Martina Bick Die Winterreise

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Winterreise“ von Martina Bick

Am Brunnen vor dem Tore ...§§Fragt man einen Freund deutschen Liedguts, welches denn wohl das berühmteste und schönste deutsche Volkslied sei, so antwortet er mit ziemlicher Sicherheit: der Lindenbaum. Zwei große Künstler - der Dichter Wilhelm Müller und der Komponist Franz Schubert - haben das in seiner Wehmut deutscheste aller Lieder für den Zyklus der Winterreise erschaffen.§Thomas Quasthoff, der wohl bekannteste Schubertlieder-Interpret, hat nicht nur die Einleitung zu diesem außergewöhnlichen Buch geschrieben, sondern zu allen 24 Liedern Notenbeispiele ausgewählt und kommentiert. Weiterhin haben 24 Schriftsteller und Musikwissenschaftler Kurzgeschichten geschrieben, die sich auf jeweils ein Lied beziehen, die dem Leben Müllers oder Schuberts folgen oder davon inspiriert sind. Und durch die düsteren Episoden der winterlichen Reise führen uns die sensiblen Illustrationen von Stefanie Roth.§§Ein Liederbuch, ein Gedichtband, ein Kurzgeschichtenbuch und ein Bilderbuch.§
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Winterreise" von Martina Bick

    Die Winterreise
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2012 um 11:13

    Soweit an verschiedenen Orten im Netz zu lesen ist, Thomas Quasthoff habe zu diesem Buch beigetragen, muss ich zuallererst darauf hinweisen, dass in der mir vorliegenden Ausgabe des Gerstenberg Verlag nichts von Quasthoff zu finden ist! Er hat sich vermutlich nach dem Studium der einzelnen „Geschichten“ von einer anfänglichen Zusage, an dem Buch mitzuwirken, abhalten lassen. Wenn dem so gewesen sein sollte, habe ich für sein Verhalten volles Verständnis. Die 24 Geschichten zu den (unnötigerweise kurz nach dem Nachwort nochmals abgedruckten, bereits neben den gewöhnungsbedürftigen Illustrationen aufgeführten) Gedichten des mehr oder minder bekannten Dichters Wilhelm Müller und zu ihrer unvergänglichen Vertonung durch Franz Schubert wären besser nicht geschrieben worden. Von renommierten Literaten - so darf man wohl sagen - gefertigt, werden sie weder Wilhelm Müller noch Franz Schubert gerecht. Der Eindruck, dass hier Auftragsarbeiten vergeben wurden, die in nahezu keinem Fall das Anliegen Müllers und noch weniger die Stimmung Schuberts wiedergeben konnten, lässt sich nicht unterdrücken. Zugegeben, ein in den Geschichten enthaltener Abklatsch der Gedanken- und Gefühlswelt von Müller und Schubert hätte heutzutage noch weniger Anklang gefunden. Die teilweise wie an den Haaren herbeigezogen wirkenden Inhalte der Geschichten vermögen jedoch zumindest einen nüchtern-bescheidenen, nach Müller- oder Schubert-Stimmungen suchenden Rezensenten auch als Aktualisierungsversuche nicht oder kaum zu überzeugen. So wie schlechtes Regietheater schnell vergessen werden muss, verdienen die 24 Geschichten keinen weiteren „Nachruf“. Apropos: Wollte man diese Kritik noch toppen, könnte man sagen, dass das Beste an dem Buch das Nachwort ist.

    Mehr