Martina André Flamme von Jamaika

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Inhaltsangabe zu „Flamme von Jamaika“ von Martina André

Er kämpft um seine Freiheit. Beide kämpfen sie um ihre Liebe. Jamaika 1831. Die exotische Karibikinsel steht kurz vor einer Sklavenrebellion, als die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt eine für sie völlig fremde Welt betritt: schwülheißes Klima, Sklavenmärkte, Vodoo-Zauber. Hier will sie den attraktiven Edward Blake heiraten, Sohn und einziger Erbe eines reichen Plantagenbesitzers. Doch ein dunkles Familiengeheimnis und Edwards sittenloses Verhalten lassen sie schon bald an ihrem Glück zweifeln. Bei dem Versuch, Edward und seinem brutalen Vater zu entkommen, gerät Lena in die Fänge einer Rebellenorganisation. Ihr Anführer ist der charismatische Jess. Lenas anfängliche Furcht, wandelt sich in Begehren. Mit Jess erfährt sie zum ersten Mal, was wahre Liebe bedeutet. Und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung: Um ihn zu retten, kehrt sie zurück in die Höhle des Löwen. Drama und Leidenschaft, großes Gefühlskino - von Bestsellerautorin Martina André!

Ein Roman, an dem romantisch veranlagte Leser nicht vorbeigehen dürfen

— Ikopiko
Ikopiko

abgesehen davon dass lena ein dummes und naives etwas ist, das mich extrem genervt hat- eine schöne geschichte

— Misssi
Misssi

Gelungene und spannend geschriebene Kombination aus historischen Roman und Liebesgeschichte!

— mabuerele
mabuerele

Gelungene und spannend geschriebene Kombination aus historischen Roman und Liebesgeschichte!

— mabuerele
mabuerele

„Die Flamme von Jamaika“ ist ein toller historischer Liebesroman. Der sowohl historische Fakten mit einer mitreisenden Liebesgeschichte ver

— nirak03
nirak03

Fazit: Ein farbenprächtiger, praller und spannender Historienroman

— Bellexr
Bellexr

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  • Nah an der Grenze zum Nackenbeißer

    Flamme von Jamaika
    winter-chill

    winter-chill

    29. May 2016 um 15:02

    Rote Blütenblätter, ein halbnacktes Paar in leidenschaftlicher Umarmung – so präsentiert sich das Buchcover von „Flamme von Jamaika“ und gibt auch schon gleich mal einen Vorgeschmack auf das, was einen im Buch erwartet. Denn der historische Roman von Martina André bewegt sich schon sehr nah an der Grenze zum Nackenbeißer: Wir schreiben das Jahr 1831 und treffen auf die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt, sehr hübsch, sehr blond, sehr naiv. Ihr Vater ist auf der Suche nach einem geeigneten Ehemann für sie und die Wahl fällt auf Edward Blake, einziger Erbe eines reichen Plantagebesitzers auf Jamaika. Weil Edward äußerst attraktiv ist und weis, wie man junge, unerfahrene Mädchen bezirzt, verfällt ihm Helena sofort und kann es gar nicht mehr erwarten, die Schiffsreise auf die Karibikinsel anzutreten, um dort seine Frau zu werden. Auf Jamaika angekommen, merkt Helena aber schon bald, dass Edward eigentlich ein ziemlicher Gewalttäter und Egoist ist. Vor allem, wie er mit seinen Sklaven umgeht, macht Helena fassungslos. Als sie versucht, zu fliehen, gerät sie in die Fänge einer Rebellenorganisation. Denn auf der Insel geht es gerade ziemlich rund: Jamaika steht kurz vor einem Sklavenaufstand. Auch Rebellenanführer Jess ist natürlich ein Bild von einem Mann, muskelbepackt, langhaarig, geheimnisvoll und auch noch gebildet – ein echter Revoluzzer eben. Und wie soll man es auch anders erwarten: Helena und Jess verlieben sich unsterblich ineinander. Wer also zu diesem Roman greift, muss sich schon auf eine große Portion Drama und Leidenschaft gefasst machen. Ein weiteres Nackenbeißer-Indiz: Die Charaktere sind extrem schwarz/weiß gezeichnet: Entweder sind sie die größten Scheusale oder Engel auf Erden. Zwischendurch geizt die Autorin nicht mit Sexszenen, bei denen sie sprachlich fast schon ins pornöse abdriftet. Man wird es ahnen: So ganz mein Fall war diese Liebesschmonzette nicht. Dennoch muss ich zugeben, dass mich der Roman gerade am Anfang doch auch auf gewisse Weise unterhalten hat. Historische Grundlage für den Roman ist der Weihnachtsaufstand der Sklaven auf Jamaika im Jahr 1831 unter der Führung von Samuel Sharpe. Über diesen Freiheitskampf der Sklaven erfährt man einiges und generell bringt Martina André die Lebensumstände der Sklaven und auch die Grausamkeit der Sklavenhalterei recht gut rüber. Ränkespiele, Voodoo-Zaubereien und eben die leidenschaftliche Liebegeschichte machen die Geschichte zeitweise recht spannend und man beginnt irgendwann schon ein bisschen mit Helena und Jess mit zu fiebern. Zum Ende hin waren mir die an den Haaren herbeigezogenen und telenovelaartigen Wendungen sowie das ewige Liebesgeturtle dann aber doch etwas zu viel des Guten und ich hab die letzten Seiten dann nur noch überflogen. Im Großen und Ganzen ist dieser Roman nichts, was ich nochmal lesen würde. Wer auf der Suche nach einer spannenden Schmonzette ist, die vor exotischer Kulisse spielt, kann mal einen Blick auf diesen Roman werfen.

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  • Leserkommentare zu Flamme von Jamaika von Martina André

    Flamme von Jamaika
    R.K.

    R.K.

    via eBook 'Flamme von Jamaika'

    Es war ein super spannendes Buch. Kenne alle Deine Bücher. Schreibe weiter. Freue mich schon auf dein nächstes. Mein Favorit war allerdings Dein zweites Buch.vielleicht, weil es auch mit dem Kloster Heisterbach zu tun hatte. Vielen Dank für Deine Romane. R.K.

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  • Flamme von Jamaika

    Flamme von Jamaika
    Ikopiko

    Ikopiko

    22. April 2015 um 13:56

    Helena Huvstedt kommt aus behütetem deutschem Hause. Auf einem Ball lernt sie Edward Blake kennen, einen Plantagenbesitzer aus Jamaika. Sie verliebt sich in diesen attraktiven Mann und heiratet ihn auf Jamaika. Erst dort hat sie die Möglichkeit, hinter Edwards Fassade zu schauen. Was sie dort sieht, ist entsetzlich. Edward und sein Vater behandeln ihre Sklaven wie Vieh. Auch Helena wird nur als Zuchtstute gesehen, die endlich den ersehnten Enkel gebären soll. Gemeinsam mit ihrer Zofe und Freundin Maggie wagt sie einen Fluchtversuch. Doch anstatt auf ein heimreisendes Schiff, gelangt sie in die Hände von Rebellen. Die Rebellen planen die gesamte Insel von der Sklaverei zu befreien und Lena kommt ihnen zum Austausch gegen drei gefangen genommene Sklaven sehr gelegen. Jess, leitender Krieger, bekommt die Aufgabe, Lena bis zum Austausch zu bewachen. Beide verlieben sich sofort ineinander. Eine Beziehung zwischen einer weißen Frau und einem Sklaven ist jedoch undenkbar. Trotzdem können sie nicht voneinander lassen und Lena hofft auf eine gemeinsame Zukunft im fernen Deutschland. Aber Edward lässt sie für nichts in der Welt gehen. Eigentlich sind Liebesromane nicht mein Genre, als aber in einem Bücherforum eine Leserunde zu „Flamme von Jamaika“ angeboten wurde, war ich sofort dabei. Ich wusste, dass mir Bücher von Martina André gefallen werden, egal welchen Genres, da sie stets hervorragend recherchiert und schriftstellerisch erstklassig sind. Die Geschichte Lenas ist spannend. Sie könnte ein gemütliches Leben einer Plantagenherrin führen und sich alles gönnen. Aber den ungerechten Umgang mit den Sklaven kann sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, was von gutem Charakter zeugt. Während ihrer Gefangenschaft bei den Rebellen erfährt sie weitere Greueltaten, die die Weißen den Schwarzen mit einer Selbstverständlichkeit antun. Eine Rückkehr zu Edward erscheint ihr immer unmöglicher. Da ich, wie eingangs erwähnt, kein Fan von Liebesromanen bin, waren für mich die romantischen Momente manchmal zu viel des Guten. Daher gebe ich einen Punkt Abzug.

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  • Kampf gegen die Sklaverei - spannend erzählt

    Flamme von Jamaika
    mabuerele

    mabuerele

    31. December 2013 um 10:16

    Es ist das Jahr 1814. Baba, Sklavin auf der Plantage Redfield Hall auf Jamaika, sucht verzweifelt ihren Sohn Jess. Der 8jährige Junge ist der Sohn des Plantagenbesitzers Lord William Blake. Das hat den aber nicht daran gehindert, den Jungen zu verkaufen. Baba dringt ins Herrenhaus und verflucht die Familie. 17 Jahre sind vergangen. Auf einem Debütantinnenball lernt Lena, die Tochter von Konsul Johann Huvstedt, Sir Edward Blake kennen. Der Mann beeindruckt sie, und sie folgt ihm nach Jamaika. Ihre Gouvernante Maggie begleitet sie. Auf Jamaika muss Lena erleben, dass ihr Mann Edward ihr nicht der charmante Gentleman ist, als den sie ihn kennengelernt hat. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen und exotischen historischen Roman geschrieben. Lena ist eine junge Frau, die aus finanziell sehr guten Verhältnissen stammt. Dort hat sie aber auch gelernt, dass man an weniger Begüterter zu denken hat. Edward Blake ist ein typischer Plantagenbesitzer. Der Fluch der alten Frau zwingt ihn, sich in Europa um ein Mädchen zu bemühen. Der Nachwuchs der Familie soll gesichert werden. Seine Gelüste allerdings tobt er bei den Sklaven aus. Da der Sklavenhandel von der englischen Krone unterbunden wurde, gilt es auf andere Art den Nachwuchs an kostenlosen Arbeitskräften zu sichern. Lena kommt in ein Land im Aufruhr. Vor allem die Mischlinge streben ein Ende der Sklaverei an. Deutlich wird herausgearbeitet, dass es unter ihnen unterschiedliche Ansichten gibt. Während eine Gruppe mit Unterstützung der Baptisten auf einen friedlichen Übergang setzt, wird in den Bergen der bewaffnete Aufstand vorbereitet. Über das Danach aber sind sich die Rebellen nicht einig. Währenddessen nimmt die Brutalität der weißen Siedler gegen die Sklaven zu. Detailgenau und gut recherchiert wird deren Leben auf den Plantagen erzählt. Schon Kinder müssen als sogenannte dritte Kolonie auf den Zuckerrohrfeldern arbeiten. Freiheitskampf und Liebesgeschichte sind die zwei Schwerpunkte, zwischen denen sich die Handlung vollzieht. Der Roman ist spannend geschrieben und lässt sich zügig lesen. Die exotische Landschaft wird in schönen Sprachbildern gemalt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt die Grausamkeit der Sklavenhalterei, aber auch die Schwierigkeiten bei ihrer Beseitigung. Gleichzeitig wurde die Vielschichtigkeit der Bevölkerung Jamaikas und ihre Wünsche und Sehnsüchte deutlich.

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  • Eine Liebe die viele Klippen überwinden muss

    Flamme von Jamaika
    Eliza08

    Eliza08

    20. July 2013 um 19:30

    Die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt betritt eine, ihr ganz neue Welt, als sie zu ihrem Verlobten Edward Blake nach Jamaika reist. Nicht nur die Haltung von Sklaven ist ihr fremd, auch der Voodoo-Zauber und das Plantagenleben. Dennoch glaubt sie immer noch an den Mann ihrer Träume, doch noch am Tag ihrer Hochzeit muss Helena erkennen, dass sie sich in ihrem Mann getäuscht hat. Sie versucht ihrem brutalen und skrupellosen Mann und dessen Vater zu entkommen. Bei ihrer Flucht fällt sie den Rebellen in die Hände, die ihre Chance wittern eine so schöne und angesehene Frau als ihre Geisel zu haben. Ihr Anführer Jess kümmert sich selbst um Helena und aus anfänglicher Abneigung wird Begehren, ja letztlich lernen beide die Liebe kennen. Doch um Jess und den Rebellen helfen zu können, muss Helena zurück zu ihrem Mann, eine folgenschwere Entscheidung wird das Leben aller Beteiligten verändern. Ein Roman voller Dramatik und Leidenschaft vor historischer Kulisse. Dieser Roman ist mehr als „nur“ eine Liebesgeschichte vor historischer und exotischer Kulisse. Martina André neustes Werk hebt sich von ihren bisherigen Büchern deutlich ab, die Autorin hat einen ganz neuen Weg eingeschlagen und überrascht somit ihre Leser aufs Neue. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass der eine oder andere vielleicht auch enttäuscht sein könnte, da er mit anderen Erwartungen an den Roman herangegangen ist. Besonders beeindruckt hat mich die Vielschichtigkeit und Wandlung der Charaktere, die mit der Geschichte reifen und somit zu echten Persönlichkeiten werden. Herauszuheben ist vor allen die Figur der Lena, die mit zunehmendem Wissen auch ihre Haltung und Einstellung ändert und somit sich auch selber eingesteht, einmal falsche Ansichten gehabt zu haben. Die Komplexität der Geschichte, die neben der Liebesgeschichte auch zwei Familiengeschichten erzählt, sowie die Geschichte einer Rebellion, ist bis aufs kleinste Detail gut und glaubhaft angelegt. Der Leser wird im Laufe der Story immer wieder häpchenweise mit historischen Infos „gefüttert“, um den historischen Roman nicht so sehr in den Vordergrund treten zu lassen, dennoch erfährt man portionsweise sehr viel über Jamaika und den Kampf der Rebellen gegen die weißen Herren. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, er hebt sich meiner Meinung nach deutlich von den Love & Landscape-Romanen ab, da er wesentlich mehr historische Infos bietet und  auch politische und gesellschaftliche Fragen aufgreift. Ich kann diesen Roman nur empfehlen, da es wirklich großen Spaß macht, Teil dieser Geschichte zu sein. Ich hoffe, dass Martina André ihrer neuen Richtung zumindest zusätzlich treu bleibt, denn ich würde gerne mehr solch fesselnde Storys lesen.

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  • ein Kampf um Freiheit und um seine Liebe

    Flamme von Jamaika
    ConnyZ.

    ConnyZ.

    14. June 2013 um 00:13

    Ein neues Rezensionsbuch für das “Buch-Magazin” stand an und mein Blick fiel auf “Flamme von Jamaika” von der Autorin Martina André. 704 Seiten, spielend im Zeitraum 1814 bis 1832, flogen über meinen E-Reader und rissen mich mit. Erschienen ist dieses E-Book, von dem es natürlich auch die gedruckte Version gibt, im Rowohlt-Verlag, am 1.März 2013. Helena Huvstedt, eine deutsche Kaufmannstochter, soll den attraktiven und begehrten Edward Blake ehelichen. Dadurch soll sie die neue Herrin einer riesigen Plantage auf Jamaika werden, ihr unterliegen Tausende von Sklaven. Doch nicht nur das Paradies ist trügerisch, auch ihr künftiger Ehemann ist nicht der charmante Mann, den er bei ihrem Kennenlernen gemiemt hat. Sie entdeckt erschreckende Dinge in Jamaika und fast einen Entschluss: Sie will von der Insel fliehen. Weit kommt sie nicht, denn ihre Flucht endet in den Händen der Sklavenrebellion. Dessen Krieger Jess beschließt, sie als Geisel zu nehmen, um das Leben von gefangenen Sklaven erpressen zu können. Welche Gefühle er jedoch für seine Gefangene aufbauen wird und in welcher Gefahr sie beide geraten … das könnt ihr in “Flamme von Jamaika” nachlesen. Die Zusammenfassung dieses Buches hört sich zuerst nach einer großen Liebesgeschichte an. Gefühle stehen im Leben eines jeden Lebewesens im Mittelpunkt und so spiegelt sich jede Facette einer Gefühlswelt auch in diesem Buch wieder. Martina André nimmt sich als Hintergrundgeschichte ein sehr hartes Thema vor – die  Sklaverei – und verpackt dieses in einem aufregenden Buch ohne ein erschreckendes Detail auszulassen. Sie beschreibt zum Beispiel das brutale Leben der Sklaven auf der Plantage der Blakes, besonders die Vorgehensweisen der Master, William und Edward, wird hier des öfteren bis ins Detail beschrieben. Vater und Sohn, sind brutale Menschen und wahrscheinlich das Gefährlichste auf der Insel. Ein angeblicher Fluch hat schon ein paar Frauen das Leben gekostet, doch wer im Buch versunken ist, merkt schnell, wer in Wahrheit dafür verantwortlich ist. Auch die Protagonistin Helen, von allen nur Lena genannt, erwacht mit einem großen Schrecken aus ihrer Traumwelt. Als sie ihren zukünftigen Mann Edward Blake kennenlernt, beschreibt sie ihn als charmant und begehrenswert. Doch hätte sie bei seinem lüsternden Annäherungsversuchen bereits merken müssen, dass er kein ehrlicher Mensch ist. Ihr Erkenntnis erfolgt schrittweise, wobei ich als Leserin schon vorher durch die Ausführungen der Autorin in die wahren Gefühle dieses Mannes eingeführt wurde. Lena zeigt ihre Verwirrung nur ihrer Begleiterin Maggie, die Edward gänzlich misstraut und damit natürlich recht behält. Als Lena durch ihrer Flucht Jess kennenlernt, lernt sie auch die grausame Welt der Sklaven kennen. Bereits auf der Plantage wurde sie mit einigen Gegebenheiten konfrontiert, nicht nur das unzüchtige Verhalten von Edward, auch den brutalen Umgang mit den Menschen erlebte sie fast täglich. So ist es auch für mich als Leserin erschreckend zu sehen, wie die Menschen im Rebellenlager leben müssen. Auch Lena fühlt sich in ihrem Gewissen bestärkt, dass sich das Leben auf der Insel endlich ändern muss. In Jess findet sie nicht nur den richtigen Zuhörer, sondern auch eine starke Schulter zum Anlehnen. Er ist nicht so gefühlskalt wie Edward, sondern auf das Wohl seiner Mitmenschen bedacht und gerade Frauen behandelt er mit Respekt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die beiden schnell zueinander hingezogen fühlen. Martina André versteht es, Spannung und Gefühle aufzubauen und sie an ihren Leser zu transportieren, sodass dieser nicht nur mitgerissen wird, sondern auch die Gefühle aus der Geschichte teilweise selbst durchlebt. Sie übermittelt eine sehr informative Welt, die nicht allzulang zurückliegt und selbst heute noch in vielen Ecken der Welt vorzufinden ist.  Das aggressive Verhalten gegenüber Menschen mit einer anderen Hautfarbe ist leider noch zu allgegenwärtig, vielleicht sollten diese Menschen in sich gehen und über ihr Verhalten nachdenken.  Denn alle Menschen sind gleich, egal welche Religion, Hautfarbe, Sprache oder Geschlecht wir angehören - dies verdeutlicht auch die Autorin Martina André in ihrem Roman “Flamme von Jamaika” sehr genau!

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  • Spannende und authentische Geschichte

    Flamme von Jamaika
    Zabou1964

    Zabou1964

    05. May 2013 um 20:25

    Martina André zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, weil ihre Bücher gut recherchiert und bildhaft geschrieben sind. Deshalb ist jedes neue Werk aus ihrer Feder ein absolutes Muss für mich. Und auch mit „Flamme von Jamaika“ konnte sie mich wieder in ihren Bann ziehen und in ferne Welten entführen. Zum Glück habe ich mich nicht vom etwas kitschig anmutenden Cover und Titel abschrecken lassen. Aber ich weiß zum Glück, dass in Büchern, auf denen Martina André steht, auch Martina André drin ist. Hier hat sich der Verlag wohl vom momentanen Trend der Love-und-Landscape-Romane beeinflussen lassen. Bei der „Flamme von Jamaika“ handelt es sich übrigens um eine Blume, nach der sich im Roman eine Rebellengruppe benannt hat. Die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt reist 1831 nach Jamaika, um den Plantagenbesitzer Edward Blake zu heiraten. Begleitet wird sie von ihrer Gesellschafterin Maggie. Obwohl sich Edward vor der Eheschließung noch charmant und zuvorkommend gibt, muss Lena schon bald erkennen, dass er im Grunde ein brutales Scheusal ist, der seine Sklaven wie Tiere behandelt und Lena nur heiratet, um Nachkommen zu zeugen. Zudem erscheint bei der Hochzeitsfeier eine Schwarze, die einen Fluch über Lena und die Familie Blake verhängt. Als Lena in der Nacht etwas Ungeheuerliches beobachtet, beschließt sie, zusammen mit Maggie zu fliehen und nach Deutschland zurückzukehren. Als sie auf der Flucht einer Gruppe Rebellen begegnen, nimmt einer der Männer Lena gefangen, um sie gegen drei zum Tode verurteilte Kameraden auszutauschen. Während der Gefangenschaft kommen sich die beiden näher und Lena muss erkennen, dass die Situation der Sklaven in Jamaika viel dramatischer ist, als sie bisher angenommen hat. Außerdem erfährt sie Dinge über ihren Mann und ihren Schwiegervater, die sie diese hassen lehrt. Doch um den Rebellen zu helfen, muss sie zu Edward zurückkehren. Martina Andrés einzigartiger Schreibstil hat mich sofort nach Jamaika versetzt. Die Beschreibungen der Landschaft, der Orte und der Figuren haben in meinem Kopf einen Film entstehen lassen, der spannender und farbenprächtiger nicht sein konnte. Zu den Charakteren habe ich sofort Verbindung gehabt, konnte mich z. B. in Lena hineinversetzen und ihre Ängste und Gefühle teilen. Aber auch die Situation der Sklaven und deren Beweggründe zur Rebellion konnte ich nachvollziehen. Bei der Beschreibung der Liebesszenen geht die Autorin sehr gefühlvoll vor, nimmt aber dennoch kein Blatt vor den Mund. Die Schilderungen der Folterungen und Misshandlungen sind nicht geschönt, aber auch nicht übermäßig blutig. Martina André hat hier ein gesundes Mittelmaß gefunden, dem Leser die Zustände realistisch darzustellen. Eine gründliche Recherchearbeit ist dem Roman anzumerken. Im Nachwort erklärt die Autorin einiges dazu. Ein Personenverzeichnis sowie ein ausführliches Glossar sind sehr nützlich und liefern weitere Hintergrundinformationen.   Fazit: Ich bin vollkommen begeistert von dieser spannenden und authentischen Geschichte. © Simone Kühlewind

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  • Drama, Leidenschaft und großes Gefühlskino

    Flamme von Jamaika
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    24. April 2013 um 10:34

    ~Inhalt~ Die exotische Karibikinsel Jamaika befindet sich kurz vor dem in die Geschichte eingegangenen Weihnachtsaufstand von 1831, als die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt dem attraktiven Edward, Sohn des reichen Plantagenbesitzers William Blake, das Ja-Wort gibt. Doch ein dunkles Familiengeheimnis und Edwards ungesittetes Verhalten lassen sie schon bald an ihrem vermeintlichen Glück zweifeln. Ihr Versuch, Edward und seinem Vater zu entkommen, wird durch die Rebellenorganisation „Flamme von Jamaika“ vereitelt. Deren charismatischer Anführer Jess erweckt ungeahnte Gefühle in ihr. Durch ihn erfährt Lena, was wahre Liebe und grenzenloses Vertrauen bedeuten. Um ihn zu retten, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: sie kehrt zurück in die Höhle des Löwen … ~Einschätzung~ „Sklaverei ist ein Thema, so alt wie die Welt, und selbst heute, in vermeintlich zivilisierten Zeiten, leider immer noch aktuell. Warum tun Menschen anderen Menschen so etwas Schreckliches an?“ „Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“ zeigten uns ein vergleichsweise harmloses Bild der Sklaverei, wohingegen Quentin Tarantinos brandaktueller Western „Django unchained“ die vollkommen ungeschminkte Wahrheit ans Licht bringt. Die Sklaven wurden nicht nur dazu eingesetzt, die weiße Herrschaft zu bedienen und auf den Feldern zu arbeiten – und das ohne jegliche Bezahlung. Sie dienten auch der Unterhaltung, indem man sie in Boxkämpfen gegeneinander antreten ließ, die nicht selten mit dem Tod eines Kämpfers endeten. Besonders verabscheuungswürdig waren die sogenannten „Brutfarmen“, wo Plantagenbesitzer und Aufseher dafür sorgten, dass immer genug Nachkommen vorhanden waren und die in ihrer Lüsternheit auch nicht vor Kindern haltmachten. Eine degenerierte Gesellschaft, der durch die Verabschiedung des „Slavery Abolition Acts“ letztendlich doch noch Einhalte geboten wurde. Martina André ist es wie einer Obeah-Zauberin gelungen, mich sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen ;-) Bereits nach den ersten Seiten hat man das Gefühl, auf der Karibikinsel zu stehen – den Wind im Gesicht, den Duft exotischer Früchte in der Nase, während man sich kaum sattsehen kann an der Farbenpracht der dort beheimateten Blumen und Pflanzen. Auch die Figuren sind bis in kleineste Detail wunderbar charakterisiert. Ob es sich nun um Sympathieträger wie Lena und Jess handelt, um Nebencharaktere wie Jess‘ Mutter Baba und Lenas Gesellschaftern Maggie, oder um sogenannte Bösewichte wie William und Edward Blake. Die Geschichte wird abwechselnd von Lena und Jess erzählt, vereinzelt kommt auch Baba zu Wort. Der Stil ist angenehm und flüssig zu lesen, wobei die Autorin bei gewissen Ausdrücken kein Blatt vor den Mund nimmt und den Leser mit Hilfe einiger prekären Szenen schonungslos vor Augen führt, was die schwarze Bevölkerung unter der weißen Herrschaft erdulden musste. Abgesehen vom bedrückenden historischen Hintergrund erzählt „Flamme von Jamaika“ die berührende Liebesgeschichte zweier Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe. Ich glaube, ich brauche nicht zu betonen, dass ich mir für Lena und Jess ein Happy End gewünscht habe ;-) Das Cover von Rowohlt ist eine gelungene Mischung aus Liebes- und Historienroman. Die obere Hälfte zeigt eine blonde Frau, die voller Hingabe ihre Augen geschlossen hält, während ein dunkelhäutiger Mann sie liebevoll umarmt und küsst. Die untere Hälfte gibt den Blick auf eine durch Palmen gesäumte Straße frei, auf der sich einige Reiter und Kutschen fortbewegen. Seitlich wird das Bildnis von den feuerroten Blütenblättern der „Flamme von Jamaika“ eingefasst. Ein wunderschönes und stimmiges Cover! Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte mit einbrachte. 2007 landete Martina André mit ihrem Erstling „Die Gegenpäpstin“ auf Anhieb einen Bestseller. Im gleichen Jahr folgte der Roman „Das Rätsel der Templer“, der ebenfalls sehr erfolgreich war. Nach „Schamanenfeuer“ und „Die Teufelshure“ erscheint nun im Rowohlt Taschenbuch Verlag der spannungsgelandene Liebesroman „Flamme von Jamaika“. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist. ~Fazit~ Drama, Leidenschaft und großes Gefühlskino vor der exotischen Kulisse von Jamaika. Eine absolute Empfehlung für einen historischen Liebesroman, der zu einem wahrhaft farbenprächtigen und magischen Leseerlebnis wurde, gibt es von mir 5 von 5 Punkten! (LK)

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  • Flamme von Jamaika

    Flamme von Jamaika
    nirak03

    nirak03

    10. April 2013 um 20:01

    Meine Meinung: Bücher von Martina André les ich richtig gern. Sie schafft es wie kaum eine andere mich mit in ihre Welt zu nehmen. Egal wohin die Reise geht. Diesmal ging es nach Jamaika ins 19 Jahrhundert. Es ist die Zeit der Sklavenaufstände als die junge Helena Sophie Huvstedt (Lena) beschließt den Erben der Plantage Redfield Hall Edward Blake auf Jamaika zu heiraten. Gemeinsam mit ihrer Gesellschaftsdame Maggie macht sie sich auf die gefahrvolle Reise in eine unbekannte Zukunft. Schnell muss sie feststellen, dass nicht unbedingt das Paradies auf sie wartet. Die Welt der Plantagenbesitzer unterscheidet sich doch sehr von ihrer Kaufmannswelt aus Hamburg. Der Erzählstil von Frau André ist hier so fesselnd und mitreisend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sie erstellt eine knisternde Atmosphäre der ich mich nicht entziehen konnte. Beim Lesen bekommt man schnell das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Die Landschaft und Umgebung ist genauso bildhaft beschrieben, wie die Protagonisten Ecken und Kanten haben. Erscheint einem Lena am Anfang noch etwas naiv, so wächst sie doch mit der Geschichte. Ihre Wandlung von jungen, unbedarften Mädchen zur verantwortungsbewussten jungen Frau nimmt man ihr ab. Allerdings schildert Frau André auch mit klaren Worten von den Sklavenaufständen, genauso wie von den Misshandlungen. Ihre Darstellung war jeder Zeit nachvollziehbar und glaubwürdig und vielleicht deshalb auch so mitreisend. Mir hat es gut gefallen und ich hab sehr mit Lena gezittert, als sie entführt wurde und mit ihr geliebt als sie ihrer großen Liebe begegnete. Die Liebesgeschichte die erzählt wird kommt sehr authentisch und glaubwürdig an und es hat großen Spaß gemacht sie zu lesen. Aber genauso interessant fand ich den historischen Teil mit den Sklavenaufständen. Die Mischung hier war gut und hat gepasst. Cover/Gestaltung: Das Cover gefällt mir leider nicht so gut. Es will für mich nicht so recht zum Inhalt passen, jedenfalls das obere Drittel mit dem Liebespaar. Das untere Drittel mit der Plantage hingegen finde ich wieder gut und auch die hauchfeine Zeichnung auf den ersten Seiten mit der Karte gefällt mir. Am Ende gibt es ein Personenregister, ein Glossar und ein ausführliches Nachwort. Diese Details gefallen mir gut, vor allem das Nachwort war Interessant. Mein Fazit: „Die Flamme von Jamaika“ ist ein toller historischer Liebesroman. Der sowohl historische Fakten mit einer mitreisenden Liebesgeschichte vereint. Er hat mich sehr gut unterhalten und ist ganz klar eine Leseempfehlung an alle die gern gute historische Bücher lesen. Lasst euch von dem Cover nicht abschrecken, das Buch ist ein Lesegenuss.

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  • Der Kampf um die Freiheit

    Flamme von Jamaika
    Bellexr

    Bellexr

    18. March 2013 um 19:42

    Die Kaufmannstochter Helena Huvstedt reist im Jahr 1831 nach Jamaika, um dort den Sohn des Plantagenbesitzers Lord William Blake zu heiraten. Lena hatte Edward in London kennengelernt und war sehr angetan von dem jungen Mann. Doch kaum in Jamaika angekommen muss Lena erkennen, dass sie im Begriff steht, einen skrupellosen Mann zu ehelichen. An ihrem Hochzeitstag eskaliert die Lage und Lena flieht zusammen mit ihrer Freundin und Gesellschafterin Maggie von der Plantage. Doch aus ihrer Flucht wird nichts. Durch Zufall fällt sie Rebellen in die Hände, die gerade dabei sind, einen Sklavenaufstand zu organisieren. Diese sind zu allem entschlossen und sehen in Lena die Chance, im Austausch drei zum Tode verurteilte Sklaven zu befreien. Einer der Anführer der Rebellen ist der junge, charismatische Jess. Anfangs ist Lena wie gelähmt vor Angst, doch immer mehr fühlt sie sich zu dem Mulatten hingezogen und durch Jess erfährt Lena, wie grausam sich das Leben der Sklaven auf der Karibikinsel darstellt. Aus Liebe zu Jess trifft die junge Frau eine folgenschwere Entscheidung. Ihren Lesern war Martina André bisher durch ihre fantastischen Templerromane bekannt, nun entführt die Autorin einen in das exotische Jamaika des 19. Jahrhunderts mitten hinein in einen Sklavenaufstand. Wieder einmal hervorragend recherchiert bringt Martina André einem die grausamen, menschenunwürdigen Verhältnisse näher, unter denen die Jamaikaner bei den Plantagenbesitzern zu leiden haben. Für diese sind Sklaven nur billige Arbeitskräfte, nicht mehr wert als Tiere, die man schinden kann, bis sie nicht mehr einsetzbar sind und dann einfach sich selbst überlassen werden, meist zum Sterben. Durch die Untersagung des Überseehandels mit Sklaven seit dem Jahr 1807 wird zudem wahllos von den Plantagenbesitzern und deren Aufseher selbst für „Nachschub“ gesorgt, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Besonders brutal herrschen Lord William Blake und sein Sohn Edward auf der Redfield Plantage, die nun auch das Zuhause der jungen Lena werden soll. Die Stimmung auf der Karibikinsel brodelt, viele Sklaven sind zur Rebellion bereit und den Weihnachtsaufstand im Jahr 1831 unter der Führung von Samuel Sharpe nimmt Martina André als Grundlage für ihren Roman.  Diese brodelnde Stimmung unter der schwülen Hitze Jamaikas, gespickt zusätzlich mit einigen Einzelschicksalen, die einem sehr anschaulich das Leben der Jamaikaner näher bringen, sorgen zusammen mit der fesselnden Liebesbeziehung von Lena und Jess zu einem von Anfang bis Ende sehr spannenden Roman. Nachdem Lena auf der Karibikinsel angekommen ist, legt die Story zudem ordentlich an Tempo zu und auch wenn man sich in etwa vorstellen kann, wie die Geschichte endet, hat Martina André sehr viele interessante und vor allem unvorhersehbare Wendungen mit eingebaut. Und gerade zum Ende hin überschlagen sich regelrecht die Ereignisse und man ist absolut nicht mehr fähig, das Buch aus der Hand zu legen. Neben ihrem bildhaften, farbenprächtigen Schreibstil, der einem sofort die Redfield-Plantage mit seinem herrschaftlichen Haus und den armseligen Sklavenunterkünften oder auch das Rebellenlager mitten im Dschungel vor Augen führt, überzeugen wieder einmal die starken Charakterzeichnungen von Martina André. Durch die Bank weg entwickeln sich alle Figuren weiter, sind bis in die kleinste Nebenrolle detailliert und facettenreich beschrieben, nehmen sofort Konturen an und überzeugen in ihren Handlungen. Fazit: Ein farbenprächtiger, praller und spannender Historienroman, der seinen Lesern auf äußerst unterhaltsame Art und Weise den Sklavenaufstand auf Jamaika im Jahr 1831 näher bringt.

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  • Rezension zu "Flamme von Jamaika" von Martina André

    Flamme von Jamaika
    Riannah

    Riannah

    03. March 2013 um 18:42

    Es hat sich wieder einmal gelohnt: Martina André hat mich wieder in eine ganz fremde Welt entführt. Sie hat mich mitgenommen nach Jamaika, ins Jahr 1831, in eine Welt voller Extreme: brutale Herrscher und Unterdrückte, Liebe und Hass, Wohlstand und Elend. In der Mitte des Geschehens steht die junge Helena Huvstedt, eine behütete Hamburger Kaufmannstochter. Sie kommt nach Jamaika um Edward Blake zu heiraten, der mit seinem Vater eine Plantage führt. Sie, die naive Deutsche, die sich in den nach außen so galanten und edlen Edward verliebt hatte, fällt aus allen Wolken, als sie nach und nach erfährt, wie es auf den Plantagen wirklich zugeht, wie die Sklaven der Willkür ihrer Herren ausgeliefert sind und unter welchen Umständen sie schuften und hausen müssen. Sie lernt auch Edward schon bald von einer ganz anderen Seite kennen und sie sieht für sich nur eine Lösung, die Flucht zurück nach Hamburg zu ihrem Vater. Doch sie kommt nicht weit, die "Flamme von Jamaika", eine Rebellenorganisation fängt sie auf ihrer Flucht ein und entführt sie um sie als Druckmittel zu benutzen. Einer ihrer Anführer ist Jess, der Sohn einer Sklavin. Zwischen ihm und Helena gibt es eine starke Anziehungskraft und sie verlieben sich ineinander. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern und bis zum Ende der Geschichte gibt es noch eine Menge dramatischer Ereignisse, in der Helena eine interessante Wandlung durchmacht. Mein Fazit: Martina André hat wieder einmal ein sprachlich sehr gutes Buch vor einem historischen Hintergrund (der Weihnachtsaufstand der Sklaven unter Samuel Sharpe) geschrieben, dass vor einer grandiosen Kulisse spielt und mit sehr lebendigen Figuren gefüllt ist. Die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten und wer eine Geschichte mit viel Leidenschaft und Dramatik sucht, der wird hier fündig! Für dieses tolle Buch gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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