Was für ein wunderschönes Kinderbuch! Ich bin immer noch total von den Socken. Denn „Das Mädchen, das die Laute sammelte“ ist nicht nur liebevoll illustriert, die Geschichte ist auch so ungewöhnlich und originell, dass mir keine Vergleichbare einfällt.
Allein die Protagonistin Anua ist etwas Besonderes. Denn abgesehen davon, dass sie nicht spricht, studiert sie die Natur und ihre Geräusche und verwandelt diese in wunderschöne Musik, die sich auf ihrer Geige spielt. Die Leute sind von ihr verzaubert, kommen von weit her, um ihr zu lauschen. Doch dann fällt plötzlich schwarzer Schnee in der kleinen Stadt und alles wird anders ...
Meine Tochter und ich waren beide ganz gefesselt von Anuas Geschichte. Denn zwischendurch wird es richtig spannend und traurig und aussichtslos ... aber dann auch wieder wunderschön! Diese Geschichte hat so viele Facetten. Sie ist lehrreich. Regt zum Nachdenken an, zum achtsam sein, Natur genießen, Kleinigkeiten bestaunen und träumen.
Das macht sie ein meinen Augen zu einem perfekten Lesevergnügen. Nicht nur für Kinder. Denn auch in mir klingt sie noch nach – und wird es sicher noch eine ganze Weile tun.
Martina Kanold

Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Martina Kanold
Der Tag, an dem ich so groß wie eine Maus wurde oder Wut tut nicht gut
Der lange Knut hat Mut
Das Mädchen, das die Laute sammelte
Neue Rezensionen zu Martina Kanold
Rezension zu "Der Tag, an dem ich so groß wie eine Maus wurde oder Wut tut nicht gut" von Martina Kanold
merle88Meinung:
Das Thema Streit unter Geschwistern dürfte wohl jeder kennen. Natürlich ist es auch bei uns zu Hause immer wieder ein Thema. Zwar haben meine beiden Kinder einen Altersunterschied von 6 Jahren, dennoch hindert es sie nicht daran, sich ordentlich zu zoffen. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch.
Die Geschichte habe ich zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen. Dem Kleinen, mit seinen zwei Jahren, war es noch ein wenig zu viel Text.
Schnell merkte ich beim Vorlesen, dass sich mein Sohn in der ein oder anderen Situation wiedererkannt hat und sowohl Benni als auch seinen kleinen Bruder absolut verstehen konnte. Autorin Martina Kanold bringt dem Leser auf sehr einfühlsame Art und Weise die Sicht der beiden Kinder näher.
Natürlich mag der ein oder andere Leser jetzt sagen, dass die Geschichte an den Haaren herbeigezogen ist und natürlich keine Vervielfältigung eines Menschen so möglich ist. Meinen Sohn und mich hat dies jedoch gar nicht gestört. Denn viel mehr verfolgt die Autorin mit der Vervielfältigung des kleinen Bruders ein ganz bestimmtes Ziel. Nach und nach wird der kleine Bruder, dank Entschuldigungen und Liebesbekundungen, wieder zu einem Ganzen.
Diese Geschichte ist unfassbar wertvoll für Familien. Denn jeder wird einmal wütend. Das Buch bietet dabei kleine Hinweise darauf, wie jeder besser mit dieser Situation umgehen kann.
Die Bilder im Buch wurden von Martina Kanold selbst gezeichnet und zeigen, wie viel Liebe hier ins Detail gesteckt wurde.
Fazit:
Dieses Buch ist eine zuckersüße Geschichte über Geschwisterliebe und wenn die Wut einen überkommt. Mein Sohn hat nach dem Lesen gesagt „was für ein schönes Buch“ und das, obwohl er schon länger keine Bilderbücher mehr vorgelesen bekommt. Aber die großartige Botschaft hinter der Geschichte hat auch ihn sehr berührt. Definitiv eine Geschichte, die hier noch öfter gelesen werden wird.
Rezension zu "Der Tag, an dem ich so groß wie eine Maus wurde oder Wut tut nicht gut" von Martina Kanold
vronika22„Der Tag, an dem ich so gross wie eine Maus wurde oder Wut tut nicht gut“ von Martina Kanold ist bei Kirchberger Kinderbücher erschienen und wird über Nova MD vertrieben. Das Buch enthält 44 liebevoll gestaltete Seiten. Aufmerksam wurde ich auf das Buch aufgrund der absolut zauberhaften Illustrationen. Schaut euch das schöne Cover an! Und diese wundervollen Illustrationen ziehen sich durchs ganze Buch. Martina Kanold hat das Buch geschrieben und auch selbst illustriert.
Die Geschichte handelt von Benni und seinem kleinen Bruder. Benni wird manchmal sehr wütend. Als er wegen eines Unfalls mit Bauklötzen seinen kleinen Bruder anbrüllt, da passiert es. Plötzlich gibt es seinen Bruder nicht nur einmal, sondern gleich achtundzwanzig Mal – aber nur noch so groß wie eine Maus. Überall kann man nun den kleinen Bruder suchen und entdecken. Als Benni seine Mama fragt, wie er denn seinen kleinen Bruder wieder zurückbekommt, antwortet seine Mama: „Mit ganz viel Liebe“. Eine wunderbare Botschaft, die hier fantastisch und kindgerecht dargestellt wird.
Dieses Buch ist wirklich mit sehr viel Herzblut erstellt. Es geht um Geschwisterliebe, um Streit unter Geschwistern (wo gibt es den nicht?) und um Wut. Das Buch ist für die Altersgruppe von 3-7 Jahren empfohlen. Ich würde es ab 4 Jahren aufwärts empfehlen. Es ist wirklich vom Text und von den Illustrationen gleichermaßen schön. Ich habe beim Lesen regelrecht die Wut von Benni und die Angst seines kleinen Bruders gespürt. Der Text ist spannend und interessant geschrieben und auf den Bildern gibt es unendlich viel zu entdecken!
Fazit: Eine wunderbare Kinderbuch-Neuentdeckung und eine ganz große Empfehlung von meiner Seite. Das perfekte Geschenk für alle „großen Geschwister“!
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