Louisiana Blues: Wahre Liebe stirbt nie

von Martina Bernsdorf 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Louisiana Blues: Wahre Liebe stirbt nie
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Inhaltsangabe zu "Louisiana Blues: Wahre Liebe stirbt nie"

Im Sommer 1969 verschwindet eine junge schwarze Bürgerrechtlerin in einer Kleinstadt in den Südstaaten der USA spurlos. Im Februar 2016 wird ihre skelettierte Leiche im Sumpfgebiet von Louisiana entdeckt. FBI-Agentin Ryanne Young ist wenig begeistert, als sie in die Kleinstadt Bonne Récolte geschickt wird, um den Mord gemeinsam mit der örtlichen Polizeibehörde aufzuklären. Ihre ablehnende Einstellung ändert sich, als sie der faszinierenden Evangeline Laveau begegnet, die den Posten des Sheriffs innehat und fest entschlossen ist, den grausamen Mordfall, der sich in ihrer Heimatstadt ereignet hat, zu lösen. Die Gefühle, die sich zwischen den beiden Frauen zu entwickeln beginnen, verkomplizieren die Ermittlungen in einem Fall, der sie mit seltsamen, unbegreiflichen Ereignissen konfrontiert. Die übersinnlichen Erlebnisse bringen sie bis an die Grenzen ihrer bisherigen Weltanschauung – und darüber hinaus ... Romantischer Mystery-Krimi

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01N93YRLD
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:13.11.2016

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    TimeIsAHealers avatar
    TimeIsAHealervor 2 Jahren
    Beeindruckend – Wenn ein Buchtitel zum Gefühl wird…

    Mich beindruckt mich immer wieder, wie ausgewogen sich Martina Bernsdorf um die Gewichtung von Handlung, Einblicke in die Köpfe ihrer Protagonisten und das Einbetten in Szenerien kümmert – und ich werde auch nicht müde, diese Begeisterung stets aufs Neue zu betonen.
    (Schon beim Einstieg in die Geschichte hatte ich den Eindruck, selber in die Welt aus geheimnisvollen, dicht bewachsenen Sumpflandschaften einzusinken, wortwörtlich…)
    Die Autorin beweist mit „Louisiana Blues“ abermals ihr Geschick dafür, dem Leser zu der eigentlichen Handlung das Spielfeld zu bereiten und widmet sich ebenso aufmerksam der Wirkung ihrer Charaktere.

    Bonne Récolte, ein verschlafenes Örtchen in den Südstaaten der USA. Zwei Frauen, die in ihrer beruflichen Funktion als Sheriff von und FBI-Agentin aus Washington DC aufeinandertreffen, um einen mysteriösen Mordfall zu untersuchen, der gut siebenundvierzig Jahre zurückliegt und bei dem eine Aufklärung unwahrscheinlicher ist, als das sprichwörtliche Finden der Nadel im Heuhaufen.

    Nach der düster-ergreifenden Einleitung und einem anschließenden Zeitsprung in die Gegenwart wirkt beim Lesen eine leicht verschlafene, melancholische Atmosphäre, die nicht nur dem Städtchen Bonne Récolte anhaftet, in dem alles seinen Gang geht, aber eben mit etwas mehr laissez aller, sondern auch manchem Einwohner dort.
    (Ein für mich ungewöhnlich entschleunigtes Gefühl als Einstieg, wodurch der Roman aber keineswegs langweilig anmutet. Je mehr ich der Handlung gefolgt bin, umso mehr bin ich ihr erlegen. Die Faszination der Geschichte lässt sich schwer in Worte fassen, man muss sie wohl „erlesen“, aber ich komme nicht um einen Hutlupfer hierfür umhin.)

    Genau diese Atmosphäre, der Ort und seine Bürger werden für FBI-Agentin Ryanne Young aus Washington DC zur absoluten Spielwiese ihrer voreingenommenen Gedanken.
    Die erfahrene Kriminalistin kommt die bei ihrem Erscheinen herrlich vorurteilsbehaftet in Bonne Récolte an und stülpt schon auf dem Weg zu ihrem Treffen mit Sheriff Evangeline Laveau sämtliche Kleinstadt-Klischees gedanklich über den Ort und seine Bewohner.
    (Und zugegebenermaßen, ohne dass ich je die Südstaaten der USA besucht hätte, sondern diese nur aus Reportagen kenne, habe ich mich einige Male schmunzelnd über den Zeilen wiedergefunden – ein ach so vertrauter Fingerzeig auf die eigene Engstirnigkeit. Danke, liebe Autorin :P )

    Auf gewisse Weise ist die FBI-Agentin in ihren Denkweisen gefangen, nicht nur anfänglich, aber was genau hier alles beinhaltet ist… tja, selber lesen.

    Ihr Gegenpart, Sheriff Evangeline Laveau, muss sich nicht nur dem ein oder anderen Kommentar (verbal oder in Gestik) Ryanne Youngs erwehren, sondern im Verlauf der Geschichte weit mehr durchstehen als das.
    Zumal beide Frauen sich einer zunehmenden Anziehung der jeweils anderen bewusstwerden, die die Zusammenarbeit nicht unbedingt leichter macht ;)
    Die Affinität der beiden Hauptdarstellerinnen für einander, gepaart mit den Hintergründen Laveaus eigener Abstammung und konfrontiert mit den damit verbundenen Begebenheiten, wird die Aufklärung des Mordfalls an der jungen Bürgerrechtlerin Sharon Edward zu mehr als einem rein kriminalistischen Fall.

    Der Leser, der vermutet, es könnte sich um einen „normalen“ Krimi handeln, sollte hiervon Abstand nehmen, aber trotzdem nicht darauf verzichten, sich das Buch zu Gemüte zu führen.
    „Louisiana Blues“ ist eine einfühlsam geschriebene Geschichte, in der sich verschlafen wirkende und lebendige Handlungsstränge und -orte mischen und als perfekte Bühne für diesen kriminalistisch-mystischen (Liebes)Roman darstellen.

    Martina Bernsdorf bindet reale (US-)historische Begebenheiten ein und bietet Einblicke in kulturelles Gut mit spirituellen Hintergründen, würzt diese mit mystischen Geschehnissen, verrührt und dosiert meiner Meinung nach die ganze Mixtur mit feinem Händchen.
    In seiner Zusammensetzung wirkt der Roman wahrlich gut recherchiert, wie man es auch in anderen Büchern aus ihrer Feder antrifft. Respekt vor den sicherlich verbrachten Stunden im Netz und entsprechender Literatur…
    Die Frage nach dem Glauben an Okkultes muss jeder für sich selbst beantworten - ich mag das Thema und finde den Anteil dessen in der Handlung absolut passend.

    Für mich ist birgt das Buch eine (ent)spannende Story und eine Reise durch die Zeit, die uns Lesern ganz nebenbei Geschichte und Kultur näherbringt, ohne dass es aufgedrängt erscheint.

    Ich sage (zufrieden lächelnd) danke für die angenehmen Lesestunden und freue mich weiter auf das, was kommt – aus welcher Richtung auch immer…

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