Martina Borger , Maria Elisabeth Straub Kleine Schwester

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Inhaltsangabe zu „Kleine Schwester“ von Martina Borger

Es war alles so schön geplant: Die Jessens wollen dem fünfjährigen Heimkind Lotta ein neues Zuhause geben – und mit ihr endlich eine ›richtige‹ Familie werden. Doch mit dem Einzug von Lotta, Lillys »kleiner Schwester«, beginnt eine Katastrophe, die unerbittlich auf ein erschreckendes Ende zusteuert. Nur die zwölfjährige Lilly versucht im letzten Moment, die Tragödie abzuwenden…

Eine Geschichte, die erschreckend daran erinnert, dass es jedem passieren kann.

— RubinNina
RubinNina

Menschliche Abgründe tun sich auf - sehr eindringlicher Roman

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Atemberaubend, erschreckend und einfach nur unglaublich. Eine besondere Geschichte!

— Sarah_va21
Sarah_va21

Sehr bewegend, erschreckend und zeigt auf, das man nicht weg sehen darf!

— heike_herrmann
heike_herrmann

Habe das Buch heute begonnen zu lesen und bin sehr gespannt auf diese Geschichte!

— Rosalie
Rosalie

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  • Menschliche Abgründe tun sich auf - sehr eindringlicher Roman

    Kleine Schwester
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    03. August 2016 um 18:10

    Ela und Carl Jessen sind glücklich mit ihrer zehnjährigen Tochter Lilly, aber vor allem Ela wünscht sich sehnlichst ein zweites Kind. Als klar wird, dass Carl aufgrund einer Erkrankung nicht mehr zeugungsfähig ist, beschließen sie, ein Kind zu adoptieren.Auf den ersten Blick ist Ela ganz verliebt in die süße Dagmar aus dem Pflegeheim, die in die Familie Jessen aufgenommen wird, und ab sofort Lotta heißt. Das Zusammenleben gestaltete sich von Anbeginn schwierig. Lotta, vom Entwicklungsstand einer Fünfjährigen zurückgeblieben, redet nicht, kann keine feste Nahrung bei sich behalten und weint viel. Der einzige Bezugspunkt wird ihr Teddybär, ohne den sie nicht sein kann. Lilly muss sich mit dem für sie fremden Mädchen ein Zimmer teilen, das nachts ins Bett macht und darüber hinaus teilnahmslos ist. Ela und Carl sind mit der Situation restlos überfordert. Ela ist Kindergärtnerin, hat aber so ein Kind noch nicht erlebt und fühlt sich vom Schicksal betrogen. Als Carl berufsunfähig wird und seinen Malerbetrieb aufgeben muss, wird auch die finanzielle Situation angespannt. Die Jessens verkaufen ihr Haus und ziehen an einen anderen Ort, wo sie einen Neuanfang wagen wollen. Carl arbeitet nach erfolgreicher Umschulung als Krankenpfleger im Nachtdienst, aber Ela verfällt zunehmend dem Alkohol und verliert ihre Arbeit. Lilly hält sich tapfer, geht weiterhin fleißig zur Schule und kümmert sich nachmittags um Lotta. Die Situation zu Hause ist für alle unerträglich, aber Lotta zurück ins Heim zu geben, würde bedeuten zu scheitern und zudem ist die Familie inzwischen finanziell auf das Pflegegeld angewiesen. Lilly ist die einzige, die überlegt, woher sie Hilfe bekommen kann, steht aber in dem Konflikt, ihre geliebten Eltern zu verletzen und zu verraten. Der Schreibstil des Buches ist zunächst gewöhnungsbedürftig, da die Geschichte aus der Sicht der 10-Jährigen Lilly beschrieben wird. Der Roman beginnt mit einer kleinen Bilderbuchfamilie in der nach Außen alle glücklich wirken. Ela ist jedoch ein sehr labiler Mensch, extrem launisch und egoistisch. Wie bei einem kleinen Kind müssen ihre Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden. Ihr Ehemann ist schwach und erpressbar. Verliebt wie er in seine dominante Ehefrau ist, geht er den Weg des geringsten Widerstands und lässt Ela alle Entscheidungen treffen. Im Umgang mit Lotta hält er sich hilflos zurück und Ela geht dagegen viel zu weit. Am Ende ist Lilly die einzige, die sich noch um das verwahrloste, einsame Kind kümmert. In diesem Roman tun sich menschliche Abgründe auf. Es ist erschütternd, wie leicht hinter geschlossenen Mauern in Deutschland eine Vernachlässigung und - schlimmer noch - Misshandlung Schutzbefohlener möglich ist, ohne dass das Jugendamt davon Kenntnis bekommt oder Nachbarn darauf aufmerksam werden. Die beiden Autorinnen schildern die Ereignisse und die Entwicklung der Familie ungeschönt, aber leider durchaus realistisch. "Kleine Schwester" entwickelt sich durch die sich zuspitzenden Ereignisse und die stetig steigende Spannungskurve zu einem dramatischen Psychothriller, in dem am Ende beide Mädchen auf der Strecke bleiben. Am Ende stellen sich dem Leser die Fragen: Wie können Menschen so grausam sein? Und wo sind die entsprechenden Kontrollinstanzen um so einen Verlauf zu verhindern?

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  • Sehr bewegend, erschreckend und zeigt auf, das man nicht weg sehen darf!

    Kleine Schwester
    heike_herrmann

    heike_herrmann

    Kurzbeschreibung: Es war alles so schön geplant: Die Jessens wollen dem fünfjährigen Heimkind Lotta ein neues Zuhause geben – und mit ihr endlich eine ›richtige‹ Familie werden. Doch mit dem Einzug von Lotta, Lillys 'kleiner Schwester', beginnt eine Katastrophe, die unerbittlich auf ein erschreckendes Ende zusteuert. Nur die zwölfjährige Lilly versucht im letzten Moment, die Tragödie abzuwenden… Meine Meinung: Es fing alles ganz harmlos an - Familie Jessen wünscht sich vergebens ein zweites Kind, was jedoch nicht klappen möchte. Und so werden sie irgendwann zu den Pflegeeltern der fünfjährigen Lotta. Doch alles läuft nicht so wie geplant, denn Lotta kam aus sehr schlechten Familienverhältnissen, ist körperlich und geistig weit hinter ihren Altersgenossen und würde eigentlich eine besondere Förderung brauchen. Ob dies vom Jugendamt versäumt wurde anzumerken, oder ob Pflegemutter Ela sich dies als gelernte Kindergärtnerin zutraute, kann ich nicht sagen, jedoch war die Perfektionistin Ela bald an ihre Grenzen angelangt. Sie hatte einfach keine Geduld mehr mit Lotta und schlimme Geschehnisse nahmen ihren Lauf. Zudem kamen noch ein Umzug, Geldsorgen, Arbeitslosigkeit und Alkoholmissbrauch hinzu - der Alptraum war vorprogrammiert...! Erzählt wird das alles aus der Sicht der elf/zwölfjährigen leiblichen Tochter, Lilly. Natürlich war die Erzählweise ab und an etwas kindlich naiv, hat mich jedoch gleich in den Bann gezogen, weil man die Nöte und Ängste, ebenso den Zwiespalt des Mädchens heraus lesen konnte. Die Geschichte, die (leider) auf wahren Tatsachen beruht, hat mich sehr bewegt, erschüttert und zeigt auf, das man niemals die Augen verschließen darf, denn solch traurige Schicksale können überall, jederzeit passieren - meist muss man gar nicht weit schauen. Kann man in dieser Geschichte jemandem die Schuld geben? Natürlich der Pflegemutter, die das Kommando anführte und so oft mit Selbstmord drohte, dem Ehemann, der oft hilflos mit Gewissensbissen da stand, aber doch tatenlos zusah?! Lilly, einem zwölfjährigen Mädchen, sicher nicht, denn was gibt es schlimmeres, als einem Kind solch eine Bürde aufzulasten, ob es die Eltern verrät oder die Pflegeschwester rettet? Die als Einzige Herz und Verstand zeigte?! Nein, ganz sicher nicht! Dem Jugendamt, die ihre Pflichten ganz zu den Akten gelegt haben, ganz sicher! Fazit: Eine sehr berührende, bewegende Geschichte, die auf Tatsachen beruht. Die aufzeigt, wie nah doch das Schreckliche sein kann und welch schlimme Dinge, in einer scheinbar fröhlichen, glücklichen Familie passieren können.

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    • 6
  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    Buecher-Wahn-Sinn

    Buecher-Wahn-Sinn

    27. August 2012 um 15:12

    Für mich war der Satzbau der Geschichte zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Den Stil, die Geschichte aus der Sicht eines Kindes wiederzugeben, war mir bereits bekannt. Es dauerte nicht lange, bis ich mich an gestückelte oder verschachtelte Sätze gewöhnt hatte. Phasenweise war ich mir etwas unschlüssig, ob ein zwölfjähriges Mädchen teilweise wirklich so denken würde, wie es in diesem Buch wiedergegeben wurde. Vielleicht steckten doch ein wenig mehr die Denkweisen der beiden Autorinnen in der kleinen Protagonistin. Das ganze gibt der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Als ich von diesem Buch hörte, nahm ich an, es handle sich um eine Geschichte, in der eine Familie ein Adoptivkind aufnimmt, welches "aktiv" misshandelt wird. Ich musste feststellen, dass Passivität und "Nicht-kümmern" mindestens genauso grausam und erschreckend sein kann. Laut Internetrecherche basiert diese Geschichte auf wahren Begebenheiten. Umso verstörender ist die Erzählung der kleinen Lilly, wenn man bedenkt, dass ein Adoptivkind in einer Pflegefamilie eigentlich ein "endlich" wünschenswertes und behütetes Zuhause erhalten soll.

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  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    Rosalie

    Rosalie

    07. August 2012 um 10:59

    "Kleine Schwester" - ein wirklich krasses Buch. Wenn man von solchen Geschichten in den Nachrichten hört, denkt man sich immer "Wie verrückt müssen diese Menschen sein, einem Kind sowas antun zu können???". In diesem Buch wird dieses Vorgehen mit harten Taten und Fakten beschrieben, sodass es nach und nach immer schlimmer wird und zum Schluss kein Ausweg für die Familie zu erkennen ist. Tragödisch und leider nicht so selten in der Welt ... dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an und fesselt einen noch Stunden danach.

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  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    blueberry7

    blueberry7

    05. January 2012 um 10:56

    Hier ist Borger und Straub wieder mal eine grässliche Geschichte gelungen.
    Schrecklich die Vorstellung und erschreckend die Entwicklung von Lillys Mutter.
    Wobei die Beschreibung aus der kindlichen Sicht Lillys eine gute Herangehensweise darstellt............

  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    Yayda

    Yayda

    01. June 2011 um 10:35

    Lesenswert...

  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    Birkhenne

    Birkhenne

    23. March 2011 um 11:27

    "Ich glaub, daß jedem Menschen auf der Welt alles passieren kann, daß er ganz schreckliche Dinge tut, die er eigentlich gar nicht tun will. Bei Tante Bella hab ich mal mit ihrem Tintenfaß gespielt, obwohl sie das verboten hat, als ich den Deckel wieder auf das Faß schrauben wollte, ist ein winziger Tropfen auf das weiße Tischtuch gefallen, ich bin in die Küche gelaufen und hab einen Lappen geholt und wollte den Tropfen wegputzen, ich hab ein bißchen Wasser draufgetan, da ist die Tinte hellblau zerflossen, und aus dem Tropfen ist ein Fleck geworden, so groß wie meine ganze Hand. So ähnlich ist es, wenn man Fehler macht, glaub ich, erst sind sie ganz klein, und wenn man sie wieder wegmachen will, und keiner soll es merken, werden sie immer größer, und irgendwann gibt es keinen Ausweg mehr. Lotta ist auch so ein Fleck." In diesem Buch erzählen die beiden Autorinnen Martina Bogner und Maria Elisabeth Straub die Geschichte der Familie Jessen aus der Sicht der 12-jährigen Tochter Lilly. Ich mußte unwillkürlich beim Lesen an "Flavia de Luce" denken, da sie ihre Empfindungen ähnlich ausdrückte und auch das Alter stimmte überein. Nur dass es in dieser Geschichte wesentlich ernster zugeht. Die kleine Familie Jessen wünscht sich ein zweites Kind. Ihre Tochter Lilly ist inzwischen schon 10 Jahre alt und es will einfach nicht klappen mit einem zweiten Kind. Nachdem der Vater von Lilly dem Drängen seiner Frau endlich nachgegeben hat und einen Arzt konsultiert, stellt dieser fest, dass Carl nach einer zurückliegenden Krankheit zeugungsunfähig geworden ist. Ellen, Lilly's Mutter, hier Ela genannt stürzt in eine Depression. Nach einer seelischen Erholungsphase hat sich bei Ela, der gelernten Kindergärtnerin der Entschluß festgesetzt, einem Heimkind ein neues Zuhause zu geben, Wenn möglich, sollte es natürlich ein Baby sein. Da dieses aber wiederum eine längere Wartezeit bedeutet hätte, hat sie sich dann kurz entschlossen die fünfjährige Lotta nach Hause geholt. Carl hat sich da nicht groß eingemischt. Er nahm an, dass mit dem neuen Kind endlich auch wieder Zufriedenheit bei Ela einkehren würde. Sie hätte wieder jemanden, den sie umsorgen könnte und Lilly hätte eine Schwester und alles wäre Friede, Freude, Eierkuchen. Nur geht die ganze Sache nach hinten los, denn schon nach kurzer Zeit stellt die Familie Jessen fest, dass mit Lotta etwas nicht in Ordnung ist. Noch denkt Ela, dass man das mit viel Liebe und Hinwendung geradebiegen kann. Als dies dann aber nicht gelingt, überlegt man, ob man das Kind vielleicht wieder zurückgeben kann aber da ist ja noch die finanzielle Zuwendung für Pflegekinder, auf die man auch nicht mehr verzichten möchte und kann. Inzwischen befindet sich die Familie in einer Zwickmühle, die in einer Tragödie zu enden scheint. Eigentlich wollte die Familie Jessen nur eine glückliche Familie sein, sonst nichts. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und es sollte jeden wachrütteln und genau hinschauen lassen, was in seinem unmittelbaren Umfeld passiert. Oft sind die Betroffenen nur hilflos und fühlen sich im Stich gelassen und aus einer Mücke wird dann sprichwörtlich ein Elefant. Die Jugendämter allein sind überfordert und haben viel zu wenig Personal für die vielen Problemfälle in unserer Gesellschaft. Leider werden es immer mehr.

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  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    11. January 2011 um 11:57

    Diese Story hat mich zutiefst verstört. Die Autoren schaffen es, die Situation unmerklich und in kleinen Schritten zu verschärfen, so dass Grausamkeiten und abstoßende Handlungen nur noch wie logische Konsequenzen scheinen. Die eingeschränkte Sicht der jungen Ich-Erzählerin tut ihr ihriges dazu und ließ mich erschüttert zurück. Eine klassische Tragödie.

  • Rezension zu "Kleine Schwester" von Martina Borger

    Kleine Schwester
    Gruenente

    Gruenente

    05. February 2008 um 11:38

    Für mich als Mutter ein super hartes Buch. Härter als jeder Krimi. Ich weine nie beim lesen, aber hier wäre es beinahe passiert. Es geht um die Geschichte einer Familie, die eigentlich ziemlich gut funktioniert. Eine liebe Tochter und die Eltern immer noch verliebt. Dieser Roman zeigt auf wie es durch die Verkettung vieler Umstände zu extremer Kindes-Vernachlässigung kommt. Sonst liest man das nur in der Zeitung und kann nicht verstehen wie es dazu kam. Hier wird so eine Geschichte aus der Sicht einer Zwölfjährigen erzählt.

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