Martina Sahler Der Duft von Lavendel

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(2)
(3)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Duft von Lavendel“ von Martina Sahler

Köln, 1811. Jeden Tag lauscht die 16-jährige Fina heimlich am offenen Fenster der Bürgerschule. Um lesen zu lernen - und um dort ihren "Sternenprinzen" zu sehen, einen Jungen aus reicher Familie, der für sie so unerreichbar scheint. Denn Finas Vater ist alles andere als wohlhabend und hält sich mit Schmuggel über Wasser, ein gefährliches Geschäft. Als bei einer seiner Schmuggelaktionen etwas schrecklich schief geht, muss Fina fliehen. Ob sie ihren Sternenprinzen je wiedersehen wird? Reihe "Liebe in allen Zeiten". Ab 12 Jahren

Ganz nett für Zwischendurch. Protagonistin ist aber sehr naiv.

— Federzauber
Federzauber

Stöbern in Jugendbücher

Die Perfekten

Leider aus meiner Sicht vor allem langatmig. Einige Ideen sind nicht so neu, im Vergleich mit anderen Dystopien ist der Spannungspegel...

Buechersalat_de

This Love has no End

Ganz anders als erwartet!

AlexandraHonig

Unheimlich nah

Chaotischer Aufbau und unsympathische Protagonistin

AlexandraHonig

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Ein rundum gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht

SylviaRietschel

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Interessant aber für mich etwas zu verworren

Nachtschwärmer

Snow

Die Geschichte war nicht ganz nach meinem Geschmack.

Avirem

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Duft von Lavendel" von Martina Sahler

    Der Duft von Lavendel
    Charlousie

    Charlousie

    13. March 2012 um 05:20

    Nicht mehr reden, nur noch spüren. S. 193 Der Inhalt: Köln, 1811: Fina möchte von den Männern nichts wissen, die ihr Vater ihr immer vorstellt. Denn es sind hässliche, dicke, alte Lustmolche. Aber Fina wird irgendwann keine Wahl mehr bleiben, was sie auch versucht, denn ihr Vater ist nur ein Schmuggler, der dafür sorgen will, dass es seiner Tochter besser ergeht als ihm, damit sie niemals auf der Straße landet. Aber Finas Entschluss steht fest. Lieber bettelt sie auf den Pflastern Kölns, als das Bett mit einem dieser Widerlinge zu teilen. Doch am Liebsten würde sie ihrem Märchenprinzen nahe kommen, den sie beobachtet, wenn sie heimlich unter dem Fenster der Knabenschule lauscht, um das Lesen und Schreiben zu lernen. Es sind nur Träume, aber sie sind das Einzige, was ihr geblieben ist. Aber es kommt der Tag, da wird aus Finas Traum Realität und sie steht ihrem Märchenprinzen in Fleisch und Blut gegenüber, was soll sie ihm in so einem Moment nur sagen? Eine gelungene Verknüpfung zwischen „Wie ein Kuss von Rosenblüten und „Der Duft von Lavendel“ „Der Duft von Lavendel“ zeichnet sich durch eine ernstere Atmosphäre aus. Die Protagonistin Fina wird in einem jungen Alter mit schwierigen Problemen konfrontiert und in eine kriminelle Seite des Lebens eingeführt. Dadurch schien dieses Buch in diesen Punkten realistischer. Der von Martina Sahler gewählte Zeitpunkt der Handlung ermöglichte es der Autorin einerseits an historische Aspekte anzuknüpfen und andererseits einen roten Faden zwischen „Wie ein Kuss von Rosenblüten“ und „Der Duft von Lavendel“ zu spinnen. Somit erfährt man zunächst die Stimmung und Euphorie der Menschen, als die Franzosen nach Köln kommen und wie sich dieser Frohsinn in Unzufriedenheit gewandelt hat. Unzufriedenheit deswegen, da Napoleon – verrückt wie er nun einmal war – England durch eine Kontinentalsperre bezwingen wollte, letztlich besonders die unteren Bevölkerungsschichten hart um ihr Überleben kämpfen mussten und das Schmuggeln begannen, weil sie sich nicht anders zu helfen wussten. Mein persönliches Highlight war Finas individuelles Schicksal, gekoppelt an das von Billa, Toni, Sophie und ihren Jean (Schäng ;-) ). Natürlich war es des Zufalls zuviel, dass diese Menschen sich auf den Straßen Kölns fanden, dennoch war es enorm schön zu lesen, wie es den vier Figuren ergangen ist und wie nun Fina dort hinein passt. Wie es des Zufalls zuviel war, gestaltete sich auch die Auflösung des Konflikts ein wenig zu märchenhaft, doch darüber kann ich gut hinwegsehen, wenn ich bedenke, welche Freude mir „Der Duft von Lavendel“ beim Lesen bescherte! Diese Freude rührte von den wunderschönen Gedankengängen Finas her, die sich bestens eignete, um ein mögliches Schicksal der damaligen Zeit zu portraitieren. Die Epoche der Romantik bringt die Seiten zum Schwingen und Klingen Die aufkommende Epoche der Romantik war den Charakteren Alexandre und Fina wie auf den Leib geschnitten. Obwohl jene Epoche damals noch nicht als solche angesehen und auch der Begriff selbst erst später geprägt wurde, wie Martina Sahler extra noch einmal in kurzen Worten anführt, integrierte sich diese Facette glänzend in die Gesamthandlung und half mir, mich mit einzelnen Passagen zu identifizieren, bzw. etwas wiederzuerkennen und eigene Assoziationen herzustellen. So konnte ich selbst bei Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ zwar keine Leidenschaft ausmachen, die Empfindungen der Personen aus „Der Duft der Lavendel“ aber zumindest nachvollziehen, als „Werther“ von ihnen thematisiert wurde. Das gilt für weitere poetische Anspielungen, die der Geschichte Martina Sahlers eine tiefere Note verliehen. Als einziger Kritikpunkt wäre für mich vielleicht die Verliebtheit eines Charakters, den ich nicht weiter benennen möchte. Denn die verliebten Gefühle kamen wie aus dem Nichts und wirkten dadurch unausgereift. Mein endgültiges Urteil: „Wie ein Kuss von Rosenblüten“ und „Der Duft von Lavendel“ muss man zusammen betrachten, weil sie zusammen gehören wie Pech und Schwefel. Letzteres ist zwar ohne Ersteres verständlich, es fehlt dann aber an Tiefe und Bezugspunkten. Ich habe mich erneut vollkommen in der Geschichte versinken lassen können, mit der Protagonistin gelitten und eine Reise auf den Flügeln deutsch-französischer Geschichte erlebt. „Der Duft von Lavendel“ ist ein weiteres Werk aus der Reihe „Liebe in allen Zeiten“, was ich empfehlen möchte und von der ersten, bis zur letzten Seite genoss.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Duft von Lavendel" von Martina Sahler

    Der Duft von Lavendel
    mabuerele

    mabuerele

    19. September 2011 um 16:19

    Auf Grund der Wirtschaftsblockade haben viele Kölner ihre Arbeit verloren. Ihnen bleibt nur der Schmuggel, ein gefährliches Geschäft. Auch Finas Vater gehört zu den Schmugglern. So ist kein Geld da, um Fina in die Schule zu schicken. Doch sie hat einen Weg gefunden, heimlich zu lernen. Zu den Schülern gehört Alexandre, ein Junge aus gutem Hause. Er ist der Schwarm Finas. Als Ihr Vater Fina auf eine Schmuggelfahrt mitnimmt, werden sie verraten. Fina gelingt es, zu fliehen… Das Buch gehört zu der Reihe „Liebe in allen Zeiten“, die für Kinder und Jugendliche ab ca. 13 Jahre geschrieben wurde. Mir kommt der historische Teil zu kurz. Viel Platz wird den Träumen und der Schwärmerei Finas für den gut aussehenden Fremden eingeräumt. Mag sein, dass in der Zeit der Romantik große Gefühle gefragt waren, doch Fina als Halbwaise hatte eigentlich andere Sorgen. Der Lebensweg Finas wird am Anfang realistisch geschildert. Fina ist ein Mädchen mit Träumen und Wünschen und besitzt einen großen Bildungshunger. Dabei erstaunt mich, dass sie relativ viel Freiheit hatte. Ihr Lebensweg nach der Flucht ist allerdings nicht typisch für diese Zeit. Allerdings hat die Autorin durch die Gedanken und Betrachtungen Finas angedeutet, wie normalerweise ihre Zukunft ausgesehen hätte. Am Beispiel von Alexandres Familie werden die unterschiedlichen Standpunkte zu Napoleon und seiner Politik herausgearbeitet. Diesen Teil finde ich gut gelungen. Am Schluss des Buches bleiben viele Fragen offen.

    Mehr