Martina Goernemann

 4.2 Sterne bei 27 Bewertungen

Lebenslauf von Martina Goernemann

Martina Goernemann betreibt in München das Label RAUMseele® und berät ihre Kunden in allen Fragen rund ums Einrichten und Renovieren. Sie schreibt Kolumnen zum Thema Wohnen in verschiedenen Magazinen, ist Autorin des erfolgreichen Buchs Wohnen für die Seele und veranstaltet Workshops, in denen sie den Teilnehmerinnen zeigt, wie viel Charme selbst in ganz alltäglichen Dingen steckt und dass alles Brauchbare möglichst auch schön sein sollte.Sonia Folkmann arbeitet seit mehr als 10 Jahren als freie Fotografin. Ihre Lieblingsmotive sind schöne Dinge und Menschen, die sie mit handwerklichem Know-how und großer Liebe zum Detail gekonnt in Szene setzt. Sie lebt in Düsseldorf.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Wohn dich glücklich! Neue Ideen für Haus und Herz. Einfache Wohnideen mit Stil, viel Gefühl und wenig Geld

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Erscheint am 09.06.2020 als Taschenbuch bei Bassermann.

Neue Rezensionen zu Martina Goernemann

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Rezension zu "Sauerteig" von Martina Goernemann

ein gelungenes Buch
sab-mzvor 3 Monaten

Glück und Sauerteig - wo ist die Verbindung?n Das habe ich mich gefragt.
„Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen“ hat Martina Goernemann ihr Buch genannt.

Sauerteig braucht man zum Brot backen und Brot selber backen macht definitiv glücklich.
Zum einen finden ich und viele andere BrotbäckerInnen es erholsam Brot selber zu backen, es schmeckt besser als gekauftes Brot und ist besser verträglich.
Da muss man doch glücklich sein.

Die Autorin hat die Kapitel mit Überschriften versehen, die zum Titel des Buches passen.
– Willkommen – bringt uns Sauerteig als Seelenfutter nahe
– Geduld, ja die muss man haben
– Vertrauen – Pablo bringt uns Mehlmuster bei, lässt uns an seinem Lebensweg teilhaben, wie wird ein Backrahmen gebaut?..
– Stolz – Interior neben Dinkelbrot, Töpfe zum Brotbacken, Bäcker aus verschiedenen Ländern und ihre Beziehung zum Sauerteig
– Grosszügigkeit – bringt uns Vanessa Kimbell und ihre Sauerteigleidenschaft nahe
– Mut – Barbara Elisi Caracciolo von der Psychologie zum Brot und tolles Knäckebrot
– Freude – John van den Broek lernte mit Sauerteig zu backen und auch Geduld zu haben und wir Leser bekommen tolle Tipps, die beim Brotbacken helfen incl.“Welpenkiste“
– Glück – die belgischen Papadams schmecken herrlich und die Cracker auch
– Klugheit – Patricia Riekel, die Society-Journalistin, hat neben Glanz und Glamour auch eine andere Seite. Mir gefallen ihre „Brotveredler“ sehr gut und die „Frischhaltemassnahmen“.
– Ruhe – Josef Selimair geniesst das Abschalten beim Backen und Backen mit Bier, das Freisinger Bierbrot schmeckt einfach nur gut
– Einfachheit – John Walley, der Maler, und sein Freund Vitus der Sauerteig, der mit der Mütze
– Abschied
– Angebissen – mit ganz vielen Links zu weiteren Quellen zum Thema Sauerteig

Als ich anfing das Buch zu lesen, war ich verwirrt. Ich wollte ein Buch mit Rezepten für Sauerteigbrote, bekommen habe ich was Anderes.
Das Buch ist fast eine philosophische Abhandlung zum Thema Sauerteig.
Man lernt durch die verschiedenen Autoren und deren Beziehung zum Sauerteig ganz viel über den Sauerteig.
Eins ist den Menschen, die im Buch geschrieben haben, gleich, die Leidenschaft für den Sauerteig. Vitus wird zum Freund, zum Weggefährten, zum Mitbewohner.

Es ist herrlich das Buch zu lesen und die ganzen wundervollen Bilder zu sehen und nebenbei ausser zum Sauerteig auch zu erfahren welche Menschen dort schreiben und wie sie zu der Leidenschaft kamen. Die Rezepte werden Nebensache.

Mir hat, nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist, das Buch sehr gut gefallen.

Empfehlenswert

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Rezension zu "Sauerteig" von Martina Goernemann

Seelenfutter
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Also gut, auf diesem Gebiet kennt sich der Rezensent ziemlich gut aus, jedenfalls was das Backen von Brot generell betrifft. Die Erfahrungen mit Sauerteig sind allerdings gleich null, denn als Backtriebmittel verwendete dieser, in den aktiven Zeiten der Vollversorgung seiner Familie mit Backwaren, stets eine Starterkultur aus Backferment.

Um so mehr ein Grund dafür, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Allein die Gestaltung des Buchtitels macht ja mehr als nur neugierig. Neben den abgebildeten Brotsorten, deren Qualität man fast zu riechen glaubt, fällt sofort der Blick auf die vier Schraubdeckelgläser. Das kommt einem dann doch sehr bekannt vor, denn der Sauerteig sieht offenbar genauso aus, wie der seit Jahr und Tag so geschätzte Backfermentteig!

Deshalb interessiert natürlich sofort die Herstellung desselben. Und da gibt es dann gleich etwas zu meckern, denn wenn man das Rezept für den "Starter" auf Seite 11 richtig versteht, wird am dritten bzw. am vierten Tag die Hälfte des zuvor angesetzten Teiges weggeworfen. Man hat ja zuvor insgesamt 420g Teig hergestellt, von welchem dann für die weitere Verarbeitung nur 200g gebraucht werden. Das ist seltsam. Alternativ könnten zwei Starter hergestellt werden, was andererseits für den Hausgebrauch dann wirklich zu viel wäre.

Egal, denn etwas eigene Kreativität kann man schon aufbringen. Es muss ja nicht gleich alles zu 100% funktionieren (was in den ersten Tagen und Wochen der "Versuchsreihen" mit Backferment nicht anders ist). Als Anfänger bräuchte man dann aber doch etwas genauere Angaben und vor allem: Rezepte.

Genau diese werden in diesem Buch aber etwas vernachlässigt. Könnte man meinen. Doch so will das Buch nicht verstanden werden. Auf ein reines Rezeptbuch möchte es dann lieber nicht reduziert werden. Eher als eine ausführliche und manchmal sogar recht ausschweifende Liebeserklärung an ein Backtriebmittel. 

Martina Goernemann schreibt in diesem Zusammenhang von "Seelenfutter" und von ihrer wahrhaft emotionalen Auseinandersetzung mit dieser vermeintlich recht einfach strukturierten Masse aus Wasser und Mehl. Das mag in einigen Passagen etwas überzogen wirken, wenn die ersten Versuche mit den Ansätzen als ein "Machtkampf" beschrieben werden und wer denn wohl "der Chef an der Schüssel" sei. 

Andererseits ist es in der Tat ein Erlebnis, zu beobachten, wie sich aus einfachsten Zutaten, mit Hilfe Legionen unsichtbarer Geister, auch Mikroorganismen genannt, ein lebendiger und völlig natürlicher Grundbaustein für jeden guten Brotteig entwickelt. Die Faszination hierfür zu wecken ist Sinn und Zweck des Buches. Ob man daraus eine himmelhochjauchzende Lebensphilosophie machen möchte, bleibt sicherlich jedem selbst überlassen.

Neben Menschen, die alle irgendwie mit dem Thema zu tun haben und ihre jeweiligen Sichtweisen perfektioniert haben, ist es vor allem der sich durch das gesamte Buch ziehende positive Grundton, welcher sehr gut gefällt. Überdies spielen die kongenialen Fotos von Barbara Simon eine zweite Hauptrolle. In Verbindung mit erstklassigem Layout, der Kunst, ein Buch zu drucken und einzubinden, liegt hier ein wunderbares, bildgewaltiges Werk vor, welches man immer wieder gerne zur Hand nimmt.

"Futter für die Seele"? Na gut, legen wir los ...

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Rezension zu "Sauerteig" von Martina Goernemann

es ist kein Backbuch, sondern eine unterhaltsame Lektüre, eine Hommage ans Brot
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

»Man gibt Mehl, Wasser und Geduld hinein und bald fängt das Ganze an zu blubbern. Wir füttern den Sauerteig, er lehrt uns, Brote zu backen. Köstliche Brote, die jeder kann und jeder mag. Es steckt nämlich eine Glücksformel im Sauerteig. Leicht anwendbar und überall erhältlich. Kostenloses, großes Glück im Glas!«

Kreatives Gestalten beruhigt die Seele, lässt ausspannen vom Alltagsgeschehen, gibt Kraft. Ob Stricken, Malen, Musizieren oder Kochen – Backen, mit allen Sinnen eintauchen, fühlen wegtauchen. Dieses Buch ist mit Gefühl geschrieben, es ist kein Backbuch, sondern eine unterhaltsame Lektüre, eine Hommage ans Brot. Martina Goernemann berichtet uns von ihrem ersten Erlebnis, einen Sauerteig herzustellen und nimmt uns mit auf eine Reise durch Europa, bis in die USA, immer ihr Töpchen Sauerteig in der Tasche dabei.

»Meinem Sauerteigstarter fehlte es an nichts. Er bekam Aufmerksamkeit und einen Platz am Fenster mit Blick auf den Garten. Die Öffnung seines Glases war liebevoll mit einem Stoffstück verschlossen, um nützlichen Mikroben aus der Luft den Zugang zu erleichtern. Und was war der Dank? Mein neues Haustier lag faul in seinem Glas herum und blubberte lustlos. Über das erste Brot will ich gar nicht reden.«

Martina Goernemann hat ihr gesammeltes Wissen über Sauerteig in diesem Buch zusammengetragen. Selbstverständlich sind auch ein paar Rezepte zu finden. Letztendlich geht es aber um die Liebe zum Brot, eine Lebensphilosophie. Sauerteig ist nicht gleich Sauerteig. Bereits der Starter, kann mit Kräuteraufgüssen angereichert werden. Geduld gehört zum Brotbacken dazu, beginnend beim Starter der vier Tage gefüttert werden muss und gepflegt wird: »Unser täglich Brot gib es heute…« - Der Starter, weiter gefüttert, ist die Basis für das nächste Brot. Manches Rezept benötigt besonders viel Geduld, weil der Teig über Nacht ruhen muss. Geduldsbrötchen mit Kamilleaufguss, für die sich der Aufwand lohnt. Backen mit verschiedenen Mehlsorten, Kleie, backen in ganz normalen Töpfen (welche eignen sich?). Flache Brote, bauchige, fluffige, aber auch Brötchen, Brezen, belgische Papadams und Cracker, Craquelin, alles über den Kleber im Brot, man lernt eine Menge über Sauerteig und Lebensgefühl.

»Keine Rezeptsammlung! Eine Zettelsammlung, wie John sie meint, ist total analog. Auf analogem Papier geschrieben, voll mit total analogen Gedanken. Ich mache es oft so, dass ich Rezepte ausdrucke, … während ich backe, schreibe ich meine Erfahrungen dazu.«

Das Glück steckt im Brot – nicht nur im Backen, wenn man mit den Händen den Teig durchknetet, der Geruch vom frisch gebackenem Brot ist betäubend. Brot und Butter – braucht man noch viel mehr? »Brot ist Glück! In Scheiben und am Stück!« Eine Reise mit einem Gläschen Sauerteig quer durch Europa bis in die USA, zu Besuch bei Brotbäckern, Interviews, Tipps, Rezepte, Fotos und viel Gefühl. Eine Hommage an den Sauerteig, an das Brot, interessant zu lesen. Interviews, Lebensgefühl, eine Reise zum Thema um die halbe Welt. Sauerteig macht übrigens auch schön, nicht nur von innen. Roggenteig enthält reichlich Vitamin B, viel Folsäure, darum fabrizieren wir eine Sauerteigmaske, Sauerteigpeeling, zur Entspannung gibt es dazu einen Sauerteigsekt – Kwas. Ein russisches Rezept aus altem Sauerteigbrot angesetzt, bitzlig, mit 2 % Alkohol und viel Milchsäurebakterien. Alles in allem ein rundes Buch zum Thema. Wer lediglich Rezepte sucht, liegt hier falsch, wird enttäuscht sein. Wer etwas über Sauerteig wissen möchte, sich beim Lesen entspannen, der wird mit der Lektüre bereichert. – Nun aber auf – den Starter füttern!

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