Martin Walser Ein sterbender Mann

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Inhaltsangabe zu „Ein sterbender Mann“ von Martin Walser

Theo Schadt, 72, Firmenchef und auch als „Nebenherschreiber“ erfolgreich, wird verraten. Verraten ausgerechnet von dem Menschen, der ihn nie hätte verraten dürfen: Carlos Kroll, seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, einem Dichter. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod.

Eines Tages, er wieder an der Kasse, löst eine Kundin bei ihm eine Lichtexplosion aus. Seine Ehefrau glaubt, es sei ein Schlaganfall, aber es waren die Augen dieser Kundin, ihr Blick. Sobald er seine Augen schließt, starrt er in eine Lichtflut, darin sie. Ihre Adresse ist in der Kartei, also schreibt er ihr – jede E-Mail der Hauch einer Weiterlebensillusion. Und nach achtunddreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus. Sitte, Anstand, Moral, das gilt ihm nun nichts mehr. Doch dann muss er erfahren, dass sie mit dem, der ihn verraten hat, in einer offenen Beziehung lebt. Ist sein Leben “eine verlorene, nicht zu gewinnende Partie"?

Martin Walsers neuer Roman über das Altsein, die Liebe und den Verrat ist beeindruckend gegenwärtig, funkelnd von sprachlicher Schönheit und überwältigend durch seine beispiellose emotionale Kraft.

Keine leichte Kost!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch, das einen spaltet

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich konnte es nicht beenden...obwohl ich ein sehr großer Martin Walser Fan bin

— schickchriska

Auf der Rückseite wird das Buch als Roman der hellsten Dissonanz bezeichnet. Für mich jedoch unverständlich.

— Heldentenor

Die Sprache ist auffallend, der Schreibstil teils anstrengend und manche Szenen viel zu langatmig

— AgnesM

Sammlung von Briefen, Gedanken und Überlegungen

— marpije

Ein gewaltiges Wortfeuerwerk, wie man es von Walser erwarten darf. Inhaltlich aber eine große Enttäuschung. Ich habe abgebrochen.

— PrinzessinAurora

Es war nicht lesbar - nach 37 Seiten gab ich enttäuscht auf.

— Petra54

"Ein sterbender Mann" ist wundervolle, lesenswerte Literatur, denn Martin Walser schreibt mit einer wortgewaltige Wucht, die begeistert.

— Buecherherbst

Ich bin am Ende der Lektüre teils positiv überrascht, teils gespalten

— StefanieFreigericht

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  • Martin Walser - Ein sterbender Mann

    Ein sterbender Mann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. January 2017 um 09:10

    'Ein sterbender Mann' von Martin Walser, erschien am 08.01.2016 beim Rowohlt Verlag.  Verfügbare Varianten: Ebook & Hardcover (288 Seiten) [Klapptext:] Theo Schadt, 72, Firmenchef und auch als „Nebenherschreiber“ erfolgreich, wird verraten. Verraten ausgerechnet von dem Menschen, der ihn nie hätte verraten dürfen: Carlos Kroll, seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, einem Dichter. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod. Eines Tages, er wieder an der Kasse, löst eine Kundin bei ihm eine Lichtexplosion aus. Seine Ehefrau glaubt, es sei ein Schlaganfall, aber es waren die Augen dieser Kundin, ihr Blick. Sobald er seine Augen schließt, starrt er in eine Lichtflut, darin sie. Ihre Adresse ist in der Kartei, also schreibt er ihr – jede E-Mail der Hauch einer Weiterlebensillusion. Und nach achtunddreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus. Sitte, Anstand, Moral, das gilt ihm nun nichts mehr. Doch dann muss er erfahren, dass sie mit dem, der ihn verraten hat, in einer offenen Beziehung lebt. Ist sein Leben “eine verlorene, nicht zu gewinnende Partie"? Martin Walsers neuer Roman über das Altsein, die Liebe und den Verrat ist beeindruckend gegenwärtig, funkelnd von sprachlicher Schönheit und überwältigend durch seine beispiellose emotionale Kraft. *** [Meine Meinung:] Puh! Ich muss zugeben: Das war keine leichte Kost! Ich bin nun wirklich ein Querbeet-Leser und greife nicht selten zu Jugend- oder All-Ages Werken. 'Ein sterbender Mann' hat mir auch nochmal deutlich gemacht, warum ich das tue. Bücher sollen mich in erster Linie unterhalten und ich will mich nicht anstrengen müssen, sie zu lesen. Da es bei uns daheim selten leise ist und man oft unterbrochen wird, muss es also leicht verständliche Literatur sein. Das ist bei Jugendbüchern meistens der Fall.  Dass es hier anders sein würde, war mir von Anfang an klar, aber ich hatte mal wieder Lust, auf etwas Anspruchsvolleres. Deshalb kaufte ich mir dieses Buch auch kurz nach der Veröffentlichung. Das ist ein gutes Jahr her.  Ich habe mir viel von dem Buch versprochen. Ein bekannter Verlag, ein ausgezeichneter Autor und eine gute Kritik. Eine Handlung, die realitätsnah ist (oder sein könnte) und ein Protagonist, der mich überzeugen soll, obwohl ich mich auf den ersten Blick nicht mit ihm identifizieren kann.  Ich begann zu lesen, voller Erwartungen und stellte schnell fest: Ich brauche ziemlich lange! Obwohl ich meine Ruhe hatte, musste ich manche  Absätze zwei- oder sogar drei Mal lesen. So begann schon nach kurzer Zeit der Kampf, dranzubleiben. Ungewöhnliche Wortwahl, teils geschwollene Sprache und Satzkonstruktionen, bei denen immer wieder die Frage aufkam, sagt man das so? Die halbe Zeit hatte ich das Gefühl etwas zu verpassen und nicht mitzubekommen. Am Ende war ich nur erleichtert, dass ich auch den letzten Satz hinter mich gebracht hatte und war unzufrieden. Obwohl ich so lange daran gelesen habe, kam es mir vor, als sei mir die Hälfte entgangen. Also legte ich das Buch beiseite und beschloss es nochmal zu lesen, wenn der Zeitpunkt günstig ist. Ich habe es wirklich lange vor mich hergeschoben. Allerdings war ich beim zweiten Durchgang schon auf einiges gefasst und des klappte wirklich besser.  Ich finde diese geschwollene Ausdrucksweise nicht mal schlecht. Sie passt in das Bild, was ich vom Protagonisten übermittelt bekomme und macht es eigentlich nur noch überzeugender -ABER: in Kombination mit der ein oder anderen Wortwahl und den Satzkonstrukten bleibt es anstrengend zu lesen.  Denis Scheck sagt: »In der schönsten und klarsten Sprache, die in Deutschland zurzeit geschrieben wird, verdichtet Martin Walser Erfahrung und Empfindung.« »Schönste Sprache«, dass ist Ansichtssache und will ich hier gar nicht kritisieren, aber in der »klarsten Sprache«? Ich lehne mich jetzt mal etwas weiter aus dem Fenster und behaupte:  Ich habe noch nie eine derart deplatziert Aussage auf der Rückseite eines Buches gesehen! Die Definition des Wortes 'klar' passt hier einfach nicht. Klare Sprache ist für mich auf den Punkt gebracht, ohne Geschwafel und für Jedermann verständlich. Die »Sprache« dieses Buches ist es nicht.  Sie passt in das das Buch -ja. Sie ist ein schönes Stilmittel mit Wiedererkennungswert -ja. Sie passt zum Charakter Theo Schadt -ja. Aber sie ist nich klar! Es ist gehobenere, niveauvolle Gegenwartsliteratur, mit hohem Lyrik Anteil. Man muss mit Sprache umgehen können und man braucht auch ein gewisses Maß an Empathie und Nachsicht (mit Theo Schadt) denn sonst wird man diese Geschichte nicht verstehen.  Ich war mir lange im Unklaren darüber, wie ich dieses Buches bewerten werde. Ich hab etwas anderes erwartet, aber trotzdem war es kein Flop! Außerdem sollte sich jeder Käufer darüber im Klaren sein, um welche Art Literatur es sich handelt, wenn er sich ein Buch kauft.  Mich hat dieses Buch auch nach dem (zweiten) Lesen noch bewegt. Selbst jetzt noch finden meine Gedanken den Weg zu Theo Schadt. Im Grunde ist es das, was einen guten Roman ausmacht. Nichtsdestotrotz musste ich es zwei Mal lesen um wirklich in die Geschichte reinzufinden. Das sollte bei der »klarsten Sprache, die in Deutschland zurzeit geschrieben wird« nicht der Fall sein.  Das ist eine irreführende Aussage eines Kritikers, die nichts auf einem Buchumschlag zu suchen hat. Deshalb ziehe ich auch einen Stern ab. Wenn man schon damit wirbt, muss es auch stimmen.    [Fazit:] Das Thematik im Roman war interessant und ergreifend. Ich habe den Protagonisten, mit seiner Lebenskrise ernst genommen und wenn man sich daran gewöhnt hat, dann ist der Schreibstil wirklich schön und vor allem passend zum Charakter.  Theo Schadt und seine Geschichte werden mich sicher noch eine zeitlang begleiten. Trotzdem richtet sich meine Bewertung nur an Genre-Liebhaber.  [Bewertung:] 4 von 5 Sternen 

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  • Ein Buch, das einen spaltet

    Ein sterbender Mann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. June 2016 um 08:50

    Klappentext: Theo Schadt, 72, Firmenchef und auch als „Nebenherschreiber" erfolgreich, wird verraten. Verraten ausgerechnet von dem Menschen, der ihn nie hätte verraten dürfen: Carlos Kroll, seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, einem Dichter. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod. Eines Tages, er wieder an der Kasse, löst eine Kundin bei ihm eine Lichtexplosion aus. Seine Ehefrau glaubt, es sei ein Schlaganfall, aber es waren die Augen dieser Kundin, ihr Blick. Sobald er seine Augen schließt, starrt er in eine Lichtflut, darin sie. Ihre Adresse ist in der Kartei, also schreibt er ihr – jede E-Mail der Hauch einer Weiterlebensillusion. Und nach achtunddreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus. Sitte, Anstand, Moral, das gilt ihm nun nichts mehr. Doch dann muss er erfahren, dass sie mit dem, der ihn verraten hat, in einer offenen Beziehung lebt. Ist sein Leben "eine verlorene, nicht zu gewinnende Partie"? Beim Lesen dieses Buches war ich sehr zwiegespalten. Zum einen war da die, wie ich sie nenne „geschwollene Sprache", deren Inhalt man oft nicht verstand, zum anderen Interesse und unterschwelliger Humor, der mich doch neugierig machte. Zitat, Seite 154: „Er hört sich sprechen. Er hört sich zu. Im Dunkel. Ins Dunkel hinein sagt er, hört er sich sagen: Für sich ist etwas und angerichtet, nicht fremd, aber uneigen und selbst, man muss es begreifen, dann hat man’s , nur brauchbar ist es nicht, du kannst es nicht rufen, es ist nicht es, aber eine Tätigkeit, in der du dich kennst, ich hüpfe wohl, weil mir Boden fehlt. Und dieses seltene Wohlgefühl, dass er das nicht verantworten müsse." Was wollte der Autor mit diesem Satz sagen? Ich habe es nicht verstanden. Es folgten einige verwirrende Abschnitte sowie nichtssagende, unverständliche Gedichte. Dann wiederum war das Thema trotz aller Widersprüche doch interessant und teilweise sogar amüsant, ich blieb am Ball, wollte weiterlesen. Ab Mitte des Buches legte sich auch die „geschwollene Sprache" etwas, so dass ich mit Interesse weiter dabei war. Für mich ist die Rezension für dieses Buch eine der Schwersten. Dies war mein erstes Walser-Buch. Und auch jetzt noch schwanke ich zwischen Zufriedenheit und Kopfschütteln. Wenn mir jemand Briefe, so wie Theo Schadt sie im Buch verfasste, zugesandt hätte, hätte ich mitnichten gedacht, der Verfasser hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. So ein Wirrwarr an Ausdrücken, so eine geschwollene Sprache, so drückt sich doch kein normal Sterblicher aus, habe ich gedacht. Doch Aster antwortete in der gleichen Ausdrucksweise, wo ich dachte, habe ich so wenig Ahnung von gehobener Literatur und deren Ausdruck? Von Lyrik, da ich die Gedichte verwirrend und unverständlich fand? „Ein sterbender Mann" ist keine leichte Kost. Ich bin dennoch froh, das Buch zu Ende gelesen zu haben. Denn die anfangs verstörende und verwirrende Geschichte, die Briefe, Aussagen und die Sprache, besserten sich und es fügte sich beim Weiterlesen dann alles zusammen. Zwiegespalten blieb ich trotzdem zurück, ich fand das Buch zum einen furchtbar, aber kopfschüttelnd las ich trotzdem weiter, und wurde belohnt mit einer Geschichte, die sich zusammenfügte am Ende.

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    • 5
  • für mich eine riesige Enttäuschung

    Ein sterbender Mann

    Petra54

    Ein sehr bekannter Verlag, ein mehrfach preisgekrönter Schriftsteller, ein interessanter Titel und ein unverschämter Klappentext: "In der schönsten und klarsten Sprache, die in Deutschland geschrieben wird." bewogen mich, das Buch zu kaufen und versprachen beste Unterhaltung. Ganz falsch! Es geht um Verrat und einen enttäuschten Mann, der nicht mehr weiterleben möchte. Mehr erfährt man nicht, keine Details, keine Geschichte - jedenfalls nicht bis zur Seite 37. Länger hielt ich das Durcheinander von verwirrenden Briefen nicht aus.  

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    • 4
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • "Er gab es auf. Verstanden zu werden von jemandem heißt, einem anderen unverständlich zu werden."

    Ein sterbender Mann

    Heldentenor

    30. April 2016 um 11:59

    Auf der Rückseite wird das Buch als Roman der hellsten Dissonanz bezeichnet. Ich hatte noch nie etwas von Martin Walser gelesen und wollte es deshalb versuchen.Das Buch ist ein kurzer Roman, oder eher eine Erzählung. Erzählt wird aus der Perspektive eines älteren Mannes, der wirtschaftlich ruiniert wurde durch den Verrat eines guten Freundes. Nun betätigt er sich in Online-Suizid-Foren und trifft dort auf vermeintlich gleich gesinnte.Geschrieben ist es teilweise wie ein Brief- / E-Mail-Roman. Es gibt ein paar schöne Formulierungen und Beschreibungen, wie auch das Zitat in der Überschrift dieser Rezension. Für mich war der Roman jedoch völlig unverständlich. Weder erschloss sich mir die Geschichte ohne Rückgriff auf den Klappentext, noch wurden die Handlungen der Protagonisten in irgend einer Form nachvollziehbar. Schlussendlich hält der Roman aus meiner persönlichen Sicht Vergleichen mit Büchern ähnlicher Perspektive nicht Stand. Das Spätwerk und die Selbstreflexionen von Philip Roth z.B. erscheinen mir viel tiefgründiger und dennoch verständlicher.

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  • Ein sterbender Mann

    Ein sterbender Mann

    AgnesM

    Was treibt einen Mann im hohen Alter dazu seinen Lebensmut zu verlieren, seine Frau zu verlassen und sich in einem Suizid-Forum anzumelden? Es könnte die zum Tode führende Krankheit sein, der langweilige Alltag, der Verrat eines vermeintlichen Freundes oder die verlorene Hoffnung auf ein Liebesabenteuer. Theo Schadt ist 72 Jahre alt und erlebt all dies und noch viel mehr, wie der Leser durch die Niederschrift seiner Gedanken erfährt. Der Protagonist fühlt sich hintergangen, seines Lebens und seiner Chancen beraubt und sieht sich nicht in der Lage noch länger zu leben und das Elend um sich herum zu ertragen. Er schreibt etliche Briefe an einen „Schriftsteller“, die er aber nie verschickt, klagt sein Leid schriftlich in dem Suizid-Forum und in Briefen an eine Frau, die ihn unerwartet um den Verstand gebracht hat. Somit besteht das Buch auch hauptsächlich aus Briefen und einigen Szenen, die die Umstände beschreiben. Viele Passagen strotzen nur so vor philosophischen Gedanken und sind teilweise interessant zu lesen, aber allgemein gesehen hält das Buch nicht das was es verspricht bzw. ich mir davon versprochen habe. Die Sprache ist auffallend, der Schreibstil teils anstrengend und manche Szenen viel zu langatmig und depressiv. So musste ich mich durch eine seitenlange Beschreibung der Träume des Protagonisten quälen und fragte mich immer wieder was das soll!? Anfangs war ich noch angetan, doch das Interesse an der Lektüre ließ leider nach. Ich wartete auf mehr Drama, mehr Spannung und wurde enttäuscht.

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    • 3
  • Sammlung von Briefen , Gedanken und Überlegungen

    Ein sterbender Mann

    marpije

    24. March 2016 um 10:46

    Das Buch ist ganz anders als normale Bücher- es ist in die Hälfte Lyrik, die andere Hälfte Prosa- für mich kein Roman. Kürze Sätze , kein übergordneten Erzähler nur Briefe, Berichte, Einträge, E-Mails, Überlegungen, Gedanken, keine Spannung, keine Anfang, keine Ende - sehr schwer zum lesen. Der Protagonist Teo Schadt ist verraten von seinen Freund - Lyriker Carlos Kroll, das Verrat führt zu seiner finanzieller Ruine. Herr Schadt spielt mit Gedanken Selbstmord zu begehen bis er trifft Sina. Sina lebt im offenem Bezichung mit Carlos, seit diesem Treffen hat er nur eine Gedanke im Kopf - warum Carlos hat ihn verraten? In dem viertem Bericht an die Regierung kommt etwas was macht mir Theo Schadt ein bisschen sympatischer - wenn er fährt mit dem U-Bahn oder S- Bahn beobachtet immer die Gesichter der Mitfahrenden und rätselt welche Geschichte steht dahinten, das gleiche habe ich  im Zug gemacht. Der Schluss ist sehr depressiv , die Sätze -  " Das Alter ist eine Wüste. Darin eine Oase , heißt Tod "-  philosophisch betrachtet ist das Verabschiedung von Leben. Von mir keine große Empfehlung  

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  • Anleitung zum Unglücklichsein

    Ein sterbender Mann

    JoBerlin

    „Schönheit gilt“ - schreibt Martin Walser zu Beginn seines  Alter-Alterswerks „Ein sterbender Mann“. Das hier vorliegende Buch kann nicht gemeint sein, denn dieser psychologische Briefroman, eine Art Anleitung zum Unglücklichsein, ist misslungen. Stilistisch zwar großartig, inhaltlich jedoch trivial bis zum Unerträglichen, lässt er seinen Protagonisten, den  Autor Theo Schadt [!], im schriftlichen Dialog mit seinem Alter Ego und mit anderen Unglücksgefährten, sein ganzes Leid schildern (klischeehaft zusammengesetzt aus dem treulosen Freund, der dümpelnd-watteweichen Ehe, und ja - einer schlimmen Erkrankung). In endlos eitlem Gerede gibt dieser sich nun dem so typisch deutschen persönlichem Weltschmerz und Todeswunsch hin. Und das heißt Jammern, Jammern, Jammern auf hohem, überstrapazierendem Niveau. Man quält sich völlig ungerührt und mit viel Disziplin durch das unsägliche Romangeschehen und merkt doch dem Werk jederzeit das Bemühen, ja das Ringen um den großen Wurf an.  Nur im vom sonstigem Geschehen losgelösten Mittelteil - in den „Berichten an die Regierung“ und in dem freien Gedankenstrom „Ums Altsein“ - hat Walser wirklich Maßgebliches zu sagen. Hier ist er auf wenigen Seiten authentisch, wahr, brillant. Das mag für Feuilleton und Aphorismen reichen, für einen ganzen, für einen guten Roman reicht es nicht.

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    • 5
  • Der letzte Ausweg

    Ein sterbender Mann

    Buecherherbst

    Wo ist die Grenze zwischen dem Leben und dem Sterben? Ist der immanente Todeswunsch bereits der Beginn des Ablebens? Martin Walser erzählt in seinem neuen Roman Ein sterbender Mann die Geschichte eines gesellschaftlichen Absturzes – bis hin zur verstörendsten Konsequenz, die ein Mensch hieraus zu ziehen bereit ist: den ersehnten Suizid. Das einsame Ich löst sich hierfür aus allen gesellschaftlichen Strukturen, überschreitet durchaus die eine oder andere normative Grenze, und findet einzig im Schreiben eine Möglichkeit zur Bewältigung des Lebens. Dabei greift Walser einige große erzählerische Motive auf: Liebe und Leidenschaft, Verrat und Hoffnung, das Altsein und – natürlich – den Tod. Walsers Protagonist, der 72-jährige Theo Schadt, ist ein Autor von Bestsellerrang und einstmals erfolgreicher Unternehmer, der von seinem langjährigen Freund Carlos Kroll, einem vielbeachteten Lyriker, hintergangen wurde, so dass er sein Unternehmen aufgeben musste. Der entstandene Vertrauensverlust sei folglich absolut und eine weitere Beziehung zwischen ihm und Kroll nicht vorstellbar. Nun sucht er nach einer “Lösung” für sein weiteres Leben und hofft, diese in einem Suizidforum zu finden. Hier erwartet er sich von Gleichgesinnten die Antwort auf die Frage nach der idealen Form des Suizids, zunächst beobachtend, später teilnehmend und um Rat ersuchend. Schadt erklärt diese von ihm getroffene Entscheidung, seinem Leben ein Ende zu bereiten, für “irreversibel”. Es wird nie klar, warum ihn sein früherer Freund durch seinen Verrat in diese verzweifelte Situation manövriert hat. Schadts Frau Iris vermutet, er müsse seinen Weggefährten wohl zutiefst verletzt haben, womöglich habe er die Gedichte des Lyrikers Kroll nie hinreichend gewürdigt. [...] Das Schreiben gibt Martin Walsers Protagonist einen “Hauch einer Weiterlebensillusion” – inwieweit dies auch auf den 88-jährigen Autor selbst zutrifft, kann nur gemutmaßt werden. Man kann die Thematik der Erzählung durchaus öde finden, da sie nicht neu ist in Walsers Repertoire, genauso wie seine Männerfantasien, die streitbaren Gedichte des Meisterlyrikers Kroll oder die pöbelhaften Witze während einer Preisverleihung abstoßend sein können. Doch Walser vollzieht ein vorzügliches sprachliches Spiel mit dem Takt der Worte. Nicht nur die im Buch vorkommene Lyrik ist lyrisch, sondern selbst eher Umgangssprache pflegende Textgattungen wie das Internetforum. Ein sterbender Mann ist wundervolle, lesenswerte Literatur, denn Martin Walser schreibt mit einer wortgewaltige Wucht, die begeistert. Die vollständige Rezension gibt's unter https://buecherherbst.wordpress.com/2016/01/29/martin-walser-ein-sterbender-mann-rezension/

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    • 2
  • Ich bin am Ende der Lektüre teils positiv überrascht, teils gespalten

    Ein sterbender Mann

    StefanieFreigericht

    27. January 2016 um 22:03

    Walser erzählt von einem geplanten Selbstmord. Vorangegangen ist der Verrat der Hauptperson durch den ehemals besten Freund - wobei nicht der Verrat als ursächlich für die Suizidabsicht geschildert wird, sondern die Tatsache, dass eine Welt, in der diese Handlung an der Hauptperson Theo Schadt möglich sei, für diesen nicht mehr lebenswert bleibe – und das, obwohl dieser Verrat nicht nur die persönliche, emotionale Ebene betrifft, sondern existentiell eine bedeutende Investition und Geschäftsgründung zum weitreichenden Totalverlust führt. Jetzt möchte ich nicht Selbstmord an sich verteufeln - ich kann durchaus tödliche Krankheiten nachvollziehen, Depressionen, die Angst vor leidvollem Sterben - hier spielt sich jedoch der Zustand des persönlichen Affronts, des schlichten Beleidigtseins sehr in den Vordergrund. Existenzängste als Grund für einen Selbstmord werden von Theo Schadt selbst bestritten. Jedoch: Auch hier war ich noch bereit, zu folgen: ich hätte noch nachvollzogen, wenn es um ein „Leiden an der Schlechtigkeit der Welt an sich“ ginge; denn wer möchte ertragen wollen, wenn es um ihn herum nur Willkür gäbe, ohne Chance des Entkommens. Dann dachte ich mir, dass es natürlich nur immer um das gehen könne, was hier der einzelne empfindet, wolle man ihm nicht auch noch seine Individualität rauben, ihm nur eine quasi gesellschaftlich konform gehende Existenz zugestehen. Sprachlich wurde ich in das Buch hineingezogen, zum Thema passend erschienen mir sowohl Briefroman als auch Ich-Erzähler. Walser erweitert das Thema, indem er parallel mehrere Briefromane laufen lässt, und wechselt vom Ich-Erzähler über ein sehr kurzes "Du" zum "Er". Das offen erklärte Ziel ist die Distanz, und auch wenn man sich als Leser über diesen Kunstgriff als aufgeklärt empfindet, wirkte das überraschend deutlich auf mich, ich blieb weiter am Ball. Verwundert nahm ich war, dass mich einzelne Passagen durchaus köstlich amüsierten, so die Preisverleihung an den früheren Freundes als Jahrmarkt der Eitelkeiten im Literaturbetrieb inklusive einer Lesung mit, ja, pseudo-poetischen schönen Worten ohne jeglichen erkennbaren Sinn. Ich mag nicht die einzige sein, die hier an Hape Kerkelings geniales "Hurz" dachte, Sinnfreies bierernst vorgetragen vor einer Zuhörerschaft, die unbedingt einen Sinn erkennen will; oder an Loriots "Krawehl, Krawehl".   Infolge geht das Geschehen dann doch sehr in die Meta-Ebene, wird durch die Tatsache, dass der Ich-/Er-Erzähler in einem " Thread" des Briefromans wohl mit sich selbst oder dem Autor kommuniziert quasi "Meta-Meta" - hinzukommt die ständige, fast zwanghaft wirkende dreifach-Wiederholung, zum Beispiel "ja, ja, jaaaa" sowie das Stilmittel, etwas auszusprechen, wieder zurückzuziehen, ja, eine Nicht-Beachtung durch das briefliche Gegenüber eloquent einzufordern, also "denk' nicht an einen rosa Elefanten"? Das ist sprachlich meisterhaft, als Stilmittel versiert - wirkt aber auf mich gerade im mittleren Teil zunehmend ähnlich selbstverliebt wie das vorhergetragene Leiden des "Sujets". Etwas „zu Meta“.   Und dann, gerade als ich schon fast bereit war zur Kapitulation nach einer seitenlangen Schilderung über einen Traum als Fortsetzungsgeschichte, auch aufgrund der von mir als immer anstrengender empfundenen Windungen der Sprache, deren Ziel ich dabei aus den Augen verlor, wieder Kleinode, „Ums Altsein“ ebenso wie die folgende sprachliche „Entknotung“, ja, teilweise Konkretisierung. Was am Ende der Lektüre bleibt, ist das Gefühl, sprachliche Meisterschaft ebenso erlebt zu haben, wie die Fähigkeit, im gleichen Text sowohl zu amüsieren, betroffen zu machen, den Leser hineinzuziehen – oder ihn mittendrin völlig zu verlieren, zu überfrachten mit stilistischen Mitteln. Bitte, mehr Walser – aber weniger „Walser um seines Walser-Seins willen“. Ein liebender Mann oder Ein fliehendes Pferd?

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  • „Das Alter ist eine Wüste. Darin eine Oase, heißt Tod.“

    Ein sterbender Mann

    Insider2199

    "Das Alter ist eine Wüste. Darin eine Oase, heißt Tod." Der 1927 in Wasserburg geborene Autor studierte in Tübingen Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft und promovierte 1951 mit einer Dissertation zu Franz Kafka. Seit 1955 schreibt er Erzählungen, Theater-Stücke und Romane und wurde mehrmals ausgezeichnet – erstmals für sein Debüt „Ehen in Philippsburg“ (1957) mit dem Hermann-Hesse-Preis, letztmals 2015 mit dem Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis für sein Lebenswerk. Zum Inhalt: Der 72-jährige, ehemalige Firmenchef Theo Schadt wird von seinem langjährigen Freund Carlos Kroll, einem Dichter, verraten. Finanziell ruiniert muss er seine Firma aufgeben und arbeitet fortan bei seiner Frau Iris an der Kasse ihres Ladens, wo sie hpts. Schuhe an Tangotänzer verkauft. Gleichzeitig beteiligt er sich in einem Online-Suizid-Forum, weil er mit dem Gedanken zu spielen beginnt, Selbstmord zu begehen. Bis eines Tages eine Kundin in Iris’ Laden hereinspaziert, die bei Theo eine Art „Lichtexplosion“ auslöst: Sina. Als er irgendwann erfährt, dass sie in einer offenen Beziehung mit Carlos lebt, wird Theos gedankliche Beschäftigung mit der Frage „Warum hat er mich verraten?“ auf die Spitze getrieben. Meine Meinung: Wenn man den Klappentext durchliest – nur nebenbei: ich finde die Info über Sinas Beziehung zu Carlos verrät zu viel und hätte getrost weggelassen werden können, denn der Roman hat sowieso leider nicht viele Spannungsmomente! – könnte man meinen, das klinge doch als Plot sehr vielversprechend. Dachte ich auch, deswegen hatte ich mir den Roman zugelegt, weil diese Ausgangssituation sehr viel Konfliktstoff versprach. Doch der Roman hält leider nicht, was er verspricht! Meinem Empfinden nach liest das Ganze sich nicht wie ein Roman, sondern wie eine Aneinanderreihung von philosophischen Gedanken zu Liebe, Verrat und v.a. dem Altsein – diese wenigen, eingestreuten Seiten zu letzterem Thema waren fast das einzig wirklich Interessante, und hier habe ich mir auch einige Stellen angestrichen: „Wenn man bei Todesnachrichten sofort und ganz automatisch rechnet, wie viel älter oder jünger der Gestorbene oder die Gestorbene war, dann ist man alt.“ Wie wahr, das mache ich ständig! LOL Aber einzig von ein paar interessanten Lichtblicken, hat mich der Roman nicht sonderlich gefesselt, weil eben die Handlung fehlt, eine Dramaturgie fehlt. Seitenlange Unterhaltungen mit Leuten im Forum, (nicht verschickte) Briefe an einen unbekannten Schriftsteller, zähe Passagen, durch die man sich durchquälen muss, weil sie (zumindest in meinen Ohren) wie leeres, intellektuelles Geschwafel klingen, das mir teilweise – muss ich ehrlich zugeben – auch zu hoch war; viele textliche Bezüge waren mir unverständlich. Und der Schluss war auch keine wirkliche Auflösung, sondern in höchstem Maße depressiv. Sagen wir mal so, der sterbende Mann war hier nicht der Einzige, der sich vom Leben verabschiedete. „Das Alter ist eine Wüste. Darin eine Oase, heißt Tod.“ Dabei sollte doch der Vergleich des Todes mit einer Oase eher hoffnungsfroh stimmen, denn die Oase ist der einzige Platz in einer Wüste, die Leben spendet, somit setzt Walser mit dieser Metapher den Tod mit dem Leben gleich. Doch der Roman sieht den Tod eher als Verrat am Leben! Fazit: Der Klappentext versprach einen konfliktreichen Plot, doch die Umsetzung fand ich enttäuschend. Wenig Lichtblicke (das Thema Altsein), die man wie die Nadel im Heuhaufen suchen muss, während man sich durch seitenlange, zähe Exkursionen über die Liebe und das Leben quält, tw. auch durch Unverständliches. Sicher: sprachlich und stilistisch makellos, aber das ist mir für einen Roman leider zu wenig. 2 Sterne und keine Empfehlung von mir.

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