Martina Borger

 4.1 Sterne bei 300 Bewertungen
Autorin von Kleine Schwester, Wir holen alles nach und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martina Borger

Martina Borger, Jahrgang 1956, ist eine deutsche Autorin. Sie machte eine Ausbildung als Produktionsassistentin in der Filmbranche und besuchte anschließend die Journalistenschule in München. Nach ihrem Abschluss fing sie an als Journalistin und Dramaturgin zu arbeiten. 

Zudem schrieb sie zusammen mit Maria Elisabeth Straub zahlreiche Drehbücher für die Fernsehserie „Lindenstraße“. Ab 2001 fingen die beiden dann an Romane zu verfassen und wurden für ihre erfolgreichen Krimis mit dem Wiesbadener Frauenkrimipreis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Martina Borger

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Cover des Buches Kleine Schwester (ISBN: 9783257606607)

Kleine Schwester

 (71)
Erschienen am 29.04.2015
Cover des Buches Wir holen alles nach (ISBN: 9783257071306)

Wir holen alles nach

 (65)
Erschienen am 25.03.2020
Cover des Buches Katzenzungen (ISBN: 9783257606591)

Katzenzungen

 (57)
Erschienen am 29.04.2015
Cover des Buches Im Gehege (ISBN: 9783257606584)

Im Gehege

 (39)
Erschienen am 29.04.2015
Cover des Buches Sommer mit Emma (ISBN: 9783257605761)

Sommer mit Emma

 (35)
Erschienen am 23.07.2014
Cover des Buches Lieber Luca (ISBN: 9783257606614)

Lieber Luca

 (26)
Erschienen am 29.04.2015
Cover des Buches Im Gehege (ISBN: 9783899038064)

Im Gehege

 (2)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Katzenzungen (ISBN: 9783899037470)

Katzenzungen

 (2)
Erschienen am 13.04.2007

Neue Rezensionen zu Martina Borger

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Rezension zu "Wir holen alles nach" von Martina Borger

Zwischen Generationen
Buecherseele79vor einem Monat

Ellen, Ende sechzig, lebt alleine mit ihrem Hund. Ihr Mann verstarb schon vor längerer  Zeit, die beiden Söhne sind ausgezogen und sie genießt ihr Leben in vollen Zügen, hat einen geregelten Ablauf und kleine Nebenarbeiten um die Rente aufzubessern. Doch dann tritt der junge, eher schüchterne Elvis in ihr Leben dem sie Nachhilfe geben soll. Beide freunden sich an, denn Elvis hat selbst kaum Freunde, seine Mutter muss viel arbeiten, der Vater hat eine neue Freundin und wohnt weiter weg, der neue Freund der Mutter gibt sich alle Mühe. Doch dann fällt Ellen etwas an Elvis auf und weiss nicht wie und ob sie reagieren kann oder soll…..

„Er wirkt gelöst und fröhlich, eine ganz neue Erfahrung; sie hat ihn bisher immer sehr still erlebt, fast bedrückt, so als trage er eine Last, die zu schwer ist für seine acht Jahre.“ (Seite 64)

Was für ein herrliches Buch welches mich sehr berührt hat. Die Autorin greift in ihrer Geschichte einen Alltag auf den es wohl zig Mal in Deutschland täglich gibt und wirft uns in das Alltagsleben von Elvis mit seiner Mutter Sina und ihrem neuen Freund Torsten.   Und Ellen wird neben seiner Nachhilfelehrerin eine ebenso wichtige Stütze für Elvis.

Ich fand das Gesamtbild sehr stimmig, ruhig, und doch konnte man die Unruhe, diese Unvorhergesehene nachvollziehen, manchmal fast mit den Händen greifen. Wie der ein oder andere Protagonist im Buch merkt man schnell selbst dass man von Vorurteilen nicht befreit ist.

Ellen war mir sehr sympathisch, ich mag ihre „minimalistische“ Ansicht auf das Leben. Sie genießt ihren Ruhestand, die Zeit mit ihren Hobbies und Freunden, aber auch die Zeit für sich mit ihrem kleinen Job und ihrem Hund. Es muss nicht immer alles laut, viel und voller Leute und Geschwätz sein, ich glaube dass gerade „ältere“ Leser des Öfteren die Beweggründe von Ellen nachvollziehen können, mir erging es zumindest so.

Sina versucht alles um ihrem Sohn Elvis eine gute Mutter zu sein, natürlich macht man sich als Mutter auch immer Gedanken ob mit dem Kind alles okay ist, gerade wenn man berufstätig ist und nicht jederzeit daheim sein kann um sich um das Kind zu kümmern.  Aber was wenn das Kind immer ruhiger wird, sich zurückzieht und mit vielen Situationen nicht klar kommt? Wenn es zu der Betreuung mehr Vertrauen aufbaut als zur eigenen Mutter? Und die Betreuung ihrer Sichtweisen offenbart die man als Mutter gar nicht gesehen hat?

Damit beschäftigt sich dieses Buch, damit beschäftigt sich auch der Leser. Und natürlich hat man immer die eigenen Gedanken im Hinterkopf wie man selbst reagieren würde, was würde man sagen, wie würde man handeln, was ist gerecht, was zu voreilig gesagt? Und es zeigt, in meinen Augen, auch auf wie wichtig es ist dass die Generationen sich austauschen, Zeit miteinander verbringen, dass beide Seiten davon neue Sichtweisen erhalten und voneinander lernen.

Für mich war das Buch ein Stück Kindheit als ich viel Zeit bei den Großeltern verbracht hatte und ich war gerne dort.

Ein Buch was schöne aber auch schwere Momente in der Realität von Familien, ja, der Gesellschaft aufwirft und man ein bisschen überlegt was man selbst eigentlich möchte und was einem gut tut und was nicht. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

 

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B

Rezension zu "Wir holen alles nach" von Martina Borger

Wir holen alles nach
BirPetvor einem Monat

Martina Borger nimmt uns mit in die Leben von zwei Frauen, Sina und Ellen, zwei Generation, zwei Lebensmodelle. Zunächst lernen Leser*innen Ellen kennen, eine Rentnerin, deren Rente zu gering ist für ihren Lebensunterhalt, so trägt sie in aller Frühe, wenn noch alles schläft, gemeinsam mit ihrem Hund Zeitungen aus und gibt nachmittags Nachhilfe. Sina ist ca. halb so alt wie Ellen und alleinerziehende Mutter, vor Kurzem mit ihrem neuen Partner zusammengezogen, mit dem auch ihr achtjähriger Sohn Elvis gut auszukommen scheint. Durch einen Zufall wird Elvis neuer Nachhilfeschüler bei Ellen und genießt ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge, denn Zuhause ist es immer sehr stressig, Sina arbeitet nahezu rund um die Uhr und es bleibt wenig Zeit für Elvis. Eines Tages macht Ellen eine erschreckende Entdeckung an Elvis und eine Lawine gerät ins Rollen, Vorurteile und Fehler der Vergangenheit werden jemandem zum Verhängnis.


“Aber sie hat Angst um ihn. Sie fürchtet, dass er nicht bestehen wird in dieser Welt, …”


Ich habe diesen Roman gerne und schnell gelesen, er hat sich sehr flüssig gelesen, ruhig, aber aufgrund der Thematik irgendwann sehr laut. Die beiden Frauen und deren jeweilige Leben wurden sehr authentisch dargestellt, alles sehr bildhaft beschrieben und vor allem die Emotionen der jeweiligen Personen sehr gut getroffen. Drei Generationen und völlig diverse Lebensläufe und Prioritäten. Im Zentrum Elvis, ein achtjähriger Junge, schüchtern, sensibel, enttäuscht von einigen Erwachsenen, still, eher klein für sein Alter, in sich zurückgezogen, empathisch und sehnt sich nach Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Sina ist als Assistentin in einer Werbeagentur immer gehetzt und auf dem Sprung, ihre Mutterrolle erfüllt sie für sich selber ungenügend, aber sie will nachholen, irgendwann wird schon Zeit sein und der anspruchslose Elvis macht es ihr dahingehend leicht, ihr Gewissen meldet sich aber wieder, doch zunächst ist die Sorge vorrangig, dass er ein gutes Zeugnis und eine Gymnasialempfehlung erhält. Ellen kümmert sich sehr liebevoll um Elvis, ihre Söhne sind schon lange aus dem Haus und wohnen weit weg, ihre Enkel sieht sie kaum. Es entwickelt sich ein besonderes Verhältnis zwischen Ellen und Elvis, welches Sina ungern wahrhaben möchte, denn insgeheim ist das ihr eigener Wunsch. Als Ellen dann eines Tages ungewöhnliches und schockierendes an Elvis entdeckt gerät alles ins Wanken und eine Lawine aus Vermutungen, Vorurteilen und Verurteilungen nimmt ihren Lauf. 


Ein leises lautes Buch, welches einen großen Teil unserer Gesellschaft spiegelt. Ein ehrliches und gutes Buch über verpasste Chancen und aufgeschobene Dinge, von Kopfentscheidungen, wo Gefühl angebracht gewesen wäre und Entfremdung...irgendwann ist ‘später’ zu spät und der Weg ein sehr langer wieder zueinander zu finden.

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Rezension zu "Wir holen alles nach" von Martina Borger

Kurzweilige Lektüre, die mir ganz gut gefallen hat
Lia48vor 2 Monaten

INHALT:
Die verwitwete Ellen ist Ende 60 und lebt allein mit ihrem Hund. Um ihre Rente aufzubessern, trägt sie regelmäßig die Zeitung aus. Zusätzlich gibt sie noch Nachhilfe, was sich schnell in der Nachbarschaft herumspricht.

Sina Poschmann, die um die Ecke wohnt, arbeitet rund um die Uhr und sucht für ihren 8-jährigen Sohn eine Unterstützung für Mathe und Deutsch. Sie wünscht sich, dass ihr Elvis einmal das Gymnasium besuchen kann. Sie selbst hat nur wenig Zeit für ihren Sohn und dessen Vater, von dem sie sich mittlerweile getrennt hat, zeigt kein all zu großes Interesse.

Eigentlich hat Ellen mit ihren bisherigen Nachhilfeschülern schon genug zu tun, doch sie beschließt, Elvis kennenzulernen und verbringt schließlich sogar die Ferien mit ihm. Schnell wächst ihr der ruhige, tierliebe Junge ans Herz und auch Elvis genießt die Zeit mit Ellen. Bald muss diese jedoch feststellen, dass den stillen Elvis etwas zu belasten scheint. Und plötzlich nehmen die Gerüchte ihren Lauf...


MEINUNG:
Ellen war mir direkt sympathisch. Sie liebt ihren Hund und mag es mit ihm früh morgens durch die leeren Straßen zu gehen. Außerdem liest sie gerne oder suchtet auch mal eine Serie durch. Sie scheint ein gutes Gespür für ihre Umwelt zu haben. So wächst ihr der neue Nachhilfeschüler Elvis auch schnell ans Herz. Schön, wie sie sich um ihn kümmert und für ihn sorgt!
Elvis liebt vor allem Ellens Hund. Da seine Mutter sehr beschäftigt ist, genießt er es, mit der Rentnerin und dem Vierbeiner ausgiebig Zeit zu verbringen und wünscht sich gar kein großes Programm, was ich gut nachvollziehen konnte.
Ich mag die Kombination von Jung und Alt in Büchern immer wieder gerne, was auch hier in Verbindung mit den Charakterzeichnungen ganz wunderbar harmoniert.
Mutter Sina scheint das Pech anzuziehen, ihre Hektik durch ihre ganze Zeitknappheit und den beruflichen und privaten Stress, konnte ich regelrecht spüren.
Insgesamt ist es eine kurzweilige, eher ruhige und vielleicht auch nachdenklichstimmende Lektüre, die ich ganz gerne gelesen habe.
Besonders am Anfang der Geschichte passiert nicht all zu viel, als Leser befindet man sich vor allem in dem Hier und Jetzt, wodurch es für mich ab und zu auch mal Längen gab. Bei der zweiten Hälfte des Buches war ich dann aber immer mittendrin und habe die weiteren Entwicklungen gespannt verfolgt.
Mehr möchte ich gar nicht verraten, weniger Worte sind hier sicherlich mehr.

FAZIT: Wer nach einer kurzweiligen, eher ruhigen und vielleicht auch etwas nachdenklichstimmenden Lektüre sucht, kann sich das Buch durchaus zu Gemüte führen. Mir hat es trotz ein paar Längen gut gefallen und bekommt daher von mir 4/5 Sterne!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Wir holen alles nach

Martina Borger erzählt in ihrem Roman "Wir holen alles nach" eine Geschichte, mit deren Themen sehr viele Familien heute zu tun haben: Sina hat sich jahrelang allein um ihren Sohn gekümmert und den oft stressigen Alltag gemeistert. Doch nun nimmt ihr Leben eine Wendung, denn sie hat einen neuen Partner und zudem kümmert sich eine ältere Dame regelmäßig um Sohn Elvis. Sie ist es auch, die bemerkt, dass etwas mit Elvis nicht stimmt ...

Herzlich Willkommen in unserer Leserunde zum bewegenden Roman "Wir holen alles nach" aus dem Diogenes Verlag

Eine alleinerziehende Mutter findet einen neuen Partner. Plötzlich ist da eine Patchworkfamilie und alles scheint entspannter zu werden. Doch dann passiert etwas Schlimmes und alles gerät aus der Balance ... Seid ihr neugierig auf das Buch geworden?

Zusammen mit Diogenes suchen wir 50 Leser*innen die den Roman in dieser Leserunde gemeinsam lesen, sich darüber austauschen und zum Schluss eine Rezension schreiben! Beantwortet für die Chance auf eines der Bücher bis zum 29. März 2020 die folgende Frage:

Was brauchen Familien eurer Meinung nach heute, um ein erfülltes und möglichst entspanntes Leben führen zu können?

Ich freue mich auf eure Antworten & den Austausch mit euch!

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