Martina Frey Die Schwestern von Sunneck

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 19 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 13 Rezensionen
(6)
(10)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Schwestern von Sunneck“ von Martina Frey

Wiesbaden / Mainz 1242§Die Schwestern Jonata und Roberta leben auf Burg Sunneck, einem kleinen Anwesen in der Nähe von Wiesbaden. Ihr Vater hält sich aus allen Streitigkeiten und politischen Machenschaften zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes heraus. So wird die kleine Burg im Rambachtal von der großen Politik übersehen und ihre Bewohner führen ein friedliches Leben bis ein Heer marodierender Ritter die Burg überfällt.§Der Burgherr wird getötet, die Frauen gefangen genommen. Ihre einzige Hoffnung ist Lorentz, Herold des Mainzer Erzbischofs und Jonatas Verlobter. Mit ihm werden die Schwestern in einen Strudel aus politischen Intrigen gezogen und müssen kämpfen um ihr Leben, ihre Freiheit und die Liebe.§Dieser Roman erscheint im Rahmen der Edition Quo Vadis des Dryas Verlags. Die Edition Quo Vadis bietet Autorinnen und Autoren des Autorenkreises Historischer Roman eine Plattform für die Veröffentlichung ausgewählter Romanprojekte.

Stöbern in Historische Romane

Möge die Stunde kommen

Spannend, aber politische Verwicklungen wirken konstruiert und Nebencharaktere bleiben eindimensional

Julia_Kathrin_Matos

Die Salbenmacherin und die Hure

Düster und spannend, wieder ein toller historischer Krimi um die Salbenmacherin Olivera.

Klusi

Die Stadt des Zaren

spannender historischer Roman über die Entstehung von St.Petersburg

Vampir989

Das blaue Medaillon

Spannender Historienroman mit kleinen Schwächen

Sorko

Marlenes Geheimnis

Marlenes Geheimnis ist ein Roman in dem man sich fallen lassen kann. Er geht ans Herz, lässt uns lächeln und berührt zugleich tief.

Binea_Literatwo

Die letzten Tage der Nacht

Wundervoll gelungener Wechsel zwischen Fiction und historischer Wahrheit - das ganze fesselnd erzählt

markusros

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Die Tochter eines Arztes" von Martina Frey

    Die Tochter eines Arztes
    Dryas_Verlag

    Dryas_Verlag

    Suche 15 Testleser/innen, die einer hoffnungslosen Liebe in revolutionären Zeiten eine Chance geben wollen. Zum Buchinhalt: Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias' verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Schließlich erscheint es in den Revolutionswirren unmöglich für Eugenia, ihr Glück doch noch zu finden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. November 24 Uhr. Die Autorin Martina Frey wird an der Runde teilnehmen. Eine Leseprobe aus dem Buch findet sich unter „Blick ins Buch“ auf der Verlagswebseite: http://www.dryas.de/tochter-arzte/

    Mehr
    • 361
  • Leserunde zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Suche 15 Testleser/innen, die einen fesselnden historischen Abenteuerroman lesen möchten! Zum Buchinhalt: Die Schwestern Jonata und Roberta wachsen behütet auch der kleinen Burg Ihres Vaters nahe Wiesbaden auf. Als Raubritter die Burg überfallen, werden bei brutal aus ihrem Alltag gerissen. Die Burg wird eingenommen und sie als Geiseln festgehalten. Ihre einzige Hoffnung ist Lorentz, Jonatas Verlobter, in Mainz. Doch auch er hat wenig Handhabe, denn langsam verstehen alle Beteiligen, dass Sie Opfer eine politischen Intrige geworden sind. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 29.11. – die Autorin Martina Frey und ich als Verlegerin freuen uns auf die Leserunde mit euch!

    Mehr
    • 302
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    sonjastevens

    sonjastevens

    16. February 2012 um 10:40

    Die Schwestern von Sunneck Martina Freys Buch „Die Schwestern von Sunneck“ ist ein historischer Roman, der meiner Meinung nach eher weibliche Leser anspricht, da das Hauptthema dann doch Liebe ist und nicht so brutal gekämpft wird, wie in anderen historischen Romanen. Aber das soll keine negative Kritik sein, sondern einfach darauf hinweisen, für welche Leserschaft das Buch bestimmt ist, denn mir persönlich (ich bin auch weiblich) hat das Buch – bis auf wenige Abstriche – sehr gut gefallen! Vor allem je weiter ich gelesen habe, desto besser fand ich das Buch und ich habe es auch in kürzester Zeit gelesen. In der ersten Hälfte des Buches habe ich manchmal über die ständigen Wiederholungen der Gedanken der Protagonistin geärgert, denn spätestens nach der zweiten Wiederholung habe ich verstanden, wie wichtig dieser Gedanke für sie ist. Ich weiß nicht, warum es so oft Wiederholungen gab, aber ich persönlich habe schon gedacht, dass die Autorin vielleicht denkt, der Leser sei dumm? Auch habe ich nicht verstanden, warum das Lektorat so etwas nicht gestrichen hat? Nu denn, das war es aber auch schon mit meiner Kritik, denn ansonsten ist das Buch super. Es lässt einen in eine andere Zeit reisen, Mitten in Mittelalter und dort mit den Protagonistinnen mitfiebern, denn ihr ruhiges beschütztes Leben steht gerade auf der Kippe nachdem die Brüder Ulrich und Simon ihr Unheil in der Gegend treiben und auch schon bald die Burg Sunneck überfallen. Hierbei wie der Vater der Schwestern getötet sowie auch viele geliebte Menschen. Die Frauen sind nun in Gefangenschaft und müssen vor allem unter dem grässlichen, brutalen Ulrich leiden. Die ältere Schwester Jonata ist mit Lorentz verlobt und ihre letzte Hoffnung ist, dass er sie rettet. Aber wird er schnell genug da sein oder muss Jonata sich vielleicht doch selber helfen? Aber kann sie das? Und wie sollte sie es anstellen? Besonders gut hat mir auch die Einleitung ins Buch gefallen, die einen kurzen geschichtlichen Überblick gibt, damit der Leser auch die historischen Zusammenhänge versteht. Ebenso das darauf folgende Personenregister, welches erklärt welche Personen historisch sind und welche fiktiv, ist sehr interessant und hilfreich. Am Ende des Buches findet man noch ein Glossar, was meiner Meinung nach ein Muss ist für historische Bücher. Alles in Allem ein gelungener historischer Roman, der mir sehr viel Freude beim Lesen beschert hat. Von mir gibt es vier Sterne!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Annelchen

    Annelchen

    30. January 2012 um 14:27

    Historischer Roman rund um den Taunus . Inhalt Jonata und Roberta sind Schwestern und leben auf der Burg ihres Vaters, der Burg Sunneck. Die Ältere der zwei Geschwister, Jonata, ist Lorentz versprochen, der Herold des Mainzer Erzbischofs ist. Da zwischen Papst und Kaiser politische Streitigkeiten herrschen, muss Lorentz für den Mainzer Erzbischof kämpfen. Nach seiner Rückkehr möchte er Jonata dann heiraten. Ihre Heimat wird jedoch aus politischen Gründen von den zwei "Raubrittern" Simon und Ulrich von Mechtheim überfallen und erobert, die im ganzen Land aufgrund ihrer Brutalität gefürchtet werden. Jonata und Roberta überleben diesen Angriff, sind den Brutalitäten ihres neuen Burgherrn jedoch völlig ausgeliefert. Wird es Jonata und Roberta gelingen, zu fliehen? Werden Lorentz und Jonata heiraten? . Persönlicher Eindruck: An dem Roman hat mir die Einleitung von Frau Frey sehr gefallen. Dort stellt sie kurz die politischen Hintergründe Im 13. Jahrhundert rund um Mainz/Wiesbaden dar, die man zum Roman wissen sollte. Der Roman selbst lässt sich ganz gut lesen. Ich hatte jedoch als kleiner Geschichtsbanause meine Probleme erstmal zu verstehen, wer jetzt gegen wen war und warum. Das hat mir den Einstieg erschwert und somit natürlich den Lesefluss. Die Beschreibung der Personen ist Frau Frey sehr gut gelungen - sie wirken authentisch. Dennoch habe ich mir ein bißchen mehr von der Handlung erwartet. Es wäre auch schön gewesen, wenn im Innenband eine kleine Karte von Wiesbaden und Umgebung aus der Zeit gewesen wäre. So hätte man den Weg der Personen besser verfolgen können. . Fazit: Mich hat "Die zwei Schwestern von Sunneck" leider nicht komplett begeistern können. Für 4 Sterne reicht es mir leider nicht. Ich würde gern 3,5 geben. Der Abzug liegt darin, dass mir die Handlung des Romans einen Tick "zu dünn" ist. Und leider bin ich beim Lesen auch auf einige Rechtschreibfehler gestossen. . Im Großen und Ganzen ist dieser Roman ein gutes Buch. Für eingefleischte Liebhaber von historischen Romanen sicher zu empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Buchina

    Buchina

    18. January 2012 um 18:13

    Jonata und ihre jüngere Schwester Roberta führen ein unbeschwertes Leben auf der Burg Sunneck. Obwohl ihre Mutter schon früh gestorben ist, wachsen sie mit Liebe und auch Freiheiten auf. Jonata, eine selbstbewusste junge Frau, lässt sich nur schwer in die typische Frauenrolle pressen und tut alles um mehr in die für sie interessantere Männerwelt hinein zu gelangen. Ihr zukünftiger Mann, sie ist schon lange Lorentz versprochen, liebt gerade diese Eigenheiten von ihr. Alles scheint perfekt, bis ein Angriff auf die Burg alle Zukunftsträume zu nicht macht. Die beiden jungen Frauen oder besser Mädchen werden Gefangene in ihrem eigenen Zuhause. Und Jonata erwartet ein noch viel schlimmeres Schicksal. Die ersten Seiten, die versuchen die geschichtlichen Zusammenhänge um 1242 zu erklären, waren für mich sehr verwirrend, da ich erst einmal nichts über die einzelnen Familienfehden ect. wusste. Leider hat die Autorin es bei mir nicht geschafft, dieses geschichtliche Durcheinander in meinem Kopf zu klären. Ich vermute es lag daran, dass Martina Frey so sehr in dieser Materie steckt, dass es ihr sicher schwer fällt es einem Unwissenden wie mir kurz und knapp zu erklären. Dann aber begannen die eingehenderen Beschreibungen der Charaktere und die direkten Ereignisse. Dabei wurde ich sofort in den Bann gezogen. Die Darstellung des Überfalls auf die Burg war nicht nur spannend, sondern ging mir richtig unter die Haut. Der für mich aber interessanteste Handlungsstrang war die Beziehung zwischen Jonata und Simon. Die Passagen der beiden konnte ich nicht aus der Hand lesen. Selten gingen mir die Gefühle der Protagonisten sehr nah, ihr Hass, ihre Verzweiflung und die geleugneten Gefühle für einander sind großartig beschrieben. Ein sehr empfehlenswerter historischer, aber auch Liebesroman, der einige Schwächen bei der Beschreibung der historischen Ereignisse hat, aber in der Charakterdarstellung große Stärken aufweist.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Arwen10

    Arwen10

    17. January 2012 um 07:51

    Wiesbaden / Mainz 1242 Die Schwestern Jonata und Roberta leben auf Burg Sunneck, einem kleinen Anwesen in der Nähe von Wiesbaden. Ihr Vater hält sich aus allen Streitigkeiten und politischen Machenschaften zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes heraus. So wird die kleine Burg im Rambachtal von der großen Politik übersehen und ihre Bewohner führen ein friedliches Leben – bis ihre Burg überfallen wird. Der Burgherr wird getötet, die Frauen gefangen genommen. Ihre einzige Hoffnung ist Lorentz, Herold des Mainzer Erzbischofs und Jonatas Verlobter. Allein auf sich gestellt müssen Jonata und Roberta kämpfen um ihr Leben, ihre Freiheit und ihre Liebe. Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Nicht nur, dass die Handlung in der Nähe meines Wohnortes spielt. Nein, es war von Anfang an so spannend, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders gefallen hat mir, dass wir mit Jonata eine junge Frau kennenlernen, die für ihre Liebe, auch die zu ihrer Schwester zu allem bereit ist. Sie ist mutig und kämpft, selbst wenn alles aussichtslos erscheint. Auch die Liebe geht andere Wege als erwartet und es wird teilweise ganz schön aufreibend aber auch spannend. Letztendlich gewinnt der Jonatas Herz, der es sich verdient. Ein rundum gelungener historischer Roman, der nicht nur ein Blick auf die historischen Ereignisse wirft, sondern auch wunderbar unterhält. Eine Einleitung, ein Personenverzeichnis, ein Nachwort und ein Glossar runden das rundum gelungene Buch ab.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Themistokeles

    Themistokeles

    10. January 2012 um 12:15

    Inhalt: Die Schwestern Jonata und Roberta wachsen, trotz der kriegerischen Zeiten die herrschen, behütet auf Burg Sunneck auf. Jedoch wird die Burg aus heiterem Himmel von Ullrich und Simon von Mechtheim, zwei als Raubritter berüchtigten Brüdern, angegriffen. Während dieses Angriffs wird die Burg eingenommen, der Ritter und Vater der Mädchen getötet und die Schwestern gefangen genommen. Die einzige Hoffnung die ihnen bleibt, ist Jonatas Verlobter Lorentz, der für den Bischhof von Mainz kämpft. Der jedoch erhält nicht sofort die Unterstützung, die er benötigt, um die Schwestern zu retten und nach und nach müssen alle erkennen, dass sie die Opfer politischer Intrigen und Machtspiele geworden sind. Meinung: Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem historischen Roman eindeutig eher um ein Werk das Frauen anspricht, da weniger die Kämpfe in den Vordergrund gestellt werden, als vielmehr Jonatas Gefühle, so wie ihre Stärken und Schwächen. Durch diesen Aufbau ist es der Autorin auf jeden Fall gelungen, sehr interessante Charaktere zu erschaffen, bei denen für mich insbesondere Jonata, die eine leichte Andersartigkeit zum damaligen Frauenbild aufweist, und Simon herausstechen, die sie für mich mit am realistischsten und plastischsten wirkten. Jedoch kam es durch, dass grade Jonatas Gefühle so betont wurden, auch dazu, dass der Roman einen Durchhänger hatte, da nach dem spannenden Anfang sehr lange nur wiederholende Beschreibungen von Jonatas Wut, Trauer und misslicher Lage kamen, die die Handlung in diesem Punkt etwas zu sehr ausgebremst haben. Was mir jedoch wieder sehr gut gefiel, war die Atmosphäre, die durch die Empfindungen der Charakter und Beschreibungen der Burgen und ähnlichem, sehr schön war und man sich diese mittelalterlichen Gegebenheiten so sehr gut bildlich vorstellen konnte und das Gefühl hatte in dieser Welt von damals drin zu stecken. Insbesondere fand ich auch die Sicht der Männer in Bezug auf die Frauen sehr gut dargestellt. Auch das Ende hat mir in der Form, wie es präsentiert wurde, sehr zugesagt, da es in meinen Augen einfach perfekt zu diesem Roman passte. Einzig die politischen Machtspiele, die zwar wichtig waren für den Verlauf der Geschichte und ursächlich für das Geschehen, wurden leider nur sehr oberflächlich angeführt, was ich ein wenig schade finde, da die Gründe so wirklich sehr flach wirkten. Es handelt sich jedoch auf jeden Fall um eine sehr interessante Geschichte um eine sehr interessante junge Frau, wobei ich dazu noch sagen muss, dass ich den Titel nicht ganz so passend finde, weil mir die Rolle der Robert dazu zu gering erscheint.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Blaustern

    Blaustern

    26. December 2011 um 22:19

    „Die Schwestern von Sunneck“ ist ein spannender historischer Roman, dessen Handlung im 13. Jahrhundert spielt. Jonata und ihre Schwester Roberta wachsen auf der Burg Sunneck bei ihrem Vater Ritter Gundrich behütet auf. Während Jonata sich aber für politische Begebenheiten interessiert, hinter der Tür die Gespräche der Männer verfolgt und sich sogar im Bogenschießen übt, ist Roberta das ganze Gegenteil, in ihrer Denkweise noch ziemlich naiv und meint, mit ihrem Stand alles erreichen zu können. Ritter Gundrich war es bisher gelungen, sich aus allen politischen Konflikten herauszuhalten und somit in Frieden auf der Burg zu leben. So wollte er es auch weiterhin halten, was dieses Mal aber nach hinten losging. Die Burg wurde von den grausamen Brüdern Ulrich und Simon von Mechtheim und ihren Rittern überfallen. Dabei wurde Ritter Gundrich getötet und seine Töchter, Jonata und Roberta, sowie die restlichen Überlebenden gefangen genommen. Ulrich treibt nun sein Unwesen auf der Burg und zwingt Jonata, seinen Bruder Simon, der dem Tode geweiht ist, gesund zu pflegen, ansonsten würde sie mit ihm ins Jenseits gehen. Jonata ist eine mutige und starke junge Frau, die sich immer wieder Ulrich widersetzt, sagt, was sie denkt, wodurch sie bei Ulrich immer wieder auf Missfallen stößt und dafür hart mit Prügel bestraft wird. Um ihre Schwester zu beschützen und zu befreien, nimmt sie aber alles in Kauf. Sie willigt sogar in eine Heirat mit Ulrich ein, obwohl sie Lorentz liebte und versprochen war, wenn er dafür nur Roberta und ihre Kinderfrau Hermine gehen lässt. Jonatas Hoffnung liegt auf Lorentz, der sie befreien wird, da ist sie sich sicher, aber der lässt lange auf sich warten, da er gezwungen ist, dem Erzbischof zu folgen und sogar gegen seine eigene Familie anzutreten. Wird es ihm noch rechtzeitig gelingen, Hilfe zu besorgen und Jonata zu befreien? Wird er sie überhaupt noch heiraten wollen, wenn er erfährt, was in der Zwischenzeit alles vorgefallen ist? Martina Frey hat mit Jonata eine beeindruckende sympathische Persönlichkeit erschaffen, mit der man den ganzen Roman hindurch mitzittert und mit ihr hofft. Der flüssige und geradlinige Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und mich auch gut durch die hier politischen Verwicklungen des Mittelalters geführt. Die Charaktere und Schauplätze wurden anschaulich und bildlich beschrieben. Gut fand ich auch die Einleitung und das Personenverzeichnis, um so besser in das Geschehen eintauchen zu können. Bei Gelegenheit konnte man so immer wieder mal nachschlagen, sollte man die Person nicht sofort zuordnen können. Mich hat dieses Werk wirklich absolut begeistert und durchweg gut unterhalten. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    22. December 2011 um 10:09

    Auf Burg Sunneck lebt der Ritter Gundrich mit seinen Töchtern Jonata und Roberta. Während Roberta ein verspieltes, naives Mädchen ist, ist Jonata eine ernsthafte junge Frau, die sich entgegen der damaligen Gepflogenheiten in der Politik auskennt. Ausserdem trainiert sie das Bogenschiessen. Wir schreiben das 1242 und es herrscht Krieg zwischen dem Papst und dem Kaiser. Bisher konnte sich der Ritter Gundrich aus allen Geschehnissen raushalten. So geschieht es, dass sie überraschend überfallen werden. Es sind die Gebrüder von Mechtheim, die bekannt für brutale Überfalle sind . Der Vater von Jonata und Roberta wird getötet. Nun sind Ulrich und Simon von Mechtheim die Burgherren. Ulrich zwingt die schöne Jonata, die eigentlich dem Ritter Lorentz versprochen ist, zur Ehe. Sie willigt unter der Bedingung, dass Roberta und Hermine (ihre Kinderfrau) freigelassen werden, ein. Lorentz, der später mit Hilfe von Jonata fliehen kann, will seine Verlobte befreien. Werden Lorentz und Jonata wieder zu einander finden? Die Geschichte ist gut recherchiert. Die Geschehnisse in dieser Zeit sind gut beschrieben. Der Leser kann sich gut ein Bild von der damaligen Zeit machen. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt flott voran mit lesen. Trotzdem bin ich nie richtig in die Geschichte eingetaucht. Obwohl Jonata mir sehr sympathisch war, habe ich nicht mit ihr mitgefiebert. Sehr gut gefallen hat, mir die Beschreibung der inneren Zerrissenheit von Jonata und Simon. Beide merken, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Aber sie dürfen dem anderen nicht zeigen, dass da Gefühle sind und doch ist da auch Hass auf anderen da. Immerhin hat Simon Jonatas Vater getötet. Simon verachtet Jonatas vorlautes Benehmen. Für Leser, die kein ausgeprägtes Namengedächtnis haben, hat es ein Personenverzeichnis. Hinten sind noch einige Begriffe, die im Roman nicht erklärt werden, beschrieben. Mir als Schweizerin, wäre es anfangs mit einer Karte gedient gewesen. Ich war etwas orientierungslos, was die Städte und der Standort der Burgen betraf. Alles in allem ist dieses Buch ein unterhaltsamer historischer Roman. Wer Kampfszenen nicht unbedingt gerne liest, sollte vielleicht das Buch lieber nicht lesen. Die Kampfszenen werden relativ genau beschrieben.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    lenchen_196

    lenchen_196

    20. December 2011 um 00:58

    Mittelalterliche Frauengeschichte „Die Schwestern von Sunneck“ ist ein packender historischer Roman, angesiedelt im 13. Jahrhundert. Die Rahmenhandlung ist ein (im Laufe der Geschichte immer wiederkehrende) Zwist zwischen dem Thron und Kirche. Beide Seiten werben Lehensmänner für einen großen Feldzug an. Als Heinrich von Nassau, ein Gefolgsmann des Mainzer Erzbischofs sich entschließt, die Seiten zu wechseln, und den Kaiser zu unterstützen, beginnt der Erzbischof Heinrichs Ländereien anzugreifen und zu plündern. Dafür bedient er sich unter anderem zweier brutaler „Raubritter“, den Brüdern Ulrich und Simon von Mechtheim. Als der Herr von Sunneck, Ritter Gundrich, dem Erzbischof das Recht verweigert, die Truppen auf seiner Burg zu positionieren und mit ihm gegen die Nassauer zu ziehen, gerät auch sein Burg ins Zielkreuz der Mechtheimer. Die Burg wird angegriffen, Gundrich wird getötet, seine beiden Töchter – Jonata und Roberta – und einige Männer (darunter auch Jonatas Geliebter Lorentz, der allerdings im Auftrag des Erzbischofs unterwegs ist) werden gefangen genommen. Jonata – eine eigenwillige und mutige junge Frau, die unter anderem auch geschickt mit dem Bogen umgehen kann – schafft es, die Männer zu befreien, wofür sie als Strafe Ritter Ulrich heiraten muss. In dieser Zeit muss sie sich auch um Ulrichs Bruder Simon kümmern, der beim Angriff von Jonatas Pfeil schwer verwundet wurde. Doch sie hat ambivalente Gefühle für Simon. Schon bald merkt sie, dass er nicht so ein grober Mensch zu sein scheint, wie er es vorgibt. Lorentz strebt nach seiner Flucht danach, die Burg mithilfe des Erzbischofs zu befreien, muss ihn aber weiterhin bei Angriffen auf Nassauers Ländereien unterstützen. Erst langsam geht ihm auf, dass er auf der falschen Seite kämpft und so seine Geliebte ganz bestimmt nicht befreien kann. Er wendet sich vom Erzbischof ab, obwohl er von ihm die Ritterwürde erlangt hat. In einem früheren Opfer der Mechtheimer findet er einen Verbündeten, der mit ihm bereit ist, die Burg zurückzuerobern. Doch ab da entwickeln sich die Dinge ganz anders, als Lorentz es sich vorgestellt hat... Martina Frey hat das Buch offensichtlich sehr gut recherchiert, davon zeugt nicht zuletzt die Tiefe der erzählten Welt, mit all ihren Figuren, Beziehungen, überhaupt der Atmosphäre. Dazu trägt auch ihr relativ angenehmer, gut zu lesender Schreibstil bei. Trotz der auffallend brutalen und action-geladenen Kampfintermezzos bleibt es aber eher ein „Frauenbuch“, das tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Hauptcharaktere erlaubt. Die Charaktere an sich sind gut dargestellt, einige von ihnen entfalten sich aber erst im Laufe der Zeit zu ihrer vollen Komplexität, wie z.B. Simon, andere wiederum bleiben eher platt und eindimensional (z.B. sein Bruder, der einfach nur das Böse in Person zu sein scheint) Letzten Endes bleibt zu sagen, dass ich von dem Buch relativ angenehm angetan war. Das einzige, was mir wirklich nicht gefallen hat, war der Schluss, ich fand ihn irgendwie unpassend... Aber es sollte sich jeder am besten selbst eine Meinung bilden, indem man das Buch liest.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    nirak03

    nirak03

    18. December 2011 um 18:18

    „Die Schwestern von Sunneck“ ist die fiktive Lebensgeschichte der Schwestern Jonata und Roberta von Sunneck. Die Mädchen sind behütet auf der Burg Sunneck aufgewachsen und Jonata ist bereits dem Herold des Erzbischofs Lorentz von Marbach zur Ehe versprochen. Die Politik des Jahres 1242 interessieren den Herrn von Sunneck nicht und so sieht er das Unheil nicht kommen. Die Burg wird überfallen und die Schwestern fallen dem grausamen Ulrich von Mechtheim in die Hände. Nur dem Mut Jonatas ist es zu verdanken, dass die Mädchen überleben. Der Erzählstil der Autorin Martina Frey lässt sich gut und flüssig lesen und so viel es mir nicht schwer diese Geschichte in nur einigen Tagen zu lesen. Ich war schnell gefangen von der Atmosphäre des 13 Jahrhunderts. Die Protagonisten, die Fr. Frey hier geschaffen hat könnten unterschiedlicher nicht sein. Jonata von Sunneck, aufsässig, frech und mit einem ziemlichen Sturkopf ausgestattet. Aber dadurch schafft sie es auch an ihrem Schicksal nicht zu zerbrechen. Mir hat sie gut gefallen. Ihre Schwester Roberta ist eher das Gegenteil und braucht den Zuspruch der älteren Schwester. Lorentz von Marbach ist der strahlende Held, jedenfalls auf den ersten Blick und auch die vermeintlich Bösen wie Ulrich von Mechtheim und sein Bruder Simon sind gut dargestellt und ausgearbeitet. Schnell wird klar hier gibt es nicht einfach Gut und Böse. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und diese zeigen sich erst im Verlauf der Seiten. Mir hat es gut gefallen, dass hier nicht einfach nur gut und schlecht gab sondern vor allem das sich die Protagonisten entwickelt haben und ihr Schicksal annehmen und versuchen es zu meistern. Auch, dass die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven erzählt wurde hat mir gefallen. So erlebt der Leser nicht nur die Ereignisse auf Burg Sunneck, rund um Jonata mit sondern erfährt auch gleichzeitig den Stand der Dinge der anderen interessanten Protagonisten. Die Aufmachung dieses Taschenbuchs hat mir ebenfalls gut gefallen. Es gibt einiges an Zusatzmaterial, wie ein Personenregister, ein ausführliches Nachwort und ein Glossar der fremden Begriffe. Am Anfang steht noch eine Einleitung in der Martina Frey schon mal die Situation des Jahres 1242 erzählt und denn Leser so in die geschichtlichen Details einführt. Dies hat mir gut gefallen, ich mag solche Informationen immer sehr gern. Das Cover dieses historischen Romans gefällt mir auch ausgesprochen gut. Ein Gemälde des Malers Dante Gabriel Rossetti (12. Mai 1828 in London; † 9. April 1882) ziert passend das Cover. Mein Fazit: „Die Schwestern von Sunneck“ ist ein fiktiver, historischer Roman der eingebetet ist in einer realen Handlung. Die gute Recherchearbeit die hier geleistet wurde ist deutlich zu spüren und macht Lust aufs lesen. Ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden. Von daher kann ich diesen Roman nur jedem empfehlen der gern mal etwas Historisches lesen möchte.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    dorli

    dorli

    15. December 2011 um 17:05

    Wiesbaden/Mainz 1242. Die Bewohner von Burg Sunneck führen ein ruhiges und beschauliches Leben, bis eines Nachts die raubend und mordend durch die Lande ziehenden Brüder Ulrich und Simon von Mechtheim mit ihrem Gefolge das kleine Anwesen überfallen. Burgherr Gundrich wird getötet, seine Töchter Jonata und Roberta gefangen genommen. Um der grausamen Herrschaft Ulrichs zu entkommen, ist Hilfe nötig. Dabei ruht alle Hoffnung auf Jonatas Verlobtem Lorentz. Dieser macht sich auf den Weg, Verbündete zu finden, doch sein Vorhaben droht durch politische Wirren und Intrigen zu scheitern, so dass die Schwestern den Kampf um die Freiheit selbst in die Hand nehmen müssen. „Die Schwestern von Sunneck“ beginnt mit einer Einleitung, in der die damaligen politischen Verhältnisse kurz erklärt werden, daran schließt ein Personenverzeichnis an. Beides hat mir nicht nur den Einstieg erleichtert, sondern war auch für das Verständnis der politischen Machenschaften und Verwicklungen im Verlauf der Geschichte hilfreich. In dem spannenden Roman steht der Kampf einer starken, jungen Frau im Vordergrund, die um die Freiheit und die Liebe bangt. Obwohl sie furchtbare Grausamkeiten über sich ergehen lassen muss, widersetzt sie sich immer wieder mutig dem brutalen Mörder ihres Vaters, um ihrer Gefangenschaft zu entkommen. Dabei stellt Martina Frey besonders die innere Zerrissenheit Jonatas hervorragend dar, als diese selbst über Leben und Tod entscheiden muss. Die Autorin bindet ihre Geschichte gekonnt in die historischen Ereignisse ein und hebt dabei besonders die eigentlichen Leidtragenden der politischen Ränkespiele der Mächtigen hervor: immer wieder ist es das einfache Volk, das der Erbarmungslosigkeit der Herrscher ausgesetzt ist und Plünderungen und Mord über sich ergehen lassen muss. Die Handlung verläuft gradlinig, Perspektiv- und Ortswechsel sind leicht zu verfolgen. Zwar scheint der Roman in sich abgeschlossen, doch ein paar lose Fäden lassen hoffen, dass die Geschichte von Jonata und Roberta eine Fortsetzung findet. Ausgestattet ist das Buch neben der bereits erwähnten Einleitung und dem Personenverzeichnis mit einem Nachwort, einem Glossar und einem Quellenverzeichnis. Letzteres finde ich besonders interessant, da auch einige informative Internetadressen enthalten sind. Das Buch liest sich nach einem leicht holperigen Start flüssig und rasch weg und ist als unterhaltsamer Lesestoff uneingeschränkt zu empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    merlin78

    merlin78

    13. December 2011 um 11:45

    *Wiesbaden/Mainz im Jahr 1242. Die Schwestern Jonata und Roberta leben auf Burg Sunneck, einem kleinen Anwesen in der Nähe von Wiesbaden. Ihr Vater hält sich aus allen Streitigkeiten und politischen Machenschaften zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes heraus. So wird die kleine Burg im Rambachtal von der großen Politik übersehen und ihre Bewohner führen ein friedliches Leben – bis ein Heer marodierender Ritter die Burg überfällt. Der Burgherr wird getötet, die Frauen gefangen genommen. Ihre einzige Hoffnung ist Lorentz, Herold des Mainzer Bischofs und Jonatas Verlobter. Mit ihm werden die Schwestern in einen Strudel aus politischen Intrigen gezogen und müssen kämpfen – um ihr Leben, ihre Freiheit und die Liebe.* (Quelle Buchtext) Das Buch der Autorin Martina Frey erzählt auf etwa 380 Seiten das Leben von Jonata, die sich, an der Seite ihres Vaters, um die Herrschaft von Burg Sunneck kümmert. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter hat Jonata wie selbstverständlich die Rolle der Hausherrin eingenommen und man erlebt sofort ihr forsches Verhalten, das sie nicht nur mutig sondern auch selbstbewusst erscheinen lässt. Jonata ist es nicht gewöhnt, dass ihr jemand sagt, wo es lang gehen soll und aus diesem Grund schafft sie es auch nicht, ihre Verachtung gegenüber Ulrich und Simon zu verhehlen. Immer wieder kommt sie während ihrer Gefangenschaft auf Sunneck zu einem Punkt, wo sie durch ihre Art und Weise sehr viel Gewalt und Brutalität erfährt. Jedoch bricht sie nie zusammen und hält sich tapfer. Eher das Gegenteil ist der Fall, sie versucht die eigenen Männer zu befreien und kümmert sich immer um ihre kleine Schwester, die mit der ganzen Situation überfordert ist. Während der vielen Sorgen um Jonata und den Kampf um Sunneck, erhält der Leser immer wieder viele Einblicke in die politischen Verwicklungen der damaligen Zeit. Wer heute noch Dein Freund ist, kann morgen schon der Feind sein. Und so erlebt man den Kampf zwischen Kaiser und Kirche, zwischen Sunneck und den Mechtheimern. Es wird sehr spannend und realistisch erzählt und durch die im Vorfeld einleitenden Worte und Erklärungen der einzelnen Charaktere, hat man auch schnell einen guten Einstieg in die Erzählweise und die Persönlichkeiten der einzelnen Hauptprotagonisten gefunden. Während der ganzen Zeit habe ich mit Jonata mitgefiebert und gehofft, dass sie dem Martyrium entkommen kann. Schon nach wenigen Seiten war ich in den Bann der Erzählungen geschlagen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein wirklich gelungenes Werk, das ich jedem empfehlen kann. Historische Ereignisse, Brutalität und viel Gefühl erlebt jeder, wenn man sich auf dieses Buch einlässt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    Penelope1

    Penelope1

    11. December 2011 um 21:42

    Sunneck – eine kleine, politisch unbedeutende Burg im 13. Jahrhundert in der der Nähe von Wiesbaden. Hier wohnt Ritter Gundrich mit seinen Töchtern - der eigenwilligen Jonata und ihrer kleinen Schwester Roberta. Da diese Burg weder als Feind noch als Verbündeter interessant ist, wird sie vor Eroberungskämpfen verschont und ihre Bewohner leben in Ruhe und Frieden. Umso größer ist die Überraschung, als sie eines Tages überfallen werden – von den Mechtheimer Brüdern mit ihrem Heer, die für ihre Grausamkeit im ganzen Nassauer Land bekannt sind. Der Schock und das Blutvergießen ist groß, besonders als Jonatas Vater vor ihren Augen getötet wird. Die Frauen werden gefangengenommen und ihr Schicksal scheint besiegelt, wenn ihnen Lorentz, Jonatas Verlobter, nicht rechtzeitig zur Hilfe kommt. Für Lorentz beginnt die Suche nach Verbündeten, doch dies ist gar nicht so leicht wie zunächst gedacht, schließlich sind die politischen Ränkespiele wirr und undurchschaubar. Der Krieg zwischen dem Erzbischof von Mainz und dem König fordert viele Opfer, mittendrin befinden sich die Mechtheimer Brüder, deren Stellung für alle undurchschaubar bleibt. Während Jonata und Roberta ihren eigenen Kampf um Leben und Freiheit auf der Burg durchstehen, bemüht sich Lorentz im Nassauer und Eppsteiner Land um Hilfe, um seine Verlobte bald wieder in seine Arme schließen zu können. ** Dies ist ein Roman im Rahmen der Edition Quo Vadis aus dem Autorenkreis „Historischer Roman“, die im Dryas-Verlag erscheint. Die Autorin Martina Frey hat mit „Die Schwestern von Sunneck“ nicht nur eine historische Geschichte aus dem Eppsteiner/Nassauer Land aus dem 13.Jahrhundert geschaffen, sondern gleichzeitig Fiktion und geschichtliche Fakten gekonnt miteinander verwoben. Gespannt verfolgte ich den Überfall auf die kleine Burg Sunneck, das mutige Aufbegehren und Handeln der älteren Schwester Jonata, die besser als die meisten Männer mit Pfeil und Bogen umgehen kann, kein Blatt vor den Mund nimmt, keine Angst zu kennen scheint - und dennoch so verletzlich ist. Immer ist sie darauf bedacht, ihre kleine und naive Schwester zu schützen, ihre Liebe zu Lorentz gibt ihr Kraft, ebenso ihr Hass auf die Mechtheimer Brüder, die ihren Vater auf dem Gewissen haben. Dennoch gerät auch sie immer wieder an ihre Grenzen. Die politischen Intrigen stehen gegen sie: einerseits die Verbündeten des Erzbischofs, andererseits seine Feinde, die die Rechte des Königs verteidigen. Doch niemand kann sicher sein, ob nicht der ehemalige Verbündete morgen plötzlich zum Feind wird: „Heute kämpfen wir zusammen, morgen können wir uns schon in einer Schlacht gegenüberstehen“,wie Walram II von Nassau es treffend formulierte. Der Erzählstil ist flüssig, gibt einen Einblick in die Lebensweise der Menschen im Mittelalter, ohne sich jedoch in unnötigen und langwierigen Ausschweifungen zu verlieren. Die historischen Fakten werden geschickt mit der fiktiven Geschichte rund um Burg Sunneck und Jonata verbunden. Der Autorin gelingt es meisterhaft, die seelischen Zwiespälte, in denen sich die Protagonisten immer wieder befinden, deutlich darzustellen und dem Leser zu vermitteln, welche Überwindung es zum Beispiel Jonata und Lorentz oft kostet, diese inneren Kämpfe auszustehen. Und so fällt es nicht schwer, sich in die Gefühlswelt der einzelnen Personen hineinzuversetzen, mit ihnen zu leiden und zu hoffen. Außerdem ist gut zu erkennen, wer die Leidtragenden dieses erbitterten Krieges zwischen König/Kaiser und Erzbischof Siegfried von Mainz waren: die einfachen Bürger, deren Leben nichts galt und deren Hab und Gut ohne Rücksicht vernichtet oder geplündert wurde. Ein Krieg, von dem niemand zugeben wollte, dass es ihn überhaupt gab... Sowohl Einleitung als auch Nachwort vermitteln zusätzlich informative Daten über historische Personen und Fakten, geben einen Überblick über reale/fiktive Protagonisten. Ein Glossar mit der Erklärung von altertümlichen Ausdrücken und ein Quellenverzeichnis runden das Gesamtbild ab. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, er hat mich gut unterhalten, mir einige historische Daten und Hintergründe rund um Wiesbaden/Mainz Mitte des 13. Jahrhunderts näher gebracht und ich kann ihn wirklich nur weiterempfehlen!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Schwestern von Sunneck" von Martina Frey

    Die Schwestern von Sunneck
    silicia

    silicia

    25. November 2011 um 12:36

    Die Handlung ist in einer interessanten ereignisreichen Zeit eingeordnet. Dank der Einleitung bekommt man auch gleich eine kurze geschichtliche Einführung und findet sich dadurch viel leichter in die Geschichte ein. Es ist meist ziemlich mühsam die politischen Verstrickungen zu entwirren und zu begreifen, aber das Problem wurde hier zum Glück ziemlich geschickt umgangen. Der geschichtliche Hintergrund ist im Grunde nur die Rahmenhandlung. Hauptsächlich spielt der Großteil des Geschehens auf Burg Sunneck. Jonata ist wirklich eine beeindruckende und sympathische Protagonistin. Im Vergleich zu ihrer eher unreifen und naiven Schwester Roberta (die mich teilweise ziemlich in den Wahnsinn getrieben hat) bewahrt sie in gefährlichen Situationen einen kühlen Kopf und sieht dem ganzen Geschehen realistisch entgegen. Man bekommt einen fabelhaften Einblick in die grausame Welt des Mittelalters. Der Willkür und dem Wohlgefallen der hohen Herrschaften ausgesetzt, muss nicht nur das gemeine Volk ums Überleben kämpfen. Oft werden Unbeteiligte als deren Spielfiguren benutzt und auf deren Rücken die Streitigkeiten ausgetragen. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, dass die Autorin sich nicht an unnötigen Begebenheiten aufhält, sich wirklich auf das Wesentliche beschränkt und die Geschichte trotz allem anschaulich und bildhaft beschrieben wird. Es ist richtig angenehm, mal nicht ständig aus dem einen Handlungsstrang herausgerissen und mit dem nächsten konfrontiert zu werden. Es geht sehr geradlinig und doch ereignisreich durch die Geschichte. Ich war wirklich total begeistert von diesem Roman und konnte richtig gut abtauchen. Ein schöner Grund um die kalten Tage gemütlich auf der Couch beim Lesen zu verbringen und sich dem schnell einsetzenden Kopfkino hinzugeben.

    Mehr