Martin Walser Heilige Brocken

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Inhaltsangabe zu „Heilige Brocken“ von Martin Walser

Martin Walser hat nie verleugnet, was er seiner alemannischen Herkunft verdankt. Wir finden es als unverwechselbare Lokalfarbe in allen seinen Erzählungen und dramatischen Arbeiten, direkter aber und gewissermaßen autobiographischer hier in diesen Erinnerungen, Huldigungen, Gedichten und Essays aus den Jahren 1972–1986. In einer Zeit, wo der »Dialekt als Ware dran ist«, wehrt er sich gegen den »Betrug des Volkes unter der Maske des Volkstümlichen« mit diesen »Beiträgen zur Heimatforschung«, die einerseits unwiederbringliche Bruchstücke (Heilige Brocken) von früher überliefern, andererseits aber mit hellhöriger Entdeckerfreude in der Malerei und Dichtung der Gegenwart regionale Eigenständigkeiten aufspüren, die dem Konformitätssog der Metropolen widerstehen. Daß er sich dabei nicht als »Dressman für Vergangenheit« bestätigt, muß uns Walser nicht eigens beteuern, wie hätte er sonst Pionierarbeit für die drei großen Marien der alemannischen Gegenwartsliteratur (mit Essays über Maria Metz, Maria Beig, Maria Müller-Gögler) leisten können? »Heilige Brocken« sind Liebeserklärungen an eine »Landschaft, die sich in letzter Sekunde zu Wort meldet«. (Quelle:'Buch/24.05.1988')
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