziehbare Jugendliche auf den Weg der Resozialisierung.

    Was mir dieses Mal bei der sehr unterhaltsamen Lektüre besonders aufgefallen ist: Martin Walker beschreibt seinen Dorfpolizisten als einen durch und durch positiven Menschen, der kaum eine Schwäche hat, und außer den dunklen Gestalten, die bei verschiedenen Anlässen sein Dorf heimsuchen, auch keine Feinde.  Mir scheint, er ist so zufrieden mit seinem ausgefüllten Leben, dass er gar keine Familie mit Kind braucht.

    Ich vermute jedenfalls, dass Martin Walker ihn in den folgenden Bänden noch in manche Affäre schicken, ihn  aber letztlich allein lassen wird.

    Trotzdem: ich liebe diese Bücher mit ihrer Fülle von Beziehungen der Dörfer untereinander, ihrer Liebe zu gutem Essen und guten Wein. Dem Perigord jedenfalls haben sie in den letzten Jahren eine deutlich gestiegene Zahl an Touristen gebracht. Der Rezensent bedauert, es immer noch nicht dorthin geschafft zu haben.


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    Z
    zbaubfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: langweilig, daher abgebrochen
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