Martina Meier Krimizimmer(ei), Band 2

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Inhaltsangabe zu „Krimizimmer(ei), Band 2“ von Martina Meier

Inspektor Papierfresserchen ermittelt zum zweiten Mal! Und auch jetzt stößt er wieder auf mordsmäßig spannende und knifflig-aufregende Ungereimtheiten. Wer hat wohl die goldene Uhr von Frau Schröder gestohlen? Welche unheimlichen Gestalten streichen durch das nächtliche London? Wo ist Svenjas Handy abgeblieben und wer hat Oma Meier entführt? Auf diese und tausend andere Fragen versuchen kleine und große Ermittler, die Antworten zu finden, und werden dabei so manches Mal von der verblüffenden Wahrheit überrascht. Für die zweite Krimianthologie von Papierfresserchens MTM-Verlags wurden 31 der eingereichten Kurzkrimis ausgewählt, um Kindern und Jugendlichen eine tolle Zeit mit fesselnden und überraschenden Geschichten zu bereiten.

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  • [Rezension] Die Krimizimmer(ei) Band 2 – Martina Meier (Hrsg.)

    Krimizimmer(ei), Band 2

    JenniferKrieger

    27. July 2013 um 21:23

    Klappentext: Inspektor Papierfresserchen ermittelt zum zweiten Mal! Und auch jetzt stößt er wieder auf mordsmäßig spannende und knifflig-aufregende Ungereimtheiten. Wer hat wohl die goldene Uhr von Frau Schröder gestohlen? Welche unheimlichen Gestalten streichen durch das nächtliche London? Wo ist Svenjas Handy abgeblieben und wer hat Oma Meier entführt? Auf diese und tausend andere Fragen versuchen kleine und große Ermittler, die Antworten zu finden, und werden dabei so manches Mal von der verblüffenden Wahrheit überrascht. Für die zweite Krimianthologie des Papierfresserchens MTM-Verlags wurden 31 der eingereichten Kurzkrimis ausgewählt, um Kindern und Jugendlichen eine tolle Zeit mit fesselnden und überraschenden Geschichten zu bereiten. Rezension: Als ich diese Anthologie beim Büchertausch mit einer Freundin, deren Beitrag darin abgedruckt ist, erstanden habe, musste ich doch gleich mal schauen, wie die Autoren es geschafft haben, einen Krimi in weniger als 7.500 Zeichen zu schreiben – eine Aufgabe, an der ich gescheitert bin. Zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, dass mir dreizehn Autoren und Autorinnen schon aus der Anthologie „Es war einmal im Sommer“ bekannt waren. Eigentlich dachte ich, ich wüsste nun, worauf ich mich einstellen muss. Doch meine Erwartungen sind übertroffen worden. Auch diesmal habe ich wieder jede einzelne Geschichte bewertet. Zwischen einem und fünf Sternen war alles dabei, wobei letzteres deutlich überwiegt. Nur selten war ich so verwirrt (im negativen Sinne) von den Geschehnissen, dass ich froh war, dass der Protagonist den Fall zur Zufriedenheit aller klären konnte, sodass ich nicht selbst denken musste. Es wäre sonst reichlich kompliziert geworden, da ich nicht nur vollkommen ratlos nachschlagen musste, mit welchen mystischen Wesen oder seltsamen gestohlenen Gegenständen der Protagonist es denn jetzt eigentlich zu tun hatte, sondern manchmal nicht einmal wusste, wie viele Helfer ihm in seiner Bande denn jetzt eigentlich zur Verfügung standen. Noch seltener war die Handlung zu vorhersehbar. Nur einmal wusste ich schon nach den ersten Sätzen, wer der Täter war. Ab dem Punkt war die Geschichte ein wenig langweilig zu lesen. Besonders gegen Ende zieht sich das ganze Buch, da sich die Verbrechen doppeln und die überraschenden Wendungen schon so oft hin und her gewendet wurden, dass sie nicht mehr überraschend sind. Daher ist es vielleicht empfehlenswert, nicht die gesamte Anthologie an einem Tag zu lesen. Insgesamt überwiegen die positiven Aspekte der Anthologie jedoch deutlich. Geniale Namen wie „der Fensterbohrer“ („Der Fensterbohrer ist unterwegs“ von Inga Kess) und „der Dienstagsdieb“ (von Britta Voß) geben den Verbrechern Persönlichkeit. So sind auch nicht alle Beiträge aus der Perspektive der Detektive geschrieben, sondern auch aus der Sicht der Einbrecher und „der Auftragsmörder“ (von Antje Haugg). Geschichten, die angesiedelt sind zwischen 1894 und 2082, handeln von Erpressung, Mord und Diebstählen. Besonders begeistert hat mich die Vielfalt an gestohlenen Gegenständen, denn es geht nicht immer nur um Schmuck oder Bargeld, sondern auch um „die verschwundene Ikone“ (von Gabriela Rodler), „die verschwundene Speerspitze“ (von Markus Erhorn) und entwendete Fotos („Wo sind die Fotos?“ von Michaela Secklehner). Die Beiträge drehen sich um Entführungen, die nie stattfanden, Diebstähle, die nie geschahen, Mörder, die keine sind, und teuflische Gestalten, die nicht existieren. Und manchmal, da sind auch die Ermittler und/oder Finder nicht ganz so ehrlich – da hatte ich den alten Herrn jedoch schon so ins Herz geschlossen, dass es mich nicht gestört hat. Im Kopf geblieben sind mir vor allem zwei Geschichten. Bei dem Beitrag „Neffe in Not“ von Sissy Schrei wird ein Thema angesprochen, mit dem vor allem ältere Menschen heutzutage immer häufiger zu kämpfen haben. Ich muss zugeben, dass die Entwicklung nicht ganz unvorhersehbar war, doch ich finde es wichtig, dass auch so eine Geschichte einen Platz in der Anthologie erhalten hat. Vielleicht erinnern sich die einen oder anderen Leser daran, wenn die eigenen Großeltern von so etwas betroffen sind. Große Augen habe ich außerdem bei „Stadt – Land – Hamstertod“ von Carina Troxler gemacht. Das liegt weniger an der Geschichte, wie ich eingestehen muss, sondern viel mehr an dem überaus lustigen Spiel, von dem ich noch nie zuvor gehört habe. Sich mögliche Gründe für den Tod eines Hamsters auszudenken, mag ziemlich makaber sein, aber die Erläuterung hat mich derart zum Lachen gebracht, dass ich versucht war, es gleich einmal selbst auszuprobieren. Fazit: Diese Sammlung an Kriminalgeschichten ist wirklich gelungen. Die Beiträge sind überwiegend von so guter Qualität, dass ich inhaltlich im Durchschnitt mit gutem Gewissen vier Sterne vergeben kann. Es gibt Momente zum Lachen und zum Gruseln, zum Quietschen und zum Nägelkauen. Eine sehr schöne Anthologie, du nur leider in mehreren Etappen genossen werden muss. Daher bekommt „Die Krimizimmer(ei) Band 2“ insgesamt vier Sterne von mir.

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