Martin Walser Die Verteidigung der Kindheit

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Inhaltsangabe zu „Die Verteidigung der Kindheit“ von Martin Walser

»Martin Walsers 500seitiges Meisterwerk, das an einem individuellen Lebensschicksal nicht nur Erinnerungsarbeit an das deutsch-deutsche Verhängnis an seinen ›Kleinkatastrophen‹ leistet, sondern sich zu einer ergreifenden Klage über die Unmöglichkeit der Liebe und die Schrecken der Vergänglichkeit überhaupt steigert.« Neue Zürcher Zeitung

Ein bewegter Abschnitt dder deutschen Geschichte aus der Perspektive eines verschrobenen Menschen, der real existiert hat.

— katrinMM
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Erschütterndes Ende

— PaulthePirat
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    Die Verteidigung der Kindheit
    katrinMM

    katrinMM

    31. March 2017 um 21:25

    Als Inspiration für den Roman dienten Walser die zufällig gefundenen Fotografien eines Mannes, den er im Buch Alfred Dorn nennt. Der erlebte die Dresdner Bombennächte als Einschnitt in seine Kindheit. Schon vorher war er noch mehr auf Geschichte und Biografien fixiert als normale Sachsen und Dresdner. Danach entwickelt er geradezu eine Obsession dazu, Fotografien und sonstige Überbleibsel aus seinem Leben zu sammeln. Weil er zum Studium die DDR verlässt, wird die Rettung dieser Habseligkeiten immer schwieriger.Der Protagonist ist alles andere als ein sympathischer Charakter. Irrsinnig verklemmt, humorlos, aber nicht so selbstfixiert, wie man meinen möchte. Dennoch ist es hin und wieder schwierig, dieser Figur zu folgen, die so nervtötend eigensinnige Probleme hat.Der größte Pluspunkt am Roman sind Walsers handwerklich perfekt konstruierter Aufbau und die feine Sprache. Die Geschichte ist trotz allem interessant, erzählt viel von Dresden und der deutschen Teilung. Und der Roman zeigt: Walser schreibt nicht immer über sich.

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  • Rezension zu "Die Verteidigung der Kindheit" von Martin Walser

    Die Verteidigung der Kindheit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2009 um 13:53

    Alfred Dorn verteidigt seine Kindheit. Er ist ein Außenseiter, völlig auf seine Mutter fixiert, hängt an einer alten Dame die ihm als Leherin dient und er ist, ein anderer Ausdruck will mir nicht einfallen, ein kompletter Idiot. Er lebt in Berlin in den 50er Jahren, kam urspünglich aus Dresden. Er ist einsam und lebt davon an seine Mutter zu denken, ihr Briefe zu schreiben und sie, wenn es geht zu besuchen. Wenn Alfred Dorn Briefe an seine Mutter schreibt, unterzeichnet er diese Briefe nicht nur sondern malt immer auch noch ein Tierchen dazu. Je nach Stimmungslage eine Giraffe die erhaben auf die Welt schaut oder einen Bison wenn er sich stark fühlt. Gehts ihm nicht gut malt er ein Kaninchen aus dessen Auge eine dicke Träne rinnt. Da ist Alfred Dorn 25 Jahre alt. Bevor er zum Arzt geht, steht er vor dem Spiegel und summt sich Sprüche vor die ihm einst die Mutter vorsang: Hälschen gewaschen, Öhrchen geputzt und ein frisches Hemde. Alles ist Kult was mit der Mutter zu tun hat und wird veehrt. Seine Leidenschaft sind Fotos auf denen er zu sehen ist gemeinsam mit der Mutter. Und das ist der Inhalt dieses Romans. Das alles geschieht in einer geschichtsträchtigen Zeit von der Walser viel zu wenig beschrieben hat. Ich muß allerdings zugeben das mein "Verhältnis" zu Walser kein sehr positives ist. Wenn ich schon mal ein Buch gelesen habe das mir nicht gefallen hat, käme ich niemals auf den Gedanken daraus Rückschlüße auf den Autor/rin zu schließen. Bei Walser wäre das so, selbst wenn er ein meiner Meinung nach gutes Buch geschrieben hätte. Aber dieser Roman ist schlecht. Er ist langweilig, enervierend, ohne Gefühl und ohne Verantwortung.

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