Martina Goernemann

 4,2 Sterne bei 28 Bewertungen

Lebenslauf von Martina Goernemann

Martina Goernemann betreibt in München das Label RAUMseele® und berät ihre Kunden in allen Fragen rund ums Einrichten und Renovieren. Sie schreibt Kolumnen zum Thema Wohnen in verschiedenen Magazinen, ist Autorin des erfolgreichen Buchs Wohnen für die Seele und veranstaltet Workshops, in denen sie den Teilnehmerinnen zeigt, wie viel Charme selbst in ganz alltäglichen Dingen steckt und dass alles Brauchbare möglichst auch schön sein sollte.Sonia Folkmann arbeitet seit mehr als 10 Jahren als freie Fotografin. Ihre Lieblingsmotive sind schöne Dinge und Menschen, die sie mit handwerklichem Know-how und großer Liebe zum Detail gekonnt in Szene setzt. Sie lebt in Düsseldorf.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Rezensionen zu Martina Goernemann

In diesem Buch erzählt Martina Goernemann von ihrer Reise, die sie mit ihrem Sauerteig Vitus gemacht hat. Ihr Weg führte sie quer durch Europa und sogar in die USA. Unter anderem in eine Klosterbäckerei und in die Sauerteig-Bibliothek. Ja, es gibt wirklich eine Bibliothek für Sauerteig. ;)

An ihren Stopps lernt sie viele vielfältige und interessante Menschen kennen, deren Leben sich um den Sauerteig dreht. Die vielen kurzen Abschnitte, die sie dazu schreibt sind unterlegt mit wunderschönen, stimmungsvollen Fotos. Fotos von Menschen, aber vor allem von Zutaten, Teig und natürlich Brot. Da läuft einem echt das Wasser im Mund zusammen.

Ab und zu gibt es dann sogar ein Brotrezept, aber eben nur ab und zu. Ich hatte irgendwie völlig andere Erwartungen an das Buch, viel mehr Rezepte und weniger eine Erzählung einer Reise zum Glück, wie wir es in ihrem Buch finden. Trotzdem war ich sehr angetan.
Sie schreibt einfach locker, leicht und super sympathisch, dass man einfach weiterlesen muss. Gleichzeitig mach sie einem Mut, nicht aufzugeben, falls einem das Backen mit Sauerteig nicht auf Anhieb gelingt. Sie erzählt auch von ihren Misserfolgen und gibt viele nützliche Tipps.

Nach jedem größeren Kapitel gibt es kleine Dialoge, die sie mit ihrem Sauerteig Vitus führt. Meistens finde ich sowas albern, aber hier hat es echt gepasst und war witzig.

Sucht man ein klassisches Backbuch mit vielen Rezepten, ist man hier sicher falsch. Aber wenn man ein Buch sucht, dass sich nur um Sauerteig und Brot dreht, gespickt mit Geschichten verschiedenster Menschen und einer guten Portion Wohlfühlmomenten, dann ist man hier genau richtig!

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Cover des Buches Sauerteig (ISBN: 9783421040954)S

Rezension zu "Sauerteig" von Martina Goernemann

ein gelungenes Buch
sab-mzvor einem Jahr

Glück und Sauerteig - wo ist die Verbindung?n Das habe ich mich gefragt.
„Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen“ hat Martina Goernemann ihr Buch genannt.

Sauerteig braucht man zum Brot backen und Brot selber backen macht definitiv glücklich.
Zum einen finden ich und viele andere BrotbäckerInnen es erholsam Brot selber zu backen, es schmeckt besser als gekauftes Brot und ist besser verträglich.
Da muss man doch glücklich sein.

Die Autorin hat die Kapitel mit Überschriften versehen, die zum Titel des Buches passen.
– Willkommen – bringt uns Sauerteig als Seelenfutter nahe
– Geduld, ja die muss man haben
– Vertrauen – Pablo bringt uns Mehlmuster bei, lässt uns an seinem Lebensweg teilhaben, wie wird ein Backrahmen gebaut?..
– Stolz – Interior neben Dinkelbrot, Töpfe zum Brotbacken, Bäcker aus verschiedenen Ländern und ihre Beziehung zum Sauerteig
– Grosszügigkeit – bringt uns Vanessa Kimbell und ihre Sauerteigleidenschaft nahe
– Mut – Barbara Elisi Caracciolo von der Psychologie zum Brot und tolles Knäckebrot
– Freude – John van den Broek lernte mit Sauerteig zu backen und auch Geduld zu haben und wir Leser bekommen tolle Tipps, die beim Brotbacken helfen incl.“Welpenkiste“
– Glück – die belgischen Papadams schmecken herrlich und die Cracker auch
– Klugheit – Patricia Riekel, die Society-Journalistin, hat neben Glanz und Glamour auch eine andere Seite. Mir gefallen ihre „Brotveredler“ sehr gut und die „Frischhaltemassnahmen“.
– Ruhe – Josef Selimair geniesst das Abschalten beim Backen und Backen mit Bier, das Freisinger Bierbrot schmeckt einfach nur gut
– Einfachheit – John Walley, der Maler, und sein Freund Vitus der Sauerteig, der mit der Mütze
– Abschied
– Angebissen – mit ganz vielen Links zu weiteren Quellen zum Thema Sauerteig

Als ich anfing das Buch zu lesen, war ich verwirrt. Ich wollte ein Buch mit Rezepten für Sauerteigbrote, bekommen habe ich was Anderes.
Das Buch ist fast eine philosophische Abhandlung zum Thema Sauerteig.
Man lernt durch die verschiedenen Autoren und deren Beziehung zum Sauerteig ganz viel über den Sauerteig.
Eins ist den Menschen, die im Buch geschrieben haben, gleich, die Leidenschaft für den Sauerteig. Vitus wird zum Freund, zum Weggefährten, zum Mitbewohner.

Es ist herrlich das Buch zu lesen und die ganzen wundervollen Bilder zu sehen und nebenbei ausser zum Sauerteig auch zu erfahren welche Menschen dort schreiben und wie sie zu der Leidenschaft kamen. Die Rezepte werden Nebensache.

Mir hat, nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist, das Buch sehr gut gefallen.

Empfehlenswert

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Cover des Buches Sauerteig (ISBN: 9783421040954)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Sauerteig" von Martina Goernemann

Seelenfutter
Thomas_Lawallvor 2 Jahren

Also gut, auf diesem Gebiet kennt sich der Rezensent ziemlich gut aus, jedenfalls was das Backen von Brot generell betrifft. Die Erfahrungen mit Sauerteig sind allerdings gleich null, denn als Backtriebmittel verwendete dieser, in den aktiven Zeiten der Vollversorgung seiner Familie mit Backwaren, stets eine Starterkultur aus Backferment.

Um so mehr ein Grund dafür, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Allein die Gestaltung des Buchtitels macht ja mehr als nur neugierig. Neben den abgebildeten Brotsorten, deren Qualität man fast zu riechen glaubt, fällt sofort der Blick auf die vier Schraubdeckelgläser. Das kommt einem dann doch sehr bekannt vor, denn der Sauerteig sieht offenbar genauso aus, wie der seit Jahr und Tag so geschätzte Backfermentteig!

Deshalb interessiert natürlich sofort die Herstellung desselben. Und da gibt es dann gleich etwas zu meckern, denn wenn man das Rezept für den "Starter" auf Seite 11 richtig versteht, wird am dritten bzw. am vierten Tag die Hälfte des zuvor angesetzten Teiges weggeworfen. Man hat ja zuvor insgesamt 420g Teig hergestellt, von welchem dann für die weitere Verarbeitung nur 200g gebraucht werden. Das ist seltsam. Alternativ könnten zwei Starter hergestellt werden, was andererseits für den Hausgebrauch dann wirklich zu viel wäre.

Egal, denn etwas eigene Kreativität kann man schon aufbringen. Es muss ja nicht gleich alles zu 100% funktionieren (was in den ersten Tagen und Wochen der "Versuchsreihen" mit Backferment nicht anders ist). Als Anfänger bräuchte man dann aber doch etwas genauere Angaben und vor allem: Rezepte.

Genau diese werden in diesem Buch aber etwas vernachlässigt. Könnte man meinen. Doch so will das Buch nicht verstanden werden. Auf ein reines Rezeptbuch möchte es dann lieber nicht reduziert werden. Eher als eine ausführliche und manchmal sogar recht ausschweifende Liebeserklärung an ein Backtriebmittel. 

Martina Goernemann schreibt in diesem Zusammenhang von "Seelenfutter" und von ihrer wahrhaft emotionalen Auseinandersetzung mit dieser vermeintlich recht einfach strukturierten Masse aus Wasser und Mehl. Das mag in einigen Passagen etwas überzogen wirken, wenn die ersten Versuche mit den Ansätzen als ein "Machtkampf" beschrieben werden und wer denn wohl "der Chef an der Schüssel" sei. 

Andererseits ist es in der Tat ein Erlebnis, zu beobachten, wie sich aus einfachsten Zutaten, mit Hilfe Legionen unsichtbarer Geister, auch Mikroorganismen genannt, ein lebendiger und völlig natürlicher Grundbaustein für jeden guten Brotteig entwickelt. Die Faszination hierfür zu wecken ist Sinn und Zweck des Buches. Ob man daraus eine himmelhochjauchzende Lebensphilosophie machen möchte, bleibt sicherlich jedem selbst überlassen.

Neben Menschen, die alle irgendwie mit dem Thema zu tun haben und ihre jeweiligen Sichtweisen perfektioniert haben, ist es vor allem der sich durch das gesamte Buch ziehende positive Grundton, welcher sehr gut gefällt. Überdies spielen die kongenialen Fotos von Barbara Simon eine zweite Hauptrolle. In Verbindung mit erstklassigem Layout, der Kunst, ein Buch zu drucken und einzubinden, liegt hier ein wunderbares, bildgewaltiges Werk vor, welches man immer wieder gerne zur Hand nimmt.

"Futter für die Seele"? Na gut, legen wir los ...

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