Martin Walker Schatten an der Wand

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Inhaltsangabe zu „Schatten an der Wand“ von Martin Walker

Martin Walkers früher Roman über die Entstehung einer prähistorischen Höhlenzeichnung, deren Verwicklung in blutige Kriege und Intrigen zur Zeit der Höhlenmaler von Lascaux und während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte gipfelt in dem erbitterten Kampf von fünf Menschen, sie heute zu besitzen. Denn wer diese Zeichnung findet, erhält den Schlüssel zur Aufklärung eines Verbrechens, das bis in die höchste Politik reicht und von dem bis heute keiner wissen darf.

Zeitsprünge von mehr als 17.000 Jahren... Für Walker-Fans eher enttäuschend. Besser Bruno lesen!

— Sookie70

Drei Handlungsstränge in drei Epochen - geschickt mit einander verknüpft - ein spannendes Buch

— Bellis-Perennis

Etwas langatmig. Martin Walker hat spannendere Bücher geschrieben.

— 1611

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  • Drei Handlungsstränge in drei Epochen ....

    Schatten an der Wand

    Bellis-Perennis

    12. April 2015 um 10:13

    Das verbindende Element dieses Romans ist ein Stück Felsmalerei aus einer Höhle im Perigord. Martin Walker entführt den Leser in drei Erzähl- und Zeitebenen: zuerst einmal die Gegenwart, dann in das Frankreich 1944 und in die prähistorische Zeit um 15.000 vor unserer Zeitrechnung.  Die wache Figur des "Hirschen", der so einiges hinterfragt was seine Stammesführer so von sich geben und tun, hat mich sehr berührt. Auch seine emanziperte Gefährten "Mond" ist eine sehr lebendige Gestalt. Die Vorvorvorläuferin der "Marianne"?  Manche Stellen waren ein wenig entschleunigt - für viele Liebhaber von Martin Walker enttäuschend. DIeses Buch ordne ich nicht dem Genre "Krimi" zu, obwohl es Elemente davon enthält.

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  • Nicht annähernd so gut wie die Bruno-Reihe

    Schatten an der Wand

    JuliaB

    14. May 2014 um 08:25

    Lydia Dean arbeitet als Expertin für vorklassische Kunst in einem Londoner Auktionshaus, als ihr ein Major Manners einen Stein mit der Zeichnung eines Stiers darauf zeigt, der angeblich 17'000 Jahre alt sein soll und den er von seinem Vater geerbt hat. Lydia ahnt sofort, dass dieses Kunstwerk Probleme schaffen wird, denn entweder die Zeichnung ist echt, dann wurde sie illegalerweise aus einer französischen Höhle mit steinzeitlichen Wandmalereien gestohlen, oder sie ist gefälscht, dann ist sie nichts wert. Bevor sie allerdings die Echtheit überprüfen kann, wird der Stein gestohlen... Parallel zu dieser Geschichte werden die Erlebnisse von Captain Jack Manners erzählt, der im 2. Weltkrieg bei der Koordination der Résistance geholfen hat und dabei im Périgord tätig war. Ein dritter Strang spielt in der Altsteinzeit vor 17'000 Jahren und schildert die Entstehung der Wandmalereien. „Schatten an der Wand“ ist Martin Walkers Frühwerk und ich hatte große Erwartungen an den Roman. Leider funktioniert die Erzählweise mit den drei Handlungssträngen überhaupt nicht. Die Verbindungen zwischen den Ebenen wirken zu konstruiert, zudem ist die Qualität sehr unterschiedlich. Derjenige, der in der Gegenwart spielt, ist bis auf die hölzern wirkende Romanze eigentlich gut, mit Krimielementen und gut verpackten Informationshäppchen. Martin Walkers Stil, wie wir ihn von den Bruno-Fällen kennen. Die Geschichte aus dem 2. Weltkrieg dagegen dürfte wohl nur Leute mit Interesse an militärischen Aktionen und der Résistance fesseln. Mir war das viel zu viel Manöver und zu wenig lebendige Geschichte. Mit Abstand am schlimmsten fand ich aber den dritten Handlungsstrang, der in der Steinzeit spielt. Gut, als Archäologin bin ich da natürlich speziell kritisch und ein gewisser kreativer Freiraum muss man dem Autor schon zugestehen, trotzdem erwarte ich auch da eine sorgfältige Recherche. Aber Martin Walker entwirft eine Gesellschaft, die nun gar nichts mit der wissenschaftlichen Forschung zu tun hat, und dass sein Protagonist dann noch im Alleingang die künstlerische Entwicklung der Menschheitsgeschichte revolutioniert, macht die Sache nicht besser. Wie ungleich der Rechercheaufwand verteilt ist, zeigen auch die „Anmerkungen des Autors“. Dort widmet sich ein halber Satz der Steinzeit und die restlichen fünf Seiten dem 2. Weltkrieg. Und dieser halbe Satz ist dann auch noch falsch, denn das Neolithikum beginnt in Europa erst 10'000 Jahre später und hat mit den Höhlenmalereien des Périgords nicht das Geringste zu tun. Diesen Strang des Buchs konnte auch die schnulzige Liebesgeschichte nicht retten, da habe ich irgendwann einfach diagonal gelesen, um möglichst bald durch zu sein. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass sich Martin Walker in seinem Frühwerk mit einer kunstvollen Erzählstruktur ziemlich übernommen hat. Es ist also folgerichtig, dass er sich nachher mit der Bruno-Reihe auf das konzentriert hat, was er am besten kann: eine gute Geschichte aus der Gegenwart erzählen, kombiniert mit Krimielementen und Lokalkolorit. Dabei soll er bitte bleiben und von der Vorgeschichte in Zukunft die Finger lassen oder zumindest anständig recherchieren!

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  • Rezension zu "Schatten an der Wand" von Martin Walker

    Schatten an der Wand

    Gospelsinger

    Wie gewonnen, so zerronnen. Kaum hat die Kunsthistorikerin Lydia Dean, die bei einem Auktionshaus beschäftigt ist, einen Stein mit einer prähistorischen Höhlenzeichnung angeboten bekommen, wird er auch schon wieder aus dem Firmentresor gestohlen. Dabei hätte der Sensationsfund, der aus keiner der bekannten Höhlen stammt, ihren wackeligen Job retten können. Der Besitzer des Steins, Major Manners, hat ihn von seinem Vater geerbt, der während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich stationiert war. Zusammen mit Major Manners und zwei anderen Wissenschaftlern macht Lydia sich auf den Weg ins Périgord, um den Stein wiederzuerlangen und die Ursprungshöhle zu suchen. Unterstützt von einem Bürgermeister gehen die Ermittlungen zunächst gut voran. Aber dann wird deutlich, dass der Stein mit einem Verbrechen zusammenhängt, einem Verbrechen, dessen Aufklärung erhebliche politische Konsequenzen mit sich bringen würde. Die Nachforschungen werden gefährlich. Dieses Buch ist anders als die Bruno-Krimis, wahrscheinlich gefällt es deshalb einigen Lesern nicht so gut. Aber anders heißt nicht schlechter. Obwohl Bruno nicht auftaucht und es nicht so vordergründig ums Essen und Genießen geht wie in den Bruno-Romanen, ist dies doch kein schlechtes Buch. Lediglich der Handlungsstrang, der im Zweiten Weltkrieg in Frankreich spielt, war mir zu lang. Für die Geschichte, die eigentlich erzählt werden sollte, hätte man das straffen können. Grundsätzlich fand ich es zwar spannend, mehr über die französischen Partisanen und deren internen Differenzen zu erfahren. Aber im Buch ging es mir zu ausführlich um Waffengattungen und strategische Überlegungen. Jungskram eben. Dagegen hat mir der Teil des Buches, der 15000 v. Chr. spielt, sehr gut gefallen. Hirsch und Kleiner Mond habe ich ins Herz geschlossen; sie sind sehr lebendig beschrieben. Walker könnte durchaus auch historische Romane schreiben. Die Verbindung der Handlungsstränge fand ich ein wenig holprig; man merkt dem Buch dabei an, dass es ein Erstlingswerk ist. Aber gleichzeitig ahnt man auch schon, dass Walker der Richtige ist, um über diese Region zu schreiben, denn auch in diesem Buch wird deutlich, dass er sie gut kennt. © Petra Samani, Januar 2013

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  • Rezension zu "Schatten an der Wand" von Martin Walker

    Schatten an der Wand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. November 2012 um 16:17

    Major Philip Manners bringt einen hoch attraktiven Stein mit ins Auktionshaus: Die Spezialistin für präklassische Kunst, Lydia Dean, ahnt sofort, dass dieser Stein zur Sensation werden könnte. Alles deutet auf einen rund 17.000 Jahre alten Fund aus dem Périgord hin. Sie setzt sich mit Spezialisten in Verbindung, dem deutschen Forscher Horst Vogelstern und der Französion Clothilde Daunier. Doch bevor die Experten eintreffen, verschwindet der Stein auf mysteriöse Weise. Statt Trübsal zu blasen, machen sich Manners, Dean und Daunier auf den Weg ins Périgord, um über die Herkunft des Steins zu recherchieren. Manners' Vater war während des Zweiten Weltkriegs in Südfrankreich als Ausbilder der Résistance aktiv; da der Stein offensichtlich ein Andenken ist, hofft das Trio auf Hinweise von alten Mitstreitern und Kriegsarchiven. Martin Walker spielt während des Buchs mit drei Zeitebenen. Während das Trio um Major Manners das Pèrigord durchkämmt, erzählt ein zweiter Strang die Geschichte von einem jungen Mann namens Hirschläufer, der vor rund 17.000 Jahren im Tal der Vézère lebte. Dort hat sich eine große Gruppe von Familien niedergelassen, die je nach ihren Fähigkeiten das Jagen, Fische fangen, Höhlen bemalen oder Steine bearbeiten unter sich aufgeteilt haben. Hirschläufers größter Traum ist es, Höhlenmaler zu werden und die Tochter des Pferdemalers zur Frau zu bekommen. Die dritte Geschichte rankt sich um Capitain Jack Manners, Vater des Majors und einstiger Besitzer des bemalten Steinfragments. Den Faden seiner Geschichte nimmt Walker 1943 in Schottland auf, wo Teile der Résistance trainiert und ausgerüstet werden. Mit Manners zusammen arbeiten im Wesentlichen der Amerikaner James Tecumseh McPhee und der Franzose François Malrand. Diese drei werden wenige Monate später mit dem Flugzeug in Südfrankreich abgesetzt, wo sie die Ausbildung der Résistance fortsetzen und Sabotageakte durchführen, um die Landung der Alliierten vorzubereiten und deutsche Truppen im Süden festzuhalten. Alle drei Geschichten ranken sich um die Höhlen des Périgord: Ihre Bemalung, ihre Entdeckung und ihre Nutzung. In vielen Höhlen lebten tatsächlich bis ins 20. Jahrhundert hinein Menschen, während des Krieges dienten sie als Versteck und in ihnen kumuliert sich ein ununterbrochener Strang französischer Geschichte. Die andauernde Fortsetzung der Geschichte und ihre stetige Wirkung auf die Gegenwart beschreibt Walker selber in einem Interview kurz und bündig so: "It goes all the way back, but it never goes away." Konsequent und geschickt baut er also die verbrieften Fakten mit der zeitgenössischen Suche nach dem Steinfragment zusammen und lässt auf diese Weise Geschichte und Gegenwart miteinander korrespondieren. Das Manko an der Geschichte ist allerdings, dass insgesamt wenig Spannung aufkommt ob all der historischen Informationen, die speziell im Part um Jack Manners zutage treten. Die Schilderungen von Waffensystemen und Strategien geraten oft zu lang. Die Informationen an sich sind nicht uninteressant, nutzen der Geschichte aber wenig. Auch die Idee, Clothilde Daunier (die übrigens gemeinsam mit Horst auch einen Auftritt in "Delikatessen" hat) überraschend auf ihre eigene Familiensaga treffen zu lassen, mag plausibel sein, füllt aber am Ende nur auf. Die Gegenwart bildet allerdings die Klammer, mit der die beiden historischen Geschichten zusammen gehalten werden. Die hohe Wertung verdient das Buch dennoch für eine interessante Geschichte, einen guten und ruhigen Erzählstil und für die Idee zu einer schlüssigen historischen Verknüpfung.

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