Umkehrschuss

von Martina Kempff 
4,2 Sterne bei18 Bewertungen
Umkehrschuss
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Lesenswerter, witziger Krimi aus der Eifel!

Kritisch (1):
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Der Spannungsbogen hat gefehlt

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Inhaltsangabe zu "Umkehrschuss"

Henkersmahlzeit in Katjas Einkehr?

Auf dem Friedhof im Grenzörtchen Kehr liegt eine Leiche. Nicht, wie sich das gehört, ordentlich im Sarg, sondern mitten auf dem Rasen. Mit einem Loch in der Brust. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Niemand kennt den Toten, nichts weist auf seine Identität oder Herkunft hin. Wie kann man ohne jeglichen Hinweis den Täter ermitteln? Doch dann führt die erste Spur ausgerechnet in Katja Kleins Restaurant Einkehr: Im Magen des Toten finden sich Bestandteile des schrägen Menüs vom Vorabend. Wer hat dem schönen jungen Mann die Henkersmahlzeit serviert?
Für Katjas Freund, den belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer, ist das Grund genug, die deutsche Polizei mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden zu unterstützen.

Schon zum achten Mal wird Martina Kempffs eigenwillige Ermittlerin in einen Kriminalfall verwickelt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954413867
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:260 Seiten
Verlag:KBV
Erscheinungsdatum:11.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    DRACHE64vor 2 Monaten
    Ein Toter auf dem Friedhof

    Ein Toter auf dem Friedhof ist normalerweise kein Problem, aber der schöne junge Mann, den Gudrun dort findet, wurde ermordet. Martina Kempff verwickelt die üblichen Protagonisten von der Kehr wieder in einen mysteriösen Fall und beschreibt in sehr humorvoller Art die Eigenheiten des Dreiländerecks zwischen NRW, Rheinland- Pfalz und Belgien. Die Rahmenhandlung rund um Familienfeste und die Kriegsvergangenheit machen diesen Roman wieder zu einem leichten und unterhaltsamen Buch für alle Freunde dieser Eifelkrimis.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 9 Monaten
    Anderswo gibts auch Morde

    Eine Leiche auf dem Friedhof, das ist noch nicht besonders, aber diese liegt nicht unter sondern „auf“ der Erde. Anhand des Einschussloches steht natürlich auch gleich fest, dass es sich um Mord handeln muss. Der Tote ist hübsch eingekleidet, auch das ist merkwürdig.

    Die Ermittlungen kommen nur langsam in Schwung, aber es wird noch spannend und die teils originellen Charaktere machen die Sache komplett.

    Alles schön kombiniert mit raffinierten Rezepten und was mir gut gefallen hat, die knappen Zusammenfassungen am Beginn jedes Kapitels, damit man gleich weiß, wie es hier weitergeht.

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    baerinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Lesenswerter, witziger Krimi aus der Eifel!
    Lesenswerter, witziger Krimi aus der Eifel!

    In Katja Kleins Restaurant Einkehr herrscht Ratlosigkeit: ihre Mitarbeiterin Gudrun hat auf dem nahe gelegenen Friedhof die erschossene Leiche eines schönen jungen Mannes gefunden. In seinem Magen befinden sich genau die gleichen Bestandteile des besonderen Gerichts, das Katja gestern Abend in ihrem Restaurant serviert hat, aber den Mann hat keiner von ihnen je hier gesehen. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen oder zu vermissen. Katja und ihr belgischer Freund, der Polizist Marcel, versuchen heraus zu finden, was hier passiert ist.

    Wieder einmal entführt uns die Autorin in das einsame deutsch/belgische Grenzgebiet, wo Belgien, Nordrhein-Westfalen und die Rheinland-Pfalz eng beeinander liegen. Und wieder hat mir dieser leicht schräge Krimi um die Wirtin Katja und ihr besonderes Personal sehr gut gefallen. Ich mag den witzigen, leichten Schreibstil und die ironischen Bemerkungen der Hauptfigur. Am Anfang des Buches gibt es eine Karte zum besseren Verständnis der örtlichen Begebenheiten. Zu Beginn jedes Kapitels steht ein besonderes Rezept, z. B. gefüllte Brennnesselpfannkuchen, das dann auch im Kapitel vorkommt. Dies ist bereits der achte Teil dieser Reihe, die ich sehr gerne lese - ich kenne alle Teile. Dadurch ist das Wiedersehen bzw. Wiederlesen der bekannten Charaktere immer wieder schön. Nur schade, dass die Bücher immer so furchtbar schnell gelesen sind, da sie nicht so umfangreich sind! Ich hoffe sehr, dass Martina Kempff noch viele Geschichten zur Schneifel einfallen und wir somit in den Genuss weiterer Bände dieser Reihe kommen!

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    Simi159vor 10 Monaten
    Der 8. Fall für Marcel und Katja

    Dies ist wieder ein humorvoller Krimi von Martina Kempff. Der 8. Fall für die Hobby- Gastronomin, Katja Klein, und ihrem belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer. 

    Wer sich wundert, weil er diese Krimireihe „noch“ nicht kennt, sie spielt auf/in dem kleinen Ort Kehr in der Eifel.

    Dieser Ort hat ein paar Besonderheiten, durch ihn geht nicht nur eine Landesgrenze, NRW und Rheinland-Pfalz sondern die eine Hälfte des Ortes liegt in Deutschland, die Andere in Belgien. All dies hat für die Kehr und seine Bewohner schon zu einer wechselvolles Geschichte geführt.

    Diese Besonderheiten sowie die historischen Gegebenheiten greift Martina Kempff auf und baut sie immer wieder in ihre Krimis ein.

    So auch diesmal. Auf dem Friedhof des Grenzortes wird eine männliche Leiche gefunden. Ohne Sarg, dafür in neuer Kleidung vom Discounter, ohne Etikett. 

    Wer ist der Tote?

    Und wie kam er auf den Friedhof ?

    Dei örtliche Polizei rätselt. Erste Ermittlungen führen zu Katja in ihr Restaurant. Die letzte Mahlzeit des Toten war eine ihrer schrägen Menüs. 

    Doch im Lokar war der Tote nie Gast, Marcel beginnt zu ermitteln…


    Fazit:

    Katja, Marcel und alle Anderen Charaktere in den Krimis von Martina Kempf sind für mich schon alte Bekannte. Jedesmal, wenn man diese Krimis liest, ist es wie wenn man alte Freunde trifft. Da werden Morde ganz nebenbei gelöst und auch die verrücktesten Familiengeheimnisse wie Konstellationen aufgedeckt oder entstehen neu. Denn auf der Kehr gibt es jede Menge Geheimnisse zu lüften…

    Alle Figuren sind ein bisschen verrückt und speziell, so wie die Kehr selbst, und doch ganz normal. Sie sind gut beschrieben und egal ob man die sieben Fälle davor kennt, oder erst hier in die Reihe einsteigt, es gelingt einem mühelos sich zurecht zu finden.

    Zur extra Orientierung gibt es am Anfang des Buches ein kleinen Plan des Ortes Kehr, damit man sich schneller zurecht findet.


    Die Figuren, ihre Leben und Eigenarten, sind wie immer toll und machen Spass beim Lesen, der Kriminalfall und die Aufklärung des Mordes rückt öfter mal in den Hintergrund. Und wird wie schon geschrieben, eher so nebenbei gelöst…

    Ich habe das Wiedersehen mit Katja und Marcel genossen, auch wenn es für mich einer der schwächeren Fälle war….


    Dafür gibt es von mir 4 STERNE.

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    Sabine_Hartmannvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Solider, humorvoller Regionalkrimi
    Tote stören

    Martina Kempff lädt erneut in die Eifel, genauer in die Schneifel, ein Stück Eifel, das sich eng an Belgien schmiegt und vielfältige Verbindungen dahin hat, genau wie die Protagonistin der Kehr-Krimis, Katja, Ex-Berlinerin, jetzt Leiterin eines Gasthauses, mit vielen skurrilen Freunden und einer langen Vorgeschichte (mindestens 6 Vorgängerbände).

    Diesmal finden sie den Toten, der alle Ereignisse startet auf dem Friedhof, allerdings überirdisch und mit einer Schusswunde.

    Katja hat eigentlich keine Zeit, einen Mordfall zu lösen, da sie eine Goldene Hochzeit ausrichten muss, doch – wie immer – bleibt ihr schlussendlich nichts anderes übrig.

    Der Schreibstil der Autorin ist locker, sodass sich das Buch in Nullkommanichts weglesen lässt und dabei ein angenehmes Gefühl hinterlässt, beinahe so, als wäre man bei alten Freunden zu Besuch, denn beim sechsten Band sind die Macken, Problemchen und Vorlieben der Nebenfiguren bereits bekannt und werden auch erwartet.

    Der Krimi ist humorvoll, trotzdem ist die Handlung interessant und spannend, und auch dieses Mal mit einem durchaus ernsten Hintergrund verknüpft, immer ein bisschen historisch und ein bisschen sozialkritisch.

    Eine Leseempfehlung für alle, die solide Regionalkrimis mit Humor, Herz und Köpfchen lesen wollen.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: wunderbarer Eifel-Krimi
    wunderbarere Eifel-Krimi

    Klapptext:
    Auf dem Friedhof im Grenzörtchen Kehr liegt eine Leiche. Nicht, wie sich das gehört, ordentlich im Sarg, sondern mitten auf dem Rasen. Mit einem Loch in der Brust. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Niemand kennt den Toten, nichts weist auf seine Identität oder Herkunft hin. Wie kann man ohne jeglichen Hinweis den Täter ermitteln? Doch dann führt die erste Spur ausgerechnet in Katja Kleins Restaurant Einkehr: Im Magen des Toten finden sich Bestandteile des schrägen Menüs vom Vorabend. Wer hat dem schönen jungen Mann die Henkersmahlzeit serviert? 
    Für Katjas Freund, den belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer, ist das Grund genug, die deutsche Polizei mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden zu unterstützen.

    Dies ist der  8.Teil einer Krimireihe mit Katja Klein.Er kann aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.Wieder einmal hat es die Autorin geschafft mich mit diesem Buch in den Bann zu ziehen.Der Schreibstil ist sehr angenehm leicht und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte das Buch kaum noch aus den Händen legen.Dieses Buch ist einfach etwas ganz besonderes .Zu Beginn wird erst einmal erklärt was eine "Kehr" ist.Das fand ich schon sehr gut.Toll fand ich auch das jedes Kapitel mit einem Rezept beginnt.Dadurch wurde für mich die Lektüre noch lesenswerter.Die Autorin verführte mich in die Eifel.Dort habe ich Katja bei Ihren Ermittlungen begleitet und dabei spannende und aufregende Momente erlebt.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele aussergewöhnliche Charaktere die hervorragend ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Katja.Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit gefiebert und mit ermittelt.Durch die sehr beeindruckende und faszinierende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Die ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze fand ich bemerkenswert.Ich hatte das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles selbst mit zu erleben.Die Autorin versteht es auch uns einige Informationen und Wissenswertes rund um die Region zu vermitteln.Geschickt baut sie diese in die Geschichte ein.Auch wird der Humor nicht vergessen.So habe ich bei einigen Situationen köstlich amüsiert und geschmunzelt.Die Handlung bleibt immer interessant und es wird nie langweilig.Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Ereignisse.Das Ende war für mich sehr überraschend und unerwartet.Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen und ich hatte spannende Lesemomente.Ich vergebe glatte 5 Sterne

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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor einem Jahr
    Wer kannte den Toten auf dem Friedhof?

    Kurz zum Inhalt:

    Mitten am Friedhof auf der Kehr, einem beschaulichen Grenzgebiet, wo Belgien, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufeinander treffen, liegt ein Toter. Niemand kennt ihn, niemand hat ihn je gesehen.

    Die Spuren führen zur "Einkehr", ein Lokal, welches von Katja Klein und ihren Freunden mit viel Liebe betrieben wird, da im Magen des Toten Bestandteile eines außergewöhnlichen Gerichts dieses Lokals gefunden wurden .
    Wer war der Tote und wer hat ihm die Henkersmahlzeit serviert?


    Meine Meinung:

    Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz so leicht, ich habe immer wieder Personen durcheinander gebracht. Zum Glück gibt es am Anfang nicht nur eine kurze Beschreibung des Grenzgebiets samt Karte, sondern auch ein hilfreiches Personenverzeichnis.
    Vor jedem Kapitel findet man eine Kurz-Zusammenfassung, die man jedoch erst nach Lesen des Kapitels versteht. Zu Beginn eines jeden Kapitels findet sich ein spezielles Frühlings-Gericht. Und jedes Kapitel endet mit einem spannenden Cliffhanger.

    Für meinen Geschmack beginnen die Ermittlungen nur schleppend und es ist anfangs teilweise etwas langatmig, auch wird viel über die Geschichte und das Gebiet geschrieben, was den Spannungsaufbau immer wieder unterbricht.
    Aber es wird jedoch immer spannender und lässt sich flüssiger lesen; die teilweise schrulligen Personen kommen in verzwickte und witzige Situationen; und Katja und ihr Freund, der Polizist in Belgien ist, klären den Fall durch außergewöhnliche Ermittlungsmethoden; und mit dem Ausgang hätte ich so nicht gerechnet.


    Fazit:

    Ein Krimi mit außergewöhnlichen Ermittlern in einer besonderen Region - ich freue mich schon auf den ersten Teil, wo ich erfahren werde, wie es Katja in dieses Grenzörtchen verschlagen hat.


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    S
    Steph86vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöner Eifel Krimis
    UmKEHRschuss

    Buchinhalt

     

    Henkersmahlzeit in Katjas Einkehr?

    Auf dem Friedhof im Grenzörtchen Kehr liegt eine Leiche. Nicht, wie sich das gehört, ordentlich im Sarg, sondern mitten auf dem Rasen. Mit einem Loch in der Brust. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Niemand kennt den Toten, nichts weist auf seine Identität oder Herkunft hin. Wie kann man ohne jeglichen Hinweis den Täter ermitteln? Doch dann führt die erste Spur ausgerechnet in Katja Kleins Restaurant Einkehr: Im Magen des Toten finden sich Bestandteile des schrägen Menüs vom Vorabend. Wer hat dem schönen jungen Mann die Henkersmahlzeit serviert?
    Für Katjas Freund, den belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer, ist das Grund genug, die deutsche Polizei mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden zu unterstützen

     

    Leseeindruck

    Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich schon um den achten Fall rund um Katja und die Kehr. Vorher hatte ich jedoch keines der Bücher gelesen und anders als bei anderen Büchern bereitete mir dies als Leserin auch keinerlei Probleme.

    Es gibt viele kleine Dinge, welche das Buch zu etwas besonderen machen. Am Anfang bekommt man als Leser erklärt, was die Kehr überhaupt ist. Außerdem fängt jedes Kapitel mit einem Rezept an. Besonders gut fand ich auch den Spannungsaufbau am Ende eines jeden Kapitels, der es dem Leser fast unmöglich gemacht hat, dass Buch nach Beendigung des selbigen aus der Hand zu legen.

    Diese Dinge mit dem tollen Schreibstil der Autorin haben es mir echt einfach gemacht, dass Buch nur so zu durchfliegen. Auch das teilweise Abschweifen der Handlung, was mich sonst doch an Krimis stören kann, hat mich hier gar nicht weiter gestört.

    Für mich war es echt ein Vergnügend dieses Buch lesen zu dürfen und hoffe, dass es nicht mein letzter Fall mit Katja war.

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    Gisevor einem Jahr
    Eigenwillige Ermittler und eine Region mit einem besonderen Charme

    Welch eine Aufregung, als auf dem kleinen Friedhof in Kehr eine Leiche gefunden wird, zwischen den Gräbern, auf dem Rasen, mit einem Loch in der Brust, und keiner der Bewohner kennt den Toten! Doch die Aufregung geht weiter, denn im Magen des Toten finden sich Bestandteile des Menüs aus Katja Kleins Gaststätte. Obwohl niemand den jungen Mann dort gesehen hatte. Neben einigen Familienfeiern im Lokal muss Katja bei den Ermittlungen unbedingt mitmischen.

    Dies ist bereits der achte Band um Katja Klein, die als Besitzerin der „Einkehr“ immer auch an den Ermittlungen in Kriminalfällen beteiligt ist. Bisher kannte ich diese Reihe nicht, doch da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist, kann man ihn auch gut einfach so lesen. Sicherlich ist es aber sinnvoll, ihn in der richtigen Reihenfolge der Geschehnisse zu lesen, so wird der Leser vermutlich schneller in die kleine Welt der Kehr finden, diesem Ort in der belgisch-deutschen Grenzregion. Sie bietet sich durch ihre Eigenheiten und ihre wechselhafte Geschichte als interessante Krimi-Örtlichkeit regelrecht an. Diese Eigenheiten hat die Autorin Martina Kempff geschickt in den Kriminalfall mit einbezogen und ergänzt sie durch Erläuterungen zur Region und witzigen Anekdoten der Bewohner. Der Ton der Erzählung ist dabei eher heiter und bringt einige Geschehnisse voller Situationskomik in die Geschichte hinein. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, so dass man sofort weiterlesen möchte. Katjas inspirierende Gerichte in der Einkehr werden als interessante Rezepte dem jeweiligen Kapitel vorgestellt und man kann schon gespannt sein, wie das Thema des Gerichts im Verlauf der nächsten Seiten aufgegriffen wird.

    Ein spannender Krimi aus einer besonderen Region mit ausgefeiltem Wortwitz und originellen Ermittlern, das macht das Buch lesenswert. Ich bin gespannt auf die bisherigen Bände und warte voller Vorfreude auf die Fortsetzung.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Humorvoller Krimi mit lokalen und historischen Bezügen!
    Ein Toter auf dem Friedhof

    „...Eine Leiche auf nüchternen Magen ist sicher schwer zu verdauen...“


    Wir befinden uns in der Schnee-Eifel. Hier treffen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien aufeinander. Katja Klein leitet das Restaurant „Einkehr“. Verstört kommt Gudrun, ihre Freundin und Mitarbeiterin, ins Restaurant. Sie hat auf dem Friedhof einen Toten gefunden.

    Die Autorin hat einen humorvollen Krimi geschrieben. Es ist mein erstes Buch aus der Reihe, aber ich hatte keinerlei Probleme, der Handlung zu folgen.

    Den Toten scheint weder jemand zu kennen, noch zu vermissen. Obwohl sich Katja nicht an sein Gesicht erinnern kann, findet man bei der Obduktion im Magen ein Gericht von ihrer Karte. Aber Katja hat gerade viel Arbeit und keine Zeit, für polizeiliche Ermittlungen. Es gilt, eine Goldene Hochzeit auszurichten.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich zügig lesen. Ich mag die gekonnten Wortspielereien. Gerade bei den Dialogen wird auf eine Stichwort häufig geschickt gekontert. Obiges Zitat ist ein Beispiel für den oft trockenen Humor. Es gibt aber auch ernste Themen. Das ist nicht nur der Mord, der die Gemüter bewegt. Auffallend ist, dass der Mann keinerlei persönliche Sachen bei sich hatte. Er wurde neu eingekleidet – mit Garderobe eines Werbeflyers.

    Beim Treffen in Katjas Restaurant bleibt natürlich die politische Diskussion nicht aus. Dabei habe ich eine Menge über dieses Fleckchen Erde dazugelernt. Hier treffen sich Vertreter zweier Bundesländer mit Belgiern. Manche Begriffe können durchaus zu Missverständnissen führen. Ein Reichsbürger ist in Deutschland etwas völlig anderes als in Belgien. Außerdem gibt es Diskussionen über Ostbelgien. Bei reichlich Alkohol werden ebenfalls die Kriegsjahre und Nachkriegsjahre aufgearbeitet.

    Schwieriger ist es für Mathilde. Sie hat einen Teil ihrer jüdischen Familie verloren und muss erleben, dass der Enkel ihrer besten Freundin sich rechtsradikalen Ideen verschreibt. Wie geht man mit einer solchen Situation um, zumal Mathildes 100. Geburtstag in wenigen Tagen ansteht?

    Als dann noch ein Fernsehteam auftaucht, braucht Katja Nerven wie Stahlseile.

    Nebenbei erzählt die Autorin während der Handlung weitere Lebensgeschichten. Eine davon betrifft Sandra, die Schwiegertochter des Goldenen Hochzeitspaares. Die junge Frau stammt aus Siebenbürgen. Deren Sprache hat erstaunlich viel Ähnlichkeit mit der der Luxemburger.

    Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Gekonnt werden alle Fäden zusammengeführt.

    Eine Karte zu Beginn des Buches veranschaulicht alle Handlungsorte. Im Vorwort werden nicht nur die Gegend, sondern auch die wichtigsten Protagonisten des Buches vorgestellt.

    Vor jedem Kapitel wird mit wenigen Worten auf den zu erwartenden Inhalt hingewiesen. Außerdem beginnt jedes Kapitel mit einem Rezept, das kursiv gedruckt wurde.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Sympathische Protagonisten, eine abwechslungsreiche Handlung, sehr viel Lokalkolorit und mal humorvolle, mal ernste Gespräche nicht nur am Stammtisch haben dafür gesorgt. Auch mag ich geschickt eingestreute historische Fakten.

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    Liebe Lesefreunde,

     

    nach vier Jahren bin ich zurück bei Lovely Books - diesmal nicht mit einem historischen, sondern mit einem verbrecherischen Thema, dem „Umkehrschuss“.  Ich würde mich freuen, wenn Ihr wissen wollt, was dahinter steckt und euch für die Auslosung einer neuen Leserunde zum 8. Band meiner Eifelkrimi-Saga anmeldet. Keine Sorge, Ihr braucht die Vorgängerbücher nicht zu kennen, es handelt sich – wie bei all meinen Krimis - um einen gänzlich in sich abgeschlossenen Fall. Nur die Geschichte meines Stammpersonals wird – wie man heute so schön sagt – horizontal weitererzählt. Ihr könnt also unbekümmert und unbelastet mit dem vorerst letzten Krimi anfangen. Sollten Euch nach der Lektüre gewisse Personen ans Herz gewachsen sein, könnt Ihr deren Entwicklung bis hin zum Jetzt in den anderen Büchern nachlesen. Ähnlich wie bei Star Wars, wo die Vorgeschichte ja auch erst später erzählt wurde, ohne dass dies der Spannung abträglich gewesen ist. Eine Warnung muss ich allerdings loswerden: Mein Stammpersonal ist – anders als bei meinem hochgeschätzten Kollegen Jacques Berndorf zum Beispiel – nicht sakrosankt. Das heißt, die eine oder andere vertraute Figur wird auch schon mal zum Opfer oder Täter. Das muss leider so sein, da ich den Personenstamm in meinen Krimis sehr begrenzt halte und das Mitraten wenig Spaß macht, wenn nur drei weitere Leute für die jeweilige Tat infrage kommen.

    Wer vor allem blutige, gruselige Thriller sucht, sollte sich lieber nicht melden. Was nicht heißen soll, dass es im „Umkehrschuss“ beschaulich zugeht, schließlich gibt es einen Mord. Dazu eine Menge schräger Rezepte, einiges zum Lachen und zum Weinen und hoffentlich auch zum Nachdenken. Ihr erfahrt etwas über Eifeler Gepflogenheiten und Sprache, in diesem Buch auch diverses über die Geschichte der Eifel (ganz komme ich vom Historischen eben nicht weg) und die der deutschsprachigen Belgier, doch in allererster Linie geht es mir um die Menschen. Um die echten, mit denen ich sieben Jahre lang in der Eifel zusammengelebt habe und von denen einige auch in meinen Krimis auftreten sowie um die von mir ersonnenen, mit denen ich die letzten acht Jahre verbracht habe und die mich mit ihren Worten und Handlungen erstaunt, erfreut und gelegentlich auch erschreckt haben. Da sie längst ein unkontrollierbares Eigenleben führen, bin ich nur ihre Chronistin.

    Neugierig geworden?

    Dann meldet Euch bitte mit ein, zwei Sätzen an. Erklärt, weshalb ich bei „UmKEHRschuss“ hier Großbuchstaben geschrieben habe. Oder was Euch an diesem Krimi besonders reizen könnte. Oder habt Ihr einen besonderen Bezug zur Eifel? Oder kennt Ihr meine Krimis und wollt einfach nur wissen, was Katja und Marcel diesmal zur Verzweiflung treibt? Oder ob Gudrun endlich glücklich wird? Lasst Euch was Schönes einfallen! Ich freue mich auf Euch und Eure Kommentare, beste Grüße in die Runde,

    Martina Kempff

    www.martinakempff.de

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