Martin von Arndt Der Tod ist ein Postmann mit Hut

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Inhaltsangabe zu „Der Tod ist ein Postmann mit Hut“ von Martin von Arndt

Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibebrief? Und was will ihm der Absender damit sagen? Gibt es etwa ein dunkles Geheimnis in seiner eigenen Vergangenheit oder in seiner Familie?
Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio, der seit Jahren davon lebt, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten: »Smells like teen spirit.
Mit Geschmacksverstärker.« Julio beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Es wird eine Reise, die ihn auf sich selbst zurückwirft, sein Leben ziemlich durcheinander schüttelt.
»Ich habe den ›Postmann mit Hut‹ in einem Rutsch gelesen, derartig mitreißend ist er geschrieben. Eine Engführung von Spannung und Rätselhaftigkeit, von kriminalistischem Plot und existentiellem Verlorensein – und eben das gelingt diesem Roman. Er hat mit der Idee der leeren, unbeschriebenen Briefe ein Inbild für Unaussprechliches gefunden. Und das gelingt nur selten einem literarischen Werk, das gelingt nur einmal alle paar Jahre...«
Joachim Zelter

Elke Heidenreich ist schwer begeistert aber ich werde mit dem Buch irgendwie nicht warm (aber die Playlist am Ende des Buches ist toll).

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Die Bedeutung der ungesagt Worte

    Der Tod ist ein Postmann mit Hut

    CarolinHafen

    24. March 2015 um 18:21

    Irgendein schlauer Autor, ich glaube es war Arno Geiger, aber sicher bin ich mir nicht, hat einmal gesagt: Jede Geschichte sollte von der Einsamkeit des Einzelnen handeln. Ganz spontan brachte ich dem Mann all meine Sympathie und all mein Ja entgegen. Mit diesem Satz im Hinterkopf bekam ich „Der Tod ist ein Postmann mit Hut“ in die Hände. Jetzt bin ich ein ganz klein wenig in Julio verliebt, obwohl er ein tapsiger, unbeholfener Pandabär ist, der gerade feststeckt, in seinem Leben. Julio ist, um es nett zu formulieren, ein Verlierertyp, der diesen Umstand auch noch irgendwie gut findet. Er trauert seiner geschiedenen Frau nach, er lebt mit einem Stoff-Pandabären (!) und all den Fotos seiner vergangenen Ehe in seiner Wohnung, verdient sein Geld mit Musik, ohne je groß Karriere zu machen. Er denkt über seine tote Mutter nach, an die Vorwürfe, und an den Selbstmörder-Vater. Das einzig Interessante in seinem Leben ist immer der erste Mittwoch im Monat, wenn er Post bekommt. Ein leeres Einschreiben ohne Absender. Monat für Monat. Julio beginnt zu forschen, wer schickt ihm die leeren Seiten, was soll das bedeuten? Im Zuge seiner Nachforschungen freundet er sich mit einem Nachbarn an, dem sympathischsten Grantler den ich je kennen gelernt habe. Der Mann hat mir mehrfach ein herzhaftes Lachen entlockt. Koloman, der Grantler und Julio wollen dem Rätsel gemeinsam auf die Spur kommen. Der Grantler ein bisschen mehr, als Julio. Und während sie suchen und forschen, verändert sich Julio. Nicht im großen Stil, das hier ist kein MTV Make over. Im Kleinen, ganz langsam.  Es wäre an dieser Stelle zu viel verraten, wenn ich schriebe, ob Julio es schafft, diesen einen Schritt zu tun, auf das Leben zu, auf sich  – es ist auch unerheblich. Ich mag Julio, ich mag den Grantler und seinen Hund Tadzio. Mir kommt es so vor, als würden mich die Figuren an der Hand nehmen, und an der Suche beteiligen. Ich mag die Details der Geschichte, die Echtheit der Figuren, ihre Sprechweise, ihre Art – ganz, als würde ich sie kennen. Ich mag die Bedeutung der ungesagten Worte.

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  • Rezension zu "Der Tod ist ein Postmann mit Hut" von Martin von Arndt

    Der Tod ist ein Postmann mit Hut

    pd17

    06. January 2010 um 14:26

    Der Roman "Der Tod ist ein Postmann mit Hut" ist beileibe kein schlechtes Werk. Er ist tolll geschrieben, allerdings sind manche Sätze sehr verwinkelt. Die Geschichte, dass man plötzlich monatlich einen leeren Brief bekommt, mag zwar nett sein, allerdings fehlt eine Pointe in diesem Buch. Zwar ändert de Protagonist seine Einstellung zum Leben von Grund auf, allerdings wird nicht wiklich aufgeklärt, von wem die Briefe gesendet werden, da der Protagonist meint, dass er sich die von den Briefen ausgehende Drohung für ihn nur vorstelle, denn was ist an einem leeren Brief schon arg? Alles in allem war es kein schlechter Roman, allerdings ist mMn. der Plot noch ausbaufähig.

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  • Rezension zu "Der Tod ist ein Postmann mit Hut" von Martin von Arndt

    Der Tod ist ein Postmann mit Hut

    Tom Paternoster

    09. December 2009 um 14:15

    Ein sehr feiner, stilistisch eleganter Roman über Was-Wäre-Wenn: Was wäre, wenn mir jemand Anonymes von heute auf morgen Briefe schickt, die nur aus einem leeren Blatt bestehen? Und sich das einmal im Monat wiederholt. Wie würde ich dann reagieren? Julio, der Antiheld des Romans, macht sich auf die Suche nach dem Urheber der Briefe, verliert darüber seine Lebenslethargie und erkennt einen ganz neuen Zauber in der Welt. Er findet einen neuen Freund und verliert ihn wieder. Eine Geschichte, die zauberhaft erzählt ist, ohne je kitschig oder sentimental zu werden.

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  • Rezension zu "Der Tod ist ein Postmann mit Hut" von Martin von Arndt

    Der Tod ist ein Postmann mit Hut

    Sascha Schmidt

    25. November 2009 um 20:32

    Zum Inhalt zitiere ich aus dem Klappentext: Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibe-Brief? Und was will ihm der Absender damit sagen? Gibt es etwa ein dunkles Geheimnis in seiner eigenen Vergangenheit oder in seiner Familie? Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio, der seit Jahren davon lebt, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten. Julio beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Es wird eine Reise, die ihn auf sich selbst zurückwirft, sein Leben ordentlich durcheinander schüttelt. Der Tod ist also ein Postmann mit Hut, vordergründig eine Quest nach dem Urheber der eingeschriebenen Drohbriefe, wobei die Briefe sind wohl ein Symbol für das Unaussprechliche oder Ungreifbare sind, das unser Leben nicht nur bedroht, sondern auch erst in Gang bringt (das hat mich ein wenig an Kafka erinnert, aber Kafka ist natürlich noch viel eindringlicher). Es wird aber schnell klar, dass es auch die Geschichte einer Männerfreundschaft ist, die mich ebenso oft zum Lachen gebracht wie zu Tränen gerührt hat. In den eigentlichen Roman ist noch eine Geschichte eingeschoben, in der das Thema der im Hinterhalt lauernden unbenannten Gefahr in einer ziemlich heftigen Boy-meets-Girl-Story variiert wird. Nachdem es mich am Anfang genervt hat, dass mit ihr der Handlungsfaden ständig unterbrochen wird, hat sie mich am Ende total fasziniert (ich finde sie jetzt sogar besser als den eigentlichen Roman). Stil und Sprache dieses Buchs sind eloquent, fast schon melodisch. Trotzdem liest es sich herrlich leicht, wahrscheinlich weil der Roman bei aller Bedrohlichkeit auch richtig komisch ist. Der Autor wird wohl oft mit Wilhelm Genazino verglichen, was nicht ganz falsch ist, aber mich hat die Art, wie das Thema behandelt wird, eher an Paul Auster (Das rote Notizbzch). erinnert oder an Jonathan Safran Foer (Extrem laut). Wer dessen Romane liebt, wird sicher auch diesen lieben.

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