Martin Wehrle

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Martin Wehrle

Lebenslauf von Martin Wehrle

Martin Wehrle wird 1970 in Löfflingen, im Schwarzwarld geboren und ist ein deutscher Karriereberater, Journalist und Autor. Sein 2011 erschienenes Buch "Ich arbeite in einem Irrenhaus" soll "schonungslos und glaubwürdig das aufdecken, was in deutschen Firmen schief läuft". Das Buch wurde in der KW 11/2011 als zweithöchster Neueinsteiger in die Spiegel Bestsellerliste aufgenommen.

Alle Bücher von Martin Wehrle

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Ich arbeite in einem Irrenhaus

Ich arbeite in einem Irrenhaus

 (61)
Erscheint am 27.12.2019
Viel Fleiß, kein Preis

Viel Fleiß, kein Preis

 (19)
Erschienen am 17.07.2017
König Arsch

König Arsch

 (13)
Erschienen am 09.04.2012
Bin ich hier der Depp?

Bin ich hier der Depp?

 (10)
Erschienen am 08.10.2013
Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus

Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus

 (10)
Erschienen am 28.09.2012
Sei einzig, nicht artig!

Sei einzig, nicht artig!

 (7)
Erschienen am 18.03.2019
Am liebsten hasse ich Kollegen

Am liebsten hasse ich Kollegen

 (11)
Erschienen am 03.08.2012
Der Klügere denkt nach

Der Klügere denkt nach

 (5)
Erscheint am 16.03.2020

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Rezension zu "Die Ratte" von Martin Wehrle

Unbedingt lesen!
BirgitHvor 3 Monaten

Für mich ist das witzigste Detail das am Rande; nämlich, dass der Hausmeister des BENEVENTO-Verlages das Manuskript in einem Rutsch durchlas, weil er es richtig gut fand! Also lautete seine Empfehlung an den Verlag gleich: 'Den Krimi müsst ihr unbedingt machen!' Ich finde, da hat er unbedingt recht. Unbedingt lesen!

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Rezension zu "Die Ratte" von Martin Wehrle

"Menschliche Abgründe, die vor unser aller Haustür lauern"
R_Mantheyvor 3 Monaten

Geschickt gewählt ist an diesem Krimi vor allem der Titel. Man fällt gerne auf ihn herein, weil er eine Erwartungshaltung der eigenen Phantasie bedient. Allerdings geht dieser wohlgesetzte Schuss dann völlig nach hinten los. Vermutlich wirkt er nicht nur bei mir so: Einen weiteren Kriminalroman dieses Autors werde ich bestimmt nicht lesen. Der reichlich hölzern konstruierten Geschichte fehlt es sowohl an Glaubwürdigkeit als auch an Spannung. Wenn man das Buch nicht schon vorher beiseitegelegt hat, wartet man beim Lesen eigentlich nur noch auf die Auflösung. Aber selbst dabei ahnt man schon lange vorher, welche dunklen Abgründe sich auftun werden.

Frau Mikula verdient ihre Brötchen als Journalistin bei der führenden Tageszeitung einer bayerischen Kleinstadt. Von der im Buch genannten Auflage dieser Zeitung träumen in Deutschland wahrscheinlich viele real existierende Herausgeber lokaler Blätter. Doch selbst bei solchen Traumzahlen geht es dieser Zeitung schlecht. Deshalb muss die gute Frau Mikula nach etlichen anderen Mitarbeitern auch ihre beste Freundin entlassen. Schließlich fliegt sie selbst. Inzwischen haben die Entlassenen eine eigene Zeitung gegründet, bei der nun auch die ungeliebte Mikula anheuert. Bis hierher ist man im Buch schon recht weit vorangekommen. Wo sich allerdings der Kriminalfall versteckt, hat man noch nicht herausbekommen. Vielmehr kann man hier den dramaturgischen Selbstmord des Buches miterleben. Ein Kriminalroman lebt von Spannung. Hier wurde einfach vergessen, sie aufzubauen.

Man weiß lediglich, dass es eine seltsame Verbindung zwischen dem Bürgermeister dieses Städtchens und dem Besitzer des lokalen Blattes gibt. Auch die Polizei scheint tief im Korruptionssumpf zu stecken. Leider vergreift sich der Autor dann auch noch in seinen stilistischen Mitteln. Manches in diesem Buch liest sich wie eine misslungene Parodie. Wenn man diesem Buch etwas abgewinnen kann, dann die (allerdings auch nicht besonders glaubwürdig, weil zu plump gestaltete) Beschreibung von Machtmechanismen. Oder des Wechselspiels zwischen Presse und Macht. Kriminalromane müssen nicht realistisch sein. Man nimmt ihnen beispielsweise die vorgetäuschte Genialität von Ermittlern gerne ab. Hier aber fehlt es an einem situativen Realismus. Die ganze Handlung fühlt sich wie schlecht ausgedacht an, wirkt stellenweise regelrecht albern und inspiriert deshalb die eigene Phantasie überhaupt nicht. Kurz gesagt: Dieses Buch hat nur wenig bis nichts von einem guten Krimi.

Ach ja, die Ratte. Die Ratte ist ein Obdachloser, der vor einem Kaufhaus steht und Songs von Heinz-Rudolf Kunze singt. Und er dient dem Autor als eine Art Informationsquelle, für Zusammenhänge, die Mikula nicht wissen kann und deshalb irgendwo hergezaubert werden müssen. Außerdem ist er so eine Art Moralphilosoph. Nach einer Randfigur den Roman zu benennen, ist auch etwas sonderbar. Es sei denn, der Autor hält den Zeitungsfritzen auch für eine Ratte. Dann aber eine zusätzliche Figur mit diesem Namen einzuführen, wäre dann wieder etwas seltsam. Es geht also so einiges durcheinander in diesem Buch. Ein wirkliches Leseerlebnis ist es nicht.

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Rezension zu "Die Ratte" von Martin Wehrle

Wer hat Dreck am Stecken?
annluvor 3 Monaten

*Eigentlich hätten wir die reichste Stadt weit und breit sein müssen. Warum waren wir die ärmste? Aus welchen Gründen waren die sprudelnden Finanzquellen seiner ersten Amtszeiten versiegt? Stapelte er die Millionen etwa im Rathauskeller? Es mussten schmutzige Geschäfte laufen, und Gleim steckte sicher mit drin. Es wurde Zeit, dass wir herausfanden, was in Reinstadt eigentlich los war.*


Susanne Mikula sieht in Reinstadt ihre neue Chance. Der Chefreportersessel scheint ihr sicher. Doch dazu muss sie Opfer bringen – ihre beste Freundin ist nicht die einzige, die von ihr gekündigt wird. Als sie selbst einer Intrige zum Opfer fällt, schließt sie sich unabhängigen Journalisten an um die Machenschaften ihres Exchefs und des Bürgermeisters aufzudecken. Dabei muss sie erkennen, dass beide mehr Dreck am stecken haben, als gedacht.



Susanne erzählt die Geschichte selbst, sodass der Leser erst einmal ihre harte Seite kennenlernt. Die Karriere scheint ihr über alles zu gehen, selbst die beste Freundin serviert sie ab. Für ihre Taten muss auch noch ihr Teenagersohn Sebastian büßen, der daraufhin gemobbt wird. So war sie mir nicht sonderlich sympathisch. Im Laufe der Geschichte gibt sie aber immer mehr über sich preis und zeigte die Gründe für ihr Verhalten auf. So ist es auch eine schmerzliche Hundeattacke, die ihr Angstzustände und den Tick alles zu zählen verschafft.


Die Ereignisse rund um Susanne werden immer wieder durch kurze Gesprächsauszüge unterbrochen. Diese beziehen sich einerseits auf solche, die Veränderungen in der Stadt beschreiben und aufzeigen, wie die Stadtverwaltung die Preise immer mehr in die Höhe drückt. Andererseits sind es Telefongespräche zwischen zwei Parteien, die nicht namentlich genannt werden und die hinter einer Intrige stecken, die auf eine kriminelle Tat in der Vergangenheit basiert. Zwar kann man Vermutungen anstellen, wer hinter den Sprechern steckt, Sicherheit gibt es aber nicht.


Der Rausschmiss verändert Susanne. Sie schließt sich denen an, die sie selbst entlassen hat. Das führt dazu, dass sie nicht mehr auf sie hinunterblicken kann und einen neuen Blickwinkel – auch auf sich selbst – einnimmt. Die Idee eine neue Tageszeitung zu gründen bezieht sich auf eine Obdachlosenzeitung. Damit tritt Susanne auch in Kontakt mit einem Obdachlosen, der ihre Ermittlungen vorantreibt. Auch das hilft ihr dabei sich selbst anders einzuschätzen, sodass sie mir immer sympathischer wurde. Als Journalistin wird sie hier von einem Extrem ins andere geworfen. So bekommt man als Leser Einblicke in die Ideale der freien Presse, aber auch in ihre Manipulationsversuche und in die Einmischungen der Politik.


Die neue Arbeit und die Ermittlungen gegen ihren Exchef gestalten sich spannend. Genauso interessant fand ich aber die privaten Aspekte der Geschichte. Susanne schlägt sich mit sich selbst und ihren Ängsten, ihrem zerrütteten Verhältnis zu Sebastian aber auch mit ihrem getrennt lebenden Mann herum. Zu all diesen Aspekten ihres Lebens hat sie vorerst eine starre Meinung, beginnt aber langsam ihre Gedanken und Aktionen zu hinterfragen, was sie weiterführt.


Fazit: Die Geschichte lies sich flüssig lesen. Der Krimianteil war spannend, interessanter fand ich aber Susanne als Hauptcharakter. Ihre Entwicklung besonders in Bezug auf ihre Ansichten und Beweggründe zeigten eine zunehmende Reife, die mir Susanne immer sympathischer machten.

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Gespräche aus der Community

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Warum das Berufsleben einer Frau für jeden Mann ein Skandal wäre

So lautet der Untertitel von Martin Wehrles neuem Buch "Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!" und diesen Titel möchten wir gern auch als Überschrift für unsere Diskussionswoche nutzen. Der Autor beschäftigt sich dabei mit der interessanten Frage, wie es wohl wäre, wenn Männer und Frauen in Sachen Berufsleben plötzlich die Rollen tauschen würden. Wie würde es ihnen ergehen und wie würden sie damit umgehen?

Mehr zum Buch:
Was wäre los im Land, wenn Männer ein Fünftel weniger als Frauen verdienten? Wenn sie bei Beförderungen übergangen und beim Reden dauernd unterbrochen würden? Wenn sie leichtbekleidet im Sekretariat sitzen und für Chefinnen den Kaffee kochen müssten? Die Hölle wäre los! Dass Frauen so behandelt werden, ist aber ganz normal. In seinem neuen Buch dreht Martin Wehrle den Spieß um: Da passiert das alles einem Mann, der eines Morgens als Frau aufwacht, Herrn Müller. Ein Kunstgriff, der die tägliche Diskriminierung lächerlich macht und den Skandal verdeutlicht. Was auf den ersten Blick amüsiert, beschämt auf den zweiten – und fordert für Frauen das Recht auf Erfüllung, auf Karriere mit (und ohne) Kind und auf ein anständiges Gehalt. Das Buch zeigt Frauen, wie sie Fallen im Beruf umgehen, ihre Wünsche durchsetzen und ihr persönliches Glück finden.
>> Leseprobe

"Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!" liefert einen humorvollen Blick auf ein ernstes Thema und regt gerade durch die besondere Herangehensweise zum Nachdenken an. Zusammen mit euch möchten wir in dieser Woche über die Themen des Buches diskutieren. Dafür stellen wir euch von Montag bis Freitag täglich eine Frage, über die ihr hier diskutieren könnt. Eventuell stößt am Ende der Woche auch Martin Wehrle dazu, dem ihr dann Fragen rund um sein Buch und dessen Themen stellen könnt.

Unter allen, die sich an unserer Diskussion beteiligen, verlosen wir zusammen mit dem Mosaik Verlag 15 Exemplare von "Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!". Für die Teilnahme an allen Fragen habt ihr bis einschließlich 28. September 2014 Zeit!

Wir freuen uns schon auf eure Beiträge und sind sehr gespannt, was ihr zu diesem Thema sagen möchtet oder vielleicht selbst schon erlebt habt!
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