Martina Schmitt-Jamek

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Autor von Ein krummer Hund.

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Martina Schmitt-JamekEin krummer Hund
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Ein krummer Hund
Ein krummer Hund
 (2)
Erschienen am 01.09.2011

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Ein krummer Hund" von Martina Schmitt-Jamek

Ein Krimi aus dem Grenzland ...
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Die gebürtige Kärntnerin Martina Schmitt-Jamek entführt uns in ihrem ersten Krimi in die Grenzregion von Kärnten und Slowenien. Dorthin, wo man sich bis heute nicht ganz „grün“ ist, wo es lange zurückliegende, historische Ressentiments bis hin zur öffentlich zur Schau gestellten Feindseligkeit, gibt.

Worum geht’s also?

Der verwitwete und eben pensionierte Chefinspektor Erich Plettner ist auf der Suche nach seinem Bruder, dem Journalisten Markus, der einem veritablen Skandal rund um Grundstücksspekulationen während des Zweiten Weltkriegs im Grenzgebiet auf der Spur. Die Gangster haben weder vor Erpressung noch vor Mord zurückgeschreckt, um in Besitz der Liegenschaften zu kommen. Diese Machenschaften reichen bis in die Gegenwart.

Seinem Freund, dem Gastwirt Mirko zuliebe, nimmt der Chefinspektor i. R. in der Nähe desslowenischen Kurorts Bled an einer Bärenjagd teil, die der reiche Industrielle John Singer für seine Geschäftspartner und solche, die es vielleicht noch werden wollen, veranstaltet. Ausgerechnet eine Jagd – mit diesem Sport konnte sich Plettner noch nie anfreunden. Wie zum Hohn, wird auf Erich gleich zweimal geschossen. Beide Male verfehlt der Schütze zwar sein Ziel, aber es ist bald klar, dass Plettner dem Kopf der kriminellen Bande ziemlich nahegekommen sein muss.

Welche Rolle spielt der als mildtätig bekannte John Singer? Ist er die graue Eminenz hinter all den aktuellen und vergangenen Verbrechen? Wenn ja, kann man ihm etwas nachweisen?

Meine Meinung:

Der Autorin ist ein fesselnder Krimi gelungen, der wohl nur diejenigen wirklich zu schätzen wissen, die sich in der Geschichte von Kärnten und Slowenien (ehemalige Teilrepublik von Jugoslawien) ein wenig auskennen.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Erich Plettner isst gerne ungesund (viel Fleisch, wenig Gemüse) und gehört zu den eher gemütlichen Typen. Die Gemütlichkeit legt er aber in dem Moment ab, wo sein kriminalistisches Gespür anfängt. Er hat ein gewisses Charisma, das ausgerechnet bei seinem Chow-Chow versagt. Besagter Hund tanzt seinem Herrchen fest auf der Nase herum.

Mirko ist ein schlitzohriger Gastwirt, der ein großes Herz hat, aber dennoch auf sein Fortkommen schaut.

Interessant ist auch Erichs Journalistenbruder: wie ein Jagdhund, der die Spur eines Wildes wittert, beißt er sich in den verwickelten Fall fest, der weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Immer wieder gibt es überraschende Wendungen. Der unfolgsame Chow-Chow bringt nicht nur Hundefreunde zum Schmunzeln.


Fazit:

Ein etwas anderer Krimi, der Verbrechen der Vergangenheit aufdeckt.


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Eselsohren-Werners avatar

Rezension zu "Ein krummer Hund" von Martina Schmitt-Jamek

Rezension zu "Ein krummer Hund" von Martina Schmitt-Jamek
Eselsohren-Wernervor 6 Jahren

Mit Ach, Krach und Glück

Für einen Erstling ist „Ein krummer Hund“ ein ziemlich guter Krimi. Da ist einmal der gemütliche Chefinspektor i. R. und Witwer Erich Plettner, der gerne ungesund isst und sich mit seinem unfolgsamen Chow-Chow Whiksy plagt. Sein Bruder Markus ist ein Journalist vom alten Schlag, der viel riskiert, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Derzeit sucht er nach Beweisen dafür, dass sich ein paar Kriminelle während des Zweiten Weltkriegs durch Mord und Erpressung Grundstücke unter den Nagel gerissen haben. Als er sich mit einem Informanten im slowenischen Kurort Bled trifft, wird dieser ermordet und Markus taucht unter.

Ein (einfluss-)reicher Unternehmer

Erich macht sich auf die Suche nach ihm und gerät selbst in Lebensgefahr. Was muss ihn auch sein Freund, der slowenische Wirt Mirko, zur Jagd eines (einfluss-)reichen Unternehmers mitnehmen!

Bald ist klar, wer der Kriminelle ist, doch können Erich und Markus das auch beweisen?

„Ein krummer Hund“ verströmt viel Lokalkolorit und liefert am Rande auch historische Hintergründe zum problematischen Verhältnis von Kärnten und Slowenien. Die Beschreibungen von Orten und Sehenswürdigkeiten wirken allerdings, als wären sie einem Reiseführer entnommen:

Um zwei Minuten vor halb neun Uhr öffnete Plettner die massive Holztür zum großen Wappensaal, dem Prunkstück des Klagenfurter Landhauses, dessen Bau bereits 1579 begonnen und dessen Fertigstellung drei Jahre benötigt hatte.

Und natürlich die zwei Gebirgsbracken

Mit Dialogen hat Schmitt-Jamek (noch) ihre Probleme: sie sind oft mit zu viel Information überfrachtet und die Figuren sprechen alle gleich (bis auf Mirko mit seinem schlechten Deutsch) und niemand gibt zum Beispiel seinem Chef auf die Frage „Sind die Hunde bereit?“ die Antwort, „Selbstverständlich. Vier deutsche Jagdterrier, drei Deutsch-Drahthaar und natürlich die zwei Gebirgsbracken, die letztes Mal den 120-Kilo-Keiler aufgestöbert und gestellt haben.“

Doch die Handlung ist gut aufgebaut und nicht unspannend, die Personen sind interessant und glaubwürdig – auch die Erzschurken. Und dass die Guten nicht zu Superhelden mutieren, sondern die gefährlichen Situationen mit Ach, Krach und Glück meistern, macht das Buch sehr sympathisch.

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