Martin Wehrle Bin ich hier der Depp?

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Inhaltsangabe zu „Bin ich hier der Depp?“ von Martin Wehrle

Von der Kunst, nicht ständig zur Verfügung zu stehen Überlastung, angehäufte Überstunden und keine Chance, sie jemals abzubauen – muss ich mir das wirklich gefallen lassen? Das fragen sich Millionen Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue. Der Karriereberater und Bestsellerautor Martin Wehrle kennt den Wahnsinn in deutschen Firmen. Er zeigt auf, mit welchen Tricks Mitarbeiter ausgebeutet werden. Warum gibt es keinen Feierabend mehr? Warum beschleunigt Multitasking die Burnout-Quote, aber nicht die Arbeit? Martin Wehrle weist Wege aus dem Hamsterrad. Der Arbeitnehmer erfährt unter anderem, wie er Grenzen um sein Privatleben ziehen kann. Nie wieder Depp sein und auf in ein selbstbestimmtes, glückliches Berufsleben!

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  • Erschreckend aus dem Leben gegriffen!

    Bin ich hier der Depp?
    Sunshine_Books

    Sunshine_Books

    02. February 2014 um 21:42

    Überstunden? Termindruck? Überfordert und kurz vorm Burn-Out? So geht es viel mehr Menschen als die heutige Wirtschaft uns gerne glauben machen möchte! Auf ganzen 400 Seiten zeigt der Autor und Karrierecoach Lösungswege und Probleme auf. Immer mit einem funken Humor dazwischen. Mein Fazit: In meinem Nebenjobs während der Schule ging es mir persönlich immer super gut. Ich war teilweise sogar die, die vom Chef den Kaffee bekam. Das das nicht die Regel ist, ist mir jedoch klar. Auch, dass Überstunden heutzutage leider normal sind. Dennoch war ich teilweise über die Maschen der Firmen schockiert. Der Autor schafft es immer mit einem sarkastischen Unterton auf aktuelle Missstände hinzuweisen und untermauert diese mit Fakten und Erlebnisberichten. Gerade diese "Deppenerlebnisse" waren teilweise wirklich heftig. Sei es der Mitarbeiter, der aus dem Urlaub zurückgepfiffen wurde, die unbezahlten Praktikanten im Nachtdienst oder die putzende Managerin. Das als Außenstehender zu lesen ist mit Sicherheit lustig aber im gleichen Moment wird einem klar: das ist wirklich passiert! Wer seine Freizeit in der Firma verbringt, bringt es im Leben zu mehr. Zum Beispiel zu: Herzinfarkt, Hörsturz, Burn-out. Wohl war und wirklich erschreckend. Ich selbst, mittlerweile Azubi, kann den nur zustimmen, zum Glück hatte ich bis jetzt nur ein schlimmes Erlebnis: Auslandsjahr? Fließende Englischkenntnisse? Gutes Abi? Schon 4 Jahre Erfahrung in Grafikdesign? Klar immer her mit dir! Aber erst als Praktikant! Wenn das dann passt übernehmen wir dich! Habe mich natürlich gefreut wie ein Schnitzel. Die Realität: 9-10 Stunden arbeiten ohne Ansprechpartner aber mit voller Verantwortung. Nur die Hälfte des zugesicherten Gehalts (aber man macht es trotzdem, ich wollte ja die Stelle). Mittagspause? Essen? Nene, die Website und das Konzept müssen fertig werden. Das ich bis dahin noch nicht einmal wusste, wie man ein Konzept schreibt wurde natürlich ignoriert. Geendet hat das Ganze dann mit einem Treppensturz dank Übermüdung und leerem Magen sowie einer Gehirnerschütterung mit Krankenhausaufenthalt. Für die Nachuntersuchung musste ich mir Urlaub nehmen. Zwei Tage später bin ich in einen anderen Betrieb geflüchtet. Warum ich euch das erzähle? Weil jetzt einige bestimmt denken: Das ist aber schon extrem und nicht normal ... mmhh jetzt, nach beenden dieses Buches muss ich sagen, es geht noch schlimmer! Bei einigen Erlebnissen, die hier geschildert wurden war ich wirklich fassungslos und frage mich: Wo soll das hinführen? Eigentlich ist dieser Gewaltmarsch zum Scheitern verurteilt. Der Coach gibt aber auch Tips, wie man aus dem Teufelskreis aussteigen kann und das "Nein"-Sagen leichter fällt. An und für sich schön, aber ich glaube, dass diese Argumente in so einer Firma nicht gut ankommen. Im Endeffekt brauchen wir unser Geld am Monatsanfang und das weiß der Chef auch. Dennoch sind sehr viele gute Ratschläge dabei und selbst wenn nicht alles umzusetzen ist, so hatte ich großen Spaß beim Lesen und werde das ein oder andere für mich mitnehmen! Absolute Leseempfehlung von meiner Seite aus!

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  • Nie mehr Burn-out?

    Bin ich hier der Depp?
    Ginevra

    Ginevra

    17. January 2014 um 12:20

    Der bekannte Karrierecoach und Buchautor Martin Wehrle berichtet aus seiner Beratungspraxis: zahllose Angestellte stehen kurz vor dem Zusammenbruch, weil ihr Leben nur noch aus Projekten, Termindruck, Überstunden, Verzicht und Stress besteht. Die Schilderungen einzelner Betroffener werden vom Autor mit Daten untermauert und kommentiert. Der erste Teil des Buches beschreibt in teils drastischen, teils unfreiwillig komischen Beispielen den Alltags- Wahnsinn im "Hamsterrad", das Märchen vom "Multitasking", Ausbeutung, Spionage, Erpressung, Burn-out. Am Ende bleibt scheinbar nur die Kündigung - oder "Karoshi", der Tod durch Überarbeitung! Gibt es einen Ausweg? Natürlich wäre Herr Wehrle kein guter Coach, wenn er nicht einen Katalog handfester Tipps auf Lager hätte! Im zweiten Teil gibt er konkrete Unterstützung dabei, wie man sich gegenüber grenzenlosen Anforderungen, Vorwürfen und den besonders tückischen "inneren Antreibern" abgrenzen kann. Ein "Vertrag mit sich selbst" soll die eigene Gesundheit und Privatsphäre schützen. Wenn alles nichts hilft, zeigt ein kleines Glossar, um eine "Hamsterrad- Firma" schon bei der Stellensuche rechtzeitig zu entlarven. Mir persönlich hat an diesem Buch gefallen, dass viele Betroffene zu Wort kommen. Sie beschreiben wirklich beklemmende Situationen, die bei (glücklicherweise!) Nicht- Betroffenen wie mir schon beim Lesen eiskalte Schauer und Herzrasen verursachen. Die Tipps erscheinen mir plausibel, wenn auch nicht allzu neu. Realistisch ist auch die Aussage, dass man zu deren Umsetzung meist erfahrene Hilfe braucht. Ein rechtlicher Ratgeber bildet den Abschluss. Mir fehlt der deutliche Hinweis auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Abgrenzungsstrategien. Nicht wenige Menschen mit Burnout verlieren ihren Job - und fallen in tiefe Depressionen, weil sie auf die plötzliche Abwesenheit von Aufgaben nicht genug vorbereitet sind. Weniger gut gefallen hat mir auch der Anhang, in dem der Autor für seine eigenen Seminare die Werbetrommel rührt und dem gestressten Angestellten ein neues Berufsziel eröffnet: "Traumberuf Karriere- Coach"! Fazit: ein interessantes, aber beklemmendes Bild der Auswüchse in deutschen Firmen, einige gute Strategien zum eigenen Schutz - geeignet für überarbeitete Angestellte, als Mahnung für alle Chefs, und als Fundgrube für Karrierecoachs.

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  • Abschied vom Wahnsinn des Arbeitsalltags

    Bin ich hier der Depp?
    Sophia!

    Sophia!

    15. October 2013 um 11:31

    „Nie wieder Depp sein, auch dafür bietet die moderne Arbeitswelt viele Chancen. Packen Sie's an! Damit Firmen, die Deppen suchen, keine mehr finden.“ _ Vielfältige Belastungen, utopische Anforderungen, ein übergeschnappter Chef und das Gefühl, öfter als einmal im falschen Film zu sein. All das ist eine gute Umschreibung dessen, was in unserer modernen Arbeitswelt leider zur Alltagsroutine geworden ist. Eine totale die Schmerzgrenze überschreitende Ausnutzung der Mitarbeiter führt zu Verzweiflung und Burn-out. Millionen Mitarbeiter sind schlichtweg Gefangene im Hamsterrad des Wahnsinns. _ Doch damit ist jetzt Schluss. Martin Wehrle, Deutschlands bekanntester Gehalts- und Karrierechoach präsentiert nach den bereits erfolgreich publizierten Bänden „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ sowie „Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus“ nun einen Leitfaden, der zahlreiche Strategien aufzeigt, wie es gelingen kann, dem Arbeitswahnsinn nicht länger zum Opfer zu fallen. In dem ersten Teil des Buches wird die gegenwärtige Situation der Arbeitswelt schonungslos entlarvt, bevor der zweite Teil gewinnbringende Ratschläge und konkrete Handlungsalternativen aufzeigt. Kapitelüberschriften wie etwa „Der Chefhamster: Wenn Führung durchdreht“ oder „Erschöpfung ade: Der Abschied vom Hamsterrad“ zeigen, dass Wehrle dem durchaus ernsten Thema mit einer wohltuenden Prise Humor begegnet, die die Lektüre des Buches sehr angenehm und humorvoll werden lässt. Ein Beispiel für den Unterhaltungsfaktor sind etwa die Zitate aus Stellenanzeigen und deren Hamsterrad-Übersetzung. Ebenso lockern Karikaturen zu Beginn eines jeden Kapitels das überwiegend negative Problemfeld auf. Doch es geht längst nicht nur um eine ironisch-humorvolle Analyse. Vielmehr werden authentische Erlebnisse vorgestellt und schließlich hilfreiche Verhaltensweisen benannt, die dabei helfen, dem gefährlichen Hamsterrad zu entkommen. Hierzu zählen beispielsweise „Zehn Tipps zum Nein-Sagen“ oder aber auch allgemeine Ratschläge, die eine Selbstausbeutung verhindern. _ Der Text schließt mit einem interessanten Ausblick darauf, was sich gesamtgesellschaftlich ändern müsste, um eine dauerhafte Verbesserung der gegenwärtigen Arbeitswelt zu erreichen. In einem letzten Serviceteil werden schließlich 20 Fragen gestellt und deren offizielle Antworten aus dem Arbeitsrecht in einer übersichtlichen Tabelle präsentiert. Hierzu gehören u.a. die folgenden Beispiele: > Kann die Firma Überstunden anordnen? > Habe ich ein Recht auf Pausen? > Kann ich zu Sonntagsarbeit verdonnert werden? > Kann der Chef mich aus dem Urlaub zurückbeordern? _ Fazit: Ein ebenso graphisch wie textuell ansprechend gestalteter Ratgeberband, der durch eine flüssige und zugleich informative Schreibweise besticht. Sehr zu empfehlen!

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