Martin Winckler Es wird leicht, du wirst sehen

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Es wird leicht, du wirst sehen“ von Martin Winckler

Um Menschen zu helfen, ist Emmanuel Zacks Arzt geworden. Er flieht vor der Klinikroutine, wird Schmerzspezialist: einer, der zuhören kann, dem Leiden auf den Grund geht. Und doch ist er unvorbereitet, als ihn sein alter Freund und Mentor André anruft und, todkrank, um eine andere Art von Hilfe bittet. Und darum, ihn noch einmal anzuhören, seine Geschichte zu bewahren. Bald spricht sich herum, dass da jemand Menschen hilft, aus eigener Entscheidung zu gehen, schmerzfrei und ohne Angst. Der Arzt hat die Gabe einer unfehlbaren Erinnerung, ein zweischneidiges Talent. Und so schreibt er die Geschichten auf: um sich von ihnen zu befreien und als Vermächtnis. Die von dem Mann mit dem gebrochenen Herzen. Die von Louise, die zu lange ein altes Familiengeheimnis gehütet hat. Und seine eigene, die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Ein kurzer, dichter Roman von berührender Kraft, der uns, über ein Kaleidoskop unterschiedlichster Lebensentscheidungen, mit einer Grundfrage des Lebens konfrontiert: wie wir es mit dem Sterben halten wollen.

Stöbern in Romane

Das Haus ohne Männer

Anfangs war ich doch verwirrt &skeptisch, aber im Laufe der Geschichte war die Verbindung der Frauen sehr wichtig. Ich liebe es.

Glitterbooklisa

Acht Berge

Welch ein berührendes Buch, das alle Fragen des Lebens so eindringlich und schön gearbeitet verhandelt - ein ganz große Empfehlung!

hundertwasser

Und jetzt auch noch Liebe

Eine gute Geschichte, an manchen Stellen etwas unrealistisch.

Traubenbaer

Lügnerin

Ein tolles Buch, ein merkwürdiges Ende

naninka

Birthday Girl

3.5 Sterne

AlinchenBienchen

Underground Railroad

Eine grandios geschriebene Abrechnung!

RubyKairo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Martin Wincklers kurzer Roman geht unter die Haut

    Es wird leicht, du wirst sehen

    WinfriedStanzick

    11. December 2013 um 11:38

      Eigentlich heißt er Marc Zaffran, lebt nach vielen Jahren, die er als Landarzt in Frankreich verbrachte (vgl. auch sein erfolgreich verfilmtes Buch über den „Doktor Bruno Sachs“) mittlerweile in Kanada, arbeitet aushilfsweise weiter als Arzt in einer Klinik, widmet sich aber hauptberuflich dem Schreiben und Übersetzen.   Die Rede ist von Martin Winckler, dessen neuer bei Kunstmann erschienener Roman hier anzuzeigen ist. Obwohl es keinerlei autobiographische Zusammenhänge zu geben scheint, ist die erzählende Hauptperson wieder ein Arzt. Mit ihm, er gibt ihm den Namen Emmanuel Zacks und stellt das Buch schon dadurch in die Reihe seiner früheren Romane, geht es Winckler um die Frage, was mit dem hippokratischen Eid eines Arztes geschieht, wenn ein Patient nach allen medizinischen Befunden nicht mehr zu retten ist, und dieser selbst einen Arzt um Unterstützung beim Sterben bittet.   In kurzen Episoden, manchmal nur wenige schmale Seiten lang, erzählt Emmanuel Zacks von seinem Leben, seinem Weg zum Arztberuf und wie er, als seine Mutter starb, versäumte sie zum Reden über das, was sie bewegte zu ermutigen. Nachdem der mit einem geradezu fotografischen Gedächtnis ausgestattete Zacks eine Zeit lang Schwangerschaftsabbrüche vornahm, wechselt er, unzufrieden damit, in die Schmerztherapie. Er besitzt ein außergewöhnliches Mitgefühl, er spürt sozusagen die Schmerzen seiner Patienten selbst. Das bringt ihn zwar den Menschen sehr nahe, näher, als er es manches Mal ertragen kann, aber es führt auch zu Konflikten mit der Leitung des Krankenhauses. Denn gerade die zum Himmel schreienden Verhältnisse in den Abteilungen, in die Menschen zum Sterben gebracht werden, rufen seinen Widerspruch hervor.   Als der ehemalige Kollege Andre, der Emmanuel als sensiblen Mediziner schätzt, sich an ihn wendet, ist er todkrank und will nicht mehr leben. Zu Emmanuel sagt er: „Es wird leicht, du wirst sehen.“ Er wird der erste in einer langen Reihe von Menschen sein, die sich von Emmanuel Hilfe erhoffen. Hilfe, die zunächst darin besteht, dass er manchmal viele Stunden bei ihnen bleibt, und ihnen zuhört. Die Todgeweihten wollen sich erleichtern, erzählen von problematischen Situationen in ihrem Leben, von Versagen und Schuld. All das, von dem sie glauben, es ihren nächsten Familienangehörigen nicht zumuten zu können. Wie in einem religiösen Beichtgespräch suchen all diese Menschen, die Emmanuel gegenseitig weiterempfehlen so etwas wie Erlösung, bevor sie sterben, meist mit Hilfe und Unterstützung von Emmanuel.   Doch kann man aus Menschlichkeit töten? Für Emmanuel Zacks ist diese Frage auf eine für den Leser stellenweise verstörende Weise klar. Jedenfalls so lange, bis er Nora kennenlernt und sein Leben eine ganz andere Wendung nimmt…   Martin Wincklers kurzer Roman geht unter die Haut. Er verführt zu schneller Zustimmung zu dem, was die Hauptperson tut, und legt doch immer wieder Spuren aus, auf denen der Widerspruch gehen kann. Denn es bleibt einer der drängendsten Fragen: darf ein Arzt oder irgendwer sonst einem Menschen auf dessen Wunsch zum Sterben verhelfen?   „Es wird leicht, du wirst sehen“ ist aber nicht nur ein Roman über ein umstrittenes ethisches Thema, sondern auch eine ungewöhnliche und sehr bewegende Liebesgeschichte.                 .    

    Mehr
  • Überraschend anders..

    Es wird leicht, du wirst sehen

    Rebel_Heart

    16. November 2013 um 20:07

    Auch bei diesem Buch gilt mein Dank dem Kunstmann - Verlag welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Besonders angesprochen haben mich hierbei das schlichte Cover mit dem einsamen Schmetterling und der Klappentext, durch welchen ich auf ein gefühlvolles, interessantes Buch gehofft habe. Aber hat es auch wirklich gehalten, was ich mir vorgestellt habe.. Lest doch einfach selbst. Dieses Buch beschreibt das Leben von Emmanuell Zacks. Durch den Tod siener Katze, welchen er quasi mitangesehen hat, beginnt seine Laufbahn als Arzt. Seine Höhen und Tiefen beschreibt der Arzt selbst in der Ich - Perspektive, lässt den Leser hautnahm an dem teilhaben, was er auf dem Weg seines Lebens erlebt und fühlt. Hauptthema des Buches ist die Sterbehilfe. In Deutschland ein umstrittenes Thema, behandelt der Emmanuell Zacks das Thema in Form von Aufzeichnungen. Schriftlichen Aufzeichnungen der Erfahrungen, die er selbst im Laufe der Zeit in Verbindung mit dem Thema Sterbehilfe gemacht hat. Es regt durchaus zum Nachdenken an, es regt durchaus dazu an, darüber nachzudenken, wie man selbst zu dem Thema Sterbehilfe steht.  Seine ganzen Erzählungen und Erinnerungen werden von seinem Privatleben begleitet. Der Leser erfährt etwas darüber, warum er noch immer keine Frau gefunden hat, was ihm wirklich in seinem Leben zu fehlen scheint und alles ist verbunden mit den Erinnerungen, die er mit dem Leser zu teilen versucht. Das Ende hat mich durchaus ein wenig überrascht und auch der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich sogar daran.  Vielleicht wird sich der eine oder andere nach dem Buch fragen, wie er mit dem Thema wirklich umgeht, wieviel Vertrauen er wirklich zu seinem Arzt hat, vielleicht wird jemand anderes aber auch wieder denken, dass es einfach nur reine Fiktion ist, ein Buch eben.  Ich fand es zwar etwas schwieriger zu lesen, aber dennoch hat es einen gewissen Eindruck hinterlassen.  3,5/5 Herbstblätter. ( mit Tendenz zur 4)

    Mehr
  • Es Wird leicht, du wirst sehen

    Es wird leicht, du wirst sehen

    Wurm200

    24. September 2013 um 18:26

    Martin Winckler Es Wird leicht, du wirst sehen Kunstmann Autor: Martin Winckler ist Arzt, Übersetzer und Autor. Bekanntheit erlangte der 1955, in Algerien geborene Autor durch sein Buch „La maladie de Sachs“, weclhes verfilmt und in 14 Länder verkauft wurde. Ich fange diesmal direkt an und lasse die Katze aus dem Sack, dieses Buch ist ein absolutes MUSS für einen jeden Buchliebhaber. Dabei befasst sich das Buch von Martin Winckler mit einem sehr kritischen Thema, nämlich der Sterbehilfe, für mich ein absoluter Pluspunkt, da dieses Thema selten aufgegriffen wird. Komme ich zum Inhalt, welcher sich sehr schnell erzählen lässt: Ein Arzt wird mit der Sterbehilfe konfronriert und beginnt seine Gefühle, Ansichten und auch Aussagen der „Patienten“ zu Papier zu bringen. Dabei beschäftigt sich das Buch genau mit diesen Aufzeichnungen, denn der Arzt erzählt das ganze Buch über, genau über jeden seiner Fälle. Selten schafft es ein Buch mich derart zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen, wie es dieses Buch getan hat, Die 159 Seiten habe ich innerhalb eines Tages förmlich „verschlungen“ , dabei immer mit den Gedanken im Kopf, was meine Einstellung zur Sterbehilfe angeht. Komme ich wie immer auch kurz auf das Cover zu sprechen, welches sehr schlicht aber dafür auch 100% passend zum Buch ist. Die Farbgebung ist dabei Weiß und grau, und stellt ein Fenster dar, an welchem Regentropfen zu sehen sind, lediglich eine kleine Motte ziert das Cover. Also schon das Cover regt sehr zum nachdenken an. Fazit: Gutes Buch mit tollem Thema, was soll ich da mehr sagen als KAUFEN. Euch erwartet ein sehr tolles und bewegendes Buch, welches mit 17 Euro wirklich nicht die Welt kostet.  Titel: Es wird leicht, du wirst sehen Autor: Martin Winckler Verlag: Kunstmann Preis: 16,65 ISBN  978-3-88897-863-0 Ps: Einen großen Dank an den Verlag "Kunstmann" für die Bereistellung des Buches. MfG Wurm200

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks