Martina Rosenberg Mutter, wann stirbst du endlich?

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Inhaltsangabe zu „Mutter, wann stirbst du endlich?“ von Martina Rosenberg

Das Debattenbuch zum Thema 'Pflege im Alter'

Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Familie. Die Mutter erkrankt an Demenz, der Vater erleidet einen Schlaganfall, und Schritt für Schritt muss die Tochter die Verantwortung und Organisation des elterlichen Lebens übernehmen. Verzweifelt versucht sie, allen Anforderungen gerecht zu werden — und scheitert, bis nach neun Jahren nur noch der Wunsch übrig bleibt: Mutter, wann stirbst du endlich?

Auf eindrückliche Weise gibt dieser zuweilen erschreckend ehrliche Bericht all jenen eine Stimme, die ungewollt zu den Eltern ihrer Eltern werden, und dokumentiert die Verzweiflung derer, die von Politik und Gesellschaft mit dieser Verantwortung allein gelassen werden.

Wichtiges Thema, Autorin hatte an sich aber wenig mit der Pflege am Hut und sich oft egoistisch verhalten.

— JaninesLeselounge

Dieses Buch ist genauso wie es wirklich ist,wenn die eigene Mutter Dement wird. Mir hat das Buch sehr aus der Seele gesprochen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Statt zu jammern sollte die Autorin lieber dankbar für ihre Privilegien sein.

— Tshael

Schrecklich nervende, Ich-bezogene Autorin, die "nur" aus zweiter Reihe berichtet!

— RebekkaT

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  • Mutter, wann stirbst du endlich?

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    Tshael

    30. August 2015 um 09:22

    Mutter, wann stirbst du endlich?: -Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird Autorin: Martina Rosenberg, Gebundene Ausgabe: 256 Seiten, Verlag: Blanvalet Verlag, Erscheinungsjahr: 2012, Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3764504684, ISBN-13: 978-3764504687   Inhalt: Die Autorin, Martina Rosenberg, kehrt mit ihrer Familie nach Jahren im Ausland zurück nach Deutschland und zieht ins Haus ihrer Eltern. Doch schon bald erkrankt ihre Mutter an Demenz und ihr Vater erleidet einen Schlaganfall. Von Tag zu Tag übernimmt sie mehr und mehr Verantwortung und beginnt das Leben ihrer Eltern zu organisieren, von den Finanzen bis zur Pflege. Doch immer weniger gelingt es ihr eine Balance zwischen guter Tochter, Ehefrau, Mutter und Karriere zu finden.   Kritik: Hier wird auf einem sehr hohen Niveau gejammert. Sie und ihr Mann haben genug Geld, um Pflegekräfte, die auch noch im Haus mit wohnen zu bezahlen, dazu einen Pflegedienst, eine Haushälterin … Selbst pflegerisch tätig wird sie nicht – sie will es auch gar nicht und kümmert sich stattdessen lieber um den Ehemann, die Tochter, den Hund, das Pferd, ihr neu gebautes Haus, ihr Studium, usw. Mit der Härte, die die Vollzeitpflege eines Angehörigen mit sich bringt, die einen Angehörigen 24 Stunden am Tag einspannt, hat das nichts zu tun. Welcher Angehörige, der seinen Job aufgegeben hat, um eben selber pflegen zu können oder zu müssen, hat noch Geld „übrig“ um sich ein Haus zu bauen? Statt zu jammern sollte die Autorin lieber dankbar für ihre Privilegien sein.

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  • Bitte nicht noch mehr!

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    RebekkaT

    Der Anfang war ja noch ganz nett, aber er zeigte bereits, dass das Leben der Autorin wichtig ist und ihr eigenes V orwärtskommen das Allerwichtigste. Das ist ja schön und gut, aber bitte nicht auf dem Rücken der eigenen Familie - den Eltern, die einen mindestens 18 Jahre groß gezogen haben, "gepflegt" haben und in allen nervenden Phasen dabei waren. Natürlich kann man sagen, dass die Eltern sich das ja auch ausgesucht haben. Klar wollten sie Kinder, aber auch die "Nebenwirkungen"? Frau Rosenberg ist auch nicht wirklich diejenige, die pflegt! Nein, sie organisiert alles, das Geld scheint zu reichen, immerhin haben sie sich nebenbei noch ein Haus bauen lassen, und das in der Nähe von München. Die Tochter wird auch oft als verwöhnt beschrieben, nimmt schon Eigenheiten ihrer Mutter an. Ich finde, das Buch ist ein Schlag in die Fresse für jeden Angehörigen, der arbeitet und seine Eltern eigenhändig pflegt, weil eben kein Geld da ist und keine Geschwister, mit denen man sich abwechseln kann - und gesetzlich versichert ist auch kein Spaß, da werden noch viel mehr Anträge geschrieben, die bei weiten noch mehr Ordner füllen. Das Schlimmste war allerdings, dass sie selber zugibt und darüber auch noch schreibt, ihrer Mutter ein weiteres Morphiumpflaster geklebt zu haben. Morphium wirkt atemdepressiv und wird somit dazu beigetragen haben, dass sie schnell stirbt. Ja, ich finde es wichtig, dass Menschen ohne Schmerzen und ohne zu leiden sterben, dass immer genug Schmerzmittel vergeben werde und so das Sterben erleichtern, aber warum schreibt sie das? Sie schreibt auch, dass das jetzt ja kein "Wunschkonzert" sei, zu sterben, nicht zu sterben - ich erkenne darin wirklich nur, dass sie froh ist, endlich ihre Ruhe zu haben. Neun Monate nach der Mutter stirbt dann der Vater und Frau Rosenberg kann sich - endlich! - jetzt ganz ihrem eigenen Leben widmen...

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    • 5
  • Mutige Unterstützung in Buchform

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    Athene

    18. January 2014 um 21:57

    INHALT: Die Autorin berichtet vom Zerfall eines normalen Familienalltages: Durch eine Demenzerkrankung, Depressionen und einem Schlaganfall werden beide Eltern zum Pflegefall und damit zur Zerreißprobe für sie als Tochter, Schwester, Mutter und Ehefrau. FAZIT: Dies ist kein Buch, zu dem man zur Unterhaltung greift. Denn das Thema ist nicht gesellschaftsfähig. Man redet nicht bei Kaffee und Kuchen über das Alter, die Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und den Tod. Dies macht es auch für Betroffene so schwer. Denn Verständnis und Unterstützung muss man sich suchen und bekommt es nicht einfach angeboten. Warum ich dieses Buch freiwillig gelesen habe? Ich bin betroffen. Beide Elternteile. Inzwischen habe herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe bereits einiges an Hilfe und Unterstützung gefunden und habe - trotz des schlechten Gewissens - zu diesem Buchtitel gegriffen. Denn irgendwie fühlt man sich nicht gut dabei, so etwas über die eigenen Eltern zu denken. Die offene Schreibweise der Autorin sorgte beim Lesen dafür, dass ich mich schnell mit ihr verbunden fühlte. Es waren in den ersten Kapiteln noch fast lustige Situationen, in denen die Eltern Dinge eingefordert haben, die sich bei mir genauso abgespielt haben. Leider werden diese Situationen zu "Krafträubern". Nettigkeiten verschwinden. Es wird nur noch kritisiert oder sogar die eigene Tochter gegenüber Fremden schlecht gemacht. Es ist erstaunlich, dass sich bei den identischen Krankheitsbildern die gleichen Situationen ergeben, die die Pflegenden "kaputt machen". Wie schrieb die Autorin so passend: Welches Recht haben Eltern dazu? Dieses Buch hilft zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, bei der der Erkrankte sich selbst isoliert, keine Hilfe von Externen wie z. B. einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe annehmen will und schließlich Situationen erfindet bzw. hervorruft, um im Mittelpunkt zu stehen. Krankenversicherungen, Behörden und Ärzte sorgen für zusätzliche Belastungen mit Tonnen an Formularen, Gutachten und Fristen. Der Pflegende wird ausgenutzt und seine Tätigkeit als selbstverständlich empfunden - vom Erkrankten und vom Umfeld -. Wenn dieser dann gesundheitliche Einbußen erfährt, ist es fast zu spät, um auf Distanz zu gehen. Die Autorin schrieb u.a., dass sie ihre Eltern durch die Krankheit bereits vor einiger Zeit verlassen haben. Diese Erkenntnis ist schwer zu bekommen. Daher empfehle ich dieses Buch allen, die ein oder zwei pflegebedürftige Eltern oder nahe Verwandte haben. 5 von 5 Punkte für diese mutige Unterstützung in Buchform. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2014/01/martina-rosenberg-mutter-wann-stirbst.html

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  • beeindruckend und erschütternd zugleich

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    sab-mz

    15. May 2013 um 13:19

    Martina Rosenberg, die 1963 geboren wurde am Ammersee, längere Zeit auf Kreta lebte, ein BWL – Studium hinter sich gebracht hat und letztendlich auch noch Journalismus studiert hat, lebt heute mit ihrer Familie in München. Im Buch mit dem auf den ersten Blick provokativen Titel „Mutter, wann stirbst Du endlich?“ geht es um das Leben von Martina Rosenberg und ihrer Familie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und ihre Konfrontation mit der Alzheimer – Erkrankung ihrer Mutter und allem was damit zusammenhing. Da auch meine Mutter an Alzheimer erkrankt war, hat mich das Buch interessiert. Ich hatte mich vor dem Lesen gefragt, ob es der Autorin gelingt die Situation der Erkrankten und ihrer Angehörigen rüberzubringen. Ich muss sagen, es ist Martina Rosenberg mehr als gelungen. Mit einer erstaunlichen Offenheit schildert die Autorin beginnend mit dem Beschluß nach Deutschland zurückzukehren und ins Haus ihrer Eltern zu ziehen, was ja erst auch gut anfing als Generationenwohnen, das Zusammenleben mit ihren Eltern, das im Laufe der Zeit zur Qual wird. Zunächst bemerkt sie Veränderungen bei der sonst so lebensbejahenden  und zupackenden Mutter. Dann kommt die Diagnose Alzheimer. Der Vater der Autorin bekommt einen Schlaganfall, was die Situation verschärft. Er wird depressiv und aggressiv. Eindrucksvoll schildert Martina Rosenberg die Hilflosigkeit, die man als Angehöriger empfindet, man wird konfrontiert mit Dingen, die weit über das hinausgehen was man als Kind von seinen Eltern wissen will. Ebenso lernt man in dem Buch die Probleme kennen, die sich auf einer Alzheimer – Erkrankung ergeben, wie das Beantragen der Betreuung, die Bürokratie mit den Krankenkassen und Behörden, die Organisation der Betreuung, die psychische Verfassung beider Elternteile, usw. Oft wurde die Autorin damit alleine gelassen, sie muss sich Stellen suchen, die ihr helfen und gerät selber an den Rand ihrer Kräfte, obwohl ihr Mann ihr stets zur Seite steht. Letztendlich bleibt nur die Flucht aus dem Elternhaus, indem die junge Familie selber baut und Martina versucht Abstand zu gewinnen, was kaum gelingt. Auch die Sterbebegleitung ihrer Mutter wird zur innerlichen Zerreißprobe. Erst nach dem Tod der Mutter, der das Erfüllen des letzten Wunsches der Mutter, nämlich dem Sterben können, kehrt nach langer Zeit und ganz langsam wieder Ruhe in das Leben der Tochter ein. Fasziniert habe ich das Buch in 2 Tagen gelesen, aufhören ging nicht, eigene Erinnerungen kamen hoch und ich kann der Autorin nur sagen aus eigener Erfahrung, es ist so, wie es in dem Buch steht, man vergisst die schlimme Zeit und zurück bleiben die schönen Erinnerungen an die Eltern. Und ich kann nur unterstützen was sie schreibt, auch ich hatte oft die Frage im Kopf warum darf man Tieren beim Sterben helfen und geliebte Menschen muss man bei Qualen zusehen, bei meiner Mutter sogar mit Patiententestament. Man stößt oft auf Unverständnis der Ärzte Das Buch ist meine dringende Leseempfehlung für alle Gesundheits- und Sozialpolitiker, für alle betroffenen Angehörigen, die hier erfahren werden, dass sie nicht alleine sind, für Pflegekräfte, Krankenkassen – und MDK Mitarbeiter, die einem so manchen Stein in den Weg legen, Beamte betroffener Ämter und jeden Interessierten. Diese Krankheit kann uns alle treffen als Angehöriger oder Betroffener und ich bewundere es, dass Martina Rosenberg wachrütteln will und auch eine sehr gute Liste mit Informationsstellen angehangen hat.  

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  • Darf man sich wünschen, dass ein anderer Mensch sterben möge?

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    WinfriedStanzick

    19. March 2013 um 14:22

      Darf man sich wünschen, dass ein anderer Mensch sterben möge? Darf man hoffen, ja darum beten, dass ein kranker und unheilbarer Familienangehöriger endlich von seinem Leid erlöst wird, und damit auch eine Erlösung für die Angehörigen einleitet?   Schwierige Fragen sind das, die so lange theoretisch bleiben, wie man nicht in seiner eigenen Familie damit konfrontiert wird. Die Autorin des vorliegenden Buches hat das erlebt und sie hat sich getraut, ihre Erfahrung zu verschriftlichen und sie somit zur Diskussion zu stellen. Sie hat seit Erscheinen des Buches damit nicht nur Zustimmung bekommen, sondern vor allen Dingen von anderen Menschen, die ebenfalls ihre Angehörigen gepflegt haben, viel Kritik erfahren. So hat man ihr etwa vorgeworfen, ihre Mutter gar nicht selbst gepflegt, d.h. gewindelt etc. zu haben, sondern mit ihrem Wohlstand es sich hat leisten können, diese Leistungen einzukaufen. Als ob damit die seelische Belastung, sich täglich um eine demente Mutter und um einen nach einem Schlaganfall ebenfalls in seinem Wesen total veränderten Vater zu kümmern, geringer wäre. Als ob die Organisation der Pflege und das medizinischen Management zweier pflegebedürftiger Menschen neben der eigenen Familie mal so eben in Teilzeit bewältigt werden könnte.   Ich halte diese Kritik für ungerecht und für eine psychische Abwehr dessen, was Martina Rosenberg da in aller Offenheit darlegt. Martina Rosenbergs Aufzeichnungen sind nicht nur erschütternd authentisch, sie können auch nicht etwas geben, was sich viele Leser vielleicht erhoffen: Trost und Hinweise darauf, wie man es richtig macht. Menschen, die so wie die Autorin helfen wollen, werden jedenfalls im Falle der Demenz nach wie vor von der Politik und der Gesellschaft alleine gelassen.   Reimer Gronemeyer, ein Sozialwissenschaftler, der sich seit langem mit Demenz und seinen gesellschaftlichen Ursachen und Folgen beschäftigt, plädiert in seinem neuen Buch „Das 4. Lebensalter“ für ein Umdenken: „Die Burn-outer, die ADHS-Kinder, die Menschen mit Demenz sind die Aussteiger, deren Scheitern uns noch nicht Gescheiterten zeigen kann, wohin die Fahrt gehen müsste, dass wir das Ruder herumreißen müssen – wenn wir das denn hören wollen.“   Es gehe darum, Menschen mit Demenz gastfreundlich aufzunehmen und sie nicht zu behandeln wie Aussätzige. „Wir brauchen Nachbarschaftlichkeit, Freundlichkeit, Wärme“. Und: „Ein Ausweg aus dem Demenzdilemma muss künftig eher in der Konstruktion einer gastfreundlichen Lebenswelt als in der Perfektionierung spezialisierter Versorgung gesucht werden.“   Eine Utopie oder eine konkrete Vision für Menschen wie Martina Rosenberg und ihre Eltern?        

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  • Rezension zu "Mutter, wann stirbst du endlich?" von Martina Rosenberg

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    kira35

    24. February 2013 um 15:30

    Martina Rosenberg zog mit Mann, Kind und Hund von Kreta zurück in ihre Heimat. Im Hause ihrer Eltern bezogen sie das Dachgeschoß und bauten sich eine neue Existenz in Deutschland auf. Es war ein schönes Zusammenleben in dem "Mehrgenerationenhaus" , einer für alle - alle für einen. Nach einigen Jahren jedoch begann sich die Mutter zu verändern, ganz sachte, Schritt für Schritt bis hin zur Diagnose Demenz. Auch wenn der Titel "Mutter, wann stirbst Du endlich" sich hart anhört, letzlich war der Tod der Mutter für die Mutter selber, die Autorin und für ihre Angehörigen eine Erlösung. Martina Rosenberg beschreibt in diesem Buch, wie sie und ihre Angehörigen mit der Demenz der Mutter, dem Schlaganfall des Vaters und den dadurch entstandenen Problemen versuchten umzugehen. Mal gelang es - mit Hilfe von Pflegediensten und privaten Pflegerinnen ganz gut, aber immer wieder taten sich Schwierigkeiten auf, deren Bewältigung die Autorin schier an ihre Grenzen brachte. Es war ja nicht nur die fortschreitende Demenz der Mutter sondern auch die Veränderung des Vaters, beeinträchtigt durch den Schlaganfall, der die Persönlichkeitsveränderung seiner Frau nicht wahr haben wollte, damit nicht umgehen konnte und dadurch oft Situationen heraufbeschwor, die alles schlimmer machten. Es ist ein Buch, welches keine Lösung für etwaige Pflegeprobleme bietet, sondern ein Buch, welches nachdenklich macht. Da die Menschen immer älter werden und dadurch auch die Demenzerkrankungen immer mehr zunehmen, sollte jeder, der meint sich im Alter von seinen Kindern pflegen lassen zu müssen ( ich gehe nie ins Heim ) das Buch lesen und seine Entscheidung neu überdenken. Das Buch soll, so die Autorin, der Gesellschaft und Politik ein Denkanstoß sein, die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen nicht länger zu ignorieren und sie mit der Verantwortung nicht länger allein zu lassen.

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  • Fragefreitag am 08. Februar 2013 - stellt Martina Rosenberg eure Fragen

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    Daniliesing

    In dieser Woche möchte ich euch ganz herzlich zu einem Fragefreitag mit der Autorin Martina Rosenberg einladen. Im Dezember ist im Blanvalet Verlag ihr Buch "Mutter, wann stirbst du endlich?" erschienen, in dem sie sich anhand von persönlichen Erfahrungen mit einem sehr wichtigen Thema beschäftigt. Es geht um die Pflege - in diesem Fall der eigenen Eltern - im Alter. Viele haben sich vermutlich darüber noch gar nicht bewusst Gedanken gemacht, andere haben vielleicht schon Ähnliches erlebt? Martina Rosenberg möchte diesem schwierigen Thema mit ihrem Buch und auf Basis ihrer ganz persönlichen Erfahrungen mehr Aufmerksamkeit schenken. Mehr zur Autorin: Martina Rosenberg wurde 1963 als jüngstes von 3 Kindern am Ammersee geboren. Eine Zeit lang lebte sie mit ihrer Familie im Ausland und später kehrten sie doch wieder nach Deutschland zurück. Bevor sie als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit für das Rote Kreuz tätig wurde, studierte sie BWL mit dem Schwerpunkt Marketing. Während ihrer Arbeit beim Roten Kreuz schloss sie außerdem ein Fernstudium zur Journalistin ab. Zusammen mit ihrer Tochter, ihrem Mann und einem Hund lebt die Autorin heute in der Nähe von München. Mehr zum Buch: Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Familie. Die Mutter erkrankt an Demenz, der Vater erleidet einen Schlaganfall, und Schritt für Schritt muss die Tochter die Verantwortung und Organisation des elterlichen Lebens übernehmen. Verzweifelt versucht sie, allen Anforderungen gerecht zu werden — und scheitert, bis nach neun Jahren nur noch der Wunsch übrig bleibt: Mutter, wann stirbst du endlich? Auf eindrückliche Weise gibt dieser zuweilen erschreckend ehrliche Bericht all jenen eine Stimme, die ungewollt zu den Eltern ihrer Eltern werden, und dokumentiert die Verzweiflung derer, die von Politik und Gesellschaft mit dieser Verantwortung allein gelassen werden. Ab sofort habt ihr die Möglichkeit Martina Rosenberg zu ihrem Buch und diesem wichtigen Thema Fragen zu stellen. Sie wird diese dann morgen im Laufe des Fragefreitags beantworten. Bitte bedenkt beim Stellen eurer Fragen auch, dass es ein wirklich sehr persönliches Thema ist und es ggf. vorkommen kann, dass mal eine Frage nicht beantwortet wird. Unter allen Fragestellern werden wir außerdem 5 Exemplare von "Mutter, wann stirbst du endlich?" vergeben. Ich wünsche euch eine interessante Fragerunde!

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    • 67
  • Rezension zu "Mutter, wann stirbst du endlich?" von Martina Rosenberg

    Mutter, wann stirbst du endlich?

    Sophia!

    01. February 2013 um 20:32

    „Ich kann nicht mehr aufhören. Ich weine um sie und um mich und um all sie sinnlosen, grausamen Jahre, die nun endlich hinter uns liegen.“ _ Krankheit, Alter und Tod gehören in unserer lifestyleorientierten Erlebnisgesellschaft zu den beliebtesten Tabuthemen. Sie werden ausgeblendet, verdrängt, totgeschwiegen. Und dennoch handelt es sich um unvermeidbare Vorgänge, die einen jeden von uns früher oder später betreffen. Ein unausweichliches Schicksal. Gerade deswegen ist eine ernsthafte Auseinandersetzung umso wichtiger, ja geradezu zwingend erforderlich. _ Der nur auf den ersten Blick reißerisch wirkende Titel des Buches steht für das überaus authentische Eingeständnis einer Tochter, die durch den sowohl körperlichen wie auch geistigen Zerfall ihrer Mutter am Ende aller Kräfte angelangt ist. Ein Zustand völliger Verzweiflung. Nach der Diagnose einer Demenz bei ihrer Mutter und dem bald darauf folgenden Schlaganfall des Vaters fühlt sie sich als Tochter verpflichtet, die Pflege der Eltern zu übernehmen. Es dauert nicht lange, bis ernste Probleme zu Tage treten. Als massiv nachteilig erweist sich nun das Leben in einem Mehrgenerationenhaus. Durch die räumliche Nähe ist es unmöglich, abzuschalten; Distanz zu entwickeln. Die Probleme des Alltags sind omnipräsent. Nach kurzer Zeit wird es zu einer kaum zu bewältigenden Belastung, zwei Familien zu managen. Der Alltag wird hektischer, die Autorin selbst leidet körperlich und seelisch unter dem Abbau ihrer Eltern. Ebenso kommt es nicht selten zu erschütternden Situationen, wie z.B. dann, wenn die Mutter nachts orientierungslos mit aller Kraft um Hilfe schreit. _ Der Text beleuchtet ebenfalls die emotionale Kompetente. Die Eltern sind die ersten Personen, denen vertraut wird, die Halt bieten und Liebe schenken. Vor allem die Mutter! Zusehen zu müssen, wie beide langsam vor sich hin “verfallen“ und jeden Tag ein stückweit mehr sterben ist eine Erfahrung, die man wirklich niemandem wünscht. Streitigkeiten zwischen den Elternteilen, die mangelnde Kompetenz des Vaters zu Empathie mit seiner Frau, der verstärkte Generationskonflikt und die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Pflege, zu denen Heim und diverse Pflegedienste zählen, gehören hier zu den Problemen, die sich im Vergleich zu innerseelischen Konsequenzen auf Seiten der betroffenen “Kinder“ noch leicht bewältigen lassen. _ Martina Rosenberg bietet ihren Lesern einen ebenso schockierenden wie zutiefst bewegenden Erfahrungsbericht zur Pflege der eigenen Eltern. Authentisch und unverblümt beschreibt sie all die Herausforderungen, denen sie sich hat stellen müssen und die Belastungen, die sie all die Jahre hat überwinden müssen. Der Text sensibilisiert wie kein weiterer für jene Sorgen, die kranke Eltern im Alter bedeuten können. Er verleiht all denen eine Stimme, die selbst eine vergleichbare Situation erfahren haben. Zugleich macht er wütend und führt zur unbeantwortbaren Frage nach dem WARUM. - Fazit: Wenn der Leidensweg der eigenen Eltern zur Zerreißprobe wird. Ein längst überfälliger und überaus zu empfehlenswerter Text!

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