Martina Wildner Grenzland

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Grenzland“ von Martina Wildner

Zwischen Spiel und WirklichkeitDie fünfzehnjährige Agnes fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut. Ihre beste Freundin Jana ist seit ein paar Wochen völlig daneben. Ihre kleine, allseits rosa beplüschte Schwester nervt zunehmend und ihre Eltern haben sowieso keine Ahnung, was in ihr vorgeht. Einziger Lichtblick ist der Musiker Matti, auf den leider auch Jana steht, und jene seltsame Moderatorin, die ihr eines Nachts beim Zappen begegnet. Sie bietet ihr an, etwas mehr Spannung in ihren Alltag zu bringen. Zögernd lässt Agnes sich darauf ein, obwohl sie sich dafür, als eine Art Eintrittsgeld, immer wieder mit einem Messer selbst verletzen muss. Bis sie feststellt, dass sie Realität und Spiel nicht mehr trennen kann. Und dass die Sache immer gefährlicher wird …

Eine ganz neue Darstellung von Menschen und ihren Problemen. Die Geschichte ist unfassbar.

— MoWilliams

Stöbern in Jugendbücher

AMANI - Verräterin des Throns

Tolle Fortsetzung, allerdings mit ein paar Schwachstellen

federmaedchensfederland

Illuminae

Wird dem Hype absolut gerecht!

merle88

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Gelungene Fortsetzung

ConnyKathsBooks

Let's disco

Eine tolle Geschichte um Freundschaft und andersein

leniks

The Hate U Give

Was für ein tolles Buch!

froschprinzessin

Lieber Daddy-Long-Legs

Zeitlos, liebenswert und einfach wunderschön!

die_tanja_

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Zahn. Und das Spiel kann beginnen.

    Grenzland

    MoWilliams

    18. September 2014 um 19:22

    „Lestia jedenfalls braucht immer wieder Spieler. Spieler, die ins Ziel gelangen. […] Jetzt sind ein Haufen Depressive und andere psychisch Kranke auf den Zug aufgesprungen. Trittbrettfahrer sozusagen. Sie haben herausgefunden, dass es eine gute Methode ist, sich um die Ecke zu bringen. Noch dazu eine, die Spaß macht.“ Inhalt Alles ändert sich, als Agnes nachts aufsteht und beim Fernseher einen Sender findet, der eigentlich gar nicht belegt sein sollte. Dieses Mal ist er es aber. Lestia Thumb mit ihren drei Augen präsentiert sich der vierzehnjährigen Agnes und verführt sie zu einem Spiel, bei dem sie nur mitmachen kann, wenn sie sich ritzt. Je intensiver, umso besser ist das Spiel. In ihrem Leben läuft gerade Einiges schief – ihre Eltern beachten nur ihre jüngeren Schwestern, die sowieso alles viel besser machen. In der Schule kommt sie kaum noch hinterher. Was sich vor allem dadurch verschlimmert, dass sich ihre beste Freundin Jana von ihr abwendet, zu rauchen und sich selbst zu piercen begonnen hat. Als ob es noch nicht genug wäre, gibt es da noch Matti, den Sänger einer Band, der ihr plötzlich ziemlich schöne Augen macht – vor allem, nachdem Agnes angefangen hat, in das Spiel von Lestia Thumb einzusteigen. Wie alle anderen kämpft sich auch das junge Mädchen durch die Spiele, nur, um letztlich gekrönt zu werden und das Ziel zu erreichen, in den Himmel aufsteigen zu dürfen. Das Paradies zu genießen. Traum oder Realität? Wieviel Gefahr steckt in diesem Spiel tatsächlich? Wenn es sich wirklich um einen schlichten Traum handelt, warum ist die letzte Siegerin dann verschwunden? Meine Meinung Von Anfang an fand ich den Schreibstil sehr besonders. Mir ist immer noch nicht klar, was Martina Wildner in ihrer Art widerspiegelt, aber die Geschichte, die sie erzählt, ist unglaublich. Wohl oder übel wurde ich auch bei diesem Werk dazu „gezwungen“, es zu lesen und bin froh, dass es mir in die Hand gedrückt wurde. Nach dem Klappentext war eigentlich sofort klar, dass es ums Ritzen geht – aber auf welche Weise und mit welchen Hintergründen – damit hätte ich niemals gerechnet. In vielen solchen Büchern wird die Tragik herausgehoben, wie schlimm es diesen Menschen geht und wie sehr sie vereinsamen, was sie im Kopf haben, dass niemand zu ihnen gehört und die ganze Welt gegen sie ist. Wildner schafft die Welt im Hintergrund, Agnes' beste Freundin Jana wendet sich immer mehr von ihr ab, ihre Familie geht ihr gehörig auf die Nerven – so, wie es bei den meisten Pubertierenden meistens der Fall ist. Und schließlich verliebt sie sich auch noch in das wortwörtliche Arschloch der Schule und beinahe alle scheinen der seltsamen, geheimnisvollen Lestia Thumb und ihrem Spiel verfallen zu sein. Was mich sehr geschockt hat, war, als ich erfahren habe, dass Agnes gerade mal vierzehn Jahre alt ist. Wobei man vermutlich sagen muss, dass die meisten Vierzehnjährigen schon Erfahrungen mit Alkohol, Rauchen oder anderen Rauschdrogen gemacht haben. Von Ritzen, Bulimie und Magersucht ganz zu schweigen. Das Besondere bei der Sache ist, dass man als Leser mit Agnes mitfühlt und sie versteht, ohne dass Wildner je wirklich auf ihre Gefühle einsteigt oder Agnes in ihrer Trauer und Verzweiflung versinken lässt. Man spürt es einfach. Es ist, als ob die Gefühle zwischen den Zeilen kleben und nur darauf warten, auf einen Leser überspringen und ihn packen zu können. Ich habe „Grenzland“ ziemlich schnell gelesen und habe mich in dieser Zeit eigentlich nur nervös, angespannt und sehr traurig gefühlt. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven – es spiegelt unsere Gesellschaft auf eine außergewöhnliche Art wider. Fazit Zusammengefasst, wenn man Lust auf etwas Anderes, gar Außergewöhnliches hat, dann schnappt euch dieses Buch und lasst euch mitreißen. Ich empfehle es jeden, der sich schon oft genug gefragt hat, welchen Weg er gerade geht und welchen Weg er gehen möchte. Jeden, der schon Freunde verloren hat und von seiner ersten Liebe enttäuscht wurde. Jeden, der die Aufmerksamkeit seiner Eltern durch seine kleinen Geschwister verloren hat und zu schnell erfahren hat, dass im Leben jeder für sich selbst eintreten muss. Und jeden, der sich schon selbst im Weg stand, irgendwann erkannt hat, dass die größten Feinde weder Schicksal noch Leben sind, sondern dass man nur sich selbst besiegen muss, um das Spiel zu gewinnen. Ihr werdet euch dort drinnen wiederfinden, egal, wie alt ihr seid und egal, was ihr erlebt habt. Wir sind alle Teil von dem Spiel der Lestia Thumb.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks