Martin Walser Anselm Kristlein- Trilogie

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Anselm Kristlein- Trilogie“ von Martin Walser

3 Bde. Mit einem Nachruf auf einen Verstummten. cpl. in Kass.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Anselm Kristlein- Trilogie" von Martin Walser

    Anselm Kristlein- Trilogie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. July 2011 um 12:34

    Die Vorstellung des neuen Buches „Muttersohn“ von Martin Walser und der Anklang, den das neueste Buch seiner Tochter Alissa („Immer ich“) gefunden hat (bei NDR Kultur waren vor einiger Zeit Morgenlesungen aus diesem Buch zu hören) könnte vielleicht Anlass sein, sich mit Vater und Tochter vergleichend zu beschäftigen (was wahrscheinlich einen großen Aufschrei nicht nur bei ihnen, sondern bei den Literaturkritikern) zur Folge hätte. Als lesender Laie, der ich bin, wage ich so etwas selbstverständlich nicht. Trotz solcher Bedenken möchte ich zu Martin Walsers „Halbzeit“ jedoch, wenn auch mit großer Verspätung, ergänzend zu den vielen Rezensionen noch ein paar ganz subjektive Anmerkungen anbringen. Leider ist es mir nämlich erst beim zweiten Anlauf gelungen, endlich nicht bloß bis zur Hälfte der „Halbzeit“ zu kommen, sondern bis an ihr Ende. Damit hat Walser bei mir James Joyce´ Ulysses gegenüber einiges voraus. – Tja, mühselig habe ich die Lektüre von „Halbzeit“ nicht gefunden, wohl aber streckenweise anstrengend. Man muss oft mitdenken und vielleicht noch öfter nachdenken, was gerade gemeint ist. Unvollständige Sätze, Stummelsätze und Stammelsätze, machen es notwendig weiterzudenken. Nicht nur gelegentliche, sondern häufige Variierungen eines Begriffs in sehr eigenwillige Vorstellungen hinein (z.B. sale, vale, dale, gale, hail usw.) stören den Fluss der eigenen Gedanken Das Renommieren, etwa mit Latein, Englisch und Spanisch, zwingt den Leser immer wieder dazu, in einem Wörterbuch nachzuschlagen Diese und andere schriftstellerischen Eigenheiten (wie kommalose Mammutsätze, nicht enden wollende Aufzählungen, Gebrauch ungewöhnlicher und ungebräuchlicher Abkürzungen - z.B. „Pi-Dabbelju“ für Prisoner of War - u.a.m.) Walsers sind nicht jedermanns Sache. Indes ist die Schilderung der Berufs-, Liebes- und Gesellschaftssituation des mit dem Alter Ego Walsers eng verwandten Protagonisten Kristlein wirklich meisterhaft gelungen. Die übrigen Figuren, wie beispielsweise die der Gnädigen Frau oder des Dr. Fuchs, sind nicht weniger scharf konturiert. Der viel gerühmte Wirtschaftswunder-Zeitgeist weht durch den ganzen Roman. Und die seinerzeit in dem Buch gestellte Frage, warum jemand heutzutage berühmt ist, dürfte Edmund, ein Freund des Protagonisten, wohl zeitlos beantwortet haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Anselm Kristlein- Trilogie" von Martin Walser

    Anselm Kristlein- Trilogie

    Neo

    02. January 2008 um 22:55

    Ich würde mich lächerlich machen, hier eine Rezension dieser Trilogie zu versuchen. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigen sich Literaturwissenschaftler mit ihr. Meine Empfehlung: sich nicht davon abschrecken lassen von den mehr als 1000 Seiten. Fast jede ist es wert, immer wieder gelesen zu werden. Nicht nur, weil brilliant geschrieben oder der psychologischen "Fallanalysen" wegen, sondern weil es einfach witzig ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks