Martina Meuth , Bernd Neuner-Duttenhofer Kochwerkstatt

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Inhaltsangabe zu „Kochwerkstatt“ von Martina Meuth

Für die moderne Küche - Kochbuch und Ratgeber in einem. In den deutschen Küchen stehen immer neue Geräte, z.B. für den neuen Sous-vide-Trend oder die immer beliebter werdenden Thermomix-Maschinen. Was braucht man wirklich davon? Wie nutzt man diese Geräte sinnvoll? Wie muss die perfekte Küche ausgestattet und aufgebaut sein. Stiftung Warentest und die WDR-Fernsehköche Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer erklären alles, was man wissen muss, zusammen mit 200 perfekten Rezepten.

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    Kochwerkstatt

    LekkerLebenSchoenerWohnen

    29. February 2016 um 09:03

    Think Big - das dachte sich wohl die Stiftung Warentest und brachte im Oktober 2014 das Buch “Kochwerkstatt: Küchentechnik, Handwerkszeug, 1000 Tipps & Tricks” mit prominenter Unterstützung von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer heraus. Dieses Buch hat mich erst einmal durch seinen Aufbau erstaunt. Gewöhnlich sind Rezepte nach Zutaten beziehungsweise nach Kategorien wie Fisch, Fleisch oder Frühstück, Desserts gegliedert - dieses Buch hingegen ist nach der Zubereitungsmethode gruppiert. Der Fokus dieses Buchs liegt auch nicht auf den Rezepten, sondern - wie der Titel vermuten lässt - auf den Werkzeugen der Kochwerkstatt. Das Buch ist in vier Kategorien unterteilt: Das Wunder des Elektromotors Moderne Feuerstellen Töpfe und Pfannen Handwerkszeug Im Kapitel “Das Wunder des Elektromotors” gibt es 11 Unterkategorien, die alle Errungenschaften der motorisierten Küchenhilfen in den Fokus stellt. Hierzu zählen unter anderem die Kategorien “Stabmixer und Zubehör”, “Die Eismaschine” und “Die große Küchenmaschine”. Diese Unterkategorien findet man im Inhaltsverzeichnis, sodass man direkt die richtige Unterkategorie findet, wenn man sie sucht. Zu jeder Kategorie findet man eine Einführung in das titelgebende Gerät sowie Tipps für den Kauf. Auch viele Erklärungen und Tipps zum Umgang mit dem Gerät werden gegeben. Im Anschluss findet man manchmal Rezepte, die mit dem Gerät zubereitet werden können. Im Abschnitt zu Stabmixern erfahren wir beispielsweise alles, was bei Stabmixern wichtig ist. Hierzu gehören die wichtigsten Eigenschaften und Anforderungen. Beim Lesen der Texte merkt man stark die Erfahrung der Stiftung Warentest. Die Autoren hatten sicherlich schon viele Stabmixer in der Hand und können sehr detailliert beschreiben, was einen einzelnen Stabmixer ausmacht. Sie können dem Leser so auch zeigen, worauf bei einem Kauf zu achten ist (und auch wie tief er dafür in die Tasche greifen muss). Hierbei wird allerdings keine Werbung gemacht (ich habe noch nicht einen Markennamen im Buch gefunden), sondern objektiv erläutert, dass beispielsweise Gerichte wie gedünstete Möhren stärkere Motoren und stabileres Material benötigen als andere Gerichte, sodass es auch bei kleinen Hilfsmitteln wie Stabmixern berechtigte große preisliche Unterschiede gibt. Im Anschluss folgen noch einige Rezepte für Vinaigretten und Dips - eben Gerichte, die man mit Stabmixern zubereiten kann. Das Kapitel “Moderne Feuerstellen” beschäftigt sich mit dem Kochfeld. Hier liegt der Fokus auf Backöfen, Dampfgarern, Grills, Mikrowellen, Fritteusen und anderen “Spezialgeräten” wie Toastern, Wasserkochern und Kaffee- und Espressomaschinen. Jedes dieser Geräte (und noch einige mehr) werden hier von der Stiftung Warentest beleuchtet. Zu einigen Geräten findet man auch noch einige Rezepte - die wahrscheinlich hauptsächlich zum Ausprobieren der Küchengeräte gedacht sind. So findet sich zum Beispiel im Anschluss zu ausführlichen Erklärungen zu verschiedenen Heizarten des Backofens wie “Ober- und Unterhitze”, “Umluft oder Heizluft” ein Rezept für eine “Knusprige Ente mit Rotkohl” - natürlich aus dem Backofen. Der Abschnitt zur Mikrowelle in diesem Kapitel kommt mir aber etwas kurz vor. Ich dachte eigentlich, dass die Stiftung Warentest doch sicherlich eine 20-seitige Ausarbeitung zu den wichtigsten Eigenschaften von Mikrowellen mit Grillfunktion, vielen unterschiedlichen Knöpfen, unterschiedlichen Verarbeitungsqualitäten, verschiedenen Drehgeschwindigkeiten, verschiedenen Kombifunktionalitäten etc. in dieses Buch schreibt. Aber: nach einer kurzen Historie, einer kurzen Einfürung in die Funktionsweise, einiger gesetzlicher Grenzwerte von Mikrowellen und einigen weiteren eher offensichtlichen Eigenschaften von Mikrowellen (man kann sogar ganze Gerichte auf einem Teller erhitzen!) geht es auch schon um das richtige Geschirr für die Mikrowelle. Es fällt auf, dass nicht für jedes der beschriebenen Küchengeräte Rezepte gelistet sind. In manchen Kapiteln werden auch nur die Geräte selbst beschrieben. Andere Abschnitte - wie der “Reiskocher” - hingegen, haben nur ein Rezept, in diesem Fall: das Grundrezept für Reis. Im “Waffeleisen”-Abschnitt gab es 3 unterschiedliche Waffelrezepte. Das Kapitel “Töpfe und Pfannen” bietet Rezepte für Gerichte aus normalen Töpfen oder Pfannen, aus dem Wok, aus Brätern oder Backformen. Dieses Kapitel beginnt - wie die anderen Kapitel auch - mit einer Einführung. Hier lernen wir sogar etwas über die Geschichte des Topfes. Wusstet ihr zum Beispiel, dass man leere Edelstahltöpfe nicht salzen sollte, da das Salz das Material angreift und kleine Löcher reinfrisst? Das letzte Kapitel “Handwerkszeug” beschäftigt sich mit Messern und Hobeln, Reiben und Raspeln, Mühlen und Mörsern. Es werden Grundlagen zu Backpapier und Beuteln erklärt und diverses Spezialhandwerkszeug wie Knoblauchreibe, Fleischklopfer, Zangen, Pinzetten, Teigschaber und vielem mehr. Die Rezepte im Buch sind gemischt: vom einfachen Quark bis zu Garnelen im Kartoffelmantel oder einem Artischocken-Salat mit gebratenen Calamaretti, Heilbutt mit Zitronenzesten und gerösteten Kartoffeln. Es gibt aber auch wirklich Grundlagenrezepte wie Bratkartoffeln, Rührei, Pfannkuchen oder Waffeln. Fazit: Ich bin hin und hergerissen. Das Buch macht einen tollen Eindruck und bietet super viel Basiswissen und auch darüber hinaus viele Informationen über Küchengeräte. Die Rezepte in diesem Buch haben mich nicht so überzeugt. Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass die Hälfte der Rezepte aus Fischrezepten besteht. Betrachtet man dieses Buch aber als Lektüre, um zu lernen, wie man mit Küchengeräten umgeht, ist es wirklich ein tolles Buch. Auf den sagenhaften 513 Seiten sind sehr viele Informationen zusammengetragen, die zudem viele Tipps zu auch außergewöhnlichen Geräten bieten. Wer dieses Buch wegen den Rezeptvorschlägen kauft, sollte nicht zu viel erwarten. Das Buch kostet 39,90 € und ist im Oktober 2014 von der Stiftung Warentest herausgebracht worden. Die Aufteilung der Rezepte in diesem Buch finde ich so ungewohnt, dass es mich dazu gebracht hat, ganz anders über die Rezepte nachzudenken.

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