Ostermorde 1

von Martina Arnold und Ulrike Bliefert
3,8 Sterne bei4 Bewertungen
Ostermorde 1
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CorinnaGerngelesens avatar

Abwechslungsreiche Krimi-Anthologie und toller Oster-Geschenktipp!

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Solide Anthologie!

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Inhaltsangabe zu "Ostermorde 1"

Sonne lacht, Vögel zwitschern und Schoko-Hasen verstecken bunte Eier in grünen Nestern: So sieht es aus, das perfekte Osterfest. Nicht für Krimiautorinnen und -autoren.

Sie nehmen all die schönen Osterbräuche und zerpflücken sie genüsslich.
Da wird betrogen, gelogen, gemordet und gestohlen. Osterhasen sind mal Opfer und mal Täter. Wer sein Leben liebt, kommt Osterfeuern besser nicht zu nahe. Ostereier werden zur Tatwaffe und das nicht nur, weil sie - betonhart gekocht - extrem schwer verdaulich sind. Und sogar die Frau des großen Reformators muss erleben, dass vor der Auferstehung erstmal der Tod kommt. Historisch, kulinarisch, witzig skurril und blutig dramatisch: Diese 13 Ostergeschichten zerstören das Idyllische am Hasenfest. Garantiert.

Frohe Ostern!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946734192
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:210 Seiten
Verlag:Verlag edition krimi
Erscheinungsdatum:02.02.2018

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 5 Monaten
    Ostermorde I

    Ostermorde ist eine Sammlung von 13 Kurzkrimis von 13 verschiedenen Autoren geschrieben. Auch vor Ostern macht die Kriminalität keinen Halt. Hass, Missgunst und Eifersucht gehen auch da um und lassen die Verbrecher ihre Morde planen. Aber manchmal ergibt es sich auch einfach aus dem Affekt heraus. Jeder der Täter hat sein ganz eigenes Motiv, so wie die Autoren ihr ganz eigenes Thema und ihre eigene Handschrift. Auch sind die Kurzkrimis aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Teilweise erzählt der Täter selbst, oder wir bekommen einen Blick auf die Opfer oder beide. Das macht die Abwechslung perfekt, und wie bei jeder Anthologie gibt es Geschichten, die einem besser gefallen als andere. Für jeden ist etwas dabei, und man muss sie auch nicht hintereinander weglesen. Trotz des nicht lustigen Themas gibt es auch eine humorvolle Art, und selbst eine historische Geschichte ist dabei. Fast alle sind wirklich spannend aufgebaut und auch nachvollziehbar. Somit ein schönes Osterfest. Das nächste kommt bestimmt. Und Vorsicht!

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    hexe2408s avatar
    hexe2408vor 6 Monaten
    tödliche Ostern -frohes Fest ;)

    Ei, Ei, Ei – wo steckst du nur? Ostern steht vor der Tür und was gibt es da Wichtigeres, als den Bräuchen nachzugehen und Zeit mit der Familie zu verbringen? Nichts? Oh da habt ihr eure Rechnung aber ohne unsere mörderischen Ostergeschichten gemacht! In 13 Kurzkrimis wirbeln die verschiedenen Autoren das Osterfest gehörig auf und ich kann euch schon jetzt garantieren, dass nicht alle lebend davon kommen werden. Nach dem Lesen wird man das kommende Osterfest wohl etwas skeptischer betrachten und sich genau überlegen, was man isst, wem man traut und wen man zu sich einlädt.

     

    Gemütliches Osteressen im Kreise der Familie, verstecke Nester finden, fröhlich dem Osterhasen in der Stadt winken – zu Ostern ist immer und überall etwas los und unabhängig davon, wie intensiv man sich den Bräuchen und Traditionen so hingibt, ganz an einem vorbeigehen wird das Fest wohl nicht. Doch nicht immer ist alles Gold, was glänzt, nicht immer sind alle Osterhasen so freundlich, wie sie auf den ersten Blick wirken und nicht immer sind die versteckten Nester gefüllt mit Schokolade und anderen Gaben. Blutige Funde, brutale Hasen und tödliche Zusammentreffen lassen Ostern in einem völlig neuen Licht erscheinen. Wieso sollten die Verbrecher auch eine Pause machen, nur weil grad eine Feierlichkeit ansteht? Doch nicht alle Mörder sind von ihrer Grundeinstellung grausam und unberechenbar. Im Buch gibt es die Spontantäter ebenso wie die, die schon ihr ganzes Leben lang mit einem Bein im Gefängnis stehen und nur darauf warten, endlich erwischt zu werden. So sind auch die Motive sehr verschieden. Wir haben unter anderem mit Neid, Missgunst, Untreue, Eifersucht, Machtgier und dem Ausbruch aus den eigenen Fesseln zu tun – ungünstige Grundvoraussetzungen für ein friedliches Osterfest.

    Ostermorde vereint Kurzgeschichten von unterschiedlichen Autoren. Dadurch sind die Schreibstile, Perspektiven und Herangehensweisen in jeder Geschichte selbstständig und sie bauen nicht aufeinander auf. Sollte man das Buch nicht von Beginn an, sondern einfach mitten drin eine Geschichte lesen wollen, stellt das keine Hürde da. Je nach Lust, Laune und vielleicht dem eigenen Anlass zum Osterfest kann man sich heraussuchen, was am besten passt. Nicht jede Kurzgeschichte wird jeden Leser gleichermaßen ansprechen, aber insgesamt ist es eine sehr bunte, abwechslungsreiche Mischung, so dass für jeden etwas dabei sein sollte.

    Teilweise begleitet man die Täter direkt bei ihrer Planung, der Umsetzung und Vertuschung der Morde, in anderen Geschichte ist man deutlich näher an den Opfern und spürt ihre Angst und die Vorahnung, was auf sie zukommen könnte. Es gibt aber auch übergeordnete Erzähler, die nicht aus der Ich-Perspektive berichten. So begleitet man dann innerhalb einer Geschichte auch verschiedene Personen und bekommt einen umfangreicheren Blick auf das Geschehen.

    Mir hat besonders die Mischung sehr gut gefallen. Mal kann man mit den Ermittlern grübeln, wie alles zusammenhängt, mal fiebert man mit den möglichen Opfern mit und drückt ihnen die Daumen, dass sie einen Weg finden, dem fiesen Osterhasen zu entkommen und teilweise kann man den Tätern über die Schulter schauen und möchte am liebsten selbst eingreifen, um sie aufzuhalten.

    Auch die Stimmung in den Geschichten ist sehr verschieden. In manchen fühlt man die bedrückte Grundstimmung schon bei den ersten Sätzen, andere sind jedoch eher witzig angelegt und es wird die eine oder andere Person vorgeführt bzw. an der Nase herumgeführt. Natürlich ist ein Mord niemals lustig, aber besonders in einer Geschichte war die Herangehensweise so gestaltet, dass ich nur belustigt den Kopf schütteln konnte über die etwas unfähigen Ermittler.

     

    Für mich persönlich war der Start ins Buch nicht so richtig ideal. Ostern ist natürlich ein Fest, dass einen geschichtlichen, kirchlichen Hintergrund hat und deswegen finde ich es auch nachvollziehbar und verständlich, dass man das in die Geschichten mit integriert. Da historisch angelegte Geschichten nun aber nicht zu meiner Lieblingsrichtung gehören, war es für mich einfach ein etwas zäher Start in die Ostermorde. Andere Leser werden das sicher anders empfinden und die „Rückblende“ als gelungenen Einstieg in die Krimigeschichten empfinden.

     

    Eine schöne, österliche Krimimischung, die für jeden Geschmack etwas bereit hält. Unterschiedliche Stile, unterschiedliche Perspektiven und völlig verschiedene Herangehensweisen machen das Buch abwechslungsreich. Die kurzweiligen Geschichten lassen sich gut zwischendurch lesen, zum Beispiel wenn zwischen den Osterbräuchen ein paar Minuten Zeit bleiben. ;)

     

    Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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    CorinnaGerngelesens avatar
    CorinnaGerngelesenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Abwechslungsreiche Krimi-Anthologie und toller Oster-Geschenktipp!
    Ostern auf die mörderische Art

    Die 13 Kurzgeschichten sind sehr unterschiedlich, gemeinsam haben sie letztendlich nur das einheitliche Thema, denn immer steht in irgendeiner Form Ostern im Mittelpunkt. Das Spektrum ist dabei wirklich weit gefächert: von historisch über bizarr, von makaber bis kulinarisch, von witzig bis hin zu berührend, alles ist vertreten.

    Diese Autoren sind dabei: Ulrike Bliefert, Patricia Holland Moritz, László I. Kish, Horst Bosetzky, Angela Temming, Andreas M. Sturm, Regine Röder-Ensikat, Astrid Ann Jabusch, Hughes Schlueter, Gisela Witte, Frank Kreisler, Swenja Karsten sowie die Herausgeberin Martina Arnold. Gelungen finde ich die Kurzbiografien am Ende der Anthologie, die die Verfasser ein wenig genauer vorstellen.
    Jeder Autor drückt seiner Erzählung seinen eigenen Stempel auf, wodurch naturgemäß eine sehr bunte Mischung entsteht. Nicht jede Geschichte hat mich gleichermaßen angesprochen, aber das Potpourri passt.

    Oster-Geschenktipp für Krimifans

    Ähnlich wie bei den "Giftmorden 2" ist dem Verlag hier wieder eine gute Zusammenstellung geglückt. Ich denke, hier wird kein Krimi-Liebhaber zu kurz kommen. Und als Geschenk für Fans des Genres kann man mit den "Ostermorden" wirklich nichts falsch machen.

    Doch ich muss auch wenig Kritik loswerden. So waren mir einzelne Geschichten doch ein paar Seiten zu kurz, die Auflösung kam zu schnell. Hier hätte mir ein wenig mehr Aufbau in der Storyline gefallen. Auch fand ich manches etwas zu unappetitlich. Aber das ist ja bei jedem unterschiedlich und ein sehr persönliches Empfinden. Rein vom Ansatz her haben mir die "Giftmorde" etwas besser gefallen, das liegt vermutlich an der Raffinesse, die ich hier etwas vermisst habe.
    Das Cover finde ich zu schlicht geraten, auch wenn mir das Motiv gut gefällt. Ich fürchte jedoch, dass dieses Buch im Stapel der vielen Angebote auf den Büchertischen der Buchhandlungen etwas untergehen wird - was wirklich schade ist! Hier könnte etwas nachgebessert werden, gerade, wenn man die restliche, liebevolle Gestaltung des Buches betrachtet.

    Fazit: Abwechslungsreiche Zusammenstellung an Kurzkrimis mit dem Thema Ostern, Empfehlung für Fans und als Geschenk für Krimi-Liebhaber!

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Solide Anthologie!
    !3 Morde zur Osterzeit

    „...Aber später ist er fein raus: Unsinn wiederzugeben ist doch die beste Garantie für eine Karriere in der Politik...“


    Die Anthologie enthält 13 Krimis von 13 unterschiedlichen Autoren. Alle beschäftigen sich auf die eine oder andere Weise mit Ostern – und nicht immer ist der Osterhase der Täter.

    Jeder Autor bringt seine persönliche Handschrift in die Geschichte ein. Auf einige Erzählungen möchte ich näher eingehen.

    Schon die erste Erzählung grenzt sich allein dadurch von den anderen ab, dass sie mich weit in die Vergangenheit führt. Im Hause Luther kommt es immer wieder zu Gesprächen über das Thema Osterlachen zwischen Martin und Katharina. Nur dem Studiosus Wilbalt Ferber kommt nie ein Lächeln über die Lippen. Katharina ahnt nicht, was er vor hat.

    In der zweiten Geschichte lerne ich eine Verkäufer mit sehr genauer Beobachtungsgabe kennen. Für ihn ebnet ein Osterhase den Weg in die Freiheit.

    In „Vollpascha“ möchte eine alter Mann, der immer als Weihnachtsmann auftritt, auch einmal der Osterhase sein. Das Arbeitsamt aber zieht ihm einen anderen vor. Der mag nicht einmal Kinder und erfüllt seine Aufgabe mehr schlecht als recht. Das will der ältere Herr ändern. Diese Geschichte fand ich besonders berührend, weil sie zeigt, was passiert, wenn nur Äußerlichkeiten eine Rolle spielen.

    Mit viel Humor ausgestattet ist dagegen „Tatwaffe Osterei“. Kommissar Mannhardt hat zwar einen Mord aufzuklären, muss aber auch die Fragen seines Sprößlings zu Ostern beantworten. Der erzählt dann seiner Mutter:


    „...Du, Mama, Jesu hat noch keine Ostereier gesucht, weil sie da noch nicht Aldi und Lidl hatten und Osterhasen auch nicht...“


    Auf die Reaktion der Mutter folgt von Mannhardt das Eingangszitat.

    Hughes Schlueter wiederum serviert einen Krimi, der stark angelehnt ist an Goethes Faust. Nur spielt in dem Fall Margarethe die Hauptrolle und die beiden Herren blamieren sich kräftig.

    Ob Faust mit seinen Worten wohl recht hat?


    „...Faust war überzeugt: das letzte, jemals auf Papier gedruckte Buch würde ein Gedichtband sein...“


    Überraschende Wendungen gibt es bei „Friedlich wie im Paradies“ oder „Ende mit Hase“.

    Die wenigen Beispiele zeigen schon, das dem Verlag mit der Anthologie eine abwechslungsreiche Sammlung von Krimis gelungen ist. Die meisten er Geschichten überzeugen durch einen ausgefeilten Schriftstil, eine gute Charakterisierung der Personen und eine spannende Handlung. Nur wenige Geschichten habe mich nicht überzeugt. Die werde ich aber hier nicht erwähnen, denn die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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