Martina Frey Die Tochter eines Arztes

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter eines Arztes“ von Martina Frey

Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Als kurz darauf die Revolution losbricht, wird Eugenias Leben von Grund auf erschüttert und neu bestimmt – kann sie ihr Glück doch noch finden?

Eine Liebesgeschichte, die eigentlich unmöglich ist für die Zeit. Sehr schön!

— Sabrina80
Sabrina80

schönes Buch, gut zu lesen und für verregnete Tage super, manchmal ein bisschen zu romantisch für mich persönlich

— ElkeKnepper
ElkeKnepper

Ein superschönes Cover, ein revolutionärer Gedanke, nicht standesgemäße Liebe und eine Erpressung.Perfekter Stoff für unterhaltsame Stunden.

— Kleinstadtkatze
Kleinstadtkatze

Fortsetzung bitte!! :-)

— SABO
SABO

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  • Eine Liebesgeschichte, die eigentlich unmöglich ist für die Zeit. Sehr schön!

    Die Tochter eines Arztes
    Sabrina80

    Sabrina80

    09. February 2015 um 10:07

    Erster Satz: "Der Abend war hereingebrochen, sodass kaum noch Licht durch die hohen Fenster fiel." .•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•. Im Jahre 1847 ist Eugenia Hentschel mit ihrer Familie nach Holzhausen gezogen, weil es ihrer Mutter in Wiesbaden nicht gut ging. Am Anfang fühlt sie sich dort total fehl am Plätze, Wiesbaden, die Gesellschaften, ihre beste Freundin Dorothea usw. fehlen ihr. Nach und nach freundet sie sich mit Louisa, die Nichte des Dorflehrers und mit dem jungen August an. Doch das Stadtleben fehlt ihr immer noch und sie versucht wieder nach Wiesbaden zu kommen, in dem sie ihre gute Manieren vernachlässigt... Ihr Vater, der Arzt Anton Hentschel, hat auch Probleme u.a. mit seinem ehemalige besten Freund Sebastian Kreutzer der ihn erpresst und Eugenia zur Frau haben möchte. Um das zu verhindern, sucht er heimlich für sie einen Heiratskandidaten und findet ihn in den Witwer Daniel Schütz. Doch Eugenia ist gerade dabei ihr Herz an den Bauernsohn Matthias Hollmann zu verlieren... Meine Meinung Nachdem ich im letzten Jahr von Martina Frey "Das Brunnenmädchen"  las und feststellte, das es davor schon eine Geschichte gab - nämlich diese hier - (auch wenn es absolut nicht notwendig ist die beiden nach einander zu lesen, man kann sie auch sehr gut getrennt von einander lesen, da sich nicht aufeinander aufbauen), wollte ich dieses Buch gerne lesen und aus erster Hand erfahren, wie die Liebesgeschichte zwischen Eugenia Hentschel und Matthias  Hollmann zustande kam, die in dem oben genannten Buch nur ganz kurz erwähnt wurde. Eugenia ist ein typischen Stadtmädchen der damaligen Zeit, die sich an des Leben auf dem Lande so gar nicht gewöhnen kann und immer froh ist, wenn sie wieder nach Wiesbaden auf Besuch darf. Allerdings hat sie auch ihre eigenen Wünsche. Zum Beispiel würde sie gerne dasselbe machen wie ihr Vater: Ärztin werden und Menschen helfen, aber da sie eine Frau ist, ist das undenkbar und sie traut sich auch nicht, das ihren Vater zu sagen. Er würde es eh nicht verstehen. Sie soll einfach nur einen guten Mann abkriegen und verheiratet werden. Ich stell mir die Zeit für eine Frau sehr schwer vor, da man so gar nichts zu sagen hat und einfach nur parieren soll. Wäre so gar nichts für mich. Es war aber sehr schön Eugenias Entwicklung zu sehen, von einer oberflächlichen Dame zu einem Mädchen das selber denkt und handelt. Matthias dagegen ist arm. Er muss seine Mutter und die Geschwister durchbringen, arbeitet deshalb fiel und die Schule wird vernachlässigt. Er kann kaum lesen, aber interessiert sich sehr für die Politik. Dadurch kommen er und Eugenia sich näher und verbringen Zeit miteinander. Sehr schön fand ich, das die Liebesbeziehung zwischen Matthias und Eugenia sich erst so nach und nach entwickelte. Am Anfang konnten sich die beiden so gar nicht leiden. Er hält sie für eine hochnäsige Göre und sie ihn für einen Bauerntrampel ohne Manieren. Das ändert sich erst, als Eugenia feststellt, was Matthias alles für seine Familie tut, damit seine Mutter und seine Geschwister satt werden und nicht hungern müssen und für Matthias, als er merkt, das Eugenia auch anderen Menschen hilft. Trotzdem hat ihre Liebe keine Chance, das sie aus unterschiedlichen Welten kommen. Fazit Eine Liebesgeschichte, die eigentlich unmöglich ist für die Zeit. Sehr schön! Band 1: Die Tochter eines Arztes Band 2: Das Brunnenmädchen

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  • Schönes Buch, jedoch hat mir persönlich noch etwas gefehlt.

    Die Tochter eines Arztes
    Kleinstadtkatze

    Kleinstadtkatze

    14. April 2014 um 09:23

    Die Hauptprotagonistin Eugenia ist, wie der Titel schon sagt, die Tochter des angesehensten Arztes in Wiesbaden, Anton Hentschel. Der tadellose Ruf eilt dem Arzt weit voraus und auch seine Familie bemüht sich, allen Ansprüchen des Standes gerecht zu werden. Doch die Praxis Anton Hentschels weißt einen kleinen "Schandfleck" auf, welchen der Arzt unbedingt geheim halten möchte, wäre da nicht Sebastian Kreutzer, sein ehemaliger bester Freund und Kollege, der sich hoch verschuldet hat und nun jede Gelegenheit nutzt, um an Geld zu kommen... . Um die Gefahr zu mildern, zieht der Arzt mit seiner Familie nach Holzhausen, einen ruhigen und beschaulichen Ort. Während Charlotte Hentschel sich bei diesem Aufenthalt über gesundheitliche Genesung erfreuen kann, langweilt sich die junge Eugenia zu Tode. Sie vermisst das gesellschaftliche Leben Wiesbadens und ist über die Armut und das Gehabe des Dorfvolkes empört. Mit allen Mitteln versucht sie, ihren Vater dazu zu bewegen, sie wieder nach Wiesbaden zu schicken, doch dann begegnet sie Matthias Hollmann, einem ungehobelten und ungezogenen Bauernsohn, der der feinen Dame schließlich zeigt, dass sie zu selten über den Tellerrand blickt und die neueste Mode und der Klatsch durchaus nicht das Wichtigste im Leben einer intelligenten, jungen Frau sind. Denn ein großer politischer Umschwung steht bevor... . Der Roman hatte ein durchaus offenes Ende, sodass ich mir vorstellen könnte (und es auch schön fände), wenn es von dieser Geschichte eine Fortsetzung gibt. Das Buch brachte mir einige schöne Lesestunden und war stellenweise richtig spannend, jedoch hat mir etwas gefehlt, sodass es nicht ganz zum Top-Buch gereicht hat. Dennoch ist die Geschichte für alle Fans historischer Romane sehr zu empfehlen!

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  • Zeitgeist toll eingefangen und doch fehlen Details.

    Die Tochter eines Arztes
    Chimiko

    Chimiko

    15. January 2014 um 12:13

    Martina Frey hat hier wirklich ein historisch solides Buch abgeliefert, das den Umbruchcharakter der Zeit sehr schön in Worte fasst. Leider hat es mich persönlich einfach nicht gepackt und mitgerissen. Aktuell beschäftige ich mich mit Literatur dieser Zeit recht intensiv und fand es daher oft sehr vorhersehbar. Nur mit einer einzigen, dafür aber wirklich großen Wende konnten Autorin und Buch mich überraschen. Danach jedoch war es wie zuvor - keine Überraschungen für mich. Dennoch - und das will ich wirklich betonen - ist historisch nicht viel zu bemängeln. Im Gegenteil: Es ähnelt doch sehr den Geschichten, die zur Zeit der badischen Revolution modern waren und hat eben diesen Zeitgeist eingefangen und mit moderner Sprache bestückt. Die Charaktere sind entsprechend der zeitlichen Gewohnheiten wundervoll beschrieben worden, ohne zu sehr modernisiert zu werden. Schönes Beispiel ist hier Protagonistin Eugenia: Sie hat zwar ihre eigenen Wünsche und ihren eigenen Kopf, ordnet sich aber letztlich doch dem Vater unter. Ich finde es schön, dass sie zwar träumt und hofft, aber dann immer wieder auf den Boden der Tatsachen ihrer Zeit zurückgeholt wird. Sehr authentisch. Was mir allerdings missfallen hat, war das große Geheimnis um den Patienten des Arztes und dessen Krankheit: Es wirkte leider so, als hätte die Autorin nicht gewusst, welche Krankheit sie hier nehmen soll, welche Krankheit zu den Symptomen passt und der damit verbundenen Hintergrundgeschichte. Das nimmt dem gesamten Buch wieder sehr viel ab und ich hatte tatsächlich große Probleme damit. Immerhin beruht auf dieser 'kleinen' Geschichte so viel und dann wird sie über das ganze Buch nie richtig beschrieben oder benannt. Ein großes Manko, so zumindest sehe ich das. Es fehlen Details, um die Situation glaubhafter wirken zu lassen, um überzeugender zu sein. Vielleicht war dies auch mit ein Grund, das mich die Geschichte nicht mitreißen konnte, denn ich gebe zu, dass ich daran immer wieder gedacht habe. Wenn eine Geschichte schon im Prolog eine solche Lücke zeigt, bleibt da dieses ungute Gefühl das gesamte Buch über - wirklich sehr schade, ansonsten ist es nämlich wirklich super ausgearbeitet. Fazit Ich finde es wirklich schade, dass dieses eigentlich den Zeitgeist perfekt einfangende Buch an einer Vorgeschichte solche Lücken hinterlässt - daher konnte es mich nicht überzeugen.

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  • Leserunde zu "Die Tochter eines Arztes" von Martina Frey

    Die Tochter eines Arztes
    Dryas_Verlag

    Dryas_Verlag

    Suche 15 Testleser/innen, die einer hoffnungslosen Liebe in revolutionären Zeiten eine Chance geben wollen. Zum Buchinhalt: Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias' verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Schließlich erscheint es in den Revolutionswirren unmöglich für Eugenia, ihr Glück doch noch zu finden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. November 24 Uhr. Die Autorin Martina Frey wird an der Runde teilnehmen. Eine Leseprobe aus dem Buch findet sich unter „Blick ins Buch“ auf der Verlagswebseite: http://www.dryas.de/tochter-arzte/

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    • 361
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    31. December 2013 um 06:45
    Dryas_Verlag schreibt Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern der Leserunde, die hiermit beendet ist. Danke fürs Mitlesen, Mitleiden und Kommentieren! Herzliche Grüße und einen guten Start ins Jahr 2014

    Danke schön! Dir/Euch auch! Ich war sicher nicht die Art von Lesern, die Ihr Euch wünscht, aber da ließ sich einfach nichts machen. Das Handwerkszeug ist nun mal zu wichtig.

  • Das Leben einer Arzttochter in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

    Die Tochter eines Arztes
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    29. December 2013 um 18:28

    "Die Tochter eines Arztes" heißt Eugenia und wächst behütet und wohlhabend in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Wiesbaden auf. Ihr Vater ist einer der wenigen freipraktizierenden Ärzte, und sie hat keinen Kontakt zur ärmeren Bevölkerung. Die Familie lebt so, wie es in der gehobenen Schicht der damaligen Zeit wohl üblich war, und so lernt Eugenia ihren Vater als den absoluten Herrscher über die Familie kennen, dem sich ihre Mutter kompromißlos unterwirft. Der Vater fällt alle Entscheidungen für die Familie, und das wird von allen ohne Kritik akzeptiert. Als Eugenias Mutter beginnt zu kränkeln, baut der Vater ein Haus in einem Dorf etwas weiter von der Stadt entfernt, und die ganze Familie zieht um. Jedenfalls zeitweise und mit Unterbrechungen. Dort auf dem Land lernt Eugenia Matthias kennen und - zum Entsetzen der ganzen Familie - lieben. Sie ist allerdings noch sehr unreif, und so geht es hin und her. Das Geschehen im Hauptteil des Buches ist weniger relevant, bis auf einige zentrale Geschehnisse. Mit dem Schreibstil dieses Buches hatte ich meine Probleme, denn heutzutage ist man daran gewöhnt, ausgezeichnete Autoren vorzufinden, die eine präzise Sprache gebrauchen und Gedanken und Gefühle zwischen den Zeilen vermitteln können. Dieser Text liest sich eher wie Hedwig Courths-Mahler, aber wer die Bücher dieser Autorin gern liest, wird auch Eugenias Geschichte genießen. Das Ende, politischer Teil und Abschluß, hat mich ein wenig mit dem schwachen Beginn ausgesöhnt, deshalb gebe ich ein Sternchen mehr.

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  • Eugenia, Matthias und die Revolution

    Die Tochter eines Arztes
    Grandville

    Grandville

    21. December 2013 um 22:17

    Eugenia zieht mit ihren Eltern und Geschwistern von Wiesbaden in das ca. 30 Kilometer davor liegende Örtchen Holzhausen an der Haide. Warum Eugenia aus ihrem natürlichen Umfeld der gehobenen Gesellschaftsschicht ausgerechnet in dieses kleine Dörfchen ziehen muss, wird ihr nicht erklärt. Die Zeiten sind eben so, der Vater gibt den Weg vor, alle anderen haben zu folgen. Eugenia fällt es schwer, sich in die Dorfgemeinschaft einzuordnen und ganz besonders Matthias, ein einfacher Bauernsohn, wird Zielscheibe ihrer Verdrossenheit bezüglich des Wohnortwechsels. Doch Matthias gehört nicht zu jenen, die vor der Obrigkeit kuschen, denn er hat größeres im Sinn und auf einmal befindet sich das Dörfchen mitten in der Revolution und Eugenia muss entscheiden, was wichtiger ist: die Familie oder Matthias. Dies war mein erstes Buch der Autorin und wenn meine Recherchen stimmen, ist es die dritte Veröffentlichung im Dryas-Verlag. Ich lese sehr gerne Historische Romane, allerdings bin ich eher im englisch/amerikanischen Raum und dort auch mehr im Krimi zu Hause. Allerdings möchte ich dann doch ab und zu mal neue Wege beschreiten und habe in letzter Zeit ab und zu mal wieder deutschen Autoren eine Chance gegeben. Dieses Mal also Martina Frey. Ich bin über diesen Roman etwas unschlüssig. Auf der einen Seite, hat er sehr gute Grundlagen und die Autorin eine angenehme Sprache, die sich flüssig und flott lesen lässt. Aber auf der anderen Seite sind mir einfach zu viele holprige Stellen in der Handlung und die Charaktere ein wenig zu oberflächlich und unsympathisch. So konnte mich Eugenia nicht einen Moment auf ihre Seite ziehen, viele ihrer Handlungsweisen nicht nachvollziehen. Zu unsympathisch ist sie mir, zu nervend, zu naiv, zu eingebildet. Zu gekünstelt kamen mir einige "Dramen" vor, in die Eugenia selbstverschuldet hineinschliddert und ich habe so manches Mal kopfschüttelnd dagesessen und mich gefragt 'würde eine junge Frau wirklich so handeln, wenn sie damals gelebt hätte?' Denn vieles wäre vermeidbar gewesen. Viele gute Ideen wurden von der Autorin nicht weiter ausgeführt, manche Handlungspunkte blieben auf der Strecke bzw. gibt es Stellen wo ich mir gewünscht hätte, mehr zu erfahren. Dort wurde die Chance vergeben, dem Ganzen einfach noch ein wenig mehr Fundament/Hintergrund zu geben. So frage ich mich z.B. immer noch, wie viele Kinder in der Familie denn nun eigentlich leben. Oder warum aus einem seitenlangen Spaziergang auf einmal ein Ausritt wird. Warum eine Arzttochter sich zwar nicht mit Arztsachen beschäftigen soll, aber urplötzlich erste Hilfe leisten kann, weil sie rudimentäres Fachwissen kennt. Ich könnte noch mehr Stellen aufzählen, möchte darauf aber verzichten um nicht zu viel von der Handlung zu verraten. Denn eines hat mich auch ein wenig gestört: vieles ist vorhersehbar, große Überraschungen konnte ich nicht finden. Auf der anderen Seite tritt die Handlung an einigen Punkten auf der Stelle, da sich ständig wiederholt wird und der Handlungsfluss ein wenig aufgestaut und gebremst wird. Dies sollte wohl den Spannungsbogen erhöhen, hatte bei mir allerdings eher einen entgegengesetzten Effekt. Dann ist plötzlich das Buch zu Ende, genau an der Stelle, wo noch so vieles hätte gesagt werden können. Ein Hinweis auf eine Fortsetzung? Wobei es die vielleicht gar nicht brauchen würde, wenn noch ein paar Seiten mehr drangehängt worden wären. Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich, dass ausgesprochen schöne Cover. Vielleicht hat dieses meine Erwartungen auch einfach zu hoch geschraubt? Auf jeden Fall dafür ein Lob an den Verlag. Auch wenn ich die Vermutung habe, dass die Frau auf dem Cover nicht ins Biedermeier passt. Das Kleid würde ich eher einer späteren Zeit zuordnen. Bin dafür aber auch kein Experte. Als Fazit würde ich sagen, dass "Die Tochter eines Arztes" ein angenehm zu lesender nicht anstrengender Schmöker ist. Viel Dramatik, ein Schuss Liebe und viel Zeitkoloriert. Man merkt, dass sich die Autorin mit der damaligen Zeit befasst und gut recherchiert hat. Allerdings war es mir an vielen Stellen zu holprig und oberflächlich und ich konnte schlicht nicht mitfühlen/leiden, da ich keinen Zugang zu den Charakteren fand. Für mich ein fast solider historischer Roman, der mich aufgrund kleinerer Schönheitsfehler leider nicht so ganz überzeugen konnte. Aber ich sehe ihn als eine gute Grundlage für eine weitere positive Autoren-Entwicklung.

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  • Martina Frey

    Die Tochter eines Arztes
    SABO

    SABO

    12. December 2013 um 00:13

    Martina Frey "Tochter eines Arztes" Dr Hentschel ist der Verzweiflung nahe, er hat einen Diagnosefehler begangen und dadurch einen Patienten verloren, er belastet sein Gewissen schwer damit, auch ist er in Sorge um die Zukunft seiner Familie - der Titel, der gute Ruf dahin. Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Sebastian Kreutzer versammelt er all seine trüben Gedanken in einem dunklen Zimmer, der Abend schon vorangeschritten. Sebastian Kreutzer verspricht zu schweigen, doch eines Tages kommt Dr Kreutzer in Bedrängnis, er ist nicht nur dem Spiel verfallen, er probiert auch schlechte "Medizin" an Patienten aus, Dr Henschel wirft ihn aus der gemeinsamen Praxis und Dr Sebastian Kreutzer fängt an ihn zu erpressen, er will Eugenia - des Doktors liebste Tochter, das kann Dr Hentschel nicht zulassen und zieht mit seiner Familie vom schönen Wiesbaden ins ländliche Holzhausen. Eugenia, ist 17, hübsch, klug, wissbegierig aber auch sehr naiv, als sie die sozialen Mißstände in dem kleinen Dorf bemerkt, ist sie zuerst schockiert, entwickelt aber nach und nach ein eigenes moralisches Denken, letztendlich verliebt sie sich in Matthias, einen gutaussehenden aber ungehobelten Klotz, ein armer Bauerssohn, auch er fängt an sie zu lieben, jedoch liegen Welten zwischen beiden und man ist 1848 erst kurz davor, um die sozialen Unterschiede zu verringern, Anarchie macht sich breit im Lande und auch Eugenias Bruder ist Teil dieser Freiheitsbewegung. Da taucht Sebastian wieder auf und fordert sein "Recht" und Eugenias Vater versucht für sie einen geeigneteren Ehemann zu finden. Aber Matthias will Eugenia nicht hergeben und beide setzen alles auf´s Spiel.. Martina Frey hat mit "Die Tochter eines Arztes" eine grandiose Mischung aus erster Liebe und Historie ein sehr spannendes und authentisches Buch geschrieben, es ist genauso leicht wie tiefgängig! Die Entdeckung der eigenen Ideale eines jungen Mädchens werden zum Schlüsselbegriff einer großen Liebe. Ich hoffe auf eine Fortsetzung, die Geschichte birgt noch viel Potential!

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  • Super schön

    Die Tochter eines Arztes
    buechermaus25

    buechermaus25

    11. December 2013 um 20:34

    Eugenia ist die älteste Tochter der Familie Hentschel, sie wurde so erzogen, wie es damals normal war. Moritz ist ihr älterer Bruder, er hat andere Ansichten als sein Vater. Anton Hentschel ist der Vater, er ist Arzt und mit Charlotte verheiratet. Sebastian ist auch ein Arzt und hat mit Anton eine gemeinsame Praxis gehabt. Luise ist eine Freundin von Eugenia. Matthias ist in eine Bauern Familie geboren, und ist ziemlich fleißig. Ich muss sagen das ich das Buch an einen Tag gelesen habe. Es hat 399 Seiten und man kann es einfach nicht aus der Hand legen, denn man muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Eugenia ist ein sehr temperamentvolles Mädchen das ihren eigenen Kopf hat. Die Geschichte ist ziemlich interessant und es wird niemals langweilig. Die Schreibweise ist ziemlich flüssig spannend und emotional. Es werden Charaktere, Orte und Szenen sehr gut beschrieben. Ich lese selten historische Bücher, doch dieses hat mich total überrascht. Zwischen die Spannung und die Romantik ist sehr viel historisches mit drinnen, z.B mit den Rebellen oder Bauernaufstand. Was es früher auch gab. Ich werde mir bestimmt noch ein Buch von der Autorin kaufen. Da mir der Schreibstil sehr gut gefällt. Mir gefällt außerdem Matthias. Durch seiner Hartnäckigkeit, gewinnt er alles was er will. Auch wenn er ziemlich viel Geduld haben muss. Mein Fazit für dieses Buch: Lest es! Warum? Ganz einfach: Es hat Action, es ist gefühlvoll und regt einfach nur die Fantasie an. Vorallem für jene die Historische Romane lieben ist dieses Buch einfach nur ein Traum.

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  • Konnte mich leider nicht abholen...

    Die Tochter eines Arztes
    Nirena

    Nirena

    11. December 2013 um 18:39

    Es ist eine spannende Zeit, in der dieses Buch spielt: das Volk beginnt, sich zu erheben und will mehr Rechte, wie sie bisher nur dem Adel und den Bürgerlichen zustanden. Die geschichtlichen Hintergründe und Vorgänge sind sehr schön in die Handlung eingeflochten und sehr interessant geschildert. In eben dieser Zeit, dem Ende des Biedermeiers, treffen das Abbild der gutbürgerlichen Arzttochter, Eugenia und Matthias, der arme Bauernsohn, aufeinander und es passiert, was passieren muss. Diese Liebe ist zum Scheitern verurteilt, zumal Doktor Hentschel sehr viel Wert auf Standesmäßigkeit legt. So begleiten wir Eugenia durch gefühlsreiche Zeiten - schade nur, dass man ihr eben diese Gefühle oft nicht anmerkt. Wir lesen darüber, dass sie sie empfindet, aber man kann nicht mit ihr fühlen - zumindest ging es mir so. Ich habe in der ganzen Geschichte leider keinen Zugang zu Eugenia gefunden, sodass große Teil der Handlung für mich rein plastisch, fast gefühlskalt - und natürlich sehr bieder - waren. Ich könnte nicht einmal den Finger darauf legen, woran es lag. Es lag nicht am generellen Schreibstil der Autorin, denn es gibt einige sehr sympathische Protagonisten in dieser Geschichte, allerdings ausnahmslos männliche. Vielleicht war mir das, was von der Familie und der Gesellschaft schon fast als revolutionär angesehen wurde doch noch nicht eigenständig genug? Vielleicht erscheint ihre Zerrissenheit zwischen ihren Gefühlen für Matthias und dem Gehorsam ihrer Familie gegenüber zu nüchtern? Ich weiß es nicht. Ein Buch zu beurteilen, zu dessen Hauptprotagonistin man keine Verbindung herstellen konnte, ist schwierig... Alles in allem eine nette Geschichte, die leider die Gefühle nicht wirklich transportieren konnte.

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  • Revolution für die Liebe.

    Die Tochter eines Arztes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. December 2013 um 18:30

    Die Geschichte spielt kurz vor Ende der Biedermeier-Zeit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Es herrschte Unmut im Volk, die Menschen übten Kritik und lehnten sich gegen die Monarchie und ihre Zwänge auf, die eine unangemessene Trennung zwischen Herrschenden und Dienenden schufen und deren gesellschaftliche Regeln starr, rücksichtslos  und vermessen waren. Eugenia Hentschel, die Tochter des angesehenen Wiesbadener Arztes Anton Hentschel, lebte mit ihrer Familie im Herzogtum Nassau, in Holzhausen auf der Heide, einem idyllischen Dorf, in das ihr Vater vor Zeiten zog, um, wie er sagte, die schwache Gesundheit seiner Frau Charlotte zu stärken. Voller Sehnsucht dachte Eugenia an die Abwechslungen und Zerstreuungen, die ihr die Hauptstadt Wiesbaden einmal geboten hatte, an festliche Bälle und Soireés, auf denen junge Damen wie sie ihre zukünftigen Ehemänner kennenlernen konnten. Das Landleben, zu dem sie nun verurteilt war, erschien ihr öde und inhaltslos, der Mangel an gleichgesinnten Freundinnen stimmte sie traurig und verdrossen. Nur ihr Bruder Moritz vermochte es, ihre Stimmung aufzuhellen und sie zum Lächeln zu bringen, aber der war entgegen aller Pläne seines Vaters, ihn in Gießen Medizin studieren zu lassen, um in seine Fußstapfen zu treten, mit einer immer größer werdenden Schar von Anhängern der Demokratie dabei, den Boden für neue Rechte und Gesetze für Freiheit und Gleichheit zu bereiten. Und dann überstürzten sich auch in Eugenias Leben die Ereignisse. Der Bauernsohn Matthias trat in ihr Leben, und eine Liebe entstand, die von der Gesellschaft nicht geduldet wurde und Eugenia in eine verzweifelte Lage brachte, in der sie befürchten musste, den geliebten Menschen für immer zu verlieren und durch eine alte Schuld aus der Vergangenheit das Opfer eines infamen Ränkespiels zu werden. Martina Frey hat hier einen bunten, anschaulichen Roman geschrieben, der den Leser in eine interessante Epoche der Zeitgeschichte eintauchen lässt. Ungläubig liest man über die strengen Regeln der Gesellschaft, die das Leben miteinander bis in die Familien hinein bestimmten, man wird mit einer Zeit konfrontiert, in der das Recht des Einzelnen nur dann etwas galt, wenn er zur herrschenden Klasse gehörte und die Privilegien des Mannes das Einzige waren, was in einer Ehe zählte. Das Schicksal der jungen Eugenia, die sich vom oberflächlichen, gedankenlosen und verspielten Kind ihrer Zeit zur liebenden, gefühlsstarken und mutigen jungen Frau entwickelt, ist der Rahmen für diese unterhaltsame, poetische Geschichte, die - flüssig geschrieben - ein paar unbeschwerte Lesestunden bringen kann. Unbeschwert auch deshalb, weil der Leser ahnt, dass alle Bedrängnis ein gutes Ende nehmen wird - und das wünscht man sich eben doch!

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  • Frey, Martina - Die Tochter eines Arztes

    Die Tochter eines Arztes
    Emili

    Emili

    10. December 2013 um 08:47

    Im Jahr 1847 zieht der Anton Hentschel, ein Arzt mit seiner Familie: Frau, Tochter Eugenia und Sohn Moritz nach Holzhausen. Im Vergleich zu ihrem vorherigen Wohnsitz in eine ländliche Provinz: an der Eugenia kein Gefallen hat, doch wegen ihrer Mutter, der es anscheinend auf dem Land gesundheitlich besser geht, muss die Familie den Schritt gehen. Doch Eugenia kann dem Leben auf dem Land nichts abgewinnen, auch mit ihrer Stellung als Frau in der Gesellschaft, ist sie nicht glücklich. Ihr Bruder soll gegen seinen Willen auf Wunsch seines Vaters Medizin studieren, und dabei ist es eher Eugenias Wunsch. Sie könnte sich sehr gut in der Rolle einer Ärztin vorstellen. Leider, ist es zu damaligen Zeit nicht daran zu denken, dass die Frau diesen Weg einschlägt, anstatt zu heiraten und Kinder zu bekommen. Doch die Zeiten ändern sich, Baden befindet sich in Umbruchzeiten, eine Revolution steht bevor, Denkweise der Menschen ändert sich allmählich, der Wunsch nach Meinungs- und Pressefreiheit, das Recht, sein eigenes Leben selbst bestimmen zu können, wird immer größer und viele sind bereit dafür zu kämpfen. In diesem zeitlichen Rahmen wird die Liebesgeschichte der jungen Frau Eugenia erzählt. Trotz der gesellschaftlichen Gepflogenheiten verliebt sie sich in einen Bauernsohn. Doch das geht natürlich auf keinen Fall. Viele Schicksalsschläge, unerwartete Ereignisse erwarten Eugenia, vieles muss sie erleben und überstehen, doch schafft sie es wirklich mit der Liebe ihres Leben zusammen sein dürfen... Der Roman ist spannend und emotional geschrieben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und rufen unterschiedliche Stimmungen bei dem Leser hervor. Der Erzählstil der Geschichte ist an die damalige Zeit angepasst. Alles in allem eine romantische Geschichte mit gut recherchierten historischen Hintergrundinformationen. Sehr schön fand ich die Ergänzung am Ende des Romans, aus der es deutlich wird, welche Figuren erfunden, und welche tatsächlich gelebt haben. Einen Glossar hat der Roman ebenfalls.

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  • Eine historische Liebesgeschichte, die es schafft du fesseln

    Die Tochter eines Arztes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2013 um 21:35

    1839 in Wiesbaden unterläuft Dr. Hentschel ein Fehler, der seinen Patienten das Leben kostet. Nur er selbst und Sebastian Kreutzer, ein sehr guter Freund, wissen davon und bewahren Stillschweigen. Acht Jahre später, also 1847, zieht Anton Hentschel mit seiner ganzen Familie von Wiesbaden, wo er seine Praxis hat, nach Holzhausen. Seine Tochter Eugenia ist davon alles anderen als begeistert und findet das Leben in der ländlichen Idylle als ungemein langweilig. Mit der Zeit gewinnt sie aber gute Freunde und verliebt sich in den Bauernsohn Matthias. Von der badischen Revolution ist zu Beginn nicht so viel zu merken, aber die Bauern leiden sehr unter der Armut und dem Hunger, was Eugenia sehr zusetzt, da sie das erste Mal in ihrem Leben die Armut kennenlernt. Die Liebe zu Matthias ist ihrem Vater ein Dorn im Auge, denn diese entspricht gar nicht ihrem Stand und so beginnt ihr steiniger  Weg in die Selbstbestimmung und die Liebe.   Dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Erst einmal ist das Cover wunderschön und zieht gleich die Blicke des zukünftigen Lesers auf sich. Desweiteren war mir Eugenia von Beginn an sehr sympathisch und das obwohl ich bei so vielen Gelegenheiten den Kopf schütteln musste, denn zur damaligen Zeit, war das Verhältnis der Eltern und Kinder eher distanziert und eine gute Tochter, tat was ihr aufgetragen wurde und das mit der entsprechenden Höflichkeit und dem Respekt. Es wurde keine Entscheidung hinterfragt, denn der Vater war der Herr des Hauses und für alle verantwortlich. Die Autorin hat es geschafft, mich so in diese Welt hineinzuziehen, dass ich zwar dieses Verhalten aus heutiger Sicht nicht nachvollziehen konnte, aber Eugenia trotzdem verstanden hab. Diese junge Frau hat es mit Hilfe guter Freunde geschafft, sich doch über die gesellschaftlichen Normen zu erheben und (hoffentlich) ein erfülltes Leben zu finden. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar beschrieben und man kann sich in die Geschichte hineinversetzen.   Als Fazit kann ich nur zusammenfassen, dass mir das Buch ausgesprochen gut gefallen hat und ich es an einem Stück gelesen habe. Eine klare Leseempfehlung für alle die gerne historische Liebesromane lesen.

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  • Ein wunderschönes Cover mit super Inhalt

    Die Tochter eines Arztes
    Anneblogt

    Anneblogt

    07. December 2013 um 13:19

    Erster Satz: Der Abend war hereingebrochen, sodass kaum noch Licht durch die hohen Fenster fiel. Inhalt: Im Jahr 1847 zieht die Arzttochter Eugenia unfreiwillig mit ihrer Familie von Wiesbaden auf das Land. Dort ist der Beginn der badischen Revolution immer mehr zu spüren, müssen viele Bauern aufgrund der Kartoffelfäule und ausfallenden Ernten hungern. Erst findet Eugenia das Leben in Holzhausen langweilig, doch schnell findet sie Freunde und verliebt sich in den Bauernsohn Matthias. Als dieser beim verbotenen Wildern erwischt und angeschossen wird und man Eugenia an seiner Seite findet, wird Eugenia schnell zurück nach Wiesbaden geschickt um dort einen Mann zu finden und zu heiraten, um ihre Ehre zurück zu erlangen. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben und schwärzt Eugenia bei der strengen und sittsamen Gesellschaft an. Gleichzeitig gelangt die badische Revolution in Wiesbaden zu ihrem Höhepunkt und Eugenias Bruder Moritz lernt bei liberalen Versammlungen den tot geglaubten Matthias kennen. Zuerst ist Eugenia entsetzt und will nichts von ihm wissen, merkt aber auch, dass sie ihn liebt. Aber hat die Liebe gegen die Gesellschaft und Eugenias Familie in der schwierigen Zeit eine Chance? Meine Meinung Handlung: Ein wirklich sehr gelungener historischer Liebesroman mit einer grandiosen Liebesgeschichte. Zwischen den Sitten und ihren eigenen Gefühlen und Gedanken hin und hergerissen, bringt sich Eugenia oft in schwierige Situationen. Ihre anfänglichen Gespräche mit Matthias sind sehr amüsant, besonders da sie in älterer Sprache geschrieben sind und Eugenia Matthias nie schlimmer als „ungehobelter Klotz“ beschimpft;) Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen den Beiden gefällt mir sehr gut, besonders die daraus entstehenden Probleme in Eugenias Familie und ihrem Ruf in der Gesellschaft. Es war sehr interessant und spannend zu lesen, wie Frauen sich damals verhalten mussten und ich bin echt froh im 21.Jahrhindert zu leben! Doch die Menschen begannen sich schon damals zu wehren und es kam zu Unruhen. Hier habe ich auch geschichtliche Fakten gelernt;) Durch Moritz´ und Matthias´ Perspektive hat man davon noch mehr mitbekommen und man konnte sich die Lage in Wiesbaden richtig vorstellen. Eugenias kleine Abenteuer in Holzhausen sind schön geschildert und man fühlt stark mit den Protagonisten mit. Anton Hentschels Verhalten fand ich ebenso wie Sebastians abstoßend und ich war froh, als endlich die Wahrheit ans Licht kam und Eugenia es mitbekommen hat. Den Druck auf Eugenia stelle ich mir wirklich riesig vor und es ist bewundernswert, dass sie am Ende ihren eigenen Weg geht. Dieses Ende fand ich klasse, war es meiner Meinung nach die einzige Lösung für alle Probleme von Eugenia, Matthias und Moritz. Volle 5 von 5 Punkten. Charaktere: Eugenia ist die anfangs etwas egoistische und arrogante Tochter des Arztes Anton Hentschel, die sehr unglücklich darüber ist, von Wiesbaden nach Holzhausen, ein kleines Dorf, ziehen zu müssen. Dort leben hauptsächlich ärmere Menschen und Bauern, die die Hauptprotagonisten zuerst verachtet. Sie hält sich stets an alle Regeln, um bald zu heiraten und ihrem Mann eine gute und gehorsame Frau zu sein(Das stelle ich mir ganz schlimm vor!). Von ihrem aufbegehrenden Bruder Moritz übernimmt sie einige rebellische Gedanken und beginnt sich gegen ihre strenge Erziehung aufzulehnen, als sie den Bauernsohn Matthias kennen und lieben lernt. Diese „verwandelte“ Eugenia hat mir sehr gut gefallen und ich konnte ihre freiheitsliebenden Handlungen sowie auch ihre Handlungen um ihrem Vater zu gefallen und keine Schande über die Familie zu bringen sehr gut nachvollziehen. Sie ist ein starker Charakter und ihre letzten mutigen Handlungen haben sie mich vollends ins Herz schließen lassen. Matthias fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Er sieht Eugenia erst als Prinzessin und verzogene Göre, akzeptiert aber auch schnell seine späteren Gefühle und kämpft um Eugenia. Er ist die meiste Zeit ein Kämpfer, der seine Familie versorgen will und dafür sogar wildern geht. Dass er dort angeschossen wird und ins „Korrektionshaus“ muss, hat mir sowohl für ihn als auch für Eugenia leidgetan, da sie dachte, dass er tot wäre. Zum Glück gibt es für ihn und Eugenia ein Happy End, das hat mich sehr gefreut Moritz ist Eugenias Bruder, der auf keinen Fall wie sein Vater Arzt werden will und so unbemerkt sein Studium in Gießen abbricht. Stattdessen geht er auf liberale Veranstaltungen und will den Umsturz der alten Gesetze und Regeln mit vorantreiben. Dort lernt er auch Matthias kennen und bringt diesen später wieder mit Eugenia zusammen. Schon allein wegen dieser Tat mochte ich ihn, aber besonders wegen seinen freiheitsliebenden Gedanken und seiner Art, sich um Eugenia zu kümmern, sie manchmal aber auch zum Nachdenken zu bringen. Ein ebenfalls mir sehr sympathischer Charakter war Augustus, ein Junge aus Holzhausen mit einer Leidenschaft für Dampfmaschinen. Er und Luise werden Eugenia richtig gute Freunde, wobei er einer der wenigen Charaktere dieses Buches ist, der auf einer wahren historischen Person beruht. Eugenias Vater Anton Hentschel fand ich in seinen Handlungen oft egoistisch (da konnte Eugenia ebenfalls nur so werden;)), aber er war ja auch in einer schwierigen Situation mit der Erpressung. Es gab noch viele weitere Charaktere, die mir aber eigentlich alle gut gefallen haben, die mir aber nicht alle unbedingt sympathisch waren. Für die Charaktere gibt es auf jeden Fall auch 5 von 5 Punkten Schreibstil: Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, obwohl er der Sprache der damaligen Zeit angepasst ist. Diese ist für mich eher befremdlich aber auch lustig zu lesen, da sie sehr gestelzt ist und Eugenia ziemlich amüsante „Schimpfwörter“ benutzt;) Ebenfalls 5 von 5 Punkten Cover: Das Cover ist wunderschön, besonders da es fast nur in Weißtönen und Pastellfarben gehalten wurde. Ein echtes Schmuckstück für mein Regal mit einem überzeugendem Inhalt;) Ganz klar 5 von 5 Punkten. Fazit: Ein historischer Roman mit vielen Fakten und einer schönen Liebesgeschichte. Absolut empfehlenswert für Leute, die sich gerne mit der damaligen Zeit beschäftigen und gerne Liebesgeschichten lesen. Von mir gibt´s insgesamt 5 von 5 Punkten:) Diese Rezension auch auf meinem Blog anneblogt.de

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  • Eine schöne Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund

    Die Tochter eines Arztes
    ColourfulMind

    ColourfulMind

    06. December 2013 um 14:26

    “Du liest über Kriege, über andere Länder und ihre Sitten.Du bist nicht wie die anderen Mädchen Du bist viel zu klug und wissbegierig. Welcher Mann will eine gebildete Frau, Eugenia?, hörte sie ihren Bruder sagen. Sie streckte das Kinn vor, eine eingeübte Trotzhaltung. "Bildung kann man verstecken." "Aber nicht die Sehnsucht danach." -S. 22 Inhalt: Eugenia, die Tochter eines Arztes ist verzweifelt, als sie mit ihrer Familie aus dem gesellschaftlichen Wiesbaden nach Holzhausen aufs Land zieht. Während sich überall im Land Stimmen nach einem Umbruch laut machen, findet Eugenia immer mehr Gefallen an dem Landleben, nicht zuletzt wegen dem ärmlichen Bauern Matthias. Doch die aufkeimende Zuneigung der beiden hat scheinbar keine Chance. Meine Meinung: "Die Tochter eines Arztes" erfüllt, was der Klappentext verspricht. Eine verzweifelte Liebe vor dem Hintergrund der aufkeimenden badischen Revolution 1848. Und die Autorin hat es geschafft, sowohl die Liebesgeschichte als auch die historischen Ereignisse zu einer fesselnden Handlung zu verweben und dem Leser knappe 400 Seiten in die Historie zu bieten. Der Schreibstil, mit dem Martina Frey ihre Geschichte erzählt ist in seinen Beschreibungen sehr detailliert und doch irgendwie schlicht, da sie sich durch die Perspektive nicht wirklich lange mit emotionalen Beschreibungen aufhält. Anfangs kam mir das etwas unterkühlt und vielleicht auch zu sachlich vor, mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und erkennt, dass die Geschichte auch so gut erzählt werden kann. Eugenia ist eine Protagnonistin, wie sie für diese Handlung wohl besser nicht sein könnte. Sie ist ein sehr starker Charakter, der anfangs wohlmöglich anecken könnte durch ihre oftmals zickige und gehobene Art. Doch genau das macht sie authentisch. Sie ist die typische junge Frau ihres Standes zu dieser Zeit, vollkommen beherrscht von dem gesellschaftlichen Denken. Doch mit der Zeit merkt man als Leser, dass auch in ihr der Wunsch nach einem Umbruch wächst und ihre Besonderheit gräbt sich Stück für Stück an die Oberfläche. Wir erleben eine junge Frau, hin und her gerissen zwischen dem, was sie gelernt hat zu akzeptieren und sich dem zu fügen, und dem, was sie sich wünscht. Unabhängigkeit und Eigenbestimmung. Sie macht innerhalb der Handlung eine große Entwicklung durch und ist damit eine überzeugende, sowie vielschichtige Protagonistin. Die Liebesgeschichte, welche einen großen Raum einnimmt innerhalb der Geschichte wirkt zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder überladen. Im Gegenteil, ganz natürlich beschreibt die Autorin die Gefühle der beide Charaktere, gibt ihnen Zeit und somit auch dem Leser die Möglichkeit, sich mit den beiden zu verlieben und ihre Emotionen nachzuvollziehen. Eine gelungene Liebesgeschichte, welche den historischen Hintergrund unterstützt und einfach passt. Kritik gibt es an manchen Kleinigkeiten, die dem Leser innerhalb der Handlung begegnen. Zum Beispiel Eugenias familiäre Verhältnisse. Durch verwirrende Formulierungen und scheinbare Widersprüchlichkeiten der Autorin ist dem Leser nie wirklich klar, wie viele Geschwister die junge Frau nun eigentlich hat, wie sie heißen oder welches Geschlecht sie haben.Es sind minimale Nebenfiguren, die ein oder zweimal ihren Auftritt haben, aber nicht wirklich eingeführt werden. Das war wirklich schade, da es während des Lesens für große Verwirrung gesorgt  und den Lesefluss gestört hat. Ebenfalls ein Kritikpunkt, welcher das Lesevergnügen für mich jedoch nicht unbedingt gemindert hat, ist die Tatsache, dass es keine wirklichen Überraschungen gibt innerhalb der Handlungen. Es begegnen einem viele Wendungen, die der Geschichte ein wenig Schwung geben sollen, jedoch sind diese schon lange vorher absehbar und man wartet quasi nur darauf, dass die große Katastrophe geschieht. Dennoch hat es wirklich Spaß gemacht, "Die Tochter eines Arztes" zu lesen und an der Seite der Charaktere in das historische Geschehen einzutauchen. 4 Sterne für kleine Kritikpunkte und großen Lesegenuss!

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  • Ein fesselndes Frauenschicksal während der badischen Revolution

    Die Tochter eines Arztes
    Arietta

    Arietta

    05. December 2013 um 16:56

    Ein spannender Historischer Roman der um 1848 spielt, der von den Umbrüchen der badischen Revolution erzählt, mit vielen belegten Historischen Figuren. In flüssigen Sätzen , packend , fesselnd und warmherzig erzählt die Autorin Martina Frey, die Geschichte der Arzttochter Eugenia und ihrer Familie. Die Protaginosten wirken lebendig und real, man fühlt und leidet mit ihnen. Auch Wiesbaden und das Umland sind davon betroffen. Mittendrin in diesem ganzen geschehen , auch Eugenia und ihr Bruder Moritz , beides Kinder einer sehr angesehenen Arztfamilie. Eugenia ist nicht so ganz die Tochter , wie es sich die Eltern wünschen. Sie ist eine sehr resolute und starke Persönlichkeit, die sich gegen die Gesellschaftlichen Zwänge auflehnt und sich für Gerechtigkeit , für die Armen einsetzt, eine Frau mit dem rechten Fleck im Herzen. Ausgerechnet Sie , verliebt sich in den Bauernsohn Matthias , was nicht sein darf, gibt es doch die standesdünklichen Unterschiede. Ein Affront in der damaligen Gesellschaft. Sie gerät in Gewissenskonflickte, ist ihre Liebe doch ohne Aussicht und sie einem anderen versprochen. Dunkle Schatten brauen sich nicht nur über Eigenia , auch über Moritz zusammen. Die eine Hochzeit Platzt , durch dumme Gerüchte , und jetzt soll sie ausgerechnet Sebastian heiraten. Der eine dunkle Vergangenheit hat, ist er doch ein Spieler, Erpresser und Betrüger, der diese arangierte Ehe , von ihrem Vater erpresst hat. Auch Moritz ihr Bruder, passt nicht in das Ideale Familienbild, ist er doch ein Anhänger, gehört er doch den Anhängern des Freiheitsliebenden Volkes an. Ob, die zwei es schaffen werden , sich von all den Gesellschaftlichen Zwängen zu befreien , und ihr wahres Glück finden werden ? Das muss der Leser selbst heraus finden , in dem er das Buch liest..... " Eine spannende , packende und Leidenschaftliche Geschichte,mit mitreißenden Einblicken "

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