Martin Walser Tod eines Kritikers

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Inhaltsangabe zu „Tod eines Kritikers“ von Martin Walser

Mord oder Totschlag? Urteilen Sie selbst. Hans Lach wird verhaftet: Mordverdacht. Auf der Party seines Verlegers hatte er einen für seine Verrisse gefürchteten Kritiker bedroht. Am nächsten Morgen findet sich dessen blutdurchtränkter Pullover, nur von der Leiche fehlt jede Spur. Dafür treten immer neue Verdächtige auf den Plan. Ein Vexierspiel auf Leben und Tod nimmt seinen Anfang, denn über die Schuld oder Unschuld des Schriftstellers, so scheint es, ist viel zu sagen, aber schwer zu entscheiden. Bereits vor seinem erstmaligen Erscheinen wurde über diesen Roman heftig und kontrovers geurteilt. Er löste den größten Literaturskandal der letzten Jahrzehnte aus. «Gnadenlos klug und fast prophetisch.» Sigrid Löffler

Ein echter Walser Fan werde ich auch mit diesem Werk nicht! Mir behagen Sprache und Erzählstil nur wenig und ich wurde bestens gelangweilt!

— Wortteufel
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  • Tod eines Kritikers - Martin Walser

    Tod eines Kritikers
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    03. January 2015 um 19:03

    Der berühmte Literaturkritiker André Ehrl-König verreißt in seiner Sendung publikumswirksam ein Buch von Hans Lach. Kurz darauf ist er Tod. Nur einer glaubt an die Unschuld von Hans Lach und versucht diese zu beweisen. Wir tauchen ein in die Welt der Literaturkritiker und der Autoren. Mit komplexen Satzbauten und Wörtern zeichnet  Walser die Persönlichkeiten und gibt uns Einblick in diese Welt. Die Geschehnisse werden illustriert und führen uns die Persönlichkeiten deutlich vor Augen. Der Sprachfehler Ehrl-Königs war für mich nervig zu lesen. Ihn zu erwähnen und ein paar Beispiele zu geben ist in Ordnung. Da er ständig ausgeschrieben wurde, war es allerdings nervig für mich. Leider wurde ich auch nicht wirklich warm mit den Personen. Für mich war es das erste Buch von Martin Walser. Völlig unvoreingenommen bin ich an das Lesen herangegangen. Da das Buch auch bereits 2002 erschienen ist, bekam nichts über diverse Skandale und antisemitische Vorwurfe mit. Wenn es kein aktuelles Buch ist, versuche ich es immer ohne Vorurteile und ohne zu viel „Zusatzwissen“ oder Meinungen von anderen zu lesen. Erst wenn ich das Buch zu Ende gelesen habe, starten meine Recherchen. Der Stil des Autors hat mich angesprochen. Bis auf den penetrant dargestellten Sprachfehler, ein sehr angenehmes Buch, mit dem man einige entspannte Winternachmittage verbringen kann. Fazit: Mit „Tod eines Kritikers“ hab ich mich in ein anderes Genre vorgewagt. Auch wenn es mir gefallen hat, kann es meinen geliebten blutrünstigen Thrillern einfach nicht das Wasser reichen. Alle die einem „gehoberen Krimi“ mit tieferen Sinn (den man allerdings erst entdeckt, wenn man sich näher mit dem Autor beschäftigt) nicht abgeneigt sind, könnte dieses Buch durchaus gefallen.

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  • Rezension zu "Tod Eines Kritikers" von Walter Molser

    Tod eines Kritikers
    Sokrates

    Sokrates

    19. February 2012 um 10:58

    Schlechte, langweilige und vorhersehbare Abrechnung Martin Walsers mit seinem Todfeind Marcel Reich-Ranicki. Verwunderlich, dass ein ansonsten hoch gelobter Schriftsteller sich auf solch triviale Weise an seinem Kritiker rächen muss.

  • Rezension zu "Tod Eines Kritikers" von Martin Walser

    Tod eines Kritikers
    Carriecat

    Carriecat

    22. April 2011 um 13:11

    Fazit: Der Autor ist sich wohl selbst nicht so ganz sicher, was es werden sollte: ein Krimi ist es jedenfalls nicht! Spannung kommt nicht auf, keine der Figuren weckt Gefühle in mir und die Handlung ist komplett verworren. Die Sprache des Autors ist sehr komplex, man braucht seine Zeit, um sich an den Stil zu gewöhnen. Allerdings tut er sich mit dieser Wahl keinen Gefallen. Die Lesbarkeit des Buches ist mehr als hakelig. Falls der Autor eine kritische Satire über den Literaturbetrieb schreiben wollte, erklärt das zwar einiges, aber auch noch nicht alle Haken. Für einen solchen Blickwinkel war es mir nicht humorvoll genug, immer einen Tick zu überzogen, zu gewollt und nicht gekonnt.

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  • Rezension zu "Tod Eines Kritikers" von Walter Molser

    Tod eines Kritikers
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. February 2009 um 17:22

    Was soll man nur zu diesem Buch von Martin Walser sagen? Am ehesten fällt mir noch ein Spruch aus Schultagen ein: Thema verfehlt! Da das aber noch eine eher mitfühlende Beurteilung ist, gefällt sie mir auch nicht richtig. Dieses Buch sollte eine schriftstellerische Karikatur des literarischen Lebens sein. Überspitzt, überzogen sollten die Machtverhältnisse, die Literaturkritiker ausüben, dargestellt werden. Als Thema sage ich, warum nicht? Nur hat sich Walser an eine Figur herangemacht die im wirklichen Leben eine existierende Entsprechung hat. Marcel Reich Ranicki. Diesen läßt er im Roman ermorden, später dann wieder auftauchen, der Mord hat gar nicht wirklich stattgefunden. Die Figur des Romans ist Jude, wie Ranicki auch. Um diese Figur ranken sich Mordphantasien eines "verrissenen" Autors. Sobald ich mir vergegenwärtige, daß Ranicki und seine Frau, nur knapp dem Holocaust entgangen sind, daß seine Familie und die Familie seiner Frau ermordet worden sind, muß ich mich fragen ob Walser überhaupt noch zurechnungsfähig ist. Etwas das mich ebenfalls befremdet hat ist, daß dieses Buch unglaublich haßerfüllt wirkte. Ich würde es gerne sehen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sämtliche Exemplare dieses Buches zu sammeln, (verlegt wird es glaube ich z.Zt. nicht) um sie ihm dann alle nach Hause zu schicken.

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