Martin von Arndt

 4.4 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor von Tage der Nemesis, Rattenlinien und weiteren Büchern.
Martin von Arndt

Lebenslauf von Martin von Arndt

Martin Arndt wurde 1968 als Sohn ungarischer Eltern in Ludwigsburg geboren. Er hat Religionswissenschaft, Germanistik und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg studiert. Er lebt heute als Freier Schriftsteller, Musiker und Dozent in der Erwachsenenbildung in der Nähe von Stuttgart, in Essen und Pécs (Ungarn). Martin Arndt ist Stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg, und Mitglied im Förderkreis deutscher Schriftsteller. Für seinen Roman "Der Tod ist ein Postmann mit Hut " hat Martin Arndt die Goldmedaille beim "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen.

Neue Bücher

Sojus

Erscheint am 26.02.2019 als Hardcover bei ars vivendi.

Alle Bücher von Martin von Arndt

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Tage der Nemesis

Tage der Nemesis

 (20)
Erschienen am 01.04.2014
Rattenlinien

Rattenlinien

 (19)
Erschienen am 24.10.2016
Der Tod ist ein Postmann mit Hut

Der Tod ist ein Postmann mit Hut

 (15)
Erschienen am 31.08.2009
Oktoberplatz

Oktoberplatz

 (4)
Erschienen am 27.02.2012
ego shooter

ego shooter

 (3)
Erschienen am 27.02.2007
Der 40. Tag vor Sophienlund

Der 40. Tag vor Sophienlund

 (0)
Erschienen am 01.01.2008
Wir vom Jahrgang 1968 - Kindheit und Jugend

Wir vom Jahrgang 1968 - Kindheit und Jugend

 (0)
Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Martin von Arndt

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Rezension zu "Rattenlinien" von Martin von Arndt

Da baut sich was auf: Martin von Arndt und sein neuer historischer Roman
Widmar-Puhlvor 2 Jahren

Martin von Arndts Roman "Rattenlinien": ein tolles Stück historischer Literatur über Nazi-Fluchtrouten in den Alpen nach dem Zweiten Weltkrieg. Hervorragend recherchiert, spannend gebaut und ausgezeichnet geschrieben. Es ist der zweite Roman mit der Hauptfigur des Kommissars Andreas Eckart, der im Ersten Weltkrieg im Schützengraben als Verschütteter traumatisiert wurde und in Berlin bei der Kripo ist.
War der erste Fall rund um eine Gruppe "Nemesis" gebaut, die in Berlin vor der Machtergreifung der Nazis Fememorde an geflüchteten Verantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern aus dem Jahr 1915 beging, so spielt der zweite Fall nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit diesem traumatisierten Helden, der keiner ist und als halber Italiener den Irrsinn des Nationalismus kennt, der aber aus seinen Schwächen manchmal auch Stärken macht, zieht er in den Kampf gegen führende Nazis, die sich unerkannt absetzen wollen.
Geschrieben ist das Ganze wieder enorm spannend, mit Witz, Bosheit und wo nötig auch Schärfe in Urteil und Ton. Die Redeweise von kroatischen Ustascha-Leuten, die Arroganz führender US-Geheimdienstleute beim Umdrehen gegnerischer "Fachkräfte" gegen Kommunisten und das hinterhältige Verheizen der eigenen Leute - das kommt alles dermaßen realistisch daher, dass wir uns fröstelnd an die üblen Praktiken CIA und NSA oder an das Auftreten aktueller Neonazis erinnern. Tatsache ist: Damals wurden die Grundlagen für die heutigen Widersprüche in der US-Spionage geschaffen.
Kaum weniger realistisch die Sprache des Monsignore im Vatikan, der salbungsvoll seine Fluchhilfe-Organisation für SS-Leute als "Rettung verirrter, bekehrter Seelen" schönredet und aggressiv wird, als ihn der Ermittler mit den Fallzahlen und dem Schweigen des Papstes zur Judenverfolgung konfrontiert.
Eckarts Verbitterung angesichts solcher Heuchelei ist ebenso ansteckend wie im Fall der US-Führungsoffiziere. Als die aber den meistgesuchten SS-Flüchtling zwei Mal entkommen lassen, weil sie ihn gegen kommunistische Regimes einsetzen wollen, nimmt der Fall eine überraschende Wendung. Eckart entdeckt, dass sein italienischer Kollege ein amerikanisch-israelischer Doppelagent ist, und beide wechseln die Seiten, um ihr Ziel doch noch zu erreichen und den Oberschweinehund nach Palästine zu entführen.
Die Doku-Fiction mit belastbaren, gut recherchierten Fakten und einem dramaturgisch dichten Plot scheint die literarische Form zu sein, die von Arndt besonders gut liegt. Da baut sich was auf im besten Sinne.

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Rezension zu "Rattenlinien" von Martin von Arndt

Rattenlinien
buecherwurm1310vor 2 Jahren

Der zweite Weltkrieg ist noch nicht lange zu Ende und Kriegsverbrecher versuchen sich über die Rattenlinien abzusetzen. Der ehemalige Polizist Andreas Eckart ist vor Kriegsbeginn in die USA geflohen und bekommt den Amerikanern den Auftrag, mit einem Kommando sich auf die Jagd nach derartigen Flüchtlingen zu machen.

Ich hatte schon früher von den Rattenlinien gehört, aber so ganz genau wusste ich darüber nicht Bescheid. Daher hat mich das Buch gleich interessiert. Wer befürchtete, dass er von den Alliierten für seine Taten während des NS-Regimes belangt würde, versuchte sich über die Alpen zunächst nach Italien und von dort aus nach Übersee abzusetzen. Erschütternd fand ich es, wieviel Unterstützung die Flüchtigen erhielten, sogar von der katholischen Kirche.

Dem Autor gelingt es exzellent, gut recherchierte historische Fakten in diesen Thriller einzuarbeiten. Herausgekommen ist ein Buch, das sehr spannend und informativ zugleich ist.  

Andreas Eckart hat eigentlich keine Lust auf die Aufgabe, die da an ihn herangetragen wird, denn er ist nicht mehr der Jüngste. Da die Amerikaner aber auch hinter seinem ehemaligen Kollegen und Rivalen Gerhard Wagner, den „Schlächter von Baranawitschy“ her sind, schließt er sich doch dem Kommando an. Auch mit dabei ist Special Agent Dan Vanuzzi, der gerne sein eigenes Ding durchzieht. Aber mir waren beiden Männer sympathisch. Während ihrer Jagd macht ihnen das Wetter mächtig zu schaffen, aber das ist nicht das einzige Problem, dem sie sich ausgesetzt sehen. Der Geheimdienst scheint eigene Interessen zu verfolgen und ist in seiner Vorgehensweise nicht gerade zimperlich.

Die Nachwirkungen des Krieges sind allerorts noch zu spüren und die Menschen sind abgestumpft und misstrauisch.

Es ist keine leichte Kost, die in diesem Buch präsentiert wird. Daher musste ich das Buch auch immer mal wieder beiseitelegen, um das Gelesene zu überdenken.

Ich kann diesen komplexen historischen Thriller nur empfehlen.

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Rezension zu "Rattenlinien" von Martin von Arndt

Hervorragend recherchierter und raffiniert konstruierter Polit-Krimi
louella2209vor 2 Jahren

Inhalt:

Nazi-Verbrecher treten scharenweise die Flucht über die sogenannten „Rattenlinien“ an, um sich in die entferntesten Winkeln abzusetzen. Sie entgehen somit der juristischen Verfolgung durch die Alliierten. Andreas Eckart, der sich nach seinem Dienst bei der Berliner Kripo, in die USA abgesetzt hat, wird von einem amerikanischen Spezialkommando auf den „Schlächter von Baranawitschy“ Gerhard Wagner angesetzt. Er soll seine Flucht über die Alpen verhindern und ausliefern. Ihm wird dabei der Agent Dan Vanuzzi an die Seite gestellt. Ein undurchschaubarer Kollege, mit seiner ganz eigenen Geschichte, der sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Ihre Zusammenarbeit lässt anfangs zu wünschen übrig. Vanuzzi klinkt sich immer wieder aus und Eckart ermittelt, bei der Suche nach Wagner, vermehrt auf eigene Faust. Die Spur führt die beiden zu einem mysteriösen Kloster und bald macht den Agenten nicht nur der Jahrhundertwinter zu schaffen. Sie geraten zwischen die Fronten und nehmen eine unfreiwillige Rolle in einem falschen Spiel ein.

Meine Meinung:

Die Fluchtroute über die Alpen nach Italien, um dann nach Übersee zu gelangen, wird auch als die „Rattenlinien“ bezeichnet und wurde nach Kriegsende von vielen hochrangigen Nazis genutzt. Sogar die katholische Kirche war involviert und unterstützte Nazi-Verbrecher bei dem Versuch sich abzusetzen. Die „Rattenlinien“ waren mir schon vorher oberflächlich ein Begriff, jedoch ohne mich näher mit dem Inhalt zu befassen. Ein Grund, den Roman von Martin von Arndt unbedingt lesen zu müssen und meine hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Das dunkle Kapitel deutscher Geschichte thematisiert der Autor Martin von Arndt in seinem spannenden und tiefgründigen Polit-Krimi, der mit akribischer Recherche versehen ist und dabei auf hohem Niveau unterhält. Sein Schreibstil besticht mit rauer Geradlinigkeit und er verleiht seinen Protagonisten ein unwiderstehlich sprödes Charisma.

Zeitgeschichtliche Fakten werden informativ verpackt in die Geschichte verwoben. Darin versteht sich Martin von Arndt wie kein zweiter. Er legt den Finger in eine Wunde, die niemals verschlossen werden darf und erschüttert die moralischen Werte des Westens und der Kirche in seinen Grundfesten.

Ein Roman, der aus der breiten Masse heraus sticht und die volle Aufmerksamkeit des Lesers verdient. Ich hoffe auf viele weitere Romane des Autors.

5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Gespräche aus der Community

Neu
Nehmt mit dem ehemaligen Kommissar Andreas Eckart eine rasante Verfolgungsjagd im zerstörten Nachkriegseuropa um 1946 auf! Immer im Visier: Naziverbrecher auf der Flucht über die Alpen in die Freiheit.
 
Auch unser Autor Martin von Arndt wird an der exklusiven Leserunde teilnehmen und steht Rede und Antwort zu seinem brandneuen Politthriller »Rattenlinien«.

Zum Buch: Europa 1946. Der Kontinent liegt in Schutt und Asche, und einer der entsetzlichsten Hungerwinter des Jahrhunderts wirft seine Schatten voraus. Die deutschen Mörder versuchen sich auf den sogenannten »Rattenlinien« über die Alpen und Italien nach Übersee abzusetzen. Andreas Eckart, in der Weimarer Republik bei der Berliner Kripo und später in die USA geflohen, wird von einem Spezialkommando der Amerikaner angeheuert, Jagd auf flüchtige Kriegsverbrecher zu machen – schließlich konnte Eckart früher wertvolle Erfahrungen im Naziabwehrkampf sammeln und spricht perfekt Italienisch. Zunächst zögert der traumatisierte und in die Jahre gekommene Exkommissar – doch schnell wird klar, dass die Amerikaner seinen ehemaligen Kollegen und Rivalen Wagner, den »Schlächter von Baranawitschy«, im Visier haben. Die Spur führt zu einem geheimnisvollen Kloster in den Alpen ...

Für unsere hochspannende vorweihnatliche Leserunde verlosen wir wieder 20 Rezensionsexemplare des neuen Kriminalromans »Rattenlinien« vom Thaddäus-Troll-Preis-Gewinner Martin von Arndt.

Und so einfach geht's!

Beantwortet folgende Frage bis zum 12. Dezember 2016, gewinnt euer persönliches Exemplar und werdet Teil unserer letzten Leserunde in diesem Jahr.

Was an Martin von Arndts neuem Buch »Rattenlinien« weckt eure Leselust sofort? 

Wir vom ars vivendi verlag freuen uns auf eine spannende und anregende Leserunde mit euch.

Für die Neugierigen unter euch geht es hier vorab zur Leseprobe: http://www.arsvivendi.com/Files/PDF/9783869137247-Rattenlinien.pdf
 
Letzter Beitrag von  buecherwurm1310vor 2 Jahren
Zur Leserunde
Auf Rache sinnende Opfer, zerrissene Charaktere und grausame geschichtliche Ereignisse: Dieser Politthriller überzeugt mit atemloser Spannung und erschütternden Staatsaffären vor dem Hintergrund eines gespaltenen Europas in den 20er Jahren. Kommissar Eckart ermittelt rund um den Mord an einem ehemaligen türkischen Staatsoberhaupt.

Dieses Buch ist für alle, die sich gerne mal von einem packenden Roman mit politischen Winkelzügen und historischem Hintergrund gefangen nehmen lassen. »Doku-Fiction« nennt das der Autor Martin von Arndt, und entführt uns in eine lesenswerte mörderische Halb-Realität.

Hörprobe (statt Leseprobe)

Zu diesem Titel aus dem ars vivendi verlag startet ab sofort eine Leserunde und ihr könnt 15 signierte Bücher gewinnen. Mein Name ist Isa, ich arbeite im ars vivendi verlag und werde diese Leserunde begleiten.

Außerdem ist auch der Autor Martin von Arndt mit von der Partie. Unter der Rubrik »Fragen an den Autor« könnt ihr sammeln, was ihr zum Roman oder zum Autor wissen möchtet. Die Fragen werden dann gegen Ende der Leserunde von Martin von Arndt beantwortet.

Natürlich machen wir das Ganze nicht nur aus Spaß, deshalb hätte ich hier gleich zu Anfang noch eine Bitte: Es wäre schön, wenn ihr eure abschließenden Rezensionen auch weiter auf anderen Plattformen streuen könntet. Danke.

Kommen wir zu euch! Bewerben kann sich natürlich jeder, bei mehr Bewerbungen als Büchern wird ganz altmodisch ausgelost. Spannender für mich ist eure Bewerbung natürlich wenn ihr mir noch eine Frage beantwortet:

Wolltet ihr oder habt ihr euch schon mal an jemandem gerächt? Und wofür? Ist Rache jemals gerechtfertigt? Was denkt ihr?

Dann freue ich mich auf viele unterschiedliche Leser und auf eine rege Leserunde!

Viele Grüße,
Isa aus dem ars vivendi verlag
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Martin von Arndt im Netz:

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