Martin Zinggl

 4.9 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Gebrauchsanweisung für Lissabon, Lesereise Nepal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martin Zinggl

Martin Zinggl, 1983 in Wien geboren, reist als Reporter, Fotograf und Filmemacher durch die Welt. Mit vierundzwanzig Jahren forschte der Ethnologe auf einer abgelegenen Insel im Südpazifik und entdeckte dort das Schreiben für sich. Mit »Ärzte ohne Grenzen« besuchte er diverse Krisengebiete, von denen er berichtete. Seine Reportagen erscheinen u. a. in GEO, Spiegel Online und Al Jazeera. 2013 wurde sein Erstlingswerk »Warum nicht Mariazell? Als Ethnologe in Tuvalu« veröffentlicht, es folgten »Lesereise Nepal. Im Land der stillen Helden« und »Lesereise Lissabon. In der Wehmut liegt die Kraft«. Wenn er nicht unterwegs ist, lebt der Autor in Wien.www.martinzinggl.com

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martin Zinggl

Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Lissabon (ISBN: 9783492277419)

Gebrauchsanweisung für Lissabon

 (13)
Erschienen am 02.06.2020
Cover des Buches Lesereise Nepal (ISBN: 9783711710697)

Lesereise Nepal

 (3)
Erschienen am 04.07.2016
Cover des Buches Lesereise Lissabon (ISBN: 9783711710765)

Lesereise Lissabon

 (1)
Erschienen am 26.06.2017

Neue Rezensionen zu Martin Zinggl

Neu

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Lissabon" von Martin Zinggl

Fado, Stockfisch, Pastéis de nata…aber auch so viel mehr!
Buechergartenvor 2 Monaten

》INHALT:

Martin Zinggl besuchte vor über 15 Jahren erstmals Lissabon und kehrt seitdem immer wieder in die Hauptstadt der Kachelkunst zurück. Er nimmt uns mit über den Tejo, zu den miradouros mit dem besten Ausblick und auf eine Fahrt mit der legendären Elektrotram 28E. Er lüftet das Geheimnis salzgetrockneten Kabeljaus, erzählt vom strengen Regiment der Kellner und beschwört die melancholischen Klänge des Fado herauf. Im Zeichen von »We hate Tourism« führt er uns an Plätze, die keine Touristenattraktionen sind, und ins Lissabonner Umland: an den Hausstrand, ins James-Bond-Hotel von Estoril und in den Märchenwald von Sintra. Doch keine Sorge: Egal, wohin es geht, das nächste pastel de nata ist nicht weit!

 

》EIGENE MEINUNG:

„Wo Licht hinfällt, kann sich Schatten breitmachen. So ist diese Metropole sicher nicht perfekt und strebt dies auch nicht an. Doch sie und ihre Bewohner entzücken gerade deshalb, weil sie manchmal so verschroben und sonderbar sind. Genau darum muss hier nichts schöngeredet werden.“

Lissabon ist seit längerem eine Stadt, die ich unheimlich gerne besuchen würde. In diesem Zuge ist mir das farbenfrohe Azulejo-Cover von „Gebrauchsanweisung für Lissabon“ geradezu ins Auge gesprungen und ich habe die Reihe „Gebrauchsanweisung für…“ (ca. 150 Bücher) von PIPER entdeckt:

„In den Büchern geht es weniger um klassische Sehenswürdigkeiten, sondern mehr um Mentalitäten und Klischees. Der augenzwinkernde Titel „Gebrauchsanweisung für … “ hat sich längst durchgesetzt, der Name wird vom Leser als Gütesiegel für literarische Reiseführer wahrgenommen.“ (PIPER)

In „Gebrauchsanweisung für Lissabon“ erhält man die reflektierte Präsentation dieser Stadt durch die Augen von Martin Zinggl – und dies liest sich teilweise wie ein Roman! Aufrichtig, mit Herz und echter Faszination, geprägt durch persönlich Erlebtes, nicht durch die rosa-rote Touristen- oder Influencer-Brille. Der Blick hinter die Kulissen ist empathisch, bei mir ist jedoch immer etwas Abstand zum Autor geblieben. Er schenkt uns einen Einblick in das Leben in Lissabon – nicht nur aus der Sicht einer Reise, sondern auch als zeitweiser Wohnort des Autors. Dabei ist es kein typischer Reiseführer, enthält verpackt aber viel Wissen und auch eine Menge wertvoller Tipps und Tricks.

Vorgestellt werden die vielfältigen Facetten einer faszinierenden Stadt: Themen wie Anreise, Örtlichkeiten, öffentl. Verkehrsmittel, Wohnraum, Lebenart, Sprache, Geschichtliches, Sehenswürdigkeiten, wichtige Persönlichkeiten, Traditionen, Genuss, Kultur, Surfen, Fado, Fußball…und auch ganz private und spontane Situationen des Autors bzw. Treffen mit Lissabonern, sind in kurze, erzählende Kapitel verpackt. Das Buch kann besonders punkten, wenn Menschen vorgestellt werden, wie die alte Kacheln restaurierende Kunsthistorikerin, der Hotelanstellte aus Estoril, der schon zum Dreh des James Bond Films „Casino Royale“ eine Statistenrolle inne hatte oder ein alter Schuhputzer. Am wenigsten gepackt haben mich die Abschnitte zu Kneipenächten, Liebeskummer und Lebenskrisen des Autors.

 

》FAZIT:

Ein tolles Buch zur Reisevorbereitung, für alle die Lissabon bereits kennen und auch für diejenigen, die sich einfach ein bisschen von Fernweh treiben lassen wollen. Informativ und gleichzeitig unterhaltsam! Leider nicht bebildert.

(4,5 Sterne)

Kommentare: 10
23
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I

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Lissabon" von Martin Zinggl

Blick hinter die Kulissen einer faszinierenden Stadt
innuendovor 2 Monaten

Ich habe das Buch als Geschenk für meine Mutter gekauft und auch selbst gelesen - es hat uns beiden sehr gut gefallen! Kein Reiseführer im klassischen Sinne (diesbezüglich findet man die aktuellsten Informationen wohl am besten online), sondern eine sympathisch geschriebene Sammlung von Einblicken und Schnappschüssen des Lebens in Lissabon, die weit über die "typischen Touristen-Hotspots" hinausreicht. Schöne Lektüre für Lissabon-Liebhaber und -Neulinge!

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Lissabon" von Martin Zinggl

Interessante Einblicke
Sikalvor 2 Monaten

Der Autor Martin Zinggl zeigt mit dieser Gebrauchsanweisung einen Rundum-Blick auf Lissabon. Er lässt uns eintauchen in Licht und Schatten, Kunst und Kultur, Natur, Landschaft und die Fußballleidenschaft.

 

Mittlerweile zählt Lissabon wohl zu den beliebtesten Destinationen Europas. Dass die Bewohner dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten, versteht sich von selbst. Der Autor gibt uns hier jedenfalls interessante Einblicke in Themen, die die Stadt ausmachen. Wir begleiten ihn beim Surfen oder bei einem Straßenfest. Er erzählt uns über die „laissez-faire-Haltung“ der Bewohner, über Wohnungen, die Durchhaltevermögen beim Mieter erfordern. Man erfährt einiges über die Haltung der Kellner, über Fado, Geschäftsverhalten, Spezialitäten oder wie man der Elektrotram 28E ausweicht.

 

Mit Humor erzählt Martin Zinggl über die Lebenseinstellung der Portugiesen und wie man als Mitteleuropäer lernt damit umzugehen. Immerhin kann er bereits auf eine 15-jährige Lissabon-Erfahrung zurückblicken – und immer noch ist er begeistert von der Stadt, wie man hier lesen kann. Und mit seiner Begeisterung reißt er den Leser mit und man meint, mit ihm durch die engen, teilweise rutschigen oder auch steilen Gassen zu flanieren.

 

Das Buch lässt mich nun mit einer gewissen Wehmut zurück – am liebsten würde ich gleich die Koffer packen. Doch so weiß ich nun zumindest, welches Reiseziel unbedingt noch auf die Urlaubsliste gehört. Gerne vergebe ich für diesen Ausflug 5 Sterne.

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