Martina Wildner

 3.8 Sterne bei 67 Bewertungen
Autorin von Das schaurige Haus, Murus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martina Wildner

Überraschend mitreißend: Martina Wildner, geboren am 11. September 1968 im Allgäu, ist eine deutsche Schriftstellerin. Nach einem Fachwechsel von Islamwissenschaften zu Grafik-Design, entschloss sie sich 1998 dazu als freie Autorin und Malerin zu arbeiten. 2003 erhielt sie den Peter-Härtling-Preis für ihren Roman Jede Menge Sternschnuppen. 2014 erhielt sie dann für ihr Kinderbuch Königin des Sprungturms den Deutschen Jugendliteraturpreis. Im selben Jahr war sie Jurymitglied des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals in Berlin. Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in Berlin.

Neue Bücher

Die Krähe am unheimlichen See

Neu erschienen am 07.02.2019 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Dieser verfluchte Baum

Neu erschienen am 07.02.2019 als Hardcover bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Martina Wildner

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Das schaurige Haus

Das schaurige Haus

 (22)
Erschienen am 10.07.2018
Murus

Murus

 (13)
Erschienen am 27.02.2010
Königin des Sprungturms

Königin des Sprungturms

 (9)
Erschienen am 16.08.2018
Michelles Fehler

Michelles Fehler

 (10)
Erschienen am 06.09.2008
Jede Menge Sternschnuppen

Jede Menge Sternschnuppen

 (4)
Erschienen am 26.01.2009
Grenzland

Grenzland

 (2)
Erschienen am 12.08.2011
Die unheimliche Krähe am See

Die unheimliche Krähe am See

 (1)
Erschienen am 14.08.2017
Finsterer Sommer

Finsterer Sommer

 (1)
Erschienen am 10.07.2017

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Neue Rezensionen zu Martina Wildner

Neu

Rezension zu "Michelles Fehler" von Martina Wildner

Ein fehlerhafter Dienstag
annluvor 13 Tagen

*Michelle mochte Hamburg nicht. Schon als kleines Kind hatte sie Hamburg verabscheut, weil sie das H auf der H-Milchpackung mit Hamburg in Verbindung gebracht hatte. Michelle fand H-Milch ekelhaft.*


Michelle macht häufig Fehler – dienstags noch mehr als sonst. Doch dieser Dienstag scheint ein Tag voller Fehler zu werden. Das zu späte Erwachen, die kleinen oder größeren Notlügen, die schweren Entscheidungen, die Michelle an diesem Tag trifft – alles wird von ihrem Fehlerberechnungs-Sachbearbeiter überwacht, der ihre Fehler gewissenhaft notiert. Dabei will Michelle nur ihrer Erzfeindin ausweichen und nicht mehr über Hamburg nachdenken, in das ihr Vater gezogen ist. Aber ein Fehler reiht sich an den anderen.



Eingeteilt in kurze Kapitel, die akribisch mit dem jeweiligen Tageszeitpunkt beschriftet sind, wird der verhängnisvolle Dienstag mit Michelles Fehlern vorgestellt. Michelle stellt sich schon bald als etwas eigenartige Vierzehnjährige heraus, die gerne unter dem Bett liegt um nachzudenken und ein Faible für die Mathematik hat. So misst sie gedanklich alles aus, zählt die ungewöhnlichsten Dinge und stellt immerzu Rechnungen an. Auch einige ihrer Gedankengänge scheinen abseits eines jungen, pubertierenden Mädchens zu liegen. Auch wenn sie sich nicht dagegen wehren kann, immer mal wieder an Diego zu denken, in den alle Mädchen der Schule verliebt sind. Aber gerade das Ungewöhnliche an Michelle hat mir gefallen.


Herr Schmidt, der Fehlerberechnungs-Sachbearbeiter, tritt ab und zu in Aktion. Allerdings scheint es sich bei den Fachbearbeitern um große Bürokraten zu handeln. So beobachtet er, notiert und schlägt immer mal wieder etwas in einem Fachbuch oder der ein oder anderen Akte nach. Wie er Einfluss auf die Geschichte nimmt, ist lange nicht klar – wird dann aber umso deutlicher. Dass er aber nichts für junge Menschen übrig hat, wird gleich schon festgelegt, sodass ich das Gefühl hatte, er würde nichts Gutes für Michelle im Sinn haben. Ihre Fehler schwankten von solchen, die auch ich als Fehlentscheidung einstufen würde über Kleinigkeiten, die für mich keine Fehler wären. Aber da sagt das Handbuch der Bearbeitungsstelle (Schmidt schlägt extra nach) was anderes.


Die Geschichte zeigt einen Tag im Leben von Michelle. Obwohl die ernsten Themen nicht offensichtlich im Mittelpunkt stehen, beeinflussen sie Michelle und ihre Entscheidungen doch sehr. So ist es einerseits die Trennung ihrer Eltern und die Tatsache, dass ihr Vater ausgerechnet nach Hamburg gezogen ist, die ihr nicht aus dem Kopf geht. Auch ihre Klassenkameradin Lydia, die ihr das Leben schwer macht, und Michelle fertig machen will, haben einen großen Einfluss auf ihr Leben. Zudem macht sie sich – wie viele Jugendlichen – Gedanken um ihren Körper und ihr Leben. Auch wenn sie ihre Probleme nicht immer als solche bezeichnet ist die Geschichte immer wieder von diesen ernsten Themen geprägt.


Fazit: Eine recht ungewöhnliche Jugendliche stellt sich ihren Fehlern – mir hat die etwas andere Herangehensweise an viele ernste Themen gut gefallen.


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Rezension zu "Finsterer Sommer" von Martina Wildner

Ein interessanter und facettenreicher Jugendroman der sehr spannend gehalten ist
aly53vor 3 Jahren

Dieses Jugendbuch hat mich doch sehr überrascht und auch mitgerissen.
Das Cover wirkt jugendgerecht und auch der Klappentext klang recht gut.
Hierbei lernen wir recht bald Konrad kennen. Er verbringt seine Ferien mit seiner Cousine und seinen Eltern am Meer.
Konrad fand ich recht sympathisch.  Er wirkt oftmals etwas einsam und verloren. Man hat das Gefühl, er kommt sich oft etwas deplatziert vor.
Das führt häufig dazu, daß er eher sein eigenes Ding macht, egal was die anderen davon halten.
Seine Empfindungen gegenüber Lisbeth waren am Anfang recht gut nachvollziehbar für mich.
Sie die ziemlich intelligent ist und immer die beste zu sein scheint.
Aber wer weiß schon wirklich was in einem Menschen vor sich geht.
Lisbeth war mir sofort sympathisch. Ihr Mut und das sie keine Angst zu haben schien, haben mich doch ziemlich beeindruckt.
Man lernt die beiden im Laufe des Buches immer besser kennen, dabei machen sie auch eine spürbare Entwicklung durch.
Der Urlaub verläuft recht langweilig für die beiden, doch dann entdecken sie einen Bunker und hören was von einer toten Frau und Gold.
Sofort wird die Abenteuerlust geweckt und man muss einfach wissen was es damit auf sich hat.
Ich fand das richtig interessant, wie beiden auf Spurensuche gingen, dabei blieben sie auch vor Gefahren nicht verschont.
Man kann dabei auch sehr gut ihre Ängste spüren.
Doch alles wird leicht verständlich und detailliert erläutert, so das man auch wirklich alles nachvollziehen kann.
Dabei kommen sie einigen Geheimnissen auf die Spur.
Der Verlauf dessen ist sehr spannend gestaltet und wartet mit Überraschungen auf.
Hierbei muss man auch schnell erkennen, das nicht immer alles so ist, wie es scheint.
Und auch Konrad hat dabei Lektionen fürs Leben gelernt.
Es ließ sich wirklich sehr leicht lesen und ich war im nu durch, was auch an der geringen Seitenanzahl liegt.
Aber gerade für Jugendliche finde ich das sehr angemessen.
Toll fand ich, das man  bei dem Abenteuer miträtseln und mitfiebern kann.
Alles in allem sehr gelungen. Nur am Anfang hat es mir etwas zu lange gedauert, bis es endlich an Fahrt aufnahm.
Auch der Aufbau hat mir gut gefallen, es gab mitunter etawas Verwirrung, aber gerade das gefällt mir immer sehr, wenn man nicht weiß, was wirklich hinter allem steckt.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Konrad, was ihm mehr Raum und Tiefe schenkt.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet und nehmen stark für sich ein.
Sie wirken allesamt authentisch und realistisch.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz gehalten.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

Fazit:
Ein interessanter und facettenreicher Jugendroman der sehr spannend gehalten ist und mit einigen Geheimnissen aufwartet, die es in sich haben.
Die Charaktere verstehen zu bezaubern und nehmen stark für sich ein.
Eine klare Leseempfehlung.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten, da mir stellenweise noch etwas mehr Biss gefehlt hat.

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Rezension zu "Michelles Fehler" von Martina Wildner

Schönes Jugendbuch
Lyannavor 4 Jahren

Michelle scheint eine ganz normale Jugendliche zu sein, die zurzeit mitten in der Pubertät steckt. Sie ist jedoch der Meinung, sie würde viel mehr Fehler machen, als andere - und das besonders, seit ihr Vater damals nach Hamburg gezogen ist und nun alle Sachen nach H-Milch zu schmecken scheinen...
Und in der Tat passiert ihr so einiges, wovon manches regelrecht absurd klingt: Morgens verschläft sie, was später dazu führt, dass sie ihrem Französischlehrer auf den Zeh tritt. Dann entschließt sie sich dazu, die Sportstunden zu schwänzen, nimmt eine Geldbörse aus einem offenen Auto, weil sie denkt, der Wagen könne ihrem Vater gehören und möchte sich danach neue Schuhe kaufen gehen. Das Auftauchen eines Arbeitskollegen ihrer Mutter bringt Michelle jedoch dazu, das Schuhgeschäft mit den unbezahlten Schuhen an den Füßen zu verlassen...und fortan irrt sie ohne wirkliches Ziel durch die Stadt, gerät von einer dummen Situation in die nächste und läuft letztendlich auch noch der gewalttätigen Lydia in die Arme, von der Michelle zeitlebens tyrranisiert wird...
Was Michelle nicht ahnt: In Wirklichkeit steckt nicht sie selbst, sondern auch Mitarbeiter des Fehlerberechnungsamtes hinter ihren zahlreichen Fehlern - und dieser mag zufällig keine Kinder (und am allerwenigsten Michelle).

Das klingt zuerst nicht besonders durchschaubar und ist es auch nicht, denn es zieht sich kein wirklicher, roter Faden durch die Handlung. Die Autorin begnügt sich stattdessen damit, den Leser in chronologischer Abfolge einen Tag im Leben Michelles miterleben zu lassen. Das könnte langweilig sein - was es ja in vielen Büchern auch ist - aber im Fall von "Michelles Fehler" ist es alles andere als das. Lustige und teilweise total absurde Geschehnisse in Michelles Leben regen nicht selten zum Schmunzeln an, man fragt sich ständig: Geht es noch schlimmer? Könnte man sich noch dümmer verhalten?

Schmidt vom imaginären Fehlerberechnungsamt bringt noch zufällig Schwung in die Sache - seine Versuche, Michelle loszuwerden, münden ebenfalls oft in merkwürdige Situationen für das Kind, oft aber auch für ihn selbst. Sollte Schmidt letztendlich womöglich selbst von Fehlern verfolgt werden?

Die Hoffnung, irgendwann noch einmal ein wirklich gutes Jugendbuch zu finden, hatte ich eigentlich aufgegeben, bei dem ganzen Einheitsbrei, der zurzeit auf dem Markt ist und dabei auch noch mit Preisen überhäuft wird. "Michelle" war deshalb eine positive Überraschung für mich: Gut und actionreich geschrieben, humorvoll und selbstironisch und zudem mit einem Hauptcharakter, der viel Identifikationspotential für Jugendliche um die 15 bieten sollte, ohne sich gleich zu ernst zu nehmen. Für Jugendliche, die mit ihrer Pubertät kämpfen, mit sich und dem Leben unzufrieden sind und denken "Schlimmer geht es doch eigentlich nicht mehr". Anscheinend doch, aber muss man darüber den Humor und den Spaß an gelegentlichem Unfug verlieren? Kaum.
Ein spannendes Buch für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene.

Berlin Verlag, 6,90

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Gespräche aus der Community

Neu
*Ein Abend der Kinder- und Jugendliteratur*
Berliner Autorinnen und Autoren stellen neue Werke vor


Am Mittowch, den 30.10.2013 um 18 Uhr
Theater Expedition Metropolis / DESI (Ohlauer Str. 41)  BERLIN XBERG
www.expedition-metropolis.de

MIT: Beate Dölling, Boris Koch, Sabine Ludwig, Christiane Radeke, Holly-Jane Rahlens, Kirsten Reinhardt, Martina Wildner, Katharina Reschke, Anja Tuckermann

"Berlin ist auch die Stadt der Kinder- und Jugendliteratur.
Vielfältig, spannend, anregend und herausfordernd entführt sie in
unbekannte oder vertraute Welten, in einen Winkel der Stadt oder in
weite Fernen. Die Veranstaltung eröffnet ein Erzähl-Panoptikum, das
zeigt, wie viele verschiedene Stimmen der Kinder- und Jugendliteratur
in Berlin zusammenfinden und bietet im Dschungel der Neuerscheinungen
eine Orientierungshilfe. Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind zu
einem Familienabend eingeladen."

Mit musikalischer Begleitung von Ray Kaczynski
Die Buchhandlung Leseglück ist mit einem Büchertisch dabei.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Martina Wildner wurde am 11. September 1968 in Allgäu geboren.

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