Martina Sahler Die Stadt des Zaren

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 3 Leser
  • 9 Rezensionen
(3)
(4)
(4)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Stadt des Zaren“ von Martina Sahler

Der große Roman über die Gründung von Sankt Petersburg. Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran … Der Roman einer Stadt, eine lebendige Geschichtsstunde über Aufbruch und Abenteuer.

lesenswert

— KRLeserin
KRLeserin

Exakte Recherche, eine emotionale, aber niemals kitschige Handlung und die Sprachgewalt machen diesen Roman zu einem Highlight!

— Leserieke
Leserieke

Das Erlebnis erzählter Geschichte verliert sich leider in zu vielen blass bleibenden Protagonisten. Schade.

— JuliB
JuliB

Geschichtlich sehr interessant und trotzdem konnte mich das Buch leider nicht so richtig fesseln. Dennoch lesenswert.

— Caillean79
Caillean79

Ein toller Roman über die Entstehung von St. Petersburg

— anke3006
anke3006

Stöbern in Historische Romane

Die Legion des Raben

Eine geniale Fortsetzung von "Fortunas Rache" - fesselnd bietet das Buch einen Einblick in das Leben von Sklaven im Röm. Reich

Bellis-Perennis

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

HEIDIZ

Nachtblau

Ein etwas flacher Roman

Melli274

Belgravia

Ich finde das sollten Fans von Downton Abbey gelesen haben

Kerstin_Lohde

Die letzten Tage der Nacht

Hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Ein Werk, das ich nicht so schnell vergessen werde

HarIequin

Ein Tal in Licht und Schatten

Ein interessanter Roman über Südtirol der mir gut geschrieben ist

Kerstin_Lohde

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Die Stadt des Zaren" von Martina Sahler

    Die Stadt des Zaren
    MartinaSahler

    MartinaSahler

    Hallo zusammen,in diesen Tagen erscheint mein historischer Roman "Die Stadt des Zaren" bei List. Mit diesem Buch habe ich mir den Traum erfüllt, die Entstehungsgeschichte meiner Lieblingsstadt St. Petersburg zu erzählen. Ich würde den Roman sehr gern mit euch zusammen lesen. Geeignet ist er für alle, die in Romanen die "große Historie" schätzen und die sich mitreißen lassen von fiktiven Schicksalen, die in den akribisch recherchierten geschichtlichen Hintergrund eingewoben sind.Einen Eindruck von meiner Recherchereise nach St. Petersburg bekommt ihr in diesem Essay: http://www.resonanzboden.com/unterwegs/martina-sahler-rechercheeindruecke-aus-st-petersburg/Dies ist der Verlagstext über das Buch:Der Roman einer Stadt voller Aufbruch und Abenteuer Der große Roman über die Gründung von Sankt Petersburg"Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran, eine historische Meisterleistung, dem sumpfigen Grund abgerungen." Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir in Eurer Bewerbung mitteilt, welcher historische Roman euch in den letzten Monaten am meisten beeindruckt habt. Verlost werden 10 Hardcover. Ich freue mich aber auch über jeden, der mit eigenem Buch oder E-Book teilnimmt. Lasst uns über Peter den Großen und seine Stadt an der Newa reden :-) Herzliche Grüße Martina Sahler 

    Mehr
    • 109
  • Bis auf wenige Dinge überzeugend und unterhaltsam

    Die Stadt des Zaren
    Curin

    Curin

    16. August 2017 um 14:47

    1703: Zar Peter hat sich ein großes Ziel gesetzt. An einem sumpfigen Ort im Newadelta soll eine neue russische Hauptstadt entstehen, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Um seinen waghalsigen Plan zu verwirklichen, lädt er begabte Handwerker und andere Meister ihres Fachs aus ganz Europa ein... .Martina Sahler hat hier einen großartigen Roman über die Erbauung von St. Petersburg geschrieben, indem sie verschiedene Handlungstränge unterschiedlicher Figuren miteinander verknüpft, aber dabei nie den Bau der Stadt und die Rückschläge dabei aus den Augen verliert. Anfangs habe ich mich mit der Geschichte und der Erzählweise von der Autorin etwas schwer getan und konnte lange nicht mit den Protagonisten warm werden. Erst nach ca. 100 Seiten hat das Buch mich gepackt, aber dann auch nicht mehr losgelassen.Im Mittelpunkt der Handlung steht neben dem Zaren meistens die deutsche Ärztefamilie Albrecht, die von der Ausländervorstadt Moskaus die Herausforderung annimmt und in die noch völlig unfertige Siedlung an der Newa zieht. Während der Mann unermüdlich in seiner Praxis schuftet und seine für den Zaren schwärmenden Frau Frieda ihm dabei tatkräftig Unterstützung zu kommen lässt, sind es vor allem die Lebenswege der beiden Töchter Paula und Helena, die die Geschichte spannend machen. Helena ist eine junge Frau, die sich aus meiner Sicht merkwürdig schnell in einen Kriegsgefangenen verliebt. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Paula bleibt sie etwas farblos zurück und man kann bei ihr schon vorausahnen, wie es mit ihr ausgeht. Auch die anderen Figuren wirken manchmal etwas konstruiert, wie die übermäßig bösartige und intrigante Gräfin Viktoria Bogdanowitsch, die ihre Leibeigenen fast zu Tode prügelt und die zwei ungleichen Brüder Matteo und Francesco, bei denen der eine ein Maul- und Frauenheld und der andere übermäßig begabt, aber schüchtern ist. Besonders gut gefallen hat mir der sogenannte ,,Gottesnarr" Kostja, ein Zwerg, welcher seine Augen überall zu haben scheint und stets dem Zar berichtet, was in der Stadt vor sich geht.Martina Sahler schreibt gut lesbar und schafft es, trotz einiger nicht ganz so überzeugenden Figuren, den Leser gut zu unterhalten. Beim lesen merkt man auch, dass sie sich wirklich intensiv mit der Geschichte der Erbauung St. Petersburgs auseinander gesetzt hat und dieses historische Wissen immer wieder einbringt. Auch verschweigt sie nicht, wie schwierig es für die Menschen am Newadelta war, überhaupt dort zu überleben und wie hart und grausam man mit Kriegsgefangenen und Leibeigenen dort umging. Insgesamt hat mich ,,Die Stadt des Zaren" bis auf wenige Dinge überzeugt und mich gut unterhalten. Wer sich für Russland und auch gerade für die Zarenzeit interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Gerne empfehle ich es hier weiter.

    Mehr
  • Russische Geschichte zum Leben erweckt

    Die Stadt des Zaren
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    14. August 2017 um 20:46

    Peter der Große, Zar von Russland, ist fasziniert von der Lebensweise der Europäer. Vieles davon will er in seiner Heimat, Russland, umsetzen. Er schreibt vor, wie die Menschen sich zu kleiden haben bzw. verlangt von den Männern, dass sie ihre Bärte abrasieren.Ein weiteres großes Ziel von ihm ist, an der Newa eine neue Hauptstadt des Landes auferstehen zu lassen. Sie soll das Tor zu Europa werden, mit einem Hafen, von wo aus Russland zu Ruhm und Ansehen gelangen soll.Die Stadt soll St. Pieterburch heißen. Da, wo sich 1702 nur das schlammige Newa-Delta befindet, will er ab 1703 seine Vision wahr werden lassen.Es soll eine Stadt werden, die mit Kanälen durchzogen wird, ganz nach dem Vorbild von Amsterdam.Zur Verwirklichung seines Traumes lädt er persönlich viele europäische Handwerker und Ärzte ein, ihm bei der Durchsetzung seines Traumes zu helfen, von denen viele die Einladung annehmen. Diese kommen mit Hoffnungen auf etwas Großes, wissend, dass die Anfänge schwer werden, denn eine vorgegebene Infrastruktur gibt es noch nicht.An dem Aufbau der neuen Hauptstadt kommen aber nicht nur Geladene, sondern es werden ebenfalls Gefangene und Leibeigene eingesetzt, die keine Wahl haben, sie müssen unter schwersten Bedingungen Fronarbeit leisten und auch zum Teil ihr Leben lassen...Die Geschichte des Romans umfasst den Zeitraum von 1703, wo der erste Spatenstich erfolgte, bis ins Jahr 1712, der offiziellen Ernennung von St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands.Die Autorin Martina Sahler hat die Entstehung der Hauptstadt nicht nur sehr gut recherchiert, sie hat diese auch mittels historischen und fiktiven Protagonisten sowie deren Lebensgeschichten für den Leser zum Leben erweckt.Neben den historischen Personen wie Zar Peter Alexejewitsch, seinem Freund und Berater Fürst Alexander Menschikow, seiner Ehefrau wie auch seiner Geliebten stehen fiktive Personen gegenüber wie der deutsche Arzt Richard Albrecht mit seiner Frau und den Kindern Paula, Helena und Gustav, dem Tischler Theodorus van der Linden aus Amsterdam mit seinem Sohn Willem, den beiden italienischen Architektenbrüdern Matteo di Gregorio und Francesco, schwedischen Kriegsgefangenen sowie russische Leibeigene.Der Leser ist vom ersten Spatenstich an zur Gründung der neuen Hauptstadtmetropole unmittelbar am Geschehen dabei. Man hat förmlich das Wachsen der Stadt vor Augen, kämpft gemeinsam mit den Beteiligten gegen die Widrigkeiten der Natur und kann sich auch vor Rückschlägen nicht verwehren. Unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen wird eine Stadt aus dem Boden gestampft, die ohnegleichen ist.Zar Peter weicht nicht einen Schritt von seinem Traum ab und versucht ihn, egal, was es kostet, umzusetzen. Dabei spielen Menschenleben keine Rolle.Neben dem einzigartigen Aufbau der Stadt erfährt der Leser nebenbei auch ein wenig von Russlands Geschichte, den militärischen Angriffen, denen Zar Peter auch ausgesetzt ist.Der Roman lebt durch seine Protagonisten, denen die Autorin hier Leben einhaucht. Sie zeigt die Lebensumstände, unter denen die Gefangenen oder Leibeigenen zu leben haben, aber auch ihre Träume und Hoffnungen. Genauso gnadenlos skizziert sie auch die Tatsache, dass diese keinerlei Rechte haben, sondern zum Spielball der Mächtigen werden.In ihrem Roman ist alles vertreten, es reicht von Liebe, Hass, Leidenschaft, Eifersucht, Träumen, Hoffnungen bis zur Geschichte, Kriegen, Mord und Macht. Mir hat es Spaß gemacht, die Entstehung von St. Petersburg mit Hilfe des Romans vor meinem bildlichen Auge auferstehen zu lassen. Ich habe gern die baulichen Veränderungen beobachtet und die Protagonisten in ihrem Wirken, Denken und Tun begleitet.Ich habe mit ihnen gehofft und gebangt und manch einem sein Schicksal gegönnt, das ihn ereilt hatte, im positiven wie auch im negativen Sinne.Für mich war es das erste Buch von Martina Sahler, aber mit Sicherheit wird es nicht das letzte sein.Wer gern historische Romane liest, dem empfehle ich dieses Buch gern weiter.  

    Mehr
  • sehr interessant

    Die Stadt des Zaren
    KRLeserin

    KRLeserin

    14. August 2017 um 08:20

    Martina Sahler muss für dieses Werk sehr viel recherchiert haben, wenn man die Fülle an Daten und Fakten betrachtet. Dass diese an einigen Stellen zu viel sind und das Lesevergnügen trüben, weil man aus der fiktionalen Welt herausgerissen wird, mag nur mir so gegangen sein.Sehr interessant ist das Nebeneinander, also zum einen das Anliegen von Zar Peter, Pieterbruch nach Amsterdamer Vorbild zu erbauen, und die Entbehrungen der niedrigen Stände sowie die Handwerker. Dass der Roman in St. Petersburg spielt, war für mich ein Leckerbissen.Ich bedanke mich herzlich für das Rezensionsexemplar über Netgalley.

    Mehr
  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

    Mehr
    • 1174
  • Eine neue Stadt entsteht

    Die Stadt des Zaren
    anke3006

    anke3006

    11. August 2017 um 17:16

    Der große Roman über die Gründung von Sankt Petersburg. Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran … Dies ist für mich der erste Roman von Martina Sahler und er gefällt mir gut. Der Erzählstil ist flüssig und sehr interessant gestaltet. Der Aufbau dieser ganz besonderen Stadt ist nicht einfach und das in einem Roman wiederzugeben ohne zu theoretisch zu werden ist sehr schwierig, aber das ist der Autorin gut gelungen. Sie hat die historischen Fakten und die fiktiven Geschichten geschickt verwoben. Zar Peter ist begeistert von Europa, dem Lebensstil und der vorausschauenden Art. Er möchte sein Land auch gerne modern gestalten und versucht dies gegen alle Widerstände. Der Zar ist ein Stratege, durch den Zugang zum Meer hat er jetzt neue Möglichkeiten. All dies hat Martina Sahler gut dargestellt und erzählt. Ich habe mich sehr gerne in das alte Russland entführen lassen und dabei gelernt, dass die Stadt nicht nach dem Zaren benannt wurde.

    Mehr
  • Zar und Zimmermann – und das Entstehen einer Metropole

    Die Stadt des Zaren
    Caillean79

    Caillean79

    11. August 2017 um 16:33

    Martina Sahlers historischer Sankt Petersburg-Roman beleuchtet die Jahre 1702 bis 1712. Von der ersten Besiedlung des Newa-Ufers bis zur offiziellen Ernennung zur Hauptstadt Russlands spannt sich der Handlungsbogen, der nicht nur die russische Aristokratie, sondern vor allem auch viele  Handwerkerschicksale unter die Lupe nimmt. Zar Peter hat es sich in den Kopf gesetzt – und was der unbeugsame Herrscher einmal geplant hat, davon lässt er nicht ab, mögen die Umstände auch noch so widrig sein. Im sumpfigen Newa-Delta soll Russlands strahlende Hauptstadt entstehen: Pieterburch. Nachdem Peter in der Vergangenheit inkognito die europäischen Städte besucht und sich insbesondere in Holland dem Schiffbau und dem Zimmereihandwerk gewidmet hatte, schwebt ihm vor, seine eigene Stadt zu bauen. Mit einem großen Ostseehafen, der den russischen Handel beleben soll. Diesem Projekt ordnet Zar Peter alles unter und schart Untergebene, aber auch die Leibeigenen seiner Fürsten um sich. Mit viel Schweiß, Blut und unzähligen Opfern setzt er sich durch. An der Newa erblüht Sankt Petersburg. Weder Fluten noch eisige Winter können Peter von seinem Ansinnen abbringen – für die ersten Siedler sind es jedoch entbehrungsreiche, unheimlich schwere Jahre und so mancher bereut den Schritt, nach Petersburg gekommen zu sein – oder bezahlt ihn sogar mit dem Leben. Gewürzt wird der Roman von den Lebensgeschichten einiger Siedler: des holländischen Handwerkersohns  Willem, der deutschen Arztfamilie Albrecht mit ihren Töchtern Helena und Paula, den italienischen Architekten Francesco und Matteo, aber auch der jungen Leibeigenen Zoja. Auch wenn die hier dargestellte Geschichte sehr interessant ist, so hat mich doch der Roman als solches nicht ganz in seinen Bann ziehen können. Die Teile, in denen vom Entstehen der Stadt unter Zar Peter erzählt wird, muten eher wie ein historischer Bericht an. Für mich fühlte sich das leider immer ein bisschen wie eine Unterbrechung des Romans an, der ansonsten lebhaft die Geschichte der Siedler schilderte. Deshalb kam ich leider immer wieder etwas raus aus dem Lesefluss und das beeinträchtigte für mich das Leseerlebnis etwas. Dennoch war es eine interessante Geschichtsstunde, umso mehr, weil ich St. Petersburg vor einigen Jahren selbst besucht habe und die Stadt sehr faszinierend fand.

    Mehr
  • Eine lebendige, vielfältige Geschichte

    Die Stadt des Zaren
    Jisbon

    Jisbon

    11. August 2017 um 14:14

    "Die Stadt des Zaren" erzählt die Geschichte der Anfänge der Stadt St. Pieterburch (St. Petersburg), die von der Autorin mit den Schicksalen verschiedener Personen verwoben wird. Dabei begegnet der Leser den unterschiedlichsten Menschen, vom Zaren selbst über eine deutsche Arztfamilie, Tischler und Kriegsgefangene hin zu Leibeigenen. Dadurch entsteht ein vielfältiges Bild der damaligen Zeit und man erfährt sehr viel über all die Probleme, die sich beim Aufbau der Stadt ergeben haben und wie die Menschen davon betroffen waren.Gefallen hat mir, dass alle Charaktere facettenreich sind. Es gibt zwar jene, die sympathischer sind als andere und dafür ebenso unliebsame Figuren, doch alle haben ihre 'guten' und 'schlechten' Seiten. Der Zar wird als ehrgeiziger Visionär und Herrscher dargestellt, der zugleich temperamentvoll ist und die Geduld verliert, während beispielsweise Zoja, eine Leibeigene, sowohl provokant und selbstsicher als auch verletzlich ist. Die Motivationen sind ebenfalls vielschichtig und es war interessant, aus welchen Gründen die Menschen in die neu entstehende Stadt gekommen und warum sie geblieben sind.Die Handlung spielt in den Jahren 1703 bis 1712 und in dieser Zeit wird den Protagonisten einiges zugemutet. Es wird Krieg mit Schweden geführt, ihr neues Zuhause ist erst im Aufbau, sie erleiden Katastrophen, erleben wunderschöne Momente und müssen persönliche Verluste ertragen. Einige Schicksale haben mich sehr mitgenommen, über andere habe ich mich gefreut; dadurch, dass es so viele verschiedene Charaktere gibt, die abwechselnd in den Mittelpunkt der Geschichte rücken, fand ich es jedoch manchmal schwer, wirklich mit ihnen mitzuleiden - wenn ihnen etwas zustieß, wurden ihre Gefühle und die Konsequenzen zwar deutlich aufgezeigt, aber da es in den nächsten Kapiteln dann oft um ganz andere Situationen ging, konnte man sich als Leser nicht hundertprozentig damit auseinandersetzen. Schade fand ich ebenfalls, dass am Ende einiges offen bleibt beziehungsweise nicht direkt angesprochen wird, obwohl die Autorin die meisten Handlungsstränge gut zusammengeführt hat und es auch realistisch wirkt, da das Leben für ihre Figuren eben über die Handlung des Buches hinaus weitergeht.Davon abgesehen ist "Die Stadt des Zaren" meiner Meinung nach eine sehr interessante Lektüre; Sahler ist es gelungen, die historischen Fakten zu einer lebendigen, vielfältigen Geschichte zu verweben und die Entstehung der Stadt Petersburg anschaulich darzustellen.3,5/5 Sternen______________________Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

    Mehr
  • Dem Sumpf abgerungen

    Die Stadt des Zaren
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    10. August 2017 um 14:17

    Zar Peter ist ein weltoffener Mann, der erkannt hat, dass Russland lange nicht so fortschrittlich ist wie andere Länder. Er hat Visionen und will sein Land voran bringen. Da er an Schiffen interessiert ist, soll ein Hafen an der Ostsee ihm Zugang zum Meer verschaffen. Es soll eine Stadt im Sumpfgebiet der Newa entstehen, die nach westlichem Vorbild errichtet gebaut werden soll. Einwände, dass es sich um Sumpf handelt, wischt er beiseite. Kanäle sollen das Land trockenlegen, Vorbild dafür ist Amsterdam. Er hat auch schon einen Namen für seine Stadt: St. Pieterburch. Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen, allerdings gab es mir manchmal zu viele Details rund um die Baustelle, denn mir war das Schicksal der Menschen wichtiger. Zar Peter ist weltoffen, neugierig und visionär. Im Westen hat er vieles gesehen, was nun als Vorlage für sein Projekt herhalten muss. Eine gewaltige Aufgabe liegt vor den Menschen, die an den Neva gekommen sind, um dort als Handwerker zu schaffen oder um ihr Glück zu machen. Die schwedischen Kriegsgefangenen haben natürlich keine Wahl, sie müssen mitarbeiten. Wir lernen eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Menschen kennen. Graf Fjodor Bogdanowitsch kommt mit seiner Familie und einigen Leibeigenen. Seine Frau Viktoria möchte, dass Tochter Arina das Herz des Zaren erobert. Der italienische Architekt Matteo di Gregorio will sein altes Leben hinter sich lassen, wird dann aber doch wieder von ihm eingeholt. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht reist mit seiner Familie an, nachdem er eine Einladung erhalten hat. Gut gefallen hat mir auch Fürst Alexander Menschikow, welcher der beste Freund des Zaren ist und ihn berät. Er darf sich ein offenes Wort leisten. Es ist interessant zu lesen, welche Widrigkeiten beim Bau der Stadt auftreten, die zu Ehren von Petrus ihren Namen erhält. In diesem Roman ist der Krieg genauso Thema wie Intrigen und persönliche Schicksalsschläge. Mir hat dieser historische Roman gut gefallen.

    Mehr
  • Enttäuschend

    Die Stadt des Zaren
    Steffi_the_bookworm

    Steffi_the_bookworm

    05. August 2017 um 10:00

    Ich hatte mir vom Klappentext sehr viel versprochen, insbesondere weil das setting in St. Petersburg, Russland mal eine nette Abwechslung zu den anderen historischen Romanen ist.Ich bin schon sehr schwer in das Buch gestartet, aber da ich inzwischen seltener historische Romane lese und diese ja doch ein wenig komplexer sind, hatte ich die Hoffnung, dass sich dies noch bessern wird. Leider war dem nicht so und ich bin einfach nicht mit der Geschichte warm geworden.Das Setting war definitiv interessant, aber die Geschichte drumherum ist meiner Meinung nach auf der Strecke geblieben. Es wird das Leben von verschiedenen Familien, die mehr oder weniger am Aufbau von St. Petersburg beteiligt sind, aber keine Geschichte konnte mich wirklich fesseln. Diese sind in einer Auflistung von Details komplett verloren gegangen. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass jedes einzelne Haus und der Baufortschritt in sämtlichen Details beschrieben wurde, so dass die wirkliche Handlung komplett auf der Strecke geblieben ist. Für mich war dies leider einfach nur langweilig und konnte mich in keinster Weise fesseln.Die Stadt des Zaren konnte meine hohen Erwartungen leider in keinster Weise erfüllen, so dass meine Enttäuschung über das Buch ziemlich groß ist.

    Mehr
  • Russische Geschichte

    Die Stadt des Zaren
    brauchnix

    brauchnix

    26. July 2017 um 13:58

    Von Martina Sahler habe ich bereits eine Russlandsage gelesen in der deutsche Auswanderer ihr Glück im Osten suchen und eine Kolonie aufbauen. Und wieder ist es ein russisches Thema, worauf freilich schon der Titel „Die Stadt des Zaren“ hindeutet. Zar Peter lässt Anfang des 18.ten Jahrhunderts Sankt Petersburg entstehen. Er ist ein Visionär. Nicht nur, was den schwierigen Bau dieser großen Stadt betrifft, sondern auch die Zukunft Russlands als Großmacht zu Land und zu Wasser hat er stets im Blick. Es ist ungemein spannend, was Martina Sahler hier Geschichtliches ausgegraben und für den Leser aufbereitet hat. Um sämtliche Facetten der Geschehnisse beleuchten zu können gibt es eine Vielzahl an Charakteren aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten, die das Buch bevölkern. Ein deutscher Arzt und ein italienischer Architekt ebenso wie ein schwedischer Kriegsgefangener, der sich in eine junge Deutsche verliebt. Der Erzählstil der Autorin ist eine Mischung aus Roman und Geschichtsbuch. Mehr als vielleicht in anderen Büchern merkt man dem Text diese Symbiose an. Dies ist keineswegs von Nachteil aber man darf sich nicht wundern, dass den Protagonisten so einiges zumutet wird, da sie ja stellvertretend für all die Menschen stehen, deren Schicksal Martina Sahler erzählen wollte. Naturkatastrophen und Kriege, politische Ränke und persönliche Schicksalschläge, Tod und Liebe; das Buch ist prall gefüllt und die Seiten fliegen nur so dahin. Mir hat der neue Roman von Martina Sahler ausgesprochen gut gefallen. Ich kann es rundherum empfehlen.

    Mehr